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<rss version="2.0"><channel><title>Imamat - Glaube an die g&#xF6;ttliche F&#xFC;hrerschaft Neueste Themen</title><link>https://www.shia-forum.de/index.php?/forum/107-imamat-glaube-an-die-g%C3%B6ttliche-f%C3%BChrerschaft/</link><description>Imamat - Glaube an die g&#xF6;ttliche F&#xFC;hrerschaft Neueste Themen</description><language>de</language><item><title>Das Wissen der Imame (a.) - Beitragsreihe (Teil 1)</title><link>https://www.shia-forum.de/index.php?/topic/54778-das-wissen-der-imame-a-beitragsreihe-teil-1/</link><description><![CDATA[
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<div style="text-align:center;"><p><span style="font-family:arial, helvetica, sans-serif;"><strong><span style="font-size:18px;"><span style="color:#006400;">Das Wissen der Imame (a.) - Beitragsreihe (Teil 1)</span></span></strong></span></p></div>
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<img src="http://profile-a.xx.fbcdn.net/hprofile-prn1/41575_10622210465_7724219_n.jpg" alt="41575_10622210465_7724219_n.jpg" loading="lazy"></div>
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<p>Das Wissen der Imame (a.) ist ein umstrittenes Thema, über das viel diskutiert wird. Um euch einen tieferen Einblick zu verschaffen, möchte ich euch gerne zu verschiedenen, wichtigen Themen in diesem Zusammenhang eine Zusammenfassung der Beweise, Gegenbeweise und Schlussfolgerungen liefern. Größtenteils werde ich diese aus dem Buch "Ilm ul-Imam" von Ayatullah Kamal al-Haydari (H) entnehmen. Wem die deutsche Zusammenfassung nicht ausreicht, der kann dort dann nochmal auf arabisch tiefgründiger nachforschen.  Gerne kann im jeweiligen Thread auch eine Diskussion zustande kommen und nähere Fragen gestellt werden. Das erste Thema, dass ich mir ausgesucht habe ist:</p>
<p> </p>
<p><strong>Besitzen die Imame (a.) präsentes Wissen, oder wird es ihnen je nach Bedarf (von Allah swt.) gelehrt?</strong></p>
<p> </p>
<p>Eines der Themen, dass mit dem Wissen der Imame (a.) zusammenhängt und von großer Bedeutung ist, behandelt die Frage, ob das Wissen der Imame (a.), bei ihnen präsent und vorhanden ist, oder ob es ihnen je nach Bedarf und Bedürfnis von Allah swt. gelehrt wird?! Dieses Thema ist aus dem Grund von großer Bedeutung, weil wir damit die Frage und das Problem klären könnten, ob die Imame (a.) wissen was mit ihnen geschehen wird und wann und wie sie sterben werden oder nicht? Wenn wir davon ausgehen, dass sie kein präsentes Wissen haben, und ihnen nur je nach Bedarf das "Wissensventil" geöffnet wird, dann besteht diese Problematik nicht mehr, denn dann könnten wir sagen, dass der Imam (a.) z.B. nicht wissen möchte, wann er stirbt oder wie, und somit hätten wir dieses Problem geklärt und wir würden nicht mehr in die Problematik verfallen, dass der Imam (a.) sich evtl. selbst ins Unheil stürtzt, weil er von seinem Schicksal und dem genauen Zeitpunkt und Ort bescheid weiß und trotzdem nicht entgegen seinem Wissen handelt.</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#008000;"><strong>Beweise, die dafür sprechen, dass das Wissen bei den Imamen (a.) stets präsent ist:</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Wenn wir uns die Überlieferungen ansehen, die über das Wissen der Imame (a.) sprechen, so sehen wir eindeutig, dass die Rede von einem präsenten Wissen ist und nicht von einem theoretisch möglichen Wissen.</p>
<p> </p>
<p>Wenn die Imame (a.), sagen, dass sie:</p>
<p> </p>
<p><strong>- das gesammte Wissen des Buches (Ilm ul-Kitaab) besitzen.</strong></p>
<p><strong>- das Wissen der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart haben.</strong></p>
<p><strong>- die Erben des Wissens des Gesandten Gottes (s.) sind.</strong></p>
<p><strong>- die Aufbewahrer des Wissens Allahs (swt.) sind,</strong></p>
<p> </p>
<p>und viele weitere solcher Aussagen treffen, so zeigt uns das eindeutig, dass ihr Wissen präsent ist und nicht, dass sie, wenn sie wollten, dieses Wissen bekommen könnten.</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#008000;"><strong>Überlieferungen, die beweisen sollen, dass das Wissen bei den Imamen (a.) nicht präsent ist:</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Es gibt einige Überlieferungen, bei denen der Anschein erweckt werden könnte, dass das Wissen der Imame (a.) nicht präsent ist, dazu gehören:</p>
<p> </p>
<p>Über Abi Abdillah, al-Sadiq (a.), dass er sagte: <strong>"Wenn der Imam (etwas) wissen möchte, dann erfährt er es."</strong> (Aus Basa'ir al-darajaat al-Kubra)</p>
<p> </p>
<p>Und diese Überlieferung enthält in ihrer Überlieferungskette: Sahl bin Ziyad, dessen Überlieferungen als schwach eingestuft sind. Und Badr bin al-Walid, der unbekannt ist. Und Abu al-Rabi' al-Shaami, der nicht als vertrauenswürdig eingestuft ist.</p>
<p> </p>
<p>Über Imam al-Sadiq (a.), dass er sagte: <strong>"Wenn der Imam (etwas) wissen möchte, dann erfährt er es."</strong>. (Aus al-Usul min al-Kaafi)</p>
<p> </p>
<p>Und diese Überlieferung enthält den selben Inhalt wie die vorherige Überlieferung und die selben Probleme mit den Überlieferern, daher sagte Allamah al-Majlisi, dass sie schwach ist.</p>
<p> </p>
<p>Über Abi Abdillah al-Sadiq (a.), dass er sagte: <strong>"Wenn der Imam (etwas) wissen möchte, dann erfährt er es."</strong> (Aus Basa'ir al-darajaat al-Kubra)</p>
<p> </p>
<p>Und diese Überlieferung enthält in ihrer Überlieferungskette: al-Hassan bin al-Hussein al-lu'lu'i und seine Überlieferungen wurden von Sheikh al-Saduq und Sheikh al-Tuusi als schwach eingestuft.</p>
<p> </p>
<p>Über Abi Abdillah al-Sadiq (a.), dass er sagte: <strong>"Wenn der Wissende etwas wissen möchte, so erfährt er es."</strong> (Aus Basa'ir al-darajaat al-Kubra und al-Kaafi)</p>
<p> </p>
<p>Und diese Überlieferung enthält in ihrer Überlieferungskette: Badr bin al-Walid und er ist unbekannt. Sowie Abu al-Rabi' al-Shaami, welcher als unvertrauenswürdig eingestuft ist, daher sagte Allamah al-Majlisi: diese Überlieferung ist unbekannt.</p>
<p> </p>
<p>Über Abi Abdillah al-Sadiq (a.), dass er sagte: <strong>"Wenn der Imam etwas wissen möchte, so lehrt Allah es ihm."</strong></p>
<p> </p>
<p>Und diese Überlieferung enthält in ihrer Überlieferungskette: Musa bin  Jaafar  bin Wahab al-Baghdadi, über den 'Imran bin Musa überliefert, welcher unbekannt ist.  Daher sagte Allamah al-Majlisi: diese Überlieferung ist unbekannt.</p>
<p> </p>
<p>Die Tatsache ist also, dass diese Überlieferungen nicht ausreichen, um ein Gegenbeweis zu liefern, da:</p>
<p> </p>
<p>1. All diese Überlieferungen eine schwache Überlieferungskette haben.</p>
<p> </p>
<p>2. Selbst wenn wir davon ausgehen würden, dass ihre Überlieferungsketten in Ordnung sind, so würde das nicht ausreichen, da es Riwayaat 'ahaad sind, das heißt, es sind Überlieferung, die von einem Überlieferer entnommen sind und diese können nicht Überlieferungen entgegen treten, die von mehrere Überlieferern überliefert wurden, oder gar mutawatir sind, d.h. das diese Überlieferung zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten von so vielen Überlieferen überliefert wurde, dass man sich sicher ist, dass diese Überlieferung in Ordnung ist, wie es bei den Überlieferungen der Fall ist, die beweisen, dass die Imame (a.) präsentes Wissen haben. Abgesehen davon, dass diese Überlieferungen viel eindeutiger und offensichtlicher sind, als die anderen Überlieferungen.</p>
<p> </p>
<p>3. Es gibt noch einen weiteren Grund, der aber an dieser Stelle nicht genannt wird, da er philosophischen Grundlagen Bedarf.</p>
<p> </p>
<p>Zusammengefasst können wir also sagen, dass das Wissen, welches der Imam (a.) besitzt stets präsent ist und nicht erst dann vorhanden ist, wenn der Bedarf oder das Bedürfnis danach besteht. Wie viel Wissen der Imam (a.) hat und ob er (a.) dasselbe Wissen hat, wie Allah swt, darüber werden wir inshaAllah im nächsten Teil sprechen.</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">54778</guid><pubDate>Thu, 25 Oct 2012 15:10:00 +0000</pubDate></item><item><title>Der f&#xE4;hige und auserw&#xE4;hlte Imam</title><link>https://www.shia-forum.de/index.php?/topic/31889-der-f%C3%A4hige-und-auserw%C3%A4hlte-imam/</link><description><![CDATA[<p><img src="https://www.shia-forum.de/uploads/emoticons/default_bismillah.gif" alt="#bismillah#" class="ipsRichText__align--block" loading="lazy"></p><p><strong>Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn aller Welten.</strong></p><p><strong>Und Allahs Segen und Frieden seien auf unseren Meister Muhammad (s.) und auf seine reine und gütige Familie, sowie auf seine gütigen auserwählten Gefährten und auf alle Propheten und Gesandten, seit Adam (a.) und bis zum Tage der Auferstehung.</strong></p><h3><strong>Der fähige und auserwählte Imam</strong></h3><p><strong><u>Inhaltsverzeichnis:</u></strong></p><p> </p><p><strong>1. Einleitung</strong></p><p><strong>2. Über den geeigneten Imam</strong></p><p><strong>3. Über Imam Ali's (a.) Wissen und Eignung</strong></p><p><strong>3.1. Hadith ul-Dhaar</strong></p><p><strong>3.2. Hadith ul-Manzilah (Überlieferung über die Stellung Imam Alis)</strong></p><p><strong>4. Vergleich zw. Imam Ali (a.) und Aaron (a.)</strong></p><p><strong>5. Schlussfolgerung</strong></p><p></p><p><strong>1. Einleitung</strong></p><p>Wir haben im letzten Vortrag über den Imam und das Imamat gesprochen. Über den Beweis der Marja'iyya al-Madhhabiya (die religionsrechtliche Nachahmungsinstanz) oder Marja'iyya Tashri'iya (das religionsrechtliche Vorbild der Nachahmung) durch die Ahlulbayt (a.). Und auch über Hadith ul Thaqalayn (Überlieferung der zwei Gewichtigen) und den eindeutigen Weg, für den Beweis des Notwendigen haben wir gesprochen, allerdings müssen wir auch sagen, dass Hadith ul Thaqalayn, nicht der einzige Weg oder die einzige Methode ist, um dieses diese Aufgabe zu beweisen.</p><p>Sondern es gibt auch weitere Wege und Methoden in diesem Bereich. Es gibt einen Weg, der einfacher und kürzer ist, um das zu beweisen. Ihr wisst, dass der Prophet (s.) zu seinem Herrn zurückgekehrt ist, als die islamische Sharia noch nicht Volkommen war. Das Leben des Propheten nach der Offenbarung, war nur sehr kurz, gerade mal 23 Jahre. Und das reicht nicht aus für die Ausführung dieser Aufgabe und um die gesamte Risalah, mit allen Feinheiten und Einzelheiten zu erklären. Das ist eine eindeutige und klare Angelegenheit, und ich nehme nicht an, dass sich zwei darüber uneinig sind.</p><p>Und es ist genau so auch nicht möglich anzunehmen, dass die Sharia unvollständig ist. Wie kann es sein, dass sie unvollständig ist? Sie muss vervollständigt werden. Ihre Einzelheiten müssen erläutert werden. Es muss einen Vertrauenswürdigen, wie dem Propheten (s.) geben, der genau so wie der Prophet geschützt und gereinigt ist von Fehlern und bei dem man keine Fehler annehmen kann. Es muss eine Person geben, die den Weg des Propheten (s.) weiter geht, bei der Ausführung dieser Aufgabe. Es muss eine Person sein, die wissend ist über die komplette Sharia, welche die kompletten Einzelheiten der Sharia kennt, keine Fehler bei der Ausführung dieser Aufgabe begeht, keine Fehler begeht, wenn er Urteile erläutert und wer ist diese Person? Nach dem wir uns darüber einig sind, dass die Sharia vervollständigt werden muss, stellt sich uns die Frage, wer diese Person ist, die sie vervollständigt.</p><p>Nun, wenn es jemanden gibt, der nicht damit einverstanden ist, dass jemand notwendig ist, um die Sharia zu vervollständigen, dann brauchen wir gar nicht erst mit ihm diskutieren. Aber derjenige widerspricht dann der Tatsache und der Wahrheit. Welche Person, die ihren Verstand benutzt, kann behaupten, dass die Sharia unvollständig sein muss?</p><p><strong>2. Über den geeigneten Imam</strong></p><p>Nach dem wir uns auf die Vervollständigung der Sharia geeinigt haben, stellt sich uns also die Frage, wer diese Person ist, die fähig ist, solch eine Aufgabe (die Vervollständigung der Sharia) zu übernehmen, um die Einzelheiten der Sharia zu verdeutlichen? Gibt es eine Person, die von sich aus behaupten kann, ich bin derjenige? Ich bin derjenige, der fähig ist für diese Aufgabe? Der behaupten kann, dass er keine Fehler begeht? Der behaupten kann, er verfüge über das Wissen über die komplette Sharia? Der behaupten kann, er sei wie der Prophet (s.)