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Aliyun*Walyullah

Die Stellung Imam Khameneis - Ein Essay gewidmet der Vernunft

14 posts in this topic

Die Stellung Imam Khameneis – Ein Essay gewidmet der Vernunft

 

Dieser Thread und dieser Text entstehen aufgrund der aktuellen „Diskussion“ im Forum bezüglich Imam Khamenei und seiner Wilaya, die leider mehr von Beleidigungen, Anfeindungen, Provokationen, Unterstellungen und Feindschaft durchsetzt ist, als dass sie konstruktiv geführt wird. Ich bin wirklich erstaunt, wie viel Hass einem plötzlich von Leuten entgegenschlagen kann, die einander als „Bruder“ oder „Schwester“ bezeichnen. Das ist beschämend. Und warum dieser Hass? Weil wir unseren Imam verteidigen...

 

 

...Oh Allah, du bist unser Zeuge und weißt, was sich in unseren Herzen befindet,

Du weißt, welche Absichten wir hegen,

Du weißt, dass wir das Martyrium anstreben.

Wir verteidigen unseren Imam,

Andere mögen beinahe sterben vor Gram,

Sie sagen Übertreibung, und das warum,

Weil wir zur Einheit unter der Flagge Imam Khameneis senden die Einladung,

Doch sie wollen nicht verstehen,

Sie sagen Politik und Religion müssten getrennte Wege gehen

 

...Oh Allah, wessen Vorbild folgen sie denn da,

Nein, astaghfirullah,

Wir sagen uns von ihnen los und folgen deines Propheten (s.) Sunnah,

Welcher einst sinngemäß sagte:

Derjenige, der hört den Hilferuf eines Muslim und eilt ihm nicht zur Hilfe,

Der ist nicht mein Gehilfe,

Er ist nicht von mir und ich bin nicht von ihm,

Nicht gottergeben ist so einer,

Nicht folgen tut er der Sunnah meiner,

So gehört er nicht mehr zu meiner Ummah,

Wie Übel ist doch das Ende der Heuchler

 

...Oh Allah, wir laden ein zu einem Imam,

Der sich widmet den Sorgen der Unterdrückten sehr sorgsam,

Frieden und Freiheit fordert er für sie,

Der List des Feindes unterwirft er sich nie,

Dabei das Vorbild seines Vaters Imam Hussein (a.) vor Augen,

Ruft er die Ummah zur Einheit auf,

Ob wir für seine Gefolgschaft wohl taugen?

Einige fragen arglistig zuhauf,

Warum wir die Palästinenser unterstützen,

Und was würde dies denn nützen,

Sie vor dem wilden Hund zu schützen,

Und bringen Vorwände ein,

Sie sollen doch angeblich deine Feinde sein,

Doch merken sie denn nicht, dass sie es sind,

Die das Blut der Märtyrer in Karbala (a.) mit Füßen treten,

Die nicht mehr folgen der Sunnah deines geliebten Propheten?!

 

...Oh Allah, sie kommen plötzlich und bezwecken,

Eine Feindschaft unter uns zu wecken,

Einen Keil zwischen uns und dem Imam wollen sie treiben,

Die Verbreitung seiner Worte solle unterbleiben,

Das können sie sich aber getrost abschreiben,

Wir sind nicht wie die verfluchten Kufiten,

Wir teilen nicht ihre Riten,

Sie ließen Imam Hussein (a.) im Stich,

Doch niemals werden wir alleine lassen dich,

Niemals, denn unser Blut gehört dir,

Imam Khamenei, oh du geliebter Sohn Seyyed-ush-Shuhadas (a.)

 

 

Ich bin kein Dichter und bin mir bewusst, dass das Gedicht von begabten Geschwistern viel schöner zum Ausdruck gekommen wäre, doch irgendwie war mir trotzdem danach eines zu schreiben.

