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al-Sadr

Erlaubten damalige Großgelehrte wie Ayat. Na'ini Tatbir?

20 posts in this topic

#bismillah#

 

#salam#

Haben Großgelehrte der Rechtsschule der Ahl al Bayt (a.),

wie beispielsweise Ayatollah al-Na'ini (r.) und Ayatollah Abd-al-Kareem al-Ha'eri (r.) Tatbir erlaubt?

 

 

tatbir1.jpg

 

Besonders ein Thema wurde in letzter Zeit besonders häufig diskutiert und thematisiert, nämlich einige Trauerzeremonien, welche am Tage Aschura des Monats Muharram zu Ehren des Herrn der Märtyrer, Abi Abdillah al Hussein (a.), veranstaltet werden. Dazu gehört das sogenannte "Tatbir", welches ein Zeichen für die Trauer um Imam Hussein (a.) darstellen soll.

 

Die Befürworter des Tatbir argumentierten stets damit, dass die Mehrheit der Shiitischen Gelehrte diese Praktik erlaubt hätten. Im Zuge der Widerlegung einiger Pro-Tatbir-Argumente, entstanden folgende weitere Themen und Threads:

 

1. Fatwa Sammlung der höchsten Gelehrten gegen Tatbir

2. Tatbir ist keine Hidschama

3. Anekdote Imam Khameneis zu Tatbir

4. Kommentare zu "Fatwa-Sammlung gegen Tatbir"

 

Dennoch blieben einige starke Argumente der Tatbir-Befürworter offen, nämlich, dass große und namenhafte shiitische Gelehrte diese Praktik erlaubt hätten. Sie stützen sich dabei zumeist auf zwei der größten shiitischen Rechtsgelehrte.

 

1. Ayatollah Muhammad Hussain Naini (1850 - 1936)

 

naini_muhammad_husain.gif

 

Ayatollah Na'ini (r.) gehört zweifellos zu den größten Rechtsgelehrten der Schule der Ahl al Bayt (a.) und wird als "Lehrer der Fuqaha" bezeichnet. Aufgrunddessen ist es notwendig, auf diese Behauptung einzugehen und sie ausführlich zu studieren.

 

2. Ayatollah Abd-al-Kareem al-Ha'eri (1859 - 1937)

 

005.jpg

 

Besonders Studenten der Hawzah in Qom kennen diesen Großgelehrten, der ebenso zu den wahrhaftigsten Gelehrten der Schule der Ahl al Bayt (a.) zählt. Es ist Ayatollah Schaikh Abd-al-Kareem Ibn Muhammad Ja'far al-Ha'eri al-Yazdi (r.), der Begründer der Hawzah im Iran / Qom.

 

Inhalt:

1. Was hat es nun mit der Behauptung auf sich, nämlich dass diese beiden Großgelehrte Tatbir erlaubt, ja sogar empfohlen haben?

2. Was bedeutet das Konkret für Ayatollah Na'ini und Ayatollah Ha'eri?

3. Was ist aber mit heutigen Gelehrten bzw. Gelehrte, welche nicht Jahrhunderte vor uns gelebt haben und Tatbir erlaubt haben?

4. Schlusswort

 

_________________________________________________________________________________________________

 

#pfeilrechts#1. Was hat es nun mit der Behauptung auf sich, nämlich dass diese beiden Großgelehrte Tatbir erlaubt, ja sogar empfohlen haben?

 

Zunächst einmal sei festgehalten, dass diese beiden Großgelehrte sich tatsächlich positiv gegenüber Tatbir geäußert haben. Die entsprechenden Fatwas sind authentisch und vertrauenswürdig. Sie wurden ebenso von verschiedenen Großgelehrten bestätigt und verifiziert.

 

Genauso wie die Rechtsexperten die Überlieferungen der Ahl al Bayt (a.) analysieren und dabei verschiedene Aspekte beachten, wie beispielsweise den Inhalt der Überlieferung, die Überlieferungskette, die äußere Situation, wer die Zuhörer sind, die zeitlichen Umstände etc. ist es auch unsere Aufgabe herauszufinden, unter welchen Umständen diese beiden Großgelehrten gelebt haben, wer ihre Zuhörer waren und gegen wen sie gekämpft haben. Wie war die äußere Situation und der Umstand, unter den sie gelebt haben?

 

Viele Rechtsurteile, welche von damaligen Großgelehrten gegeben wurde, galten für ihre Zeit, da sie den entsprechenden Umständen ihrer Zeit angepasst waren.

 

Schaikh-ul-A'dham (Schaikh al Ansari) gehörte beispielsweise zu den größten Rechtsgelehrten der Rechtssprechung. Auch in der heutigen Zeit wird jeder Großgelehrte die gleiche Antwort liefern, sofern er über Schaikh al Ansari befragt werden würde, nämlich, dass er zu den größten Gelehrten zählt. Doch so groß dieser Gelehrte - der ohne Zweifel der größte Gelehrte in der Rechtssprechung war - er lebte in einer bestimmten Zeit und diese Zeit ist vergangen. Wenn man nun einen bestimmten Gelehrten zu einem bestimmten Sachverhalt in der Religion befragt, so greift er auf einen Mudschtahid dieser Zeit zurück und sagt, dass nach Marja' A die Situation folgendermaßen ist, nach Marja' B die Situation so. Niemand wird zu der Meinung von Schaikh al Ansari in dieser Hinsicht zurück kehren und seine Meinung annehmen, obgleich sein Rang bewahrt bleibt. Sein Rang wurde nicht niedriger, er wurde nicht geschmäht. Dies ist der natürliche Verlauf des Lebens und jeder Gelehrte war ein Kenner seiner Zeit und hat Rechtsurteile entsprechend seiner Zeit abgegeben.

 

Aus diesem Grund existiert in der Rechtsschule der Ahl al Bayt (a.) der Idschtihad (selbstständige Rechtsfindung), nämlich die stetige Bemühung um neuere Rechtsurteile, die stetige Forschung bzgl. neuerer Angelegenheiten, welche auf die jeweilige Zeit angepasst sind. Wenn ein Mudschtahid dieser Zeit zu dem Ergebnis kommt, dass eine bestimmte Angelegenheit in dieser Zeit verboten ist, dann kann und darf nicht auf die Meinung eines Gelehrten zurück gegriffen werden, der einige Jahrhunderte vor dieser Zeit gelebt hat. Dies widerspricht dem Prinzip des Idschtihad, auf den die Imame (a.) so hingewiesen haben. Dieser Umstand erniedrigt jedoch nicht den Rang dieses Großgelehrten, der vor Jahrhunderten lebte, nein - er war ein Kenner und ein Großgelehrter seiner Zeit und heute haben wir Kenner und Großgelehrte unserer Zeit, auf die wir zu hören haben. Die Meinung des Großgelehrten, der vor 100 Jahren lebte ist auf seine Zeit und den Umständen angepasst und ist kei Beleg dafür, dass es auch auf unsere Zeit anzuwenden ist.

 

Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Angelegenheiten, welche die damalige Zeit betrafen, die heutige Zeit nicht betreffen. Nein, manche Angelegenheiten von damals gelten auch heute und werden bis zum Tage des Gerichts geleten, andere wiederrum müssen sich an die jeweilige Zeit anpassen.

 

Beispielsweise wird kein Mudschtahid jemals kommen und sagen, dass ab sofort das Mittagsgebet nicht mehr 4, sondern 2 Raka'at beträgt, weil der Mensch in dieser Zeit zu viel arbeiten muss und keine Zeit mehr für die Gebete hat. Wenn ein Gelehrter mit solch einem "Idschtihad" kommt, dann wird er zurückgewiesen und dieser Idschtihad ist nicht zu akzeptieren, denn es herrscht kein Zweifel darüber, dass das Mittagsgebet 4 Raka'at umfasst. Dies ist eine Angelegenheit, welche bis zum Tag des Jüngsten Gerichts Gültigkeit hat.

 

Wenn wir uns nun jedoch "Tatbir" anschauen, welche keinen Ursprung in der Zeit der Imame hat - und darüber sind sich sowohl Tatbir Befürworter als auch Tatbir-Gegner einig - so darf nicht angenommen werden, dass sobald ein Großgelehrter dies vor 100 Jahren erlaubt hat, diese Erlaubnis Gültigkeit bis zum Tage des Gerichts hat, obwohl diese Angelegenheit nicht zu den verpflichtenden Angelegenheiten der Religion gehört - auch darüber sind sich alle einig.

 

#pfeilrechts#2. Was bedeutet das Konkret für Ayatollah Na'ini und Ayatollah Ha'eri?

 

Diese beiden ehrenhaften Gelehrten lebten zu der Zeit des Schah Reza Pahlavi. Hier ein kurzer Ausschnit aus "www.eslam.de" um zu zeigen, was für Ziele Pahlavi verfolgte, damit wir die Situation kennen lernen, unter der diese beiden Ayatollahs gelebt haben.

 

[...]"Im Oktober 1923 reiste Reza Chan ausführlich nach Europa, da ihn die Westliche Denk- und Lebensweise sehr faszinierte. Zurück im Iran trug Reza Chan am 21.3.1924 im Parlament seine Vorstellung der Zukunft des Landes vor. Danach sollte die Monarchie von einer Republik abgelöst werden, die aber er zeitlebens dominieren wollte. Ein Zusammentreffen am 1.4.1924 mit den Geistlichen [ulama] in Qum führte nicht zu der erhofften Unterstützung, da die Geistlichen [ulama] die gegen den Islam gerichtete Motivation von Reza Chan durchschauten. Ajatollah Abdul Hassan Isfahani, Ajatollah Abdolkarim Haeri Yazdi und Ajatollah Muhammad Husain Naini akzeptierten seine Pläne nicht und sagten ihm dementsprechend auch keine Unterstützung zu.

 

Die Widerstandshaltung der Geistlichen führte zur Offenlegung von Reza Chans tatsächlichen Absichten, die er am 12.12.1925 mit der von ihm inszenierten förmlichen Ernennung zum Schah im Parlament dokumentierte. Bei seiner Krönung am 25. April 1926 nahm Reza Khan einem Hofgeistlichen die Krone aus den Händen und krönte sich nach dem Vorbild Napoleons selbst. Dabei legte er sich als Schah Reza den Dynastie-Titel Pahlavi (der Heroische) zu. Er erhielt später vom Parlament den Beinamen Reza Schah der Große.

 

Kaum an der Macht versuchte er gewaltsam das Land zu "verwestlichen" wobei er keinerlei Rücksicht auf die moralischen Befindlichkeiten der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung nahm. Zu seinen Hauptzielen gehörte es, den Einfluss des Islam aus allen Lebensbereichen zu verdrängen, wobei sein politisches Vorbild wohl Mustafa Kemal Atatürk war.

