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Rituelle Waschung im Islam


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16 Antworten in diesem Thema

#1 Magdalena

Magdalena
  • Islam-Interessierte
  • 78 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:01 Uhr

Vor dem Beten sind die Muslime verpflichtet sich zu waschen. Was machen Gläubige in Afrika, die nicht mal Wasser zum Tee kochen haben während der Trockenperiode. Jeder Tropfen Wasser ist in solchen Gegenden lebensnotwendig!

Ich habe von einer Muslima gehört, zur Not kann man auch Erde benutzen, da es sich nur um eine rituelle Waschung handelt. Das klingt verrückt. Ein Afrikaner der sich nicht mal waschen kann, wird sich nicht noch zusätzlich 5 mal am Tag Erde auf die Haut schmieren. #bismillah#

Ich geh oft nach der Arbeit in eine kleine Kapelle beten. Wenn ich mir vorstelle, ich müßte mir erst die Füße waschen, hätt ich ein Problem...

Können denn Muslime überhaupt spontan beten duch ihre Rituale? Zum Beispiel irgendwo im Freien, wenn man unterwegs ist?

#2 Ali-Jawad

Ali-Jawad
  • Muslim
  • 250 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:13 Uhr

#bismillah#

wir können immer beten den ganzen tag aber die 5 pflichtgebete verrichten wir nur mit der rituellen waschung. diese ist wenn wasser mangel vorhanden ist, auch mit erde möglich ja.

wa #salam#

#3 Naynawa

Naynawa
  • Moderatorin
  • 11.948 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:14 Uhr

#bismillah#
#salam#

Wenn einem kein Wasser zur Verfügung steht, dann macht man die Trockenreinigung mit Erde oder Sand. Du schlägst deine Hände auf den Sand und führst die Trockenreinigung durch. D.h. an deiner Haut bleibt nichts haften.

Ich geh oft nach der Arbeit in eine kleine Kapelle beten. Wenn ich mir vorstelle, ich müßte mir erst die Füße waschen, hätt ich ein Problem...


Wenn man in der Moschee beten möchte, dann kann man dort auf den Toiletten die Waschung machen, oder zuhause. Und die Sunniten waschen ihre Füße beim Wudu', wir Schiiten nicht. Wir streichen nur darüber.

Können denn Muslime überhaupt spontan beten duch ihre Rituale? Zum Beispiel irgendwo im Freien, wenn man unterwegs ist?


Ja, Erde und Sand findet man überall, wenn kein Wasser da ist. Und Beten kann man auch überall #rose#

#rose#

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|Friede sei mit dir, ya Aba 'Abdillah|Ya 'Abbas 'Alamdaar|Ya Zainab al-Kubra|


#4 Magdalena

Magdalena
  • Islam-Interessierte
  • 78 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:25 Uhr

Ihr lebt ja auch alle nicht in Zentral Afrika...da hat man leicht reden #bismillah# Wenn Wasser aus der Leitung kommt, hat mans leicht.

#5 Naynawa

Naynawa
  • Moderatorin
  • 11.948 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:28 Uhr

#bismillah#
#salam#

Wie gesagt, kann man auch Erde oder Sand verwenden, wenn es kein Wasser gibt und davon gibt es genug in Zentralafrika.

#rose#

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#6 Habibi

Habibi
  • Inaktiv
  • 2.517 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:33 Uhr

#bismillah#
#salam#

Dann wird das Tayammum, statt Wudhu gemacht. Beim Wudhu wird erstmal das Gesicht vom Haaransatz bis zum Kinn gereinigt, danach der rechte Oberarm von oben bis in die Fingerspitzen, das selbe mit der linken (umgekehrt nicht erlaubt). Mit der noch nassen Hand streicht man sich von der Kopfmitte bis zum vorderen Haaransatz. Danach wird mit der rechten Hand von den Zehen bis zu den Fußknöcheln gestrichen; das selbe mit der linken Hand und dem rechten Bein (aber bei links ohne den Haaransatz- Teil -wird einfach überstrichen). - Was wenn nun kein Wasser da ist ? Dann nimmt man sich die Trockenreinigung vor:


1. werden beide Hände auf etwas Reinigendes getan (Erdklumpen, Sand,...)
2. dann werden beide Handinnenflächen über die Stirn bis zu den Augenbrauen und dem Nasenrand gestrichen.
3. Dann wird die Innenfläche der linken Hand über die Außenseite der rechten Hand und anschließend umgekehrt die Innenfläche der rechten Hand über die Außenfläche der linken Hand gestrichen.

