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Erwartetes und Unerwartetes


Jasmina

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#bismillah#

As Salamu aleikum,

 

inshaAllah geht es euch gut.

 

Imam Ali (as) sagte: "Du solltest auf das Unerwartete mehr hoffen, als auf das Erwartete."

 

Wie kann man das am besten verstehen? Zeichnet sich das Unerwartete nicht gerade dadurch aus, dass man auf nichts hofft oder es voraussieht, weil man darüber kein Wissen hat? Wie kann man also auf Unwissenheit bzgl. der Zukunft hoffen?

 

wassalam

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#salam#

 

 

Wenn man den arabischen Originaltext hat, könnte man vielleicht besser antworten. Denn das Wort "Unerwartete"kann vielleicht auch mit "Prüfung"oder "Unglück"übersetzt werden.

 

Dann kann man das Hadith so verstehen, dass man besser mit Prüfung, Verlust, ... rechnet und wenn es dann tatsächlich eintritt ist man vorbereitet und wenn es nicht eintritt ist man Allah um so mehr dankbar ===> Dann geht es auch in den Sinn des Hatithes, in dem der Prophet #sas# sagt, dass alles für einen Gläubigen gut ist!

 

#salam#

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Assalamu Alaikum

 

Ich würde es so verstehen. Man soll auf das Unerwartete hoffen, damit man nicht enttäuscht ist, wenn das Unerwartete tatsächlich auftritt. Und wie gesagt, muss es ja nicht unbedingt etwas schlechtes heißen. Es heißt ja im heiligen Koran: La takrahu shay'an la'alahu khayran lakum....

 

Wassalam

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Salam

 

Jasmina ich danke dir für deinen Beitrag,der Hadith wird mein Lebensmotto werden.

Er wirkt auf mich bestärkend und macht mir deutlich, dass man niemals aufgeben soll,sei die Chance noch so klein.ALLAH(swt) hat das letzte Wort und es geschieht wie Er will.

Ich fühle mich bestärkt in meinem Glauben und merke mehr und mehr das es der richtige Weg ist.

 

wasalam

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bismillah.gif

As Salamu aleikum,

 

oh das freut mich, Vivi, aber der Hadith geht noch weiter und zwar: "Du solltest auf das Unerwartete mehr hoffen als auf das Erwartete. Denn als er für seine Familie ein zündendes Feuer holte, kehrte Moses (as) als Prophet zurück, nachdem Allah mit ihm sprach. Als sie auszog, ging die Königin von Seba mit Solomon (as) zum Islam über. Und ebenso die Zauberer von Pharao zogen aus für die Unterstützung des König, kehrten jedoch als Gläubige zurück." (Tuhaf al Uqool)

 

Auf Arabisch:

وقال عليه السلام: كن لما لا ترجو أرجى منك لما ترجو، فإن موسى عليه السلام خرج يقتبس لاهله نارا فكلمه الله ورجع نبيا. وخرجت ملكة سبأ فأسلمت مع سليمان عليه السلام. وخرجت سحرة فرعون يطلبون العز لفرعون فرجعوا مؤمنين

 

Im Arabischen wird für das Erwartete/Unerwartete das wort "raja/la tarja" benutzt, was ja eigentlich "hoffen" meint. So bestärkt es ja meine Frage, wie man auf etwas nicht hoffen soll, mehr als auf etwas, was man hofft. Das Unerhoffte zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass man es nicht erhofft.

 

Br. Kervan, deine Interpretation klingt sehr plausibel, aber der Prophet Musa (as) und die Königin von Seba (as) und die Zauberer sind ja nicht mit der Absicht ausgezogen, dass sie Propheten bzw. Gläubige werden. Also befanden sich nicht in einer auswegslosen Situation.

