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Geschrieben

#salam#

 

Ja. Man könnte vllt noch hinzufügen, dass er alleine existiert, also noch nicht mal in der Existenz einen Teilhaber hat...

 

#salam#

Geschrieben

#salam#

 

Ja. Man könnte vllt noch hinzufügen, dass er alleine existiert, also noch nicht mal in der Existenz einen Teilhaber hat...

 

#salam#

 

#bismillah#

 

#salam#

 

@Qambar

 

Was mir bei deinen Beiträgen immer gefehlt hat, und ich bin sicher, dass dieser Punkt viele Geschwister verwirren wird, ist, dass du stets davon sprichst, dass "es nur eine Existenz gibt" (was richtig ist, wenn du es auf die notwendige Existenz beziehst (wajib al wujud)), jedoch im selben Zug nicht erwähnst, dass auch die Geschöpfe Existenzen sind (jedoch mögliche Existenzen (mumkin al wujud)). Allah (t.) existiert und ich existiere auch. Allah existiert und der Baum draußen existiert und die Engel und die Propheten und die Hölle sind allesamt Existenzen.

 

Doch die Frage ist: Ist meine Existenz gleich der Existenz Gottes? Nein, denn sonst würde neben Allah ein zweiter existieren und dies ist nicht möglich. Es gibt also nur ein wajib al Wujud und das ist gemeint, wenn wir davon sprechen, dass es nur eine Existenz gibt, es gibt nämlich nur eine notwendige Existenz. Aber die möglichen Existenzen sind zahlreich. Sie sind im Rang der Existenz geringer als die Existenz Gottes. DIe Urafa sprechen hierbei von "Tajaliyat", also "Offenbarungen" oder "Erscheinungen" Gottes, ohne jedoch, dass damit ein Bild gemeint ist. Es sind Zeichen Gottes, ohne das sie Er sind oder Er sie.

 

#wasalam#

Geschrieben

#salam#

 

Ja, die tajalliyat (mumkin-ul-wujut) wäre nach meinem Beispiel die Maske (welche nur Pseudo-Existenzen sind!) und Allah selbst (wajib-ul-wujud) wäre der, der hinter der Maske ist... (Gebe zu, habe es echt vernachlässigt...) Du sagst es selber, die tajalliyat (also wir) sind nur seine Erscheinungen, also sind wir nicht... Er ist es, der als diese Erscheinungen (diesseits des "Spiegels", das Sichtbare, Erfassbare, Nennbare...) auftritt, also können ich und du und er und sie und es nicht wirklich sein (neben ihm) weil wir seine Erscheinungen sind...

 

Wir reden schon ungefähr das selbe nur anders...

 

#salam#

Geschrieben

#bismillah#

As Salamu aleikum,

 

 

was bei deinen Beiträgen etwas verwirrt, Br. Qambar, ist, dass es sich anhört, als wäre die Mücke in gewisser Weise Allah swt, und dann stellt man sich sowas vor, ganz unweigerlich. Wenn man sagt, es gibt nur die einzige notwendige Existenz und alle anderen Existenzen sind möglich, also in Abhängigkeit von dieser notwendigen Existenz, dann wird das Wahdat al Wujud schon verständlich. Denn unsere Existenzen sind niedriger, schon alleine deswegen, weil wir erschaffen sind.

 

Und Tawheed besteht, nach Imam Ali (as), durch den Unterschied zwischen Allah swt und Seiner Schöpfung. Deshalb kribbelt es mir in den Händen, wenn ich lese "Allah swt als Baum existiert". :)

 

wassalam

Geschrieben

#salam#

 

Mit der notwendigen und möglichen Existenz ist gemeint, dass Allah selbst, also sein Wesen die wirkliche Existenz (wajib-ul-wujud) darstellt und alles Andere (also diesseits des "Spiegels", das Sichtbare usw...) sind seine Erscheinungen (tajalliyat)... Diese Erscheinungen ("Masken") von ihm nennt man mögliche Existenzen (mumkin-ul-wujud), weil sie eigentlich nur !Pseudo-Existenzen! sind... Und dann kommt man wieder zu dem Punkt... Das ist wahdat-ul-wujud, der eine nimmt es an, der eine nicht..