? Der behaupten kann, er kann die Sharia und deren Einzelheiten ohne Fehler lehren? Gibt es solch eine Person, die so etwas behaupten kann? Ich schätze nicht, dass es solch eine Person gibt.</p><p>Es gibt niemanden der behaupten kann, er verfüge über die komplette Sharia und er könne die komplette Sharia mit ihren Einzelheiten lehren, außer die Ahlulbayt (a.) und an der Spitze der Fürst der Gläubigen (a.).</p><p>Außer dem Fürsten der Gläubigen (a.), welcher regelmäßig sagte: <strong>"Fragt mich, bevor ihr mich verliert. Es gibt keinen Vers über den ihr mich befragt, wann er offenbart wurde, und wo er offenbart wurde, und weshalb er offenbart wurde, außer dass ich es euch sagen kann."</strong></p><p>Wer ist fähig so etwas zu sagen (außer dem Fürsten der Gläubigen)? Niemand außer dem Fürsten der Gläubigen (a.) ist dazu fähig, und diese Worte vom Imam sind sehr oft gefallen, sogar in seinen letzten Augenblicken. Selbst in den letzten Augenblicken, als Ibn Muljim (l.) ihn erschlug und sich alle Leute in seinem kleinen Haus um ihn versammelten, auch da sagte er:<strong> "O Leute, die verbleibende Zeit ist kurz. Fragt mich, bevor ihr mich verliert, aber verkürzt eure Fragen, aufgrund des Leids eures Imams." </strong>Auf jeden Fall, ist dieser Satz von niemandem außer dem Fürsten der Gläubigen (a.) gefallen.</p><p>Einmal sagte der Fürst der Gläubigen (a.) diesen Satz auf der Minbar: <strong>"Fragt mich, bevor ihr mich verliert." </strong>Und diejenigen, die dem Imam (a.) zu hörten, wussten es nicht zu schätzen. Dann wurde eine Frage gestellt, es kam jemand zu Imam Ali (a.) und er fragte: <strong>"Wie viele Haare habe ich auf dem Kopf?"</strong> Als gäbe es keine wichtigeren Fragen, keine wichtigeren Themen oder Angelegenheiten, fragt er, wie viele Haare er auf dem Kopf hat. Was antwortete ihm dann Imam Ali (a.)? Er wusste natürlich, wie viele Haare er auf dem Kopf hat, es war nicht so, dass er es nicht wusste. Aber er sagte: <strong>"Du möchtest doch, dass ich dir die Wahrheit sage. Stell dir vor ich sag dir, du hast 1000 Haare, einen Beweis gibt es nicht, dann wirst du mich fragen, woher ich das habe. Aber ich sag dir was anderes, um dir zu zeigen, dass ich weiß, wie viele Haare du auf deinem Kopf hast: Unter jedem Haar auf deinem Kopf, gibt es einen Teufel der dich verflucht. Willst du ein Anzeichen dafür? Ich werde dir eins geben. In deinem Haus gibt es jemanden, der ausziehen wird, um meinen Sohn al-Hussein zu töten."</strong> Und er zeigte ihm dadurch (dass er Kenntnis über die Bekämpfung Imam Hussein (a.) von einem seiner Söhne hatte), dass er genau so auch Kenntnis darüber hat, wie viele Haare er auf dem Kopf hat.</p><p>Um zum Thema zurückzukehren, der einzige, der solch eine Aussage gemacht hat (dass man ihn fragen soll, bevor sie ihn verlieren), war also der Fürst der Gläubigen (a.). Nicht mal seine Nachfolger, seine reine Familie sagten "fragt mich", dass stammt nur allein von Imam Ali (a.). Aber die restlichen Imame (a.) haben einfach gesagt, dass wenn jemand eine Frage hat, er sie stellen solle.</p><p><strong>3. Über Imam Ali's (a.) Wissen und Eignung</strong></p><p>Es gibt in der Geschichte, nicht mal eine einzige schwache Überlieferung darüber, dass einem der Imame eine Frage gestellt wurde, und er bei der Antwort gestottert hat, oder nicht richtig antworten konnte. Bei keinem einzigen unserer Imame. Selbst als sie noch jung waren. Wie alt war Imam Jawad (a.)? Trotzdem konnten alle sofort antworten. Und es gibt nicht mal eine schwache Überlieferung darüber, dass sie eines Tages bei irgendeinem einem Lehrer gelernt haben. Sie haben viel eher das Wissen voneinander geerbt. Das bedeutet die einzige Person, die ein Marja bei den Urteilen der Sharia sein kann, und ein Nachfolger des Propheten (s.) sein kann bzgl. der Erläuterung und Darlegung der Einzelheiten der Sharia, sind einzig und allein die Ahlulbayt (a.).</p><p>Wer war es, der sagte: "<strong>Der Prophet (s.)</strong> <strong>lehrte mich tausend Tore des Wissens und er öffnete mir von jeder dieser Tore tausend weitere Türen"?</strong></p><p>MashaAllah! Das ist einer der bekannten Überlieferungen! Imam Ali (a.) geht zum Propheten und dieser öffnet ihm diese Tore und Türen des Wissens. Wie das passiert ist, das wissen wir nicht. Das ist für uns eine verborgene Angelegenheit. Als Imam Ali (a.) auftauchte sagten sie<strong>: "Du hast dich verspätet, o Abal Hassan, was ist passiert?"</strong> so sagte er dann diesen Satz: <strong>"Der Prophet (s.) lehrte mich tausend Tore des Wissens und er öffnete mir von jeder dieser Tore tausend weitere Türen."</strong></p><p>Und weiter: <strong>"Ich bin die Stadt des Wissens und Ali ist ihr Tor."</strong></p><p>Das bedeutet, die Person, die behaupten konnte, sie sei fähig die Aufgabe der Marja'iyya al-Madhhabiya (die religionsrechtliche Nachahmungsinstanz) oder Marja'iyya Tashri'iya (das religionsrechtliche Vorbild der Nachahmung) zu übernehmen, war einzig und allein der Fürst der Gläubigen (a.) und seine reine Familie nach ihm. Das zeigt, dass die diese Marja'iyyah an sie gebunden ist. Wir brauchen dafür weder Hadith ul Thaqalayn, noch andere Überlieferungen.</p><p>Okay, nehmen wir nun an, es gibt mehrere Personen, und sie behaupten alle an:<strong> "Ich bin derjenige, der fähig und geeignet ist für diese Aufgabe." </strong>Lasst uns das einfach mal annehmen. Dann wären das alles lediglich eine Behauptung, die nichts nutzt. Es muss ein Beweis vom Kenner des Verborgenen kommen, von Allah swt oder vom Propheten (s.), um uns diese Person festzulegen, die fähig ist für diese Aufgabe, die Urteile zu erläutern, die Einzelheiten der Sharia zu erklären ohne Fehler. Wir benötigen das von Allah swt oder seinem</p><p>Propheten (s.), ganz einfach darum, weil wir nicht die geeignete Person wählen können. Wir können keine Wahl machen und dann die geeignete Person unter den Menschen wählen. Nur Allah swt und sein Prophet kennen die geeignetste Person. Das bedeutet, wir benötigen ein Beweis.</p><p>Wenn wir nun die Überlieferungen durchschauen, so deutet auch nur eine einzige von ihnen darauf hin, dass jemand anderes, als die Ahlulbayt (a.), die Fähigkeit für diese Aufgabe besitzt? Es gibt tatsächlich welche, die ankommen und angebliche Überlieferungen herholen, aber diese Überlieferungen enthalten lediglich Lob! Lob ist eine Sache, und die Fähigkeit für die Marja'iyyah eine vollkommen andere! Wir wollen keine Überlieferungen von irgendeinem Gefährten, der vom Propheten (s.) gelobt wird, nein! Wir wollen eine Überlieferung die uns beweist, dass diese Person dazu fähig ist, die Aufgabe des Propheten (s.) zu übernehmen und keine Fehler begeht bei der Darlegung der Sharia. Darüber wollen wir lesen und Beweise haben!</p><p><strong>3.1. Hadith ul-Dhaar</strong></p><p>Nun kommt, und lasst uns die Überlieferungen durchschauen, was sie uns sagen. Lasst uns Hadith ul-Dhaar anschauen, über die Zusammenkunft mit den Banu Abdal Muttalib. Diese Überlieferung wird natürlich von mehreren überliefert und ist nicht nur in shiitischen sondern genau so auch in sunnitischen Werken zu finden, z.B. bei Tabari, er überliefert diese Geschichte. Er sagt: Als der Vers offenbart wurde: <strong>"Und warne deine nächsten Verwandten"</strong>, stellte dieser Vers eine wichtige Aufgabe für den Propheten dar. Also, dass er seine Verwandten versammelt, und er ihnen quasi sagt: Ich bin Prophet, so konvertiert zum Islam. Das bedeutet, es war tatsächlich eine schwierige Angelegenheit. Unter ihnen waren z.B. welche wie Abu Lahab, er gehört auch zu ihnen, und wie soll man solche wie ihn versammeln und ihm diese Angelegenheit näher bringen? So rief der Prophet (s.) den Fürsten der Gläubigen (a.).</p><p>Wo lebte der Fürst der Gläubigen (a.) natürlich? Im Haus des Propheten (s.). Was sagt uns die Geschichte? Zu der Zeit als Quraysh und die Araber getroffen wurden, ging der Prophet (s.) mit einem seiner Onkel zum Haus von Abu Talib und bat ihm an, ein Kind von ihm zu sich zu nehmen, um ihn zu helfen und zu unterstützen, da er so viele hatte, und so sagte Abu Talib dann: <strong>"Nimmt wen ihr wollt, aber lasst Aqil bei mir."</strong> Auf jeden Fall nahm der Prophet (s.) dann den Fürsten der Gläubigen (a.) zu sich, und erzog ihn in seinem Haus. Das bedeutet, von Anfang an, wurde der Fürst der Gläubigen (a.) im Haus des Propheten (s.) erzogen, nicht von irgendwem. Auf jeden Fall, als dieser gesegnete Vers offenbart wurde:<strong> "Und warne deine nächsten Verwandten." </strong>rief der Prophet (s.) den Fürsten der Gläubigen (a.) und sagte ihm, es ist so und so, der Vers wurde offenbart und meine Aufgabe ist es sie (zum Islam) aufzurufen und ich möchte, dass du uns ein Mahl vorbereitest, mit dem Schenkel eines Schafs.</p><p>Als der Gesandte Allahs (s.) die Mitglieder der Banu 'Abd al-Muttalib im Hause Abi Talibs (r.) versammelte, waren sie etwas mehr oder weniger als vierzig Männer an jenem Tag, wie die Überlieferer berichteten. Er ließ ihnen ein Essen servieren aus dem Schenkel eines Schafs mit einem mudd Weizen und einem Sa' Milch. Jeder Mann von ihnen war bekannt dafür, dass er ein ganzes Lamm an einer Sitzung essen sowie ein Farq trinken konnte. Er (der Prophet, s.) beabsichtigte dadurch, dass er der Gruppe nur eine geringe Menge Essen und Getränken servierte, ihnen ein klares Zeichen zu bringen, indem er sie mit dem sättigte und ihren Durst stillte, was normalerweise nicht einmal einen von ihnen sättigen und seinen Durst löschen konnte. Dann ließ er ihnen (das Essen) servieren, und die Gruppe aß von dieser geringen (Menge), bis sie völlig satt waren, und was sie gegessen und getrunken hatten, war nicht deutlich geworden. Er verblüffte sie damit und verdeutlichte ihnen das Zeichen seines Prophetentums und das Anzeichen seiner Wahrhaftigkeit durch den Beweis Allahs, des Erhabenen.</p><p>Nachdem sie bis zu ihrer Sättigung gegessen und getrunken hatten, sagte er zu ihnen: <strong>"Banu 'Abd al-Muttalib, Allah hat mich zu der gesamten Schöpfung gesandt, und vor allem hat Er mich zu euch geschickt. Er (Allah) sagte: „Und warne deine nächsten Verwandten...".</strong></p><p><strong>"Ich rufe euch auf, zwei Aussagen zu machen, die leicht für die Zunge, aber schwer auf der Waage (Allahs) sind. Durch diese könnt ihr die Führer der Araber und Nicht-Araber ('adscham) sein, und durch sie werden die Nationen sich euch unterwerfen. Ihr werdet durch sie ins Paradies eingehen, und durch sie werdet ihr vor dem Feuer gerettet werden. Es ist die Bezeugung, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und dass ich der Gesandte Allahs bin. Wer immer mir in dieser Angelegenheit folgt und mir darin bei ihrer Ausführung hilft, wird mein Bruder, mein Testamentsvollstrecker, mein Helfer, mein Erbe und mein Stellvertreter (chalifa) nach mir."</strong></p><p>Niemand von ihnen antwortete ihm, doch der Fürst der Gläubigen (Imam 'Ali, a.) berichtete (später): "Ich stand vor ihm unter ihnen auf. Zu jener Zeit war ich der Jüngste von ihnen und hatte die dünnsten Beine, und meine Augen waren entzündet.</p><p>Ich sagte: <strong>'O Gesandter Allahs, ich werde dir helfen!' 'Setz dich'</strong>, sagte er zu mir. Dann wiederholte er ein zweites Mal, was er zu den Leuten gesagt hatte, und sie schwiegen (wiederum). Ich stand auf und sagte das, was ich zuerst gesagt hatte, und (wieder) sagte er, dass ich mich setzen solle. Dann wiederholte er seine Aussage<em> </em>zu den Leuten ein drittes Mal, und (abermals) sprach niemand von ihnen auch nur ein Wort. Ich erhob mich (wiederum) und sagte: <strong>'Ich werde dir in dieser Sache helfen, o Gesandter Allahs.'</strong> Er sagte:<strong> "Setz dich nieder. Du bist mein Bruder, mein Testamentsvollstrecker, mein Helfer (wazir), mein Erbe und nach mir mein Nachfolger (chalifa)."</strong></p><p>Die Leute standen auf und sagten zu Abi Talib: <strong>"Heute gratulieren wir dir, dass du in die Religion deines Neffen eingetreten bist, der deinen Sohn zum Führer über dich gemacht hat.'"</strong> Diese Aussage war eine Verhöhnung des Propheten durch seine Angehörigen, die sich darüber lustig machten, dass ein Jüngerer über einen Älteren gestellt werden sollte.