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Das Herz des Rufenden


Jasmina
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Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Möge Allah Muhammad und seine Familie segnen und reichlich Frieden über ihre reinen Seelen schicken

 

Das Herz des Rufenden

 

Verzeichnis:

  • [ankerlink=TEIL I]TEIL I[/ankerlink]
  • [ankerlink=TEIL II]TEIL II: Warum nun der Rufende situationsbedingt gebraucht wird, und was es mit der Abneigung zu Gott zu tun hat [/ankerlink]
  • [ankerlink=TEIL III]TEIL III Wissen – die Ausrüstung des Weges[/ankerlink]
  • [ankerlink=TEIL IV]TEIL IV Gott, der Gütige, der das Böse verabscheuende[/ankerlink]
  • [ankerlink=TEIL V]TEIL V Der Mensch – Anklagender oder Angeklagter?[/ankerlink]
  • [ankerlink=TEIL VI]TEIL VI Handeln, aber mit Voraussetzung des Verstehens[/ankerlink]
  • [ankerlink=TEIL VII]TEIL VII Der Rufende ruft und erhört kein Echo[/ankerlink]
  • [ankerlink=TEIL VIII]TEIL VIII Erkenntnis regnet es, wenn Schleier genommen werden[/ankerlink]
  • RESÜMEE

 

 

 

[anker=TEIL I]TEIL I[/anker]

 

„Und diejenigen, die, wenn sie mit den Zeichen ihres Herrn ermahnt werden, deswegen nicht wie taub und blind darauf stürzen.“ (Sure 25 Vers 73)

 

Dieser Vortrag handelt genau um das Problem, welches in diesem Vers ange­sprochen wird. Vielleicht stellt man sich jetzt hier die Frage, warum der Vortrag „Das Herz des Rufenden“ heißt und was es mit dem oben genannten Vers zu tun hat.

Kann denn jemand in das Herz desjenigen schauen, dem man sich immer annimmt, von dem man jeden Tag Gebrauch macht, immer zu bestimmten Zeit, am bestimmten Ort, zur bestimmten Situation, und vor allem macht er davon Gebrauch, um sein Glück und Nutzen daraus zu ziehen, wann immer er will und wann immer sein Gemüt es braucht, ohne dass er den Rufenden eigentlich verstanden hat; wozu er da ist?

 

Ein großer Mann erzählte einst seinen Gefährten:

 

Und die meisten Menschen werden nicht glauben, magst du es auch noch so eifrig wünschen. Und du verlangst von ihnen keinen Lohn dafür. Vielmehr ist es eine Ermahnung für alle Welten. Und wie viele Zeichen sind in den Himmeln und auf Erden, an denen sie vorbeigehen, indem sie sich von ihnen abwenden! Und die meisten von ihnen glauben nicht an Gott, ohne (Ihm) Götter zur Seite zu stellen. Sind sie denn sicher davor, dass nicht eine überwältigende Strafe von Gott über sie kommt, oder dass nicht plötzlich die Stunde über sie kommt, während sie nichtsahnend sind? "Sprich: "Das ist mein Weg: Ich rufe zu Gott; ich und diejenigen, die mir folgen, sind uns darüber im klaren. Und gepriesen sei Gott; und ich gehöre nicht zu den Götzendienern."

 

Dieser großer Mann ist niemand anderes als der ehrenwerte Prophet Muhammad (sas), der die Worte Gottes dort verliest (Sure 12 Verse 103-108); der seine Gefährten ans Herz gelegt hat, nicht unachtsam zu sein, nicht das zu verleugnen, um den eigenen Vorteil zu rechtfertigen, indem sie sagen:

 

Und wenn ihr einem Menschen euresgleichen gehorcht, dann werdet ihr gewiß Verlierende sein. Verheißt er euch etwa, daß ihr, wenn ihr tot seid und Staub und Gebeine geworden seid, wieder auferstehen werdet? Weit, weit hergeholt ist das, was euch da verheißen wird! (Sure 23 Vers 34-36)

 

Und was verleugnen wir? Verleugnen wir diese Ansicht der Ungläubigen, oder bestätigen wir diese vielleicht in einer bestimmten Zeit, am bestimmten Ort, zur bestimmten Situation, um unseren Nachteil zu umgehen?

Der Koran benutzt häufig diese Art der Rhetorik, um den Menschen das klar zu machen, was sie in ihrem Inneren hegen, er stellt das bloß, was niemand wissen soll, wie hier: Und Wir haben ein Buch, das die Wahrheit spricht; und es soll ihnen kein Unrecht geschehen. Nein, ihre Herzen beachten dieses (Buch) ganz und gar nicht, und außerdem gibt es da Tätigkeiten von ihnen, die sie fortführen (Sure 23 Verse 62-63)

 

Oder hier: "Und unter den Menschen gibt es solche, die leeres Gerede vorziehen, um (Menschen) ohne Wissen von Allahs Weg hinweg in die Irre zu führen, und um damit Spott zu treiben. Solchen (Menschen) harrt eine schmähliche Strafe. Und wenn ihm Unsere Verse verlesen werden, so kehrt er sich überheblich (von ihnen) ab, als hätte er sie nicht gehört, als wären seine Ohren schwerhörig. So verkünde ihm schmerzliche Strafe. (31:6-7)

