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Azada

Was ist schlimmer: Schirk oder Atheismus?

9 posts in this topic

Salam

 

Ich wollte als allererstes die Frage stellen, die mir am meisten unter den Nägeln brennt: Was ist im islamischen Verständnis schlimmer: Shirk oder kompletter Atheismus?

 

Also sprich: ist Leugnung Allahs schlimmer oder die Beigesellung anderer Götter? Wenn ich richtig verstanden habe, ist Shirk eine der größten (oder DIE größte?) Sünden überhaupt.

 

Ich bin hier leider trotz SuFu nicht richtig fündig geworden, inschaAllah könnt ihr mir helfen #lol#

 

Danke im Voraus

 

Wa salam

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#lol#

#lol#

 

Shirk ist die größte Sünde bezogen auf die Menschen, die an einen Gott glauben. Es ist die größte Sünde, weil sie diesem Gott andere Götter beigesellen, oder ihm falsche Eigenschaften zuschreiben etc.

 

Atheismus hingegen ist die Ablehnung aller Religionen bzw. der Existenz Gottes und wird im Arabischen als "Kufr" bezeichnet, wo dies der größte "Kufr" darstellt.

 

Im Endeffekt wird beides von Allah nicht verziehen, weshalb eine Abwägung nicht viel Sinn macht.

 

Ich empfehle dir folgenden Text dazu:

 

Die erstgrößte Sünde im Islam - Shirk

 

#lol#

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Salam alaikum, Naynawa.

 

Danke für deine schnelle und gründliche Antwort #lol#

 

Ich hab mir den Text durchgelesen und mir fielen ein paar Sachen auf. Bitte nicht als Provokation auffassen, ich möchte es wirklich nur verstehen.

 

„Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne (Ihm) Götter zur Seite zu stellen.“ (12:106)

 

Imam Baqir und Imam Sadiq (ع) sprachen: „Jemand, der eine gute Tat vollbringt um Allah zu gefallen, aber auch um anderen Menschen zu gefallen, ist ein Mushrik.“

 

Aber ein Mushrikin sind doch Leute, die Shirk begehen, oder? Ist das alles kleiner Shirk oder großer? Und kommen die, die kleinen Shirk begehen, jemals aus der Gehenna raus?

 

Wie ich gelesen habe, sind Christen auch Mushrikin - oder nur die, die an die Dreifaltigkeit glauben? Ich mein, das tun doch die meisten, oder? Ich dachte immer, Christen als ahl ul-kitab hätten eine Sonderstellung mit den Juden?

 

"Jemand fragte den Propheten (ص) : „Wie kann Feuer schreien?“ Der Gesandte Allahs sprach: „Das Feuer wird schreien und um Hilfe bitten, wenn es die Intensität des Feuers zu spüren bekommt, mit dem die Riyahkaar verbrannt werden.“"

 

Dumme Frage: aber sind sie dann tot? Ich mein so richtig ohne ewiges Leben? Geht das überhaupt?

 

"Wer als Polytheist stirbt für den gibt es keine Vergebung bei Allah: „Wer Allah Götter zur Seite stellt, dem hat Allah den Himmel verwehrt, und das Feuer wird seine Wohnstatt sein. Und die Frevler sollen keine Helfer finden.“"

 

Das heißt, wer sein Leben lang Polytheist war und in seiner letzten Sekunde auf gut Glück die Shahada spricht, steht am Ende besser da? *grübel*

 

Danke für eure Geduld *lach*

 

Wa salam

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#bismillah#

#rose#

 

Wie ich gelesen habe, sind Christen auch Mushrikin - oder nur die, die an die Dreifaltigkeit glauben? Ich mein, das tun doch die meisten, oder? Ich dachte immer, Christen als ahl ul-kitab hätten eine Sonderstellung mit den Juden?

 

Ja, sie haben diese Sonderstellung bei uns Muslimen, obwohl sie Muschrikin sind. Ahl-ul-Kitab bedeutet "Leute des Buches". Sie halten sich an die Schriften, die Allah den Menschen entsandt hat, obwohl sie nicht mehr im Original vorhanden sind.