</p><p>Nun, das ist also wie gesagt, die Geschichte, die auch bei Tabari zu finden ist. Jetzt kann man natürlich ankommen und sagen: Aber sie erkennen diese Geschichte nicht an, ob von Tabari oder sonst wem, das nützt nichts. Aber das ist genau so auch bei Sahih Buchari zum Beispiel. Auch hier erkennen sie nicht alle Überlieferungen an komischerweise, obwohl es „sahih" genannt wird. Auf jeden Fall, wir wollen nicht jeden zufrieden stellen, wir wollen nur jene, welche Anhänger der Wahrheit sind, zu frieden stellen. Jene, welche tatsächlich nach der Wahrheit suchen. Für sie reicht eine Geschichte wie diese aus.</p><p>Leider ist es traurig mit anzusehen, wie manche ankommen, und diese Geschichte vollkommen verändern und es dann folgendermaßen darstellen: <strong>"Der Prophet (s.) sagte: Wer mir in dieser Angelegenheit folgt, ist mein Bruder und das und jenes (wa kaza wa kaza)." </strong>Dadurch haben sie es natürlich perfekt hingebogen, um Imam Ali (a.) diese wertvolle Stellung, die ihm der Prophet (s.) zugeschrieben hat, zu vertuschen, denn er sagte ja nicht, dass er sein Helfer und Nachfolger ist, sondern lediglich, dass er sein Bruder ist. Wie auch immer, die Wahrheit bleibt bestehen, für jene, die nach der Wahrheitsuchen, für sie kann sie nicht vertuscht werden.</p><p>Diese Geschichte zeigt ganz eindeutig, dass unser Imam (a.) jener ist, dem die Aufgabe gegeben wurde, die Einzelheiten der Sharia zu verdeutlichen und die Aufgabe des Marjas zu übernehmen und letzten Endes der Nachfolger des Propheten (s.) zu werden. Er ist derjenige, der dazu auserwählt wurde.</p><p><strong>3.2. Hadith ul-Manzilah (Überlieferung über die Stellung Imam Alis)</strong></p><p>Es gibt auch noch eine weitere Überlieferung. Natürlich gibt es unzählige, aber wir können nicht alle auf einmal widergeben, denn das würde den Rahmen dieser Vortragsreihe deutlich sprengen. Auf jeden Fall wollen wir uns noch mit einer weiteren Überlieferung auseinandersetzen und das ist die Überlieferung der Stellung (Imam Alis (a.)). Das ist eine Überlieferung, die tatsächlich über all vorhanden ist, sogar bei Buchari, bei Muslim usw. Alle haben diese Überlieferung in ihren Werken und erzählen darüber. Der Prophet (s.) sagte zum Fürsten der Gläubigen (a.) mehr als nur einmal, nicht nur einmal!: <strong>"Du bist zu mir wie Aaron zu Moses, außer dass kein Prophet nach mir kommen wird."</strong></p><p>Das ist eine sehr wichtige Überlieferung. Eine der Anlässe, an denen der Prophet (s.) dies sagte, war bei der Schlacht von Tabuq. Tabuq war weit entfernt von Medina und es war schwer für die Muslime dahin zu kommen, denn es war unglaublich heiß und sehr weit entfernt. Und diese Schlacht war in Wirklichkeit eine sehr wichtige Prüfung für die Muslime. Auf jeden Fall, bei dieser Schlacht, ordnete der Prophet (s.) den Fürsten der Gläubigen (a.) an, in Medina zu verbleiben. Wieso? Der Grund war, dass die Entfernung zu Tabuq sehr groß war, daher hatte der Prophet Angst, dass in Medina ein Aufstand oder ähnliches zu Stande kommt, aufgrund der Abwesenheit des Propheten (s.). So wollte er, dass eine große und starke Persönlichkeit dort verbleibt, vor der die Leute Angst haben und daher sagte zum Imam, er solle in Medina verbleiben. Aber manchen Leuten hat das nicht gefallen, sie haben begonnen Gerüchte gegen Imam Ali (a.) zu verbreiten. Sie sagten: <strong>"Wieso hat der Prophet Imam Ali nicht mitgenommen? Er hat ihm die gleiche Stellung wie die Frauen und die Kinder gegeben (weil diese auch hier verblieben)."</strong> Imam Ali (a.) ging dann zum Propheten und erzählte ihm von diesen Gerüchten und er sagte: <strong>"Wenn du möchtest gehe ich mit dir, Gesandter Gottes, damit wir diese Gerüchte eindämmen können."</strong> Aber der Prophet sagte ihm:<strong> "Nein, verbleib du in Medina oder möchtest du nicht die gleiche Stellung zu mir haben, wie Aaron zu Moses hatte, außer dass kein Prophet nach mir kommt?!"</strong></p><p><strong>4. Vergleich zw. Imam Ali (a.) und Aaron</strong></p><p>Das ist einer der Anlässe gewesen, bei denen der Prophet diese Aussage von sich gab. Sehr gut. Wie können wir nun von dieser Überlieferung Nutzen ziehen? Es ist eine sehr erhabene Überlieferung, man kann großen Nutzen davon ziehen. Imam Ali (a.) wurde jede Stellung gewährt, jede Position, die auch dem Propheten (s.) gewährt wurde, außer eine einzige nicht und zwar die des Prophetentums, denn nach Muhammad (s.) gibt es keine Propheten mehr, er ist der letzte. Das bedeutet wir profitieren von dieser Überlieferung dadurch, dass wir sehen, dass jede Stellung, die dem Propheten (s.) gegeben wurde, genau so auch Imam Ali (a.) gewährt wurde, außer die des Prophetentums. Gut, dann lasst uns jetzt mal zu Moses und Aaron kommen. Lasst uns schauen, welche Stellung Aaron bei Moses hatte. Schauen wir einfach mal, was der Quran sagt, Moses spricht zu Allah swt:</p><p><strong>[Taha 20.29-30]</strong></p><p>Und gib mir einen Helfer von meiner Sippe, Aaron, meinen Bruder; Und wir müssen wissen, dass der Helfer damals, anders war als der Helfer heutzutage. Ein Helfer heute, ist unbedeutend, unwichtig, aber der Helfer damals hatte eine sehr hohe Stellung, er stand direkt unter dem Führer und hat alle Angelegenheiten geführt. So hat Moses (a.) also Allah swt darum gebeten ihm seinen Bruder als Helfer zu gewähren. Das bedeutet die Stellung von Aaron zu Moses (a.) sah wie aus? Die Stellung eines Helfers, und wie gesagt, hat der Helfer eine sehr sehr hohe Stellung, er ist quasi der nächststehende nach dem Führer. Diese Stellung hatte Aaron (a.). Es gibt jetzt noch einen weiteren Vers, in dem steht:</p><p><strong>[Al-A'raf 7.142]</strong></p><p>Und Musa sagte zu seinem Bruder Harun: "Nimm meine Stelle bei meinem Volk ein, sorge für Ordnung und folge nicht dem Weg der Unheilstifter!"</p><p><strong>5. Schlussfolgerung</strong></p><p>Was bedeutet das? Der erste Vers zeigt uns die Stellung Aarons als Helfer und der zweite Vers hier zeigt uns die Stellung Aarons als Nachfolger von Moses (a.). Das bedeutet, aus diesen zwei Versen können wir schließen, dass Aaron Helfer und Nachfolger von Moses war. Als also der Prophet (s.) zum Fürsten der Gläubigen (a.) sagte: "<strong>Du bist zu mir wie Aaron zu Moses, außer dass kein Prophet nach mir kommen wird." </strong>bedeutete das, dass Imam Ali (a.) die gleiche Stellung hat wie Aaron damals. Und was für eine Stellung hatte Aaron? Er war Helfer und Nachfolger von Moses. Das bedeutet wir folgern daraus, dass Imam Ali (a.) der Helfer und Nachfolger des Propheten (s.) ist. Und dadurch zeigt sich deutlich, dass die Beweise, welche auf die Nachfolgerschaft des Propheten hindeuten, alle auf den Fürsten der Gläubigen (a.) zeigen, und er ist der einzige, der fähig ist die Einzelheiten der Sharia zu erläutern und fehlerfreie Urteile zu fällen.</p><p>Ich bitte Allah swt beim Recht des Fürsten der Gläubigen (a.) darum, dass er uns den geraden Weg gewährt und unsere Augen für die Wahrheit öffnet.</p><p><em>Fortsetzung folgt bei Interesse..</em></p>]]></description><guid isPermaLink="false">31889</guid><pubDate>Sat, 28 Nov 2009 17:00:33 +0000</pubDate></item><item><title>Ein &#xDC;berblick &#xFC;ber das Imamat</title><link>https://www.shia-forum.de/index.php?/topic/31786-ein-%C3%BCberblick-%C3%BCber-das-imamat/</link><description><![CDATA[
<p></p>
<div style="text-align:center;">
<p> </p>
<img src="https://www.shia-forum.de/uploads/emoticons/default_bismillah.gif" alt="#bismillah#" loading="lazy"><p><strong><span style="color:#006400;">Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn aller Welten.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#006400;">Und Allahs Segen und Frieden seien auf unseren Meister Muhammad (s.) und auf seine reine, gütige und rechtschaffene Familie, sowie auf seine gütigen auserwählten Gefährten und auf alle Propheten und Gesandten, seit Adam (a.) und bis zum Tage der Auferstehung.</span></strong></p>
</div>
<p></p>
<p></p>
<p>Nach der letzten Diskussion, die wir alle im Forum mitverfolgen konnten, empfand ich es als notwendig, das Hauptthema, dass im Grunde die ganze Diskussion entfacht und uns überhaupt dazu gebracht hat, geteilter Meinung zu sein, anzusprechen. Es ist ein sehr wichtiges Thema, ein Thema, dass zu den Grundsäulen unseres Glaubens gehört, und gleichzeitig leider auch eins, dass von vielen Shiiten und nicht-Shiiten falsch verstanden und weitergegeben wird. Es handelt sich hierbei um eine Vortragsreihe, basierend auf den gehaltenen Reden von <strong>Sheikh Baqir Irawani (H)</strong> im gesegneten Monat Ramadan im Jahre 1425 n.d.H. Es ist für Shiiten, sowie für nicht-Shiiten ratsam diese Vortragsreihe zu studieren.</p>
<p><span style="font-size:8px;"><strong><span style="color:#ff0000;"><span style="text-decoration:underline;">Inhaltsverzeichnis:</span></span></strong></span></p>
<p><span style="font-size:8px;"><strong><span style="color:#8b0000;">1. Einleitung</span></strong></span></p>
<p><span style="font-size:8px;"><strong><span style="color:#8b0000;">2. Defintion des Imamats</span></strong></span></p>
<p><span style="font-size:8px;"><strong><span style="color:#8b0000;">3. Die Bedingungen des Imamats</span></strong></span></p>
<p><span style="font-size:8px;"><strong><span style="color:#8b0000;">3.1. Die erste Bedingung</span></strong></span></p>
<p><span style="font-size:8px;"><strong><span style="color:#8b0000;">3.2. Die zweite Bedingung</span></strong></span></p>
<p><span style="font-size:8px;"><span style="color:#8b0000;"><strong>4. Khalifat = Imamat?</strong></span></span></p>
<p><span style="font-size:8px;"><span style="color:#8b0000;"><strong>5. </strong></span></span><strong><span style="font-size:8px;"><span style="color:#8b0000;">Schlussfolgerung</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size:8px;"><span style="color:#8b0000;">5.1. Das erste Ergebnis</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size:8px;"><span style="color:#8b0000;">5.2. Das zweite Ergebnis</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size:8px;"><span style="color:#8b0000;">5.3. Das dritte Ergebnis</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size:8px;"><span style="color:#8b0000;">5.4. Das vierte Ergebnis</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size:8px;"><span style="color:#8b0000;">5.5. Das fünfte &amp; letzte Ergebnis</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size:8px;"><span style="color:#8b0000;">6. Zusammenfassung</span></span></strong></p>
<p></p>
<div style="text-align:center;"><p><strong><span style="color:#006400;"><span style="color:#000080;"><span style="font-size:12px;">Das Imamat aus dem Blickwinkel der Shia betrachtet</span></span></span></strong></p></div>
<p></p>
<p></p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>1. Einleitung</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Wir wollen hier inshaAllah über ein sehr wichtiges  Thema sprechen und dieses Thema ist die Imamah, oder zu Deutsch: das Imamat.  Zunächst aber, wollen wir uns einer Frage und deren Beantwortung diesbezüglich widmen. Die Frage lautet: Ist die  Auseinandersetzung der Shia, mit anderen (Gruppen), aufgrund dieser Thematik notwendig?  Oder ist das nur eine rein historische Auseinandersetzung? Manche nehmen an, dass  das nur eine historische Auseinandersetzung ist. Sie sagen: Worum streitet ihr  euch überhaupt? Ihr streitet euch darum, wer vor mehr als ein Tausend Jahren, das Recht  auf die Nachfolgeschaft des Propheten (s.) hatte? Das ist eine historische  Auseinandersetzung, die schon vorüber ist. Wieso streiten wir uns noch über  vergangene Dinge? Das ist sinnlos. </p>
<p> </p>
<p>    Es gibt jemanden, der mal im Fernsehen sagte: Es gab  drei Leute, die in Amerika rumliefen. Unter ihnen war ein Shiite und ein  Sunnite. Dann sah sie ein Amerikaner und er fragte sich: "Worum streiten die sich?"  Dann sagten ihm welche: "Diese Leute streiten sich um eine Angelegenheit, die  länger als ein Tausend Jahre her ist." Der Amerikaner dachte sich: "Merkwürdig,  darum streiten sie sich? Haben sie nichts anderes zu tun? Sie streiten sich  über eine schon lange vergangene, historische Angelegenheit?"</p>
<p> </p>
<p>    Manche denken leider wirklich so. Sie denken, es ist eine historische  Angelegenheit, die schon lange vorbei ist und nun sollten wir zur Einheit rufen  und Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen. Es gibt manche Shiiten, die sich  davon beeinflussen lassen und sich denken: Worum streiten wir uns überhaupt? Es  ist so lang her, ob es Recht oder Unrecht war, was spielt es nun für eine Rolle? Wir wollen uns in diesem Vortrag inshaAllah damit beschäftigen, ob  diese Angelegenheit wirklich eine vergangene, historische Angelegenheit ist oder nicht. </p>
