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Salam

 

Es gibt eine Sache, die mich beschäftigt, und ich hoffe, inschaallah euren Rat und eure Meinung zu bekommen.

 

Es gibt eine Hadith von Imam Sadiq (a) (sinngemäß): "Wen Allah liebt, den ertränkt er in einem Meer des Leids."

 

Wenn ein gläubiger Muslim aber glücklich ist, eine gute Ehe hat, mehrere gut erzogene Kinder und auch ansonsten kein schlimmes Leid erfährt, bedeutet es dann, dass Allah swt. ihn weniger liebt, obwohl er doch gläubig ist und alles weitestgehend richtig macht und sich anstrengt? Muss man also um die Liebe Allahs fürchten, wenn man kein Leid erfährt?

 

Und wenn man viel Leid erfährt, bedeutet dass dann, dass Allah swt. einen liebt? Ist dieses Leid immer nur eine Prüfung? Und wenn andere nicht so harte Prüfungen erdulden müssen, liebt Allah swt. sie dann weniger? Und was geschieht, wenn der Muslim diesen Prüfungen nicht standhält? Wenn er schwach wird. Wenn das Leid so groß wird, dass er es einfach nicht mehr aushält. Wenn er mit seinem Leben hadert, Hoffnung verliert und nach dem WARUM fragt? Liebt Allah swt. ihn dann weniger? Manchmal fragt man sich ja, wenn man viel Leid erfährt, warum "ich", ist das wirklich Seine Liebe, Seine Prüfungen, oder ist es nicht doch eine Strafe in diesem Leben, und wenn ja, wofür? Und werde ich im Jenseits noch mehr Strafen bekommen? Und was geschieht, wenn man auf Grund dieses Leids ein wenig den Glauben verliert? Wird man dann bestraft, weil man der Prüfung nicht standgehalten hat, weil man einfach nicht mehr die Kraft hatte?

 

Mir fehlen ein wenig die Worte, aber inschaallah versteht ihr, worauf ich hinaus möchte.

 

Wasalam

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#bismillah# Schwester!!!

Ich würde mich da garnicht so reinhängen. Niemand kann sagen wer mehr geliebt wird und wer nicht.

Es gibt so viele Aussagen und Hadithe über alles , dass wir am Ende feststellen das doch jeder geliebt wird von Allah solange du ihn auch liebst. Bist du reinen Herzens und Gottesfürchtig, dann weiss das Allah taahla... und wird dich dafür belohnen inshallah.

Wa Salam

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:D

 

 

Das Leid im Jenseits sind unsere schlechten Taten bzw. deren Auswirkungen, und nichts anderes. Das Leid, was wir also hier erfahren, ist ebenfalls eine Auswirkung unseres schlechten Handelns und Charakter.

 

"Der Schmerz ist ein heiliger Engel; durch ihn allein sind mehr Menschen größer geworden als durch alle Freuden der Welt" Adalbert Stifter

 

 

Wenn Allah uns also mit dem Leid, was wir verursacht haben konfrontiert, dann will er uns reinigen. Denn Schmerz ist reinigend, sowie es im Jenseits sein wird.

 

 

wasalam

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:D

 

 

Das Leid im Jenseits sind unsere schlechten Taten bzw. deren Auswirkungen, und nichts anderes. Das Leid, was wir also hier erfahren, ist ebenfalls eine Auswirkung unseres schlechten Handelns und Charakter.

 

 

wasalam

 

Salam,

 

wem das so wäre, dann frage ich mich, welche schlechten Taten ein 9 Jähriges Mädchen was geschändet worden ist an Leid ertragen muss. Leid erklärt sich nicht durch schlechte Taten, sondern ist das Resultat eines anderen.

 

Salam

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Salam,

 

wem das so wäre, dann frage ich mich, welche schlechten Taten ein 9 Jähriges Mädchen was geschändet worden ist an Leid ertragen muss. Leid erklärt sich nicht durch schlechte Taten, sondern ist das Resultat eines anderen.

 

Salam

 

 

:D

 

Gut, dass du es ansprichst, ich habe es nämlich vergessen. Das Leid, welches durch Menschen an Menschen begangen wird, ist was anderes. Ihr Boshaftigkeit und Gewissenlosigkeit hat sie dazu verleitet. Und natürlich auch ihre Willensfreiheit.