Et voila - das war's. Das ist das reinigende Ritual, wenn kein Wasser zur Verfügung steht.


#rose# #rose#
Leid säen ist die schlimmste aller Sünden!

#7 Magdalena

Magdalena
  • Islam-Interessierte
  • 78 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:35 Uhr

#bismillah#
#salam#

Wie gesagt, kann man auch Erde oder Sand verwenden, wenn es kein Wasser gibt und davon gibt es genug in Zentralafrika.

#rose#


Warst du schon mal da? Wenn deine Haut eh schon staubig und verklebt ist, hat niemand das Bedürfnis sich noch zusätzlich Dreck auf den Körper zu wischen. Man kann als Aussenstehender auch nicht sagen: für Gott tut man das. Es wäre unfair den Menschen gegenüber die ohne Wasser leben. Und Gott quält nicht einen Teil der Menschen.

#8 Naynawa

Naynawa
  • Moderatorin
  • 11.948 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:42 Uhr

#bismillah#
#salam#

Warst du schon mal da?


Warst du schon mal da?^^

Ich weiß nicht, wieso du übertreibst. Es ist viel einfacher als du denkst.
Erde oder Sand ist kein Dreck, man macht sich damit nicht dreckig. Beim Tayammum schlägt man mit den Händen auf die Erde oder auf den Sand, d.h. wenn dieser trocken ist, bleiben die Hände fast sauber. Und damit streicht man sich über das halbe Gesicht und die Hände.

Und doch: Für Allah tut man alles #rose# Er quält niemanden, und ist gerecht.

#rose#

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#9 Habibi

Habibi
  • Inaktiv
  • 2.517 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:44 Uhr

#bismillah#
#salam#

Man kann als Aussenstehender auch nicht sagen: für Gott tut man das.


Und wie man das kann - man nimmt sogar noch mehr hin, um Gott anzubeten. Ich denke, es spielt wenig einen Sinn, welchen Status man hat; in jeder Lage kann man Gott dienen. Und das du darauf rumtrampelst, ist mir ein Rätsel. Schon alleine deine Rhetorik veranlasst dazu, zu denken, du wärst generell gegen den Islam (hauptsächlich wegen Kleinigkeiten). Erstmal kommst du mit dem Statement, es gäbe kein Recht für die Frau im Islam und jetzt das. - Warum ?


#rose# #rose#
Leid säen ist die schlimmste aller Sünden!

#10 Magdalena

Magdalena
  • Islam-Interessierte
  • 78 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:45 Uhr

#bismillah#
#rose#


1. werden beide Hände auf etwas Reinigendes getan (Erdklumpen, Sand,...)
2. dann werden beide Handinnenflächen über die Stirn bis zu den Augenbrauen und dem Nasenrand gestrichen.
3. Dann wird die Innenfläche der linken Hand über die Außenseite der rechten Hand und anschließend umgekehrt die Innenfläche der rechten Hand über die Außenfläche der linken Hand gestrichen.

Et voila - das war's. Das ist das reinigende Ritual, wenn kein Wasser zur Verfügung steht.