 

#salam#

Geschrieben

Bismillah

As-salamu 'alaikum,

 

Als Baum existiert Gott schon mal gar nicht. Das würde eine Einheit im Sinne des Pantheismus bedeuten. In meinem vorherigen Beitrag zitierte ich Imam 'Aliy (a.), der die Verbindung Gottes zu seinen Geschöpfen sehr gut beschreibt. Gott ist höchstens in dem Baum, ohne jedoch mit ihm verschmolzen, verbunden oder gar eins zu sein. Man kann Dunkle Materie als Beispiel anführen, diese durchschreitet unseren Körper (sie ist also in und um uns) ohne aber mit den Sinnen wahrgenommen zu werden. Es hinterlässt ebenso keine Spuren und es enstehen keine Wechselwirkungen. Es ist also "einfach so" in uns, ohne mit uns verschmolzen, verbunden oder gar eins mit uns zu sein. Wenn das zu "theoretisch" ist, dann kann man auch Röntgen oder Laser als Beispiel anführen. Alles was wir uns vorstellen ist nicht Gott, deshalb müssen wir unseren Verstand "einweichen" und uns von den einschränkenden, materiellen Vorstellungen loslösen. All diese Beispiele sind nur Hilfsmittel um Allah besser zu verstehen, doch keine Vorstellung ist Allah.

 

Ich persönlich finde das Beispiel mit den Masken irreführend und nicht hilfreich. Denn eine Maske ist nur ein "Ersatz" oder eine "Ablenkung" vom eigentlichen Gesicht ohne ein eigenes Wesen zu haben. Der Mensch jedoch besitzt ein Wesen durch das Wesen Gottes. (Siehe Bruder 3aliy's Beschreibung)

 

Was-salamu 'alaikum

Geschrieben

#salam#

 

Ich glaube, wir werden hier auf keinen gemeinsamen Nenner kommen... Und ich möchte mich ungern streiten, wer nun Recht hat...

 

#salam#

Geschrieben

Bismillah

As-salamu 'alaikum,

 

deine Ansicht passt zur zweiten Ansicht über Tawheed. Doch sie widerspricht der dritten Ansicht (Wahdat ul-Wujud). Somit widerspricht sie den Worten des Fürsten der Gläubigen (a.). Imam 'Aliy (a.) sprach: "Die Erkenntnis Gottes (Ma'rifatuh) ist die Bestätigung seiner Einheit (Tawheeduh)." Weiter sprach Er (a.): "Sein Tawheed ist das Unterscheiden/Trennen Seiner von der Schöpfung." Das bedeutet Allah ist etwas und seine Schöpfung ist etwas anderes. Er ist etwas und die Bäume sind etwas anderes. Die andere Ansicht sagt jedoch, das alles andere nur ein Schatten, eine Illusion Gottes ist. Doch das können wir weder als Denker akzeptieren, noch als Muslime. Seine Schöpfung ist Realität, der Prophet (s.), die Hölle, das Paradies sind alles Realitäten, die existieren. Sie sind kein Schatten oder eine Illusion Gottes. Noch sind sie wie ein Ebenbild, das entsteht, wenn jemand schielt. Der Tawheed von Imam 'Aliy (a.) ist der Unterschied zwischen Ihm und seiner Schöpfung! Dies ist vermutlich die wichtigste Überzeugung und nichts ist wichtiger als diese.