 

Die Naturkatastrophen sind ja zum Teil auch nicht unbedingt von uns verursacht, aber durch sie haben wir Wissen und Erkenntnisse über die Natur und wie sie arbeitet, erlangt, und wie wir in Zukunft in solch einer Situation handeln werden.

 

Das Leid hängt nicht immer mit anderen Leuten zusammen. Wenn die schlechten Taten bzw. ihre Auswirkungen keinen negativen Nachgeschmack auf unser Leben hätten, dann müsste ja jeder vollkommen glücklich und zufrieden leben.

Immer wenn ich etwas schlechtes begehe, dann zeichnet sich das auf meine Seele ab, und sie wird dann schlechter. Sie kann auch nichts mehr Gutes bekommen, weil sie es nicht aufnehmen kann. Nur der Schmerz beseitigt das Schlechte.

Das hat aber jetzt nichts mit dem vergewaltigten Mädchen zu tun, denn das ist eine andere Sache.

 

 

wassalam

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:D

 

#salam#

 

Wenn ein gläubiger Muslim aber glücklich ist, eine gute Ehe hat, mehrere gut erzogene Kinder und auch ansonsten kein schlimmes Leid erfährt, bedeutet es dann, dass Allah swt. ihn weniger liebt, obwohl er doch gläubig ist und alles weitestgehend richtig macht und sich anstrengt? Muss man also um die Liebe Allahs fürchten, wenn man kein Leid erfährt?

 

 

31:33 Das Leben dieser Welt soll euch nicht täuschen.

 

[2:286] ""Allah fordert von keiner Seele etwas über das hinaus, was sie zu leisten vermag. Ihr wird zuteil, was sie erworben hat, und über sie kommt, was sie sich zuschulden kommen läßt.

 

 

[47.36] Das Leben in dieser Welt ist nur ein Spiel und ein Scherz, und wenn ihr gläubig seid und euch vor أœbel hütet, so wird Er euch euren Lohn geben und wird nicht euer Gut von euch verlangen.

 

Allah gewährt Gnade wem Er will. Das Leben ist wie die anderen Geschwister schon sagten bloß ein Test, wir müssen alle mit Prüfungen rechnen, nicht jede Prüfung muss als eine Strafe gesehen werden. Auch Gläubige werden mit Prüfungen geprüft, genauso wie die Ungläubigen, wir leiden genauso wie sie. Jedoch erhoffen wir was, was sie nicht erhoffen, die Erlösung das Paradies. Von daher ist jeder Schmerz nur halb so schlimm für uns Muslime, alhamdulillah.

 

 

4:104..Leidet ihr, so leiden sie gerade so, wie ihr leidet. Doch ihr erhoffet von Allah, was sie nicht hoffen. Und Allah ist allwissend, allweise.

 

[2.214] Denkt ihr etwa, ihr werdet in den Himmel eingehen, selbst wenn euch nicht das Gleiche wie denen vor euch widerfahren? Armut und Drangsal befielen sie, und sie wurden gewaltsam geschüttelt, so daß der Gesandte und die mit ihm Glaubenden ausriefen: آ«Wann ist Allahs Hilfe?آ» Wahrlich, Allahs Hilfe ist nahe.

 

Allah prüft uns auch um unseren Glauben zu testen, damit wir unsere Geduld in Taten umsetzen können um Lohn zu bekommen, Lohn fürs ewige Leben. Von nichts kommt nichts! Allah reinigt uns durch die Prüfungen denn umso mehr man leidet umso mehr verschwinden die Sünden.

 

Wer geduldig ist und vergibt: so ist dies gewiss (ein Zeichen) von fester Entschlossenheit.

(Ash-Shura, 43)

 

Mit den Geduldigen sind jene gemeint, die gleich zu Beginn einer Prüfung standhaft sind.

 

Nur in diesem Moment zeichnet sich der geduldige Mensch aus, da seine Standhaftigkeit während der ersten Konfrontation mit einer Prüfung auf die Kontrolle und Standfestigkeit seines Herzens hinweist und damit sein angewandtes Wissen signalisiert.

 

Wahrlich, den Geduldigen wird ein unbegrenzter Lohn gewährt.

(Az-Zumar, 10)

 

Nur dieser erste entscheidene Moment, in dem Geduld gezeigt wird, zieht den von Allah versprochenen, unbegrenzten Lohn nach sich.

 

Vergeht in aller Regel der erste Schmerz nach einer Prüfung, dann vermögen die meisten Menschen Geduld zu zeigen.

