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Zweite Ehefrau von Dalal


Shia-Forum
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Assalamu alaykum, liebe Schwestern

 

hier habe ich eine Frage an Euch zu einem Thema das mich doch sehr beschäftigt.

Da ich nicht so gut im erklären bin, versuche ich es anhand eines Beispieles.

 

Eine Frau ist in zweiter Ehe verheiratet und hat Kinder aus erster Ehe. Ihr Mann ist das erste Mal verheiratet und hat keine Kinder. Die Frau kann aber leider aus gesundheitlichen oder anderen Gründen keine Kinder mehr bekommen. Nun ist es dem Mann ja aus islamischer Sicht erlaubt, eine zweite Frau zu heiraten, und eigene Kinder zu bekommen ist ja ein guter Grund für eine zweite Ehefrau.

Nun ist die Frau aber erst vor kurzem konvertiert und im Sinne der Monogamie erzogen worden.

Einerseits möchte sie, das ihr Ehemann eigene Kinder bekommt, andererseits kann sie sich einfach nicht vorstellen, ihren Mann zu teilen. Dazu kommt die Eifersucht, das er, wenn er ein junges arabisches Mädchen heiratet, die Liebe zu ihr abkühlt. Auch wenn er jetzt sagt, daß er sie liebt und für immer mit ihr zusammen sein möchte. Aber Gefühle können sich doch ändern.

Dazu kommt, daß die Frau keinerlei Familie hat, außer ihrer eigenen Kinder und sich freut in die Familie ihres Mannes aufgenommen zu werden. Aber wenn die Familie ihres Mannes und die Familie seiner neuen Frau zusammentreffen, würde sie sich wohl wie das fünfte Rad am Wagen und ziemlich überflüssig vorkommen.

Die Bindung zwischen ihr und seiner Familie wäre ja nicht so groß wie zwischen der zweiten Frau und seiner Familie, wegen der Enkelkinder. Ganz zu schweigen davon das sie Deutsche ist und auch die Sprache noch nicht so gut beherscht. Und vieleicht die Sitten und Gebräuche nicht so gut kennt, und vieleicht etwas falsch macht. Und vieleicht wird sie dann von einigen Dingen ausgeschlossen, oder das zumindestens so empfinden.

 

Meine Frage ist, wie soll sich die Frau verhalten? Wie kann sie Kraft aus ihrer Religion schöpfen?

Gibt es Literatur speziel zu diesem Thema?

Was würdet Ihr der Frau raten oder wie würdet ihr Euch verhalten wenn Ihr in dieser Situation wärt?

Wie kann sie ihre zwiespältigen Gefühle in den Griff bekommen? Denn sie möchte ja ihren Mann nicht verlieren, aber andererseits soll er ja nicht unter ihrer Kinderlosigkeit leiden. Und wie soll sie mit ihrer Trauer fertig werden in der Zeit, die er bei der anderen Frau ist?

 

Es ist ein nicht ganz einfaches Thema, aber ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen.

Vielen Dank und herzliche Grüße

Dalal

 

 

______________

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As-salamu alaikum Schwester Dalal,

 

bevor ich dazu meinen "Senf" abgebe, eine Zwischenfrage: Will der Mann denn überhaupt eine zweite Frau? Das wird aus deinem Text nicht so ganz klar, jedenfalls mir nicht. Denn möglicherweise macht sie sich ja Sorgen über ungelegte Eier.

 

wassalam,

Fatima

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Assalamu alaykum

 

ja, der Mann möchte eine zweite Frau, eben wegen der eigenen Kinder. Und vieleicht kann er die Gefühle der Frau überhaupt nicht verstehen, weil eben eigene Kinder wichtiger sind.

Vor allem, wenn er sieht wie in seinem Bekanntenkreis und in der Familie (Brüder) alle Kinder (Söhne) kriegen und er eben nicht. Und es ist eben sein größter Wunsch. Er läßt sich z.B. auch mit Namen seines erstgeborenen Sohnes anreden, obwohl er ja noch gar nicht geboren ist.

Und vieleicht kann die Frau seine Gefühle auch nicht ganz nachvollziehen, oder nur teilweise, die Gefühle sind da eben geteilt.

Es interessiert mich auch, wie der Islam dazu steht. Was ist wichtiger, eine intakte gute Ehe, evtl. nur mit Stiefkindern, oder eine zweite Frau mit eigenen Kindern, auch wenn dies die erste Ehefrau sehr verletzt? Und sie damit eben nur sehr schwer umgegen kann und auch nur, weil es eben für den Mann erlaubt ist, mehrere Frauen zu haben. Aber Gefühle kann man eben nicht so einfach ausschalten, man kann sich aber weiterentwickeln, wenn man dafür eine Grundlage findet. Aber ich denke eben, daß es für eine Frau nicht so einfach ist. Vor allem, weil sie sich in dem Moment zurückgesetzt und unvollkommen fühlt. Und weil sie mit anderen Werten aufgewachsen ist und über den Islam noch viel lernen muss. Arabische Frauen wachsen ja damit auf, ihre Männer evtl. zu teilen, sie kennen es nicht anders.

Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.

 

 

Herzliche Grüße und vielen Dank

Dalal

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salam liebe dalal

salam liebe fatima!

 

das ist ja ein sehr schwierige situation.....

 

ich bin mir nicht sicher wie diese situation aus islamischer sicht zu bewerten ist. der islam sieht die ehe und die beziehung zu seinem ehepartner als sehr wichtig an. das sieht man schon an den empfehlungen, die einem helfen sollen eine "anständigen" umgang miteinander zu pflegen. aber auch kinder haben einen hohen stellenwert - ich wüßte nicht wie man hier die prioritäten zu setzen hätte.....

