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Nachhilfe geben


TaHa
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#bismillah#

 

#salam#

 

Wer von euch hat damit Erfahrung, Nachhilfe zu geben? Wieviel kann man pro Stunde nehmen und was für Fächer habt ihr unterrichtet? Sind die Schüler zu euch gekommen, habt ihr euch in der Schule getroffen oder bei denen Zuhause? Habt ihr auch Wegzeiten berechnet?

 

#salam#

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Salam,

Also ich kenne das das bei uns in schule ein Projekt gib. Wo sich jeder eine. Schüler als Nachhilfe lehrer holen kann. Nie nehmen glaube ich so 5-10 €. Naja du kannst ja sagen; ich komme zu euch oder ich zu euch :)

Viel Gluck

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#salam#

 

Ich bin Mentorin im Projekt "Junge Vorbilder" von Verikom. Meine Tätigkeit umfasst zwar auch andere Bereiche, aber überwiegend ist es Nachhilfe. Wir bekommen einen festen Stundensatz von 12€ (der bei bedürftigen Familien von der Schule bezahlt wird), wobei einzelne Termine meist 90 Minuten dauern. Wegzeiten werden nicht einberechnet, da wir wenn möglich Mentees aus unserem jeweiligen Bezirk bekommen. In der Regel treffen wir uns bei den Mentees zuhause. Die Fächer, die ich unterrichte, sind je nach Bedarf. Die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathe sind eigentlich bei jedem meiner Mentees dabei. Französisch dann, wenn sie es in der Schule überhaupt haben, ansonsten nach Absprache. Nur bei Physik, Bio und Chemie passe ich in der Regel.

 

Während meiner Schulzeit habe ich für 5€ die Stunde Nachhilfe gegeben, ebenfalls bei den Schülern zuhause. Damals habe ich Englisch, Französisch, Deutsch und Latein Nachhilfe gegeben.

 

Ich habe aber gelesen, dass viele auch deutlich mehr für Nachhilfe nehmen, zum Teil 20€ und mehr pro Stunde. Ich finde das zu viel, es sei denn die Familien können sich das problemlos leisten. 12€ sind da humaner. Allerdings absolvieren wir auch Basistrainings und zwischendurch jede Menge Fortbildungen, die viele Bereiche wie Didaktik, Umgang mit Diskriminierung etc. umfassen. Insofern sind wir besser ausgebildet als viele Stand-Up-Nachhilfelehrer. Hätte ich diese Ausbildung nicht genossen, würde ich vermutlich weniger nehmen, es sei denn die Familie meines Schülers besteht darauf, mehr zu zahlen.

 

 

 

Wassalam

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#bismillah#

 

#salam#

 

Danke für eure Antworten.

 

Schwester Dhuljanah,

 

das Problem ist, wenn man es "freiberuflich" macht, dass man dann ab einem Betrag von 400€ als Nachhilfelehrer auch in die Rentenversicherung bezahlen muss (19,9%). Und zusätzlich auch in die Krankenkasse. Deshalb denke ich, dass 20€ für einen guten Lehrer, der wirklich etwas drauf hat, nicht zuviel ist.

 

Ich glaube aber auch, dass man zwischen unterschiedlichen Intentionen unterscheiden muss. Bei den einen überwiegt der soziale Anteil in der Intention, was auch wirklich sehr lobenswert ist. Die sind dann auch bereit für 5-10€ Nachhilfe zu geben.

 

Andererseits gibt es auch welche, die vielleicht davon einen Teil zum Lebensunterhalt verdienen müssen. Da denke ich, sind auch mal 20€ (oder sogar mehr) evtl. angebracht.

 

Aber danke nochmal für den Erfahrungsbericht.

 

#salam#

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#bismillah#

#salam#

 

Ich habe ebenfalls während meiner Schulzeit Nachhilfe gegeben. Ich hatte mit der Schülerin abgemacht, dass wir uns in der Bibliothek treffen, die sich direkt an meine Schule anschloss (zuvor bestand ihre Familie darauf, dass ich nach Hause komme, aber der Weg war einfach zu lang und würde zu viele Umstände bereiten). Ich hatte damals 6 € pro Stunde verlangt, gab 2 x 2 h Nachhilfe in so ziemlich allen Fächern, in denen es Probleme gab.