#rose# #rose#



Warum ist Erde rein? Deusche Wege und Wiesen sind zum Beispiel in vielen westdeutschen Großstädten schon lange nicht mehr so rein. Da wird drauf gespuckt, gepinkelt und Abfall entsorgt. #herz#

In Afrika gibt es auf den Dörfern auch keine Toiletten. Die Notdurft erledigen Mensch und auch Tier draußen im Freien. Selbst Geburten , in manchen Regionen leider auch noch Beschneidungen finden im Freien statt. Man weiß da echt nicht, wo die Erde rein ist!!!!!! Ich war da. ich weiß wirklich von was ich rede und wie die Wirklichkeit da aussieht. Der verwöhnte Europäer hatt da gut reden #salam#

#11 Naynawa

Naynawa
  • Moderatorin
  • 11.948 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:52 Uhr

#bismillah#
#salam#

Es ist so, dass die Sonne eine reinigende Wirkung hat und nicht zu vergessen regnet es auch sehr oft hier.

Erde ist an sich rein. Natürlich verliert sie ihre Reinheit, wenn man sie mit etwas unreinem in Verbindung bringt. Und für die Trockenreinigung verwendet man saubere Erde. Und die findet man überall, genauso wie Sand.

Mach es nicht kompliziert, Magdalena. Du müsstest den Islam selbst praktizieren um zu sehen, dass es in Wirklichkeit viel einfacher ist, wie du es dir vorstellst.

In Afrika leben viele Muslime. Wenn du Kontakt dahin hast, dann kannst du sie selber fragen, wie sie Wudu' für das Gebet machen.

#rose#

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#12 Habibi

Habibi
  • Inaktiv
  • 2.517 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 14:53 Uhr

Warum ist Erde rein? Deusche Wege und Wiesen sind zum Beispiel in vielen westdeutschen Großstädten schon lange nicht mehr so rein. Da wird drauf gespuckt, gepinkelt und Abfall entsorgt. #herz#

In Afrika gibt es auf den Dörfern auch keine Toiletten. Die Notdurft erledigen Mensch und auch Tier draußen im Freien. Selbst Geburten , in manchen Regionen leider auch noch Beschneidungen finden im Freien statt. Man weiß da echt nicht, wo die Erde rein ist!!!!!! Ich war da. ich weiß wirklich von was ich rede und wie die Wirklichkeit da aussieht. Der verwöhnte Europäer hatt da gut reden #salam#



#bismillah#
#rose#


Erde ist rein, genauso wie Sand und Stein. Erde ist außerdem rein, weil du nach dem Tod nichts weiter bist, als Erde. Und wenn einer drauf pinkelt musst du nicht peinlich genau auf diese (nasse) Stelle Tayammum machen. Erde ist rein, egal was du tust. Afrikaner sind genauso wie ich und du Lebewesen und sie wollen Allah (t.) auch dienen. - Egal auf welche Art und Weise. Es gibt tausend andere Möglichkeiten. Man muss es nicht unnötig kompliziert machen.

#rose# #rose#
Leid säen ist die schlimmste aller Sünden!

#13 Hassan_Al_Askari

Hassan_Al_Askari
  • Muslim
  • 1.455 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 15:44 Uhr

#schaem#
#salam#

Man Taucht ja nicht in Erde ein und die Leute könne wenn es einen See in der Nähe hat zum See gehen und nach deiner Logik könne die Leute in Zentralafrika auch nicht auf Erde sitzen, keine Pflanzen pflanzen Häuser bauen usw.... da sie ja dann mit noch mehr erde in Berührung kommen

#salam#
وَمَنْ يَتَوَلَّ اللَّهَ وَرَسُولَه ُُ وَالَّذِينَ آمَنُوا فَإِنَّ حِزْبَ اللَّهِ هُمُ الْغَالِبُونَ

Wa Man Yatawalla Allāha Wa Rasūlahu Wa Al-Ladhīna 'Āmanū Fa'inna Ĥizba Allāhi Humu Al-Ghālibūna

Wer sich Gott , den Gesandten und die Gläubigen zu Vertrauten nimmt, gehört zur Hizbullah (Partei Gottes), denen der Sieg gewiss beschieden ist.

