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Gutes gebieten und Schlechtes verwehren


Gast

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As Salam alaikum,

 

habe im "Der sichere Pfad" gelesen:

 

Der Gesandte Gottes (s.a.a.s) sprach:

 

Wer Schlechtes sieht, der verwehre es durch seine Hand (durch sein Eingreifen), wenn er dazu imstande ist. Wenn er dazu nicht imstande ist, dann durch sein Wort. Ist er dazu auch nicht imstande, dann soll er es in seinem Herzen verwehren (ablehnen)*

 

Wasa'il-usch-Schi'ah, B. 16, S. 135

 

*Diese Überlieferung drückt aus, daß der Muslim, wenn es notwendig ist, eingreifen muß, um das Schlechte zu verwehren, wenn er dies nicht kann, dann soll er zumindest ausdrücken, daß er mit dem Schlechten nicht einverstanden ist. Ist er dazu auch nicht in der Lage, dann ist es seine Pflicht, das Schlechte in seinem Herzen zu verurteilen. Die Überlieferung drückt jedoch nicht die verschiedenen Stufen, Schlechtes zu verwehren aus. Hier ist die erste Stufe nicht das direkte Eingreifen, sondern der Muslim ist dazu aufgerufen, wenn er etwas Schlechtes sieht, dies durch das einfachste bzw. mildeste Mittel einzugreifen. D.h. wenn man den anderen auf ganz einfache Art und Weise dazu bringen kann, sich vom Schlechten abzuwenden, dann ist es dem Muslim untersagt, auf härtere Mittel, wie z.B. die Person wegen des Vergehens anzusprechen, zurückzugreifen. Erst wenn man weiß, daß ein einfacher Blick nichts nützt, kann man auf härtere Maßnahmen zurückgreifen. Dann muß er die Person z.B. zum Unterlassen des Schlechten auffordern. Hat dies auch keine Wirkung, dann kann er zu härteren Mitteln greifen und sich dem anderen z.B. in den Weg stellen. Eine härtere Stufe wäre es den anderen zu schlagen oder zu verletzen, doch diese Art von Eingreifen ist nur dem Gesetzgeber bzw. der Exekutive überlassen.

 

Wie ist eure Meinung dazu?

 

wasSalam

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#salam#

 

Dazu hat Islamic Rev schon einen schönen Text gepostet, in dem schon vieles dazu gut erklärt ist:

 

http://www.shia-forum.de/index.php?showtopic=1902

 

Ansonsten denke ich dazu, dass vieles in dieser Gesellschaft nicht vorkommen würde, wenn das Prinzip Amr bi´l ma´ruf und Nahy an al- munkar angewandt werden würde. Leider hat man das hier vergessen, keiner kümmert sich um den anderen, alle schauen weg.

Wenn man dies beachtet hätte, dann wären viele misshandelte und getötete Kinder wie jene Jessica in Hamburg noch am Leben :?:?

 

#salam#

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#salam#

 

was bedeutet amri bil maruf und nahi an munkar genau übersetzt?

und wie weit geht unsere Pflicht?

 

 

Mewist wird es übersetzt zu.

 

"Das Gute gebieten und das schlechte verwehren",

 

doch ist der erste Teil nicht genau übersetzt.

Es enthält das Wort Maruf und dies bedeutet eben NICHT wörtlich das Gute, sondern eher das als Gute Bekannte. Der Wortstamm ist das Alif, Ra und Fa, dieser Wortstamm hat mit gut eigentlich nichts zu tun sondern mit wissen im Sinne von "Ich weiss"

 

"Ana Aruf" wiord übersetzt in "Ich kenne" oder "Ich weiss"

 

Da kommen wir jetzt also bei der Übersetzung "wörtlich"

 

"Diejenigen die das Bekannte befehlen und das schlechte verwehren".

 

Irgendwie komisch. Doch im arabischen gibt es eine Eigenheit, auch im Deutschen bekannt. Durch weglassen bestimmter Teile wird das gesagte hervorgehoben.

Das bedeutet, dass hier mit: "Das Gute gebieten" gemeint istz. Das im allgemein als gute bekannt.

