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Jasmina

Ramadan - Schule zur spirituellen Entwicklung unserer Persönlichkeit

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Ramadan - die Schule zur spirituellen Entwicklung unserer Persönlichkeit

 

 

 

 

Der Monat Ramadan ist der Monat des spirituellen und körperlichen Fastens. Wir müssen das Fasten als eine Schule betrachten, welche unsere Persönlichkeit spirituell ausbildet, unsere Freiheit stärkt und in dem wir unsere Launen, schlechten Angewohnheiten und Wünsche überwältigen.

 

Teil I

 

 

Das Fasten ist eine Schule, die unsere Menschenfreundlichkeit ausbildet und unsere Freiheit hervorhebt:

 

Im Namen Gottes, Erbarmers, des Barmherzigen

 

 

Der Wille ist der Weg zur Rechtschaffenheit

 

 

Gott sagt in seinem heiligen Buch: „O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren.Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten.“ Allah möchte, dass wir in diesem Monat, dem Monat Ramadan, unsere islamische Persönlichkeit auf der Grundlage der Stärkung unseres Willens und die Entschlossenheit in allen Herausforderungen weiterentwickeln (ausbilden). Das Wissen allein reicht nicht aus, es sei denn es ist auf Willensstärke gestützt.

 

Dieser Satz ist oft in verschiedenen Reden der Ahl-ul-Bayt (a.) überliefert worden, und so auch von Imam as Sadiq (a.), der da sagte: „Niemand ist schwächer als das, was die Willenskraft entscheidet“. Wenn man die Entschlossenheit und den Willen hat, dann hat man auch körperlich die Möglichkeit, das zu tun, was man will.

 

Demnach ist diese Willenskraft und Entschlossenheit die Waffe, welche jede Laune, Wünsche und schlechte Angewohnheiten, wie Rauchen, Masturbation, bekämpft, was viele vollziehen, vor allem Jugendliche, und das obwohl sie beten und fasten.

 

Wenn man einen Drogensüchtigen oder jemand, der nach Rauchen süchtig ist, antrifft, und ihm rät, dass er lieber damit aufhören soll aufgrund medizinischer Gründe, wird er aber sagen, dass er es nicht kann. Aber dies ist nicht richtig, auch wenn sein Wille durch diese Sucht geschwächt ist.

 

Viele Analytiker erklärten, warum eine Person in eine schlechte Gewohnheit zurückfällt, obwohl sie diese zuvor erfolgreich aufgegeben hat. Sie sagten, dass solch eine Person mehr über die guten Aspekte als über die negativen nachdenkt. Um dann wegen der guten Sache aufzuhören, muss er beide Aspekte in Betracht ziehen.

 

 

Fasten: Eine Schule der Freiheit

 

 

Allah, der Erhabene, möchte, dass der Mensch in diesem Monat eine Art Lehrgang macht, um zu lernen „Nein“ zu sagen, wie wenn er aufhört Kaffee zu trinken, zu frühstücken usw. Warum macht er dies? Weil Gott es ihm aufgetragen hat. Aber so wie dieser Monat seine Willenskraft offen legt, wird er auch Stärke erlangen. Deshalb sollte man das Fasten nicht als Gewohnheit betrachten.

 

Es ist eine Methode zur Befreiung jeder Angewohnheit, und die Fähigkeit zu jeder schlechten Sache „Nein“ sagen zu können, und „Ja“ zur jeder guten Sache, um den Menschen in seinem Inneren zu erhöhen.

 

Was macht dich also stark und ermöglicht dir deine Freiheit auszuleben gegenüber denen, die dich zu versklaven versuchen?

 

Es ist der Wille zur Stärke (Macht) in dir. Wenn man daran glaubt, dass Allah dich als eine freie Person erschaffen hat...dann wird deine Freiheit stärker als deine Wünsche...Der Mensch bekommt seinen Wert von dem, was er anerkennt und was er verwirft. Aber einige sagen immer „Ja“, während die anderen immer „Nein“ sagen, wobei eigentlich eine bestimmte Harmonie zwischen den zwei herrschen sollte.