 

Sogar die Aussage, Allah wäre in etwas ist sehr problematisch und kann so gesehen nicht einfach so gesagt werden. Aber schlimmer ist zu sagen (auch wenn es nur indirekt ist) der Schöpfer sei Geschöpf und das Geschöpf sei Schöpfer. Das ist die Widerlegung jeglicher Ansicht des Hulul und des Itihad. (Es wird behauptet, die Sufis würden daran glauben) Weder Allah steigt hinab und verschmilzt mit dem Diener, noch steigt der Diener hinauf und verschmilzt mit Allah. Weder der Diener wird zum Schöpfer, noch der Schöpfer zum Geschöpf. Wer sich als Muwahid sieht, der kehrt zu den Worten Imam 'Aliys (a.) zurück: "Die Bezeugung seiner Einheit liegt in der Unterscheidung zwischen Ihm und seinen Geschöpfen." Der Muwahid muss also sagen, Allah ist anders und etwas anderes als seine Geschöpfe und seine Geschöpfe sind anders und etwas anderes als Allah. Wenn man aber nicht unterscheidet, so ist man kein Muwahid. Diese Unterscheidung ist die Wurzel der Religion und der Erkenntnis Gottes. Der Tawheed besteht also darin, die Ursache von der Wirkung, den Erschaffer vom Geschaffenen zu unterscheiden.

 

Doch wie unterscheiden/trennen wir? Es gibt zwei Arten der Unterscheidung:

  • Die erste Unterscheidung ist in der Eigenschaft (Sifa)
  • Die zweite Unterscheidung ist in der Isolation ('Izla).

Imam 'Aliy (a.) sagt dazu: "Das Unterscheiden besteht in der "Bayynune Sifatiyya" und nicht in der "Bayynune 'Izliyya"."(Baynune = "Trennung" (Hier: Differenz, Verschiedenheit)) Bayynune 'Izla beschreibt die Isolation zwischen Existenzen. Person X ist eine Existenz und Person Y ist eine andere Existenz. X existiert aus sich heraus und Y existiert aus sich selbst heraus. Sie sind voneinander isoliert. Das ist die zweite Ansicht. Allah ist also eine Existenz und ich bin eine Existenz, der Unterschied ist lediglich, Er ist der Schöpfer und ich das Geschöpf. Unsere Existenzen sind jedoch voneinander isoliert. Also eine getrennte "Verschiedenheit". Die Ansicht von Bayynune Sifa spricht aber von einer anderen Verschiedenheit und Trennung. Das Unterscheiden bezieht sich hier auf die Eigenschaften!

 

Die Farbe auf einem Buch ist eine Eigenschaft des Buches und nicht das Buch selbst. Wir unterscheiden hier zwischen Al-Jawhar und Al-'Aradh. Al-Jawhar bedeutet, es existiert aus sich heraus und für sich selbst. Während Al-'Aradh von sich heraus existiert, jedoch für etwas anderes. Das bedeutet, die Farbe existiert nicht an sich, ihre Existenz ist an etwas anderes gebunden. Es ist von etwas anderem abhängig. Die Farbe ist jedoch nicht dasselbe wie das Buch, es ist etwas anderes, als das, worauf es ist und von dem seine Existenz abhängt. Ein anderes Beispiel wäre das Wasser und die Wassertemperatur. Wenn ich sage, das Wasser ist warm, ist diese Wärme das Wasser? Nein, die Wärme ist etwas anderes. Doch wäre die Wassertemperatur ohne das Wasser möglich? Wir sehen also, die Wassertemperatur ist etwas anderes als das Wasser und doch abhängig vom Wasser. Der Unterschied, die Trennung zwischen dem Wasser und der Wassertemperatur ist also eine Trennung in den Eigenschaften (Bayynune Sifa) und keine Trennung die auf Isolierung basiert ist (Bayynune 'Izla).

 

Die Trennung zwischen Allah und dem Menschen ist also eine Trennung in den Eigenschaften und keine Trennung die isoliert. Das Wasser ist nicht hier und die Wassertemperatur dort, beides sind eins, doch sie sind nicht dasselbe. Das Wasser ist etwas und die Wassertemperatur ist etwas anderes, somit haben wir die Unterscheidung hier berücksichtigt, ohne sie voneinander isoliert zu haben. Wir trennen durch die Eigenschaften. Wir sind also nicht isoliert von Allah und genau deshalb heißt es: "Wer sich selbst erkennt, erkennt seinen Herren." Doch wenn wir sagen, die Wassertemperatur sei gleich dem Wasser, dann wären wir bei Hulul und Itihad.