 

natürlich hat der mann das recht eine zweite frau zu ehelichen. allerdings hört es sich in deinem beitrag eher so an als würde er dies nur tun wegen kinder...genau da sehe ich das problem: im islam ist die mehrehe zwar erlaubt, aber nur unter der voraussetzung, dass alle frauen gleich behandelt werden und zwar nicht nur materiell! wenn er also eine zweite nimmt nur um eine mutter für seine künftigen kinder zu haben, wäre sie ja mehr eine gebärmaschine - dies widerspricht in meinen augen den islamischen vorschriften!

 

was die gefühlsebene in dieser situation angeht, so bin ich sehr gespalten. natürlich kann ich den mann verstehen. ich bin selbst schwanger - subhanAllah - und möchte das gefühl ein eigenes kind zu haben auf keinen fall missen. aber auch die frau mit ihren ängsten kann ich verstehen...ich muss sagen auch wenn es natürlich situationen gibt in denen es einleuchtend erscheint eine mehrehe einzugehen, so kann ich mich kann persönlich auch nicht mit einer solchen situation anfreuden - subhanAllah dass ich das auch nicht muss!!! ich würde meinen mann nicht teilen wollen und könnte den gedanken auch nicht ertragen. allah möge mir verzeihen, dass ich hier nicht selbstlos genug bin!

 

ich denke, allein die beteiligten können einen weg finden. falls sich die frau mit der mehrehe nicht einverstanden erklären kann, so muss der mann eben für sich selbst die prioritäten setzen = ein leben mit der frau, die er liebt oder eigene kinder. es gibt da leider nur schwarz oder weiß.

 

ich hoffe, dass die beiden eine entscheidung finden und auch die kraft haben zu dieser zu stehen - inshAllah!

 

khoda hafez

ferusan

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Assalamu alaykum

 

das Problem was ich noch sehe, ist daß eine Frau vieleicht aus Liebe zu ihrem Mann der zweiten Ehe zustimmt und dafür ihre eigenen Gefühle verleugnet. Aber wie lange kann das gutgehen?

 

Herzliche Grüße

Dalal

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As-salamu alaikum,

 

was ich nicht so ganz verstehe: Wie konnte es zu dieser Situation kommen? Ich meine, wusste der Mann, dass seine Frau keine Kinder mehr bekommen kann? Wenn ja,warum hat er sie dann geheiratet, wenn er unbedingt eigene Kinder will? Ist er jünger als sie? Es wäre natürlich gut gewesen, eine Mehrehe per Vertrag auszuschließen bzw. nur unter der Bedingung, dass die erste Frau einverstanden ist. So habe ich es jedenfalls gemacht. Aber jetzt muss man sehen, wie man mit der bestehenden Situation umgeht.

Mir scheint es auch äußerst bedenklich, dass er "nur" wegen der Kinder eine 2. Frau will. Oder ist das gar nur vorgeschoben, und er möchte einfach nur Abwechlung? Und die Befürchtungen der 1. Frau, dass sie als Deutsche sowieso nicht so für voll genommen wird und daher bei der Familie ihres Mannes mehr oder weniger "abgemeldet" sein wird, ist leider begründet. So sehr ich den Mann verstehen kann, aber das hätte er sich vorher überlegen sollen, bevor er eine Frau mit Kindern heiratet. Jetzt aber , wo er sieht , dass alle seine Verwandten Kinder (allein das "Söhne" spricht für eine bestimmte Geisteshaltung!), will er plötzlich auch eigene. Das hängt aber wie gesagt davon ab, ob er schon vor der Ehe wusste, dass die Frau keine Kinder mehr bekommen kann. Kann er sich denn überhaupt eine 2. Frau leisten? Es wäre ja ein Unding, wenn sie auch noch ihren Lebensstandard zugunsten der anderen senken müsste, und dazu wäre ich auf keinen Fall bereit. Wenn er so einen Wunsch hat, dann soll er sehen, wie er dafür das Geld zusammenkriegt, sorrry. Das klingt jetzt materialistisch, aber ist meine Meinung. Ihr wisst ja, ich bin da eher für klare Worte, auch wenns manchmal hart klingt.

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht genau, wie ich an ihrer Stelle reagieren würde, aber ich wäre wohl schon gekränkt. Jetzt spontan sagen : "Sie oder ich", wäre auch nicht so gut, denn dann wäre er die ganze Zeit unzufrieden, dass er keine eigenen Kinder hat, und ob das dem Eheklima zuträglich ist? Wenn die erste Frau aber zustimmt und er eine 2. Frau nimmt, womöglich noch jung und hübsch, dann wird sie leiden. Da der Mann wohl ganz schön egoistisch ist, weiß ich nicht, ob ich mit ihm leben könnte. Aber das ist schwer zu sagen, wenn man nicht drinsteckt. Spontan und aus meiner jetzigen Situation heraus würde ich sagen: "Mit mir nicht", aber ist alles nicht so einfach. Ich wünsche ihr auf jeden Fall, dass sie eine Entscheidung trifft, die für alle Beteiligten am besten ist.

Ach so, noch was : Schwester Dalal, du hast gesagt, dass es für Araberinnen normal sei, ihren Mann zu teilen. Ich glaube nicht, dass das so normal ist, das gilt vielleicht für Afrika. Ich kenne keine einzige Araberin, die in einer Mehrehe lebt. Was es hier wohl gibt: Die Frau lebt mit ihren Kindern im Libanon, und der Mann ist hiergeblieben, um sie (meist von Sozi) zu versorgen. Viele machen dann mut´a mit Nichtmuslimas, meist Polinnen, hier jedenfalls. Aber man kann ja auch nicht verlangen, dass sie so lange ohne Frau bleiben.

 

wassalam,

Fatima

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Assalamu alaykum,

 

ja, er hat schon vor der Ehe gewusst, daß Sie keine Kinder mehr bekommen kann.