 

Und wenn den Menschen ein Schaden trifft, ruft er Uns an, ob er nun auf der Seite liegt oder sitzt oder steht; haben Wir aber den Schaden von ihm fortgenommen, dann geht er seines Weges, als hätte er Uns nie um (die Befreiung) vom Schaden, der ihn getroffen hat, angerufen. Also zeigt sich den Maßlosen das in schönem Licht, was sie begangen haben. (10:12)

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[anker=TEIL II]TEIL II[/anker]

 

[anker=Warum nun der Rufende situationsbedingt gebraucht wird, und was es mit der Abneigung zu Gott zu tun hat]Warum nun der Rufende situationsbedingt gebraucht wird, und was es mit der Abneigung zu Gott zu tun hat[/anker]

 

"Hast du den gesehen, der seine persönliche Neigung zu seinem Gott macht? Könntest du wohl sein Wächter sein?“ (25:43)

 

„Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne (Ihm) Götter zur Seite zu stellen.“ (12:106)

 

Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen Teil? Für diejenigen unter euch, die solches tun, gibt es aber keine andere Vergeltung außer Schande in diesem Leben (2:285)

 

Das Problem ist, dass die Menschen nicht an etwas Absolutes glauben können, vorallem wenn nur das Herz, also das immaterielle, es erreichen kann.

 

Wenn man aber glaubt, warum gibt es diese bestimmte Entfernung und Abneigung gegenüber die Gesetze und sogar Gott? Was antworten wir auf diese Frage: O du Mensch! Was hat dich hinsichtlich deines Ehrwürdigen Herrn betört (82:6), Warum haben manche einen gewissen Unmut gegenüber Ihn, welcher durch Verse, wie diese bestärkt werden:

 

Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihr Gehör; und über ihren Augen liegt ein Schleier; ihnen wird eine gewaltige Strafe zuteil sein. (2:7)

In ihren Herzen ist eine Krankheit, und Allah mehrt ihre Krankheit, und für sie ist eine schmerzliche Strafe dafür (bestimmt), daß sie logen. (2:10)

 

Diejenigen, die nicht an Unsere Zeichen glauben, die werden Wir im Feuer brennen lassen: Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben Wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe kosten. Wahrlich, Allah ist Allmächtig, Allweise. (4:56)

 

 

Es ist ein Mangel, der ganz unten herrscht. Unten an dem Fundament.

Der zu Anfang genannte Vers, erläutert auch das Problem der Faszination. Bei Jugendlichen vor allem ist häufig das Problem, dass ihnen was vorgesetzt wird, und sie sind fasziniert davon. Die Sache ist gar nicht durch den „Verstand“ gelaufen. Man hat es sofort aufgenommen, weil etwas unglaublich Reizbares versprochen wird und man geht dem auch nach, ohne auf seine wahren Gefühle dafür einzugehen. Diese Faszination ist wie eine Art Rausch, in dem der Mensch etwas macht, von dem er nicht wirklich weiß, wieso. Und wenn der Rausch dann endet, dann fängt der Zweifel und die Verwirrung an. Andere Überzeugungen und Denkweisen kommen hinzu, und verunsichern. Diesweil die eigene Überzeugung nicht auf etwas sicheres und langwieriges fußte, sondern auf etwas kurzweiliges.

 

Es ist diese oberflächliche Beziehung dazu. Diese oberflächliche Beziehung ist auch der Grund für die Angst vor Gott, wie die gewisse Abneigung gegenüber Ihn. Diese o.g. Verse schleichen sich ganz unten ein, ohne dass sie vom Verstand kontrolliert worden sind, noch von der Liebe.

Wenn du sie fragst: "Wer läßt vom Himmel Wasser herabkommen, mit dem Er die Erde, nachdem sie tot war, wieder belebt, sagen sie bestimmt: "Gott." Sprich: "Gepriesen sei Gott!" Doch die meisten bedienen sich nicht des Verstandes. (29:63) Durch die o.g Verse wurden falsche und negative Gefühle entwickelt. Der Rausch der Faszination überdeckt diese ein wenig. Es macht aber nur blind und ignorant. Ignorant zu den Gefühlen, die man hegt. Das ist ein Widerspruch. Ein falsches Verständnis führt zum Irrweg, und davor sollte man sich hüten:

 

Und gewiß, viele führen mit ihren Gelüsten durch Mangel an Wissen zum Irrweg. Wahrlich, dein Herr kennt die Übertreter am besten. (6:119)

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[anker=TEIL III]TEIL III[/anker]

Wissen – die Ausrüstung des Weges

 

Er gibt die Weisheit, wem Er will, und wem da Weisheit gegeben wurde, dem wurde hohes Gut gegeben; doch niemand bedenkt dies außer den Einsichtigen. (2:269)

 

Wie aus den Versen ersichtlich, ist Wissen unabdingbar, um zum rechten Weg zu kommen. Der Verstand, der dieses Wissen aufnimmt, und auch sonst über die körperlichen Kräfte wie Zorn, Begierden, Leidenschaft herrschen soll, erlangt somit Weisheit.