 

Was-salamu 'alaikum

Geschrieben

#bismillah#

Salam,

 

Das Beispiel mit der Maske fand ich nach längerem Überlegen auch nicht gut. Hier sind zwei andere Beispiele:

 

1. Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich mich selbst. Ist der Spiegel in mir, oder ich in ihm? Natürlich bin ich in dem Spiegel, aber nicht so, wie Wasser in einer Flasche oder Salz in einem Behälter, wie einer der Geschwister schon sagte: Ohne dass Allah mit uns verschmolzen ist. Wenn ich eine Wand zwischen dem Spiegel und mir stelle, d.h. wenn ich verschwinde, verschwindet auch das Bild im Spiegel. So ist es auch mit Allah. Wenn Allah nicht da ist, sind wir Menschen auch nicht da.

2. Mein Schatten existiert, solange ich existiere. Wir sind aber nicht eins.

3. Eine Welle existiert nur, wenn das Wasser existiert. Wenn das Wasser gar nicht vorhanden ist, können wir uns die Welle nicht mal vorstellen.

 

Um ehrlich zu sein dachte ich immer, dass Allah einen Raum oder einen Ort so füllt, wie Wasser die Flasche füllt. Danke für den Thread. ^^ #rose#

 

salam

Geschrieben

#salam#

 

Klingt für mich persönlich alles verwirrend, zumal Meinungsverschiedenheiten bei unseren Gelehrten existieren hinsichtlich des Wahdatul Wujud Prinzips und man es nicht auf ein Prinzip verallgemeinern kann und sagen kann, dass es für die ganze Shia spricht. Siehe beispielsweise im Werk Urwatul Wutqa, dass von Sayyid Sistani seinen Studenten gelehrt wurde:

 

soofeeswahdahalwujoodna.jpg

 

Dort steht geschrieben, dass selbst einige Shiitische Gelehrte, jene als Najis betrachteten, die an Wahdatul Wujud glaubten.

 

In Al Kafi ist folgender authentischer Hadith verzeichnet:

 

Es wird berichtet von einer Reihe unserer Leute, von Ahmad ibn Muhamad ibn Khalid, von Yaqub ibn Yazid, von ibn abu Umayr, von ibn Udhayna, von Imam Abu Abdilla (as), der folgendes sagte:

 

58.7.Es gibt kein vertrauliches Gespräch zwischen dreien, ohne daß Er ihr vierter wäre, und keines zwischen fünfen, ohne daß Er ihr sechster wäre,... Es bedeutet, er ist Einer,.. Er ist getrennt/unterscheidet sich von seinen Geschöpfen, und von daher sagte er über sich selbst, dass er die Kontrolle/Macht über alle Dinge verfügt durch seine Anwesenheit, Kontrolle und Macht. Nichts, das so klein ist wie ein Atom in den Himmeln oder auf Erden ist abwesend von ihm, nichtmals Dinge die kleiner oder größer sind. Es ist alles durch/aufgrund seiner Kontrolle und sein Wissen und nicht durch sein Selbst (Wesen, Dhatihi). Es ist aufgrund dessen so, da die Orte begrenzt sind durch die vier Grenzen. Wäre es mit seinem Selbst (Wesen, Dhat), so würde ihn (Allah) dies begrenzt haben.

