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Extremismus, Radikalismus und Fanatismus

4 posts in this topic

Salam alaikum,

 

vorneweg:

 

Die Begriffe Radikalismus und Extremismus beschreiben politische Ziele und Methoden, die fundamental von den Werten der jeweils bestehenden Gesellschaftsordnung bzw. Wirtschaftsordnung abweichen. Umgangssprachlich werden die Begriffe oft austauschbar verwendet. Historisch gesehen unterscheidet sich ihr Sinngehalt jedoch geringfügig. Definition und Unterscheidung beider Begriffe sind umstritten.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Extremismus

 

 

Ich stelle fest, wenn man von einer Sache überzeugt ist und versucht dementsprechend zu handeln bzw. reagieren - wird man sehr schnell als Extremist abgestempelt.

 

Ok, wir wissen, der Islam ist eine religion der Mitte - Wir sollen den Islam leben, aber menschlich leben und keine Unterdrückung üben.

Menschen, die ihre Religion fundamental für sich leben möchten - werden aber in unserer gesellschaft nicht gerne gesehen.

 

Wenn ich richtig aufgepaßt habe, so kennzeichnet das Schiitentum doch eines besonders deutlich - Ihre Parteinahme zu Imam Ali a.s., dafür wurden sie getötet und unterdrückt.

 

Unabhängig davon ist es aber auch so - das alle anderen politischen Kräfte, die sich als liberal und demokratisch (also im westlichen Sinne)bezeichnen, doch auch ziemlich extrem bzw. radikal oder eben fundamental sind - Auch diese wollen sich durchsetzen um jeden Preis...

 

Meine Frage nun lautet - wie sollen wir uns denn nun verhalten? Sollen wir passiv bleiben oder aktiv werden? Wie? Gibt es überhaupt eine Lösung?

 

ich hoffe ich konnte mich einigermaßen ausdrücken und der Sinn meiner Frage kommt zur Geltung. Beteiligt euch bitte - ich möchte dazulernen

 

wa Salam

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Salam alaikum,

 

keine Antwort ist auch eine Antwort !!!

 

Entschuldigt bitte meine Störung, entweder ich habe meine Frage nicht deutlich formulieren können oder aber plötzlich gibt es keine Vorschläge mehr...

 

Ich hoffte doch daß einige Gerechte, Aufklärer usw. mir hätten weiterhelfen können.

 

wa Salam

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Salam alaikum,

 

immer noch keine Antwort - Bin ich euch zu extrem???

 

 

Liebe Geschwister und liebe Mit-Forumisten,

 

ich danke euch allen recht herzlich für die interessanten Meinungen.

 

Seit ungefähr meinem 16. Lebensjahr (heute bin ich 31) bin ich politisch aktiv - versuche ich "weil Unrecht" geschieht dagegen anzukämpfen

 

Ich habe viele politische Richtungen und Theorien erlebt und studiert (nicht auf einer Hochschule, sondern ganz normal im Leben...

Ich bin Schulabbrecher und nach sechs Jahren Truppendienst - Kriegsdienstverweigerer - heute bin ich Sozialhilfeempfänger und mir das jemnand glauben möchte oder nicht - Inzwischen ist dies mein letzter Monat - in dem ich aufs Amt gehe - Ich habe beschlossen, das mein Vaterland mich nie wieder auf einem seiner Ämter als Bittsteller antrefen wird - ach glaubt, ich weiß sehr genau, daß das Leben aus Kompromissen besteht #augenroll# Ich mache mich geradfe Selbständig wobei ich trotzdem noch nebenbei, einer kleinen Beschäftigung nachgehen werde...

 

Ich bin kein ungeliebter Mensch, im Gegenteil - ich habe viel Liebe erhalten, weßhalb ich auch viel geben kann - Im Islam habe ich aber den Schlüssel entdeckt - auch wenn jetzt vielleicht einige ganz schlau sind...

 

Nun, ich möchte nicht sehr lange schreiben - ich habe schon zu viel geschrieben - Ja, ja die Welt ist sehr schön und voller Gerechtigkeit und wir in Europa, sind besonders zivilisiert und vor allem kultiviert - Wir wollen doch immer nur das beste für den Menschen - wozu denn überhaupt noch Gott? Ja ja - alles wunderbar...

 

Liebe Geschwister ich wünsche euch allen Allahs Kraft und Segen und sucht euren Weg - ich habe meinen...

 

Ich mache mir überhaupt keine Sorgen und Angst habe ich mit Gottes Hilfe abgelegt #salam# und es ist wunderbar - ich bin absolut unabhängig und habe auch keinen ekelhaften Geschmack mehr im Mund...

 

Also lebt wohl - es war mir ein Vergnügen...

 

wa Salam

 

 

 

Egal, wo ich bis jetzt gewirkt habe - war doch eines immer ganz selbstverständlich, die Wahrheit zu sprechen und nichts Unrechtes zu tun

Letztes: ich bin ein Haydri bzw. Haydari / ya Allahu akbar

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#salam#

 

ein vorneweg auch mal von mir: Es gibt eben Sachen, auf die man so schnell nicht antworten kann. Lasst uns doch die Zeit zum Nachdenken und glaubt nicht immer gleich, man würde euch ignorieren, weil nicht sofort eine Antwort kommt. DAs gilt nicht nur für dich, sondern für einige hier, die immer gleich denken, man ignoriere sie.

