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Olympia, Israel und der Iran


Fantasmo77
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Bitte die Fragen nicht als Provokation auffassen, ich bin einfach nur wissbegierig.

 

Hallo, liebe muslimische Brüder und Schwestern!

 

Ich habe heute gehört, dass der iranische Schwimmer Mohammad Alirezaei bei einem Lauf nicht angetreten ist, weil auch ein Israeli teilgenommen hat. Ich kenne ja die offizielle Sichtweise des Iran zu diesem Thema, Israel wird als Besatzungsmacht gesehen und nicht als Staat anerkannt, iranische Sportler dürfen nicht gegen Israelis antreten.

 

Meine Frage aber ist die folgende: Wäre es denn nicht eine besondere Genugtuung für einen Iraner, einen Israeli in einem sportlichen Wettkampf zu besiegen? Schließlich sind sportliche Wettkämpfe eine gute Möglichkeit, Konflikte friedlich auszutragen. Oder steht die Angst einer Niederlage dahinter? Ich verstehe die Logik nicht. Der Verlierer ist bei einem Nicht-Antreten doch in jedem Fall der Iraner, oder wie seht ihr das? Man könnte sich doch zum Beispiel den Israeli dann einfach "wegdenken" in den Ergebnislisten der iranischen Zeitungen.

 

Wie ist denn die offizielle Begründung des Iran für das "Nicht-antreten" gegenüber dem "Sich-Sportlich-Messen"? Gibt es vielleicht auch eine religiöse oder eine traditionelle Begründung?

 

Bitte mich jetzt nicht bei Antworten mit Missetaten der Israelis versorgen, ich kenne sie. Ich habe Verständnis dafür, dass der Iran Israel boykottiert. Ich vermute nur, dass hinter dieser Form des Boykotts eine mir unbekannte Logik steht. Ist es vielleicht, weil es sonst keine andere Möglichkeit des Protests gibt?

 

Liebe Grüße,

 

Benjamin.

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#bismillah#

#salam#

Also die offizielle Begründung kenne ich nicht. Aber es gibt nichts schlimmeres als das Ignorieren einer Person. Damit bringst du zum Ausdruck, dass du ihn nicht respektierst, dass er dir egal ist und du es nicht für notwendig erachtest, dich in irgendeiner Art und Weise mit ihm zu beschäftigen.

Außerdem ist es ein Wettkampf zwischen verschiedenen Ländern, warum sollte man also gegen ein Land antreten, was garnicht existiert? Das wäre ja unlogisch. Bei dem Antreten gegen einen israelischen Sportler würde dies also voraussetzen, dass du offziell eingestehst, dass es den Staat Israel gibt.

Dabei ist es ganz egal ob du nun gewinnst oder verlierst.

 

wasalam

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#bismillah#

 

as-salamu alaikum

 

Liebe Fantasmo Wieno,

 

der Iran betrachtet den Staat Israel gemäß der Völkerrecht als illegal und nicht legitim. Für den Iran gibt es den Staat Israel so zu sagen nicht. Ein Staat, der nicht existiert, genauer dessen Legitimation nicht fundiert ist, kann nicht als sportliche Wettkampfpartner betrachtet werden.

 

Im Falle der USA ist das z.B. anders. Obwohl der Iran und die USA sich bekanntlich spinne Feind sind und die USA Israel uneingeschränkt hilft und sogar gegen den Iran Kriegstrommel rührt, würde ein sportlicher Wettkampf zwischen denen stattfinden.

 

Es liegt also daran, dass der Iran Israel als völkerrechtlich illegal betrachtet, weil diese mit Gewalt errichtet wurde und nicht nach Regeln der internationale Weltgemeinschaft. So habe ich es verstanden.

 

Mit lieben Grüßchen

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Also die offizielle Begründung kenne ich nicht. Aber es gibt nichts schlimmeres als das Ignorieren einer Person. Damit bringst du zum Ausdruck, dass du ihn nicht respektierst, dass er dir egal ist und du es nicht für notwendig erachtest, dich in irgendeiner Art und Weise mit ihm zu beschäftigen.

