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Etwas was dazwischen ist


3aliy
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#bismillah#

Assalam Alaikoum,

Inhaltsverzeichnis:

  1. Ziel dieser Arbeit
  2. Wichtigkeit dieses Themas
  3. Die Geschichte der Behandlung dieses Themas
  4. Eine politische Einordnung des Themas
  5. Die verschiedenen Überzeugungen
  6. Der Schwierigkeitgrad dieses Themas

 

1. Ziel dieser Arbeit

 

Eine Frage, die unter uns Menschen immer wieder aufkommt und teilweise für Verwirrung sorgt, ist die Frage nach dem freien Willen. Hat der Mensch einen freien Willen? Oder ist er gezwungen das zu tun, was er tut? Und wenn er einen freien Willen hat, wie umfangreich ist seine Freiheit? Ist sie eine absolute Freiheit? Wenn nicht, wodurch ist sie bedingt? Und wenn der Mensch einen freien Willen besitzt und somit sein Schicksal beeinflussen kann, wie ist dies dann mit dem göttlichen Wissen bzw. mit der Vorbestimmtheit der Lebenswege vereinbar?

 

Ziel dieser Arbeit ist diese Fragen in einem bestimmten Rahmen zu beantworten.

 

2. Wichtigkeit dieses Themas

 

Es stellt sich die Frage, ob dieses Thema überhaupt wichtig ist? Denn was ist der Sinn der Behandlung solcher Themen, die auf den ersten Blick als zu theoretisch angesehen werden können?

 

Doch das Thema ist deswegen wichtig, weil die Überzeugung des Menschen sich auf seine Lebenseinstellung und demnach auf sein Wirken und Tun im Leben widerspiegelt. Und wenn der Mensch eine falsche Überzeugung über den Ursprung und die Ursachen seines Wirkens hat, dann ist es klar, dass dieses Wirken einen grossen Mangel aufweisen wird, weil der vernünftige Mensch gemäß seinen Überzeugungen handelt und wenn seine Überzeugung über sein Handeln falsch ist, dann überträgt sich die Krankheit zu jeder seiner Taten.

 

So leidet ein Mensch, der denkt, dass er den Verlauf seines Lebens nicht beeinflussen kann und dass Allah ihn mit Dingen beauftragt hat, die er erfüllen muss, ohne dass er letztendlich etwas an seinem Handeln ändern kann und dass er praktisch wie eine Maschine ist, die das ausführt, was schon gelplant wurde, meistens unter Depressionen und Angstzuständen, weil er jedes Mal wenn die Prüfung ihn umgibt, daran denken muss, wie es sein würde, wenn Allah ihm das schlechte Ende vorgeschrieben hat. Schlimmer noch ist, dass er Allah durch diese Überzeugung wissend oder nichtwissend Ungerechtigkeit zuschreibt.

 

[anker=geschichte][/anker]Im Gegensatz dazu ist ein Mensch, der die Gewissheit hat und der Überzeugung ist, dass er Entscheidungsfreiheit hat und dass er durchaus etwas an seinem Lebenszustand ändern kann und dass er sich aus seinem Willen heraus entwickeln kann und dass er selbst sich für die Nähe zum Allmächtigen oder für die Entfernung von Ihm (s.t) entscheiden kann, viel zielbewusster und erfolgreicher in jeder Hinsicht, aber nur solange er auch der Überzeugung ist, dass seine Freiheit nicht funktioniert, wenn er auf Allah nicht vertraut und sofern er die Ursachen der Geschehnisse auf Seine uneingeschränkte Macht und unendliches Allwissen zurückführt und sofern er glaubt, dass er durch Allah seine Entscheidungsfreiheit erhalten hat und durch Ihn (s.t) diese fortbesteht, sowie sein ganzes Sein und das ganze Sein allgemein.