 

Lieber Bruder und liebe Schwester, sei standhaft und begegne den Prüfungen mit Entschlossenheit. Handle rechtschaffen und bereite viel Gutes für den einen gewaltigen Tag vor, vor dem es kein Entrinnen gibt, und übe Dich dabei in Geduld und bitte Allah um Seine Gnade!

 

Durch Leid erwacht man auch aus der Nachlässigkeit. Wenn es einem nur gut gehen würde, wäre man anfangs dankbar doch irgendwann wird das zur Gewohnheit und der Mensch wird nachlässig in allem. Durch Leid wird er sozusagen aufgeweckt und dazu gebracht sich mehr zu demütigen und zu ergeben vor Allah, mehr zu beten, zu spenden, sich zu bemühen gute Taten zu vollbringen, denn der Tod kann uns jeder Zeit einholen dann werden wir uns wünschen wieder zurück ins Leben zu können um noch schnell den einen Euro zu spenden oder noch schnell unseren Nachbarn ein hallo zu sagen, noch schnell uns bei Menschen zu entschuldigen mit denen wir Probleme hatten, damit wir uns am Jüngsten Tag nicht vor der Abrechnung fürchten müssen.

 

#salam#

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:D

 

Ein Gefühl von Leid muss jeder Mumin haben und es hat jeder Mumin.Es gibt Menschen,den tun die Armen Kinder in Afrika,im nahen osten und sonst wo auf der Welt nicht leid.Es gab und gibt Menschen die foltern,misshandeln,vergewaltigen,morden.

Wenn ein Muslim gerecht sein will und ungerechtes sieht,dann tut es ihm leid.Daher heisst es "Wen Allah liebt, den ertränkt er in einem Meer des Leids."

 

Es ist wie ein Geschenk leid zu empfinden,denn für die Gläubigen wird das Diesseits wie die Hölle und das Jenseits das Paradies sein und für den Kuffar wird das Diesseits ein Paradies und das Jenseits die Hölle werden.

 

#salam#

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#bismillah#

 

:)

 

Diese beiden Verse aus dem Quran passen auch sehr gut zum Thema

 

[10.107] Und wenn dich Allah mit einem أübel trifft, so gibt es keinen, der es hinwegnehmen kann, als Ihn allein; und wenn Er dir Gutes gönnt, so gibt es keinen, der Seine Gnade zu hindern vermöchte. Er läßt sie unter Seinen Dienern zukommen, wem Er will, und Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.

 

[2.216] Der Kampf ist euch befohlen, auch wenn er euch mißfällt; aber es ist wohl möglich, daß euch etwas mißfällt, was gut für euch ist; und es ist wohl möglich, daß euch etwas gefällt, was für euch übel ist. Allah weiß, ihr aber wisset nicht.

 

#salam#

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#bismillah#

#salam#

 

Dieses Thema ist ziemlich interessant, und die Fragen sind nicht einfach zu lösen, wie ich finde.

 

In diesem Zusammenhang ist mir folgender Hadith bekannt:

 

Eines Tages ging der Prophet (s.) mit einigen Sahaba an einem ziemlich heißen Tag spazieren. Sie kamen an einer Weide vorbei, wo ein Schäfer seine Schafe hütete. Der Prophet (s.) sprach ihn an: "Würdest Du mir etwas Milch zum trinken anbieten?" und der Schäfer antwortete grob: "Nein!" und entfernte sich. Der Prophet (s.) hob seine Hände und sprach: "Oh Allah (swt), gewähre diesem Mann ein langes Leben ohne Sorgen und Leid und erfülle ihm jeden Wunsch."

 

Dann gingen sie weiter. Nach einer Weile trafen sie wieder auf einen Schäfer, der seine Schafe hütete. Wieder fragte der Prophet (s.) den Schäfer: "Würdest Du mir etwas Milch anbieten?". Erfreut antwortete der Schäfer: "Aber natürlich, es wird mir eine Ehre sein, dass Ihr die Milch meiner Tiere trinkt!", er lief los und holte dem Propheten (s.) frische Milch. Der Prophet (s.) stillte seinen Durst und hob seine Hände zum Himmel: "Oh Allah (swt), verkürze das Leben dieses Mannes und ertränke ihn im Meer des Leides.".

 

Da fragten ihn seine Sahaba (r.): "Aber Prophet (s.), wieso habt Ihr demjenigen, der Euch schlecht behandelte Gutes gewünscht und dem, der Euch gut behandelte, Schlechtes?"