 

Wir müssen anfangen unserer Seele einer strengen Unterweisung zu unterziehen. Der Intellekt muss vorherrschen und im Wesen muss Gerechtigkeit sein. Hier kommt die edelste Wissenschaft zum Einsatz, und zwar die Ethik.

 

Die Menschen beschäftigen sich zu wenig mit ihrer Seele, und geben ihr einen un­würdigen Wert und Aufmerksamkeit. Sieht man sich die heutige Technik, die Werbungen, Vermarktungen, Erfindungen usw. an, erkennt man, dass sie nur noch danach streben, materielle Vollkommenheit zu erlangen. Es geht nur noch um Materialität, die Befriedigung derer und um jeden Preis sich das Leben einfach zu machen, ungeachtet jeder Würde. Es hat einen verdorbenen und unmoralischen Charakter angenommen, der die seelischen beständigen Freuden und Tugenden verdrängt. Wir müssen uns auf Geduld, Gerechtigkeit, Weisheit, Mut und Enthaltsamkeit besinnen, ansonsten wird die Menschlichkeit aussterben und soziale Ungleichheit noch mehr an Tiefe annehmen.

 

Die guten Instinkte wie Religiösität, Barmherzigkeit, das Gefühl zu lieben und geliebt zu werden usw. nähert sich immer mehr der Oberfläche bis sie an ihr verdunstet. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Kälte und Hass uns beherrschen. Wir dürfen nicht zulassen, dass uns die Barm- und Gutherzigkeit abhanden kommen. Wir müssen verstehen, worauf es ankommt. Und das besteht nicht daraus übermütig andere Lehren zu widerlegen, während man seine eigene nicht verstanden hat, oder auf obszöner Weise zu reagieren, wenn man negative Behauptungen bzgl. seiner Überzeugung bekommt; oder nach den Fehlern anderer Menschen zu suchen, und ihnen zu schaden. Man kommt schließlich von der gleichen Familie Adams (As).

 

Das Gefühl von Zorn und Begierden und unsere Vorstellungen sind nichts schlechtes, sie sind sogar nötig. Durch den Zorn erkennen wir Gefahren und Aggressionen, und können diese bekämpfen. Die Tugend daraus ist Mut. Das ist das Mittelmaß, während Feigheit und Übermut Ausschweifungen sind, und somit Laster für die Seele. Die Begierden bzw. Leidenschaften brauchen wir ebenfalls, die zur Fortpflanzung und somit zur Wahrung der Menschheit dient. Die Vorstellungskraft lässt uns spezielle und allgemeine Dinge veranschaulichen, um daraus dann schlusszufolgern. Diese guten Eigenschaften können aber nur vorhanden sein, wenn der Intellekt, der mit viel Wissen versorgt werden muss, der Anführer vom Zorn, der Leidenschaft und der Vorstellungen ist. Nur so bekommen alle ihren Platz und die angemessene Anwendung. Nur so verstehen wir den Islam und Gott. Es ist wie ein beschmutztes Fenster, dass durch Reinigung immer klarer wird.

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[anker=TEIL IV]TEIL IV[/anker]

Gott, der Gütige, der das Böse verabscheuende

 

Gott sagt, dass er der Barmherzigste ist und er sich die Barmherzigkeit sogar vorgeschrieben hat. Was bedeutet aber Barmherzigkeit in Bezug auf Gott zu uns? Unsere Erschaffung wurde schon durch Barmherzigkeit ausgezeichnet. Es hat grenzenlose Ausmaße. Die Vergebung Gottes, Seine Herzlichkeit, Sein Wohlgefallen, Seine Huld und nicht zu letzt seine Rechtleitung, werden alle von Seiner Barmherzigkeit bestimmt. Gelehrte haben sich darauf geeinigt, dass die Barmherzigkeit als das höchste göttliche Handlungsprinzip gilt. Besinnen wir uns also auf Ihn, der schließlich die Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit zwischen uns gesetzt hat. Er kann nichts anderes wollen als diese, da Er die Liebe, die Weisheit, das Wissen, die Barmherzigkeit usw. selber ist. Es ist Sein Wesen.

 

Allah swt sagt: Meine Barmherzigkeit ist schneller als mein Zorn!

 

Allah swt sagte zu Moses (as) O Moses, wenn die Menschen, die sich von Mir abgewandt haben, wüßten, dass Ich sie liebe, würden sie sich zu Tode schämen.

 

Unser Fundament braucht ein neues richtiges Gottesbild. Wir müssen uns die Vorstellungen von einem unbarmherzig strafendem und harten Gott aus dem Kopf schlagen, denn sie sind durch falsches Wissen und Verständnis entstanden. Wir müssen weiter und abstrakter denken, wenn es um spirituelle Sachen geht, denn der Mensch kann weitaus mehr, als im endlichen Materialismus zu denken. Und das ist das Problem. Der Mensch hat nichts Fassbares und auch nichts zum Sehen, damit er geistig an eine Sache glaubt und sie dann sogar liebt. Das, was er liebt, will er jeden Tag sehen und anfassen können, er will direkt eine Antwort auf sein Tun bekommen. Diese bekommt er aber, wäre diese oberflächliche Beziehung nur nicht.