Shiitische Quelle: Al Kafi, Band 1, Seite 126

Haditheinstufung: AL Majlisi wertete diesen Hadith als Sahih (authentisch) in seinem Werk Mirat ul Uqul, Band 1, Seite 67

 

Deshalb verstehe ich persönlich nicht, wie man sagen kann, dass Allah in einem Baum sei? Wurde diese Aussage schonmal so von unseren Gelehrten getroffen? Wenn ja, dann verbessert mich inshallah. Der obige Hadith, der auch oft von Shiitischen Gelehrten gebraucht wird, die eine andere Position zum Thema Wahdatul Wujud einehmen, deutet doch darauf hin, dass Allah nicht mit seinem Wesen auf Erden ist, da dies ihn begrenzen würde, sondern mit seinem Wissen, seiner Macht und Kontrolle. Man sollte nicht fragen, wo sich Allah mit seinem Wesen befindet (Im allgemeinen sollte man über das Wesen Allahs den Koran und die Hadithe zu Hilfe nehmen und nicht über ihn grübeln. Was jedoch seine Eigenschaften angeht, so darf Überlegungen etc anstellen).

 

Ich postete hier auch einmal die Antwort von Ayatullah Makaram al Shirazi aus dem Iran. Ich stellte ihm folgende Frage:

 

Frage: Falls jemand fragt, Wo ist Allah? Was ist dann die beste Antwort? Sollten wir sagen es existiert kein Ort für Allah und das er überall sei?

 

Antwort von Makaram Shirazi (mit Übersetzung)

 

Dear questioner:

 

Answer:God, the exalted is not a locative existent to occupy any place or space, because being in a location or direction is one of the specifications of material, but God, the exalted is not corporeal and doesn’t have material features.

He is not corporeal because corporeality requires being compound, and every compound is dependant to its components, but God, the exalted is absolutely needless and self-existent. He is the creator of place and location so he doesn’t need any place or location. Basically it’s not correct to ask about his location, because location is on of the relative concepts which is the measurement of a thing in relation to its location, this concept also requires a relation and a location, but God is needless of both of them.

 

May God bless you with health and happiness

 

Grand Ayatollah Makarem Shirazi Office / Estefta’aat Section

 

Ungefähre Übersetzung (müsste einiges umschreiben, weil gramatikalisch gesehen einige Fehler vorliegen in der Antwort^^):

 

Gott der Erhabene ist keine Lokative/Lokale Existenz die einen Ort oder Raum besetzt, da das existieren an einem Ort oder einer Richtung eines der Spezifizierungen eines Körpers/Materie ist, Gott jedoch, der Erhabane ist nicht körperlich und besitzt auch keine körperlichen/matriellen Eigenschaften. Er ist nicht körperlich da es die Körperlichkeit verlangt zusammengesetzt zu sein, und jenes welches zusammengesetzt ist, ist abhängig von seinen Bestandteilen, Gott jedoch, der Erhabane ist absolute frei (von diesen Dingen)... Er ist der Schöpfer von Ort und Stelle so braucht er auch keinen Ort und Lage. Prinzipiell gesehen ist es nicht richtig nach seinem Ort zu fragen...

 

 

Was ich bis jetzt immer unter Wahdatul Wujud verstand, ist ganz einfach, dass wir ohne Allah nicht existieren können und wir infolgedessen abhängig sind von ihm. Deshalb sind wir in diesem Sinne Eins mit unserem Schöpfer (Im Sinne der Abhängigkeit). Und nicht in dem Sinne, dass Allah irgendwie mit seinem Wesen auf Erden ist, gleichzeitig in uns bzw. in seinem Geschöpfen ist, jedoch nicht verschmolzen ist mit uns etc...! Oft werden die Aussagen von den Imamen falsch gedeutet. Einer der größten shiitischen Gelehrten, nämlich Allamah Al Majlisi, widmete in seinem Werk Ayn ul Hayat einen ganzen Abschnitt für derartige Hadithe.

 

Verbessert mich wenn ich falsch liegen sollte. Und sorry für die Rechtsschreibfehler etc, musste schneller schreiben.