Außerdem ist es ein Wettkampf zwischen verschiedenen Ländern, warum sollte man also gegen ein Land antreten, was garnicht existiert? Das wäre ja unlogisch. Bei dem Antreten gegen einen israelischen Sportler würde dies also voraussetzen, dass du offziell eingestehst, dass es den Staat Israel gibt.

Dabei ist es ganz egal ob du nun gewinnst oder verlierst.

 

wasalam

 

Am Ende bleibt aber nur der Eindruck, dass alle mitgemacht haben, nur der Iraner nicht. Wenn man jemanden ignoriert, dann tut man ja so, als wäre er nicht da. Wenn aber der Iraner wegen dem Israeli nicht antritt, dann macht er den Israeli meiner Ansicht nach wichtiger als er eigentlich ist. Besser wäre es meiner Meinung nach, wirklich so zu tun, als existierte er nicht. Schließlich treten da ja noch 7 andere Nationen an. Anders wäre das natürlich in Sportarten, wo es nur zwei Parteien gibt.

 

Und was kann eigentlich der Israeli für die Politik seines Landes, vor allem wenn er in diesem Land geboren ist? Es gibt ja in Israel auch viele, die mit der Politik Israels nicht einverstanden sind, genauso gibt es Juden, die gegen einen Staat Israel sind (weil sie nicht glauben, dass der Messias schon da war und die Juden laut den Propheten Israel erst dann zurückbekommen, wenn er da war - Wir Christen haben da natürlich kein Problem, weil er ja nach christlicher und auch muslimischer Sicht schon da war und die ungläubigen Juden haben natürlich auch kein Problem damit).

 

Liebe Grüße.

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#bismillah#

Ich-glaube-die-Geschwister-haben-es-etwas-falsch-ausgedrückt.

Dass-ein-iranischer-Sportler-nicht-in-einer-Disziplin-mit-einem-Israeli-antritt,-ist-

vielmehr-ein-Protest-dagegen,-dass-die-anderen-Teilnehmer-den-Israelischen-

Sportler-mitmachen-lassen,-obwohl-dieser-nur-zur-Besatzungsmacht-in-Palästina-

gehört-und-weder-ein-"israelischer-Staatsbürger"-(weil-es-keinen-Staat-Israel-gibt,-

sondern-nur-ein-besetzes-Gebiet-in-Palästina-ist),-noch-ein-palästinensischer-

Staatsbürger-sein-kann,-da-er-sich-zum-einen-nicht-als-Staatsangehöriger-Palästinas-

betrachtet-und-zum-anderen-auch-von-den-Palästinensern-und-der-übrigen-Welt-als-

Angehöriger-der-sogenannten-"Israelis"-betrachtet-wird.-Er-dürfte-also-garnicht-dort-

sein.

Es-ist-also-ein-Protest-dagegen,-dass-man-ihn-trotzdem-mitmachen-lässt.

 

Der Verlierer ist bei einem Nicht-Antreten doch in jedem Fall der Iraner, oder wie seht ihr das?

Er-ist-nicht-der-Verlierer,-denn-er-hat-garnicht-erst-mitgespielt.-Für-ihn-selber-ist-

das-nicht-so-wichtig,-denn-es-geht-hier-vielmehr-um-die-Länder.-Man-will-den-Besten-

kühren,-aber-was-ist,-wenn-einige-Spitzenkandidaten-nicht-dabei-sind?-Dann-herrst-

Zweifel,-ob-man-wirklich-den-Besten-gekürt-hat,-denn-einer,-der-ihn-hätte-schlagen-

können-war-nicht-dabei.

Olympia-will-die-Besten-aus-ALLEN-Nationen-küren,-deswegen-darf-nach-dem-Iran-Israel-

garnicht-erst-mitmachen-und-wenn-der-Iran-nicht-mitmacht,-dann-ist-der-Sinn-und-

Zweck-der-Spiele-automatisch-in-Frage-gestellt.-Man-will-den-Besten-aus-allen-Ländern-

und-nicht-aus-der-Hälfte-und-auch-nicht-den-Zehntbesten-aus-allen-Ländern.sondern-

wirklich-die-Besten-und-es-mit-Gold,-Solber-und-Bronze-belohnen.