 

Jetzt vor kurzem hatte ich meinen 2 Cousins Nachhilfe gegeben, bei meinem Onkel zu Hause. Mein Onkel ist mit der Bezahlung wirklich sehr, sehr großzügig gewesen (wohl wahrscheinlich vor allem deshalb, da ich seine Nichte bin) und gab mir 25 € die Stunde. Ich hatte 4 h pro Woche gearbeitet ... aber ich muss auch sagen, dass es unglaublich anstrengend war, denn beide sind über die Maßen frech gewesen, kaum zu bändigen und es war jedes Mal auf's Neue eine große Herausforderung. Man fühlte sich nach den 2 h, als wäre man 10 h in der Uni gewesen^^

 

#wasalam#

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#salam#

 

Bruder Taha, falls du studierst o.ä. ist es unrealistisch, dass du so viel Nachhilfe geben wirst, dass du auf mehr als 400€ kommst. Wen du außerdem noch Bafög bekommst, darfst du auch gar nicht mehr als das dazu verdienen.

 

Bei mir ist es zugegeben nur eine von mehreren Einnahmequellen. Ich werde aber auch bald Kurse an Schulen geben, da fällt der Lohn natürlich höher aus. Losgehen wird es bei 24€ pro Stunde, wenn ich wöchentlich einen Kurs übernehme. Ab zwei Kurse bekomme ich dann 30€ pro Stunde. Da sitzen dann aber auch 5 bis 6 Kinder vor mir.

 

Ich sehe das alles ein bisschen in Relation zu anderen Beschäftigungen. Wenn ich bspw. weiß an der Uni verdiene ich als Studi 8,72 pro Stunde, in der Moschee 15€ etc., dann finde ich 12€ als Mittelmaß zwischen beiden - gemessen an den finanziellen Möglichkeiten der jeweiligen Arbeitgeber - durchaus angemessen.

 

 

Vielleicht sollte man den Lohn aushandeln anhand der Situation der Familien. Viele können sich einfach Nachhilfe für 20€ die Stunde nicht leisten, soll man diese Kinder sich selbst überlassen? Einige können aber vielleicht sogar mehr zahlen...

Ich sage das nicht aus meiner Intention heraus, denn auch ich bin durchaus angewiesen auf jeden Zuverdienst. Allerdings kenne ich mein Klientel. Einige der Schulen, mit denen Verikom kooperiert, haben einen relativ hohen Anteil minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge in ihrer Schülerschaft, die haben das Geld zum einen natürlich selber nicht, zum anderen bekommen Schulen für jeden Schüler, den sie haben, einen gewissen Betrag für dessen Betreuung und Förderung (wobei Personalkosten, Betriebskosten etc. natürlich auch darin enthalten sind, also das ist kein Geld, was immer individuell investiert werden kann), und bei einem ungeklärten Aufenthaltstitel bekommen sie für den jeweiligen Schüler nicht den vollen Betrag. Also man muss ein bisschen im Blick haben, mit wem man arbeitet, mit wem man kooperiert und für wen man das alles eigentlich macht. Man sollte realistisch bleiben.

 

 

Grundsätzlich würde ich aber sagen, dass Nachhilfe weniger dazu geeignet ist, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es kann aber natürlich ein gewisses Plus ins Portemonnaie bringen. Wenn größere Unterstützung für den Lebensunterhalt von Nöten ist, sollte man sich vielleicht doch um etwas Anderes bemühen, was vielleicht auch mit weniger Aufwand verbunden ist. Wenn man Nachhilfe gut macht, dann hat man nämlich oft einen immensen Aufwand. Einfach mal nebenbei ist schwer, vor allem wenn man keine großartigen didaktischen Kenntnisse hat.

 

Übrigens weiß ich gar nicht, ob Nachhilfe immer angemeldet sein muss, vor allem wenn man es privat macht. Also als ich in meiner Schulzeit Nachhilfe gegeben habe, war es nicht angemeldet ^^

Jetzt ist es eine andere Sache, da ich es über Verikom mache, da habe ich einen Vertrag als Honorarkraft. Allerdings stellen wir auch keine Rechnungen für das Einzelmentoring aus, es sei denn, die Schulen zahlen es. Rechnungen stellen wir an sich nur für die Kurse an Schulen aus, da auch diese von den Schulen finanziert werden. Für das von Eltern finanzierte Einzelmentoring gibt es lediglich "Stundenzettel" für die Übersicht, mehr nicht.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das illegal ist oder so etwas. Verikom ist ein preisgekrönter Verein, und nimmt es sehr genau mit der Gesetzeslage....