Allah (swt) spricht: "Mein Diener nähert sich Mir durch freiwillige Verehrung bis Ich ihn liebe. Und wenn Ich ihn liebe, bin ich das Auge, durch das er sieht, und das Ohr durch das er hört. Nähert er sich mir eine Spanne, so komme ich ihm eine Elle entgegen. Und wenn er gehend kommt, so komme ich gelaufen!"

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[anker=TEIL V]TEIL V[/anker]

 

Der Mensch – Anklagender oder Angeklagter?

 

Entziehen wir uns dem Grundgedanken dieser Spaßgesellschaft, und begehren das, was bleibt, was wirklich ist, was uns weiter bringt. Die heutige Gesellschaft braucht Leute der Gerechtigkeit, der Wahrheit, der Liebe, der Ehrfurcht, der Wirklichkeit.

Die Realität ist wohl das unbeachteste Phänomen unter den Menschen. Jeder beginnt seine Gedanken mit dem Nutzen für sich und von seiner beschränkten Sichtweise aus. Alles kann man in Frage stellen, aber nicht seine Meinung. Diese Menschen sind oft von Ignoranz und Sturheit betroffen. Sie haben Herzen, mit denen sie nicht begreifen, und sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen, und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören (7:179) Sie sind es dann auch, die am meisten zu widerlegen versuchen, und bei jeden und allen die Falschheit finden. Hier kommen wir wieder zu dem „eigenen Vorteil ausschöpfen“.

"Doch wenn sie dir nicht Folge leisten, dann wisse, daß sie nur ihren eigenen Neigungen folgen. Und wer ist irrender als der, der ohne Führung Allahs seinen eigenen Neigungen folgt? Wahrlich, Allah leitet das ungerechte Volk nicht. (28:50)

 

Wenn der Mensch offen und bestrebt danach ist, andere Menschen einen Nutzen sein, sie zu lieben, ihren Wert erkennt, der ist auch offen für Gott und erkennt auch Seinen Wert. Er wird erkennen, wie unerlässlich der Pfeil in die richtige Richtung ist. Er wird erkennen, dass das Leben darauf ausgerichtet ist, nach Glück zu streben; beständigem Glück. Und nichts auf dieser Welt ist beständig außer Allah. Und nicht das, was auf der Welt existent ist, auch wenn es noch so unwiderstehlich ist:

 

Jene rufen zum Feuer, doch Allah ruft zum Paradies und zur Verzeihung mit Seiner Erlaubnis und macht den Menschen Seine Zeichen klar, damit sie Seiner gedenken mögen. (2:221)

 

Gott liebt ausnahmslos alle Menschen, weil er sie geehrt hat. Er hat sie mit Barmherzigkeit erschaffen und sie vor allen anderen Geschöpfen erhöht.

Wir haben die Kinder Adams geehrt, haben sie über Land und Meer getragen, sie mit Gütern versorgt und sie vielen Geschöpfen vorgezogen. (17:70)

 

Wir sind nicht die besseren Geschöpfen als die anderen, weil wir fühlen können, wenn wir hungrig oder durstig sind, oder schlafen, wenn wir wollen, auch nicht, weil wir Gefahren erkennen können, weil wir beschützen, und auch nicht, weil wir unterwerfen und Macht ausüben können usw. Denn das können die Tiere auch, wenn nicht sogar besser. Wir wurden durch die Existenz unseres Verstandes, unseres erkennenden Herzes erhoben. Das Herz, das in tiefe Freuden und auch Schmerzen fallen kann, das eine weite Tiefe (Spiritualität) hat und auch eine Oberfläche, kann Gott bewusst erkennen und darin besteht die Erhöhung.

Und die Liebe zu Gott beinhaltet nicht die Liebe, die wir zu einem Menschen hegen. Es ist kein Gefühl, das man nur spürt, wenn man es ansieht. Die Liebe zu Gott ist vielmehr. Die Liebe drückt sich nicht nur durch Gefühle aus, sondern durch die Taten, die zu Gottes Nähe leiten. Wir sind Muslime, wir sind Bezeugende, wenn wir das Bezeugte ausleben. Die Bezeugung zur Gottes Einheit hat eine unmittelbare Verbindung zur Bezeugung von Mohammads Gesandschaft. Denn der Prophet hat die Bekenntnis zur Einheit Gottes ausgelebt.

Wie kann man sagen, man würde Gott lieben, und er strebt dabei gar nicht seine Nähe an (wie Gebet, Fasten, Dhikr, Gute Taten usw.)? Solange noch das eigene Ego vor den Augen schwirrt und die Sicht zu Weg Gottes verwehrt, wird man nicht einen Schritt zu Gott tätigen können.

