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Die Demut (Chushu') betreffend


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#salam#

 

Die Demut (Chushu') betreffend

Eine der Dinge, welche wichtig ist für den Salik in all seinen Gottesdiensten, speziell (aber) im Gebet, welche an der Spitze aller Gottesdienste liegt und eine Stufe des Umfangs (jami'iyat) einnimmt, ist die Demut (Chushu'). Es ist tatsächlich eine vollständige Unterwerfung (Chudu'), vermischt mit Liebe oder Furcht. Es ist das Ergebnis des Verstehens der Großartigkeit, der Macht und der Majästet der Schönheit und Herrlichkeit. Die Einzelheit dieser Allgemeingültigkeit ist, dass das Herz der Leute des Suluk, verschieden, gemäß ihrer Art und Natur, sind: Manche der Herzen sind sinnlich und von der Erscheinungsform der Schönheit (jamal) und werden von ihrer Natur getrieben, sie werden gezogen von der Liebe des Geliebten. Wenn sie im Suluk den Schatten der Schönheit verstehen, oder den Ausgangspunkt der Schönheit bezugen, so begegnet ihnen die Großartigkeit, welche versteckt ist, in den Geheimnissen der Schönheiten und es entzückt sie, da es in jeder Schönheit eine versteckte Herrlichkeit gibt, und bei jeder Herrlichkeit gibt es eine versteckte Schönheit. Es gibt vermutlich eine Anspielung auf diesen Punkt, in den Aussprüchen des Vormunds der Gnostiker und Saliks, Amir ul Mumineen (a.), wo er sagt:

 

"Gepriesen sei der Eine, Dessen Mitgefühl gewaltig ist für Seine Freunde, trotz Seiner heftigen Rache und Dessen Rache heftig ist für Seine Feinde, trotz Seinem gewaltigen Mitgefühl."[1]

 

Demzufolge umfasst die Majästet, Großartigkeit und Macht der Schönheit sie und sie gelangen in einen Zustand der Demut (Chushu), aufgrund der Schönheit des Geliebten. Dieser Zustand führt zu Beginn zu Aufregung im Herzen und erzeugt ein Angstgefühl. Dann, nach der Festigung (Tamkin), wandelt es sich in einen Zustand der Vertrautheit, und die Beunruhigung und das Angstgefühl, verursacht durch die Größe und Macht, wandeln sich in Vertrautheit und Frieden, und dort entsteht ein Zustand der Ruhe, wie der Zustand des Herzens von Khalilur-Rahman (Ibrahim (a.)).

 

Einige andere Herzen haben Furcht und sie sind von den Erscheinungsformen der Herrlichkeit (jalal). Sie sind in einem fortwährenden Verständnis der Größe, Erhabenheit und Herrlichkeit. Ihre Unterwerfung ist aufgrund von Furcht und die majestätischen Namen sind in ihren Herzen offenkundig, wie die Stufe des Propheten Yahya (a.). Das heißt, Unterwerfung ist manchmal vermischt mit Liebe und manchmal mit Furcht und Schrecken, jedoch in jeder Liebe steckt Furcht und in jeder Furcht ist Liebe.

 

Die Stufen der Unterwerfung sind (je nach dem) entsprechend dem Verständnis der Größe, Majestät und Schönheit. Nun, was wir uns in unserem Falle vorenthalten von dem Licht der Sehkraft, müssen wir durch Hingebung der Unterwerfung erlangen, durch die Mittel des Wissens und des Glaubens (iman). Allah, der Erhabene sagt:

 

[Al-Mu'minuna 23.1,2]

Erfolg fürwahr krönt die Gläubigen, die sich demütigen in ihren Gebeten

 

Demut im Gebet wird als ein Zeichen des Glaubens (iman) erachtet. Das heißt jeder, der in seinem Gebet nicht demütig ist, der wird gemäß Allahs Aussprüchen von den Leuten des Glaubens (Ahl-i Iman) ausgeschlossen.

 

Unsere Gebete, die nicht begleitet sind von Demut sind der Grund eines Mangels an Glaube oder enthaltenden Lücken (darin). Eine Überzeugung (i'tiqad) und Wissen, sind anders als Glaube, (und) unser Wissen über Allah, Seine Namen und Eigenschaften und anderem göttlichen Wissen (ma'arij) sind anders als Glaube. Der Teufel hat gemäß der Aussage Allahs Informationen über den Anfang und die Auferstehung, trotzdem ist er ein Ungläubiger. Er sagte:

 

[Al-'Araf 7.12]

Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber erschufst Du aus Lehm!

 

So glaubt er an Allah und daran, dass Er der Schöpfer ist; und er sagt:

"Gewähre mir Aufschub, bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden.."

 

Das heißt, er glaubt auch an den Tag der Auferstehung. Er weiß bescheid über die Bücher, die Gesandten und die Engel. Trotzdem bezeichnet Allah swt ihn als einen Ungläubigen, ausgeschlossen von der Gruppe der Gläubigen (Mu'mineen).

 

Das heißt, die Leute des Wissens unterscheiden sich von denen des Glaubens. Nicht jeder Mann des Wissens ist auch ein Mann des Glaubens. Daher muss man, nach dem man sich Wissen angeeignet hat, sich an die Gläubigen anschließen und die Großartigkeit, Majestät und Schönheit Allahs, dem Erhabenen an sein Herz übermitteln, so dass es demütig werden kann da reines Wissen, nicht zur Demut führt.

 

Man kann dies in sich selbst realisieren: obwohl man an den Anfang und den Tag der Auferstehung glaubt, und in Allahs Majestät und Herrlichkeit, so ist das Herz trotzdem nicht demütig. Wie Allah swt sagt:

[Sure Hadid 57.16]

Ist nicht für die Gläubigen die Zeit gekommen, daß ihre Herzen sich demütigen vor der Ermahnung Allahs und vor der Wahrheit, die herabkam (..)