 

1926 führte er eine einheitliche Grundsteuer und die Wehrpflicht ein. 1927 wurden alle früheren Staatsverträge aufgelöst und die persische Nationalbank gegründet. Bis 1928 wurden das Wirtschafts-, Straf- und Zivilrecht nach westlichen Vorbildern umgestaltet. Zwischen 1927 und 1938 ließ Reza Schah die transiranische Eisenbahn bauen. 1932 wurden die bisher erteilten Öl-Konzessionen widerrufen. 1935 wurde die erste Universität in Teheran gegründet und die Landesbezeichnung Persien durch Iran (Land der Arier) ersetzt.

 

Ein Besuch der Königinmutter ohne Verhüllung [hidschab] beim Mausoleum der Fatima Masuma in Qum bereits im Jahre 1928 führte zu einer ersten Machtprobe. Auf Befehl des Schah Reza Chan wurde die Moschee von schahtreuen Eliteeinheiten gestürmt und mehrere Geistliche öffentlich gedemütigt.

 

Die staatliche "Verwestlichung" des Iran begann 1929 mit dem Zwang für Männer, westliche Kleidung zu tragen. 1936 folgte die Abschaffung der Unabhängigkeit der islamischen Gerichte. Nur ein vom Schah genehmigter Hofgelehrter durfte noch in Fällen des Ehestandes und in religiösen Fragen entscheiden. 1937 folgte für Frauen das Verbot der Verhüllung [hidschab], das von der Polizei mit Gewalt durchgesetzt wurde. Der Widerstand der Geistlichen stieg täglich. Unter anderem musste einer ihrer Anführer, Seyyid Hassan Modarres, 1938 mit dem Leben bezahlen. [...]"

 

Der Islam drohte von Pahlavi vernichtet zu werden und in Vergessenheit zu geraten. So wie damals der Islam von Yazid Ibn Mua'wiyya (la.) bedroht wurde, so wurde er auch vom Schah des Iran bedroht und es war die Aufgabe der höchsten Rechtsgelehrten, dies zu verhindern. Auch die Versammlungen und Trauerveranstaltungen um Imam Hussein (a.) drohten in Vergessenheit zu geraten und aus diesem Grund sahen sich viele Gelehrte gezwungen, entsprechend ihrer Zeit zu handeln. Sie sprachen sich positiv gegenüber jeder Angelegenheit aus und forderten die Menschen dazu auf, Praktiken zu verrichten und dies nur, damit der Islam und die Trauerzeremonien um Imam Hussein (a.) nicht in Vergessenheit geraten. Sie motivierten die Menschen und sagten sinngemäß: Tut was ihr möchtet, nur haltet die Trauerzeremonien um Imam Hussein (a.) aufrecht.

 

Kurz gesagt: Unter diesen zeitliche Umständen entstanden die Rechtsurteile dieser Gelehrte, welche sich positiv gegenüber Tatbir geäußert haben. Es war die Zeit, welche verlangte, dass jeder Versuch unternommen werden soll, damit der Islam nicht in Vergessenheit gerät, damit die Trauerzeremonien um Imam Hussein (a.) nicht in Vergessenheit geraten. Sie nutzten die starken Emotionen und das Feuer im Herzen der Menschen um Imam Hussein (a.), um den Islam und die Shia zu erhalten. Gleichzeitig haben sie jedoch hohe Bedingungen und Voraussetzungen gestellt, wie beispielsweise, dass sich niemand damit verletzen darf und das die Schnitte nur von Experten an einer bestimmten Stelle des Körpers / Kopf zugefügt werden sollen etc. Kein einziger Gelehrter erlaubte das unkontrollierte Schlagen auf den Körper und den Kopf, denn dies kam von den unwissenden Menschen, welche nur von Emotionen gesteuert wurden.

 

Aus diesem Grund ist es nicht akzeptabel, dass die Tatbir-Befürworter der heutigen Zeit sich auf die damaligen Gelehrtenmeinungen stützen.

 

#pfeilrechts#3. Was ist aber mit heutigen Gelehrten bzw. Gelehrte, welche nicht Jahrhunderte vor uns gelebt haben und Tatbir erlaubt haben?

 

Nun mag man sich eingestehen, dass man sich nicht auf die Rechtsmeinung der damaligen Gelehrten stützen sollte. Doch was ist mit heutigen anerkannten Gelehrten, welche Tatbir erlauben?

 

Es ist nicht zu leugnen, dass tatsächlich Gelehrte existieren, die diese Praktik auch in dieser Zeit erlauben. Jedoch ist von einer Mehrheit nicht die Rede! Die Internetseite, auf die sich die Tatbir-Befürworter stützen, enthält viele verschiedene Fatwas von Großgelehrten, welche angeblich Tatbir erlauben. Ebenso finden wir dort Aussagen von heutigen Großgelehrten, welche die Meinung von Ayatollah Na'ini und Ayatollah Ha'eri bestätigen. Was bedeutet dies?

 

Punkt 1: Erlaubnis der heutigen Gelehrte bzgl. Tatbir

 

Wenn man sich die Fatwas der jeweiligen Seite anschaut, so wird man feststellen, dass niemals die Rede von Tatbir ist, sondern von allgemeinen Praktiken und Trauerzeremonien, welche das Gedenken an Imam Hussein (a.) aufrecht erhalten sollen. Es wird stillschweigend angenommen, dass Tatbir zu den Trauerzeremonien um Imam Hussein (a.) gehört. Damit wird dann rechtgefertigt, dass diese Gelehrte Tatbir erlauben. Auf der Seite lesen wir beispielsweise folgende Fatwas:

 

1. Ayatollah al-Hamedani

"Jede Art von Trauer und Aufrechterhaltung der Ahl al Bayt (a.), wobei die vorzüglichste Trauerveranstaltung die um Imam Hussein (a.) ist - darin liegt ein großer Vorzug!"

 

2. Ayatollah Sayyed Ali al-Sistani

"Alles, was als Trauerzeremonie um Imam Hussein (a.) gewertet wird, ist erlaubt und erwünscht."

 

Es existieren viele weitere solche Fatwas, wo stillschweigend angenommen wird, dass Tatbir zu den Trauerzeremonien von Imam Hussein (a.) gehören.

 

Doch nun muss diese Tatsache überprüft werden. Gehört Tatbir zu den Trauerzeremonien? Wenn ja, dann ist das Argument gültig und alle diese Fatwas bedeuten, dass derjenige Gelehrte, ebenso Tatbir erlaubt hat. Ist die Antwort jedoch nein, dann bedeutet das, dass Tatbir keine Trauerzeremonie ist und damit ist das Argument hinfällig.

Ayatollah Yaqoobi:

„Es ist in der Schari‘a verboten, Handlungen zu begehen, welche dem Verstand widersprechen oder dem Körper oder der Rechtsschule der Ahl al Bayt (a.) schaden. Es wurde uns von den reinen Imamen der Ahl al Bayt (a.) überliefert, dass wir um Imam Hussein (a.) trauern, wir Gemeinschaften bilden und zusammen trauern und uns auf unsere Brust schlagen sollen. Davon sind jedoch nicht Tatbir und Ähnliches, wie beispielsweise das Schlagen des Rückens mit scharfen Klingen und das Laufen über heiße Kohle. Diese Taten kamen aus anderen Gemeinschaften zu uns.“

 

Ayatollah Schaikh Muhammad Jawad Mughniyya

„Was die Allgemeinheit der Menschen im Libanon, Irak und Iran tun, indem sie das Totengewand anziehen und ihre Köpfe und Stirne mit Schwertern am 10. Tag des Monats Muharram schalgen. Diese Gewohnheiten gehören zu den Erneuerungen (Bid'a) der Religion und der Rechtsschule. Die Leute der Unwissenheit haben dies eingeführt, ohne dass ein Imam oder großer Gelehrter ihnen dies erlaubt hat. Und dies ist nichts neues, denn in jeder Religion und in jeder Richtung, gibt es Gewohnheiten, die nicht auf den Glaubensüberzeugungen dieser Religion stützen und jene die schweigen [und es nicht kritisieren], tun dies weil sie die Beleidigung und den Schaden, die daraus entstehen könnten befürchten."

 

Ayatollah Fadhel al-Lankarani:

„Tatbir gehört nicht zu den Trauerzeremonien um Imam Hussein (a.) und es ist kein Zeichen von Trauer um Imam Hussein (a.)."

 

Ayatollah Sayyed Ali al-Khamenei:

„Tatbir gehört nicht zu den Trauerbestandteilen um Imam Hussein (a.) und es hat keinen Ursprung in der Zeit der Imame und es findet keine Zustimmung von den Unfehlbaren (a.), weder speziell noch allgemein. In dieser Zeit ist es eine Schmähung der Rechtsschule und deshalb ist es verboten."

 

Es ist eindeutig, dass eine Großzahl als Gelehrte Tatbir nichtmal als Trauerzeremonie sehen, weshalb es kein Argument ist, Fatwas aufzuführen, wo Großgelehrte allgemein von Trauerzeremonien sprechen. Jeder Shiitische Großgelehrte wird sagen, dass die Trauerzeremonien um Imam Hussein (a.) erwünscht sind, doch das bedeutet nicht, dass derjenige Gelehrte Tatbir als solches sieht. Dieser Punkt wird von den Tatbir Befürwortern gerne unter dem Tisch gekehrt.

 

Punkt 2: Gelehrte, welche die Rechtsurteile von Ayat. Na'ini etc. bestätigen

 

Auch findet man seitens der Tatbir Befürworter viele Fatwas von Großgelehrten, welche lediglich die Fatwa von Ayatollah Na'ini bestätigen. Ja, auch die Tatbir-Gegner bestätigen die Richtigkeit dieser Fatwa und niemand hat behauptet, dass sie gefälscht sind. Im Gegenteil, wir haben den hohen Rang von Ayatollah Na'ini deutlich gemacht, jedoch zugleich darauf hingewiesen, dass er ein Kenner seiner Zeit war und wir heute Kenner unserer Zeit haben, auf die wir zu hören haben.

 

Ähnlich folgendes Beispiel:

Ayatollah Sayyed Kamal al Haydari (h.) erzählt von seinem Lehrer Ayatollah Imam Sayyed Muhammad Baqer al Sadr (r.), dass dieser, sofern es um die Interpretation des heiligen Qur'an geht, er stets die Meinung von Allamah Tabatabai (r.) aufgeführt hat, selbst wenn er damit nicht übereinstimmt. Als ein Zeichen des Respektes und der Brüderlichkeit hat er stets zunächst die Meinung von Allamah Tabatabai (r.) aufgeführt und anschließend seine Meinung. Entweder hat er seine Interpretation bestätigt, oder ihr widersprochen. Aber er hat sie stets aus Respekt angenommen und aufgeführt, selbst wenn es nicht seiner Meinung entspricht. Dies ist der Umgang unserer Ayatollahs miteinander und der Respekt, den sie miteinander haben, selbst wenn sie nicht gleicher Meinung sind. Doch leider sind wir es, die den Respekt voreinander verloren haben und uns die Meinungsverschiedenheiten der Gelehrte als Streitfaktor heraussuchen. Wie schön es wäre, wenn wir uns in dieser Hinsicht bzgl. des Verhaltens an die Gelehrten ein Beispiel nehmen würden.