Wenn die Frau der zweiten Ehe zustimmt, wird sie mit Sicherheit darunter leiden, aber wenn sie der Ehe nicht zustimmt, dann wird ihr Mann ihr wohl irgendwann Vorhaltungen machen, weil er keine Kinder hat und auch unglücklich sein. Und eben die Familie wird vieleicht auch Druck machen, weil er der älteste Sohn ist und die Familie vieleicht darauf besteht, daß er Kinder hat. Aber das weiß ich nicht so genau.

Was ist also das kleinere Übel?

Und wie kann denn die Frau argumentieren wenn sie dagegen ist. Und was hat Priorität, die erste Frau oder eigene Kinder, im Sinne des Islam? Vor allem, wenn er eben mit religiösen Argumenten kommt, wie wichtig muslimische Nachkommen sind, die den Kampf unterstützen wenn unser langersehnter Imam Mahdi (as) kommt.

 

 

Herzliche Grüße

Dalal

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Salam alaikum liebe Schwester,.

 

als ganz ehrlich gesagt, finde ich es nicht fair, dass wenn der mann wusste, dass seine frau keine kinder bekommen kann er es sich nun anders überlegt hat. das ist eine sache, die ist klar und das kann er nicht ändern und das wusste er doch mit der eheschließung. Ich finde das überhaupt nicht gut. Das kann man doch als Frau gar nicht ertragen. Ich meine man weiß doch vorher mit wem man heiratet. mich würde interessieren, warum der mann plötzlich seine Meinung geändert hat. Ich finde auch dass der Mann nie das Recht hat seiner Frau das vorzuhalten, dass sie keine Kinder bekommen kann. Wie gesagt das war doch bekannt und die haben doch mit diese Erkenntnis trotzdem geheiratet. Ich persönlich hoffe oder glaube, dass wenn ein Mann seine Frau wirklich aufrichtig liebt, dann macht er das nicht. Ich wünsche dieser Frau ganz viel Kraft mit ihrem Mann die richtige Entscheidung zu treffen.

 

Tut mir leid, dass ich nicht mit koran etc geantwortet habe, aber ich habe aus der Sicht einer Frau geschrieben und ich kann mich persönlich nie mit diesem Gedanken anfreunden.

 

______________

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salam liebe schwestern,

 

also wenn der mann schon vor der eheschließung von diesem umstand wußte, dann hätte er es sich wirklich eher überlegen können wie sich die prioritäten da für ihn setzen.

 

mal ganz ehrlich: meist sind es doch die frauen, die mehr an verständnis usw. in einer binationalen ehe beisteuern. da kann man doch von einem mann erwarten, dass er sich ernsthafte gedanken darüber macht in welches gefühlschaos er eine europäische frau bringt, wenn er ne zweite frau haben möchte. egal ob diese jetzt muslima ist oder nicht!

 

ich muss schwester fatima recht geben: schön wäre es gewesen eine solche situation schon im ehevertrag zu regeln. aber ich muss zugeben, dass es einem schwerfällt an eine mehrehe hier in deutschland oder auch europa zu denken....

 

rat kann man von außen aber nicht geben, da die situation ja sehr persönlich ist.......inshAllah kommen wir niemals in eine solche.

 

ich kenne auch niemanden der in einer mehrehe lebt. ich denke aber, dass es selbst in breitengraden wo die mehrehe verbreitet ist, in den haushalten viel ärger und machtkämpfe zwischen den frauen gibt. ein friedliches zusammenleben ist bestimmt die ausnahme.

 

ich bezweifle auch immer noch, dass ein mann wirklich in der lage ist zwei oder mehr frauen absolut gleich zu behandeln.

 

khoda hafez

ferusan

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Salam,

also das mit den Kämpfern für Imam Mahdi halte ich für eine Ausrede, sorry. Wenn er vorher schon gewusst hat, dass sie keine Kinder mehr bekommen hat, dann habe ich für so ein Verhalten null Verständnis. tut mir leid, wenn ich das so hart sage.

 

wassalam,

Fatima

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As salamu alaikum,

 

dies ist eine sehr schwierige Frage, die man nur aus der konkreten Situation heraus entscheiden kann. Es hängt von der Persönlichkeit, der Lebenssituation, den Vorstellungen beider Partner ab.

Ich persönlich möchte natürlich lieber mein Leben lang in einer Einehe leben, wir haben das auch so abgesprochen, aber, im Grunde, gibt es für mich auch schlimmere Vorstellungen als die einer Mehrehe.

Ich denke auch nicht unbedingt, dass eine weitere Frau zu einer Verringerung der Liebe führt, aber ganz sicher zu einer Veränderung auch der ersten Beziehung. Ich würde das auf jeden Fall auch von der finanziellen Lage abhängig machen!!! Der Mann müsste schon richtig Geld haben... Also der Verzicht müsste sich schon auf anderer Ebene wieder lohnen, zum Beispiel durch ein finanziell sorgloses Leben, gute Versorgung der eignen Kinder... Und er müsste emotional mir so zugewandt sein, dass ich weiß, die Beziehung stimmt, die Bindung ist da, und sie wird - voraussichtlich - auch weiterhin da sein.

Also, ich habe mir manchmal schon überlegt, dass ich eher mit einer Mehrehe zurecht käme als zum Beispiel mit 7,8,9 Geburten. Da könnte ich eine Zweitfrau eher akzeptieren. Obwohl ich kleine Kinder sehr gerne habe. Das wäre dann meine Art von Egoismus. Man kanns auch pragmatisch sehen: weniger kochen, weniger waschen, weniger Haushalt... mehr Zeit für sich selbst, zum Ausruhen. Das ist auch Lebensqualität.