 

Glaubt er nicht daran, dann gleitet er zum anderen Extrem, nämlich zur Überzeugung, dass die Menschen einen absoluten freien Willen besitzen und eine absolute Vollmacht erlangt haben und dass sie sich allein auf sich selbst einstellen müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Diese extreme Einstellung führt ebenfalls zu vielen Krankheiten auf den verschiedensten Ebenen, anfangend bei der Überzeugung bis hin zur Umsetzung dieser Überzeugungen in Taten. Die Überzeugungen von so einem Menschen münden in einer Einschränkung der göttlichen Allmacht und in Extremfällen zur Bestreitung der Existenz dieser Allmacht, wie in der westlichen Kultur zu sehen ist. Aber in ihren Taten sind solche Menschen verantwortungsloser, sobald es um komplexe Aspekte der Moaral geht aber auch ängstlicher, sobald die Prüfung sie umgibt und sobald die Machtverhältnisse sich zu ihren Ungunsten verteilen. Denn so ein Mensch denkt, er kann die Unterdrücker nicht bekämpfen, weil sie viel fortgeschrittener als er selbst ist und lässt sich schnell einschüchtern weil er denkt, dass es eine scharfe Trennung zwischen der göttlichen Anwesenheit und Weisheit und den Geschehnissen, die im Leben laufen, besteht.

 

3. Die Geschichte der Behandlung dieses Themas

 

Nicht nur in unserem heutigen Leben sondern auch seit Anfang der Geschichte gab es diese Überzeugungen, auch wenn sie manchmal nicht als solche erkannt wurden und aus ihnen keine Schulen entstanden. Doch es gab schon immer Menschen, die an den Zwang beim menschlichen Handeln geglaubt haben. Diese Menschen fühlen manchmal sogar wissend oder unwissend, wollend oder nichtwollend mit dem Satan höchstpersönlich mit, der ja nichts anderes kann außer sich gegen Allahs Befehl aufzulehnen und sie fühlen uneingeschränkt mit den Mördern, den Unterdrückern, den grossen Sündern mit, denn diese können nichts dafür, wenn sie zur falschen Zeit am falschen Ort geboren sind oder wenn die Umstände sie dazu geführt haben, das zu tun, was sie tun. Sie entziehen dem Menschen jegliche Freiheit und schieben alles auf Allah (s.t) (wir suchen Zuflucht bei Ihm) zurück.

 

Diese Idee des Zwangs tauchte immer wieder auf. Die Araber z.B. glaubten in der Zeit der Unwissenheit vor der Entsendung des heiligen Propheten (s.a.a.s) zu einem großen Teil an die unausweichliche Vorherbestimmung, ich nenne sie die eindimensionale Vorherbestimmung, die keine Einflüsse kennt und sich nicht ändern kann und insgesamt einem Plan ähnelt, der einfach Schritt für Schritt ausgeführt wird. Im Koran lesen wird dazu:

 

[6:148] Die Anhänger der Vielgötterei werden sagen: "Wenn Gott gewollt hätte, hätten wir, aber auch unsere Väter, Ihm nichts beigesellt und hätten nichts verboten. " Genauso bezichtigten die früheren Anhänger der Vielgötterei ihre Gesandten der Lüge und beharrten so lange darauf, bis sie Unsere Strafe auskosteten. Sage ihnen: "Habt ihr ein wahres Wissen, worauf eure Behauptungen beruhen, das ihr uns vorlegt? Ihr befolgt nur Mutmaßungen, und ihr stellt nur falsche Vermutungen an."

 

"Allah hat gewollt, dass wir Muschrikun sind, wir können nichts dafür" sagen sie. Allah widerlegt ihre Aussagen und weist sie kategorisch zurück.

 

Auch die Ummajaden haben diese Überzeugung neues Leben gegeben, weil sie darin die Möglichkeit erkannten, ihre Macht zu befestigen und die Ummah unter Kontrolle zu halten. Sie machten sie zu einer Grundlage des Glaubens und viele Menschen mussten den Tod kosten, weil sie diese Überzeugung abgelehnt haben und sich gegen sie aufgelehnt haben.