 

Aus diesem Grund ist es kein Argument, dass einige Gelehrte die Fatwa von Ayatollah Na'ini bestätigt haben, dies kein Beweis dafür, dass sie dieser Meinung sind, genauso wie Ayatollah Baqer al Sadr die Meinung von Allamah Tabatabai zugestimmt und bestätigt hat, obwohl er sie nicht vertreten hat.

 

#pfeilrechts#4. Schlusswort

 

Ich möchte mit diesen Beiträgen keinesfalls für mich beanspruchen, auf dem Weg der absoluten Wahrheit zu sein. Ja, es konnten viele Argumente bzgl. der Tatbir Befürworter widerlegt werden, dennoch gibt es einige hochrangige Gelehrte dieser Zeit, welche sich bis jetzt positiv darüber äußern, wie Sayyed Sadiq al-Schirazi oder Ayatollah Schaikh Waheed al Khorasani. Diese Meinungen sind zu respektieren, genauso wie wir erläutert haben, wie manche Ayatollahs andere respektierten, obgleich sie nicht ihrer Meinung waren. Es ging lediglich darum zu zeigen, dass viele Argumente seitens der Tatbir Befürworter ins Leere zielen und keinen Halt haben. Es ist nicht die Mehrheit der shiitischen Gelehrte, welche Tatbir erlauben, sondern die Minderheit.

 

In der Physik und der Mathematik ist oft die Rede von einem Inertial(Absolut-)System und einem Relativsystem. Nur ein unfehlbarer Imam kann vom Absolutsystem ausgehen, nur er kann absolut die Wahrheit vertreten. Die Mudschtahideen und Rechtsgelehrte sprechen allesamt vom Relativsystem aus, es ist ihr eigener Idschtihad, der sie zu einem Ergebnis geführt hat. Weder die Tatbir Befürworter noch die Tatbir Gegner können für sich beanspruchen, vom Absolutsystem zu sprechen, nein, es ist in diesem Fall stets die Rede vom Relativsystem. Es soll jedoch gezeigt werden, dass die Mehrheit der shiitischen Großgelehrte diese Praktik als verboten erachten und es darf nichtmehr damit argumentiert werden, dass die Mehrheit der shiitischen Großgelehrte Tatbir erlaubt haben, noch darf man sich auf die Meinung von Großgelehrten von vor 100 Jahren stützen.

 

Und Allah und sein Gesandter und die gefestigten im Wissen wissen es besser...

#rose##herz##rose#

 

#wasalam#

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#salam#

 

Möge dich Allah (swt) belohnen lieber Bruder :). So ist eine neutrale Sichtweise zu führen. Auch wenn ich nicht mit der Aussage, dass nur die Minderheit der Gelehrten mit Tatbir übereinstimmen,einverstanden bin, denn ich besitze die Fatwas von mehreren Ayatullah die heute noch leben, wie beispielsweise Ayatullah al Hairi der Hauzaleiter in Kerballah etc.! Ich könnte ebenfalls ein Thread eröffnen und alle Fatwas sammeln und würde mindestens genau auf soviele Fatwas kommen wie dein anderer Thread, wenn nicht sogar noch mehr. Und diese Liste wird nicht nur geführt von namhaften Gelehrten wie Ayatullah Khurasani oder Ayatullah Shirazi.

 

Religiösrechtlich gesehen können wir nicht sagen, dass ein Konsens hinsichtlich des Themas Tatbir besteht, da ich noch keinen Gelehrten gesehen habe, der diesen Konsens angesprochen hat. Über die Verfälschung des Korans beispielsweise, herrscht ein Konsens unter den Geleherten, dass dieser (Verfälschung) nicht stattfand. Was jedoch Tatbir angeht, so herrscht hier kein Konsens, deshalb dürfen wir es uns nicht anmaßen zu behaupten, dass die Shia diese Praksis ablehnt oder das die Shia dieses Praxis befürwortet. Eher müssen wir sagen, dass eine Vielzahl diese Praxis ablehnt, wiederum eine andere Vielzahl diese Praxis befürwortet. #rose#

 

Ps. Was noch zu erwähnen ist, ist die Tatsache, dass viele Gelehrte, die Tatbir Befürworter waren, ihre Fatwas umgeändert haben und sie der Zeit angepasst haben. Undzwar sagen sie, dass es nicht mehr gestattet ist, diese Praxis bei einem Publikum auszutragen, welches derartige Bilder nicht verarbeiten kann, es jedoch erlaubt ist diese Praxis, in Versammlungen auszuüben, in denen das Publikum mit diesen Bildern fertig wird (ich zitiere Ayatullah al Hakeem):

 

Q [1] What is your opinion on tatbeer knowing that it has been used by the non Muslims as a way of attack and insult towards the Muslims?

 

Antwort: The slander against shia does not stop even if they stopped performing tatbeer as it was for centuries against them because of their commemoration of the tragedy of Ashura. The reason behind this is obvious because it places the role of the Islamic caliphate in a question since the authorities eliminated the grandson of the prophet (Imam Hussien) in such a massacre way after the death of the founder of the religion, the messenger of Allah by fifty years only.

The act of tatbeer is not a general practice of the shia in the day of Ashura since those who perform it is limited in number with respect to the population of shia that celebrates the tragedy every year. From that, one can conclude that the slander against the shia is not limited by the tatbeer.

 

Q [2] Is the practice of Tatbeer (striking swords on head, slitting it open to stream blood) permissible?

 

Antwort: As the act of Tatbeer and other kinds of slogans is performed to populate the right principal and express emotions towards it then it is religiously recommended from this side. Yes, it can be prohibited because of secondary reasons like if it causes personal harm, public disadvantage or similar reasons. There is no set criterion for such prohibition as it differs from place to place and from time to time. It can also be different because of difference in opinions.

We ask Allah almighty to guide us and all devotees in all of that as we only depend on Him.

 

Quelle : http://english.alhakeem.com/pages/quesans/listgroup_ques.php?Where=95

#wasalam#

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#bismillah#

 

#salam#

 

Vielen Dank. Ich denke, dass uns eine neutrale Betrachtung am ehesten weiter führt, anstatt das die Pro-Tatbir Fatwas von hohen Gelehrten unbeantwortet in den Raum liegen und für Verwirrung sorgen, vor allem die Fatwas von Ayatollah Na'ini (r.) und Ayatollah Ha'eri.

 

Aber auch die Gelehrte, die Tatbir befürworten, stimmen nicht mit dem überein, was viele Menschen am Tage Ashura machen. Dieses unkontrollierte Schlagen wird von keinem befürwortet und was Hijama ist, wissen auch die wenigsten. Es ist mehr der Deckmantel, unter dem es legalisiert wird, auch wenn einige Gelehrte es damit begründen. Die Tatsachen und die Realität sieht jedoch anders aus, das muss man sich eingestehen.

 

Man sollte unterscheiden zwischen der Theorie und der Praxis. In der Praxis läuft es definitiv falsch ab und nur die wenigsten machen es richtig (nach den Fatwas der Pro-Tatbir Gelehrte).

 

#wasalam#

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Bismillah

As-salamu 'alaikum,

vor 1,5 Jahren verfasste ich eine kurze Zusammenfassung wo ich einige Punkte ansprach, ohne detailliert auf jeden Punkt einzugehen: http://www.shia-foru...lutig-schlagen/ (Auch wenn ich heute nicht mehr ganz zufrieden bin mit dem Text)

 

An dieser Stelle muss ich wieder mit meiner "Logik" ankommen und fragen, welchen Sinn hat diese Tat oder die Verteidigung dieser Tat? Welchen Nutzen hat es, diese Tat mit allen Mitteln zu verteidigen? Was strebt man damit an? Es ist eine Bid'a und meines Wissens nach herrscht darüber Konsens. Ich habe von keinem gehört, der behauptete dies sei keine Bid'a. Nur einige wenige Otto-Normal-Muslime die behaupteten, diese Tat hat ihren Ursprung bei Sayyida Zeinab (a.). Dies ist aber, wie alle sicherlich wissen, keine ernst zu nehmende Argumentation. Deshalb frage ich auch heute noch, wo der Sinn einer Tat ist, die Bid'a ist und nicht als mustahab gelten kann? Die Sachlage ist meiner Meinung nach glasklar, alles andere driftet in Sinnlosigkeit ab. Mir geht es auch gar nicht um Tatbir an sich, denn da kann man ja viele Argumente dafür bringen. Es geht um einen einfachen Punkt: Tatbir in der heutigen Zeit. Nicht mehr und nicht weniger. Meiner Meinung nach schadet man der Shia, indem man Tatbir verteidigt, keiner soll das als Angriff auffassen. Ich sehe das nun mal so und denke, dass man dies auch so sehen würde, wenn man logisch an die Sachlage herangehen würde. Wenn man meint, dass ich mich irre und man es auch anders sehen kann, trotz einer logischen Analyse, dann lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

 

Ansonsten, Allah belohne dich Br. al-Sadr. Du bist der fleißigste Sadri den ich kenne. rose.gifherz.gif

 

Was-salamu 'alaikum

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#bismillah#

 

#salam#

 

Vielen Dank. Ich denke, dass uns eine neutrale Betrachtung am ehesten weiter führt, anstatt das die Pro-Tatbir Fatwas von hohen Gelehrten unbeantwortet in den Raum liegen und für Verwirrung sorgen, vor allem die Fatwas von Ayatollah Na'ini (r.) und Ayatollah Ha'eri.

 

Aber auch die Gelehrte, die Tatbir befürworten, stimmen nicht mit dem überein, was viele Menschen am Tage Ashura machen. Dieses unkontrollierte Schlagen wird von keinem befürwortet und was Hijama ist, wissen auch die wenigsten. Es ist mehr der Deckmantel, unter dem es legalisiert wird, auch wenn einige Gelehrte es damit begründen. Die Tatsachen und die Realität sieht jedoch anders aus, das muss man sich eingestehen.

 

Man sollte unterscheiden zwischen der Theorie und der Praxis. In der Praxis läuft es definitiv falsch ab und nur die wenigsten machen es richtig (nach den Fatwas der Pro-Tatbir Gelehrte).

 

#wasalam#

 

#salam#

 

A7santum #rose#!

Nur einige wenige Otto-Normal-Muslime die behaupteten, diese Tat hat ihren Ursprung bei Sayyida Zeinab (a.). Dies ist aber, wie alle sicherlich wissen, keine ernst zu nehmende Argumentation.

 

Aufpassen Bruderherz #rose#. Ayatullah Muhamad al Husseini al Shirazi ist sicherlich kein Ottonormalverbrauchen hehe. Soetwas würde ich nicht zu einen Gelehrten sagen, der mehr als 1100 Bücher für die Shia verfasste. Aber dies war sicherlich nicht deine Absicht. In seinem Buch "Hussein" argumentiert er mit diesme Hadith.