Olympia-ist-der-Verlierer,-denn-Israel-sitzt-auf-Palästina,-also-hätte-statt-Israel-Palästina-

mitmachen-müssen-und-ohne-den-Iran-fehlt-ein-Land.-Olympia-wurde-somit-vom-Iran-

signalisiert,-dass-sie-bei-sowas-nicht-mitmachen.

 

Ich verstehe die Logik nicht.

Logik-verstanden?-Der-Iran-hat-macht-durch-eine-Nicht-Teilnahme-die-ganze-Disziplin-

Kaputt.-Aber-die-Leute-sind-selbst-schuld.-Hätten-statt-Israelis-einfach-Palästinenser-

mitmachen-lassen-sollen.

Die-uns-ihr-Denken-vom-"reinen-Judenstaat",-geben-wir-igrendwann-den-Neuheiden-

Skandinaviens-und-Satanisten-auch-einen-eigenen-Staat?-Welches-Volk-soll-dafür-denn-

diesmal-herhalten!

Mit-dem-Boykott-kann-der-Iran-international-Druck-ausüben.

 

Wie ist denn die offizielle Begründung des Iran für das "Nicht-antreten" gegenüber dem "Sich-Sportlich-Messen"? Gibt es vielleicht auch eine religiöse oder eine traditionelle Begründung?

Es-ist-offiziell-Sache-der-Sportler.-Der-Iran-kann-aber-natürlich-seinen-Sportlern-"zureden".

1936-sollte-ein-schwarzer-US-Amerikaner-z.B.-auf-Zureden-der-Regierung-aus-Protest-die-Goldmedallie-zurückgeben-wegen-der-Zustände-im-

Deutschen-Reich-und-die-Politik-der-Nazis.

Olympia-ist-schon-lange-politisch-geworden.

 

Wäre es denn nicht eine besondere Genugtuung für einen Iraner, einen Israeli in einem sportlichen Wettkampf zu besiegen? Schließlich sind sportliche Wettkämpfe eine gute Möglichkeit, Konflikte friedlich auszutragen.

Glaubst-du-die-Israelis-verschwinden-aus-Palästina,-wenn-der-Iran-Israel-in-einer-

Disziplin-schlägt?-Dieser-Konflikt-ist-nicht-friedlich-zu-lösen...-Sport-kann-unter-der-

Bevölkerung-den-Nationalstolz-wecken-und-ein-Spiel-als-eine-Art-Stellvertreterkrieg-

betrachten-und-so-Unmut-darin-entladen.-Im-Falle-Palästinas-geht-das-nicht,-denn-

die-Palästinenser-können-nicht-teilnehmen,-bzw-dürfen-nicht-Teilnehmen,-weil-ihren-

Platz-Israel-gestohlen-hat.-Der-Konflikt-Mit-Israel-ist-ja-nicht,-weil-Iran-etwas-allgemein-

gegen-Juden-hätte-oder-dergleichen,-sodnern-weil-sie-die-Palästinenser-unterjochen-

und-eine-Gewaltherrschaft-errichtet-haben.-Zudem-noch-ein-rassistisches-Regime.

Wenn-sich-die-Zionisten-in-Kuba-oder-auf-Jamaika-festgesetzt-hätten,-dann-wäre-

das-glaube-ich-dem-Iran-ziehmlich-piep-egal.

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Am Ende bleibt aber nur der Eindruck, dass alle mitgemacht haben, nur der Iraner nicht.

Das-war-der-Sinn-der-Sache.-Denn-auch-mit-dem-Iran-hätte-einer-gefehlt:-Palästina!

 

Wenn man jemanden ignoriert, dann tut man ja so, als wäre er nicht da. Wenn aber der Iraner wegen dem Israeli nicht antritt, dann macht er den Israeli meiner Ansicht nach wichtiger als er eigentlich ist. Besser wäre es meiner Meinung nach, wirklich so zu tun, als existierte er nicht. Schließlich treten da ja noch 7 andere Nationen an. Anders wäre das natürlich in Sportarten, wo es nur zwei Parteien gibt.