 

Das ist es, was es der Gemeinschaft (Nation) ermöglicht die überheblichen Mächte zu anzufechten und zu bekämpfen. Sie sehen in ihrer Freiheit ihren Stolz und und ihre Selbstachtung...Was sonst bringt die Mujahideen (Kämpfer, sei es im weltlichen oder spirituellen Sinne)dazu auf der ganzen Welt sich aufzuopfern... Es ist ihr Glauben in Freiheit und die Kraft ihres Willens diese zu schützen. Eine Nation, die Unterdrückung und Überheblichkeit akzeptiert, lebt nicht ihre Freiheit aus und somit auch nicht gemäß ihrer menschlichen Natur.

 

Imam Ja'far Sadiq (a.) verbindet Freiheit mit dem Ertragen von Verlust. Er sagte: „Ein freier Mensch ist in jeder Situation frei...Er wird nicht von irgendeinem Unglück zerschlagen, auch wenn er versklavt oder gefangen gehalten wird.“

 

Wir müssen das Fasten als eine Schule betrachten, welche unsere Persönlichkeit entfaltet und unsere Freiheit bestärkt, damit wir zur einer Gemeinschaft ebenbürtig zu den Gemeinschaften der Welt werden.

 

Weißt du, warum die meisten Herrscher der muslimischen Welt der überheblichen Mächte gegenüber nicht fest beharrlich stand halten können? Weil sie damit ihre Throne und Reichtum gefährden würden, und deswegen untergaben sie sich ihnen, damit sie ihren Status beibehalten. Die Herrscher haben diese Versklavung gewählt, und der Freiheit ihrer Nation vorgezogen.

 

Es geht nicht nur um das Essen und Trinken, der Kernpunkt ist frei von der Beschaffung seines Essens zu sein. Dies sollten wir anstreben, wenn wir am fasten sind.

Ein Beispiel: Es gibt diejenigen, die ihre Familienmitglieder und Arbeiter normalerweise unfreundlich behandeln, und ihre schlechte Laune wächst während des Monats Ramadan mehr. Ihre Entschuldigung ist, dass sie am fasten sind. Sie sollten vielmehr wegen dieser schlechten Laune fasten. Wenn du Gottes Strafe fürchtest, während du isst oder trinkst (und somit dein Fasten brichst), dann solltest du wissen, dass dein Fastenbrechen durch Unfreundlichkeit gefährlicher ist.

 

 

 

Das Mitgefühl zu anderen Menschen

 

 

Es gibt ebenfalls eine Art des menschlichen und sozialen Fasten, welche uns vom Propheten und der Imame (a.) überliefert worden sind. Sie berichten uns, dass die Reichen und Wohlhabenden in diesem Monat Ramadan, durch das Gefühl des Hungers und des Durstes, mit denen mitfühlen können, die keine Lebensmittel auffinden und somit darunter leiden.

 

Der Nutzen des Fastens ist, eine freie und starke Person zu werden, die zu allem, was sie ablehnt „Nein“ sagen kann, und alles, was sie akzeptiert, „Ja“ sagt.

 

Damit es nicht gleichgültig ist, ob man fastet oder nicht. Der Gesandte Gottes (s.) sagte: „Es gibt diejenigen, die von ihrem Fasten nichts außer Hunger und Durst haben... Zu fasten bedeutet bzgl. deines Verstandes wegen der Falschheit zu fasten, bezüglich des Herzens wegen dem Hass zu fasten und bezüglich deiner Taten wegen der Ausschweifung zu fasten.“

 

In dieser Zeit der Barmherzigkeit und Vergebung, der Rechenschaftspflicht und der harten Arbeit, lasst uns an einem Ort der Spiritualität und sozialen Not (also wenig an Materialismus) leben.... lasst uns am Ende dieses Monat näher bei Gott sein, und denjenigen, die uns brauchen.

