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Vertrauenswürdig?


Gast Schafik
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Bismillah

 

As-Salamu alleykum

 

Inscha Allah könnt ihr mir vielleicht sagen, ob dieser Hadith vertrauenswürdig ist....

 

Umar ibn Abdulaziz (Allah möge mit ihm zufrieden sein), der als fünfter der

rechtschaffenen Kalifen angesehen wird, wollte nach seinem Amtsantritt das

Kalifat wieder so führen, wie es die vier rechtschaffenen Kalifen nach dem

Propheten geführt haben. Zuvor wollte er jedoch eine Basis dafür schaffen,

um die Fäden fest in der Hand halten. Sein energischer, gottesfürchtiger

Sohn Abdulmalik jedoch kritisierte ihn, weil er sein Vorhaben nur langsam

in die Tat umsetzte. Sein Vater jedoch, der gleichzeitig ein großer

Rechtsgelehrter war, entgegnete ihm: "Hab es nicht so eilig, mein Sohn.

Allah hat zuerst zweimal den Alkohol im Quran als etwas Übles kritisiert.

Erst beim dritten Mal erließ er das Verbot, Alkohol zu trinken. Ich

fürchte, daß wenn ich die Leute auf einmal vollständig mit dem richtigen

Weg des Islam konfrontiere, daß sie ihn ganz zurückweisen und daß ich so zu

einer Verführung für die Leute werde."

 

Wa salam

Schafik

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Salamu Alykum

 

Lieber Bruder, was meinst du denn mit "vertrauenswüridg"? Meinst du damit, ob die Geschichte so passiert ist oder die Aussagen, die dieses "Hadith" macht.

 

Es stimmt, wie Bruder Abdullah sagte, war es Omar ibn Abdul Asies, der das Verfluchen Alis abschaffte. Er tat es eine Zeit und bemerkte einmal dass sein Hauslehrer dabei die Stirn runzelte. Er fragte ihn: "Stört dich etwas?" Und der Lehrer antwortete: "Du verfluchst jemanden, der bei Badr (der erste Verteidigungskampf des Islam) dabei war (damals legten sie gerade die Rangstellungen der Sahaba fest, je nach dem, in welcher Reihenfolge sie Muslime wurden und an welchen Kämpfen sie teilgenommen hatten)? Da antwortete Omar ibn Abdul-Asies: "Aschahida Aliyyun Badra? War Ali denn bei Badr dabei? (das zeigt wie wenig sogar der "Herrscher" der Muslime über den Bruder, Cousin, Schwiegersohn, Stellvertreter udn Nachfolger wusste)"

 

Nun zu der Behauptung, dass Alkohol in drei Schritten verboten worden sei, so stimmt dieses Hadith nicht, jedenfalls wir Schiiten lehnen es ab.

 

 

Fie Amanillah was Salam

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Salam, ich noch mal #salam# . Dazu hat ich mal was aufgeschrieben, wenn´s nicht hierher gehört, dann werde ich es verschieben.

 

 

Die meisten Sunnagelehrten vertreten die Meinung, dass Alkohol in drei Schritten verboten wurde, also nicht mit einem mal, sondern schrittweise. Zum besseren Verständnis hier die drei relevanten Ajaht:

 

Sie befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: "In beiden liegt großes Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen." Und sie befragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: "Den Überschuss." So macht euch Allah die Zeichen klar, damit ihr nachdenken möget [2:219]

 

O ihr, die ihr glaubt, nahet nicht dem Gebet, wenn ihr betrunken seid, bis ihr versteht, was ihr sprecht, noch im Zustande der Unreinheit - ausgenommen als Reisende unterwegs -, bis ihr den Rusl vorgenommen habt. Und wenn ihr krank seid oder euch auf einer Reise befindet oder einer von euch von der Notdurft zurückkommt, oder wenn ihr die Frauen berührt habt und kein Wasser findet, dann sucht guten (reinen) Sand und reibt euch dann Gesicht und Hände ab. Wahrlich, Allah ist Allverzeihend, Allvergebend.
[4:43]

 

O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid; Satan will durch das Berauschende und das Losspiel nur Feindschaft und Hass zwischen euch auslösen, um euch vom Gedenken an Allah und vom Gebet abzuhalten. Werdet ihr euch denn abhalten lassen?
[5:90/91]

 

 

 

Die Gelehrten, der Ahl- Bait jedoch sind sich sicher, dass schon mit der ersten Ajah in Sura Baqara das Alkoholverbot ausgesprochen wurde.