 

Und der Prophet (s.) sprach: "Dem einen wünschte ich die Erfüllung aller Wünsche, damit er sich nicht auf Gott besinnt und sich nicht an ihn erinnert, gottvergessen wird und ein langes Leben, damit ihm weiterer Aufschub gewährleistet wird und er sich in Sünden ergeht. Dem anderen wünschte ich Leid, damit er durch die Prüfungen sich stets an seinen Herrn (swt) erinnert wird und IHN niemals vergisst und sich vor Sünden fernhält und ein kurzes Leben, damit seine guten Taten überwiegen und er so baldig in das Paradies eingehen möge."

 

Es muss überhaupt erst definiert werden, was Leid nun wirklich ist. Erkennen wir das Leid? Oder erfreuen wir uns sogar des Leides, weil es positive Effekte auf uns hat? Was machen wir aus dem Leid, und ist es wirklich Leid für uns? Vielleicht erfahren wir an Leid, sind uns aber nicht bewusst, dass dies wirklich Leid ist. Vielleicht werden wir noch an Leid erfahren, unser Leben bleibt schließlich nicht stehen und die Begebenheiten ändern sich.

 

Einiges zum Leid aus "Göttliche Gerechtigkeit" von Javad Shayvard ( http://islam-pure.de/iw/iw0009.htm )

 

"Kämpfe und Widrigkeiten ('Leid', um genau zu sein) sind keine bloße Einbildung: Sie sind sehr real, und mit offenen Augen angenommen, sind sie Stufen der Entwicklung hin zum Guten. Kampf ist das Gesetz des Fortschritts. Die menschlichen Eigenschaften entwickeln sich nach und nach und bilden sich erst auf dem Schlachtfeld und im Getümmel dieser Welt, und nur durch Not, Verantwortung und Kummer kann man zu hoher Vollkommenheit gelangen. Das Leben dient nicht der Befriedigung, sondern der Entwicklung (Evolution)."

 

Ali Ibn Abi Talib (a.s.) schrieb in einem seiner Briefe an Osman ibn Hanif, seinen Statthalter in Basra, daß ein Leben in Bequemlichkeit und Luxus, in dem alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt sind, in Schwäche und Kraftlosigkeit endet, während ein Leben unter harten Bedingungen einen Mann kraftvoll und wendig macht und sein Wesen zu immer größerer Vollkommenheit wandelt. Er macht ihm - Osman - in dem Brief auch Vorwürfe, weil er mit den Reichen gegessen habe, die keinem Armen erlaubten, an jenem Abend dabei zu sein. Dann nennt er das Beispiel der Bäume in Wäldern und Gärten. Obwohl die Bäume im Garten regelmäßig und mit großer Sorgfalt gepflegt werden, hat doch der Baum im Wald, auf den man kaum achtet, die bessere Qualität.

 

Wenn Gott voll Güte ist zu einem Menschen, dann schickt Er ihm Not und Leid. (Genau das Gegenteil von dem, was die meisten Menschen annehmen). Imam Muhammad Baqir (a.s.) hat gesagt: "Allah hilft, dem, der an Ihn glaubt, und schickt ihm Not und Leid wie Geschenke, die ein Mann seiner Familie schick." Imam Ja'far as-Sadiq hat gesagt: "Wenn Allah Seinen Knecht liebt, ertränkt Er ihn im Meer des Leids. "

 

Wie ein Schwimmlehrer, der seinen neuen Schüler ins Wasser wirft, damit er kämpft und schwimmen lernt, ebenso macht es Allah mit denen, die Er liebt. Wenn jemand ein Leben lang alles über das Schwimmen liest, wird er doch nicht lernen, wie man schwimmt."

 

#wasalam#

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#bismillah#

 

Salam,

 

Wir müssen erst wissen, was Leid ist. Was für einen Ungläubigen Leid ist, ist für einen gläubigen Menschen eine Ehre.

Wenn wir zum Beipiel Probleme kriegen, weil wir uns für Palästina einsetzten, so ist das eine Ehre und kein Leid. Doch für einen, der an Allah glaubt, kann das Leid sein. Er denkt sich vielleicht "Warum ich?"

 

Imam Ali sagte einmal sinngemäß, dass das Gute gebieten und das Schlechte verwehren sich von den anderen Zweigen des Islams unterscheidet: Wenn man beten, fastet, usw. so wird man von den Menschen mit Liebe empfangen, doch wenn man das Gute gebietet und das Schlechte verwehrt, so empfängt man Steine.