 

Die Argumentationweise mit Zaynab (as) ist doch ernstzunehmen, da Imam Zeyn al Abideen dabei war, als sie ihren Kopf auf den Tisch schlug und dieser anfing zu bluten. So sagt es Ayatullah Mohamad al Husseini al Shirazi. Die Hadithwissenschaft besagt folgendes:

 

Wenn vor den Augen eines Imams eine Tat vollbracht wird, der Imam jedoch dabei schweigt, so ist dies ein Indiz dafür, dass diese Tat erlaubt ist (außer unter Taqiya). Dies ist eine allbekannte Methode in der Hadithwissenschaft. Und es besteht auch keine Überlieferung, in der Zeynab für diese Tat "getadelt" wird.

 

Die Frage liegt eher darin, ob der Hadith mit Zaynab (as) überhaupt authentisch ist oder nicht. Hier liegt der Streitpunkt.

 

Wir müssen aufpassen, was Dinge wie Turbanträger, Ottonormal etc. angeht. So fallen wir einigen großen Gelehrten in den Rücken. Das ist von keinem hier sicherlich das Ziel.

 

#rose#

 

#wasalam#

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#bismillah#

 

#salam#

 

Die Argumentationweise mit Zaynab (as) ist doch ernstzunehmen, da Imam Zeyn al Abideen dabei war, als sie ihren Kopf auf den Tisch schlug und dieser anfing zu bluten. So sagt es Ayatullah Mohamad al Husseini al Shirazi. [...]

 

1. Müssen wir schauen, ob diese Handlung der Würde eines hochrangigen Nachkommen des Propheten (s.a.a.s) entspricht und ob das Schweigen Imam Zaynul Abideens seine Würde nicht erniederigen würde. Auch dies ist ein Teil der Hadithwissenschaft.

 

Stellen wir aber mal die Hypothese auf, dass es sich so ereignet hat. Dann kommen wir zu

 

2. Es wird ja von vielen Geschwistern vehement darauf bestanden, dass es nicht heißt "Jeder Tag ist Aschura und jeder Ort ist Kerbala" sondern "Kein Tag ist wie deiner, oh Hussain". Das bedeutet, dass dies eine derart besondere Situation gewesen ist, dass es mit keiner unserer Situationen vergleichbar ist, so dass daraus keine islamrechtliche Schlußfolgerung entstehen kann. Denn Imam Zayn ul Abideen hat in einer Situation geschwiegen, wie sie niemals wieder vorkommen wird und bisher nicht vorgekommen ist.

 

3. Es wird ja in den Rechtsurteilen davon gesprochen, dass diese Handlung, also Tatbir etc., dass dieses empfohlen, ja sogar Pflicht sei. Würde dieses Urteil aus diesem Ereignis entspringen, dann würde das Schweigen eines Imams nicht zu einer Empfehlung oder Verpflichtung führen.

 

4. In dem beschriebenen Umstand hat sich Zaynab (a.s.) angeblich den Kopf auf den Tisch gehauen. Das hat sie aber sicher nicht geplant. Sie hat sich nicht zwei Tage vorher darüber Gedanken gemacht, dass sie ihren Kopf auf den Tisch schlagen wird. Es war spontan, eine extreme Gefühlsäußerung. Bei den heutigen Veranstaltungen weiß man aber schon einen Monat, ja ein Jahr vorher, dass man sich an diesem und jenen Tag trifft um Emotional zu sein. Das ist also auch aus dieser Hinsicht nicht vergleichbar.

 

5. Erneut dazu, dass sie sich den Kopf auf den Tisch gehauen hat. In den heutigen Prozessionen wird sich mit Schwertern auf dem Kopf und Rücken gehauen. Es werden Ketten benutzt, an denen mehrere Messer befestigt sind. Ja, es wird über Feuer gelaufen und es gibt noch viel extremere Formen. Beispielsweise spießen einige Schiiten (und Hindus!) auf dem indischen Subkontinent mit einem Messer in ihre Bäuche, so dass es auf der einen Seite reingeht und auf der anderen Seite wieder rauskommt. Sie lachen dabei, haben spass. Es fließt sogar weniger Blut als bei den "traditionellen" Tatbir-Veranstaltungen. Und jeder kennt die grauenvollen Bilder, in denen irgendwelche Frauen oder Männer die Köpfe ihrer Kinder und Babys aufschneiden. Ist all dies wirklich nur deshalb, weil Zaynab (a.s.) bei einem Tag, für den es keinen Ebenbürtiggen gibt, ihren Kopf einmal auf den Tisch schlug und der Imam dazu geschwiegen hat?

 

6. Es ist nicht bewiesen, dass Zaynab (a.s.) ihren Kopf deshalb auf den Tisch geschlagen hat, damit Blut heraus fließt. Es könnte sich auch um ein Versehen halten. Ihr Ziel war nicht das Blut.

 

#salam#

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#salam#

 

Salam lieber Taha, sprich inshallah Ayatullah Shirazi an. Im Forum dürfen die Fatwas der Großgelehrten nicht kritisiert werden dachte ich immer. Hier wird auf eine Fatwa eingegangen und es wird versucht sie zu widerlegen? Dies sollte man inshallah unterlassen. Auch unterlassen sollte man es, mich anzusprechen, ich bin kein Vertreter von Ayatullah Shirazi oder sonstiges, also sollte man den Mut inshallah haben und sagen: Ayatullah Shirazi liegt da falsch. So könnten wir dann aber gleich anfangen in der Fatwa Sektion einige Fatwas zu widerlegen, ganz egal ob es nun Tatbir ist oder nicht, denn Fatwa ist Fatwa.

 

Es ist schade in einem Shiitischen Forum Dinge zu lesen wie, die Ummahschwächer die Tatbir erlauben oder ähnliches. Denn die Leute die soetwas ansprechen, bezeichnen die Gelehrten, die es erlauben, als Ummahschwächer, mit dem einzigen Unterschied, dass sie ihre Namen nicht nennen, denn dazu fehlt wohl der Mut.

 

Doch kommen wir nun zu dem Hadith mit Zaynab (as). Dieser Hadith ist Bihaar al-Anwaar; Band 45, Seite 114 und viele weitere Werke.

Allamah al Majlisi und Sheikh al-Shari’ah al-Isfahani bestätigten den Authentizität dieser Überlieferung. Darüber habe ich mich erst gestern kundig gemacht.

 

2. Es wird ja von vielen Geschwistern vehement darauf bestanden, dass es nicht heißt "Jeder Tag ist Aschura und jeder Ort ist Kerbala" sondern "Kein Tag ist wie deiner, oh Hussain". Das bedeutet, dass dies eine derart besondere Situation gewesen ist, dass es mit keiner unserer Situationen vergleichbar ist, so dass daraus keine islamrechtliche Schlußfolgerung entstehen kann. Denn Imam Zayn ul Abideen hat in einer Situation geschwiegen, wie sie niemals wieder vorkommen wird und bisher nicht vorgekommen ist.

 

Es ist die Pflicht eines Imams, auf die Fehler hinzuweisen, wenn es denn ein Fehler ist, ganz egal wer es ist. Außer er würde sich unter Taqiya befinden.

 

3. Es wird ja in den Rechtsurteilen davon gesprochen, dass diese Handlung, also Tatbir etc., dass dieses empfohlen, ja sogar Pflicht sei. Würde dieses Urteil aus diesem Ereignis entspringen, dann würde das Schweigen eines Imams nicht zu einer Empfehlung oder Verpflichtung führen.

 

Die Befürworter ziehen nicht nur diese Überlieferung als Beweis heran. Es gibt unzählige weitere Überlieferungen, die sie benutzen. Das Schweigen eines Imams führt dazu, dass die Tat erlaubt ist. Ob man dies nun bei dem Fall von Zaynab (as) anwenden kann, so überlasse ich dies dem Ijtihad der Gelehrten, sie sind ohnehin entschuldigt wenn sie damit falsch liege sollten (falls sie alle Regeln des ijtihads angewendet haben). Ich maße mir nicht an zu sagen, welcher gelehrte falsch handelte oder welcher nicht. Ich maße es mir nur an eine Meinung anzunehmen oder sie zu verwerfen, in dem ich mir beide Argumentationen anhöre.

 

4. In dem beschriebenen Umstand hat sich Zaynab (a.s.) angeblich den Kopf auf den Tisch gehauen. Das hat sie aber sicher nicht geplant. Sie hat sich nicht zwei Tage vorher darüber Gedanken gemacht, dass sie ihren Kopf auf den Tisch schlagen wird. Es war spontan, eine extreme Gefühlsäußerung. Bei den heutigen Veranstaltungen weiß man aber schon einen Monat, ja ein Jahr vorher, dass man sich an diesem und jenen Tag trifft um Emotional zu sein. Das ist also auch aus dieser Hinsicht nicht vergleichbar.

 

Um dir nun zu zeigen, wie ein Gelehrter auf so ein Urteil kommt und was Isthihad (die Anstrengung im Wege Allahs,um auf eine Fatwa zu kommen) ist, zitiere ich nun Ayatullah Mohamad al Shirazi(nicht verwechseln mit mujtaba Shirazi ^^), der auf deine Fragestellung in etwa eingeht:

 

Question:

A few of the brothers here say that what Zaynab did was an understanding

but typical female emotional response to the event of Ashura. What is

your opinion about this claim?

 

Answer:

In arguing against the practice of Tatbir or Qama-Zani, some might argue

that Lady Zaynab alayhas-salam was overwhelmed by emotion, and

therefore she hit her head to the bar causing substantial bleeding, i.e. it was

a natural, spontaneous, and emotional reaction and nothing more than that.

The reply to this argument is two fold.

 

First, the statement of Imam Zayn-al-Abidin alayhis-salam about her - “an

untaught scholar” – would counter any such argument.

The infallible Imam Zayn-al-Abidin alayhis-salam used to address Lady

Zaynab al-Kubra alayhas-salam by saying to her

“Anti al-Hamdu-Lillah ‘Alimah Ghair Mu‘allimah”, meaning

“By the Grace of Allah, you are an untaught scholar”

Alimah Ghair Mu‘allimah – an untaught scholar – means that Lady

Zaynab alayhas-salam did not her knowledge through the time’s formal

education, but through divine teaching. Scholars see this statement as

indicating a degree of infallibility for Lady Zaynab alayhas-salam, let

alone her expertise in Shari‘ah laws, and ability in legislation. Therefore

Lady Zaynab alayhas-salam is better able to derive the laws of Islam – if

she needs to do so – than any of the scholars we follow today!

 

Today the scholars and the Fuqaha of Islam derive the laws of Islam for

the Halal, Haram, Mandoub, and Makruh while there is no specific hadith

about the scientific, scholarly status of any particular Faqih. Despite that

we follow their Fatwa and their Decisions in the Halal and Haram.