 

Wir fangen mit dem Beweisen aus dem Quran an, hier heißt es in Sura Baqara, in beiden liegt großes Übel…, was im Arabischen mit "Ithmun Kabier" ausgedrückt wird. Die Frage ist ob Ithm überhaupt erlaubt ist, b.z.w. jemals erlaubt war.

 

Sprich: "Mein Herr hat nur Schändlichkeiten verboten, seien sie offenkundig oder verborgen, dazu Sünde und ungerechte Gewalttat. Und (Er hat verboten), dass ihr Allah das zur Seite setzt, wozu Er keine Befugnis herabsandte, und (Er hat verboten,) dass ihr (etwas) von Allah aussagt, was ihr nicht wisset." [7:33]

 

In dieser Ajah steht ganz deutlich, dass ALLAH Ithm( Gräuel)verboten hat, und diese Ajah ist Mekiyya( wurde in Mekka gesandt). Ajah 219, Sura 2 jedoch ist Medaniyya

(in Medina gesandt), kam also zeitlich nach Sura7 Ajah33. Allah hat also eindeutig festgelegt, dass er Ithm verbietet und in Ajah 219 steht, dass Berauschendes und Glücksspiel ein Ithm sind.

 

Was den Nutzen dieser beiden Dinge angeht, so meint ALLAH s.T vor allem den finanziellen, kommerziellen Nutzen, den die Leute mit dem Handel erwirtschaften und nicht etwa einen gesundheitlichen, wie manche gerne glauben mögen (hat man schon mal von dem gesundheitlichen Nutzen des Glücksspiels gehört?)

Weiter geht es mit Hadith, und zwar überliefert Aischa:

„Als das Verbot von Alkohol in Sura Baqara kam...“

Also, wusste Aischa, dass schon in der ersten Ajah über Alkohol, dessen Verbot ausgesprochen wurde, und deshalb gibt es auch einen Hanafie Gelehrten, Namens Abu Bakr al-Dschasas, der in seinem Tafsierbuch Ahkam al Quran die Meinung vertritt, dass Alkohol eben nicht in drei Schritten verboten wurde.

As-Samachscharie schreibt in seinem Buch Rabieul-Abrar Folgendes:

„ Allah hat den Alkohol an drei Stellen erwähnt, und als Ajah 219 in Sura Baqara gesandt wurde hörten einige auf Alkohol zu konsumieren und andere nicht. Dann kam die zweite Ajah, und auch danach wurde noch weiter getrunken. Die dritte Ajah kam erst ein Jahr vor dem Tode des Propheten, und als da stand, werdet ihr euch abhalten lassen, da sagten die Sahaba: „Wir hören auf, wir hören auf.“ Es wird überliefert, dass ein Fluss aus Wein in Medina entlang lief, da alle ihre Weinvorräte auf die Straße kippten.

 

Bei Ahmad ibn Hanbal, Tirmidhie, an-Nisaie steht unter Fadail Omar, den Vorzügen Omars, dass dieser immer Allah bat, klarzustellen, was mit Chamr, also Alkohol sei.“ Allahumma bayyin lana ma fil-Chamr..“

Da kam die erste Ajah in Sura Baqara, aber Omar war nicht zufrieden und bat Allah abermals um Klarstellung, da kam Ajah 43 in Sura 4, und wieder fand Omar die Ajah nicht ausreichend deutlich, worauf er seine Bitte zum Dritten Mal wiederholte, worauf nun Sura 5 Ajah 90-91 kam und da sagt er: „Wir haben aufgehört, intahaina!“

 

Hier steht nun in der islamischen Geschichte, dass einige Sahaba, und einige bedeutende Sahaba, bis ein Jahr vor dem Tode des Propheten Alkohol getrunken haben, und das genau ist auch der Grund zu behaupten, dass diese letzte Ajah erst das Alkoholverbot aussprach und die beiden anderen nur Einschränkungen enthielten. Wieder einmal wird der Islam an die Sahaba angepasst um nicht auf die Idee zukommen, dass bestimmte Gefährte sich falsch verhalten haben.