Euer Reichtum und eure Söhne sind es nicht, die euch Uns näherbringen. Nur die Gläubigen, die gute Werke tun, werden doppelte Belohnung für ihre Werke bekommen. Sie werden gewiß in den höchsten Gemächern des Paradieses wohnen (34:37)

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[anker=TEIL VI]TEIL VI[/anker]

 

Handeln, aber mit Voraussetzung des Verstehens

 

Lieben wir Ihn also, in dem wir das Banner des Islams hochhalten, seine Lehren ausleben, denn darin besteht der Weg zu Nähe Gottes, und somit zu unserer Glückseligkeit. Die Glückseligkeit erlangt man durch die Dienerschaft. Man erniedrigt seine Seele, da man von unten besser nach oben schauen kann. Und wer in Gott seine Glückseligkeit sieht, der hat die Liebe erreicht.

Allah sagt: Keiner hat Mich geliebt und Ich weiß, dass es gewiss aus seinem Herzen kommt, außer dass Ich ihn bei Mir angenommen habe und ihn so geliebt habe, wie keiner Meiner Geschöpfe. Wer Mich aufrichtig sucht, wird Mich finden und wer einen anderen sucht, wird Mich nicht finden, so verwirft o Bewohner der Erde alles, was euch in ihr verführt und kommt zu Meiner Würde und zu Meiner Begleitung und zu Meiner Gesellschaft und zu Meiner Unterhaltung... Neigt zu Meiner Unterhaltung, neige Ich zu eurer Unterhaltung und eile Ich zu eurer Liebe.

 

Wenn wir gestorben sind, und zu Allah zurück kehren, können wir uns es dann anmaßen, dass wir die Seele beschmutzt zurück geben? Wie werden wir da vor Allah stehen?

Aber Allah nimmt keine Seele an, die beschmutzt ist. Seine Gerechtigkeit kommt Seiner Barmherzigkeit, die über Sünden hinweg sieht, zuvor. Seine Barmherzigkeit, die zum Paradies verhilft, wird sich an diesem Tag über die Gläubigen ausstrecken, aber nicht über die Verlierer: Die, deren Mühe verloren ist in irdischem Leben; und sie denken, sie täten gar Gutes. (18:104). Und diesweil die schlechten Taten des Sünders seine Hölle aufgebaut haben, die auf ihn wartet. Das Feuer ist nichts anderes als die Wirkungen dieser Taten. Man hat sich sein Jenseits selbst aufgebaut. Sichtbar ist das Unheil an Land und auf dem Meer infolge der üblen Taten, die die Menschen begangen haben. Gott läßt sie auf Erden etwas von den Folgen ihrer Werke erleiden, auf daß sie reumütig davon ablassen (30:41) Und derjenige, der Gottes Nähe anstrebt, wird sie an diesem Tag voll erfahren, was auch Paradies genannt wird, und diejenigen, die schlechtes taten: Ihr werdet im Jenseits die qualvolle Strafe kosten. Euch wird nur vergolten, was ihr getan habt. (37:38-39)

Das Feuer im Jenseits ist etwas Reinigendes. Es gibt drei Arten, die reinigen, und eine Art, die denjenigen bevorsteht, die sich überhaupt nicht reinigen wollen. Sie werden immer im Feuer bleiben. Nun ist es dies jetzt nicht ein Feuer wie wir es hier kennen, denn im Jenseits gibt es nichts materielles. Es hat nur einige gleiche Eigenschaften wie das Feuer. Und der seelische Schmerz ist schlimmer als der körperliche.

Wir haben das (Feuer) zur Ermahnung (vor der Hölle) erschaffen und zum Nutzen für die Wanderer durch die Wildnisse. (56:73)

 

Diese schmerzliche Strafe habt ihr euch durch eure Taten zugezogen. Gott tut seinen Dienern niemals unrecht. (3:182)

 

Als sie Gottes Gaben verleugneten, taten sie nicht Uns, sondern sich selbst unrecht. (2:57)

 

Nicht Gott ist es, Der ihnen unrecht getan hat, sondern sie selbst haben sich unrecht zugefügt. (3:117)

 

Und jedem wird voll vergolten werden, was er getan hat, denn Er weiß am besten, was sie tun (39:70)

 

Eine richtige „Vorstellung“ von diesem Prozess ist unablässig, da diese die Taten beeinflußt, und damit wir nicht so denken wie diese:

 

Wie seltsam verhielten sich die Leute, denen ein Teil von der Schrift zuteil geworden war! Sie wurden aufgefordert, das Urteil gemäß dem Buch Gottes anzunehmen. Einige gingen jedoch ablehnend fort. Sie verhielten sich so, indem sie sagten: "Das Höllenfeuer wird uns nur wenige Tage berühren. " Durch diese falsche Vorstellung gingen sie in ihrer Religion irre. Wie werden sie sich verhalten, wenn Wir sie an einem bestimmten Tag, (dem Jüngsten Tag,) an dem nicht zu zweifeln ist, versammeln? Jede Seele wird genau nach ihren Taten gerichtet. Keinem wird Unrecht geschehen. (3:23-25)