Whereas in the case of Lady Zaynab alayhas-salam there is a specific

hadith from the infallible Imam alayhis-salam about her status.

So shedding blood to show one’s grief for Imam Husayn alayhis-salam

was carried out by the likes of Lady Zaynab, and condoned by Imam Zayn

al-Abidin alayhis-salam.

Second, if she were to be overcome by grief and emotion, she would have

done so in Karbala, where the carnage and the unbearably horrific scene

there on the Day of Ashura were overwhelming to the utmost degree . . .

 

but in fact her Ladyship alayhas-salam did not do such a thing there . . .

let’s not forget that at Karbala she sees her loved ones being slaughtered

and decapitated one after the other . . . before her own eyes . . . the young

and the old . . . and even the infants have their throats slit . . . no one is

spared, no matter what their age is . . . and ultimately she sees the then

leader of Islam and Ahl-ul-Bayt alayhum-as-salam, her most beloved one

is slaughtered, beheaded and then his body is trampled upon before her

eyes . . . given this most horrific scene – the pain of which no pen can put

to paper, with the blood of her loved ones flooding the battlefield and

mutilated bodies everywhere, Lady Zaynab alayhas-salam could have

taken one of the hundreds of swords there and hit her head with it, but

Zaynab alayhas-salam does not do that. On the contrary she keeps her

composure – which is impossible for almost any man and woman to do

under those circumstances – and takes care of the petrified orphans and

bereaved women who were being chased by the victorious army of Yazid

after their tents were burnt and possessions looted.

 

Lady Zaynab alayhas-salam does not hit herself in the highly charged

atmosphere at the scene of Karbala, but she does so in the relatively

calmer environment of Kufa, the first public gathering following the

Karbala massacre. Therefore it cannot be said that she was overcome by

grief and emotion and she did not know what she was doing, but in fact

her actions were calculated . . . she did that in Kufa to make a public

statement . . . about the events of Ashura, Imam Husayn alayhis-salam, his

cause, and what he stood for.

 

5. Erneut dazu, dass sie sich den Kopf auf den Tisch gehauen hat. In den heutigen Prozessionen wird sich mit Schwertern auf dem Kopf und Rücken gehauen. Es werden Ketten benutzt, an denen mehrere Messer befestigt sind. Ja, es wird über Feuer gelaufen und es gibt noch viel extremere Formen. Beispielsweise spießen einige Schiiten (und Hindus!) auf dem indischen Subkontinent mit einem Messer in ihre Bäuche, so dass es auf der einen Seite reingeht und auf der anderen Seite wieder rauskommt. Sie lachen dabei, haben spass. Es fließt sogar weniger Blut als bei den "traditionellen" Tatbir-Veranstaltungen. Und jeder kennt die grauenvollen Bilder, in denen irgendwelche Frauen oder Männer die Köpfe ihrer Kinder und Babys aufschneiden. Ist all dies wirklich nur deshalb, weil Zaynab (a.s.) bei einem Tag, für den es keinen Ebenbürtiggen gibt, ihren Kopf einmal auf den Tisch schlug und der Imam dazu geschwiegen hat?

 

6. Es ist nicht bewiesen, dass Zaynab (a.s.) ihren Kopf deshalb auf den Tisch geschlagen hat, damit Blut heraus fließt. Es könnte sich auch um ein Versehen halten. Ihr Ziel war nicht das Blut.

 

Was die Anhänger machen, ist mir persönlich immer egal. Denn ich habe die Fatwas der Großayatullahs (auch von heute) gelesen (und besitze sie), die es befürworten und sie haben klare Anweisungen geben, dass man nicht die Grenze überstreiten darf und das alles seine Regeln hat beim Tatbir. Die Ahänger des Tatbirs, die diese Grenzen überstreiten, sollten sich nochmals die Fatwas durchlesen.

 

Punkt 6, dazu äußert sich Ayatullah Muhamad Shirazi in seinem Buch. Ob ich seine Aussagen oder die Aussagen anderer Gelehrten nun annehme oder nicht, dies steht nicht zur Diskussion. Denn wie ich oft schon sagte, ich habe nie Tatbir mit Blut gemacht (Allah ist mein Zeuge) und habe es auch nie vor zu machen (außer Allah plant was anderes mit mir), ich habe meine Methoden, wie ich um Imam Hussein (as) trauere. Es geht mir allein dadrum, wie mit den Befürwortern des Tatbirs umgegangen wird. Sie werden als kleine Gelehrte bezeichnet, oder als sehr wenige Gelehrte, obwohl dies nicht stimmt, auch heute nicht. ich spreche nicht nur über die früheren Gelehrten. Und hier sollten wir ein Stop machen. Wenn ihr von Gelehrten Texte habt, die Tatbir mit Blut widerlegen, so stellt sie gerne zur Verfügung indem ihr sie übersetzt. Man sollte es sich jedoch nicht anmaßen den Ijtihad eines Gelehrten selbst widerlegen zu wollen, obwohl man garnicht bereit dafür ist und die nötige Kenntnisse einen dafür fehlen. Man sollte diese Sachlage einfach neutral betrachten, wie es hier im Forum bei den restlichen Fatwas, auch der Fall ist. Man sollte beispielsweise sagen, ich akzeptiere dies nicht, da Sayyid Khamenei sagte, dass es der Ummah schaden würde, aufgrund....! Und man sollte nicht sagen: "Ich verstehe nicht, wie man solch eine Tat erlauben kann, das ist Blödsinn, was wollen jene, die es erlauben, damit überhaupt erreichen etc.!

 

Bei der ersten Aussage, die ohne Zweifel erlaubt ist, stützt du dich auf ein Rechtsurteil eines Gelehrten. Bei der zweiten Aussage, tritt man mehrere Gelehrte in den Rücken, nur mit dem Unterschied, dass man ihre Namen nicht erwähnt und es immer auf ihre Anhänger schiebt, um bloß nicht den Eindruck zu erwecken, dass man den ijtihad eines Gelehrten angreift.

 

#wasalam#

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Bismillah

As-salamu 'alaikum

Ayatullah Muhamad al Husseini al Shirazi ist sicherlich kein Ottonormalverbrauchen hehe. Soetwas würde ich nicht zu einen Gelehrten sagen, der mehr als 1100 Bücher für die Shia verfasste. Aber dies war sicherlich nicht deine Absicht. In seinem Buch "Hussein" argumentiert er mit diesme Hadith.

 

Die Argumentationweise mit Zaynab (as) ist doch ernstzunehmen, da Imam Zeyn al Abideen dabei war, als sie ihren Kopf auf den Tisch schlug und dieser anfing zu bluten. So sagt es Ayatullah Mohamad al Husseini al Shirazi.

 

Wir müssen aufpassen, was Dinge wie Turbanträger, Ottonormal etc. angeht. So fallen wir einigen großen Gelehrten in den Rücken. Das ist von keinem hier sicherlich das Ziel.

Ich habe mit Otto-Normal-Muslimen eben jene Laien gemeint und keine Gelehrten. Denn es war mir bis dato unbekannt, dass Sayyid Muhammad Shirazi damit argumentiert. Die Argumentation der Laien ist tatsächlich nicht ernst zu nehmen. Doch damit war kein Gelehrter gemeint.

 

Wenn es absolut ernst genommen wird, so müsste die Handlung eins zu eins übernommen werden, oder nicht?

 

Meiner Wortwahl "Otto-Normal" wurde das Wort Turbanträger angehängt, somit vermittelt man ein falsches Bild von meinen Aussagen. Da man mein Wort in ein ganz falsches Kontext steckt. Deshalb bitte ich in Zukunft von solchen Mitteln abzusehen. Bei Unklarheiten sollte man zuerst nachfragen.

 

Im Forum dürfen die Fatwas der Großgelehrten nicht kritisiert werden dachte ich immer. Hier wird auf eine Fatwa eingegangen und es wird versucht sie zu widerlegen? ...also sollte man den Mut inshallah haben und sagen: Ayatullah Shirazi liegt da falsch. So könnten wir dann aber gleich anfangen in der Fatwa Sektion einige Fatwas zu widerlegen, ganz egal ob es nun Tatbir ist oder nicht, denn Fatwa ist Fatwa.

 

Es ist schade in einem Shiitischen Forum Dinge zu lesen wie, die Ummahschwächer die Tatbir erlauben oder ähnliches. Denn die Leute die soetwas ansprechen, bezeichnen die Gelehrten, die es erlauben, als Ummahschwächer, mit dem einzigen Unterschied, dass sie ihre Namen nicht nennen, denn dazu fehlt wohl der Mut.

Wenn ein Gelehrter sagt, etwas ist halal, dann ist es nach seinem Ijtihad auch halal. Wir aber müssen es nicht für halal erklären, wenn wir einem anderen Gelehrten folgen, der in seinem Ijtihad zu dem Entschluss gekommen ist, dies sei haram. In diesem Punkt darf die andere Fatwa auch nicht kritisiert werden, da verlangt man von uns den nötigen Respekt. Hier aber geht es gar nicht um eine Fatwa, sondern um ein Argument. Es geht nicht um Fiqh, sondern um 'Aqidah. In diesem Fall, lieber Bruder, ist es sogar erwünscht alles kritisch zu hinterfragen und logisch zu beleuchten. Wenn es zwei Meinungen gibt, dürfen wir uns selbst ein Urteil bilden, denn wir besitzen unsere Vernunft. Sie ist ein Beweis für uns. Wenn wir also erkennen, dass unsere Vernunft dem Argument des Gelehrten X recht gibt, so kritisieren und hinterfragen wir automatisch die Argumente des Gelehrten Y. Ob wir das aussprechen oder nicht. Auch du kritisierst und hinterfragst andere Gelehrte, deren Meinung du nicht vertrittst. Im Bereich des Fiqhs wäre deine ausgesprochene Kritik aber unzulässig, da du dort auf einen Gelehrten aufgrund deines Wissensmangels vertrauen musst. Im Bereich der 'Aqidah hast du aber deine gottgegebene Vernunft und sollst hinterfragen. Es ist also keine Frage des Mutes zu sagen, Sayyid M. Shirazi läge falsch.

 

Diejenigen die Tatbir erlauben schwächen nach meiner Auffassung tatsächlich heutzutage die Ummah. Wer also immer noch hinter dieser Praktik steht schadet der Ummah, und dabei spielt die Person keine Rolle. Erkenne die Wahrheit, dann erkennst du seine Leute. Es kann also nicht gesagt werden, diese Person verteidigt diese Praktik, deshalb muss ich meine Meinung nun ändern und sagen, dies schadet doch nicht der Ummah. Das was indirekt hier vermittelt wird, könnte von mir als Personenkult bezeichnet werden. Das also, was sonst kritisiert wird, vergisst man an dieser Stelle. Ob nun beabsichtigt oder nicht.

 

Es ist die Pflicht eines Imams, auf die Fehler hinzuweisen, wenn es denn ein Fehler ist, ganz egal wer es ist. Außer er würde sich unter Taqiya befinden.