 

Ich finde, es hängt stark davon ab, wie der Mann ist. Wie wird er - voraussichtlich - die erste Frau behandeln? Wird er sie in die Familie integrieren? Wird er sie gegenüber Besitzansprüchen der zweiten verteidigen? Steht er wirklich zur ersten, aus Liebe? Ist er stark genug, auch Krisen weiterhin mit ihr zu meistern? Hat er überhaupt genug emotionale Energie, zwei Familien zu bewältigen? Wie ist der finanzielle Background?

 

Als Frau muss man sich fragen: Wie gehe ich mit dem Alleinesein um (nur traurig sein ist keine Lösung)?, Was mache ich stattdessen?, Welche Vorteile würde mir die neue Konstellation bringen?

Usw.

 

Ich glaube, es gibt Männer, die das können, halte das aber für eine Ausnahme.

 

Ws,

Meryem

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As-salamualaikum,

 

es fällt mir auf, dass alle davon ausgehen, dass die beiden Frauen in einem Haus leben. Das käme schon mal gar nicht für mich in Frage. WEnn ,dann soll er für sie eine eigene Wohnung kaufen/mieten, bei mir will ich die nicht haben! Davon abgesehen, kommt das bei uns jedenfalls z.Zt, nicht in Frage.

 

wassalam,

Fatima

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Salam,

 

nein, ich bin auch von zwei Wohnungen ausgegangen.

 

Bei der Schwester ist das halt nun Thema. Es ist eine existenzielle Entscheidung. Wie wäre sie glücklicher??? Langfristig. Auf Dauer. Wenn man denn so denken mag, da vieles nicht in unserer Hand liegt. So oder so kann man Liebe nicht sichern. Und die Akzeptanz der Schwiegerfamilie auch nicht.

Für mich wäre das auch kein Thema derzeit, wohl (!) auch nie, aber die Frage habe ich mir schon gestellt, nur theoretisch. Bei uns ist aber auch gar kein Geld für so etwas da. Also zwei Eigentumswohnungen... Und auch kein Bedürfnis. Aber irgendwie habe ich mir schon gedacht, wenn ich mal 50 bin - inschaAllah - würde ich mich nicht gerne noch mal umsehen müssen. Ich kenne geschiedene Ehen. Und die Frauen sitzen dann da und hängen im Grunde noch an ihrem Mann, gehen keine Bidndungen mehr ein, weil sie emotional noch am Exmann hängen, der aber schon längst wieder geheiratet hat, aber im Grunde auch noch Gefühle für die erste hat.

Unerfahren wie ich bin, habe ich mir schon gedacht, na, da wären allen mehr gedient, sie würden in einer "Mehrehe" leben, was aber hier ja ohnehin nicht geht.

 

Aber dieses Thema ist zu kompliziert, als dass jemand, der das nicht erlebt hat, wie ich, wirklich etwas dazu sagen dürfte. Ich habe nur unreife, unausgegorene Gedanken, ohne Erlebnishintergrund.

 

Was ich nicht ertragen könnte, wäre das Leben mit einem Mann ohne wirkliche emotionale Bindung.

Das ist das Schlimmste.

 

Wassalam,

Meryem

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Assalamu alaykum liebe Schwestern,

 

erst mal viiiiiielen Dank für Eure tollen Antworten.

 

Nun möchte ich Euch aber auch meine Meinung veraten, was ich bisher ja nicht getan habe. Ich habe schon mit einigen muslimischen Frauen über dieses Thema gesprochen und bin auf Unverständnis gestoßen, deswegen wollte ich erst mal Eure Meinungen abwarten.

 

Denn ich bin generell für eine Mehrehe aus bestimmten Gründen. U. a. auch, weil sie ja im Islam ausdrücklich erlaubt ist.

Auch wenn der Mann vorher von der Kinderlosigkeit der Frau gewusst hat, vieleicht hat er schon von klein an von Kindern geträumt und nur aus Liebe zu der Frau darauf verzichtet. Aber er merkt eben, daß etwas wichtiges fehlt und ist auch unschlüssig, was er machen soll, denn er möchte seine Frau nicht verlassen. Warum will die Frau ihren Mann leiden sehen, weil sie aus egoistischen Gründen keine zweite Frau duldet. Was ist besser, vor allem vor Allah taala, den Mann unglücklich sehen, oder ihn zu teilen? Vor allem kann der Mann irgendwann so unglücklich sein, daß er seine Frau, die er eigentlich liebt, doch noch verlässt. Es wurden schon vielen Ehen aus diesem Grund geschieden. Und beide müssen noch mal von vorn anfangen.

 

Dafür gebe ich zwei Beispiele von Nicht-Muslimen, die aber jeder aus der Presse kennt.

 

1. Ein bekannter Fussballverein-Präsident namens F... B.... ist verheiratet. Dann hat er eine Geliebte, die schließlich schwanger wird. Mit seiner Ehefrau hat er keine Kinder. Er liebt beide, aber aus Pflichtgefühl seines Kindes gegenüber verläßt er seine Ehefrau und geht zur Geliebten.

Die eine hat alles verloren, fühlt sich einsam und muss nochmal von vorne anfangen, die andere hat alles und auch das Gefühl, etwas weggenommen zu haben. (wenn sie ein Gewissen hat)

 

2. Ein bekannter deutscher Schlagersänger aus Südafrika namens H...C... ist verheiratet und hat Kinder und er hat eine Geliebte. Er liebt beider Frauen seit mehr als 20 Jahren, die Frauen verstehen sich gut, respektieren und akzeptieren sich.

 

Nun, die zweite Variante gefällt mir viel besser. Beider Frauen verlassen sich auf den Mann, und sind sich seiner sicher (soweit es eben geht). Keine musste wieder von vorne anfangen. Er hat kein Verlangen, fremd zu gehen.

 

Es liegt natürlich auch an der Stärke und dem Charakter des Mannes, ob er beiden Frauen gerecht wird.