<p> </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>2. Defintion des Imamats</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Zunächst ist es wichtig zu wissen, wie man das Imamat überhaupt definiert. Es gib manche Leute, wie die oben  genannten, die ankommen und das Imamat volkommen falsch definieren. Das Imamat  hat in der Schule der Ahlulbayt (a.) eine viel tiefgründigere Bedeutung, als  manche denken. Die oben genannten Leute denken, dass das Imamat nichts anderes  ist, als eine politische Führung oder Leitung. Das bedeutet dementsprechend ist wer ein Imam? Derjenige,  der die politische Führung inne hat. Das bedeutet, derjenige, der regiert und die Stellung als Khalif einnimmt. Das bedeutet ein Führer der islamischen Ummah im politischen  Sinne. Sie denken, dass das die Bedeutung des Imamats ist und nicht, dass es eine  tiefgründigere Bedeutung haben könnte. </p>
<p> </p>
<p>    Wenn das Imamat in Wirklichkeit nur diesen Ausmaß haben  sollte, also wirklich nur die politische Ebene einnimmt, dann wären diese  Diskussionen wirklich ziemlich sinnlos. In Wirklichkeit wäre so eine  Auseinandersetzung doch alles andere als wichtig?! Wir brauchen uns doch nicht  darüber streiten, ob Imam Ali (a.) nach dem Propheten die politische Stellung  einnehmen sollte oder jemand anderes. Das ist eine historische Angelegenheit,  die schon vergangen ist. Dafür lohnt sich gar keine so extreme  Auseinandersetzung. Wenn wir das Imamat so abstrakt definieren, dann wird es zu  einer unnötigen Auseinandersetzung. </p>
<p> </p>
<p>    Aber was wir sagen ist, dass die Bedeutung des Imamats in Wirklichkeit viel  tiefgründiger ist! Es ist wichtig, dass jeder von uns, jeder Shiite, diese  Angelegenheit versteht. Wenn wir sagen: Der Fürst der Gläubigen ist ein Imam,  was bedeutet dann "Imam"? Wenn uns jemand fragt: Ihr sagt, der Fürst der  Gläubigen oder al-Hassan seien Imame, was bedeutet Imam? Wenn sie uns diese Frage stellen, was antworten wir als Shia dann darauf? Wir müssen dann ja wissen, was wir antworten. Was ist die Bedeutung des  Imams?</p>
<p> </p>
<p>    Mach nicht den Fehler, und sagt sofort voreilig: Imam bedeutet,  die (politische) Leitung nach dem Propheten einzunehmen. Nein! So kommen wir  wieder zur oberflächlichen Definition, und das würde dazu führen, dass das  ganze wieder nur eine historische Angelegenheit darstellt. Nein! Imam Ali ist ein  Imam, und Imam Hassan ist ein Imam und die restlichen Imame sind Imame. Die  Bedeutung des Imamat ist eine andere. </p>
<p> </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>3. Die Bedingungen des Imamats</strong></span></p>
<p> </p>
<p>    Das Imamat an sich basiert auf zwei Bedingungen. Wenn beide sich vereinen, dann ist diese Person ein Imam. Ob er die politische  Führung einnimmt oder nicht, ist unwichtig. Und wenn diese beiden Grundlagen  sich nicht vereinen, dann ist diese Person kein Imam, selbst wenn er die  politische Führung einnimmt. Die politische Führung einzunehmen ist keine zwingend  notwendige Angelgenheit beim Imamat und es ändert nichts an der Stellung des  Imams. Natürlich sollte es so sein, dass der Imam diese Position einnimmt, aber  wenn er diese Position nicht einnimmt (bzw. einnehmen kann), ändert es nichts an seinem Imamat an sich. </p>
<p> </p>
<p>Was  sind nun diese zwei Grundlagen? Die zwei Grundlagen, die erfüllt werden müssen,  damit eine Person ein Imam ist, ist ein wichtige Angelegenheit und es ist für jeden  Shiiten wichtig, dass er diese Angelegenheit versteht. Was sind die zwei Grundlagen,  damit eine Person ein Imam ist und damit sie die Stellung des Imamats einnimmt?  Die erste Bedingung ist die <strong>Marja'iyya al-Madhhabiya </strong>oder auch<strong> Marja'iyya Tashri'iya </strong>genannt <strong>[Die religionsrechtliche Nachahmungsinstanz, Das religionsrechtliche Vorbild der Nachahmung] </strong>. </p>
<p> </p>
<p>Wenn die Person ein Imam sein soll, dann muss sie ein Marja<sup><sub><strong>[1]</strong></sub></sup> der Urteile (Ahkam) bzgl. der Feinheiten der Shari'a sein.</p>
<p> </p>
<p>    Um es ein wenig näher zu erläutern: Das bedeutet in  anderen Worten, ihr wisst, dass der Marja der Urteile zu Zeiten des Propheten  (s.) wer war? Es gab damals den Quran und den Propheten (s.). Und der Prophet (s.) hat den Quran  erläutert, vor allem die Feinheiten usw. Allerdings, hat das Leben des Propheten (s.) denn  ausgereicht, um alle Urteile und Feinheiten der Urteile erklären bzw. aufzuzeigen? Beeinhaltet der Quran alle Feinheiten oder hat er nur einen Teil dieser Funktion  erfüllt? Ich denke, es gibt keine Person, die behaupten kann, dass der Quran  alle Feinheiten beinhaltet. Sagt uns das heilige Buch zum Beispiel, wie viele Rakaat das Morgengebet hat? Und was man tun muss, wenn man Zweifel beim Morgengebet hat? Sagt er uns, wie hoch die Entschädigungszahlung (Diyyah) bei Mördern ist? Und so weiter.. Es  gibt noch viel mehr Feinheiten, was z.B. das Gebet und das Fasten angeht. Der Quran hat sich in Wirklichkeit nicht all diesen Angelgenheiten gewidmet,  sondern er befasst sich einiger dieser oder aller dieser Punkte im Groben und das restliche Wissen wurde dem Propheten (s.)  gegeben. </p>
<p> </p>
<p>Nun, hat sich das Leben des Propheten, all diesen Feinheiten gewidmet? Nein.  Das Leben des Propheten (s.) nach der Offenbarung dauerte gerade mal ca. 25 Jahre  an. In dieser Zeit ist es gar nicht möglich alle Urteile wieder zugeben, vor allem,  da die Muslime alle noch neu im Islam waren, von daher konnte er nicht sofort  alles preisgeben. </p>
<p> </p>
<p>    Das bedeutet, wir benötigen nach dem Propheten (s.) einen Marja, von dem wir die restlichen Feinheiten der Urteile entnehmen können, denn ansonsten  wäre die Shari'a eine lückenhafte Shari'a. Das ist doch eine offenkundige Angelgenheit, meine Geschwister, ich denke nicht, dass sich da jemand darüber  uneinig sein kann. Wir brauchen einen Marja der Kenntnis über die Feinheiten der Shari'a und Feinheiten der Urteile hat. Jene Person, welche der Marja bei den Feinheiten der Urteile, bei den Feinheiten der islamischen Shari'a ist, ist wer? Niemand anderes als der Imam! Es ist lediglich ein anderer Ausdruck dafür.  </p>
<p> </p>
<p>    Das bedeutet, wenn wir fragen: Wer ist der Imam? Was meinen  wir eigentlich damit? Wir meinen damit, wer ist die Person, an die wir uns wenden nach dem Propheten, um von ihm die Feinheiten der Urteile zu entnehmen. Nehmen wir die Feinheiten der Urteile vom Fürsten der Gläubigen, von Imam hassan, von Imam Hussein und von den restlichen Imamen, oder von jemand anderem? Vielleicht von der Sunnah der Sahaba? Wir schauen einfach was die Sahaba sagte, was die politische Führung sagte, und von dort nehmen wir unsere Urteile?! Seht ihr? Ist das nun eine wichtige Angelegenheit, oder doch nicht? In Wirklichkeit geht es darum, von wem wir unseren Glauben entnehmen, von wem wir unsere Urteile nehmen, von wem wir unsere Rechtsschule nehmen, unser Gebet, unser Fasten...Vom Fürsten der Gläubigen, von Jafar as-Sadiq, oder von Abi Hanifa und des gleichen? Ist das keine wichtige Angelegenheit? Wir dringen hier in die Grundlagen des Glaubens ein! Es ist nicht eine historische Angelegenheit, dass wir sagen: Kommt, lasst uns drüber hinweg sehen. </p>
<p> </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>3.1. Die erste Bedingung</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Das bedeutet die <strong>erste Bedingung</strong>, damit die Person ein Imam ist, ist, dass er ein tauglicher Marja nach dem Propheten (s.) ist, beim Entnehmen der Feinheiten der Shari'a von ihm. Gut, dass ist also die erste Bedingung.</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>3.2. Die zweite Bedingung</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Die <strong>zweite Bedingung</strong>, welche eine Person erfüllen muss  um ein Imam zu sein ist, dass er der Beweis Allahs (Hujjatullah) auf der Erde (fil Ardh) ist. Zu unsere 'Aqida gehört, dass diese Erde zu jeder Zeit ein Beweis von  den Beweisen beinhaltet. Es ist unmöglich, dass auf der Erde kein Hujja ist. In den Überlieferungen heißt es: <strong>"Wenn die Erde keinen Hujja mehr hätte, dann würde sie zusammen mit ihren Bewohnern schmelzen." </strong>Und mit dem Hujja ist nicht nur Imam Mahdi alleine gemeint, sondern jeder von den Imamen ist ein Hujjatullah auf der Erde. Und ohne sie, würde die Erde nicht weiter fortbestehen.</p>
<p> </p>
<p>    Wie hat Allah swt das begründet? Wir können das aus dem  Quran entnehmen. Allah swt sagt im Quran in der Sure An-Naba' in den Versen 5-7</p>
<p> </p>
<p><strong>[</strong><strong><span style="color:#ff0000;">Sure Naba'</span></strong><strong><span style="color:#4169e1;"> 78</span></strong><strong>.</strong><strong><span style="color:#000080;">5-7</span></strong><strong>]</strong></p>
<p>Haben Wir nicht die Erde zu einem Lager gemacht und die Berge zu  Pflöcken?</p>
<p> </p>
<p>    Was bedeuten Pflöcke? Mit Pflöcken sind praktisch Nägel gemeint.  Allah swt hat die Berge als Befestigung für die Erde geschaffen. Das bedeutet,  ohne die Berge, kann die Erde nicht bestehen. Wieso das so ist, das ist eine Angelegenheit, die wir Allah swt überlassen. Allah swt hat die Berge als Befestigung für die Erde geschaffen. Genau so ist es mit dem Hujja. Sie sind Befestigungen für die Erde. Sie bewahren die Erde. Ohne sie würde die Erde mit  ihren Bewohnern zusammen schmelzen. </p>
<p> </p>
<p>Das sind jetzt erstmal allgemein gehaltene Definitionen der zwei Bedingungen, die eine Person erfüllen muss, um ein Imam zu  sein und wir wollen noch inshaAllah auf jede einzelne genauer eingehen und beweisen, wie wir diese Bedingungen auf unsere Imame beziehen können. Jetzt aber noch allgemeine Gedanken:</p>
<p> </p>
<p>    Wir sagen also, dass der Imam ein Behüter der Erde ist.  Ohne diesen Imam wird die Erde zerstört, sie schmilzt dahin mit ihren Bewohnern. Es gibt einige quranische Verse, die diese Tatsache bezeugen, wie  dieser folgender Vers: </p>
<p> </p>
<p>    <strong>[</strong><strong><span style="color:#ff0000;">Al-Anfal </span></strong><strong><span style="color:#4169e1;">8</span></strong><strong>.</strong><strong><span style="color:#000080;">33</span></strong><strong>] </strong></p>
<p>Allah aber wollte sie nicht strafen, solange du  unter ihnen warst, noch wollte Allah sie strafen, während sie Vergebung  suchten.</p>
<p> </p>
<p>    Das bedeutet die Anwesenheit des Propheten (s.) auf der Erde  war der Grund, um die Erde zu behüten und er hat sie dadurch behütet, dass er  die Strafe verhindert hat. Das sagt Allah swt im Quran! Die Anwesenheit des Propheten ist ein Segen. Der quranische Vers ist in diesem Zusammenhang klar  und deutlich. Wenn allein die Anwesenheit des Propheten diesen Ausmaß hatte,  sprich, dass er die Erde vor Strafe behüten konnte, so hat auf dieser Basis die Anwesenheit der restlichen Imame den gleichen Ausmaß, wie wir inshallah später beweisen werden. </p>
<p> </p>
<p>    Es gibt eine Überlieferung über den Propheten (s.), in der es heißt: <strong>"Die Sterne sind Sicherheit ('Amanun) für die Leute  des Himmels (Ahl ul-Sama'), genau wie meine Ahlulbayt Sicherheit ('Amanun) für die Leute der Erde (Ahlul-Arth) sind."</strong></p>
<p> </p>
<p>    Das bedeutet, wenn meine Ahlulbayt die Erde verlassen  würde, dann würde die Erde zerstört werden. Sie würde mit ihren Bewohnern  schmelzen. Manche Überlieferungen sagen, dass wenn nur zwei Menschen am Leben  bleiben würde, nur zwei, dann wäre einer von den beiden der Hujja (Imam). Es ist  nicht möglich, dass die Erde ohne Hujja verbleibt. Das ist einer der Grundsätze  unseres Glaubens. </p>
<p> </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>4. Khalifat = Imamat?</strong></span></p>
<p> </p>