 

Möge Allah, der Erhabene, eure Reue annehmen und uns barmherzig sein. Er ist der Barmherzigste aller Barmherzigen.

privat_, Muhsina and AbdulAllah like this

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Teil II

 

 

 

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen

 

 

Die Predigt des Propheten zur Empfang des Monats Ramadan

 

 

Der Monat des Islams und der Reinheit

 

Zum Anlass, wollen wir die Predigt des Propheten in Erinnerung rufen, die den Empfang dieses Monats behandelt sowie die Anleitung gibt, wie man sich selbst spirituell und sozial darauf vorbereitet. Wenn nun der Monat beginnt, soll der Gläubige den Islam in seinem Verstand, Geist und seinen Taten ausleben. Dieser Monat ist, wie es Imam Ali ibn l Hussein (Imam as Sajjad) in seinem Bittgebet zum Willkommenheißen des Beginns diesen Monats ausdrückt, der Monat des Islams und der Reinheit.

 

Was sagte der Gesandte? Die Rede ist in mehreren Teilen unterteilt. Der erste Teil beschreibt die Großartigkeit dieses Monat, in welche Allah Seine Segnungen, Gnaden und Vergebungen seinem Diener erweisen will...Er lädt ihn zum Essen an Seinem Tisch ein, an dem er das beste Essen isst und das beste Getränk trinkt. Er ist ihr Gastgeber, und es gibt wohl keine bessere Bewirtung (Gastfreundlichkeit) als von Allah, dem hoch Erhabenen. Er ist es, der jegliche körperlichen und geistigen Belohnungen erschaffen hat.

 

So gesehen, ist jede Belohnung, die wir von anderen Menschen bekommen, eigentlich eine Belohnung von Ihm, die Er diesen Menschen gegeben hat.

 

 

 

Der Monat der Segnungen

 

Der Gesandte Gottes (sas) sagte: „Oh ihr Menschen, der Monat Allahs (Ramadan) steht euch mit Seinen Gnaden und Segnungen bevor“, sogar unser Dasein ist neben all den anderen Dingen, die Er uns gegeben hat, eine Gnade von Ihm.

 

Und Vergebung“: Allah vergibt in diesem Monat dies, was er das ganze Jahr über lang nicht vergab. „Dies ist aus Sicht Allahs der beste Monat aller Monate. Seine Tage sind die besten aller Tage“, die Tage, in denen wir beten und Gott dienen, seine Nächte sind die besten aller Nächte, in denen man die Nacht damit verbringt, Allah anzurufen und Ihn darum bittet seine Bedürfnisse zu erfüllen, und dabei fühlt man die Ruhe, die Allah der hoch Erhabene, ihm verlieh. Seine Stunden sind die besten Stunden. Jede Stunde ist gleich eines Monats, da sie mit Allahs Gunst und Vergebung gefüllt sind.

 

Dies ist ein Monat, in dem Allah dich zu Ihm einlädt.

 

Er sendet jedem eine Einladungskarte, die aber nicht wie normale Karten aussieht, denn diese ist vom Quran: O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren.Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig..Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur'an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten (2:183,185)

 

Das ist die Einladungskarte, aber sie lädt nicht zum Essen oder trinken ein, es ist vielmehr eine Einladung zu einem Ehrenmahl der Gnade, Segnungen und Vergebung. Du wurdest in diesem Monat als den Empfänger der Glorie (Ehre) Gottes, dem Barmherzigen, auserwählt.

Was für eine bessere Ehre könnte es da noch geben?...Wenn alle Menschen dich ehren, aber Allah dich erniedrigt (verachtet), wäre diese Ehrung wertlos. Du wurdest in diesem Monat geehrt, im Sinne, dass Allah dich zum Empfangen Seiner Segnungen und Vergebung ruft, dann wenn dich nichts retten kann, außer deine guten Taten.

Dein Atem hat in diesem Monat die Belohnung des Tasbihs (das Gedenken der Namen Gottes, des hoch Erhabenen), soviel dass du nicht mal in der Lage bist, diese mit deiner Zunge aufzusagen...Wenn du deinen Glauben richtig auslebst, dann wird deine Seele Gott gedenken. Es ist nicht wie bei anderen Menschen, die zwar Gott gedenken, aber das nur mit ihrer Zunge, ohne dass die Bedeutungen in ihren Seelen lebendig sind.

Dein Schlaf hat die Belohnung der Anbetung. Du schläfst, damit dein Körper ruht, um die Pflichten für Allah und der Mitmenschen am nächsten Tag vollziehen zu können.