 

 

Wassalam

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#bismillah#

 

#salam#

 

Schwester,

 

ich glaube, dass der Träger auch nicht verpflichtet ist, einen Nachhilfelehrer anzumelden, sondern die Honorarkraft selbst. Falls die Einkunft daraus mehr als 400€ im Monat sein sollte, würde ich wirklich empfehlen, es nochmal mit Renten- und KK abzuklären. Wenn du auch Kurse gibst, wird das alles zusammen gerechnet. Nicht das die am Ende eine riesen Nachzahlung fordern. Es gibt Fälle, wo nach Jahren mehrere tausend Euro nachgezahlt werden mussten, weil da auch noch Zinsen und Strafgebühren etc. hinzukommen waren.

 

#salam#

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Assalamu Alaikum,

Also bei mir sind die Schüler zu mir nach Hause gekommen. Das war mir lieber.

Und was den Gehalt angeht, ich habe immer geschaut, wie es den Eltern finanziell so ging. Wenn sie gut verdient haben, habe ich für die Std. 10 € verlangt. Es ist nämlich wirklich nicht leicht jemanden etwas beizubringen, besonders wenn das Gehirn total ausgeschaltet ist^^ Ansonsten habe ich wie Schwester Mariam jede Std. 6 € genommen. Ich habe aber nur in Deutsch und Englisch Nachhilfe gegeben.

 

Ich denke es kommt darauf an, wie anstrengend die Schüler sind und wie die finanzielle Lage der Eltern so ist. Man sollte schon Rücksicht darauf nehmen.

 

Wassalam

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#salam#

 

Bruder Taha, ich komme nicht über 400€, insofern eh kein Problem. Ich glaube außer unseren Projektleitern verdienen wir alle unter 400€, da wir alle Vollzeitstudenten sind. Die meisten haben kein Kind, dürfen also auch nicht viel dazu verdienen. Und unsere Projektleiter sind so oder so festangestellt, keine Honorarkräfte. Mir ist schon klar, dass die Kurse auch dazu gerechnet werden, aber ich bleibe ja dennoch unter 400€, sobald die Kurse anfangen, werde ich nämlich nur noch eine Mentee behalten, sonst schaffe ich das zeitlich gar nicht.

 

Gott sei Dank sind die Kurse an den Schulen am Wochenende #lol# Sonst ginge das auch nicht. Wie auch, wenn man 3 Tage die Woche bis 18 oder 20 Uhr in der Uni sitzt und an den anderen beiden Tagen versucht, den Haushalt zu machen #lol#

 

Wassalam

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#bismillah#

#salam#

Ich gebe auch schon ewig Nachhilfe.

Bei einer Schülerin bekomme ich 10 € die Stunde, obwohl ich eigentlich 8 € haben wollte. Aber die Mama bestand darauf, mir 10€ zu geben, da ich extra mit dem Bus fahren muss. Für weitere 2 Geschwister habe ich mich mit der Mama auf 15€ für den Tag geeinigt (Mamas-Freundin-Rabatt^^). Ich mach dann mit den Kindern alle Hausaufgaben und übe für Tests (etwa 2-3Stunden).

Der größte Bedarf an Nachhilfe bestand in den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch und Physik.

 

Mit einer weiteren Schülerin führe ich ein Tauschprojekt. Ich gebe ihr Mathenachhilfe, wann immer sie diese benötigt. Dafür gibt sie mir Klavierunterricht einmal die Woche. Finde ich persönlich total klasse, obwohl ich manchmal 3 stunden in der Woche mit ihr lerne. Naja Klavierunterricht ist ja aber auch nicht gerade billig...

 

Bei uns in der Schule gibt es ein Projekt, in dem Oberstufenschüler den "kleinen" helfen.

Da bekommt man zwar kein Geld aber ein Gutachten, das dann auf Bewerbungen gut ankommt.

Das gute ist, dass man das direkt in der Schule in der Mittagspause machen kann. So brauch man nirgendswo hinfahren und es geht auch keine Zeit verloren.