Aber wenn ich mir diese Beispiele so ansehen, kann man erkennen, warum der Islam dies eben erlaubt hat, und in der westlichen Welt verboten ist. Denn hier gehen die Männer lieber fremd, oder verlassen alle Nase lang ihre Frauen. Und die Frauen haben Kinder von verschiedenen Männern oder wissen manchmal gar nicht, wer der Vater ist.

 

Natürlich sollten die Frauen nicht unter einem Dach wohnen, denn welche Frau möchte zusehen wenn ihr Ehemann mit einer anderen liebevoll umgeht und Zärtlichkeiten austauscht oder welche Frau möchte auf diese liebevollen Gesten im Alltagsleben (zuhause) verzichten, weil ständig die andere Frau dabei ist.

Das einzige Problem sehe ich nur in eventuellen Gefühlen der Frau wie z.B. Eifersucht und Neid. Aber ich bin sicher, daß man mit Hilfe seiner Religion einen Weg findet. Man muss eben nur an sich arbeiten, und die Frau muss 100%iges Vertrauen zu den Gefühlen des Mannes haben. Misstrauen schleicht sich vieleicht auch ein, aber auch dieses kann man bewältigen, wenn man seinen Alltag schön und liebevoll gestaltet und die Zeit, die man ohne den Ehemann verbringt, für sich und sein Wohlergehen nutzt, wie z.B. studieren oder eine ehrenamtliche Arbeit.

Und was ich sehr wichtig finde, ist daß die Familie des Mannes auch beide Frauen gleich stellt ohne die eine zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Dafür hat man zwar keine Garantie, aber die Ehefrauen können auch zu einer freundlichen Atmosphäre innerhalb der Familie beitragen.

Und die Frauen sollten sich auch untereinander mit Freundlichkeit und Respekt und Güte begegnen.

Ohne Intrigen, Neid und Missgunst, und die eine darf nie schlecht über die anderen Reden, denn daß würde die Familie zerstören.

 

Was ich aber nicht akzeptieren würde, ist eine zweite Frau nur der Abwechslung wegen und dem Spaß an der Freud. Das wäre in meinen Augen niedere Beweggründe und ein Zeichen für die Fehlerhaftigkeit des Charakters des Mannes.

 

So, daß ist meine Meinung dazu.

Achso, den materiellen Punkt lasse ich vollkommen außer acht, denn das finde ich total unwichtig. Es wäre für mich kein Problem, zu verzichten und der anderen Frau wegen etwas bescheidener zu leben. Reichtum und Wohl ist meiner Meinung nach im Immateriellen Bereich zu suchen.

 

Herzliche Grüße wa salamu alaykum wa rahmatu-llah

Eure Schwester Dalal

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Liebe Schwestern,

 

einen Punkt habe ich eben vergessen, den möchte ich aber auch noch darstellen.

 

Wenn der Mann aus Liebe verzichtet, wird er irgendwann unglücklich in seinem Innersten.

Wenn er unglücklich ist, wird auch die Frau unweigerlich unglücklich, auch wenn sie sich im ersten Moment freut, weil ihr Mann keine andere heiratet. Aber auf Dauer wird sie mit ihrem Mann mitleiden. Und wenn daß passiert, ist unweigerlich die Ehe in Gefahr. Denn dieses unterdrückte Unglück wird sich entladen in vielen Kleinigkeiten und immer wieder zu Streit wegen total unwichtiger Dinge führen. Aber der eigentliche Grund wird komplett ausgeklammert.

Es liegt in der Hand der Frau, ihrem Mann das Glück der eigenen Kinder zu gönnen, dieses Glück, daß sie vieleicht in ihrer ersten Ehe mit ihren Kindern schon erfahren hat.

Und wenn die Frau sieht, daß ihr Mann glücklich ist, dann wird dieses Glück auf sie und ihr Eheleben zurückkommen.

 

Herzliche Grüße

Dalal

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Salam alaikum liebe Schwester Dalal!

 

ich habe deinen Artikel zu diesem Thema mit ganz großem Interesse gelesen. Es gibt bei mir in der entfernten Verwandschaft meines Mannes auch eine Ehe wo der Mann sogar drei Frauen hat. Nach den Aussagen der Verwandschaft soll das wohl ganz harmonisch sein. Aber ich persönlich habe diese Familie noch nicht gesehen. Ich denke dass man solange man nicht in die Situation kommt, viel spekulieren kann, aber was ist, wenn dann die zweite Frau da ist und man als Frau weiß, dass die gerade beisammen sind. Ich meine wenn mir das total egal wäre, liebe ich dann den Mann überhaupt noch? Und wie sollten das denn die Kinder mal verstehen? In arabischen Länder mag das ja noch ab und an als normal gelten, aber stellen wir uns mal vor das würde in Deutschland so sein. Ich stelle mir das verdammt schwer vor. Ich persönlich würde dann lieber die Konsequenzen ziehen und gehen, aber aus dem einfachen Grunde weil ich meinen Mann nicht teilen möchte. Aber wie gesagt in der Theorie sieht das so aus und in der Praxis bestimmt wieder andres., Ich wünsche auf jeden Fall den Frauen die in solch einer Mehrehe leben, die Kraft damit zu leben und wünsche, dass sie darin auch ihr persönliches Glück finden, denn man kann doch nicht permant nur an das wohl des Mannes denken und sich selber aufgeben`???? Wahrscheinlich bin ich dazu zusehr "mensch" als dass ich es könnte.....

 

 

Wa salam

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Assalam alaykum liebe Samira,

 

Du hast einen wichtigen Punkt angesprochen. Liebst Du Deinen Mann noch wenn Du weißt er ist mit einer anderen Frau zusammen und es ist Dir dann egal?