 

Das ist es, wenn Allah so spricht:

 

Diejenigen, die nicht an Unsere Zeichen glauben, die werden Wir im Feuer brennen lassen: Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben Wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe kosten. Wahrlich, Allah ist Allmächtig, Allweise. (4:56)

 

Gott warnt euch vor Sich selbst. Doch Gott ist höchst barmherzig gegenüber den Ihm dienenden Menschen. (3:30)

 

Beachten wir das also in unserer Denkweise und unseren Taten. Auch wenn es uns schwer fällt, eine Verbindung zwischen unserem Umstand, unseren Taten, der Welt und ihrer Vorgänge, und sogar im Gebet zu Gott herzustellen, müssen wir darum bestrebt sein durch Wissen und Macht. Wir müssen es verstehen, damit wir uns dafür hergeben können. Allah ist barmherzig und gütig, und will seinen Dienern nichts schlechtes.

Er hat kein Wohlgefallen daran, wenn sie sich bekämpfen im Namen der Wahrheit. Die Wahrheit hat ihre Feinde und ihre Anhänger. Und die Wahrheit ist mit Wissen auffindbar. Jedes andere Gerede ist Gift, und man sollte sich davor bewahren, etwas zu sagen, von dem man nicht weiß, ob es der Wahrheit entspricht, oder die Wahrheit in irgendeiner Weise entwürdigt:

Und diejenigen, die nichts Falsches bezeugen, und die, wenn sie unterwegs leeres Gerede hören, mit Würde (daran) vorbeigehen. (25:72)

 

"Und wenn er ihnen verlesen wird, dann sagen sie: ""Wir glauben daran. Wahrlich, es ist die Wahrheit von unserem Herrn; wir hatten uns (Ihm) schon vordem ergeben.""

"Diese werden ihren Lohn zweimal erhalten, weil sie geduldig waren und das Böse durch das Gute abwehrten und von dem spendeten, was Wir ihnen gegeben hatten.

"Und wenn sie leeres Gerede hören, so wenden sie sich davon ab und sagen: ""Für uns (seien) unsere Taten und für euch (seien) eure Taten. Friede sei auf euch! Wir suchen keine Unwissenden.""

"Wahrlich, du kannst dem den Weg nicht weisen, den du liebst; Allah aber weist dem den Weg, dem Er will; und Er kennt jene am besten, die die Führung annehmen. (28:53-56)

Seht ihr, wie Allah euch liebt und vorgezogen hat ...und Er kennt jene am besten, die die Führung annehmen. Habt ihr die Führung nicht angenommen, indem ihr Ihn erkannt habt und folgt?

Aber der Mensch ist hochmütig. Er erachtet, das was bei ihm ist als absolut, und verwirft alles, was nicht seiner entspricht, und lässt so seine Verantwortung zu der Verpflichtung außer Acht.

 

Sieht der Mensch nicht, daß Wir ihn aus einem Samentropfen erschaffen haben, und daß er dann ein offenkundiger Widersacher wurde? (36:77)

 

Wir haben den Himmeln, der Erde und den Bergen die Verpflichtungen vorgelegt. Da weigerten sie sich, sie zu tragen und fürchteten sich davor, aber der Mensch trug sie, obwohl er doch höchst ungerecht, höchst unwissend ist. (33:72)

 

Die Schriftbesitzer schlugen erst verschiedene Wege ein, nachdem das klare Beweiszeichen zu ihnen gekommen war. (98:4)

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[anker=TEIL VII]TEIL VII[/anker]

 

Der Rufende ruft und erhört kein Echo

 

Damit wir den Rufenden verstehen, müssen wir das Wesen und seine Absicht untersuchen. Die islamischen Gebote sind eine Regelung des diesseitigen Lebens. Der Tod ist eine Veränderung, aber kein Zerfall. Wenn jemand Gutes tat und verstanden hat, dann hat er nichts zu befürchten.

Und doch war ihnen nichts anderes befohlen worden, als Allah treu in lauterem Glauben zu dienen und das Gebet zu verrichten und die Zakah zu entrichten. Und das ist die Religion der Geradlinigkeit (98:5)

Die Gebote werden falsch verstanden, und sie werden auch mit einer falschen Absicht angefangen. Das Fasten im Monat Ramadan z.B. ist nicht nur die Verwehrung von Essen und Trinken, und dann zu warten bis man essen und trinken darf. Im Monat Ramadan wird das Spiel mal umgedreht. In diesem Monat wird das außer Acht gelassen, worauf man in anderen Monat sehr drauf geachtet hat, und das gezeigt, was man in den anderen Monaten vernachlässigt hat. So wurde uns materielle Enthaltsamkeit geboten, und zu spirituellem Bewusstsein aufgefordert. Es wurde gefördert im Sinne, das Gott in diesem Monat das Werkzeug zur Reparatur der Seele zur Verfügung stellt, und noch mehr. Die seelische Schwäche wird offen gelegt, und die Möglichkeit gegeben sie zu veredeln. Und das, was in diesem Monat an Helfern offenbar wird, wird es in keinen anderen Monat geben.