Deine guten Taten werden in diesem Monat angenommen. So auch deine Bittgebete. Deswegen sollst du deinem Herrn innig mit einem Herz, das frei von Sünden und Bösen ist, anrufen, damit Allah dich segnet; nimm das Fasten wahr und lese den heiligen Quran.

Denn der Quran ist das Licht, und wir müssen den Quran immer lesen und vorallem während diesen Monat Ramadan, da er die Zusammensetzung unserer Lehre, die Grundlage der Leitung in all unsere Beziehungen und Handlungsweise ist sowie die Verfassung von Krieg und Frieden.

Deswegen müssen wir ihn so lesen, dass wir ihn verstehen und folgen.

Wahrlich, der Mensch, der in diesem Monat nicht die Gnade und Wohltätigkeit Gottes empfängt, muss sehr unglücklich sein so ein Ende (wie im Jenseits) zu haben.

Das, was du im Ramadan versäumst, kannst du im ganzen Jahr nicht durch irgendetwas ersetzen.

 

 

Der Monat des Gebens

 

Dann gibt es noch viele Menschen, die hungrig und durstig sind und der Ramadan für sie nicht der Monat des Überessens ist. Deswegen sollten wir in diesem Monat während des Fastens beachten, dass es der Hunger und der Durst im Jenseits ist,...weil wenn wir Allah (treu) ergeben sind, dann leiden wir nicht darunter.

Gibt den Armen und den Bedürftigen Almosen.“ Wohltätigkeit vertreibt Unheil. Es lässt dich länger leben und heilt deine Krankheiten.

Darüberhinaus hat Allah mit der Abgabe der Khums und der Almosen bestimmt, dass wir ein Teil unseres Geldes für die sozial Benachteiligten und die um Hilfe Bittenden abgeben.

 

Habe Respekt vor deinen Eltern. Habe Mitleid mit denen, die jünger sind als du, und sei deinen Verwandten und Angehörigen freundlich. Bewahre deine Zunge vor unwürdigen Gerede, und deine Augen vor solchen Anblicken.

Wer auch immer in diesem Monat seinem Angestellten (weiblich oder männlich) leichte Arbeit verrichten lässt, dem wird Allah am Tag der Auferstehung seine Abrechnung erleichtern.

Wer andere in diesem Monat nicht ärgert, wird Allah ihn beim Qiyamat vor Seinem Zorn bewahren. Wer Waise in diesem Monat respektiert und mit Freundlichkeit behandelt, den wird Allah beim Qiyamat mit Würde anschauen. Wer seine Verwandten gut behandeln wird in diesem Monat, dem wird Allah am Qiyamat Seine Barmherzigkeit zu teil werden lassen, während jemand, der seine Angehörigen schlecht behandelt, dem wird Allahs Barmherzigkeit am Qiyamat verwehrt sein.

 

Oh Leute! Die Tore des Paradies bleiben in diesem Monat offen. Betet, dass die Tore für euch nicht geschlossen werden, während die Tore der Hölle geschlossen sind. Betet, dass diese Tore niemals geöffnet werden.“

 

Die vorangegangen Abschnitte der Predigt des Propheten fassen die Verantwortlichkeit des Menschen, wenn er in diesem Monat vor Allah steht, um den heiligen Monat Ramadan in Empfang zu nehmen, so dass er zu dem spirituellen Gastmahl Allahs, zu welchem Allah ihn einlädt, willkommen sein möge.

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Teil III

 

 

Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen

 

Das Willkommenheißen des Monats Ramadan: Lasst uns engagierter und barmherziger sein

 

 

Besseres Verhalten:

 

Wir verbleiben nun mit der Predigt des Propheten (sas) vom letzten Freitag des Shaaban. In dieser Predigt erzählt er über das, was wir letztens über die spirituelle, anbetende (verehrende) und soziale Bedeutung des Fastens sagten. Im übrigen Teil der Predigt spricht er über die menschliche Beziehungen, dabei auffordernd den Menschen im Mitmenschen zu respektieren und ihn mit Mitgefühl (Barmherzigkeit) zu begegnen; sei er ein Familienmitglied, ein Nachbar oder ein Arbeiter, so solltest du nicht hart zu ihm sein oder sein Ego (Selbstgefühl) verletzen, indem du ihm viele Aufgaben erteilst. Vielmehr wird das Mitgefühl mit anderen von Allah belohnt.

