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Imam Ali - Wohlstand, Reichtum, Geld ...


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AS

 

Imam Ali sagt in Nahjul Balagha: „Hätte ich es gewollt, dann hätte ich den Weg zu reinem Honig, feinem Weizen und Silberkleidern nehmen können, aber es kann doch nicht sein, dass mich meine Leidenschaften führen und die Begierde mich die guten Mahlzeiten wählen lässt, während es im Hidjāz und im Yamāmah noch Leute gibt, die nicht einmal die Hoffnung auf eine Scheibe Brot haben oder noch nie wussten, was es heißt, satt zu sein. Soll ich mich mit einem vollen Bauch hinlegen, während um mich hungrige Bäuche und durstende Kehlen sind? Oder soll ich sein wie der, von dem es heißt: Es reicht dir eine Krankheit zu haben, dass du mit deinem vollen Bauch daliegst, während sich um dich noch Leute befinden, die sich schwer nach Dörrfleisch sehnen."

 

Kommentar: Müssen wir genauso denken wie Imam Ali (as) oder sind wir dazu nicht verpflichtet? Es gibt nämlich Überlieferungen, wo darauf hingewiesen wird, dass der einfache Gläubige dazu nicht verantwortlich ist, weil er eine andere Position besitzt.

 

ws

 

ws

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#pfeif#

 

Kommentar: Müssen wir genauso denken wie Imam Ali (as) oder sind wir dazu nicht verpflichtet? Es gibt nämlich Überlieferungen, wo darauf hingewiesen wird, dass der einfache Gläubige dazu nicht verantwortlich ist, weil er eine andere Position besitzt.

 

Ich denke du spielst auf eine Überlieferung an, in der Imam Ali #salam# es einem Gefährten verboten hatte seinen legalen Reichtum nicht zu nutzen.

 

#salam#

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Salamu Alykum

 

Die Imame waren (wie ihr ja schon wisst) von Allah dazu verpflichtet, so wie der Ärmste seiner Zeit zu leben.

 

Wir nicht. Was jedoch nicht bedeutet, dass wir keine Verantwortung tragen: Für Haram Dinge können wir bestraft werden und für Halal Dingen müssen wir Rechenschaft ablegen!

 

was Salam

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#salam#

 

Salamu Alykum

 

Die Imame waren (wie ihr ja schon wisst) von Allah dazu verpflichtet, so wie der Ärmste seiner Zeit zu leben.

 

Wir nicht. Was jedoch nicht bedeutet, dass wir keine Verantwortung tragen: Für Haram Dinge können wir bestraft werden und für Halal Dingen müssen wir Rechenschaft ablegen!

 

In dieser Hinsicht las ich mal einen Satz von Schariati, den ich bemerkenswert fand.

Der Satz bezog sich auf Propheten, aber klar ist, dass er auch für die von Allah eingesetzten Imame gilt (sinngemäss):

 

Allah hat die Propheten spärlich ausgerüstet, weil die Menschen, die ihnen folgen sollen es wegen der Religion tun sollen und nicht wegen des Prunks, den sie verkörpern.

 

D.h. dass zur Zeit des Propheten der Prophet selbst sich zwar ordentlich kleiden musste, aber so, dass ihm ein Armer, der ihm gegenübersteht so sprechen soll als ob er mit seinesgleichen spricht.

 

In der Zeit von Imam Muhammed Al Beqir waren alle relativ wohlhabend, so dass auch der Imam sich gute Kleidung herausnehmen konnte in dem Rahmen in dem der "Ärmste" war.

Gerügt wurdde er da sogar einem (u.U. sogar treuen) Gefährten, weil dieser dachte es sei nicht Sunna des Propheten sich gut zu kleiden.

 

Der Imam antwortete (ebenfalls sinngemäss):

 

"Was denkst du. Zur Zeit des Propheten #salam# waren die Leute arm und er musste sich, um mit ihnen auf Augeshöhe sprechen zu können ebenfalls so anziehen. Heute jedoch sind alle wohlhabend und ich nehme mir nur das Recht heraus was mir zusteht. Meine Sunna und die des Propheten :) unterscheiden sich in nichts voneinander."

 

Dies zeigt, dass das Leben iun Armut nicht unbedingt den Propheten #as# als absolute Pflicht auferlegt ist, aber die Propheten #as# und auch unser Prophet Muhammed #sas# und auch unsere Imame #as# haben einen gewisse Grenze, die sich aus Gründen ihres von Allah auferlegten Auftrags haben, die sie nicht überschreiten dürfen.

 

Von der Zeit und der Umgebung ist es abhängig wo die Grenze zu sehen ist und diese wissen die Imame #as# und der/die Propheten #as# besser als wir.

 

 

Wir jedoch haben keinen Führungsanspruch und sind damit in gewisserweise in der Ausnutzung der legalen Erwerbnisse frei.

 

 

 

#salam#

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AS

 

Mashallah! Danke euch beiden für eure Hilfe. Achtet ihr persönlich darauf, nicht verschwenderisch zu leben? Meidet ihr teure Restaurants? Fühlt ihr euch auch Unwohl, wenn ihr irgendwo seid, wo ihr soviel Essen dürft, wie ihr wollt? Sind solche Gedanken positiv zu bewerten oder unnötig, da der Arme sowieso nichts davon hat, ob man nun teuer essen geht, viel isst, teure Schuhe kauft, ein riesiges Haus baut, teuren Schmuck trägt, ...?