 

Wenn man aber nun die Absicht hat, nichts zu essen und zu trinken, und wartet bis zum Abend, dass man was vernünftiges machen kann, ist kontraproduktiv. Denn viele fühlen sich berechtigt, das Fasten als Entschuldigung für ihr Nichts-Tun zu gebrauchen. Da man sich denkt, dass das Fasten zu einer körperlichen Schwäche führt, wobei aber nur ersichtlich wird, dass man seelisch schwach ist. Ans Essen sollte man als aller letztes denken; man sollte all das in Angriff nehmen, was nötig ist, um zu verstehen, um die Seele zu erziehen, sie aufzuräumen. Der Prophet Muhammad (sas) sagte: „Haltet euren Magen hungrig und durstig, und gewöhnt euren Körper an harte Arbeit; vielleicht werden eure Herzen dann eine Chance haben und Allahs Gnade sehen.“

 

Und auch im Gebet. Es ist nicht nur eine Pflicht. Der Islam besteht nicht nur daraus Formeln auf zu sagen. Meinen die Menschen etwa, sie würden in Ruhe gelassen, wenn sie nur sagen: "Wir glauben!" ohne geprüft zu werden? (29:2)

Es ist kein Freizeitvergnügen. Und auch ist es nicht, was man halt tun muss. Es ist das Leben. Das Gebet ist die Himmelreise des Gläubigen. Eine Zeit, die nur ihm und Gott gehört. Alles sollte man darin vergessen, und ein ernsthaftes Gespräch mit Gott führen. Und die Hauptperson ist darin auch nicht das Ich, sondern Gott. So eifre nicht einem Gefühl hinter her, dass du nach dem Gebet haben willst. Das Ego und diese Selbstsucht verwehren vieles, und lassen den Menschen auf ein so niedriges Niveau herabfallen. Er denkt nicht, es ist der gute Anspruch Gottes an uns Menschen, nein er denkt, welchen Profit kann ich daraus schlagen? Dieser Mensch hat es nicht verstanden, und er ist es dann auch, der diese o.g Verse als Bedrohung und Schlechtes vom Islam oder gar Gott ansieht.

Die in meinen Augen größte Eigenschaften der Ahlul Bayt (as) war ihre Selbstlosigkeit. Nur so konnten sie Gott erkennen ohne Schleier, und ebenfalls Seine Gebote und Seine Gnaden. Deswegen waren sie so aufopfernd und deswegen waren sie auch fehlerfrei, weil ihnen alles klar war vor ihrem inneren Auge.

 

Die damaligen Sahaba vom Gesandten Gottes Muhammad (sas) kamen, wenn sie mal was nicht wussten, zu Imam Ali (as) und das war sehr häufig der Fall.

Umar kam einmal zum Imam (as) und fragte ihn etwas und der Imam (as) antwortete ohne überlegen zu müssen.

Umar fragte den Imam (as):

"Wie schaffst du es ohne überlegen zu müssen so schnell zu antworten?"

Imam Ali (as) zeigte ihm seine offene Hand und fragte ihn:

"Wieviele Finger sind das?"

Umar sagte ohne überlegen zu müssen:

"Das sind fünf Finger."

Imam Ali (as) fragte ihn:

"Wieso musstest du nicht überlegen?"

Umar sagte:

"Weil das doch ganz klar ist."

Imam Ali (as) sagte dann:

"Siehst du?!

Genauso wie das für dich ganz Klar ist, ist alles für mich ganz Klar!"

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[anker=TEIL VIII]TEIL VIII[/anker]

 

 

Erkenntnis regnet es, wenn Schleier genommen werden

 

Es ist Gott. Das müssen wir verstehen. Es ist der gleiche Gott, den Abraham, den Noah, den Musa, Jesus, und auch Muhammad (as) angebetet und gedient haben. Und auch Imam Ali (as) und auch Imam Mahdi (as) haben zu dem Gott gebetet, den wir aber vernachlässigen. Die Widersacher haben Gott nicht so verstanden und so geehrt, wie es Ihm gebührt. (6:91) Warum haben die Propheten, die Imame, und andere Heilige den Anspruch Gottes erkannt? Warum war es ihnen logisch, dass wir Gott für Sein Sein und somit auch unseres und alles was dazu gehört, danken? Warum sahen sie in Gott ihre Glückseligkeit? Warum zeigten sie Ihm Ehrerbietung in Form von Ehrfurcht?

Der Schleier des Egoismus ist ihnen genommen worden, und sie haben sich mit Tugenden bekleidet. Sie beteten ihn an aus Sehnsucht nach Wissen, Erkenntnis und Liebe.

Der Erhabene Gott sprach zu David a.s.: "O David, gib den Sündern frohe Botschaft von meiner grenzenlosen Barmherzigkeit, die alle Dinge umfasst, damit sie die Hoffnung auf meine Barmherzigkeit nicht verlieren. Die Rechtschaffenen aber warne vor meinem hereinbrechenden Zorn, damit sie nicht Stolz auf ihre Taten sind, denn Stolz führt zur Selbstgefälligkeit und Selbstgefälligkeit ist die höchste aller Sünden."