 

Näheres findest du hier:

 

http://www.eslam.de/begriffe/l/leute_des_buches.htm

 

"Jemand fragte den Propheten (ص) : „Wie kann Feuer schreien?“ Der Gesandte Allahs sprach: „Das Feuer wird schreien und um Hilfe bitten, wenn es die Intensität des Feuers zu spüren bekommt, mit dem die Riyahkaar verbrannt werden.“"

 

Dumme Frage: aber sind sie dann tot? Ich mein so richtig ohne ewiges Leben? Geht das überhaupt?

 

Nein, unsere Seelen sterben nicht.

 

Das heißt, wer sein Leben lang Polytheist war und in seiner letzten Sekunde auf gut Glück die Shahada spricht, steht am Ende besser da? *grübel*

 

Wenn es aus Überzeugung geschieht, dann stirbt er als Monotheist, bzw. Muslim.

 

Man kommt deshalb als Polytheist ewig in die Hölle, weil man vor dem Tod die Absicht hatte für immer Polytheist zu bleiben. Und man kommt deshalb als Gläubiger für immer ins Paradies, weil man die Absicht hatte, für immer gläubig zu bleiben.

 

#salam#

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Salam

 

Danke für deine Antwort

 

Wenn ich recht verstanden habe, werden die Evangelien als von Gott gesandte Schriften akzeptiert - aber sind nicht genau die Evangelien diejenigen Schriften, die Jesus/Isa (as) als Sohn Gottes darstellen? Macht ihr eigentlich einen Unterschied zwischen katholisch und evangelisch? Wie seht ihr die Verehrung von Maria? Ich weiß ja, dass sie bei euch auch durch Allah schwanger wurde, aber sie wird bei euch nicht so oft erwähnt wie bei den Christen.

 

Wenn du sagst, dass die Seelen unsterblich sind, wie existieren sie dann, wenn sie verbrannt sind?

 

Man kommt deshalb als Polytheist ewig in die Hölle, weil man vor dem Tod die Absicht hatte für immer Polytheist zu bleiben. Und man kommt deshalb als Gläubiger für immer ins Paradies, weil man die Absicht hatte, für immer gläubig zu bleiben.

 

Echt? Das kann man doch eigentlich gar nicht wissen, oder? Viele kriegen ja erst nach einem Blick über den Tellerrand die Erleuchtung/Erkenntnis/werden rechtgeleitet. Sicherlich hat man, wenn man eine Religion hat, nicht unbedingt die direkte Absicht, sie zu ändern - aber vorkommen kann es doch?

 

Ich hoffe, ich nerv dich nicht allzu doll, aber ich bin recht neugierig #bismillah#

 

Danke nochmal und Allah möge dich für deine Mühen belohnen #rose#

 

wa salam

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#bismillah#

 

 

 

Ich glaube einleuchtender ist es, wenn man klarstellt, dass sie eine Sonderstellung aufgrudn dessen ahben, weil sie ihren Glauben gemäß ihrem Selbstverständnisses auf die Offenbarungen früherer Propheten (as) zurückführen. Wobei diese Offenbarungen jedoch verfälscht wurden und zum Unglauben führten. Jedoch ist es vom Juden oder Christen theoretisch nur ein kleiner Schritt zum Muslim, deshalb (denke ich) die Sonderstellung.

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Ich wollte als allererstes die Frage stellen, die mir am meisten unter den Nägeln brennt: Was ist im islamischen Verständnis schlimmer: Shirk oder kompletter Atheismus?

 

Salam Schwester,

 

Shirk ist schlimmer als Atheismus, da ein Mushrik das Glaubensbekenntnis "Es gibt keinen Gott außer Gott" ablehnt. Doch ein Atheist akzeptiert den ersten Teil des Glaubensbekenntnisses. Er lehnt also alle Götter ab, an denen der Mushrik glaubt. Es fehlt also nur noch ein Schritt zum Islam, also die Akzeptanz, dass es nur einen Gott gibt.

 

 

Echt? Das kann man doch eigentlich gar nicht wissen, oder? Viele kriegen ja erst nach einem Blick über den Tellerrand die Erleuchtung/Erkenntnis/werden rechtgeleitet. Sicherlich hat man, wenn man eine Religion hat, nicht unbedingt die direkte Absicht, sie zu ändern - aber vorkommen kann es doch?