<p>    Das bedeutet, wenn wir sagen, der Fürst der Gläubigen  ist ein Imam, dann ist die Bedeutung vom Imam-sein welche? Das bedeutet er ist der Marja' Madhhabi nach dem Propheten (s.). Er ist der Marja in den Feinheiten  der Shari'a. Und der Marja ist nicht irgendwer, die Sahaba oder sonst  wer. Und noch dazu, ist er Hujjatullah  auf der Erde und wenn es ihn nicht geben würde, so würde die Erde mit ihren Bewohnern dahin schmelzen. Das ist die Bedeutung des Imamats. Meine Geschwister, behütet diese Bedeutung. Die Bedeutung des Imams ist genau diese!  Und vorgesehen ist natürlich, dass jener der politische Führer wird, der der Marja Madhhabi und Hujjatullah auf der Erde ist. Aber wenn er es nicht schafft die  politische Führung zu erlangen, so ist das unwichtig, und er muss sie nicht erlangen, er  muss nicht der Führer der islamischen Regierung sein. </p>
<p> </p>
<p>    Niemand ist fähiger als er und niemand ist geeigneter  als er und wenn es möglich ist, dann muss er diese Aufgabe natürlich übernehmen. Aber wenn  es nicht möglich ist, und er es nicht übernehmen kann, dann hat das keinen Einfluss  auf sein Imamat an sich, denn die Bedingungen für das Imamat sind die Zwei genannten, und  diese zwei bleiben bestehen, egal ob er die politische Führung einnimmt oder  nicht. Das ist nicht wichtig. </p>
<p> </p>
<p>    Es gibt eine Geschichte über den Fürsten der Gläubigen (a.) und das ist auch in Nahj-ul-Balagha nachzulesen. Imam Ali (a.) bereitete sich vor auf den Krieg gegen die Chawaraij (oder andere als die Chawarij) und nähte daher sein Schuhe<sup><strong>[2] </strong></sup>und er sagte zu Abdallah ibn Abbas:<strong> "Komm und sag mir, was es ist, was du da siehst?"</strong> er sagt: <strong>"Das ist ein Schuh, o Fürst der Gläubigen."</strong> Dann fragte er ihn: <strong>"Wie viel ist das wert?"</strong> und ibn Abbas sagte: <strong>"Das ist gar nichts wert.</strong>" daraufhin sagte Imam Ali (a.): <strong>"Ich sage dir, das Khalifat (die politische Führung) ist für mich wie dieser Schuh, sie hat überhaupt keinen Wert, solange ich (auch ohne das Khalifat) für Gerechtigkeit sorgen kann, und die Unwahrheiten (Lügen) abschaffen kann."</strong></p>
<p> </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>5. Schlussfolgerung</strong></span></p>
<p> </p>
<p>    Was wir daraus erkennen können ist, dass es nicht das wichtigste ist, die politische Führung einzunehmen. Und das nicht-Einnehmen, hat kein Einfluss auf ihn als Imam,  als Marja der Feinheiten (der Urteile) und Hujjatullah auf der Erde. Allerdings ist natürlich seine Aufgabe, dass er die politische Führung einnimmt, wenn er es KANN und er die Möglichkeit dazu hat.</p>
<p> </p>
<p>    Wenn uns diese Angelegenheit nun klar wird, dann werden wir  zu ein wichtigen Ergebnissen kommen. </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>5.1. Das erste Ergebnis</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Das <strong>erste Ergebnis</strong> wäre, dass die Auseinandersetzung  zwischen uns und Anderen darüber, wer der Imam ist, ist in Wirklichkeit eine  wichtige und essentielle und notwendige Angelegenheit, an die wir uns auch zu  jeder Zeit halten müssen. Denn im Endeffekt werden wir merken, dass das die Basis für unsere Glauben ist. Von wem entnehmen wir denn die Urteile und unseren Glauben? Vom Fürsten der Gläubigen (a.) und seinen reinen, gerenigten Kindern oder von dem und jenem? Aus diesem Grund ist es eine notwendige, wichtige, und essentielle Abhandlung (Diskussio und keine einfache historische Angelegenheit, wie oft behauptet wird. Das ist das erste wichtige Ergebnis, und haltet daran fest,  damit falls jemand sich an euch wendet, ihr ihm das erklären könnt, dass wenn  wir eine Ausenaindersetzung haben, die Auseinandersetzung nicht über die  politische Führung nach dem Propheten (s.) geht, sondern es viel tiefgründiger ist,  denn es geht uns darum, wer derjenige ist, von dem wir unsere Religion nehmen und die Feinheiten unserer Urteile. Von der Ahlulbayt, oder von anderen Personen? Das ist das erste Ergebnis.</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>5.2. Das zweite Ergebnis</strong></span></p>
<p> </p>
<p>        Das <strong>zweite Ergebnis</strong>, das wir dadurch erhalten ist,  dass die Ahlulbayt (a.) unfehlbar sein müssen. Wir werden uns später inshaAllah  noch näher mit der Unfehlabrkeit befassen. Das was wir erklärt haben, deutet allerdings daraufhin,  dass es notwendig ist, dass die Ahlulbayt (a.) unfehlbar sind. Wir brauchen  weder Quranverse noch Ahadith dazu, um das zu beweisen. Das was bis her gesagt  wurde, reicht dafür volkommen aus.</p>
<p> </p>
<p>    Wenn wir bewiesen haben, dass der Marja bei den Urteilen und den Feinheiten des Glaubens, der Fürst der Gläubigen ist, dass es  al-Hassan, al-Hussein, Jafar as-Sadiq und die restlichen Imame sind, dann  müssen diese auch unfehlabr sein! Denn wenn sie nicht unfehlbar wären, was würde das dann bedeuten? Das würde bedeuten, dass Fehler entstehen könnten, bei jedem Wort, dass sie sagen. Nein! Wenn sie uns die Urteile lehren wollen,  dann muss es so sein, dass kein Fehler entstehen kann! Genau so, wie es beim Propheten ist, wenn er uns die Urteile des Islams widergibt. Er sagt uns: Das sind  die Urteile, die für uns verbindlich sind. Aber wenn Fehler darin enthalten wären, dann würden wir uns am Ende an gar kein Urteil mehr halten, da darin Fehler sein könnten. </p>
<p> </p>
<p>        Weder wären seine Worte ein Beweis, noch seine Taten,  noch seine Berichte. Genau so ist es auch mit den Imamen. Solange sie die religiösen Marjas sind, wie der Prophet (s.), beim Entnehmen der Feinheiten des Glaubens, müssen sie unfehlbar sein, denn ansonsten müssen wir bei jedem Urteil  annehmen, dass ein Fehler darin stecken könnte, und daher könnten wir von ihnen  keine Urteile annehmen. Das bedeutet, das ist ein einfacher Beweis für ihre Unfehlbarkeit.  Es gibt auch noch weitere Beweise, die wir inshaAllah danach noch anführen  werden, aber was gemeint ist, ist dass eigentlich dieser Ausmaß schon volkommen  ausreicht, um es beweisen zu können. Das ist das zweite wichtige Ergebnis gewesen.</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>5.3. Das dritte Ergebnis</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Nun kommen wir zum <strong>dritten Ergebnis</strong>. Es ist unmöglich, dass ein Imam durch die Menschen gewählt wird, nach dem Motto: Man sucht sich eine Gruppe aus und diese wählen und  ernennen den Imam. Und wenn er stirbt schreibt dieser in sein Testament rein, dass sein Nachfolger der und der sei. Das ist alles unmöglich! Es ist notwendig, dass ein Befehl von Allah swt uns erreicht durch den Propheten, der erklärt, dass der Marja  (nach dem Propheten) der und der ist. Wieso? Wieso kann es keine Wahl sein?  Wieso kann es keine Schura geben? Der Grund ist eindeutig: Es ist notwendig,  dass der Marja al-Madhhabi unfehlbar ist. Wie kann es sein, dass man jemanden  wählt, der nicht unfehlbar ist? Und woher weiß man, wer unfehlbar ist? Weiß es  jemand außer Allah swt? Können wir von uns aus behaupten: der ist unfehlbar und  jener und jener nicht? Niemand außer Allah swt weiß es und Er übermittelt es  dem Propheten und der Propeht übermittelt es uns. </p>
<p> </p>
<p>    Das bedeutet der einzige Weg ist der, durch Allah swt durch den Propheten. Die Unfehlbarkeit ist eine Angelegenheit, die niemand  erkennen und aufdecken kann, außer Allah swt und der Prophet durch eine Offenbarung von Allah swt.. Diese Angelegenheit benötigt also jemanden, der uns  sagt: Nach mir wendet ihr euch an den und den, wie z.B. dem Fürsten der Gläubigen, al-Hassan oder al-Hussein.  Aber es kann nicht sein, dass es keine (göttliche) Anordnung gibt, sondern, dass es  einer Wahl durch die Menschen überlassen wird. Das ist das dritte Ergebnis.</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>5.4. Das vierte Ergebnis</strong></span></p>
<p> </p>
<p>    Der <strong>vierte Ergebnis</strong> ist, dass wenn unsere Imame zum Vorteil der Muslime die politische Führung abgeben, bzw. es unterlassen darum mit Gewalt zu kämpfen, weil die Zeit und die Atmosphäre nicht  passend dafür wären, oder man ihn einfach missachtet, wie Imam Ali (a.), dann ändert es nichts an seinem Status als Imam. Imam Ali (a.) sah,  dass es nicht von Vorteil für die Ummah wäre mit Gewalt dafür zu kämpfen. Diese Sache hat aber keinen Einfluss auf sein Imamat. Das bedeutet nicht, dass er dadurch kein Imam  ist. Imam Hassan (a.) als er Muawiya sein Khalifat überließ, so änderte das nichts an seinem Status als Imam. Wie man oft  hört und uns vorgeworfen und behauptet wird: Wenn euer Imam Hassan ein Imam  ist, wie kann es sein, dass er sein Khalifat Muawiyah überlässt? Wenn das Khalifat eine Bekleidung ist, mit der Allah swt euren Imam Hassan bekleidet hat, wie kann  es dann sein, dass er seine Bekleidung, mit der Allah swt ihn umhüllt hat, ihm überlässt? </p>
<p> </p>
<p>    Was sagen wir ihnen? Das Imamat, ist nicht auf die  politische Führung begrenzt, sondern es umfasst die Marja'iyya al-Madhabiya, wie  erwähnt wurde. Ein Beweis Allahs, ohne den die Erde mit ihren Bewohnern schmelzen  würde. Das ist die wahre Bedeutung des Imams. Es heißt nicht, dass er die  politische Führung einfach einnimmt. </p>
<p> </p>
<p><span style="color:#8b0000;"><strong>5.5. Das fünfte &amp; letzte Ergebnis</strong></span></p>
<p> </p>
<p>    Und das<strong> letzte und fünfte Ergbenis</strong> ist, dass wenn es  eine Auseinandersetzung geben würde, und auf der einen Seite ein Shiite sitzen  würde und auf der anderen ein Anderer sitzen würde und sie sagen würden: Los,  lasst uns schauen wer von uns beiden Recht hat, wo wäre dann der Anfang? Der Anfangspunkt ist das Wichtigste. Man sollte nicht so beginnen, dass man sagt:  Wir haben die Überleiferung über das Ereignis von Ghadir Khumm und diese sagt  uns, dass der Prophet (s.), Imam Ali (a.) nach ihm als Khalif über die Muslime ernannt  hat. Dann sagt nämlich die Gegenseite ganz einfach: Moment, Moment, was ist bitte die Überlieferung  bei Ghadir Khumm? "Wessen Führer ich bin, dessen Führer ist Ali? Mit "Mawla" ist  nicht der Khalif gemeint, sondern es hat eine andere Bedeutung, wie z.B. Freund, Liebhaber usw. </p>
<p> </p>
<p>Das führt also nirgendwohin. Der eine deutet Hadith Ghadir so und der Andere so. Das wird nie enden. Wir  wollen nicht in eine Sackgasse gelangen, sondern eine offene Tür finden. </p>
<p> </p>
<p><strong>6. Zusammenfassung</strong></p>
<p> </p>
<p>    Wir sagen folgendes: Als der Prophet (s.) zu seinem Schöpfer  zurückkehrte, hatte er bis dahin alle Urteile erklärt und offen gelegt und war  danach nichts mehr notwendig oder nicht? Entweder ja oder nein, und sie werden  nichts anderes antworten können als "nein, er hat nicht alle Urteile erklärt". Das kein keiner behaupten, denn wenn es so wäre, für was wäre der Vergleichsschluss (Qiyas) noch nötig? Für was wäre die Sunnah der Sahaba noch  nötig? Das bedeutet der Prophet (s.) hat nicht alles offengelegt. Wir benötigen  einen Marja, bzgl. den Urteilen über den Glauben, um die islamische Shari'a von  ihm zu entnehmen. War es nicht das, worauf wir uns geeinigt hatten? </p>
<p> </p>
<p>Dann sagen wir: Wer ist der Marja? Woher kann ich wissen, welcher Marja, der Geeigneteste  ist, der keine Fehler begeht? Denn wenn er einen Fehler begeht, wird man nie fehlerfreie Urteile haben. Er muss Allahs Urteile, und die islamische Shari'a in ihrer richtigen Art und Weise  offenlegen können ohne jegliche Fehler. </p>
<p> </p>
<p>    Wer kann diese Person nun sein? Woher kann man sie  erkennen? Durch eine Wahl? Diese Person kennt keiner außer Allah. Das bedeutet,  kommt lasst uns den Marja al-Madhhabi durch Allah swt und den Propheten (s.) ernennen.  Und jetzt lasst uns die Anordnungen Allahs durch den Propheten (s.) anschauen. Was sagte  der Prophet?: <strong>"Ich hinterlasse euch Zweierlei, den heiligen Quran und die Person X  und Y?"</strong> </p>
<p> </p>
<p>Nein! Er sagte: <strong>"Ich hinterlasse euch den heiligen Quran und meine Ahlulbayt! Wenn  ihr an ihnen festhaltet, werdet ihr nach mir nicht irregehen."</strong> Seht ihr? Und so  wird das ganze zu einer sehr wichtigen Angelgenehehit. Und inshaAllah werden  wir in den nächsten Vorträgen weiter darüber sprechen und tiefer darauf  eingehen, und ich bete zu Gott, auf dass er euch und uns erfolgreich sein lassen  möge, wahrlich Er ist Allhörend und antwortet dem Bittenden.</p>
<p> </p>
<p></p>
<div style="text-align:center;">
<p><em>Weitere Teile folgen bei Interesse und mit Allah's Hilfe</em></p>
<p> </p>
<p></p>
<div align="left">
<span style="font-size:8px;"><strong>_______________________________</strong></span><p><span style="font-size:8px;"><strong>[1] Mit Marja sind in diesem Kontext nicht unsere heutigen Gelehrten der Nachahmung gemeint, sondern allgemein die religiöse Authorität</strong></span></p>