#wasalam#

Geschrieben

#bismillah#

Salam,

 

Dass Allah im Baum sein soll oder den Baum darstellt wurde ja korrigiert. Allah ist nicht im Baum. Jedoch hängt die Existenz des Baumes von der Existenz Allahs ab, also haben beide ein Verhältnis zueinander. Dieser Baum ist ein Zeichen für die Existenz Gottes. Wie im Beispiel des Spiegel...Ich bin nicht wirklich im Spiegel drin, aber irgendwie bin ich doch drin, weil ich mich sehe.

 

Die Sufis sagen, dass alles, was existiert, eigentlich gar nicht existiert. Wir stellen uns das alles nur vor. Denn wenn wir sagen, dass Allah existiert, aber auch der Baum, dann stellen wir die Existenz der beiden gleich, und das wäre nach ihrer Ansicht nach Kufr. So existiert nur Allah und alles andere ist bloß eine Vorstellung des Menschen.

 

Der Pantheismus sagt hingegen, dass alles, was existiert ein Teil Gottes ist. Wenn man nun alle Wesen oder jedes Dasein miteinander verbindet, so entsteht Gott. Deswegen ist Allah in allem drin.

 

Und der Islam sagt, sowohl Allah existiert, als auch der Mensch. Die Existenz des Menschen ist von der Existenz Allahs abhängig (Siehe Beispiel Schatten oder die Welle). So wie wir im Spiegel sind, so ist Allah im Baum. Allah füllt den Baum nicht, wie ich bereits schrieb, wie Salz den Behälter. (Das war übrigens ein Hadith von einem Imam. Das war seine Antwort auf seine folgende Frage: Ist Allah in uns drin oder sind wir in ihm drin?)

 

salam

Geschrieben

#salam#

 

Also war meine Auslegung, die wie folgt lautete:

 

Was ich bis jetzt immer unter Wahdatul Wujud verstand, ist ganz einfach, dass wir ohne Allah nicht existieren können und wir infolgedessen abhängig sind von ihm. Deshalb sind wir in diesem Sinne Eins mit unserem Schöpfer (Im Sinne der Abhängigkeit). Und nicht in dem Sinne, dass Allah irgendwie mit seinem Wesen auf Erden ist, gleichzeitig in uns bzw. in seinem Geschöpfen ist, jedoch nicht verschmolzen ist mit uns etc...! Oft werden die Aussagen von den Imamen falsch gedeutet. Einer der größten shiitischen Gelehrten, nämlich Allamah Al Majlisi, widmete in seinem Werk Ayn ul Hayat einen ganzen Abschnitt für derartige Hadithe.

 

richtig? Kann man es in etwa so ausdrücken? Dass wir ohne Allah nicht leben könnten und abhängig von ihm sind und das seine Geschöpfe ein Zeichen seiner Existenz darstellen?

 

#wasalam#

Geschrieben

#salam#

 

Also war meine Auslegung, die wie folgt lautete:

 

 

 

richtig? Kann man es in etwa so ausdrücken? Dass wir ohne Allah nicht leben könnten und abhängig von ihm sind und das seine Geschöpfe ein Zeichen seiner Existenz darstellen?

 

#wasalam#

 

#bismillah#

Salam,

 

Wenn ich es richtig verstanden habe, was die Geschwister hier geschrieben haben, und wenn das so richtig ist was ich geschrieben habe, dann ja. Ich habe darüber auch mit einem Gelehrten gesprochen und er erzählte es mir auch genauso. Falls es Unstimmigkeiten gibt und ich etwas falsches gesagt habe, dann bitte ich um Korrektur.

Daran können wir erkennen, wie wichtig es ist, sich richtig auszudrücken. Man muss wirklich sehr gut darauf achten, was man genau sagt, damit es nicht falsch verstanden wird. Immerhin lesen auch nicht-Shiiten mit und könnten es womöglich falsch deuten.