 

Grundsätzlich gilt folgende Regel:

 

Koran 99:7 Wer ein gutes Werk im Gewicht eines Stäubchens verrichtet hat, wird es dann sehen.

99:8 Und wer ein böses Werk im Gewicht eines Stäubchens verrichtet hat, wird es dann sehen.

 

Gott ist absolut gerecht. Er wird niemandem auch nur ein Stäubchen Ungerechtes antun.

 

 

Wa salam

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#salam#

Wenn ich recht verstanden habe, werden die Evangelien als von Gott gesandte Schriften akzeptiert - aber sind nicht genau die Evangelien diejenigen Schriften, die Jesus/Isa (as) als Sohn Gottes darstellen? Macht ihr eigentlich einen Unterschied zwischen katholisch und evangelisch? Wie seht ihr die Verehrung von Maria? Ich weiß ja, dass sie bei euch auch durch Allah schwanger wurde, aber sie wird bei euch nicht so oft erwähnt wie bei den Christen.

 

Die Trinität findet sich nicht ind en Evangelin #salam# Auch im Alten Testament werden viele als Kinder oder sogar direkt Söhne Gottes bezeichnet. In den Evangelien steht, dass Maria schwanger ward vom Heiligen Geist. Die Trinität ist eien Milchmädchenrechnung der Kirche: Wenn Jesus (as) der gezeugte Sohn Gottes ist, dann muss ja der Heilige Geist Gott sein. Die Frühen Christen haben nicht an die Trinität geglaubt, sodnern sie wurde erst beschlossen, nachdem die kanonischen Evangelien verfasst wurden. Jesus (as) definiert ind er Bergpredigt selbst direkt einen Sohn Gottes und zwar als etweas anderes, als Gottes leiblicher Sohn oder Gott selbst #bismillah#

Die Evangelien sind nicht das Wort Gottes, sondern die Lebensreschichte Jesu (as), wie es die Schreiber dann aus Überlieferungen zusammentrugen. Das Evangelium Jesu (as) war aber das Wort Gottes, welches Jesus (as) verkündete. Dies ist nichtmehr vorhanden. Selbst in den Predigten Jesu (as) im Neuen testament ist nirgends ein göttliches Zitat. Es sind alles Überlieferungen.

Due unbefleckte Empfängnis geschah durch Allah (swt) und wurde durch Gabriel (as) verkündet. Jesus (as) wurde nicht von Allah (as) gezeugt und ist nicht sein Sohn.

Maria wird in einigen Reichtungen des Christentums fast schon angebetet, was mehr als nur bedenklich ist. Evangelisch, katholisch, orthodox, neuapostolisch, oriental, etc ist aus muslimischer Sicht nicht ausschlaggebend, denn sie gehören alle zur Ahlu Kitab. Wobei die Konfessionen an sich schon nahezu unterschiedliche Religion darstellen, aber unter "Christentum" zusammengefasst werden, genauso, wie Juden, Christentum und Islam als "abrahamäische Religionen" zusammengefasst werden.

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Salam

Menschen haben oft keinen Verstand. Es gibt Leute, die es sich einfach machen. Einfach nichts befolgen (wollen) und sich dann den Kategorien atheistisch, agnostisch usw. zunordnen. 

Viele Muslime, die hierher kommen, und so etwas aus ihren Länder nicht kannten, passen sich an. Machen oft schlimmere Sachen als die Einheimischen, da es plötzlich keine Regeln und Gesetze mehr gibt. Es herrscht ja sogenannte Freiheit. 

Der Aufstand der Einheimischen ist berechtigt, denn Muslime verhalten sich tatsächlich schlecht, wenn sie herkommen. Aber er ist auch übertrieben, denn die Gesetze und Normen vereinfachen diese Kriminalitäten von allen, Muslimen und nicht-Muslimen.  

Das, was so mancher Neuankömmling in Deutschland an Kriminalität begeht, machen und machten Einheimische genauso, anteilmäßig an der Bevölkerung sogar mehr. 

Jetzt ist es an den Muslimen, sich auch an seine Regeln und Gesetze zu halten.

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