 

Ich könnte mir nicht vorstellen, noch mehr Nachhilfe zu geben, weil es zeitlich einfach nicht passt. Ich komme gerade (wenn es gut läuft)auf 200€ im Monat. Ich würde also niemals auf 400€ kommen.

 

Muss man sowas denn angeben?

 

#wasalam#

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#bismillah#

 

#salam#

 

Wer von euch hat damit Erfahrung, Nachhilfe zu geben? Wieviel kann man pro Stunde nehmen und was für Fächer habt ihr unterrichtet? Sind die Schüler zu euch gekommen, habt ihr euch in der Schule getroffen oder bei denen Zuhause? Habt ihr auch Wegzeiten berechnet?

 

#salam#

 

#wasalam#

 

inshaAllah gehts dir und deiner Familie gut, Bruder Taha? #rose#

 

Ich empfehle dir dich bei tutoria.de anzumelden. Also mir persönlich gefällt diese Seite sehr. Du kannst angeben, dass du bei den Schülern Zuhause oder bei dir unterrichten willst.

Es lässt sich aber bestimmt auch einrichten, dass du sie an der Schule, Bib oder Bücherei unterrichten kannst . Das kannst du dann mit den Eltern oder Schülern am Telefon besprechen.

 

wswrwb

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#salam#

 

Ich gebe 'Gruppennachhilfe' im Rahmen eines Projektes, das von der Stadt finanziert wird. Die Nachhilfelehreer (allesamt Studenten) bekommen 12 Euro die Stunde. 2 Euro fließen als Spende in die Gemeinde, die das ganze organisiert (Raum etc.). Die Kinder in meiner Gruppe sind zwischen 12 und 18. Mathe,Deutsch, Englisch und alle Nebenfächer sind gefragt. Wir helfen zu zweit bei Hausaufgaben, üben gezielt für Tests und Arbeiten, die anstehen und wenn mal Zeit ist, machen wir Leseförderung, Grundlagenauffrischung etc pp. Es sind jeweils 2 mal 2 Stunden in der Woche und, obwohl es nur 7 Kinder sind, ist es auch zu zweit doch sehr anstrengend manchmal, da man auf alle individuell eingeht. Macht aber echt Spass:)

 

Ansonsten habe ich auch mal einem Jungen, der auf der Förderschule war, Privatnachhilfe gegeben und 8 Euro bekommen, weil ich die Familie kannte. Ich muss aber sagen, das war weitaus anstrengender als die Gruppennachihlfe, die ich jetzt mache. Man war didaktisch u selbst pädagogisch sehr gefordert. Hat aber dennoch Spass gemacht. 8 Euro aber für die Anstrengung unverhätlnismässig - normalerweise. Das fand in deren Laden statt:)

Eine Regel, ob man zu denen nach Hause geht oder die Schüler selbst kommen gibt es denk ich nciht. Ich kenne einige, die sich dann in der Stadtbib. treffen , oder auch z.b. in der Unibib.

 

Verwandten und Nachbarn gabs Nachhilfe umsonst:)

 

 

Ich finde, wie viel man verlangen sollte, kommt auf die Ausbildung an. Als Student würde ich niemals mehr als 15 Euro pro Stunde verlangen. 20 Euro finde ich eindeutig zu viel. Wie Dhuljanna auch sagte, ist 12 Euro wohl die goldene Mitte und echt human.

 

#wasalam#

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#bismillah#

 

#salam#

 

Danke nochmal für all eure Antworten.

 

Hier könnt ihr nachlesen, dass mittlerweile jede Beschäftigung,auch bis 400€, angemeldet werden muss und welche Abgaben fällig werden.

 

In dem Artikel geht es aber um abhängige Beschäftigung, während das Geben von Nachhilfe in die Richtung von Selbstständigkeit geht, da man ja nicht nur einen Auftraggeber hat.

 

Dennoch ist zu beachten, dass regelmäßige Einnahmen tatsächlich angemeldet werden müssen. Auch wenn keine Sozialversicherung anfällt, könnte es ja sein, dass es bei anderen Leistungen (Bafög, ALG I u. II, Wohngeld, Kindergeld etc.) angerechnet wird, bzw. sich auf die Steuern auswirkt, wenn man beispielsweise bereits verheiratet ist.

 

Also wer regelmäßig Nachhilfe gibt, sollte es auch anmelden.

 

#salam#

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