Der Gesandte Gottes (sas) sagte: „Oh ihr Leute! Wer auch immer gutes Verhalten (oder Gewohnheiten) in diesem Monat veredeln kann, der wird über den Sirat (Brücke) am Tag der Auferstehung laufen.“ Dieser Sirat ist der Weg, auf dem die Leute zu dem Ort gehen, wo sie vor Gericht gestellt werden. Viele Menschen werden es nicht schaffen an diesem Ort anzukommen, ohne dass sie runter fallen. Aber wenn sie möchten, dass sie den Weg sicher überqueren, müssen sie ihre Verhaltensweisen in diesem Monat verbessern. Der Lohn für die guten Verhaltensweisen ist die Vermeidung von Gottes Zorn. Und das gibt uns die Vorstellung von dem spirituellen Wert der guten Verhaltensweisen im Islam. Es wird sogar in einigen Überlieferungen gesagt, dass ein Mensch, dessen Gottesdienst wenig ist aber ein gutes Verhalten aufweist, den gleichen Rang wie ein Fastender und Betender innehat.

Deshalb möchte Allah, der Erhabene, dass der Mensch seine Beziehungen mit anderen auf eine Grundlage mit guten Verhaltensweisen aufbaut, sei es mit seiner Familie oder mit denjenigen auf seiner Arbeit. Die Grundlage dieser guten Verhaltensweisen sind vom Propheten (sas) erklärt worden, indem er diese Verhaltensweisen mit dem Glauben verbindet, und sagte: „Keiner von euch wird glauben außer, dass er für andere das liebt, was er für sich selbst liebt, und das hasst, was er für sich hasst.“

 

 

Verletze nicht deine Mitmenschen

 

Der Prophet (sas) sagte weiter: Wer auch immer seinen Bediensteten (männliche oder weibliche) in diesem Monat leichte Arbeit gibt, dem wird Allah die Abrechnung am Tag des Gerichts erleichtern... Er bittet uns, die Arbeitszeit zu verringern, da diejenigen, die fasten, möglicherweise nicht in der Lage sind in der gleichen Zügigkeit wie zuvor zu arbeiten...

Wer auch immer es unterlässt, seine Mitmenschen in diesem Monat zu reizen (ärgern), den wird Allah ihm am Qiyamat vor Seinem Zorn schützen. Daher müssen wir in diesem Monat Ramadan in Frieden mit den Menschen leben, und uns davor hüten andere durch unser Reden und Handeln zu beleidigen...Und du solltest bei deiner Familie anfangen...Es gibt überhaupt keinen Grund rum zu schreien, mit der Entschuldigung, dass man am fasten ist. Bevor du jemanden aufgrund deiner Wut schlägst, solltest du Allahs Wut bedenken, Der immer mit den Unterdrückten in dieser und jenen Welt sein wird.

 

 

Verwandte und Waise

 

Wer auch immer seine Angehörigen in diesem Monat gut behandelt, dem wird Allah von Seiner Gnade am Tag der Auferstehung mehr schenken; während demjenigen, der seine Angehörige schlecht behandelt Allahs Gnade am Tag der Auferstehung verwehrt bleiben wird. Du sollst mit deinen Verwandten in Kontakt bleiben, auch wenn sie dich verstoßen haben. Imam as Sadiq (as) wurde von jemandem gefragt, dass er diejenigen, die ihn verstoßen (ausgeschlossen) haben, er ebenfalls verstoßen sollte, wie sie es tun. Er antwortete: „Wenn du sie verstoßt, dann wird Allah dich verstoßen. Aber wenn du ihnen mit Freundlich­keit begegnest (behandelst), dann wird Allah gütig zu dir sein.“

“Und derjenige, der einen Waisen mit Freundlichkeit behandelt, den wird Allah bei seinem Antreffen großzügig begegnen.“ Das Behandeln der Waisen mit Freundlichkeit hat mehrere Formen, nämlich direkt oder indirekt, sprich durch das Waisenhaus. Sei dir gewahr, dass du belohnt wirst, wenn du einen Waisen freundlich begegnest und ihn unterstützt.