 

Wir Menschen sind Planer und planen unseren Tag, unser Leben, im Voraus. Wir sagen am Vortag, was wir morgen machen wollen, oder wissen es in gewisser Weise, weil wir jeden Morgen um 7 Uhr arbeiten bis 16 Uhr. Und auch wenn wir soziale Normen anwenden, dann erwarten wir was von den Mitmenschen, wenn wir grüßen, erwarten wir, dass wir zurückgegrüßt werden. Und auch wenn wir Vorurteile haben (die in bestimmten Maße notwendig sind), dann erwarten wir ein Verhalten des Gegenübers. Vielleicht meint der Hadith, dass wir einfach bei aller Vorplanung und Erwartungen, uns auf Gegenteiliges gefasst machen sollen, immer den Raum frei lassen, dass es doch anders kommen kann. Also wie Sr. Stolze Shiitin eigentlich sagte.

 

Jedoch ist unser ganzes Verhalten und Handeln von Erwartungen bestimmt, die vor allem auch unbewusst sind, und die uns davor bewahren, jedes einzelne Detail in der Welt wahrzunehmen. Wir würden verrückt werden, wenn wir dem allen Aufmerksamkeit schenken würden.

Wie kann also das Unerwartete stärker in uns werden als das Erwartete?

 

wassalam

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Im Namen Allahs des Gnädigen des Barmherzigen

Assalamu alaikum

 

Schwester Jasmina, ich schätze Sie als eine sehr wissende Person, daher antworte ich nicht gern. Aber ich versuchs trotzdem :D#happy#

 

Nehmen wir mal ein Beispiel:

Wenn ich im Englisch Unterricht sitze und eine Frage gestellt bekomme, so überlege ich als erstes was und wie meine Antwort lauten sollte. Ich vormuliere meinen Satz in Englisch, gehe davon aus, dass es richtig sein wird und erwarte dass die Lehrerin mich nicht korrigieren wird und mich sogar loben wird, also melde ich mich. Doch was kommt: Total unerwartet (für mich) ist der Satz grammatikalisch total falsch und die Lehrerin korrigiert mich natürlich doch.

 

Nehmen wir noch ein weiteres Beispiel:

Ich sitze in Chemie und eine Frage wird gestellt. Als erstes überlege ich und in meinen Gedanken kommt eine Antwort, doch ich gehe davon aus das diese Antwort total falsch ist. Also hab ich die Wahl, soll ich mich melden oder nicht? Ich melde mich, obwohl ich erwarte dass der Lehrer sie als "Falsch" abstempeln wird und obwohl ich davon ausgehe dass es total falsch ist. Aber dennoch melde ich mich. Was kommt? Föllig Unerwartet (für mich) ist die Antwort doch total korrekt und gleichzeitig hat sich mein mündlicher Eindruck beim Lehrer verbessert.

 

Was ich damit sagen will, ist dass wenn man manchmal etwas erwartet, sich dann diese Erwartung erfüllen kann und manchmal nicht und dass es gute und schlechte Konzequenzen haben kann.

So gut kann ichs um ehrlich zu sein auch nicht erklären, deshalb auch meine Beispiele. Inshaallah ist das was ich hervorbringen wollte, deutlich geworden #herz##rose#

 

Das mit der Überlieferung über Nabi Musa a.s., verstehe ich so: Nabi Musa a.s. hatte Wunder und Zeichen von Allah swt bekommen, die er vor dem Pharao, den Zauberern, usw vollzog. Trotz dieser Zeichen und Wunder, glaubte man ihm nicht. Ich denke, dass Nabi Musa a.s. nicht erwartete, dass genau diese Menschen zum Islam kommen werden und zu Gläubige werden würden. Aber Allah swt macht was er will und so hat Er swt dass Unerwartete (was für Nabi Musa a.s. war) möglich gemacht.

 

Wallahu 3alam. Allah swt weiß es am Besten.

 

Wassalam #happy#

 

"Oh Allah..."

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  • 1 Monat später...

#bismillah#

As Salamu aleikum,

 

tut mir Leid für die verspätete Antwort.