 

salam

 

 

Geschrieben

Bismillah

As-salamu 'alaikum,

 

'Urwat ul-Wuthqa von Ayatullah Kadhim al-Yazdi ist ein viel diskutiertes Werk. Es wurde später neu herausgegeben unter dem Titel "'Urwat ul-Wuthqa wa takmilatuha". Es enthält Kommentare von Imam Khomeini, Sayyid Khui, Sayyid Ahmad al-Khunsari, Sayyid Muhammad Kadhim Shari'atmadari, Sayyid Hassan Tabatabai Qummi, Sayyid Muhammad Ridha Golpeygani, Sayyid Shahab ad-Din al-Mar'aschi al-Najafi, Sayyid Abul Hassan al-Rafi'i, Sayyid Mahmud al-Shahrudi, Muhammad Hadi al-Milani und so weiter. Auch Sayyid Sistani und Imam Shaheed as-Sadr haben dieses Werk kommentiert. Es ist also sehr schwer mit einem Zitat von diesem Buch etwas absolut zu beweisen. Da müsste man sich erst einmal alle Kommentare anschauen. Was aber dazu gesagt werden kann ist, das in der Fußnote "Wahdat al-Shakhsiyya" erwähnt wird. Hier müsste man nachforschen um zu erkennen was hier unter Wahdat al-Wujud verstanden wird. Denn leider basieren die Widerlegungen von Wahdat ul-Wujud auf falschen Behauptungen und einem falschen Verständnis. Vielleicht wurde da unter Wahdat ul-Wujud eher Hulul und Itihad verstanden, denn der Begriff an sich kann natürlich irreführend sein.

 

Die Ansicht, alles außer Gott sei eine Illusion kann so nicht vertreten werden. Denn kein vernünftiger Denker könnte sagen, die Engel, die Propheten und so weiter seien nur eine Illusion, im Gegenteil, sie existieren. Aber sie gehören zu den "'Aradh". (Siehe meinen vorherigen Beitrag)

 

Was die Frage nach dem Ort betrifft, so ist die Aussage richtig, das man nicht fragen kann, wo Allah sei. Da ein Ort erst durch Raum ensteht und Raum nichts anderes als ein Geschöpf ist.

 

Die Aussage Allah sei in allem, ohne mit ihnen verschmolzen zu sein habe ich aus den Ahadith von Imam 'Aliy (a.). Oben habe ich schon einen Hadith aus Nahj ul-Balagha geschrieben. Doch es gibt auch andere Quellen. Imam 'Aliy (a.) sprach: "Er (Allah) ist in Allem drin, doch nicht, wie etwas in etwas anderem ist. Er ist außerhalb Allem, doch nicht wie etwas außerhalb etwas anderem ist." (Al-Kafi, Band 1, Seite 85-86) Deshalb auch die Antwort von Imam Ridha (a.) auf die Frage, ob Allah in uns oder wir in Allah seien. (Es verhält sich wie unser Spiegelbild, das im Spiegel ist. Es ist in ihm, doch nicht wie etwas das in etwas anderem ist. Oder wie das Gesehene in unserem Auge (im weiteren Sinne in unserem Verstand) ist.)

 

Diese Vorstellung hat jedoch nicht direkt etwas mit dem Begriff "Wahdat ul-Wujud" zutun. Man darf sich vom Begriff "Wahdat ul-Wujud" nicht irreführen lassen, denn auch die Vorstellung von Wahdat ul-Wujud glaubt an die Vielzahl der Existenzen (Kathrat ul-Wujud). Nur unterscheidet sie eben zwischen der Isolation der Existenzen und den Eigenschaften des Existenzen. Wahdat ul-Wujud sagt also, jede Existenz hat eine reale Existenz die jedoch für etwas anderes existiert und von etwas anderem abhängig ist. Dieses etwas andere ist Gott. Nur Gott existiert aus sich selbst heraus und für sich selbst. Alles andere ist jedoch nicht getrennt und somit isoliert von Gott. Es verhält sich also nicht wie zwei verschiedene Bücher, sondern wie ein Buch und seine Farbe.