 

Mu'awiya (la) z.B. behauptete, dass die Ernennung von Jazid zum Herrscher über die islamische Ummah eine unausweichliche göttliche Vorherbestimmung sei und dagegen könne man nichts unternehmen. Amr Ibn Sa'd (la) behauptete ebenfalls, dass das Töten von Imam Hussein (a.s) eine unausweichliche Vorherbestimmung gewesen sei und dass er nichts an diesem Ereignis hätte ändern können und somit versuchte er sich von der Schuld dieses größten Vergehens zu befreien. Die Gleichsetzung der Vorherbestimmung, an die wir glauben, mit dem Zwang beim menschlichen Handeln ist eine falsche Überzeugung, die den Koran ganz widerspricht aber auch die Logik, wie wir sehen werden.

 

Es ist kein Wunder, dass in der neuen Zeit, die Kommunisten die Religion als das Opium des Volkes bezeichnen, denn sie sahen, wie die religiösen Menschen, sich unterdrücken lassen und zurückgeblieben sind. Doch auch wenn sie dessen unbewusst waren, hat der größte Teil der Kommunisten, in Wirklichkeit nur dieses falche Verständnis der Religion und dieses falsche Ausleben der Religion abgelehnt.

 

Als Folge eines statischen Verständnisses der Religion und als Folge einer Trennung zwischen Himmel und Erde oder eines oberflächlichen Verständnisses der Beziehung zwischen Schöpfer und Diener, wurden viele Muslime irregeführt und rannten entweder dem Westen und dem Osten hinterter. Sie verzichteten dadurch auf den teursten Schatz in diesem Leben, auf die wahre Religion Allahs (s.t).

 

Die Gruppe, die an die absolute Vollmacht glauben, sind nicht neu in der Geschichte. Wie wir sehen werden, führt diese Ideologie zur beabsichtigten oder unbeabsichtigten Götzendienerei, denn kein Wunder, wenn zwischen Allah und seiner Schöpfung so scharf getrennt wird, dass dann der Mensch sich von den materiellen Ursachen sehr beeinflussen lässt und Angst vor diesen hat und sich letztendlich leicht einschüchtern lässt, wie bereits erwähnt.

 

Weiter erhalten die Zeichen Allahs in der Schöpfung bzw. die Geschöpfe Allahs im Herzen solcher Menschen eine viel grössere Bedeutung als sie wirklich verdienen. Anstatt dass diese Geschöpfe als Zeichen für die Weisheit und die Allmacht des Schöpfers fungieren und ihren Wert von Ihm (s.t) nehmen, erhalten sie einen höheren Status als sie verdienen und werden als selbstexistent und selbstmächtig angesehen, was mit der Zeit dazu führt, dass sie zu Götzen werden, wie wir an vielen Beispielen in der Geschichte erkennen.

 

Der Mensch hat entlang der Geschichte vielen Arten von Götzen gedient: Sonne, Mond, Wind und vieles mehr ja sogar Menschen wurden zu Götzen. Aber auch in unserer Zeit werden viele Menschen als Götzen angesehen egal ob wirklich wissend oder unwissend. Gleichgültig ob direkt oder indirekt. Das sind alles Konsequenzen dieser Theorie der absoluten Vollmacht und der Leser möge sich Gedanken drüber machen, weil diese Ideoglie viele Anwendungen in unserem Leben hat. Aber auch auf der Ebene der Theorie und der Überzeugung stellt die Theorie der absoluten Vollmacht eine versteckte Art der Beigesellung (Schirk), wie wir im theoretischen Teil dieser Abhandlung sehen werden, so Allah es erlaubt.

 

4. Ein polisitische Einordnung des Themas:

 

Wenn wir uns nun das heutige Leben ansehen, sehen wir deutlich und klar, dass diese Überzeugungen stark vertreten sind. Wir sehen auf der einen Seite die Unterdrücker, die daran glauben, dass sie die absolute Verantwortung über die Welt besitzen und den anderen vorschreiben können, wie sie ihr Leben gestalten sollen und danach streben, dass die Menschheit sich für ihre falsche Lebensanschauung entscheidet. Es gibt die Partei der Unterdrückten, die sich mit ihrer Unterdrückung zufrieden geben und nicht vorhaben gegen die Unterdrückten aufzustehen, weil sie sehr realistisch sind und denken, dass Allah kein direktes Wirken in seiner Schöpfung aufweist und führen die Dinge nicht auf den Schöpfer zurück, sondern auf die materiellen Ursachen. Diese beiden Parteien glauben im Grunde genommen beide an die absolute Vollmacht des Menschen und schränken die göttliche Allamacht im Leben ein.