 

Dieses Leiden ist ein gutes leiden. Wenn ein Mensch leidet, weil er das Gute gebietet und das Schlechte verwehrt, so sieht er das nicht als leiden, obwohl das eigentlich Leid ist. Nur dieses Leiden bringt ihn Allah näher, so ist es glücklich.

 

Jesus sagte:

"Lerne wie man leidet und du wirst imstande sein,nicht zu leiden!"

 

Bruder Minbar sagte:

Jede höhere Stufe ist mit einer Prüfung zu erreichen und je mehr man geprüft wird,desto höher kann man steigen.

 

wa salam

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Salam

 

Es gibt eine Sache, die mich beschäftigt, und ich hoffe, inschaallah euren Rat und eure Meinung zu bekommen.

 

Es gibt eine Hadith von Imam Sadiq (a) (sinngemäß): "Wen Allah liebt, den ertränkt er in einem Meer des Leids."

 

#bismillah#

 

Den Hadith kenn ich auch. Als mir den einer sagte, da dachte ich, dass ich der meist geliebt Mensche bei Allah swt bin hehe.

Das mag witzig klingen aber ist echt so.

Ich habe gelernt nie an Allah swt zu zweifeln ich habe das nie getan und habe trozdem immer gebetet und habe nicht gesagt "Allah das reicht jetzt" wie ich es bei manche gesehen habe.

Man darf nie verzweifelt sein, das ist kufur!

 

Also immer Kopf hoch das Leben geht weiter man muss das Beste draus machen #salam#

 

#salam#

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Salam

 

Vielen Dank für eure tollen Antworten, die ich mir schon zum 5ten mal durchgelesen hab. Es ist gar nicht so einfach, die richtige oder eine erschöpfende Antwort zu finden. Vor allem zu wissen, ist es eine Prüfung, ist es eine Strafe, ist es in Wirklichkeit etwas Gutes?

Ihr habt maschaallah alle viel Geduld, wenn euch etwas widerfährt. Wie können aber Menschen, die es schon von klein auf schwer haben, den richtigen Weg finden? Wie können sie ihre Zweifel ausräumen oder überhaupt erst einen anderen Weg (den Weg zu Allah) suchen und finden, wenn sie nicht verstehen, warum ihnen das widerfährt? Wie können Menschen, die von klein auf wenig Liebe erfahren haben oder anders sehr geprüft wurden (z.B. mit Krankheiten), den Weg der Liebe zu Allah finden? Und was kann man tun, wenn ein Mensch seine Geduld verliert, weil er dieses Leid eben nicht mehr verkraftet oder auch nur das Gefühl hat, es nicht mehr verkraftet zu können oder die Hoffnung verliert (eine gute Bekannte leidet z.B. unter Despressionen)?

 

Wasalam

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Salam,

 

auch ich habe des öfteren mit dem Schicksal gehadert, wie wahrscheinlich jeder von uns hier.. der eine mehr, der andere weniger.. Ich denke, oft ist es einfach eine Einstellungssache.. Für den einen ist eine Sache ganz furchtbar schwer, ein anderer Mensch hat für die gleiche Situation nur ein müdes Lächeln übrig... Ich bin mir 100 %ig sicher, dass alles was im Leben passiert, für irgendwas gut ist.. und sei es noch so schlimm und furchtbar..

 

Man kann natürlich fragen, wofür es gut sein kann, wenn man als Kind keine Liebe erfahren hat..??? Vielleicht ist das Gute an der Sache, dass man es bei seinen eigenen Kindern besser macht?

 

Was ist das Gute daran, eine fürchterliche Ehe hinter sich zu haben? Vielleicht dass man frei ist für DEN Partner für immer und das dann umso mehr zu schätzen weiss?

 

Was ist gut daran eingesperrt zu sein? Dass man die Freiheit zu schätzen weiss, wenn man sie erst wieder gewonnen hat..

 

Man kann immer und immer so weiter machen.. Natürlich gibt es auch Situationen, denen man so gar nichts Positives abgewinnen kann... Aber KHAIR INSHAALLAH!!!!! Irgendwann werden wir es wissen!