Ich möchte mal ganz offen reden. Du bist vieleicht nicht immer bereit oder bist mal krank oder hast Deine Periode oder bist hochschwanger oder im Wochenbett oder oder oder. Viele (ich meine nicht alle) sind nicht in der Lage, so lange zu verzichten oder werden unleidlich, wenn sie verzichten, Männer sind von Natur aus so. Einige Männer kommen über dieses Stadium hinaus aber eben nicht alle. (Naja, wenn beide nicht wollen oder können, wäre das schon ein bischen gemein.)

Dazu kommt, daß Du einen gewissen Freiraum gewinnst, wenn Dein Mann ab und zu nicht da ist. Hört sich egoistisch an, ist es aber nicht.

Aber zu einer Ehe gehört mehr als der körperliche Bereich. Von diesem Denken sollte man sich einfach total frei machen, und andere Aspekte in den Vordergrund stellen.

Liebevolles miteinander umgehen, Zärtichkeit, Respekt und Achtung, gemeinsame Unternehmungen usw. gehören auch dazu, und diese Dinge gehen ja nicht wegen einer zweiten Frau verloren.

Wenn man sich von dem Gedanken der Begierde frei machen kann, was mit Sicherheit nicht einfach ist, denn Eifersucht ist eine schlimme Krankheit, dann wird man eine harmonische Familie bekommen. Die zweite Frau kann wie eine Schwester oder beste Freundin werden, mit der man Geheimnisse teilen kann, da sie ihren Mann ja genauso gut kennt. Aber an dieser Beziehung müssen alle mitarbeiten, nicht nur die Frauen, sondern auch der Mann und seine Familie. Gemeinsame Unternehmungen sind wichtig, aber die Zeit mit jeder allein ist auch sehr wichtig. Keine darf sich bevorzugt oder benachteiligt fühlen, weder von ihm noch von seiner Familie. Jede muss sich seiner Zuneigung und Liebe sicher sein.

 

Aber es ging mir hier vor allem um die Kinderlosigkeit der Frau, die aus einer ersten Ehe schon Kinder hat und keine mehr bekommen kann. Jeder, der eigene Kinder hat, weiß was das für ein wunderschönes Gefühl ist. Dieses Gefühl und dieses Glück wird dem Mann dann vorenthalten. Ist eine Frau in der Lage sich mit ihren Mann zu freuen, wenn er dieses Glück erfährt, auch wenn er dazu nochmal heiraten muss? Sie würde ja von diesem Glück nicht ausgeschlossen sein, sondern sie würde letztendlich auch davon profitieren. Oder ist ihre Eifersucht, ihr Neid und ihr Egoismus so groß, das sie dieses Glück, einem Kind das Leben zu schenken, ihrem Mann nicht gönnt?

 

Und zum Schluss möchte ich noch anmerken, jedes Kind, das geboren wird und im Sinne des reinen, wahrhaftigen Islam erzogen wird, kann den Islam weitertragen und weiterverbreiten und die Menschen auf den rechten Weg führen. Jedes Kind bedeutet eine Stärkung des Islam und des Djihad.

Das bedeutet aber wiederum auch, jedes nicht geborene Kind ist ein Verlust für den Islam.

 

Ich hoffe, ihr könnt meine Gedanken nachvollziehen, denn das ist mein Verständnis von Islam.

Sollte etwas nicht korrekt sein, bitte ich um Berichtigung.

 

Herzliche Grüße

Dalal

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As-alamu alaikum Schwester Dalal,

 

wie gesagt, das muss jeder selber wissen, wie er mit der Situation umgeht. Für mich wäre so eine Konstellation (im Moment jedenfalls ) nichts, Löwenfrauen sind eben zu stolz und selbstherrlich#zwinker#.

Aber du schreibst, man sollte die Begierde vergessen: Gilt das nicht für beide? Warum soll immer nur die Frau sich zurücknehmen, und der Mann darf machen, was er will? Wenn ich sowas lese, dann bin ich heilfroh, dass ich damals den Vertrag gemacht habe. Wenn er beide Frauen gerecht behandelt, dann ists ja gut, allerdings traue ich das einem "Normal- Muslim" einfach nicht zu, ich habe noch niemanden gesehen, der das könnte. Hat betreffender Mann eigentlich auch mal den Zeitfaktor bedacht? Wie soll er soviel Zeit für beide Familien erübrigen, wenn er auch noch arbeitet? Der Zeitgewinn ist allerdings ein Punkt, aber mehr Vorteile sehe ich da nicht, wohlgemerkt, das gilt für mich und ist nicht allgemeingültig.

Ich könnte mir das nur so vorstellen: Ich bin verwitwet (Allah behüte!) , will mich aber nicht mehr ganz so fest binden. Dann käme auch ein bereits verheirateter Mann in Frage (evntl. Mut´a), aber nur , wenn dessen erste Frau einverstanden ist. Aber dann bin ich die Zweitfrau, und die Position ist immer die Bessere als die der Erstfrau, die eine Mitehefrau bekommt, denn die Zweite weiß, dass sie einen bereits verheirateten Mann heiratet, ihr ist also klar, woran sie ist.

 

wassalam,

Fatima

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As salamu alaikum,

 

Du schreibst sehr deutlich, Dalal, hoffentlich kann die betroffene Schwester das so umsetzen, denn, ehrlich gesagt, ich glaube auch, dass, wenn der Wunsch erst so klar formuliert wurde von seiten des Mannes, ihr nicht viel anderes übrigt bleibt. Der Wunsch nach Kindern ist so spürbar, den kann man vielleicht schwer unterdrücken, und man denkt ja dann auch oft an Altersversorgung, Gemeinschaft im Alter usw.

Hoffentlich gelingt es der Schwester, damit zurechtzukommen. Aber das Finanzielle finde ich schon wichitg. Ein Leben lang zur Miete wohnen, nur um zwei Frauen zu finanzieren? Ich finde schon, dass man da auch langfristig denken muss, wenn man nicht gerade viel eigenes Vermögen hat, denn irgendwann kann man eben nicht mehr arbeiten (Alter). Gerade für eine Frau finde ich es schon schön, wenn sie abgesichert ist, soweit man das Leben eben absichern kann von Menschenhand.