Das-Problem-ist-doch-gerade,-dass-sie-diese-Besatzungsmacht-mitmachen-lassen,-und-den-legitimen-Staat-Palästina-nicht!-Man-kann-nicht-so-tun,

-als-wäre-die-Tyrannei-nicht-da-und-einfach-fröhlich-weiterspielen!

Solange-Israel-statt-Palästina-mitmacht,-wird-der-Isran-voraussicht-ich-solche-Ereignisse-Boykottieren.-Und-das-ist-auch-gut-so.

 

Und was kann eigentlich der Israeli für die Politik seines Landes, vor allem wenn er in diesem Land geboren ist? Es gibt ja in Israel auch viele, die mit der Politik Israels nicht einverstanden sind, genauso gibt es Juden, die gegen einen Staat Israel sind (weil sie nicht glauben, dass der Messias schon da war und die Juden laut den Propheten Israel erst dann zurückbekommen, wenn er da war - Wir Christen und die ungläubigen Juden haben da natürlich kein Problem, weil er ja nach christlicher und auch muslimischer Sicht schon da war).

Dieser-Israeli-könnte-sagen:-"Ich-weigere-mich-stellvertretend-für-meine-ganze-Nation-an-diesen-Spielen-teilzunehmen,-weil-ich-nicht-gewillt-bin,-dadurch

-diesen-(")Staat("),-wie-er-zuzeit-ist-und-und-die-Gräuel-meiner-Regierung-zu-verherrlichen."

Wenn-er-sowas-machen-würde,-dann-wäre-er-ein-größerer-sieger,-als-wenn-er-1000-Fach-eine-Goldmedallie-holt,-wärend-sein-"Staat"-die-Palästinenserunterdrückt.

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#bismillah#

 

 

Bitte mich jetzt nicht bei Antworten mit Missetaten der Israelis versorgen, ich kenne sie. Ich habe Verständnis dafür, dass der Iran Israel boykottiert. Ich vermute nur, dass hinter dieser Form des Boykotts eine mir unbekannte Logik steht. Ist es vielleicht, weil es sonst keine andere Möglichkeit des Protests gibt?

 

Um diese Logik zu verstehen bedarf es etwas mehr als nur die Missetaten der Besatzer zu kennen. Wichtig wäre es auch den zusammen halt der Mosleme im Iran zu ihren Brüdern und Schwestern in den Besetzten Gebieten zu kennen.

Es ist nicht einfach so, das man jemand als Bruder oder Schwester bezeichnet und im nächsten Augenblick einen Wettkampf Veranstaltet gegen jemand der vor oder nach diesen Wettkampf die Brüder und Schwestern Mordet, um sein Verlogenes Leben aus zu Leben.

Oder steht die Angst einer Niederlage dahinter?

Hätte er bei diesen Wettkampf gegen den Besatzer gewonnen, wäre er der eigentliche Verlierer.

 

Schließlich sind sportliche Wettkämpfe eine gute Möglichkeit, Konflikte friedlich auszutragen.

 

Um Konflikte zu vermeiden hat man in China sogar eine Ausnahme im Chinesischem Alphabet gemacht. Nach Südkorea hätte eigentlich Nordkorea folgen müssen.

 

Und laut RTL news (heute) hat Georgien seine Mannschaft wieder abgezogen.

 

Wir brauchen mehr Gerechtigkeit, dann klappt es auch mit den Olympischen Spielen.

Ps. Leider ging es nicht ganz ohne einige Missetaten zu erwähnen.

 

 

Und was kann eigentlich der Israeli für die Politik seines Landes, vor allem wenn er in diesem Land geboren ist?

 

Das ändert doch nichts daran das er dort Illegal lebt.

 

Viele Grüße auch mir.

 

#salam#

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#augenroll#

#bismillah#

 

Ich weiß nicht welche Nationalität du hast aber in der arabischen Mentalität und bestimmt auch türkischen oder iranischen gibt es wie ich schon sagte nichts schlimmeres als einen zu ignorieren. Das bedeutet nicht, dass er "Israel" eine wichtigere Rolle zukommen lässt, sondern er stellt das Land in aller öffentlichkeit bloß, indem er keinen Respekt zeigt. Er hält es also garnicht erst für nötig gegen so jemanden anzutreten bzw gegen so ein Land.

 

ws

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