 

Es kann sein, dass der äußerliche Glaube in das, was der Prophet (s.) offenbarte, hier gemeint ist, da der wahre Glaube begleitet ist von einem Grad an Demut; oder die (genannte) Demut in den edlen Versen bezieht sich auf eine Demut, in ihrem vollständigem Grad, wie manchmal das Wort "alim" (gelehrt) auf den bezogen wird, dessen Wissen die Stufe des Glaubens erreicht hat. Es kann sein, dass es sich darauf im edlen Vers bezieht:

[Sure Fatir 35.28]

Nur die Wissenden unter Seinen Dienern fürchten Allah

 

In den Ausdrücken des Buches (Quran) und der Sunnah, beziehen sich Wissen, Glaube und Islam auf verschiedene Grade, wobei die Erklärung dafür den Rahmen dieser Seiten sprengen würden.

 

Allgemein gesagt, muss der salik auf dem Weg ins Jenseits ist - speziell, wenn es mit der Himmelfahrt des Gebets ist - sein Herz demütig machen, durch das Licht des Wissens und des Glaubens, so wie er - so sehr er kann - dieses göttliche Geschenk und den wohltätigen Schimmer in seinem Herzen stärken muss, so muss er versuchen diesen Zustand während dem ganzen Gebet beizubehalten. Dieser Zustand der Festigung und Beständigkeit, möge zu Beginn ein wenig schwierig sein für Leute wie uns, jedoch wird es möglich durch Übung und Anwednung auf das Herz.

 

Mein Lieber: Perfektion und die Vorsorge für das Jenseits zu erlangen, bentöigt die Bitte und Ernsthaftigkeit, und je größer die Bitte, desto seriöser ist es. Allerdings mit solch einem Zustand der Schwäche, Lässigkeit und Achtlosigkeit, kann man nicht die göttliche Nähe erreichen und eine nahe Stellung bei Allah swt erreichen. Man muss ausziehen, um das zu erreichen, was man möchte.

 

Da du an das Jenseits glaubst, wirst du keine Möglichkeit des Vergleichs zwischen dieser und jener Welt finden, was seine Freude und Perfektion, oder Leiden und Elend angeht, da jene Welt ewig ist, ohne Tod und Untergang, wo man glücklich lebt, in Behaglichkeit und Erhabenheit und dauerhaftem Glück. Einer Behaglichkeit, wie die es in dieser Welt nicht gibt, eine göttliche Herrlichkeit und Herrschaft, deren gleichen in dieser Welt nicht zu finden ist, und eine Glückseeligkeit, welche in keiner Vorstellung zu finden ist und genau so ist es mit dem Leid dieser Welt, dessen Schmerz, Qual und Übel, (auch sie) können in dieser Welt nicht deren gleichen finden. Du solltest wissen, dass der Weg zur Glückseeligkeit durch das Gehorchen Allahs, dem Herrn der Macht verläuft.

 

Since you do believe in the Hereafter, and find no way of comparability between that world and this -whether regarding their happiness and perfection, or their sufferings and calamities, as that world is eternal, with no death and perishing, where the happy live in comfort and dignity and in everlasting bliss, a comfort which has no like in this world, a divine glory and sovereignty, the like of which cannot be found in this life, and a bliss which never occurs in anybody's imagination, and similarly regarding the sufferings of that world, its pains, torments and evils can have no match in this world -you should know that the way to happiness runs through obeying Allah, the Lord of Might.

 

Keine der Handlungen des Gottesdienstes und des Gehorsams können die gleiche Stellung haben, wie die des Gebets, welches ein umfangreiches (jami) göttliches Gemenge (ma'jun) was zur Glückseeligkeit der Menschheit führt. Wenn es angenommen wird, so werden all andere Taten auch angenommen.

 

Das heißt, du musst seriös sein bei dieser Tat (dem Gebet), dich niemals müde fühlen und jede Anstrengung ertragen, die vorhanden sein könnte, jedoch wird es keine geben. Wenn du dies für eine Weile fortgesetzt hast und aufrichtig vertraut damit bist, so wirst du in dieser Welt sehr viel Freude haben, durch das Gespräch mit Allah - eine Freude, die mit keinen der weltlichen Vergnügen verglichen werden kann. Das wrd ersichtlich, wenn wir die Aussagen derjeniger studieren, die Allah swt anbeten.

 

Im Allgemeinen, um unsere Erörterung zusammen zu fassen in diesem Kapitel, können wir sagen, dass man mit seinem Herzen die Großartigkeit und Schönheit und Majestät Allahs verstehen muss, entweder durch Mittel der Argumente und Beweise, oder durch Erklärungen der Propheten (a.), und man muss sein Herz daran erinnern, und dann durch schrittweise Erinnerung, aufrichtiger Aufmerksamkeit und kontinuierlichem Gedanken an Allahs Großartigkeit und Majestät, die Stufe der Demut in sein Herz führen, um das erforderliche Ergebnis zu erzielen.

 

Zu jeder Zeit, darf der Salik sich nicht mit seiner jetzigen Stufe zufrieden geben, da jede Stufe die wir erreichen, kein Viertelpenny wert ist in den Läden der Leute des Wissens, noch ist es ein Senfkorn wert in den Lädten der Leute der Herzen. Der Salik muss sich in allen Situationen Gedanken über seine eigenen Fehler und Mängel machen, so dass er dadurch einen Weg zur Glückseeligkeit finden kann. Und gepriesen sei Allah.

 

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[1] Nahjul Balaghah, Predigt 90.

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