 

Es gibt aber auch die Klasse der Unterdrückten, die alles auf Allah zurückführen und sich von der Verantwortung loslassen und warten sozusagen auf die göttliche Erretung, was auf den Gedanken des Zwangs beim menschlichen Handeln basiert. Diese Menschen suchen die Veränderung bei Allah aber versuchen nicht die Ursachen zu erfüllen, die Allah bestimmt hat, damit sich sich entwickeln.

 

So lesen wir im Koran:

Allah ändert die Lage eines Volkes nicht eher sie das ändern, was in ihren Seelen ist.

 

Diese Klasse von Menschen schreibt Allah unwissend und nichtwollend Ungerechtigkeit zu.

 

Es gibt aber eine Klasse von Unterdrückten, die alles auf Allah zurückführen aber wissen, dass Allah die Pläne durch ihre Ursachen ausführen lässt und dass er die ganze Welt kontrolliert doch gleichzeitig dem Menschen die Möglichkeit gibt zu wirken, ohne dass sie seine Allmacht verlassen können und seinen Besitz einschränken können. Sie lassen sich nicht unterdrücken und arbeiten täglich daran die Vorraussetzungen zu erfüllen, damit sich ihre Lage ändern und den Unterdrückern Widerstand zu leisten, um sie letztendlich zu besiegen und das zu erreichen, was Allah wollte, als er die Menschen erschaffen hat. Nämlich die Statthalterschaft, die auf dem Gottesdienst basiert und mit dem ganzen Universum harmoniert und Erkenntnis, Liebe und Allahs Nähe als Ziel hat.

 

Über diese Gruppe von Menschen sagt Allah (s.t) (sinngemäß):

Und wir wollen den Unterdrückten auf dieser Erde unsere Gnade erweisen, und sie zu Führern und zu Erben machen. Wir wollen Pharaoh und Haman von ihnen das erfahren lassen, was sie stets gefürchtet haben und abzuwenden versuchten.

 

Diese Menschen glauben weder an den Zwang noch an die absolute Vollmacht, sondern an etwas was dazwischen ist. Das ist die richtige Überzeugungen, die die Imame (a.s) uns beigebracht haben. Das ist die Theorie des Amrun Baina Amrain. (dt. Etwas zwischen zwei anderen Dingen)

 

An alle Vollmacht- und Zwangideologen sei deswegen gesagt:

Die Unterdrücker sind kein Schicksal und ihr seid nicht an einer verlassenen Insel und zwischen Himmel und Erde besteht ein Draht, der nicht getrennt werden kann aber es liegt in euren Händen daran festzuhalten, indem ihr Muhammad (s.a.a.s) und der Familie Muhammads (a.s) folgt und aus ihrem Licht profitiert.

5. Die verschiedenen Überzeugungen

 

Nachdem wir uns praktische Aspekte und Konsequenzen dieser Ideologie angeschaut haben, wenden wir uns dem theoretischen Aspekt zu und der logischen Grundlage der einzelnen Überzeugungen.

 

Die Zwangtheorie:

Die islamische Gruppe, die an diese Theorie glaubt, wird die Asch'ariyya genannt (bezieht sich auf Abu Al-Hassan Al-Asch'ari) oder allgemeiner die Qadaris (stammt aus Qadar, was so viel heißt wie Vorherbestimmtheit). Sie glauben, dass der Mensch in seinen Taten gezwungen ist, in dem Sinne, dass er sich nicht für oder gegen eine Tat entscheiden kann, denn ihrer Meinung nach ist das Begehen und das Unterlassen der Tat etwas ist, das nicht von ihm entschieden wird. Sie behaupteten, dass dies die einzige Möglichkeit ist, um den wahren Tauhid zu erreichen. Abgesehen davon, dass dies nicht richtig ist, haben sie ganz außer Acht gelassen, was für schlimme Folgen ihre Überzeugung in sich birgt.