Liebe Schwester SirajAllah, ich bin, ehrlich gesagt, etwas traurig. Du antwortest nicht gerne auf meine Fragen, weil du denkst, dass ich wissend wäre (was ich wirklich nicht bin)? :? Auch wenn ich wissend wäre, so hat man doch immer auch Fragen, die einen beschäftigen. :)

Jedenfalls sehe ich in deinem Beitrag dennoch keine Antwort auf meine Frage :D

Du hast schön beschrieben, was Erwartetes und Unerwartetes ist. Aber in dem Hadith heißt es, dass man auf das Unerwartete mehr hoffen sollte, als auf das Erwartete. In deinen Beispielen hat die Person immer auf das Erwartete gehofft. Ich hoffe, du weißt, was ich meine :)

 

wassalam

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Im Namen Allahs des Gnädigen des Barmherzigen

Assalamu alaikum

 

Ich dacht schon, ich hätt was angestellt^^

 

Der erste Beitrag, war mein erster Gedankenvorgang, hier kommt nun mein zweiter Gedankenvorgang. Allah swt ist mein Zeuge und möge Er swt mir für alles verzeihen.

 

Wenn wir etwas machen, dann gibt es drei Fälle:

1. Wir machen etwas, und erwarten anschließend daraus etwas.

2. Wir machen etwas, und haben überhaupt keine Erwartungen.

3. Wir machen etwas, und das Unerwartete geschieht.

 

Zu 1: Meistens ist es so, dass wenn wir etwas machen, erledigen, usw wir etwas daraus erwarten. Wir erwarten entweder etwas Gute oder auch etwas Schlechtes. Diese Erwartungen können sich erfüllen, aber nicht immer erfüllen sie sich.

 

Zu 2: Manchmal wenn wir etwas machen, erledigen usw. dann haben wir keine Erwartungen. Wie z.B. wenn wir eine Arbeit o.ä. schreiben. Besonders in Deutsch oder Englisch ist es so, dass man öfters kein Erwartungen über die geschriebene Klausur hat, da man z.B. nicht weiß, wie der Lehrer/in korrigieren wird, wie man geschrieben hat, wie es bewertet wird, usw.

 

Zu 3: Dies wird etwas komplizierter, aber es hängt auch etwas mit der 1 zusammen. Wie ich bereits bei 1 geschrieben habe, erfüllen sich nicht immer unsere Erwartungen. Nehmen wir wieder das Beispiel vom Chemieunterricht. Ich denken und habe die Erwartung, dass die Antwort falsch sein wird. Dauernd sag ich zu mir : "Melde dich nicht. Es ist falsch!" Aber etwas in mir sagt: "Nein, melde dich!" Dieses etwas, das in diesem Moment zu mir sagt: "Melde dich!" ist dieses Unerwartete. Es kann schwach sein oder nicht da sein, so dass ich nach dem Erwarteten handeln werde. Aber es kann stärker sein, so dass ich in diesem Moment nach diesem Unerwarteten handeln werde.

 

Die Frage die sich stellt, ist ob man das kontrollieren kann?

- Das Gefühl ist nicht immer da. Manchmal ist es stärker oder einfach nur vorhanden, so das ich danach handeln sollte. Also in diesem Moment, in dem dieses Gefühl da ist oder stärker ist, sollte ich danach handeln/nach dem Unerwartetem handeln.

 

Am Anfang schrieb ich noch in der "wir"-Form, doch bei 3 und bei der Frage schrieb ich in der "ich"-Form, dass hat den Grund, dass das meine Beobachtungen bei mir sind und ich deshalb auch nicht weiss, ob es bei jedem zu trifft oder nicht.

 

Verzeihung, wenn ich die Frage wieder falsch verstanden hab #schaem#

 

Wassalam und möge Allah swt uns allen verzeihen #happy#

 

"Oh Allah..."

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  • 2 Jahre später...

Selamun aleykum liebe Geschwister,

 

ich denke damit ist gemeint, dass wenn man in einer ausweglosen Situation ist oder generell in irgendeiner Situation sich immer an Allah wenden soll.

 

z. B. jemand will seine Schule weiterführen aber er weiß nicht wie und die Situation lässt es nicht zu, aber er hofft auf Allah, dass Allah ihn schon irgendwie helfen wird.

Dann geht er in eine Veranstaltung wo man sich informieren kann, was man nach dem Abschluss macht und trift unerwartet auf jemanden der eine private Schule führt, wo er dann weiter machen

kann mit seiner Bildung.

 

So hat er auf etwas Unerwartetes gehofft und Allah hat ihn Unerwartet geholfen.

 

Wa salam

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