 

Wasalam

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Salam

 

Vielen Dank für eure tollen Antworten, die ich mir schon zum 5ten mal durchgelesen hab. Es ist gar nicht so einfach, die richtige oder eine erschöpfende Antwort zu finden. Vor allem zu wissen, ist es eine Prüfung, ist es eine Strafe, ist es in Wirklichkeit etwas Gutes?

Ihr habt maschaallah alle viel Geduld, wenn euch etwas widerfährt. Wie können aber Menschen, die es schon von klein auf schwer haben, den richtigen Weg finden? Wie können sie ihre Zweifel ausräumen oder überhaupt erst einen anderen Weg (den Weg zu Allah) suchen und finden, wenn sie nicht verstehen, warum ihnen das widerfährt? Wie können Menschen, die von klein auf wenig Liebe erfahren haben oder anders sehr geprüft wurden (z.B. mit Krankheiten), den Weg der Liebe zu Allah finden? Und was kann man tun, wenn ein Mensch seine Geduld verliert, weil er dieses Leid eben nicht mehr verkraftet oder auch nur das Gefühl hat, es nicht mehr verkraftet zu können oder die Hoffnung verliert (eine gute Bekannte leidet z.B. unter Despressionen)?

 

Wasalam

 

 

#wasalam#

 

Indem man Ihn erkennt. Die Erkenntnis Gottes hängt von der Selbsterkenntnis ab. Die Liebe zu Gott hängt von der Selbstliebe ab. Man muss checken wie es bei sich innen aussieht, man muss sich kennenlernen und sich verstehen. Man muss erkennen, was man für ein Status in dieser Welt und vor Gott hat. Und man kann sich sicher sein, dass der Status bei Gott hoch ist. Gibt man sich selber den Wert, den Gott für uns vorgesehen hat?

 

Wenn ich sehe, dass Menschen bei kleinem Leid oder Schmerzen, schon vom Tod sprechen, oder dass sie sich hassen usw. dann wird er egal wo, Leid haben und er wird es immer haben. Weil er in jeder Sache einen negativen Aspekt findet, der ihn dazu bringt alles schlecht zu machen und keine Freude dafür zu empfinden. Er hat also schon mit sich abgeschlossen, während Gott ihn aber die Möglichkeit zur Offenheit gegeben hat bis zum Tod.

 

Die Freude des Menschen liegt darin begründet, wenn etwas mit seiner Seele in Harmonie steht, und Schmerz ist, wenn etwas in Disharmonie mit der Seele liegt.

 

Man muss die Verbindung zwischen dem Leid, und das was meine Taten erwirken, verstehen. Mit dem Leid, was von anderen Menschen verursacht wird, hat Allah nur untergeordnet zu tun. Würde er dieses Leid abwenden, würde Er in die Entscheidungsfreiheit des Menschen eingreifen, und niemand wäre mehr für etwas verantwortlich, weder für etwas böses noch für etwas gutes. Wobei uns nun Allah nicht die Oberhand über die ganze Welt und die Menschen gegeben hat. Dies ist nicht so, sonst wäre die Welt schon untergegangen, in Verdorbenheit usw. Meint der Mensch etwa, er würde sich selbst überlassen sein?(75:36)

Allah hat da einen Rahmen gesetzt, und schließlich ist Sein Barmherzigkeit überall.

 

Das, was viele Menschen oder besser gesagt Muslime, die Allah ja kennen, in solch ein Tief und solch eine schlimme Betrachtung der schlechten Situation führt, ist, denke ich, ein geringes Vertrauen in Allah. Allah möchte nur Gutes. Er will seine Geschöpfe glücklich sehen. Aber wenn diese vom Weg des Glücks bisschen abhanden kommen, dann spüren sie das. Und auf der gepflasterten Straße ist es halt besser zu laufen, als auf ein Feld mit hoher Wiese, wo man die Steine dazwischen garnicht sehen kann.

 

Wenn die Seele glücklich ist, dann kann auch das ganze Leid der Welt auf sein Rücken gelagert werden, es würde ihn nichts anhaben. Natürlich haben wir Liebe zu Dingen, die uns hier wichtig sind, wie das eigene Kind, die Familie oder einfach der Körper, der geschändet wird. Aber Allah ist großzügig und unendlich barmherzig, er legt den Frieden auf die geschändete Person, auf den Unterdrückten.

Und Wir wünschten, denen, die im Lande als schwach erachtet worden waren, Huld zu erweisen und sie zu Führern zu machen und zu Erben einzusetze (28:5)

 

wassalam

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