Und es ist die Pflicht des vernunftbegabten Menschen über den Kontext dieser Handlung nachzudenken. Wenn man nun herausgefunden hat, unter welchen Umständen dies geschah, muss man sich fragen, ob diese Umstände zur Zeit gegeben sind oder nicht. Würde dieselbe Handlung heutzutage ebenfalls praktiziert werden? Wir dürfen nicht vergessen, dass Imam Hassan (a.) einen Friedensvertrag unterzeichnete und Imam Hussein (a.) in einem Aufstand sein Leben verlor.

 

Ich maße mir nicht an zu sagen, welcher gelehrte falsch handelte oder welcher nicht. Ich maße es mir nur an eine Meinung anzunehmen oder sie zu verwerfen, in dem ich mir beide Argumentationen anhöre.

Aber genau das tust du, indem du eine Meinung annimmst und die andere verwirfst. Sobald du eine Meinung verwirfst, ist sie für dich eindeutig falsch. Dann nimmst du dir das Recht zu sagen, dieser Gelehrte lag meiner Meinung nach falsch. Sonst würdest du ihm folgen. Wir haben zwar den Ijtihad, aber wir haben nur eine Wahrheit. Deine Aufgabe ist die Wahrheitsfindung. Nimmst du Meinung X als die Richtige an, verurteilst du Meinung Y. Meinung Y ist dann unwahr und falsch. Dabei wird der Gelehrte nicht an sich kritisiert, denn das war ja sein Ijtihad. Aber diese Meinung, die er vertrat. Diese Meinung könnte sogar unter Umständen für diesen Gelehrten richtig gewesen sein, aufgrund seiner Umstände zum Beispiel. Wir aber haben unsere eigenen Umstände.

 

she did that in Kufa to make a public statement . .

Wenn wir dies so akzeptieren würden, bliebe die Frage, ob dieses öffentliche Statement zu unserer Zeit ebenfalls so praktiziert werden würde und werden kann. Passt diese Art und Weise zu unseren Umständen? Ist es auf die heutige Zeit anwendbar?

 

Ob ich seine Aussagen oder die Aussagen anderer Gelehrten nun annehme oder nicht, dies steht nicht zur Diskussion. Denn wie ich oft schon sagte, ich habe nie Tatbir mit Blut gemacht (Allah ist mein Zeuge) und habe es auch nie vor zu machen (außer Allah plant was anderes mit mir), ich habe meine Methoden, wie ich um Imam Hussein (as) trauere.

Also siehst du die Meinung von Sayyid M. Shirazi als falsch an.

 

Sie werden als kleine Gelehrte bezeichnet, oder als sehr wenige Gelehrte, obwohl dies nicht stimmt, auch heute nicht. ich spreche nicht nur über die früheren Gelehrten.

 

Und man sollte nicht sagen: "Ich verstehe nicht, wie man solch eine Tat erlauben kann, das ist Blödsinn, was wollen jene, die es erlauben, damit überhaupt erreichen etc.!

Man spricht oft von so vielen und so großen Gelehrten. Die namhaften Gelehrten wurden aber aufgelistet, und zwar auf der Gegenseite.

 

Das ist eine irreführende Wiedergabe meines Beitrages. Worte wie Blödsinn sind nicht gefallen, das ist eine überspitze Darstellung. Zudem sprach ich, wie schon gesagt, die Laien an. Und ich stehe hinter meiner Meinung.

 

Was-salamu 'alaikum

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#salam#

 

Salam lieber Bruder Salman, du hast das alles etwas falsch verstanden, der Beitrag war nicht auf dich bezogen, sondern auf die Allgemeinheit. #rose#

 

Mein Artikel sollte schlichtweg aussagen, dass wenn es Pflicht für uns ist, die Fatwas der Gelehrten zu respektieren, es auch im Bereich Tatbir der Fall sein sollte.

 

Auf die anderen Dinge gehe ich inshallah nicht ein, sonst müsste ich mich wiederholen. Aus meinen Beiträgen müsste man deutlich erkennen, dass ich kein Tatbir Verteidiger bin, weder noch ein Ablehner. Es ging mir lediglich um die Neutralität. Wenn wir die Fatwas eines Gelehrten nicht kritisieren dürfen, oder sein Ijtihad "widerlegen" dürfen, dann gilt dies auch für Tatrib.

 

Wir dürfen Texte von Gelehrten übersetzen, die wohl möglich gegen Tatrib sind und sie es auch begründen weshalb sie dagegen sind. Wir dürfen es uns aber nicht anmaßen den Ijtihad eines Gelehrten selbst zu widerlegen, wobei wir noch nichtmals eigenen ijtihad machen dürfen oder Hadithe nach unseren Gelüsten umzudeuten oder einen Tafsir zu machen, wie es leider in diesem Thread passiert ist hinsichtlich dem Hadith von Zainab (as).

 

Ich äußere mich dazu auch nicht mehr. Inshallah jedem das Seine. Allah huma yashad ani balaghta.

 

#wasalam#

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Bismillah

As-salamu 'alaikum

Es ging mir lediglich um die Neutralität.

 

Wenn wir die Fatwas eines Gelehrten nicht kritisieren dürfen, oder sein Ijtihad "widerlegen" dürfen, dann gilt dies auch für Tatrib.

 

wobei wir noch nichtmals eigenen ijtihad machen dürfen oder Hadithe nach unseren Gelüsten umzudeuten oder einen Tafsir zu machen, wie es leider in diesem Thread passiert ist hinsichtlich dem Hadith von Zainab (as).

Lieber Bruder, über die Neutralität schrieb ich in meinem Beitrag. Neutralität ist vielleicht auf der Zunge möglich, aber im Herzen eine Sache der Unmöglichkeit. Aber darüber steht genug in meinem vorherigen Beitrag.

 

Auch darüber schrieb ich in meinem Beitrag. Es geht nicht um den Gelehrten an sich, nicht um seinen Ijtihad im Fiqh. Es geht um diese Meinung, um dieses Argument, um unsere 'Aqidah.

 

Keiner in diesem Thread deutet die Ahadith nach seinen Gelüsten um. (Diese Aussage kann man als üble Unterstellung verstehen) Vielmehr wird die Deutung der Gelehrten hier verteidigt und die Gegenmeinung hinterfragt. Und auch über dieses Thema schrieb ich schon.

 

Was-salamu 'alaikum

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#salam#

 

Keiner in diesem Thread deutet die Ahadith nach seinen Gelüsten um.

 

Dies war eine allgemeine Aussage von mir. Ich schrieb dahinter noch "oder einen Tafsir zu machen". Und ob dies hier geschehen ist oder nicht, dieses Urteil überlasse ich den anderen. Ich wollte nur vorwarnen, dass so etwas nicht erlaubt ist, besonders bei uns Shiiten nicht.

 

@ Salman Bruderherz. Es wäre doch immer vorteilhaft, wenn man eine Gegenargumentation aus dem Munde eines Gelehrten hört. Dies heißt, man übersetzt die Worte eines Gelehrten, der gegen Tatbir ist, statt irgendwie einen Hadith auszulegen, obwohl man noch nicht bereit dazu ist. Würde man so vorgehen, so könnte man sagen, dass es eine wissenschaftlich geführte Diskussion ist.

 

Wenn Sayyid Kamal al Haydari selbst sagte, dass man nicht immer die Gelehrte heranziehen sollte, die heutzutage sogar schon in Najjaf oder Qum auf dem Minbar ihre Vorträge halten, sondern eher die, die wirklich die Shia vertreten, wie ist es dann mit uns Laien :).

 

Ich spreche nicht gegen eine eigene Meinung! Ich spreche nur, wie man diese vertritt, ob man dabei einen Gelehrten in den Rücken tritt,

ihn als Ummahschwächer bezeichnet, obwohl dieser eine annerkannte Persönlichkeit ist, oder ob man wissenschaftlich vorgeht und seine Beweise heranzieht. Dies sind zwei Unterschiede.

 

Beenden wir inshallah einfach das Thema. Möge Allah inshallah unsere Sünden verzeihen.

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Bismillah

As-salamu 'alaikum

Ich schrieb dahinter noch "oder einen Tafsir zu machen".

Das ändert nichts an der Aussage, es verschlimmert ihn nur, Bruder.

 

Es wäre doch immer vorteilhaft, wenn man eine Gegenargumentation aus dem Munde eines Gelehrten hört.

Dazu gibt es hier genug. Die Threads, die Bruder al-Sadr und TaHa erstellt haben sollten nicht außer Acht gelassen werden. Es ist aber auch vorteilhaft seine Vernunft einzusetzen.

 

statt irgendwie einen Hadith auszulegen, obwohl man noch nicht bereit dazu ist.

Noch einmal lieber Bruder, und ich bitte dich meine Antwort zu akzeptieren. Denn deine Aussage ist eine Behauptung, die nur ich bestätigen oder aber verwerfen kann. Da du mein Erleben nicht beobachten kannst, sondern nur mein Verhalten. Es gab keine Auslegung eines Hadith, vielmehr wurden Fragen gestellt. Es wurde hinterfragt und die logische Schlussfolgerung angenommen, die auf der Deutung der Gelehrten basierte. Keiner hat eine Deutung frei erfunden.

 

Ich spreche nicht gegen eine eigene Meinung! Ich spreche nur, wie man diese vertritt, ob man dabei einen Gelehrten in den Rücken tritt, ihn als Ummahschwächer bezeichnet, obwohl dieser eine annerkannte Persönlichkeit ist, oder ob man wissenschaftlich vorgeht und seine Beweise heranzieht

Bruder, rein logisch gesehen geht es eben nicht anders. Du verlangst eine Sache der Unmöglichkeit. Du kannst nicht stark und schwach zugleich sein. Wenn du Tatbir als die Schwächung der Ummah betrachtest, so ist die logische Konsequenz, dass die Verfechter dieser Praktik der Ummah ebenfalls schaden. Der einzelne Gelehrte kann für sich entschuldigt sein, seien es seine Umstände oder sein Ijtihad. Er an sich wird nicht angegriffen. Deshalb haben Namen keine Bedeutung, nicht weil uns oder mir der Mut dazu fehlt. Es geht hier um eine Meinung, um eine Ideologie, um eine Sichtweise, um eine Argumentation, um unsere 'Aqidah! Ob eine anerkannte Persönlichkeit eine andere Meinung vertritt, tut hier gar nichts zur Sache. Denn es geht nicht um irgendwelche Personen. Sogar wenn Imam Khamenei sagen würde, dass Tatbir eine gute Sache ist, müssten wir unseren Verstand einsetzen und uns fragen, ist es dies tatsächlich? Seit wann sind wir blinde Nachahmer einer Doktrin? (Er)Kenne die Wahrheit, so erkennst du ihre Leute!

 

Anbei, ich vergaß in meinem vorherigen Beitrag noch etwas zu erwähnen.