 

Du hast geschrieben, dass Eifersucht eine schlimme Krankheit ist. Hm. Ich weiß nicht recht. Natürlich ist es erstrebenswert, dass man seinen Egoismus überwindet. Aber können wir normalen Menschen das überhaupt? Also wenn ich zum Beispiel ans Meer gehe, an den Strand, und sehe um mich herum hübsche, braun gebrannte Frauen im Bikini, während ich mit meinem Schwimmgewand herumspaziere, bin ich schon eifersüchtig, und wie! Dann freue ich mich über jede Frau, die auch mit Kleidern da ist. Also ich meine, wenn ich mit meinem Mann an den Strand gehe; mit meinen Schwägerinnen ist es mir ganz egal, wie die anderen rumlaufen.

Gerade deshalb ist der Hidschab ja im Grunde so wichtig, um Frieden, auch unter den Frauen, zu schaffen.

Ich glaube, das wird mich immer eifersüchtig machen. Und man wird ja auch nicht jünger. Außerdem finde ich es absurd, dass ich selbst mich so verhülle, neben meinem Mann, während andere Frauen fast nackt sind. Verkehrte Welt.

Soviel zum Thema Eifersucht.

 

Aber in einer Mehrehe ist das ja was anderes. Ich finde ohnehin, die Männer leben hier fast in einer Art virtuellen Mehrehe.

 

Seit meinem letzten Strandurlaub mag ich gar nicht mehr ans Baden denken. Ich habe heute wieder und schon öfters gesagt, dass ich, inschaAllah, das nächste Mal nur noch an Menschen leere Strände will - aber finde die mal.... da muss man erst Stunden fahren.

 

 

Ansonsten finde ich Deine Ausführungen interessant. Ich glaube, es ist auch wichtig, dass man die zweite mag. Gerne hat. Dann ist es leichter.

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Assalamu alaykum,

 

also ganz ehrlich, diese fastnackten Frauen auf der Straße hier machen mich auch etwas eifersüchtig. Aber ich glaube, dagegen kann man einfach nichts machen, weder gegen die eigenen Gefühle noch gegen die Frauen. Obwohl, gegen die würde ich gerne was machen

 

Und wenn ich die so sehe, weiß ich warum wir den richtigen Weg gehen.

Da sehe ich Mädchen die ein bisschen dick sind, die tragen Hüfthosen und Bauchfrei, gräßlich, da quillt dann alles raus. Bäh.

Aber denen wird ja auch nicht hinterhergesehen, nur den sehr schlanken, braungebrannten.

Und wenn man selbst nicht die perfekte Figur hat, dann fühlt man sich noch schlechter. Aber das sind immer nur ein paar Sekunden, wenn mir dann einfällt, wo diese Frauen landen, dann freue ich mich wieder

 

Herzliche Grüße

Dalal

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As-salamu alaikum,

 

mit den Frauen ohne Hijab und im Bikini habe ich überhaupt kein Problem, da ich genau weiß, dass mein Mann die sowieso verachtet. Und ich weiß auch, dass er nicht hinguckt. Man sollte allerdings schon solche Strände vermeiden. Auf Zypern war das schon nicht so toll, nicht wegen meinem Mann, aber auch für die Jungs ist es nicht so gut, dass sie halbnackte Mädchen sehen. Deswegen gehen meine auch im Sommer nicht ins Freibad.

Und was das einige Aussehen betrifft: Klar wird man nicht jünger, aber man kann doch ene Menge tun, um sich einigermaßen fitzuhalten. Ich kenne viele Frauen über 40, die ausgesprochen attraktiv sind, weil sie eben auf sich aufpassen.

 

wassalam,

Fatima

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Salam,

 

@Dalal: Wo landen diese Frauen denn???

 

@Fatima:

Verachten?

 

Da hätte mein Mann aber auch Familienmitglieder zu verachten, einschließlich mich, die ich auch einmal im Badeanzug rumlief, und zwar zusammen mit meinem Mann... Schwimmen war für uns beide früher schön, bevor ich, ziemlich plötzlich, entschied, darauf zu verzichten.

Und ob er sie anschaut oder nicht, ist mir egal, natürlich sagt er, dass er sich nur für mich interessiert und ich die Schönste bin für ihn, niemand außer mir könnte ihn interessieren, aber das Unbewusste speichert, ob man will oder nicht.

Viele Frauen, die des Sommers im Badeanzug rumlaufen, haben mir schon sehr viel Gutes getan, mich moralisch unterstützt, mich zum Beten angeleitet, mich in die Familie meines Mannes integriert, gute Worte für mich eingelegt, mir manches Fehlverhalten verziehen. So schwarz-weiß sehe ich das nicht.

Was die Schönheit ab 30 angeht, natürlich, wenn man einigermaßen auf die Linie achtet und sich bewegt, ist man auch ab 40 noch schön und attraktiv. Außerdem hängt es davon ab, wie man sich selbst findet, das ist schon klar. Und es gibt ja auch Männer, die finden die Jugend gar nicht so anziehend.

 

Ist es eigentlich haram, an den Strand zu gehen???

 

 

Jedenfalls habe ich mir ein Zelt gekauft. In Zukunft bleibe ich wohl im Zelt. Meine Schwiegerfamilie wohnt ziemlich nah am Meer, einige Fahrminuten, das ist schon schön, und meine Schwägerin wohnt direkt am Meer. Es wäre schon blöde für mich, mich ganz zu Hause einzuigeln.

 

Wenn mein Sohn groß ist, will ich auch nicht, dass er baden geht. Aber ich glaube, mit der Meinung stehe ich alleine da.