<p><span style="font-size:8px;"><strong>[2] Der Fürst der Gläubigen (a.) nähte früher immer seine Schuhe anstatt gleich neue zu kaufen.</strong></span></p>
<p></p>
</div>
</div>
<p></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">31786</guid><pubDate>Mon, 23 Nov 2009 23:42:33 +0000</pubDate></item><item><title>Das Imamat im Koran - Grundlagen</title><link>https://www.shia-forum.de/index.php?/topic/24874-das-imamat-im-koran-grundlagen/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.shia-forum.de/uploads/emoticons/default_bismillah.gif" alt="#bismillah#" loading="lazy"></p>
<p><strong>Assalam Alaikoum,</strong></p>
<p><em>Lehnt sich stark an Vorträgen von Ayatullah Sayyed Kamal Al-Haidari (h.a)</em></p>
<p> </p>
<p> <span style="font-size:8px"><span style="color:#ff0000"><strong>Inhaltverzeichnis:</strong></span></span> </p>
<ol style="list-style-type: decimal">
<li>
<span style="font-size:8px"><span style="color:#000080"><strong>Einführung</strong></span></span><br>
</li>
<li><span style="font-size:8px"><span style="color:#000080"><strong>Wichtigkeit der Überzeugungen</strong></span></span></li>
<ol style="list-style-type: decimal">
<br><li>
<span style="font-size:8px"><span style="color:#006400"><strong>Die Säulen der Religion</strong></span></span><br>
</li>
<li>
<span style="font-size:8px"><span style="color:#006400"><strong>Die Beziehung zwischen den Überzeugungen und den Taten</strong></span></span><br>
</li>
<li>
<span style="font-size:8px"><span style="color:#006400"><strong>Emporsteigen des Wortes</strong></span></span><br>
</li>
<li>
<span style="font-size:8px"><span style="color:#006400"><strong>Das Täuschende Aussehen</strong></span></span><br>
</li>
<li>
<span style="font-size:8px"><span style="color:#006400"><strong>Die Taten entspringen aus der Überzeugung</strong></span></span><br>
</li>
<li>
<span style="font-size:8px"><span style="color:#006400"><strong>Eine ausführlichere Betrachtung der Rolle der Taten</strong></span></span><br>
</li>
<li>
<span style="font-size:8px"><span style="color:#006400"><strong>Das Wissen ist ein Mittel</strong></span></span><br>
</li>
<li>
<span style="font-size:8px"><span style="color:#006400"><strong>Zusammenfassung</strong></span></span><br>
</li>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong><span style="color:#000080">Einführung:</span></strong></p>
<p> </p>
<p>In dieser neuen Reihe soll inschallah mit der Zeit ein wissenschaftlicher Beweis für das Imamat aus dem Koran entwickelt werden. Der Beweis wird inschallah auf einer festen Grundlage basieren. Unsere Hauptquelle wird der  Koran sein. Er wird das Zentrum unseres Interesses sein und wir werden  ihn fragen, was er zum Imamat sagt und seine gesegneten Antworte extrahieren.</p>
<p> </p>
<p>Es ist aber klar, dass man den Koran nicht einfach  so verstehen kann, ohne dass man sich vorher einige Grundlagen  verschafft hat. Diese Grundlagen verteilen sich auf zwei Ebenen: </p>
<p></p>
<ol style="list-style-type: decimal">
<li>Die  rein sprachliche Ebene, wo es darum geht die sprachlichen Aspekte des  Satzbaus sowie die sprachliche Bedeutung der Worte und insgesamt das  richtige Verständnis der arabischen Grammatik zu berücksichtigen.<br>
</li>
<li>Die  zweite Ebene ist die Ebene der Semantik bzw. die Ebene der Bedeutungen  des Korans, denn um diese Bedeutungen richtig einzuordnen und die  Prioritäten richtig zu verteilen und um Zusammenhänge zwischen den  Bedeutungen in den verschiedensten Kontexten, Verse und Suren  herstellen zu können, muss man natürlich Tafsir im Lichte des  Verstandes und des logischen betreiben.<br>
</li>
</ol>
<p>Eine philsophische  Grundlage muss vorhanden sein, auf der wir aufbauen können. Es ist  somit notwendig allgemeine Gesetze und Eigenschaften herzuleiten, die  überall gelten und immer benutzt werden können, wenn man dabei ist den  Koran zu exegesieren und zu intepretieren. </p>
<p> </p>
<p>Die Notwendigkeit  dieser Grundlagen auf beiden Ebenen ist offensichtlich, denn ohne sie,  würde man natürlich den Koran nicht richtig verstehen können. Zum einen  weil ja das Verständnis des Korans die Kenntnis der arabischen Sprache  vorraussetzt, denn nur dann kann man den Worten ihre richtige Bedeutung  zuordnen und nur dann kann man dem Wort ihre richtige Rolle im Satz  zuordnen. </p>
<p> </p>
<p>Zum anderen ist das Verständnis des Korans ohne das  Miteinbeziehen der logischen und philosophischen Grundlage eine grosse  Quelle des Irrtums in vielen wichtigen oder weniger wichtigen Fragen, also erst recht wenn, es um eine der wichtigsten Themen im Koran überhaupt geht, nämlich "Das Imamat". Das Verzicht auf diese Grundlage ist ein Verhalten, das dem Verhalten der Chawaridsch ähnelt, als sie ihr  berühmtes Wort „Es gibt kein Urteil außer für Allah" ausgesprochen haben, denn "Es gibt kein Urteil außer für Allah" ist ein wahres Wort aber die Frage ist, wie man das Urteil Allahs extrahieren kann und in dieser Hinsicht ist es offensichtlich,  dass der Wissende nicht mit dem Unwissenden gleichgesetzt werden kann und dass der richtige Hintergrund, der durch die Eignung dieser logischen und philosophischen Grundlagen, sowie die daraus entstehenden allgemeinen Gesetze, die im Koran Geltung finden, eine viel bessere und firmere Vorraussetzung darstellen und eine firme Basis bilden. Deswegen stützt sich die Reihe auf das Verständnis des grossen Gelehrten 'Allamah Sayyed Muhammad Hussein Tabataba'i (q.s), der einen der besten, ja sogar ich würde sagen den besten, Tafsir des Korans seit der Zeit der grossen Verborgenheit geliefert hat.</p>
<p> </p>
<p>Bevor wir unsere Überzeugung bzgl. dem Imamat darlegen, müssen wir also einige Grundlagen herausarbeiten, die uns dabei helfen. Die Reihe wird relativ lang sein und basiert auf Vorträge von Ayatullah Kamal Al-Haidari (ha).</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#000080"><strong>Wichtigkeit der Überzeugungen:</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Was ist der Sinn und der Nutzen, wenn wir glauben, dass der Imam eine  schöpferische Wilayah besitzt oder nicht, Was nützt uns zu wissen, ob der Prophet (s.a.a.s) diese Wilayah besitzt oder nicht, ob der Imam seit seiner Geburt unfehlbar ist oder erst nachdem er seine religiöse Reife erreicht, unfehlbar wird, ob er nur bei der Verkündung unfehlbar ist oder aber in allen Angelegenheiten, ob er gezwungen ist, unfehlbar zu sein oder  vermdie Fehler aus seiner Freiheit heraus vermeidet. Was ist so wichtig  daran zu glauben, dass der Prophet (s.a.a.s) bzw. dessen Licht, das erste Geschöpf war oder nicht? Oder noch allgemeiner wieso ist es so wichtig solche Überzeugungen zu haben?</p>
<p> </p>
<p>Um diese Frage zu  beantworten nehmen wir einfach den Koran zu Hilfe und fragen uns, was ist im Koran wichtiger die Überzeugung oder die Tat. Welche der beiden bekommt das größere Gewicht? Worum bewegen sich die ganzen koranischen Aussagen, Wahrheiten und Gesetze? Um die Überzeugungen oder um die Taten?</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#006400">Die Säulen der Religion:</span></strong></p>
<p> </p>
<p>Wie  wir wissen, hat der Islam 3 Grundsäulen. Das sind der Tauhid, das Prophententum, und die Auferstehung bzw. Der Glaube an das Jenseits. In unserem schiitischen Verständnis gibt es noch 2 Säulen und das sind das Imamat und die göttliche Gerechtigkeit. </p>
<p> </p>
<p>Mehrere schiitischen Gelehrten haben mit Recht bemerkt, dass das Imamat das Verständnis des Prophententums vervollständigt und deswegen eingentlich zu dieser Säule  gehört und ihre Bedeutung ergänzt. Und die göttliche Gerechtigkeit ist gemäß den Gelehrten die Vervollständigung des Tauhids bzw. des richtigen Verständnisses dessen. Somit haben wir es auch schiitisch gesehen mit 3 Säulen zu tun.</p>
<p> </p>
<p>Warum diese Überzeugung als Grundsäulen des Islams sind, dürfte auch klar sein, weil man keine dieser Säulen entfernen kann, ohne dass man den Islam verwirft. Sie machen also die Bedeutung des Islams aus. Ohne den Glauben an das Jenseits z.B., kann man nicht als Muslim bezeichnet werden. Wenn man an das Prophetentum und an das Jenseits glaubt aber nicht an Gott, dann ist man natürlich kein Muslim. Man wird also natürlicherweise kein Muslim, wenn man eine dieser Säulen verwirft. </p>
<p> </p>
<p>Bei genauerer Betrachtung haben die Gelehrten sogar alle Überzeugungen auf den Tauhid zurückgeführt und alles andere als Zweige dieser gesegneten  Überzeugung angesehen.</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#000080">[4:116] </span></strong><strong>Wahrlich,  Allah wird es nicht vergeben, daß Ihm Götter zur Seite gestellt werden:  doch Er vergibt, was geringer ist als dies, wem Er will. Und wer Allah  Götter zur Seite stellt, der ist in der Tat weit irregegangen. </strong></p>
<p> </p>
<p>Im  erwähnten Vers sehen wir, welche Bedeutung der Aqida(Überzeugung) zugewiesen wird, so dass Allah uns nie verzeiht, wenn wir Ihm etwas beigesellen, egal wie gut unsere Taten äußerlich erscheinen mögen. Denn wenn das innere faul ist, so stellt das äußere nur eine Täuschung dar. Und das Gift sieht manchmal wie Wasser aus und wenn die Zähne des Löwen herausstechen, heißt das nicht, dass er lachen würde. </p>
<p> </p>
<p>Der folgende Vers zeigt, dass der Tauhid eigentlich der Zweck der Religion ist und ihre endgültige und einzige Säule und dass alles andere aus  dieser gesegneten Säule stammt bzw. hergeleitet wird:</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#000080">[11:1] </span></strong><strong>Alif,  Lâm, Râ§. Das ist ein Buch, dessen Verse (gemäß der Wahrheit)  festgelegt wurden, dann ausführlich dargelegt wurden von Gott, Dessen  Weisheit und Wissen unermeßlich sind. </strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080">[11:2]</span></strong><strong>  (Es lehrt euch,) daß ihr keinen außer Allah anbeten sollt. Ich bin euch  von Ihm (als) ein Warner und ein Bringer froher Botschaft (gesandt  worden). </strong></p>
<p> </p>
<p>Auch dem Prophetentum wird so eine grosse  Bedeutung zugewiesen, dass es deutlich und klar wird, dass ohne den Islam in seinem allgemeinen Sinne, jedes Streben und Trachten sinnlos  ist:</p>
<p><strong><span style="color:#000080">[3.19]</span></strong><strong> Wahrlich die Religion bei Allah ist der Islam </strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080">[3.85]</span></strong><strong>  Und wer sich eine andere Religion als der Islam wünscht, so wird diese  von ihm nicht angenommen und er gehört im Jenseits zu den Verlierern.</strong></p>
<p> </p>
<p>Diese  klaren Verse zeigen ohne Zweifel, dass der Islam der einzige Weg zum  Allmächtigen ist und dass somit das Prophetentum eine Grundsäule ist,  um zum Allmächtigen zu gelangen. Die Religion Allahs enthält also naturgemäß das Prophetentum. Wir sehen also, wie wichtig diese  grundlegenden Überzeugungen und wie sie allen anderen Aspekten  vorangehen.</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#006400">Die Beziehung zwischen den Überzeugungen und den Taten:</span></strong></p>
<p> </p>
<p>Der  Koran sagt deutlich, dass die Überzeugungen eigentlich die wahren Erkenntnisse sind, die dem Menschen zur Nähe Allahs bringen und dass die Tat die Rolle des Mittels spielt und somit den Weg darstellt. </p>
<p> </p>
<p>So lesen wir im Koran:</p>
<p><strong><span style="color:#000080">[35:10]</span></strong><strong>  Wer da Erhabenheit begehrt (, der wisse), daß alle Erhabenheit Allah  gehört. Zu Ihm steigt das gute Wort empor, und rechtschaffenes Werk  wird es hochtreiben lassen. Und diejenigen, die Böses planen - für sie  ist eine strenge Strafe (bestimmt); und ihr Planen wird unwirksam sein.  </strong></p>
<p> </p>
<p>Allah weist hier offensichtlich nicht auf den Sprachlichen Aspekt der Worte hin. Es geht nicht um die Zunge, sondern um die Bedeutung der Worte. Denn wenn die Bedeutungen  der Worte gut bzw. wahrhaftig sind, dann steigen diese zu Allah empor und die guten Worte sind offensichtlich nichts anderes als die wahrhaftigen Überzeugungen, die der Mensch in seinem Herzen trägt. </p>
<p> </p>