#14 Magdalena

Magdalena
  • Islam-Interessierte
  • 78 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 16:13 Uhr

#salam#
#lol#


Und wie man das kann - man nimmt sogar noch mehr hin, um Gott anzubeten. Ich denke, es spielt wenig einen Sinn, welchen Status man hat; in jeder Lage kann man Gott dienen. Und das du darauf rumtrampelst, ist mir ein Rätsel. Schon alleine deine Rhetorik veranlasst dazu, zu denken, du wärst generell gegen den Islam (hauptsächlich wegen Kleinigkeiten). Erstmal kommst du mit dem Statement, es gäbe kein Recht für die Frau im Islam und jetzt das. - Warum ?


;) #lol#


Ich bin ehrlich. Ich habe Vorurteile. Da bin ich eine von vielen. Aber ich gebe es ehrlich zu. Ich möchte sie abbauen. Daher will ich alles wissen. Ich hinterfrage auch die Bibel. Das ist natürlich einfacher, da ich meine Gemeinde vor Ort habe und wenn ich Fragen habe, spreche ich mit einem Geistlichen oder frage Glaubensangehörige. In meinem Umfeld, vor allem auf der Arbeit kenne ich viele Muslime. Eine ist Türkin, die Zweite Marokkanerin, die Dritte Iranerin...jede erzählt was anderes. Dann gibe es noch solche Experten wie Pierre Vogel die einem empfohlen werden! Da stehem einem schon manchmal die Haare zu Berge. #schaem#

Habt Mitleid mit mir!!! Ich bin in einem nichtreligiösen Umfeld aufgewachsen. Ich erlebe in meinem jetzigen Umfeld viel Negatives aus dem islamischen Kulturkreis ( Gewalt, Bildungsarmut, respektloses Benehmen von jungen Türken und Arabern, schwarz bis auf die Augen verschleierte Frauen, Analphabetinnen, lang in Deutschland Lebende welche kein Deusch sprechen und Zuwanderung in Harz4). Wir sind keine Rockefellers, daher leben wir nicht unbedingt in einem der "besten" Viertel und bekommen das Ghettoleben hautnah mit. Ich habe auch schon im Ausland gelebt und gearbeitet. Ich musste die Sprache lernen und für mich selbst sorgen. Sozialhilfe im Ausland ist für mich ein Unding!!! Ich kenne keine Landsmännin die in einem fremden Land von Sozialtransfers lebt!!!

Ich gebe zu, viele bringen diese Dinge mit dem Islam in Verbindung, da diese Menschen in der Regel aus islamisch geprägten Ländern kommen. Warum hat sich das so entwickelt? Was ist passiert? In der Blütezeit des Islams war die islamische Welt weit entwickelt und kultiviert. Ich habe viele Bücher aus der Zeit des Kreuzrittertums gelesen. Da haben die Tempeler zum Beispiel vom Islam provitiert und es gab einen regen Wissensaustausch. Aber man hat das Gefühl, die islamische Welt ist stehen geblieben...Ich rede nicht vom einzelnen, sondern gesamt gesehen.

Seid nicht sauer! Ich spreche aus, was viele denken. Wenn ich des Rätsels Lösung kenne, kann ich es auch weitergeben. Ich hole mein Wissen nicht aus der Bildzeitung, sondern gebe nur wieder was ich selbst erlebe. Ich arbeite im sozialen Bereich, daher habe ich tagtäglich Kontakt mit allen Bevölkerungsschichten.

Wir Christen haben uns in der Geschichte auch nicht immer mit Ruhm bekleckert. Aber die Geschichte ist ja da, um aus ihr zu lernen.