 

Die Vollmachtstheorie:

Die bekannteste islamische Gruppe, die in der frühen Zeit an diese Theorie glaubte, wird die Mu'tazila genannt. Sie sagen unter anderem, dass Allah die Welt erschaffen hat und die Führung an die Geschöpfe weitergegeben hat, so dass sie eine Vollmacht besitzen, auch wenn sie nicht allmächtig sind, doch im Rahmen des ihnen Möglichen besitzen sie eine absolute schöpferische Vollmacht. Die Rolle Allahs (s.t) besteht darin einzugreifen oder bestimmte Dinge zu untersagen bzw. zu ändern. So haben sie erklärt, dass der Mensch derjenige ist, der seine Taten erschafft und somit ist er derjenige, der dafür verantwortlich ist. Sie wollten dem Problem der Ungerechtigkeit Gottes entfliehen aber sie fielen in den Händen vieler schlimmeren Folgen. Auch wenn die Anhänger dieser Überzeugung an der theoretischen Ebene eine Minderheit darstellt, findet sie viele ahnungslose Anhänger, die nicht mal wissen, dass sie ihre Anhänger sind.

 

Die Theorie von "Etwas was dazwischen ist":

Die Imamiten bzw. die Schiiten sind die ursprünglichen Anhänger dieser Theorie. Aber andere islamische Gruppierungen haben diese Theorie danach angenommen, auch wenn sie es nicht so nennen. Die Imame (a.s) hatten ein klares Wort gesprochen, das die Meinung des Islams wiedergibt: "Weder Zwang noch Vollmacht, sondern etwas was dazwischen ist". Die Imame (a.s) drückten damit aus, dass Allah (s.t) die volle Herrschaft besitzt und dass der Mensch dennoch die Entscheidungsfreiheit hat. Diese Theorie führt nicht zum Schirk, führt nicht dazu Allah Unrecht zuzuschreiben. Sie spiegel den wahren Tauhid wider.

 

6. Der Schwierigkeitsgrad dieses Themas:

 

Die schiitischen Gelehrten haben viele Arbeiten über diese Aussage, die von den Imamen (a.s) wiederholt gemacht wurde, geschrieben, und sie haben dadurch eine feste Grundlage für die Beschreibung des menschlichen Handels in Hinsicht auf der Frage der Freiheit gegründet. Dennoch finden sich zwischen den Gelehrten manchmal Unterschiede in ihrem Verständnis der Theorie, die tiefe Wurzeln hat und auf das Verständnis der göttlichen Namen aufbaut, was dann auch den grossen Schwierigkeitsgrad dieses Themas deutlich macht, denn das Verständnis der Natur der göttlichen Namen, etwas ist, was uns zum größten Teil verschlossen bleibt und durch die Sprache nur schwer zum Vorschein gebracht werden kann. Hinzu kommt, dass es viele verwirrende Fragen von den Zwang- und Vollmachtsanhängern aufgeworfen wurden, die auf den ersten Blick Sinn machen aber bei genauerer Betrachtung als hinfällig und haltlos zu beurteilen sind.

 

Fortsetzung folgt

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  • 2 Jahre später...

bismillah.gif

 

As salamu 'alaikum,

 

jazakum Allahu chairan für dein Bemühen. Das Thema gehört m.E. zu den essentiellen Aspekte eines jeden Muslims. Wird der Beitrag noch in Kürze fortgesetzt, oder pausiert es noch?

 

 

Wa salamu 'alaikum

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  • 2 Monate später...

Assalamu alaykum,

 

ich hab auch schon öfters darüber nachgedacht...

 

So leidet ein Mensch, der denkt, [...] meistens unter Depressionen und Angstzuständen, weil er jedes Mal wenn die Prüfung ihn umgibt, daran denken muss, wie es sein würde, wenn Allah ihm das schlechte Ende vorgeschrieben hat.

 

 

Nun ich weiß nicht, ob man wirklich darunter leidet. Denn wäre es so (also die Vorherbestimmtheit):

 

  • hätte ALLAH auch gewollt, dass wir glauben/wissen das es so ist
  • würde das letztendlich keine Auswirkung haben, da es ja so vorherbestimmt war

Letzten Endes ob wir es nun wüssten oder nicht, es wäre sowieso egal; VGS: Es ist alles vorherbestimmt.