 

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, das Beispiele niemals eine Sache absolut erklären, sondern einen Teilbereich verständlicher machen. Denn wie gesagt, nichts was wir uns vorstellen ist Allah. Deshalb ist ein Beispiel niemals ein Vergleich oder ein Analogieschluss, sondern ein Hilfsmittel. (Al-Mathalu tudhrab, wa la tuqas)

 

Was-salamu 'alaikum

Geschrieben

#salam#

 

Ich arbeite gerade an anderen Vorträgen lieber Bruder Salman. Genau der Hadith den du erwähntest, wird von so manch einen shiitischen Gelehrten kommentiert, besonders von Allamah al Majlisi in seinem Werk Ayn ul Hayat. Sobald ich die anderen Dinge fertig habe, werde ich inshallah darüber ein Vortrag machen und die Gelehrtenmeinungen übersetzen. Inshallah dient dies dann zum besseren Verständnis solcher Hadithe. Besonders Naghul Balagha, wo es so manche Aussagen gibt, die man falsch verstehen könnte, aufgrund der hohen Redekunst Imam Alis, wurde von vielen unserer Gelehrten ausgelegt und kommentiert. Inshallah wird in Zukunft ein Vortrag darüber folgen #rose#.

 

#wasalam#

Geschrieben

#bismillah#

Assalamu Alaikum,

 

Ich habe ehrlich gesagt lange überlegt, wie ich es erklären könnte. Aber die Worte hinken der Bedeutung verzweifelt hinterher. Ich versuche mal mit Fragen:

Wenn wir sagen, dass etwas eine Existenz besitzt, die von der Existenz Allahs zu unterscheiden ist, dann stellt sich die Frage, welche Eigenschaften diese Existenz hat? Wenn das Tun, die Kraft, das Wissen, das Leben, das Können und das Licht aller anderen Tatsachen und Wahrheiten ausschließlich von Allah gegeben werden, was besitzt der Mensch noch, damit man sagt, dass er von sich aus existieren würde bzw. eine eigene Existenz haben würde. Und wenn Gott uns die Kraft gibt, gibt er uns ein Teil seiner Kraft oder offenbart Er vielmehr durch uns seine Kraft in einem gewißen Maße? Wenn er uns mit Gaben ausstattet, sind diese Gaben ein Teil seiner Schätze oder bleiben seine Schätze unberührt, wenn wir mit den Gaben ausgestattet werden? Und wenn sie unberührt und unverändert bleiben, heißt das nicht, dass seine Schätze sich in und durch uns so offenbaren, wie es unsere Begrenztheit erlaubt? Und dieselbe Frage stellt sich zur reinen Existenz. Ist unsere reine Existenz etwas was Allah von seiner Existenz abgeschnitten hat oder etwas, was sich durch seine Existenz offenbart hat? Wir werden natürlich nie erfahren, wie die Erschaffung vollzogen wird. Sicher ist aber, dass Allah nicht gezeugt (!) hat [siehe Sure 112] und dass man ihn daher von seiner Schöpfung nicht abgrenzen darf. Das kann man sowieso nicht, ich meine jedoch in unserem Verstand und in unserer Vorstellung. Die Schöpfung besteht durch den Schöpfer und ist die Offenbarung seiner Namen. Die schiitichen Gelehrten, die an Wahdat-Al-Wujud, in ihrer gültigen Form glauben, haben niemals gesagt, dass es keine Geschöpfe gibt, sondern dass diese Geschöpfe keine eigene Existenz besitzen. Das absolute Bestreiten der Existenz der Geschöpfe führt zum absoluten Bestreiten der Existenz des Schöpfers, was Kufr ist. Es ist natürlich auch Kufr zu sagen, dass ein Geschöpf Allah ist. Es geht bei der Überzeugung von Wahdat-Al-Wujud um einen fundierten Versuch, den reinen Tauhid zu beschreiben und Tauhid ist weit mehr als die bloße Zungenbekenntnis.

 

Wassalam

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