 

Darf ein reicher Muslim sich wirklich ein Paradies auf Erden schaffen, wenn er seinen religiösen Verpflichtungen nachkommt (Khumms, Sadaqa, ...)?

 

ws

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#salam#

 

meiner Meinung nach darf er. Allerdings nicht allein für sich, sondern auch für andere Menschen, vor allem seine Geschwister.

Zu den Aufgaben, die die Stellung des Imams mit sich bringt, als Ärmster zu leben, wurde schon alles gesagt. Wie aber sieht es mit uns aus?

 

Denken wir doch mal so herum: Was nützt es, wenn alle in einer Dreizimmerwohnung hocken? Dann kann doch keiner mehr Sitzungen veranstalten, weil schlicht der Raum fehlt, besonders in Gegenden, wo es keine Moschee oder dergleichen gibt. Man kann seine Geschwister auch nicht mehr zum Grillen einladen oder sonstigem, da müsste man auf öffenltliche Plöätze ausweichen, und das ist in Deutschland auch nicht so schön mit den ganzen Hunden. Die Geschwister freuen sich auch sehr über unseren Pool im Sommer.

Teure Restaurants kann ich mir nicht leisten, daher meide ich sie ohnehin, und essen kann man da sowieso nichts als Muslim, ich stehe nicht auf Hummer und so einen Kram, selbst wenn es halal wäre #salam# Aber auch sonst fühle ich mich dort nicht wohl, bei den wenigen Gelegenheiten, bei denen ich in solche Restaurants eingeladen wurde.

 

Ich fühle mich auch sehr unwohl in Häusern, die voller Schnickschnack und Nippes und teurer Teppiche sind , wie bei Reichen in Teheran. Ich sitze viel lieber auf dem Teppich als auf dem Stuhl.

 

#salam#

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Darf ein reicher Muslim sich wirklich ein Paradies auf Erden schaffen, wenn er seinen religiösen Verpflichtungen nachkommt (Khumms, Sadaqa, ...)?

 

7/31:

 

O Kinder Adams, habt eine gepflegte Erscheinung an jeder Gebetsstätte, und eßt und trinkt, doch überschreitet (dabei) das Maß nicht; wahrlich, Er liebt nicht diejenigen, die nicht maßhalten.

 

Verschwendung ist im Islam eine Sünde. Jetzt ist wohl die Frage, was Verschwendung genau ist. Das muss wohl ein jeder selbst für sich verantworten.

 

Was Salam

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#salam#

 

Zu diesem Thema fällt mir ( und meinem schlauen Buch #salam##sas#) ein passendes Hadith ein:

Der Gesandte Gottes :) sprach :

Zur Glückseligkeit eines Muslims zählen eine rechtschaffene Gattin,

eine große Wohnung, ein sicheres und schnelles Reittier ( Fortbewegungsmittel, sprich: Auto mit viel PS #salam##as# )

und rechtschaffen Kinder.

(Bihar ul Anwar)

 

wa salam

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AS

 

Ergänzung:

 

Die Muslime sind dazu verpflichtet, ihre ärmeren Geschwister zu versorgen. Jemand der viel Reichtum besitzt, trägt eine großere Verantwortung bei der Versorgung der ärmeren Geschwister. Der Prophet (saw) hielt eine Ansprache am letzen Freitag des Monats Shaban und erinnerte die reichen Muslime an ihre besondere Verpflichtung. Sie sollen für das Iftar-Essen während des Fastenmonats sorgen. Da stand jemand auf und sagte: "Und was ist mit denen, die nicht die Mittel dazu haben?" Der Prophet (saw) antwortete: "Feed others even if it is just with a single dry date or a sip of water!” (d.h. Versucht das zu tun, was in eurer Macht steht. Versucht wohltätig zu sein.)

 

ws

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AS

 

Ergänzung:

 

An anecdote reported by Ayatullah Ha'eri

 

He reports that once, while a Shaikh was seated with a group of his students, a trader brought a cloak for him. He saw that the cloak was very good, but wearing it would be unbefitting for him. On the other hand, refusing a gift, too, would not be correct. Therefore he asked the trader about the cost of the cloak. The trader did not want to reveal the price of the cloak. So the Shaykh asked him, how many ordinary cloaks could be bought for the price of that expensive cloak. The trader said that about eighteen ordinary cloaks could be bought for that money. The Shaykh said, I accept this cloak, but is it possible to get this cloak exchanged for eighteen ordinary cloaks?” The trader agreed to the suggestion, took away the expensive cloak and returned with eighteen ordinary cloaks. The Shaykh distributed the cloaks among his students and draped one over his own shoulder. Then he turned towards the trader and asked him, “Is this gift from you better or the earlier expensive cloak that you brought for me? If I had worn that cloak, I would have been the only person wearing it. But now there are eighteen persons wearing new cloaks!

 

ws

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  • 9 Jahre später...

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