Alles was Gott uns gebietet hat einen Sinn. Da bin ich mir sicher. Für dich Habibi mögen das Kleinigkeiten sein. Für mich fehlt bei diesen Kleinigkeiten die Begründung...der Sinn. Im Islam und im Christentum finden sich im Konsens sehr viele Gemeinsamkeiten, aber halt auch kleine Unterschiede #salam#

#15 Habibi

Habibi
  • Inaktiv
  • 2.517 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 16:45 Uhr

#schaem#
#salam#

In Ordnung, jetzt verstehe ich dich besser, Magdalena. Ich lebe zur Zeit auch in keinem besseren Viertel; aber trotzdem nehme ich mir nicht die Freiheit, alles (sofort) zu kritisieren (obwohl es weniger in der Gegend gibt, die vorbildich sind). Ich gehe immer zum IZH, kaufe mir Bücher und informiere mich stark. Bevor ich endlich erkannt habe, dass der Islam der richtige Weg ist, verging so viel Zeit - ich habe meinen Vater so dermaßen enttäuscht und meine Mutter auch. Bis ein Tag (!) mein ganzes Leben änderte. Man braucht wirklich nicht mehr als einen ganzen Tag, um sich dem Islam zu nähern.

Dann gibe es noch solche Experten wie Pierre Vogel die einem empfohlen werden! Da stehem einem schon manchmal die Haare zu Berge.


Pierre Vogel regt uns auch auf ;) Pierre Vogel hat die Shia verflucht und er ist, denke ich, Wahabi. Deshalb ist es kein Wunder, dass man so viel Unwissen von einem einzigen Menschen hört.


Der Islam hat wallahi auf alles eine Antwort - auf jede einzelne Kleinigkeit. Man muss sich nur noch weiter öffnen. Der Islam ist wirklich die Stadt des Wissens; schade, dass viele es nicht erkennen. Und es stimmt: Stelle lieber weiter Fragen. Wer nicht fragt, bleibt dumm #lol#


#salam# #lol#
Leid säen ist die schlimmste aller Sünden!

#16 Katze

Katze
  • Inaktiv
  • 1.339 Beiträge

Geschrieben 18.05.2008, 22:07 Uhr

#schaem#
Um das mal klarzustellen, Zentralafrika ist besiedelt mit tropischen Regenwald #salam#
Die Wüste gibt es in Nordafrika.
Magdalena, es ist nicht so, als würden die Nordafrikaner allesammt mitten in der Wüste ihre Häuser bauen, sondern immer in Wassernähe, ansonsten wäre das Leben dort auch garnicht möglich ohne einen Ort, an dem man zumindest Brunnen bauen kann.
Das Problem mit Afrika ist nicht, dass es kein Wasser geben würde, denn Menschen könnten ohne Wasser besonders in heißen Gegenden garnicht überleben, sondern, dass es nicht genug sauberes Trinkwasser (!) gibt. Wasser an sich gibt es genug, nur ist es bei weitem nicht auf einem derartig guten Stand wie in Europa oder Nordamerika #salam#
Ägypten ist beispielsweise auch nur im Nilbereich und ab und zu auch in Gegenden vereinzelter Oasen bevölkert. Die Wüste ist leer. Es gibt derzeitig sogar ein Programm, die Bevölkerung in die Wüste auszusiedeln, um das Nilufer bebeauen zu können, aber die Bevölkerung ist nicht so lebenmüde.
Man muss falls kein Wasser zur Verfügung steht reinen Sand (!) verwenden oder Staub, also man wird nicht wirklich dreckig. Diese Praktik bezieht sich v.a. auf die Reise u d nicht zuhause, denn wo man sich niederlässt, dort wird man logischerweise doch genug Wasser beschaffen können. Man benötigt fürs einfache Wudu nichtmal viel Wasser, es ist wirklich wenig. Wenn ich in eine Schale einen halben Liter Wasser fülle und damit Wudu machen möchte, komme ich damit sogar gut einen ganzen Tag aus.
Wüsten, in welchen man nichts anbauen kann, werden eben nicht bevölkert.

Ich habe im Übrigen nicht den Eindruck, dass alle muslimsichen Staaten vollkommen unterentwickelt sind. Das hat nichts mitd er Religion zu tun. Länder, welche in Afrika eine heidnische oder auch (wegen der Kolonisation) christliche Bevölkerung haben, sind stark unterentwickelt. Der Sudan, Somalia etc kann man da vorhalten, aber das ist nicht wegen Religion, sodnern wegen Jahrzehnte langen Bürgerkriegen, die nachd er abrupten Entlassung in die Unabhängigkeit ausbrachen, weil einzelne Gruppen die Macht sichern wollten.
Palästina ist auch ziehmlich unterentwickelt, aber das hat man Israel zu verdanken.