 

,Die Begriffe Radikalismus und Extremismus beschreiben politische Ziele und Methoden, die fundamental von den Werten der jeweils bestehenden Gesellschaftsordnung bzw. Wirtschaftsordnung abweichen.

 

Radikalismus kommt von "radix", Wurzel, also ich würde das als jemanden definieren, der der Sache auf den Grund geht, der eine Sache mit der Wurzel anpackt, nicht unbedingt "ausreißt". Also jemand, der von Grund auf von einer Sache überzeugt ist. An sich wird dieser Begriff negativ verwendet (umgangsprachlich auch manchmal von mir #augenroll# ), aber er muss ja nichts Negatives bedeuten. im allgemeinen bezeichnet "radikal" eine Person mit Scheuklappen, die nur die eigene Meinung gelten lässt und sehr fanatisch ist, was aber mit dem eigentlichen Wort nichts zu tun hat.

 

Ein Extremist ist meiner Definition jemand, der das Maß überschreitet. Islam ist die Religion der Mitte, von nichts soll man zuviel oder zu wenig tun.

 

Ich stelle fest, wenn man von einer Sache überzeugt ist und versucht dementsprechend zu handeln bzw. reagieren - wird man sehr schnell als Extremist abgestempelt.

 

In dieser Gesellschaft seltsamerweise nur die Muslime, manchmal auch Rechtsorientierte.

 

Ok, wir wissen, der Islam ist eine religion der Mitte - Wir sollen den Islam leben, aber menschlich leben und keine Unterdrückung üben.

Menschen, die ihre Religion fundamental für sich leben möchten - werden aber in unserer gesellschaft nicht gerne gesehen.

 

Wobei wir beim nächsten Kampfbegriff in dieser Gesellschaft wären: Dem sog. "Fundamentalismus". Ein Fundamentalist ist meiner Definition nach jemand, der auf einem soliden Fundament aufbaut und seine Religion, Ideologie oder was auch immer von Grund auf zu leben versucht und vertritt.

 

Wenn ich richtig aufgepaßt habe, so kennzeichnet das Schiitentum doch eines besonders deutlich - Ihre Parteinahme zu Imam Ali a.s., dafür wurden sie getötet und unterdrückt.

 

Genau das hat mich am Islam und speziell an der Schia fasziniert: Das Streben nach Gerechtigkeit. Adl, also Gerechtigkeit, ist nicht umsonst der 2. der Glaubensgrundsätze (usul ud- din). Die Schia sagt eben nicht: "Muawiya (la) und Ali (a.s.) waren beide gut, nur hat Muawiya eben den falschen Ijtihad gemachct, aber Fehler können doch passieren. Deswegen darf man gegen Mu´awiya nichts s agen. "

Oder "Aisha ist von den Müttern der Gläubigen, deswegen darf man sie auch nicht wegen der Kamelschlacht kritisieren. Sie hatte doch die gute Absicht, den Tod von Uthman zu rächen." Dass beide den Imam der Zeit bekämpft haben, wird anscheinend als Kavaliersdelikt betrachtet, nur weil man die unangenehme Wahrheit nicht aussprechen will oder kann, dass eben nicht alle Sahaba (falls Muawia überhaupt dazu gerechnet werden kann) oder Prophetenfrauen gut waren. Dieses eindeutige Stellungbeziehen für die Wahrheit und gegen die Unwahrheit, das war einer der Gründe, warum ich zur Schia wechselte.

 

Unabhängig davon ist es aber auch so - das alle anderen politischen Kräfte, die sich als liberal und demokratisch (also im westlichen Sinne)bezeichnen, doch auch ziemlich extrem bzw. radikal oder eben fundamental sind - Auch diese wollen sich durchsetzen um jeden Preis...

 

und vor allem wollen sie ihre Sicht auch anderen Ländern und Kulturen aufdrücken, nach dem Motto. "Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt".

 

Meine Frage nun lautet - wie sollen wir uns denn nun verhalten? Sollen wir passiv bleiben oder aktiv werden? Wie? Gibt es überhaupt eine Lösung?

 

Wir müssen vor allem auf unseren Imam hören, bzw. auf die , die ihn vertreten, die Gelehrten, denen wir vertrauen. Wir müssen unsere Religion selber von Grund auf lernen, und vor allem unseren Kindern sie beibringen.

Es kommt darauf an, was du unter "aktiv werden" verstehst. Wir müssen uns natürlich an die Gesetze halten, die in dem Land herrschen, in dem wir leben, aber das heißt ja nicht, dass wir uns nicht für Gerechtigkeit einsetzen.

 

Dass du dich selbständig machen und nicht mehr Bittsteller sein willst, ist sehr gut! Möge Allah dich dabei unterstützen . Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es immer eine Lösung gibt, Allah lässt Seine Diener nicht im Stich!

 

:)

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