<p>Dass die guten Worte emporsteigen bedeutet aber nichts anderes, als dass der Mensch, der diese Überzeugungen hat, die Nähe zu Allah dadurch erlangt,  denn die Überzeugung hat innerlich gesehen, die gleichen Eigenschaften,  die der Überzeugte besitzt und somit kann man auf eine Einheit zwischen den beiden schließen, so dass das Emporsteigen des einen ein Emporsteigen des anderen bedeutet und diese Beziehung wird immer stärker ausgeprägt, wenn die Überzeugung im Herzen immer fester verankert wird.  </p>
<p> </p>
<p>An dieser Stelle kommt die Rolle der Tat, die als Bestätigung  der Überzeugung ausgeführt wird und zur Befestigung der Überzeugungen dient und den guten Charakter des Herzens, das an die guten Worte  glaubt, zum Vorschein bringt. Die Beziehung zwischen der Überzeugung und der Tat ähnelt einer Kohle, die anfangs schwarz und kühl ist. Doch dann wird sie angezündet, dann wird sie heiß und mit der  Zeit wird das Feuer sich ausbreiten, bis es die Kohle umgibt. Wenn wir  nun Wasser drauf gießen würden, dann wird das Feuer erlischen und die  Kohle wird wieder schwarz, doch wenn das nicht geschieht wird die Kohle  irgendwann in jedem Stück ihres Daseins mit Feuer umgeben. Wird diese Stufe erreicht, kann man die Kohle nicht wieder schwarz kriegen, denn ihre Wahrheit ist jetzt zu Feuer geworden. Und genau das ist die Rolle der Tat, sie versorgt die Überzeugung mit dem nötigen Sauerstoff, damit sie sich weiter entwickelt, bis dass sie Besitz vom Menschen ergreift.</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#006400">Emporsteigen des Wortes:</span></strong></p>
<p> </p>
<p>Hier  stellt sich nebenbei die Frage, was es bedeutet, dass das gute Wort zu  Allah emporsteigt, wo wir doch an anderen Stellen im Koran lesen, dass  Allah näher zu uns ist als wir zu uns selbst:</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#000080">[50:16]</span></strong><strong>  Wir haben doch den Menschen geschaffen. Und wir wissen, was er sich  selber einflüstert, und sind ihm näher als die Halsschlagader. </strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080">[2:186]</span></strong><strong>  Und wenn dich Meine Diener über Mich befragen, so bin Ich nahe; Ich  höre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich ruft. Deshalb sollen sie auf  Mich hören und an Mich glauben. Vielleicht werden sie den rechten Weg  einschlagen. </strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080">[8:24]</span></strong><strong> O ihr, die  ihr glaubt, hört auf Allah und den Gesandten, wenn er euch zu etwas  aufruft, das euch Leben verleiht, und wisset, daß Allah zwischen den  Menschen und sein Herz tritt, und daß ihr vor Ihm versammelt werdet.</strong></p>
<p> </p>
<p>Wir wissen, dass in der materiellen Welt die Nähe zwischen zwei Objekten symmetrisch ist. D.h. Wenn A nah zu B ist dann ist B nah zu A. Anders ist es, wenn sich um abstrakte bzw. metaphysische Beziehungen handelt. In solchen Beziehungen ist es möglich, dass A nah zu B ist aber B nicht nah zu A ist. Diese Entfernung des Menschen von Allah, wo doch Allah näher zu Ihm ist als sein Halsschlagader bedeutet einfach, dass der Mensch unachtsam ist, dass er diese Nähe nicht spürt, dass sein Herz von Schleiern umgeben ist, so dass er die göttliche Nähe nicht bezeugen kann. Würde der Mensch nachdenklich werden und sich auf die göttliche Anwesenheit konzentrieren, dann würde er Wunder erleben und diese Nähe spüren. Aber das geht nur durch das Aneignen von Wissen und die Bestätigung des Wissens mit Taten. </p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#006400">Das Täuschende Aussehen:</span></strong></p>
<p> </p>
<p>Wir sind also aufgefordert der Absicht und dem Inneren den größten Wert beizumessen und die Tat als Frucht anzusehen, denn wie wir wissen, es gibt in der Natur viele Früchte und Pflanzen, die nicht essbar sind und die teilweise giftig sind, obwohl sie gut aussehen. Auf der anderen  Seite gibt es auch sehr viele schöne Früchte, die sehr gesund und lecker sind. </p>
<p> </p>
<p>Auch nicht jede Fleischsorte ist islamisch gesehen erlaubt zu verzehren. Es gibt eine eingeschränkte Anzahl von Tieren dessen Fleisch erlaubt ist. Heißt das, dass die anderen Tiere nicht gut aussehen und deswegen ist ihr Fleisch nicht halal? Natürlich nicht. Es liegt also an inneren Eigenschaften, die nichts mit dem Aussehen an sich zu tun haben. Genauso bei Fischen, bei Vögeln usw usf.  </p>
<p> </p>
<p>Allgemein gesehen kann man sagen, dass das Äußere nur die  Spitze des Eisberges zeigt und so zeigt das Aussehen der Tat nur die Spitze der Seele und lässt somit nicht immer auf die Gutartigkeit  dieser Seele schließen. Man muss die Tat schon genauer betrachten um sie zu bewerten. Und das bleibt uns oft verschlossen, weil wir nicht die Möglichkeit haben die Absichten der Menschen durchzublicken.</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#006400">Die Taten entspringen aus der Überzeugung:</span></strong></p>
<p> </p>
<p>Aus  dem bereits erwähnten verstehen wir, was im folgenden Vers gemeint ist,  wenn gesagt wird, dass die Rangstufen gemäß den Taten vergeben werden.</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#000080">[46:19]</span></strong><strong> </strong>Und  für alle gibt es Rangstufen gemäß dem, was sie getan haben, auf daß Er  ihnen ihre Taten voll heimzahle; und kein Unrecht soll ihnen  widerfahren. </p>
<p> </p>
<p>Denn hier sind die Taten gemeint, die mit dem wahren Inhalt gefüllt sind, mit der richtigen Überzeugung, die zur  göttlichen Nähe führt, ansonsten heißt es:</p>
<p><strong><span style="color:#000080">[24:29]</span></strong>  Die aber ungläubig sind - ihre Taten sind wie eine Luftspiegelung in  einer Ebene: Der Dürstende hält sie für Wasser, bis er, wenn er  hinzutritt, sie als Nichts vorfindet. Doch nahebei findet er Allah, Der  ihm seine Abrechnung vollzieht; und Allah ist schnell im Abrechnen. </p>
<p> </p>
<p><span style="color:#006400"><strong>Eine genauere Betrachtung der Rolle der Taten:</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Die Taten helfen der Überzeugung höhere Stufen zu erreichen. Allah sagt  in seinem heiligen Buch: <strong>Wenn ihr dankbar seid, werde ich euch wahrlich mehr geben.</strong> Was heißt hier mehr geben? Nur materiell gesehen? oder etwa mehr Rechtleitung? Höhere Stufen? Das ist genau das was im bereits genannten Vers [35:10] erwähnt wird. Allah lässt durch Dankbarkeit das gute Wort  emporsteigen. Das ist die beste Gabe, die wir erhalten können. </p>
<p> </p>
<p>Umgekehrt, wenn wir undankbar sind, verlieren wir unsere Stufen und  fangen an in die anderen Richtung zu fallen. Deswegen sagt Allah: <strong>Allah  ändert die Lage eines Volks nicht, eher sie das ändern, was in ihren Seelen ist.</strong> Wie kann man das machen? Alleine durch das Heben der Hände in Richtung Himmel? Natürlich nicht! Man muss auch etwas aktiv tun, damit wir auch drauf hoffen, eine höhere Stufe in der göttlichen  Nähe zu erreichen. </p>
<p> </p>
<p>Allah gibt uns die Gabe des Tauhid. Wir  aber müssen gemäß dieser Überzeugung handeln, so dass seine Gnade uns zugeschrieben wird. Denn Allah sagte: </p>
<p><span style="color:#000080"><strong>[7:156]</strong></span><strong>  ...doch Meine Barmherzigkeit umfaßt alle Dinge; so werde Ich sie  bestimmen - für jene, die (Mich) fürchten und die Zakah entrichten und  für jene, die an Unsere Zeichen glauben.</strong></p>
<p> </p>
<p>Das bedeutet, wenn der Mensch gemäß seiner Überzeugung handelt, erweist ihm Allah seine Gnade und erhöht seine Glaubenstufe. Wenn der Mensch nun in der zweiten Stufe ist, müsste er dementsprechend handeln, damit er eine weitere Stufe erreichen kann usw. usf. So steigt das gute Wort empor, 	<strong>so daß der Mensch bis auf zwei Bogensehnen heraufkommt oder noch näher</strong>, wie es mit dem Propheten geschehen ist. So sagte der Prophet (s.a.a.s) zu Imam  Hussein (a.s): <strong>Du hast eine Stellung bei Allah die du nicht erreichen wirst außer duch Märtyrertum.</strong> </p>
<p> </p>
<p><span style="color:#0000ff"><em><strong>Der Gottesdienst des Propheten:</strong></em></span></p>
<p>Jede  Überzeugungsstufe macht es notwendig, dass man gemäß dieser Stufe handelt. Es wir überliefert, dass Der Prophet (s.a.a.s) selbst sagte, nachdem er gefragt wurde, warum er sich so sehr beim Gottesdient anstrengt, wo Allah ihm seine Gnade erwiesen hat (sinngemäß). Er sagte: <strong>Soll ich kein dankbarer Diener sein? </strong>Was ist die Dankbarkeit? Das ist nichts anderes als gemäß seinem Wissen zu handeln und nach dem göttlichen Wohlgefallen zu streben. Der Prophet  (s.a.a.s) erkannte Allah mehr als jedes andere Geschöpf und dieses Wissen, war der Antrieb für seine Entschlossenheit. Er erkannte Allah so gut, dass er nicht wusste, wie er Ihm genug dankbar sein kann. Er  versuchte alles zu tun, um den göttlichen Wohlgefallen zu erhalten. </p>
<p> </p>
<p><span style="color:#0000ff"><em><strong>Die Gottesfurcht von Imam Ali:</strong></em></span></p>
<p>So sagte Imam Ali (a.s) auch: </p>
<p><strong>Bei  Allah würde ich die Sieben Himmel und alles, was unter ihren  Himmelskörpern ist, bekommen, dafür, dass ich Allah dabei ungehorsam  bin, dass ich einer Ameise die Schale einer Gerste wegnehme, so würde  ich es nicht tun und eure Welt, diese ist für mich unwichtiger als ein  Blatt im Munde einer Heuschrecke, an dem sie knabbert. </strong></p>
<p> </p>
<p>Solche Ausmaße kann die Dankbarkeit erreichen. Ein so grosses Ausmaß,  dass man es als grosses Unrecht sieht, einer Ameise die Schale einer Gerste wegzunehmen. Die Natur der Taten, die Imam Ali (a.s) verrichtet hat, ähnelt nicht unseren Taten, weil seine Stufe viel höher als unsere war. Vielleicht sind einige Taten für uns als erlaubt anzusehen oder sogar als gut zu beurteilen, aber für einen Gläubigen, der eine höhere  Stufe erreicht hat, könnte die gleiche Tat ein Vergehen in dieser Stufe bedeuten, ohne dass es heißt, dass dieser Gläubige dann etwas verbotenes begangen hat, aber es bedeutet, dass er sich unpassend zu seiner Stufe verhalten hat und das könnte bedeuten, dass er diese Stufe verlieren wird, wegen seiner Verhaltensweise. Deswegen heißt es: <strong>Die guten Taten der Gütigen, sind die schlechten Taten der Nächten (zu Allah).</strong></p>
<p> </p>
<p><em><span style="color:#0000ff"><strong>Das Nachtgebet eine Pflicht oder erwünscht?</strong></span></em></p>
<p>Das Nachtgebet ist bekanntlich ein erwünschtes Gebet. Für den Propheten (s.a.a.s) war es aber verpflichtend: <strong><span style="color:#000080">[17:79]</span></strong><strong> Und wache auf dazu in der Nacht, ein weiteres (Zusatzgebet) für dich, auf dass dich dein Herr zu einem löblichen Rang erhebt.  </strong>Denn  je mehr Erkenntnisse man gewinnt, desto mehr Verantwortung man tragen muss. Und wir wissen, dass am Tage der Auferstehung die Menschen die verschiedensten Stufen haben werden, obwohl ihre Taten äußerlich gesehen fast gleich aussehen, doch die Ergebnisse ihrer Taten sind sehr verschieden. Da fragt man sich wieso? </p>
<p> </p>
<p>Und nochmal sagen wir, es hängt von der Überzeugung, die man im Herzen hegt ab. Deswegen heißt es:</p>
<p><strong>Du siehst zwei Männer beten und denkst, dass sie sich in ihrem Gebet gar  nicht unterscheiden, doch der Unterschied zwischen ihren Gebeten ist  wie der Unterschied zwischen Himmel und Erde. </strong></p>
<p> </p>
<p><span style="color:#0000ff"><em><strong>Imam Hussein und Amr Ibnu Sa'd</strong></em></span></p>
<p>Ein  noch deutlicheres Beispiel: Am Mittag von Aschura in Karbala im Jahre 61 n.H haben Imam Hussein (a.s) und seine Gefährten ihr letztes Gebet verrichtet und Umar Ibnu Sa'd (l.a) und seine Soldaten haben ebenfalls gebetet. Doch das erste Gebet war der Weg zum Himmel und hatte die  höchsten Stufen und den höchsten Wert, die man erreichen würde und das  andere Gebet war ein Gebet in den tiefsten Stufen der Hölle, wenn man  das innere der Tat betrachten würde. Was ist der Unterschied zwischen  den beiden Gebeten? Die Antwort ist klar.</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#0000ff"><em><strong>Die Güte der Taten im Koran:</strong></em></span></p>