 

Liebe Geschwister, schaut euch bitte diese Seiten an: http://de.wikipedia...._Passionsspiele und http://de.wikipedia.org/wiki/Aschura

 

Im Jahre 1909 (!) wurde schon solch ein Bild von uns gegeben:

10_Muharram.jpg

 

Ist dies die Shia? Ist dies das, womit man uns assoziieren sollte? Ist dies das, was wir vertreten? Möchte man dieses Bild verteidigen? Auch einige Schauspiele (Passionsspiele) sind zu kritisieren, diese hat zum Beispiel Sheykh al-Waili scharf kritisiert, und das nicht ohne Grund!

 

Was-salamu 'alaikum

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#salam#

 

Dann greifen wir nun die Gelehrte an, die Schach heute erlauben? Die Gelehrten, die Schach verbieten, tun dies, da sie sagen, dass es die Leute aus der Jahiliya ausgeübt haben etc.! Wollen wir nun die Gelehrten, die es erlauben, als die Gelehrten der Jahiliya bezeichnen oder ihre Meinung, als die Meinung der Jahiliya?

Leute, bitte überlegt euch, ob ihr die Meinung der Jahiliya folgen wollt!

 

Wenn wir so vorgehen würden lieber Salman, so würden wir zu einer großen Fitna innerhalb der shia beitragen. Und dann hätten wir mit einem anderen Problem zu kämpfen, diesmal nicht, wie die Shia bei den anderen Islamischen Gruppierungen ankommt und ob dieses oder jenes ihr Ansehen schadet, sondern ob die Shia überhaupt noch als Partei, eine zusammengeschlossene Partei ist. :)

 

Ich werde inshallah eine Liste erstellen mit den heutigen Gelehrten (dort sind Gelehrten, die Bruder al Sadr erwähnte, sie jedoch in diesne Fatwas für Tatbir sind, deshalb wollte al Sadr und ich die Quellen nochmals nachgehen, nur als Info :) ), die noch leben, damit man sieht wen man da als Ummahschwächer bezeichnet, man sich jedoch nur fürchtet ihre Namen zu erwähnen und deshalb nur ihre Anhänger angreift.

 

#wasalam#

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#bismillah#

 

#salam#

 

Zunächst einmal möchte ich mich bei Bruder Salman bedanken, da er sich die Mühe gemacht hat, auf die Diskussion fortzuführen, die ich aus Zeitgründen nicht fortführen konnte.

 

Dann greifen wir nun die Gelehrte an, die Schach heute erlauben? Die Gelehrten, die Schach verbieten, tun dies, da sie sagen, dass es die Leute aus der Jahiliya ausgeübt haben etc.! Wollen wir nun die Gelehrten, die es erlauben, als die Gelehrten der Jahiliya bezeichnen oder ihre Meinung, als die Meinung der Jahiliya?

 

Schach ist nicht so ein wichtiges Thema, denn es wird nicht zu einem Teil der Religion erhoben und schafft auch kein schlechtes Bild von den Schiiten. Bei Tatbir ist es anders, da eine Erlaubnis von Tatbir und die eventuelle Praktizierung zu einem unglaublichen Imageschaden für die Schiiten führen.

 

Eine Sache soll hier noch erwähnt sein, die ich eigentlich nicht erwähnen wollte, aber ich denke, dass die Tatsachen nicht verdreht werden sollten:

 

Es wird hier so getan, als wollten die Tatbir-Gegner irgendwelche Gelehrte beleidigen oder irgendjemanden kränken oder Ähnliches. Diese Vorwürfe sind vollkommen unverständlich, zumal die meisten Tatbir-Anhänger und Internetseiten, die Tatbir und ähnliche Praktiken befürworten, die Gelehrten, die gegen Tatbir sind, auf das Übelste beschimpfen und sie gar als Kafir bezeichnen. Das ist keine Ausnahmeerscheinung sondern fast schon die Regel. Wer sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat, wird dieses auch schon beobachtet haben. Darum scheint es unverständlich, weshalb die Tatbir-Befürworter den Tatbir-Gegnern vorwerfen, dass diese die Gelehrten beleidigen würden, obwohl sie sachlich über das Thema diskutieren, während die Leute aus den eigenen Reihen die Tatbir-Gegner und Gelehrten eindeutig als Kafir und noch schlimmer bezeichnen.

 

Das erinnert ein wenig an die Wahabiten, die darüber klagen, dass in Tehran keine "sunnitische Moschee" sei, während sie in Bahrain und Saudi-Arabien kaltblütig die Schiiten abschlachten.

 

Niemand soll hier in eine bestimmte Ecke gedrängt werden. Aber die bisherigen Versuche, genau dieses bei Tatbir-Gegnern zu machen, macht diese Bemerkung zwingend notwendig.

 

#salam#

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#bismillah#

Salam,

 

Dann greifen wir nun die Gelehrte an, die Schach heute erlauben? Die Gelehrten, die Schach verbieten, tun dies, da sie sagen, dass es die Leute aus der Jahiliya ausgeübt haben etc.! Wollen wir nun die Gelehrten, die es erlauben, als die Gelehrten der Jahiliya bezeichnen oder ihre Meinung, als die Meinung der Jahiliya?

Leute, bitte überlegt euch, ob ihr die Meinung der Jahiliya folgen wollt!

 

Denk bitte darüber nach, was Schach und Tatbir für Auswirkungen auf die Shia haben könnten und vergleich sie miteinander.

 

salam

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#salam#

 

Fatwa ist Fatwa. Wer die eine Fatwa eines Gelehrten nicht kritsieren darf, darf es auch nicht bei der anderen. Ich spreche hier von angesehen Gelehrten und nicht von Yasir al Habib etc.

 

Aber inshallah, jeder seine Meinung. Ich werde mich dazu nicht mehr äußern. Ich bin wohl zuviel in arabischen Foren unterwechs, in denen soetwas nicht erlaubt ist und die Admins Gelehrte sind.

 

ich dachte mir, dass hier auch so wäre, da in der Fatwasektion genau so etwas steht. Aber anscheinend darf man sich herauspicken, welche Fatwas zu kritisieren nicht und welche nicht. Ist mir ein Rätsel.

 

Möge Allah die Meinungen unserer Gelehrten akzeptieren, sobald sie den Weg des Ijtihads getätigt haben (und seine Regeln beachtet haben), ganz egal auf welche Meinung sie gekommen sind.

 

Denk bitte darüber nach, was Schach und Tatbir für Auswirkungen auf die Shia haben könnten und vergleich sie miteinander.

 

Denk bitte daran, was Jahiliya ist und wie schlimm der Vergleich mit Jahiliya denn ist. So könnte ich auch damit argumentieren, ich toleriere jedoch den ijtihad der Gelehrten, ganz egal ob sie Schach erlauben oder nicht, akzeptieren tue ich jedoch nur eine Meinung.

 

#wasalam#

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#bismillah#

 

#salam#

 

Der Wali al Faqih Imam al Khamenei (h.a.) hat ein Hukm hinterlassen, in dem er das Tatbir für verboten erklärt. Dies hat er in mehreren Anlässen deutlich zur Aussprache gebracht. Deshalb ist es aus unserer Sicht nicht notwendig, die Ansicht eines jeden Gelehrten zu diesem Thema zu berücksichtigen. Dennoch lassen wir es zu, dass die Ansichten dieser Gelehrten aus wissenschaftlichen Gründen hier gepostet und diskutiert werden. Da aber der Hukm des Wali aus unserer Sicht eine besondere Berücksichtigung verdient, ist seine Meinung für uns maßgeblich. Vor allem deshalb, weil wir nicht an dem Wissen des Wali zweifeln und zudem eine große Weisheit hinter diesem Hukm erkennen und das Tatbir als eine große Schwächung für die schiitische Religion ansehen.

 

#salam#

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#bismillah#

 

#salam#

 

Der Wali al Faqih Imam al Khamenei (h.a.) hat ein Hukm hinterlassen, in dem er das Tatbir für verboten erklärt. Dies hat er in mehreren Anlässen deutlich zur Aussprache gebracht. Deshalb ist es aus unserer Sicht nicht notwendig, die Ansicht eines jeden Gelehrten zu einem Thema zu berücksichtigen. Dennoch lassen wir es zu, dass die Ansichten dieser Gelehrten aus wissenschaftlichen Gründen hier gepostet und diskutiert werden. Da aber der Hukm des Wali aus unserer Sicht eine besondere Berücksichtigung verdient, ist seine Meinung für uns maßgeblich. Vor allem deshalb, weil wir nicht an dem Wissen des Wali zweifeln und zudem eine große Weisheit hinter diesem Hukm erkennen und das Tatbir als eine große Schwächung für die schiitische Religion ansehen.

 

#salam#

 

#salam#

 

Ein Forum, dass sich Shia-Forum nennt und darauf achtet, dass keine Fitna unter den Muslimen besteht, trägt gerade die Verantwortung hinsichtlich dessen, dass keine Fitna innerhalb der eignen Shia besteht lieber Bruder. Und da gibt es keine Aussagen wie, da der Waly ul Faqih diese Ansicht trägt, sind die Meinungen der anderen Gelehrten überflüssig oder der Hukm des Waly al Faqih ragt über die anderen Urteile hinaus, denn diese wäre nur der Fall, wenn man das vollkommene Wilayatul Faqih System folgen würde und nicht das beschränkte. Und da in diesem Forum sowohl Geschwister existieren, die das vollkommene Wilayatul Faqih System folgen als auch das beschränkte, sind alle Gelehrten zu respektieren, die ihren Ijtihad auf einem wahrheitsgemäßen Wege angestrebt haben und verschiedene Meinungen aufweisen, besonders die Großayatullahs (ich spreche nicht von Yasir Habib). Wir sind keine Shiat u Khamenei oder Shiatu Sistani, wir sind Shiatuali inshallah. Und bevor wir die Ummah mit den Sunniten wahren, sollten wir uns um unsere eigene erstmals kümmern. Und dazu gehört es, dass wir nicht aufgrund der verschiedenen Meinungen, Gelehrte als Ummahschwächer bezeichnen, während wir gleichzeitig die Meinungen derer respektieren, die Menschen folgen, die die Ahlulbeit quälten.

 

Und besonders zum Thema Tatbir ist folgendes zu sagen. Viele Gelehrten, die früher Tatbir erlaubt haben, wie Ayatullah al Hakeem, erlauben es heute noch, jedoch nur an Orten wo es die Shia nicht schadet. Sollten wir nun über solche Gelehrte sagen, dass sie früher Ummahschwächer waren, heute jedoch nicht mehr? Sowas wäre doch nicht mit dem Verstand zu vereinbaren, wenn wir so mit den Gelehrten umgehen würden.

 

Und dies wird hier leider getan. Die Gelehrten werden nicht direkt denunziert, sondern ihre Anhänger, da sie die Ansicht dieser Gelehrten mit sich tragen.