Dies zeigt, dass man die Vorbildfunktion übernehmen soll und selbst sich erst mal so verhalten soll, wie es sich gebührt.

 

Allerdings ist die weitläufige Übersetzung: "Das gute gebieten" schon ok und sollte meiner Meinung auch verwendet werden, um nicht zu grosse Verwirrung zu stiften. Auch hier kommt dieset Befehl Allahs wieder zum Vorschein.

 

 

#salam#

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  • 10 Jahre später...

Unser edler Prophet (s.a.a.s.) sagte: „Meine Gemeinschaft wird solange gesegnet sein, so lange sie Zivilcourage zeigt (sich am Guten beteiligt und das Böse verbietet) und sich die Menschen einander in guten Taten beistehen. Wenn sie das nicht mehr tun, dann werden ihnen die Segnungen vorenthalten und einige Widerlinge von ihnen werden die anderen mit Gewalt beherrschen und sie werden keine Helfer haben, weder auf der Erde noch im Himmel.“

(al-Hurr al-´āmilī, wasā’il-usch-Schī´ah, Band 16, S. 396)

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Prophet Mohammad (s.a.a.s) sagte: „Unterlasst das Gebieten von Gutem und Verwehren von Schlechtem nicht, denn sonst werdet ihr unter den Einfluss der negativen Elemente unter euch geraten und plötzlich Gott um Hilfe rufen, ohne dass Er euch antwortet!“

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Imam Ali (a.s): „Vernachlässigt nicht die Pflicht das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwehren. Wenn ihr es nicht tut, so soll das schlechte Volk unter euch regieren, und dann werdet ihr Allah um Gnade bitten, doch eure Gebete werden nicht erhört.“

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Der Gesandte Gottes (s.a.a.s.) sprach: „Den Menschen wird es solange gut gehen,solange sie Gutes gebieten, Schlechtes verwehren und sich gegenseitig zum Guten (zur Frömmigkeit) sowie zur Gottesfurcht helfen. Doch sobald sie das unterlassen, werden ihnen die göttlichen Segnungen entzogen.“ (Die Gaben werden schnell vergänglich und halten nichtlange an.)

(At-Tahzhib, B.6, S.181)

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Imam Baqir (a.s) sprach:“Gott offenbarte, Schu´aib dem Propheten (a.s) folgendes: „Einhunderttausend Leute deines Volkes werde ich bestrafen. Vierzigtausend davon gehören zu den Üblen bzw.Verdorbenen, Sechzigtausend jedoch zu den Guten.“

Schu´aib (a.s) fragte:

„Mein Herr, die einen sind verdorben (das ist verständlich) aber was ist die Schuld der Guten?“

Da offenbarte ihm Gott: „Sie haben sich mit den Sündern arrangiert und das es unterlassen, wegen dem Zorn Gottes zu erzürnen.“

(Al-Kafi, B.5, S.56)

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Es wird überliefert, dass Imam Ali a.s sprach: „Gebiete das Gute und verwehre das Schlechte, so wie es andere tun, und wisse, dass die Tat des Guten gebietens und des Schlechten verwehrens niemals den Tod anzieht und den Lebensunterhalt nie erschöpfen lässt.“

 

(A Bundle of Flowers from the Garden of Traditions of the Prophet s.a.a.s & Ahlul-Bayt (as) , S. 107, Ayatollah Sayyid Kamal Faghih Imani)

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Imam as-Sadiq a.s sagte: „Die gesamten Taten, implizierend „das sich Bemühen auf dem Wege Allahs“ (Djihad), ist verglichen mit dem „das Gute gebieten und das Schlechte verwehren“, wie einwenig Speichel neben einen weiten Ozean.“

 

Bihar-ul-Anwar, vol. 100, S. 89

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Imam Ali a.s sagte: „Fordere die Menschen auf „Gutes zu gebieten und Schlechtes zu verwehren“ und wisse, dass „Gutes zu gebieten und Schlechtes zu verwehren“ weder den Tod näher bringt noch die Nahrung einstellt.“

 

Wasa’il-ush-Shi’ah, vol. 16, S. 120

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