 

Nun kommen wir zu den eigentlichen Punkten, die ich versucht habe aus den beleidigenden Antworten der „Untertreiber“ (Deshalb besonders markiert, da sie eigentlich nicht mehr zu ihnen zählen, der Einfachheit wegen zählen wir sie trotzdem zu ihnen) zu extrahieren. Diese sind:

  1. Politik und Religion sind zu trennen, Imam Khameneis Wilaya gilt nicht
  2. Ein Führer ist nicht notwendig, man kann auch ein Kabinett, Schura-Rat, Union etc. bilden
  3. Er ist nicht der Stellvertreter Imam Mahdis (aj.), da eine nationale Versammlung ihn wählt
  4. Weshalb sollte Imam Khamenei der Stellvertreter Imam Mahdis (aj.) sein, wo dieser doch in Verborgenheit lebt und niemanden hierzu direkt berufen hat?
  5. Imam Khamenei obliegt nicht die Führung, sondern Imam Mahdi (aj.) ist der heilige Führer
  6. Wir haben doch nur 12 Imame, weshalb werden die Walys auch mit „Imam“ geehrt
  7. Imam Khamenei wird respektiert, dennoch nicht als Statthalter der Muslime anerkannt
  8. Imam Khamenei ist ein Marja, wie die anderen auch, nicht mehr und nicht weniger
  9. Imam Khamenei ist nicht der Führer der Muslime
  10. Es gibt keinen Grund Imam Khamenei als Führer der Muslime zu akzeptieren, man könnte sich unter jemand anderem eventuell besser vereinen
  11. Imam Khamenei wird kritisiert, weshalb er die Palästinenser unterstützt, wo doch Schiiten in Bahrain oder Pakistan ebenfalls unterdrückt werden
  12. Imam Khamenei ist Iraner, deshalb kann er nicht mein Waly sein
  13. Einige Fatwas von Imam Khamenei sind falsch, deshalb kann ich ihn nicht als meinen Führer akzeptieren
  14. Die Übertreiber der Position Imam Khameneis zwingen ihnen ihre Überzeugung auf bzw. sorgen durch ihre Übertreibung für Fitna
  15. Es gibt einen Personenkult um Imam Khamenei, wie in Diktaturen

Ich erhebe keinen Anspruch darauf, dass diese Liste vollständig ist, auch sind einige Punkte tatsächlich von Untertreibern aufgeworfen worden und nicht von denen, die bereits oben umschrieben worden sind. Die Liste kann gerne in Zukunft um weitere Punkte ergänzt werden, insha Allah werden wir auch diese mit der Hilfe Allahs behandeln.

Wir versuchen sie nun zu bearbeiten, jedoch soll darauf hingewiesen werden, dass ich hier nur im Schnellverfahren die Punkte durchgehe, da mir leider die Fähigkeiten fehlen eine wissenschaftliche Abhandlung zu diesem Thema zu verfassen:

  • Politik und Religion sind zu trennen, Imam Khameneis Wilaya gilt nicht

Im Islam ist unser gesamtes Leben, jeder einzelne Bereich, ein Teil unserer Religion. Die Religion setzt überall in unserem gesamten Leben den Rahmen für unsere Taten, der Islam ist als solches von Allah für unsere Rechtleitung geschickt worden. Es entspräche nicht der Logik, wenn nun diese Rechtleitung nicht jeden Bereich unseres Lebens erfassen würde. Somit muss der Islam als herabgesandte allumfassende Rechtleitung auch in der Politik die Maßstäbe für diese setzen, da vollkommene Gerechtigkeit und die Ausführung der göttlichen Gebote nur in einem islamischen System unter einem gerechten Gelehrten als dessen Führer möglich sind. Auch unsere historischen Quellen bezeugen ganz eindeutig, dass die Herrschaft immer einem islamischen Führer obliegen muss, so bspw. der Regierungsauftrag Imam Alis (a.) an seinen in Ägypten herrschenden Gefährten Malik al-Ashtar, festgehalten in der 53. Anweisung in Nahj ul-Balagha.

  • Ein Führer ist nicht notwendig, man kann auch ein Kabinett, Schura-Rat, Union etc. bilden

Das beste System ist somit ein islamisches System und das einzige funktionierende System hat sich als das System herausgestellt, welches Imam Khomeini (q.) im Iran etabliert hat. Jedes andere System mag in der Theorie eventuell funktionieren, doch falls es praktikabel wäre, wäre es auch umgesetzt worden. Es ist göttliche Tradition, dass es zu jeder Zeit immer nur einen Führer der Gemeinschaft gibt, so gab es bspw. immer nur einen Imam (a.), der die Gemeinschaft führte und als dieser verstarb, trat die Führerschaft der Gemeinschaft auf den nächsten über. Diese Tradition gilt natürlich auch heute, es kann immer nur einen Führer geben, alles andere würde Verwirrung stiften. Gab es denn jemals zu Zeiten unserer Propheten oder Imame solche Räte oder Kabinette?