 

ALLAH könnte natürlich jederzeit eingreifen, desahlb frage ich mich, ob dann auch das Handeln ALLAHs vorherbestimmt ist...

 

Es ist kein Wunder, dass in der neuen Zeit, die Kommunisten die Religion als das Opium des Volkes bezeichnen, denn sie sahen, wie die religiösen Menschen, sich unterdrücken lassen und zurückgeblieben sind. Doch auch wenn sie dessen unbewusst waren, hat der größte Teil der Kommunisten, in Wirklichkeit nur dieses falche Verständnis der Religion und dieses falsche Ausleben der Religion abgelehnt.

 

Schön das du das erkannt hast.

 

So lesen wir im Koran:

Allah ändert die Lage eines Volkes nicht eher sie das ändern, was in ihren Seelen ist.

 

Es gibt ja auch den Spruch:

 

"Gott hilft denen, die sich selbst helfen."

Dieser Satz steht im Übrigen nicht in der Bibel...

 

Die schiitischen Gelehrten haben viele Arbeiten über diese Aussage, die von den Imamen (a.s) wiederholt gemacht wurde, geschrieben, und sie haben dadurch eine feste Grundlage für die Beschreibung des menschlichen Handels in Hinsicht auf der Frage der Freiheit gegründet.

Heißt das, dass dieser Gedankengang nur unter den Anhängern der Ahl-ul-Bait zu finden ist?

 

Wa assalamu alaykum

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Salam

 

Ich frage mich, in wieweit existiert der freie Wille, wenn ein Mensch unter dem Einfluss eines Dämons steht?

 

Wasalam

 

slm

 

ich habe eine ähnliche Frage mal an das Büro von Sheikh al Yaqoobi geschickt

 

FRAGE: Gibt es im Islam schwarze Magie? Ich meine ist es möglich einen Menschen zu verhexen, wenn man z.B. eine Schlangenhaut in der Wohnung der Person versteckt? Und aufgrund dieser Verhexung hat der Mensch dann nur Pech oder wird ein ganz anderer Mensch betet nicht mehr fängt an Alkohol zu trinken usw.? Gibt es das im Islam?

ANTWORT: Es ist unmöglich; Allah ist der Herr der Welten und nur er kann diese beeinflussen. Es wird von den Imamen folgendes überliefert: `` Wisst, dass wenn alle Jinns und Menschen sich dazu entschieden haben, dir zu schaden, können sie es nicht, wenn Allah dies nicht erlaubt. Darüber hinaus bestraft Allah denjenigen nicht, der sich in solch einem Zustand befindet.

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#bismillah#

As Salamu aleikum,

 

Assalamu alaykum,

 

ich hab auch schon öfters darüber nachgedacht...

 

 

 

Nun ich weiß nicht, ob man wirklich darunter leidet. Denn wäre es so (also die Vorherbestimmtheit):

 

  • hätte ALLAH auch gewollt, dass wir glauben/wissen das es so ist
  • würde das letztendlich keine Auswirkung haben, da es ja so vorherbestimmt war

Letzten Endes ob wir es nun wüssten oder nicht, es wäre sowieso egal; VGS: Es ist alles vorherbestimmt.

 

ALLAH könnte natürlich jederzeit eingreifen, desahlb frage ich mich, ob dann auch das Handeln ALLAHs vorherbestimmt ist...

 

 

 

 

Gottes Wissen über die Zukunft bedeutet nicht, dass Er alles vorherbestimmt hat. Es würde jedoch gegen seine Allwissenheit sprechen, wenn Er wie wir Menschen es nicht weiß. Weiterhin würde es gegen Seine Weisheit sprechen, dass Er uns in einem schlechten Zustand belässt, den wir selber nicht verändern können. Es hätte keinen Sinn.

Und dass wir solche Gefühle oder psychische Zustände haben, bedingt einen freien Willen und die Erkenntnis zwischen gut und schlecht, damit wir diesen Zustand überhaupt als Depression oder als einen Zustand, der anders und schlechter als der Normalzustand ist, erkennen.

 

wassalam

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