 

 

Deshalb ist es wichtig Eigeninitiative zu ergreifen, indem man viel Wissen aneignet, es versteht und damit einverstanden ist, und es natürlich umsetzt. Nur so hat man eine Erkenntnis erlangt. Lasst euch nicht durch Texte oder Aussagen einschüchtern, wie diese seltsamen Texte, die mit "seltsam, dass...., aber wenn...." anfangen...Man will die Leute einschüchtern, damit sie so näher zum Islam zu kommen, bewirken aber im tiefen Inneren genau das Gegenteil. Das Verständnis scheint kein Faktor mehr, um zu lieben. Es wird mit Angst propagiert. Und das ist falsch. Eure Freiheit gibt den Wert eurer Tat. Oder wie würdet ihr es finden, wenn jemand euch etwas gibt, nur weil er Angst vor euch hat. Was für ein Wert hat seine Tat bei euch? Ehrfurcht ist nicht, dass man vor Ihm Angst haben soll. Es bedeutet, dass man sich Seiner Größe und Macht bewusst wird. Sie ist überwältigend und deshalb für uns mit gesenkten Haupt anzunehmen.

 

Der Rufende ruft euch zu etwas Gutem, auf dass ihr es annehmen möget und das Gute bekommt.

Sprich: "O Meine Diener, die ihr gläubig seid, fürchtet euren Herrn! Die Rechtschaffenen, die in diesem Leben gute Werke verrichten, bekommen guten Lohn. Gottes Erde ist weitläufig. Die Geduldigen erhalten ihren Lohn großzügig, ohne daß abgerechnet wird." (39:10)

 

Die Wahrheit dieses Weges der Erkenntnis ist vielen Menschen durch eigene Erfahrung oder durch Vernunftsbeweis offenbar geworden. Wenn du dies aber weder durch eigenes Erleben, noch durch Lehre, noch durch Vernunftsbeweis begreifen kannst, so sollst du wenigstens daran glauben und es für wahr halten, damit du nicht von allen drei Stufen ausgeschlossen bleibst und zum Ungläubigen wirst.

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[anker=RESÜMEE]RESÜMEE[/anker]

 

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Mensch seine Denkweise und die Art etwas aufzunehmen gründlich aufräumen muss. Und das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Kümmere dich nicht um die Ungläubigen, die die Religion für Spiel und Belustigung halten und die sich vom Leben auf Erden verführen lassen! (6:70) Man muss sich selbst erkennen, das öffnet die Tür zur Gottes Erkenntnis.

Mit jeder Tugend und mit jeder Bekämpfung einer schlechten Eigenschaften, hebt sich ein Schleier, der ein Schritt zur Gottes Nähe ist.

Und darin besteht das Ziel unserer Schöpfung: Die Nähe Gottes = Ewige Glückseligkeit.

Ein Glück, das kein Übel und kein Leid treffen kann, weil es darüber steht.

 

Auf diesen Weg zur Nähe Gottes, muss man viel Wissen aneignen, um zu verstehen, um zu erkennen. Und diene deinem Herrn, bis die Gewißheit zu dir kommt. (15:99) Und die Gewissheit ist das Höchste.

 

Sicherlich ist das Wissen alleine nicht ausreichend, es ist nur ein Werkzeug: Der Satan hat sie ihre Untaten schön finden lassen und hielt sie vom geraden Weg ab, obgleich sie doch aufgeklärt waren.(29:38)

 

Das Verstehen der Natur der Dinge, dass ist die ewige Glückseligkeit, das ist die Nähe Gottes. Darin besteht die Vollkommenheit der Seele.

 

So schwer auch dieser Weg ist, seien wir zu mindest das, worauf Gott schwört: Ich schwöre bei der Seele, die sich selbst zu tadeln pflegt! (75:2)

 

Denn die Selbstrechenschaft hält von schlechten Eigenschaften ab wie Hochmut, die die Taten verschwinden lassen.

 

Der Grundsatz "Gutes gebieten und das Schlechte verbieten" hilft da ungemein. Und auch die Seele hat Anspruch auf das Gute, und das Recht, sie vor Schlechtem zu bewahren. Das ist eine individuelle Verantwortung, die Gott uns aufgetragen hat. O mein lieber Sohn, verrichte das Gebet und gebiete Gutes und verbiete Böses und ertrage geduldig, was dich auch treffen mag. Das ist fürwahr ein Merkmal einer festen Gemütsart. (31:17)

Mit einer guten Einstellung und Absicht ist uns auch die Fürsprache gewährt und nicht zu letzt Gottes Barmherzigkeit.

 

 

Und wenn Meine Diener dich nach Mir fragen (sprich): «Ich bin nahe. Ich antworte dem Gebet des Bittenden, wenn er zu Mir betet. So sollten sie auf Mich hören und an Mich glauben, auf daß sie den rechten Weg wandeln mögen.» (2:186)

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