Der Prophet (sas) sprach dann den gottesdienstlichen Teil an und sagte: „Wer auch immer ein Sunna (empfohlenes) Gebet in diesem Monat verrichtet, dem wird Allah die Erlaubnis zur Freiheit vor der Hölle erteilen. Wer auch immer ein Pflichtgebet in diesem Monat verrichtet, dem werden die Engel die Belohnung von 70 Gebeten aufschreiben, welche von ihm in anderen Monaten verrichtet wurde. Wer auch immer mehrmals das Salawat auf mich spricht, dem wird Allah seine Waage der Taten schwer wiegen lassen, wenn am Tag der Auferstehung die Waagen der anderen zum leichten neigen werden.

Wer auch immer in diesem Monat einen Vers aus dem Quran liest, wird in der gleichen Weise belohnt, als hätte er den ganzen Quran in anderen Monat verlesen.

Oh ihr Menschen! Die Tore des Paradieses bleiben in diesem Monat offen. Bittet darum, dass die Tore nicht vor euch verschlossen sind, während die Tore der Hölle geschlossen sind. Bittet darum, dass dieses Tore niemals geöffnet werden.“

 

Der Monat Ramadan ist der Monat der Vergebung und Segnungen, und diejenigen, denen Allahs Barmherzigkeit in diesem Monat verwehrt bleibt, gehören zu den Elenden.

Wir müssen diese Gelegenheit nutzen, um unseren Glauben, Engagement und Menschlichkeit zu stärken, denn Allah hat den Monat dazu bestimmt, dass er uns fromm in (gegenüber) all den anderen Monaten macht.

 

(Sayyid Muhammad Hussein Fadlallah (ra))

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Danke Liebe schwester für deine bemühungen inshALLAH wir ALLAH auch dir deinen lohn dafür geben . rose.gif

Das war sehr schön und lehrreich!rose.gif

 

waslamsmile.gif

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Sehr schöner und Motivierender Beitrag. Möge Allah s.w.t. dich dafür Reich belohnen.

 

Wa salam,

 

Mumin

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#bismillah#

Ich habe erst dieses Jahr entdeckt, dass es noch einen vierten Teil gibt. Wenn also auch eigentlich spät, so lernen wir vielleicht dennoch was:

 

Der Monat Ramadan ist eine Rechtleitung für die Menschheit

 

 

Rechtleitung für die Menschheit

 

In Seinem Heiligen Buch sagt Gott:

„Der Monat Ramadan ist der Monat, in welchem Wir den Qur’an hinabsandten als ein Führung für die Menschheit und als Beweis für die Rechtleitung und Unterscheidung.“ (2:185)

Dieser gesegnete Monat ist der Monat, in dem Allah will, dass wir im Gottesdienst ergeben sind, um Ihn besser kennenzulernen und um Ihm mehr gehorsam zu sein, sodass wir Ihm näher kommen und zu Ihm spirituell gefestigter werden, und zwar so sehr, dass wir mit Ihm leben, aber ohne unsere Bedürfnisse im Leben zu ignorieren.

So wie wir uns Ihm ergeben, so will Allah, dass wir über uns selbst nachdenken, damit jeder sich selbst auf einer genauen und gründlichen Art und Weise versteht. Warum will Allah swt das von uns? Weil das, was in uns ist, womöglich unfreiwillig ist. Wir haben uns bspw. bestimmte negative oder schlechte Eigenschaften von unserer Umgebung angeeignet, oder wir haben bestimmte Gewohnheiten und Traditionen von unseren Eltern oder der gesamten Gesellschaft gelernt. Vielleicht erkennen wir, dass wir einige Leute blind geliebt haben ohne ihre Position oder Haltung zu hinterfragen. Das Problem dieser Art von Liebe wird in Allahs Worten dargestellt, wenn er über die Verlierer spricht:

„Diejenigen, deren Mühen in diesem Leben verloren gehen, während sie denken, sie täten gar Gutes.“ (18:104)

 

 

Selbstverantwortung

 

Die Formen des sozialen, psychologischen und politischen Chaos, und ich sage das ebenfalls zu mir, mit dem Lärm, welches unsere Ohren füllt und die Ablenkungen, die wir in unserem Alltag begegnen, macht uns zur Außenstehenden unseres Selbst. Die prophetische Überlieferung sagt: „Richte über dich selbst, bevor andere über dich richten.“ Daher sollte man über sich nachdenken und sich selbst versuchen zu verstehen.