Es gibt eine unverschämte Überlieferung, dass Imam Ali in der Moschee betete und betrunken war und die Sura 109 Kafirun falsch rezitierte, indem er sagte: „ Wa abudu ma tabudun- „ich diene, dem ihr dient“, anstatt La abudu ma tabudun“„ ich diene nicht, dem ihr dient“ Daraufhin wäre die Einschränkung gekommen nicht im betrunkenen Zustand zu beten, was eines mal wieder zeigt, Leute die sich solche Geschichten ausdenken kennen sich nicht im Quran aus und verstehen auch nicht viel von der arabischen Sprache. Die Ajah 43 Sura 4 meint nämlich nicht, nahet nicht dem Gebet, sondern nähert euch nicht der Moschee, wenn ihr betrunken oder im Zustand der Unreinheit (Dschunub), mit Salah ist hier der Gebetsplatz und nicht das Gebet gemeint. Siehe auch:

 

Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiss Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Allahs oft genannt wird, niedergerissen worden. Und Allah wird sicher dem beistehen, der Ihm beisteht. Allah ist wahrlich Allmächtig, Erhaben. 22:40

 

Hier steht auf Arabisch „wa Salawaat“ (Plural von Salah), was meist mit Gebet verstanden wird, hier aber Moscheen bedeutet.

 

Al-Fachr ar-Rasie sagt:

„ Die Lügner erzählen dieses s.o. Hadith , aber Allah hat sie selbst aufgedeckt, denn Imam Ali selbst hat diese Begebenheit über einen anderen Sahabie erzählt.“

 

Fie Amanillah was Salam

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#salam#

 

Lieber Bruder, was meinst du denn mit "vertrauenswüridg"? Meinst du damit, ob die Geschichte so passiert ist oder die Aussagen, die dieses "Hadith" macht.

 

 

Ich meine die Geschichte, die kann so stattgefunden haben, aber das andere, der stufenweise Verbot ist eine Fehlinterpretation des Quran.

 

Es stimmt, wie Bruder Abdullah sagte, war es Omar ibn Abdul Asies, der das Verfluchen Alis abschaffte.

 

Allah möge ihm deswegen die Strafe erleichtern. Denn dies war wirklich eine angenehme Sache.

 

 

Er tat es eine Zeit und bemerkte einmal dass sein Hauslehrer dabei die Stirn runzelte. Er fraget ihn: "Stört dich etwas?" Und der Lehrer antwortete: "Du verfluchst jemanden, der bei Badr (der erste Verteidigungskampf im Islam) dabei war (damals erfanden sie gerade die Rangstellungen der Sahaba, je nach dem, in welcher Reihenfolge sie Muslime wurden und an welchen Kämpfen sie teilgenommen hatten)? Da antwortete Omar ibn Abdul-Asies: "Aschahida Aliyyun Badra? War Ali denn bei Badr dabei? (das zeigt wie wenig sogar der Herrscher der Muslime über den Bruder, Cosin, Schwiegersohn, Stellvertreter und Nachfolger wusste)"

 

 

Wie können sie dann nach dem Quran herrschen bzw. richten?

 

Nun zu der Behauptung, dass Alkohol in drei Schritten verboten worden sei, so stimmt dieses Hadith nicht, jedenfalls wir Schiiten lehnen es ab.

 

 

Die drei Ayats kamen herunter, jedoch war die zweite und dritte Ayat eine Verschärfung der Warnung, weiter ALkohol zu trinken.

 

 

#salam#

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Gast al-Zalzala
Die drei Ayats kamen herunter, jedoch war die zweite und dritte Ayat eine Verschärfung der Warnung, weiter Alkohol zu trinken.

Irgendwie stoß ich mich an dem Begriff 'Verschärfung'. Reicht eine Warnung von Gott nicht aus ? #zwinker# Ein Grund für das mehrmalige Offenbaren von Versen war mit Sicherheit, dass die Mehrheit dem Propheten nicht gefolgt ist.

 

Or dost thou think that most of them hear or understand? They are but as the cattle; no, they are further astray from the way! Sure Furqan (25) Vers 44

 

Es gibt im ersten Buch von Usul al-Kafi (Kitab al-Aql wa al-Jahl) einen seitenlange Überlieferung, in dem Imam Musa ibn Ja'far :? sämtliche Koranverse aufzählt, in denen von den Unzulänglichkeiten der Mehrheit und den Vorzügen der Minderheit die Rede ist. Da wundert man sich dann auch nicht mehr, dass viele Dinge mehrmals erwähnt sind.

 

Aber dahinter muss es noch einen tieferen Sinn geben, denn jede Ayat ist für sich einzigartig. Wenn jemand sein Wissen mit mir teilen möchte, dann möge er sprechen. :)

 

Wa Salaam

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#zwinker#

 

Ein Grund für das mehrmalige Offenbaren von Versen war mit Sicherheit, dass die Mehrheit dem Propheten nicht gefolgt ist.

 

Wie viele Ayats über den Jihad zeigen.

Die meisten der Sahaber mussten mehrmals aufgefordert werden, mit ihm zu kämpfen.

 

 

:?

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