<p>Der Koran spricht auch eine deutliche Sprache in dieser Hinsicht:</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#000080">[2:261]</span></strong><strong>  Das Gleichnis derjenigen, die ihr Vermögen auf dem Weg Allahs ausgeben,  ist wie das Gleichnis eines Samenkorns, das sieben Ähren wachsen läßt,  in jeder Ähre hundert Körner. Und Allah vervielfacht es, wem Er will.  Und Allah ist Allumfassend, Allwissend. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080">[6:160]</span></strong><strong>  Dem, der eine gute Tat vollbringt, soll (sie) zehnfach vergolten  werden; derjenige aber, der eine böse Tat verübt, soll nur das Gleiche  als Lohn empfangen; und sie sollen kein Unrecht erleiden. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080">[27:89]</span></strong><strong> Dem, der Gutes vollbringt, wird Besseres als das zuteil sein, und sie werden vor dem Schrecken an jenem Tag sicher sein. </strong></p>
<p> </p>
<p>Wie  wir aus diesen Versen ablesen, erhalten die Menschen für eine gute Tat verschiedene  Grade von Belohnungen und das kann nur darauf zurückgeführt werden,  dass die Absichte unterschiedlich rein sind und es ist bekannt,  dass die Absicht erst dann reiner wird, wenn man mehr Gewissheit hat  und die Gewissheit kommt allein durch wahres Wissen und das wahre  Wissen ist nichts anderes als die richtigen Überzeugungen.</p>
<p> </p>
<p>Deswegen  ist auch nun klar, wie man den Wert der Tat erkennen kann. Wir  müssen nur unsere Überzeugung und unsere Treue analysieren und schauen ob sie  genug vorhanden sind. Wir müssen analysieren, ob unsere Taten auf  Falschheit basieren oder nicht und ob wir offensichtlichen oder  versteckten Schirk begehen oder nicht. Der Unterschied ist  also gemäß der Güte der Taten, die ja am Tage der Auferstehung  verkörpert werden und es ist klar, dass der Körper einer Tat, die  auf einer falschen Überzeugung basiert zumindest entstellt sein wird.</p>
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<p><span style="color:#0000ff"><em><strong>Die Stufen der Gottesfurcht:</strong></em></span></p>
<p>Weiter lesen wir im Koran, dass er uns sagt:  <strong><span style="color:#000080">[3:102] </span></strong><strong>Fürchtet  Allah so sehr, wir es ihm gebührt...</strong></p>
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<p>Wo anders sagt er: </p>
<p><strong><span style="color:#000080">[64:16]</span></strong><strong> Fürchtet Allah  soviel ihr nur könnt. </strong></p>
<p> </p>
<p>Und das zeigt ohne Zweifel, dass die Gottesfurcht  mehrere Stufen hat, denn sonst hätte keinen Sinn zu sagen Fürchtet  Allah so sehr, wie es ihm gebührt. </p>
<p> </p>
<p>An einer anderen Stelle heißt es:</p>
<p><strong><span style="color:#000080">[3:162]</span></strong><strong>  Ist denn einer, der nach dem Wohlgefallen Allahs strebt, (gleich) wie  einer, der dem Unwillen Allahs verfällt, und den (dereinst) die Hölle  aufnehmen wird? - Ein schlimmes Ende! </strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080">[3:163]</span></strong><strong> Sie werden bei Allah (nach dem Wert ihrer Taten) verschieden eingestuft. Und Allah durchschaut wohl, was sie tun. </strong></p>
<p> </p>
<p>Die  Tat ist also die Frucht der Überzeugung. Und die Menschen werden gemäß  dem Wert ihrer Taten eingestuft. D.h. Gemäß dem Inhalt ihrer Taten. Das  heißt gemäß ihrer Absicht, die wie oben gezeigt auf die Überzeugung  zurückzuführen ist.</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#0000ff"><strong><em>Die Stufen des Fastens:</em></strong></span></p>
<p>Einige  Menschen fasten doch sie erhalten aus ihrem Fasten nichts anderes als  Durst und andere f asten und erhalten als Lohn Allah (s.t) selbst, d.h. die größte  Nähe zu Ihm, wie es in einem Hadith heißt. Die Tat ist gemäß ihres Aussehens  identisch aber inhaltlich gesehen ist der Unterschied wie zwischen  Himmel und Erde.</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#0000ff"><strong><em>Das Verlesen des Korans:</em></strong></span></p>
<p>Einige  lesen den Koran und der Koran verflucht sie und andere lesen den Koran  und leuchten für die Bewohner der Himmel, wie die Sterne für die  Bewohner der Erde leuchten, wie es in einem anderen Hadith sinngemäß heißt.</p>
<p> </p>
<p><span style="color:#0000ff"><em><strong>Der Besuch von Imam Hussein (a.s):</strong></em></span></p>
<p><strong>Wer  Hussein (a.s), wissend über seine Stellung, besucht, für den ist das Paradies  verpflichtend,</strong> heißt es in einem Hadith</p>
<p>Was ist dieses Wissen über seine Stellung?</p>
<p> </p>
<p>Und viele  weitere Beispiele. Denn aus dem Glauben heraus, können keine schlechten  Taten entspringen. Wenn Jemand eine schlechte Tat begeht, dann soll er  sicher sein, dass er in seinem Herzen noch ein Aumaß an Schirk hat, der  der versteckte Schirk heißt. </p>
<p> </p>
<p>Deswegen sagt Allah (s.t):</p>
<p><strong><span style="color:#000080">[12:106]</span></strong><strong> Und die meisten von ihnen glauben nicht ohne, dass sie Allah etwas beigesellen.</strong></p>
<p> </p>
<p><span style="color:#006400"><strong>Das Wissen ist ein Mittel:</strong></span></p>
<p> </p>
<p>Wieso ist also das Wissen wichtig? Ist das Wissen an sich wichtig? </p>
<p> </p>
<p>Wir  wissen, dass die Güte der Tat sich proportienell zum Grad der  Überzeugung verhalten soll. Das Wissen ist notwendigerweise vorhanden,  nachdem man die notwendigen Vorraussetzungen erfüllt hat. Im Gegensatz dazu  entsteht der Glaube aus dem freien Willen heraus, auch wenn die  notwendigen Vorraussetzungen erfüllt wurden. Deswegen heißt es im  Koran: <span style="color:#000080"><strong>[18:29]</strong></span> <strong>Wer glauben will, der soll glauben, und wer nicht glauben will, der soll nicht glauben. </strong></p>
<p> </p>
<p>Auch  in die andere Richtung gilt dasselbe. Die schlechten Taten führen zu  den falschen Überzeugungen und entfernen die richtigen Überzeugungen  langsam aber sicher. Deswegen heißt es im Koran: <strong><span style="color:#000080">[30:10]</span></strong><strong>  Und dann war das Ende derer, die Böses taten, das Allerschlimmste  (as-suu§aa) (zur Strafe dafür), daß sie die Zeichen Allahs für Lüge  erklärt und über sie zu spotten pflegten.</strong></p>
<p> </p>
<p>Die schlechte Tat  befestigt die schlechte Überzeugung im Herzen und führt dazu, dass  diese sich entwickelt aber in die falsche Richtung, nämlich die  Überzeugung nimmt dann die höchsten Stufen in der Hölle. Deswegen heißt  es auch im Koran:</p>
<p><strong><span style="color:#000080">[4:145]</span></strong><strong> Wahrlich die Heuchler sind in der niedrigsten Stufe der Hölle.</strong></p>
<p> </p>
<p>Diese  Heuchler waren nicht vom Anfang an ganz heuchlerisch. Aber durch das  dauerhafte Verrichten schlechter Taten entwickelten sie sich zu  Heuchlern erster Stufe. Iblis (l.a) kommt nicht direkt und sagt dem  Menschen, diene den Götzen, sondern er führt den Menschen stufenweise in die Verdorbenheit. Er  verführt ihn erstmal dazu, verpönteTaten zu verrichen, dann führt  er ihn dazu, einige verbotene Taten zu verrichten. Er sagt ihm, das sind doch  kleine Sünden. Nachher führt er ihn zu den grossen Sünden und  letztendlich kommt eine Stelle, wo er die größte aller Sünden macht und  das ist nicht anderes als der Schirk, d.h. Allah Partner beizugesellen.</p>
<p> </p>
<p>Deswegen heißt es im Koran:</p>
<p><strong><span style="color:#000080">[9:77]</span></strong><strong>  Er ließ ihnen daraufhin Heuchelei (nifaaq) ins Herz kommen (damit sie  darin sei) bis zu dem Tag, da sie ihm (beim Gericht) begegnen würden.  (Das geschah ihnen) dafür, daß sie Allah das Versprechen brachen, das  sie ihm gegeben hatten, und dafür, daß sie logen. </strong></p>
<p> </p>
<p>So  schlimm kann das Lügen sein. Diese Heuchler habe dauerhaft schlechte  Taten gemacht, bis dass die Heuchelei fest in ihren Herzen verankert  wurde.</p>
<p> </p>
<p>Aus allem, was bereits vorgestellt wurde sehen wir, dass  die gute Taten zur Befestigung und anschließend zum Erweitern des  Wissens und zur Erhöhung des Grades und des Umfangs der wahren  Überzeugungen führen und somit führen sie zur göttlichen Nähe und genau  so führen die schlechten Taten zum erhöhen des Unwissens und des Grades  und des Umfangs der falschen Überzeugungen und somit führen sie zur  Entfernung von Allah (s.t).</p>
<p> </p>
<p>Eine neue Stufe der Überzeugung ist  eine Ursache für eine neue Stufe der Taten, die ihrerseits eine Ursache  für eine weitere Stufe der Überzeugung ist usw. usf. Hier gibt es natürlich  keinen Zirkelschluss, weil die Stufe sich in jedem Durchlauf ändert,  auch wenn die Überzeugung von Außen her, gleich ist.</p>
<p> </p>
<p>Hier könnte  die Frage aufkommen, wie die schlechten Taten den Grad des  Unwissens erhöhen, wo doch das Unwissen etwas nicht existierendes ist.  Wie kann man etwas, was nicht existiert erweitern. Was die guten Taten  betrifft, ist es klar, durch sie wird das Wissen und die wahre  Überzeugung verbessert aber was ist mit den schlechten Taten? Da ist  es notwendig anzumerken, dass mit dem Unwissen nicht das logische  Unwissen, das natürlich nicht existiert, gemeint ist, sondern das  Unwissen als Gegensatz zum Verstand. Denn der Verstand ist das Ziel der  wahren Überzeugungen. </p>
<p> </p>
<p>Der Verstand ist laut den Überlieferungen, das  womit der Barmherzige gedient wird und das Paradies erreicht wird bzw. gewonnen wird. Alles andere ist das Unwissen. Deswegen ist jedes  Streben und jedes Wissen, das nicht zur Erweiterung des Verstandes führt,  laut den Überlieferungen, Unwissen. So lesen wir im Koran. </p>
<p> </p>
<p><strong><span style="color:#000080">[29:43] </span></strong><strong>Dies sind Gleichnisse, die Wir für die Menschheit aufstellen, doch es verstehen sie nur jene, die Wissen haben. </strong></p>
<p> </p>
<p>Das  Ziel ist, dass man die Gleichnisse versteht und nicht, dass man sich  Wissen aneignet. Ja das Wissen ist eine Vorraussetzung aber nicht das  Ziel und viele wissen aber verstehen nicht. Es gibt kaum Unterschied zwischen  einem Wissenden, der nicht versteht und einem Unwissenden, der nicht versteht ist. Beide sind Unwissend im bereits erwähnten sinne. Nur dass  der erste ein wissender Unwissende ist und der zweite ein unwissdeer  Unwissende.</p>
<p> </p>
<p>Deswegen müssen diejenigen, die sich wissen aneignen  schauen, ob sie gemäß ihrem wissen handeln, so dass sie auch das  Gewusste zum Herzen gelangen lassen, denn nur dort kann man verstehen.  Wenn das der Fall ist, dann Tuba und ein trefflicher Einkehr ist ihnen  gewiss. Doch wenn nicht sollen sie weinen und sich auf dem Kopf  schlagen, weil am Tage der Auferstehung ist ihr Wissen ein grosser  Beweis gegen sie. </p>
<p> </p>
<p>Deswegen heißt es: </p>
<p><strong>Dem Unwissenden werden siebzig Sünden vergeben eher dem Wissenden eine Sünde vergeben wird.  </strong>(Natürlich  wenn man unwissend aus Unfähigkeit ist und nicht aus Nachlässigkeit)  </p>
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<p>Das Wissen ist dennoch eine notwendige Vorraussetzung für jeden gemäß  seinem Aufnahmevermögen denn es heißt: </p>
<p><strong>Sind denn die, die wissen mit den Unwissenden gleichzusetzen?</strong></p>
<p> </p>
<p><span style="color:#006400"><strong>Zusammenfassung:</strong></span></p>
<p>Wir müssen  uns den Glauben aneignen an den der Prophet (s.a.a.s) geglaubt hat. Wir  müssen die richtigen Überzeugungen verstehen und zu ihnen gelangen. Und  hier reicht es nicht zu sagen, was interessiert mich, ob Allah ein  Körper hat oder nicht. Hauptsache er hat alles erschaffen. Was  interessiert mich, ob Allah begrenzt ist oder nicht. Was ist  interessiert mich, ob Allah gesehen werden kann oder nicht. Es ist  falsch zu sagen, was ist der praktische Nutzen solcher Fragen, weil die  Antworte auf solche Fragen die Erkenntnis, die der Grund unserer  Existenz ist, bereichern und weil sie die Nähe zu Allah verstärken, wie  wir aus dem bereits dargestellten, nun ganz leicht folgern können.  Genauso ist es mit allen Überzeugungen und vor allem mit einer den  wichtigsten Überzeugungen im Islam, nämlich das Imamat. </p>
<p> </p>
<p>Zum  Schluss fassen wir wieder zusammen und sagen, dass die Überzeugungen  das Grundfundament des Islams sind und sie sind das, was den Taten am  Tage der Auferstehung ihren Wert geben. Es ist sehr wichtig zu wissen,  was das Imamat alles bedeutet und dass sie wirklich eine bindende  Botschaft vom Allmächtigen ist, die uns zum wahren Tauhid führt. Und  dies wird inscha'Allah unser Ziel in dieser langen Serie sein. </p>
<p> </p>
<p><strong>Wassalam</strong></p>
</ol>
</ol>
]]></description><guid isPermaLink="false">24874</guid><pubDate>Sun, 05 Apr 2009 20:33:35 +0000</pubDate></item></channel></rss>