Dies ist weitaus wichtiger als seine Zeit mit sinnlosem Chatten mit anderen zu verschwenden. Es ist sehr gefährlich, das Richten und die Selbstverantwortung zu ignorieren, denn ihre Wirkung ist in beiden Welten. In dieser Welt, wird man das Kriterium zur Unterscheidung zwischen Gut und Böse verlieren, und im Jenseits, wenn man seine Taten rechtfertigen muss, kann man nichts sagen. Daher sollte man die Hintergedanken bei seinen Taten kennen, um zu schauen, ob die Taten und Moralen islamisch sind oder nicht.

 

Unsere Pflichten in diesem Monat

Wir müssen mit dem Beginn des gesegneten Monats die Bittgebete von Imam Zayn al Abideen (as), in welche er unsere Verantwortungen in diesem Monat beschreibt. Und ich würde gerne die Gelegenheit nutzen, die Wichtigkeit der Bittgebete des Imams (As-Sahifa as-Sujadiyah) zu betonen, denn sie handeln um die Angelegenheiten des Individuums, der Gesellschaft und des allgemeinem islamischen Konzepts.

Der Imam (as) sagt: „Und das Lob gehört Gott, Der unter diesen Pfaden (Seiner Wohltätigkeit) Seinen Monat bestimmt hat.“

Dies bedeutet, dass dieser Monat in Wahrheit der Monat Allahs ist, wir wissen zwar, dass alle Monate die Monate Allahs sind, doch der Monat Ramadan für Allah allein. Und als solches sollte es Ihm gewidmet sein, der Monat des Fastens und des Islams, in welchen der Gläubige angehalten ist, den Quran zu lesen, um gelehrt und wissend in den islamischen Angelegenheiten zu werden. Allah swt will, dass wir den Geist des Rufes in diesem Monat leben. Es ist der Monat der Reinigung, in welchem wir von unserem psychischen und moralischen Schmutz gereinigt werden. Es ist der Monat, in dem wir auf die Probe gestellt werden, in welchem wir gegen unser Selbst kämpfen, um uns in die richtige Richtung zu bewegen.

 

Es ist der Monat des Stehens im Gebet, „in welcher Quran als Führung für die Menschen hinabgesendet wurde und als klarer Beweis für die Rechtleitung und der Unterscheidung (von Gut und Böse)“.

Dieser Vers macht die Vorzüglichkeit über alle Monate klar. Daher ist er der beste Monat.

 

„Und Allah zeichnete diesen Monat vor allen anderen Monaten aus, in dem Er mit Segnungen und trefflichen Vorzügen überhäufte. Um diesen Monat zu erhöhen, hat Er in ihm untersagt, was Er in anderen Monaten erlaubt hat. Zu Ehren dieses Monats verwehrte der Erhabene darin Essen und Trinken und legte eine bestimmte Frist für ihn fest, welche Er weder zu verkürzen noch zu verlängern bereit ist.

Einer Nacht dieses Monats gab Er den Vorzug über tausend Nächte und nannte sie "Nacht der Bestimmung"; in ihr sendet Er seine Engel und den Geist durch Erlaubnis mit jeglichem Geheiß hernieder, damit Frieden herrsche bis zum Beginn der Morgendämmerung für jeden Seiner wahren Diener!“

 

 

 

Den Vorzug diesen Monats kennen

 

Was erbittet der Imam von seinem Herrn in diesem Monat? Dieses lehrt uns, dass wir die gleichen Dinge von unserem Herrn erbitten:

 

„Oh Herr, segne Mohammad und seine Nachkommenschaft und inspiriere unsere Herzen, auf dass wir die herausragende Bedeutung dieses Monats erkennen, damit wir ihn entsprechend würdigen.