 

Wassalam,

Meryem

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Salam alaikum

 

als ich wüsste nicht warum es haram ist an den Strand zu gehen. Also ich gehe eigentlich regelmäßig mit meinem Mann am Strand in Holland spazieren oder wir setzen uns auch an den Strand. Allerdings tun wir das meistens im Frühling oder im Herbst, also dann wenn die Badesaison vorbei ist. Wir genießen dann die Ruhe und die wirklich wunderschöne Atmosphäre. Allerdings wüsste ichauch nicht was ich an einem überfüllten Strand in der Hauptsaison sollte. Das bringt mir persönlich nichts. Aber wenn man Kinder hat, ist das vielleicht auch was anderes, das weiß ich nicht, habe keine .

Als wir im sommer in Ägypten waren haben wir einen Teil vom Strand gefunden, wo wir ganz alleine waren. Das war sogesagt ein Geheimtipp im Norden (Marzah Matruh). ich finde es Schade, dass es z.B. in einigen MUSLIMISCHEN Ländern an der Küste nicht mal Plätze gibt wo nur Frauen schwimmen können. Finde ich persönlich sehr peinlich, aber bestes Beispiel war halt für mich Ägypten. Da sind soviele Frauen verschleiert und auch mit Niqab und allem was dazugehört, und das wird einfach so akzeptiert. Oder sie gehen dann mit Mantel und Kopftuch schwimmen.... (wenn man aus dem Wasser kommt klebt die Kleidung ja überhaupt nicht am Körper....)

In Libanon gibts z.b. Strände nur für Frauen...

 

 

Wa salam

 

 

______________

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Meryem:

 

@Fatima:

Verachten?

 

Da hätte mein Mann aber auch Familienmitglieder zu verachten, einschließlich mich, die ich auch einmal im Badeanzug rumlief, und zwar zusammen mit meinem Mann...

 

Vielleicht ist "Verachten" das falsche Wort, aber ich wollte damit sagen, die brauche ich nicht als Konkurentinnen zu fürchten (auch keine sonst übrigens ) . Mein Mann hatte allerdings schon am Anfang seiner "Brautschau" darauf geachtet, nur eine Frau mit Kopftuch zu heiraten. Daher ist unsere Ausgangaposition auch eine andere als die von deinem Mann und dir.

 

Zum Thema Strand:

in der Türkei an der Ägäisküste gab es auch so ein Hotel, wo die Frauen einen eigenen Strand hatten, aber das hat die Regieung verboten, weil das angeblich die Landschaft verschandeln würde

Jetzt haben sie aber einen Pool, bloß sonnen können sie sich halt nicht mehr oder nicht mehr mit soviel Platz. Und für Muslime ist es wegen exzessiver Musik nicht zu empfehlen. Meine Schwägerin bat mal, dass die Musik leiser gestellt würde, und da wurde die dafür verantwortliche Frau richtig pampig.

 

In Iran gibt es getrennte Strände, aber da pfeift die Bademeisterin gleich, wenn man nur bis zu den Knien reingeht, wegen der Brandung. Kann ich aber auchverstehen, viele Iranerinnen können nicht schwimmen, und wenn einer ertrinkt, ist die Bademeisterin dran.

 

In Dubai gibt es auch ein paar Frauenstrände. Dass es das in Ägypten nicht gibt, ist mir absolut unverständlich.

 

 

Fatima

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und ich muss noch mal zum Thema zurück. Etwas muss ich noch unbedingt loswerden. Einige haben gesagt, das die Frau zurückstecken muss, wenn der Mann noch mal heiratet. Doch eigentlich hat der Mann eine doppelte Belastung. Er muss zwei Familien versorgen, und sich um die Kinder kümmern, dafür muss er eine ganze Menge arbeiten. Er hat so gut wie keine Zeit für sich, einmal bei der Frau und einmal bei der anderen, dann arbeiten, seine Freunde, seine Eltern, ehrenamtliche Tätigkeiten, usw.......

Ja, und die Frau? Nun, wenn der Mann bei der anderen ist, und die Kinder in der Schule oder bei Freunden oder abends wenn sie schlafen, hat sie diese Zeit für sich. Und welche Frau freut sich nicht über so etwas. Es gibt doch einige Dinge, die man nicht machen kann, wenn der Mann da ist, wie z.B. ein schönes Bad nehmen, dabei lesen und Tee trinken. Oder in ruhe telefonieren usw.

Also, mein Mann kommt schon nach 5 Minuten und fragt wann ich endlich fertig bin. Ich mache sowas immer, wenn er nicht zuhause ist, aber ab und zu kommt er auch mal unerwarter früher nach hause, dann muss ich meine Wellness-Kur abbrechen.

Also, man muss die positiven Seiten sehen, nicht die negativen wie Eifersucht oder so. Und wenn man Glück hat, bekommt man eine gute Freundin.

 

Und was das schwimmen angeht, wir fahren allhamdullah nach Beirut, wo es einen Frauenstrand gibt, und ich wäre nicht so begeistert, wenn mein Mann mit meinem Sohn an den Strand geht, wo alle im Bikini rumlaufen. Aber wenns keine andere Möglichkeit gibt, dann würde ich mir trotzdem keine Sorgen machen. Mein Mann ist doch religiös sehr gefestigt.

Als wir uns kennenlernten,war ich noch keine Muslima, aber mit einer kurzen Hose oder Bauchfrei wäre ich nicht auf die Strasse gegangen. Eben wegen dieser unverschämten Blicke der Männer.

Wäre ich halbnackt über die Strasse gerannt, hätte er mich ganz sicher nicht geheiratet...

Da ich von der Kleidung schon immer meine eigene Vorstellung hatte, ist es mir letztendlich auch überhaupt nicht schwer gefallen, das Kopftuch anzuziehen.

 

So, das wollte ich noch loswerden

 

 

Dalal

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