#17 Rajaa

Rajaa
  • Muslima
  • 917 Beiträge

Geschrieben 19.05.2008, 11:14 Uhr

Salam und guten Tag,

ich stelle mal ein paar Rechtsurteile von Imam Khamene'i zum Thema Trockenreinigung ein.

Urteile zur rituellen Trockenreinigung

F. 215: Wenn Stoffe, mit deren Verwendung die rituelle Trockenreinigung gültig wird, wie Erde, Ton und Marmorgestein an der Wand haften, ist die rituelle Trockenreinigung damit gültig, oder ist es unbedingt notwendig, daß diese auf dem Boden liegen?

A: Es ist für die Gültigkeit der rituellen Trockenreinigung keine Voraussetzung, daß diese (Stoffe) auf dem Boden liegen.

F. 219: Ist es für denjenigen, der kein Wasser hat, oder ihm die Verwendung von Wasser schadet, und er die rituelle Trockenreinigung anstelle der rituellen Vollkörperreinigung des Janaba-Zustandes durchführt, erlaubt, in die Moschee einzutreten und das rituelle Gemeinschaftsgebet zu verrichten? Und wie ist sein Lesen des Heiligen Qur'ans zu beurteilen?

A: Solange der Entschuldigungsgrund, wodurch die rituelle Trockenreinigung zulässig geworden ist, nicht aufgehoben wird, und seine rituelle Trockenreinigung nicht ungültig geworden ist, ist es ihm erlaubt, alle Handlungen, welche die rituelle Reinheit zur Voraussetzung haben, auszuführen.

F. 224: Wie ist derjenige, der auf die rituelle Vollkörperreinigung des Janaba-Zustandes für das Morgengebet verzichtet hat, und die rituelle Trockenreinigung im Glauben ausgeführt hat, daß er durch Ausführen der rituellen Vollkörperreinigung krank werden würde, zu beurteilen?

A: Wenn die rituelle Vollkörperreinigung nach seiner (eigenen) Einschätzung schädlich (für ihn) ist, dann ist die rituelle Trockenreinigung ausreichend, und das rituelle Gebet damit ist gültig.


Selbstverständlich wird man zur Trockenreinigung nicht verschmutzte Erde aus dem Straßengraben verwenden, sondern sauberen trockenen Sand "Ton" (diese kleine Menge kann man auch mit sich tragen). Ich weiß nicht, ob du es schon mal versucht hast, aber durch das Rubbeln mit Sand gehen einige Verunreinigungen ab.

Nun ist die rituelle Reinigung ja vor allem eine spirituelle Sache, und keine Waschung im üblichen Sinn, daher wird der Sand von den Händen gut abgeklopft, und mit diesen sauberen Händen wird dann über das Gesicht gestrichen. Ebenso ist es möglich, einen Marmorstein zu benutzen, den man ebenfalls einfach mitnehmen kann.

Und wie man oben lesen kann, wer fürchtet, dass die Ganzkörperreinigung mit Wasser ihm wegen einer Krankheit schadet, kann auch die Trockenreinigung anwenden. Also nicht nur Wassermangel ist ein Grund für diese Herstellung spiritueller Reinheit, sondern auch persönliche körperliche Gründe.

Für Wudu braucht man tatsächlich nur eine geringe Menge an Wasser. Es geht - wie erwähnt - nicht speziell um das Waschen, sondern um das Eintreten in einen bestimmten geistigen Zustand ritueller Reinheit. Katholiken kennen etwas ähnliches. Sie tauchen beim Eintreten in die Kirche die rechte Hand in Weihwasser aus den Wasserkesseln am Eingang und benetzen damit symbolisch Stirn, Brust und beide Schultern.

Wassalam,
Rajaa





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