Lass uns all der Dinge enthalten, die Du in diesem Monat verboten hast und hilf uns das Fasten durchzustehen, indem wir unsere Glieder davor bewahren, Dir ungehorsam zu sein und sie für das einsetzen, was Dir wohlgefällig ist.

Stehe uns bei, damit wir unsere Ohren nicht eitlem Geschwätz leihen und unsere Augen nicht auf Schändliches richten, damit wir unsere Hände nicht nach Unerlaubtem ausstrecken und mit unseren Füßen nicht Verbotenes betreten, damit wir unsere Leiber nicht füllen, außer mit dem, was Du erlaubt hast und unsere Zungen nichts sprechen, außer Dir Wohlgefälliges, und dass wir uns nicht selbst erhöhen, es sei denn in unserem Streben zu Dir und dass wir nichts tun außer das, was uns vor Deiner Strafe bewahrt.

Darum reinige dies alles von Eitelkeit, die geliebt wird von denen, die sich zur Schau stellen und die ersehnt wird von den Geltungssüchtigen, so dass wir in unserer Verehrung von Dir nichts neben Dich stellen und nichts ersehnen außer Dir.

Oh Herr, segne Mohammad und seine Nachkommenschaft und gewähre uns die Kraft, die fünf Gebete zur rechten Zeit zu verrichten, ohne dabei zu übertreiben.

Gib uns die Kraft, unsere Pflichten, die Du uns auferlegt hast, zu erfüllen, ebenso die vorgeschriebenen Handlungen zu tun und vorgeschriebene Zeiten einzuhalten.

Erhebe uns in die Reihen derjenigen, deren Gebete Du gnädig annehmen wirst, derjenigen, welche die wesentlichen Punkte genau beachtet haben, die sie immer zur rechten Zeit verrichten in vollständiger Reinheit und größter Ergebenheit, so wie es uns Dein Diener Mohammad gelehrt hat. Dein Segen sei über ihn und über seiner Familie in ihren Verbeugungen und Niederwerfungen und all ihren anderen herausragenden Taten der Verehrung.“

 

Dann widmet sich der Imam zu den sozialen Aspekten und sagt:

„Und oh Herr, gib uns die Gnade, in diesem Monat unseren Verwandten Gutes zu tun und ihnen unsere Liebe zu zeigen, und uns freundlich und wohltätig um unsere Nachbarn zu sorgen, Schulden zurückzuzahlen und unser Eigentum zu reinigen durch die Zahlung von Almosen“

 

(Denn es gibt diejenigen, welche nicht die Almosen zahlen, ausser wenn sie die Pilgerfahrt vollziehen. Und alle, die absichtlich nicht die Khums zahlen, sind Diebe, die das Geld der Waisen und der Bedürftigen gestohlen haben.)

 

„und den zurückzurufen, der uns verlassen hat, und dem gegenüber gerecht zu sein, der uns ungerecht behandelt hat und Frieden mit dem zu schließen, der uns angefeindet hat. Weit seien wir jedoch davon entfernt, uns mit denjenigen zu versöhnen, der Dich und Deine Sache verabscheut, denn wahrlich, er ist ein Feind, mit dem wir keine Freundschaft schließen werden und gehört zu denjenigen, mit denen wir niemals auf gutem Fuße stehen werden.

Und erweise uns Deine Gnade, oh Herr, uns durch reine Taten, durch die Du uns von Sünden reinigen mögest, an diesem Monat an Dich anzunähern und behüte uns in dieser Zeit, in Tadel zurückzufallen, so dass keiner Deiner Engel die Gelegenheit hat, Dir außer von solchen unserer Handlungen zu berichten, die unter Deinem Gehorsam fallen und Mittel der Annäherung an Dich sind.“

 

 

Das ist die Atmosphäre, in der uns Imam Zayn ul Abideen (as) sehen will, damit wir unser Selbst dafür vorbereiten, diesen Monat zu empfangen, die Ansicht seiner Väter und die des Propheten (sas) auszudrücken. Bevor wir also darüber nachdenken, was für ein Essen wir zum Fastenbrechen essen sollen, sollten wir uns spirituelle und moralisch vorbereiten. Wir müssen immer mit dem Guten sein, dem Recht und der Gerechtigkeit, um mit denen zu sein, die Allah gehorsam sind.

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