 

Das wars dann von mir, ich schreibe in diesem Thread nicht mehr und verbleibe dankend für die Aufmerksamkeit. (Ich werde in diesem Thread aus gewissen Gründen auch nicht mehr reinschauen, um die Nerven zu bewahren^^) #rose#

 

#wasalam#

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#bismillah#

 

#salam#

 

Jedes Forum hat bestimmte Rahmenbedingungen und Ansichten, die überwiegen. Im Shia-Forum wird viel mehr geduldet, als es anders wo geduldet wird. Aber das heißt nicht, dass wir keinen Wegweisen haben dürfen. Unser Orientierungspfad ist der Wali al Faqih. Das ist so und muss akzeptiert werden. Andere Meinungen können dennoch geäußert werden. Das heißt aber nicht, dass niemand dann darauf irgendetwas äußern kann.

 

Es besteht kein Zweifel daran, dass Tatbir den Schiiten geschadet hat. Wer möchte, kann gerne unter der Bildersuche von Google einmal Ashura oder Schiiten eingeben und wird sehen, dass ein Großteil der Bilder eben dieses blutige Tatbir zeigen, obwohl die meisten Schiiten so etwas nicht praktizieren. Ja selbst die Gelehrten, die es erlauben und für Mustahab erklären, machen es nicht.

 

Wir sind für eine Einheit der Schiiten und es ist Imam Khamenei, der dieses propagiert. Und Imam Khamenei ist eines der wichtigsten Achsen der Einheit. Wir akzeptieren diejenigen, die Tatbir befürworten als unsere Brüder und auch als Schiiten. Das allein soll der Beweis sein, dass wir niemanden ausschließen. Die Tatbir-Befürworter sind es jedoch oft, die keine Gegenmeinung tolerieren. Nur wer tolerant ist, kann Toleranz einfordern. Und wir sind Tolerant, auch ohne, dass uns Toleranz entgegen gebracht wird.

 

#salam#

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Bismillah

As-salamu 'alaikum

Dann greifen wir nun die Gelehrte an, die Schach heute erlauben? Die Gelehrten, die Schach verbieten, tun dies, da sie sagen, dass es die Leute aus der Jahiliya ausgeübt haben etc.! Wollen wir nun die Gelehrten, die es erlauben, als die Gelehrten der Jahiliya bezeichnen oder ihre Meinung, als die Meinung der Jahiliya?

 

Wenn wir so vorgehen würden lieber Salman, so würden wir zu einer großen Fitna innerhalb der shia beitragen. Und dann hätten wir mit einem anderen Problem zu kämpfen, diesmal nicht, wie die Shia bei den anderen Islamischen Gruppierungen ankommt und ob dieses oder jenes ihr Ansehen schadet, sondern ob die Shia überhaupt noch als Partei, eine zusammengeschlossene Partei ist. :)

 

Ich werde inshallah eine Liste erstellen mit den heutigen Gelehrten ... die noch leben, damit man sieht wen man da als Ummahschwächer bezeichnet, man sich jedoch nur fürchtet ihre Namen zu erwähnen und deshalb nur ihre Anhänger angreift.

Deine Schlussfolgerung ist falsch, Bruder. Es ist wichtig richtig schlussfolgern zu können. Sehen wir uns die Schlussfolgerungen genauer an. Beispiel: A schadet B - C verteidigt und verbreitet A. C verteidigt und verbreitet also eindeutig etwas, das B schadet. Das ist logisch. Aber dein Beispiel sagt: A war ein Spiel zur Zeit von B. C sagt, es besteht kein Problem bei A, egal aus welcher Zeit es kommt. Deine Schlussfolgerung ist jetzt, C gehört zur Zeit von B oder aber seine Ansicht. Das ist aber so nicht vertretbar. Denn wenn C sagt B ist schlecht, aber A ist gut, weshalb sollte C dann in Verbindung mit B gebracht werden? Mit ein wenig nachdenken sollte man das verstehen, falls nicht, können wir insha'Allah näher darauf eingehen. rose.gif

 

Ich sehe das nicht so. Jeder handelt gemäß seiner Überzeugung. Ich versuche der Ummah zu dienen, so wie du versuchst der Ummah zu dienen. Die Frage die wir uns immer stellen müssen ist, was ist die Wahrheit? Erst dann wissen wir, wer seine Leute sind. Die Shia ist und bleibt die Shia, komme was wolle. In diesen Jahrhunderten sind hunderte, wenn nicht tausende, von Pseudo-Gelehrten erschienen. Alle gingen ohne Spuren zu hinterlassen. Genauso werden die heutigen Fitna-Stifter (wie Yasir, Ghizzi und co.) wieder von der Bildfläche verschwinden. Die Shia aber wird weiterhin existieren. Die Shia ist als Wahrheit untrennbar und einzigartig. Denn die Wahrheit kann es nur einmal geben. Jede Gruppe die sich von der Shia abspaltet ist demnach von der Wahrheit abgekommen. Deshalb können wir nicht von einer gespaltenen Shia sprechen. Sonst müssten wir die Wahrheit spalten. (Anmerkung: Meinungsverschiedenheiten in Detailfragen sind nicht inbegriffen.)

 

Weshalb wiederholst du Aussagen die meine Person angreifen, obwohl ich schon darauf geantwortet habe? Noch einmal, lieber Bruder, es hat nichts mit Furcht zutun. Namen sind nicht von Belang, sie haben keinerlei Bedeutung. Wir sprechen nicht über Personen, sondern über Ideologien. Wir suchen die wahre oder wahrhaftigste Ideologie und nicht die berühmteste oder charismatischste Persönlichkeit. Wir wollen erst die Wahrheit erkennen, um dann ihre Leute zu finden. Wenn du zur Ansicht gelangt bist, dass Tatbir falsch ist, dann ist die Meinung des Tatbir-Befürworters für dich auch falsch. Das ist eine Notwendigkeit. Wie ich schon sagte, du kannst nicht neutral im Herzen sein. Du kannst respektieren und tolerieren, aber darum geht es hier nicht. Ich respektiere die Meinung eines jeden Gelehrten, aber sehe nicht jede Meinung als richtig an. Ich habe das Recht mir eine Meinung auf Grundlage eines Gelehrten zu bilden. Natürlich darf ich mir nicht meinen Islam zusammenbasteln. Aber wenn es in einem Bereich keinen Konsens gibt, muss ich vernünftigerweise die Richtige aussuchen. Ich habe zwar keine absolute Garantie dafür, dass sie richtig ist, aber ich habe mich bemüht und bin zu diesem Ergebnis gelangt. Wenn Gelehrter X und Y also sich widersprechen und ich sage, dass Gelehrter X für mich recht hat, was ist dann mit Y? Logischerweise hat Y dann automatisch für mich unrecht. Dieser einfache aber wichtige Punkt sollte auch dir klar sein, Bruder. Ich respektiere die Meinung, aber ich darf sie hinterfragen, sei es nun Tatbir oder Wilayat ul-Faqih.

 

 

Fatwa ist Fatwa. Wer die eine Fatwa eines Gelehrten nicht kritsieren darf, darf es auch nicht bei der anderen. Ich spreche hier von angesehen Gelehrten und nicht von Yasir al Habib etc.

 

ich toleriere jedoch den ijtihad der Gelehrten, ganz egal ob sie Schach erlauben oder nicht, akzeptieren tue ich jedoch nur eine Meinung.

Auch zu diesem Punkt habe ich mich schon geäußert, indem ich versuchte zu erklären, dass es nichts mit einer Fatwa zutun hat. Es geht um eine Argumentation, um eine Ideologie, um eine Meinung, lieber Bruder. Diese dürfen hinterfragt werden. Die Logik, der Verstand und die Vernunft sind eine Hujjah für uns. Wir dürfen keiner Doktrin blind folgen, Bruder.

 

Genau diese Aussage versuche ich zu vermitteln. Ich toleriere diese Meinung, sehe sie aber als falsch an. Deshalb hinterfrage ich diese Meinung kritisch. Mehr wird hier nicht getan. Aber man dramatisiert alles etwas, wenn man sich die Beiträge genauer ansieht.

 

Und da gibt es keine Aussagen wie, da der Waly ul Faqih diese Ansicht trägt, sind die Meinungen der anderen Gelehrten überflüssig oder der Hukm des Waly al Faqih ragt über die anderen Urteile hinaus, denn diese wäre nur der Fall, wenn man das vollkommene Wilayatul Faqih System folgen würde und nicht das beschränkte.

 

Und dazu gehört es, dass wir nicht aufgrund der verschiedenen Meinungen, Gelehrte als Ummahschwächer bezeichnen, während wir gleichzeitig die Meinungen derer respektieren, die Menschen folgen, die die Ahlulbeit quälten.

 

Und dies wird hier leider getan. Die Gelehrten werden nicht direkt denunziert, sondern ihre Anhänger, da sie die Ansicht dieser Gelehrten mit sich tragen.

 

(Ich werde in diesem Thread aus gewissen Gründen auch nicht mehr reinschauen, um die Nerven zu bewahren^^)

Bruder, du selbst sagtest einige Beiträge vorher:

 

Man sollte beispielsweise sagen, ich akzeptiere dies nicht, da Sayyid Khamenei sagte, dass es der Ummah schaden würde, aufgrund....!

Nachdem der Bruder aber so argumentierte, akzeptiertest du seine Argumentation nicht. Weshalb?

 

Diese Aussage ist wieder eine Unterstellung, Bruder, unterlasse diese Art doch einfach. Es wäre im Sinne von uns allen. In meinen Beiträgen schrieb ich eindeutig, dass die einzelnen Gelehrten damit nicht gemeint sind, da sie für sich ihre eigene Entschuldigung sicherlich vorweisen können. Es geht um keinen Gelehrten, sondern um eine Meinung. Es geht nicht um eine Meinung von vor einhundert Jahren, sondern um eine Meinung von heute. Wenn ich Tatbir als Schaden ansehe, so sehe ich seine Befürworter auch als Schaden an. Wenn du Tatbir als falsch ansiehst, dann siehst du seine Befürworter auch als Nachahmer einer falschen Tat an. Das ist ganz normal, anders geht es nicht. Aber das hat nichts mit Respekt und Toleranz zutun. Wenn man zur Einheit mit Sunniten aufruft, dann sieht man ihre Meinung dennoch als falsch an. Man hinterfragt ihre Meinung auch kritisch. Aber man respektiert sich gegenseitig. Da ist ein kleiner und feiner, aber sehr gewichtiger Unterschied, Bruder. Und genauso wird es mit diesem Thema gehandhabt.

 

Weshalb sollten wir oder ich irgendjemanden denunzieren? Welchen Nutzen hätte ich davon? Zeige mir eine konkrete Denunziation von mir. Wenn ich die Meinung einer Person kritisch hinterfrage, bin ich also ein Denunziant?

 

Das ist schade. Man sollte die Nerven in einer sachlichen Diskussion bewahren können. Emotionalität (in diesem Kontext) hindert den Menschen nur an der Wahrheitsfindung.

 

Was-salamu 'alaikum

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