Zudem fehlt uns bis zum heutigen Tag von den Vertretern dieser Ideologien ihr eindeutiges Motiv, weshalb sie trotz der erstmaligen Existenz eines funktionierenden Islamischen Staates in unserer Zeit, dennoch mit ihren Theorien aufwarten, anstatt ihre gesamte Kraft zur Unterstützung dieses Systems zu stecken, dessen verfassungsmäßiges Oberhaupt Imam Mahdi (aj.) ist.

  • Er ist nicht der Stellvertreter Imam Mahdis (aj.), da eine nationale Versammlung ihn wählt

Somit kommen wir zum Ergebnis, auch vor dem Hintergrund der enormen Entwicklungen der Islamischen Republik Iran seit der Islamischen Revolution, dass das aktuelle System dort das optimalste System eines Islamischen Staates bildet, in der die Gläubigen und Entrechteten ihre Heimat haben und mit dem die imperialistischen Mächte auf ihren größten Feind gestoßen sind. Allein dies ist schon Beweis genug für die Wahrhaftigkeit dieses Systems und seiner beiden bisherigen Walys.

Aktuell ist Imam Khamenei der Führer dieses Staates. Nun wird hervorgebracht, weshalb eine iranische bzw. nationale Expertenversammlung den jeweiligen Waly auswählt. Hierbei muss erwähnt werden, dass die Mitglieder der Expertenversammlung frei und unabhängig sein müssen, um ihre Entscheidungen in Freiheit treffen zu können. Auch müssen sie perfekte Kenntnisse über die Lage und die Situation in der Islamischen Republik Iran haben, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Hierbei muss man aber nicht unbedingt gebürtiger Iraner sein, so ist bspw. der Vorgänger des aktuellen Vorsitzenden der Expertenversammlung, Ayatollah ul-Udhma Shahroudi, gebürtig aus Najaf in Irak. Dennoch muss man die erforderlichen Kenntnisse aufweisen können, wozu man zumindest einige Zeit lang in der Islamischen Republik gelebt, aktiv gearbeitet und mit den Menschen in Kontakt gewesen sein muss, um die Lage für die Entscheidungsfindung korrekt einschätzen zu können. Die Islamische Republik Iran ist nun einmal der einzige Ort auf der Welt, indem die Gelehrten vollkommen frei sind und sich ihren Forschungen und Aktivitäten frei widmen können, ohne dabei Konsequenzen auf staatlicher Seite fürchten zu müssen, sodass es wenig Sinn machen würde Experten in diesen Rat aufzunehmen, die nicht die notwendigen Qualifikationen hierfür erfüllen. Daher ist die Infragestellung des Führers der Islamischen Republik als Stellvertreter Imam Mahdis (aj.) aufgrund seiner Wahl durch den Expertenrat auch ohne Fundament.

  • Weshalb sollte Imam Khamenei der Stellvertreter Imam Mahdis (aj.) sein, wo er doch in Verborgenheit lebt und niemanden hierzu direkt berufen hat?

Zunächst einmal sollte erwähnt sein, dass wenn wir von der Stellvertreterschaft seiner Heiligkeit sprechen, keinesfalls eine direkte Stellvertreterschaft in der Art gemeint ist, dass Imam Mahdi (aj.) persönlich ihn oder damals Imam Khomeini (q.) zu seinem Stellvertreter ernannte. Dies ist zweifelsohne eine übertriebene Meinung einiger weniger Anhänger, alhamdolellah mit abnehmender Tendenz, welches kein Fundament besitzt, sondern einzig auf Wunschdenken und Emotionen basiert. Solche Aussagen schaden sowohl Imam Khamenei, als auch dem Aussagenden. Dies ist aber wirklich eine seltene Meinung am äußersten Rand und bedarf nicht der größeren Aufmerksamkeit.

Wenn wir von der Stellvertreterschaft reden, dann ist eine indirekte Stellvertreterschaft gemeint. So wie alle anderen Maraja auch, ist Imam Khamenei ein indirekter Stellvertreter des Imam der Zeit (aj.). Zahlreiche Überlieferungen belegen, dass wir uns in den Angelegenheiten an jene wenden sollen, die sich mit den Geboten und Verboten Gottes auskennen, ihre Triebe unter Kontrolle haben, eine starke Führungspersönlichkeit besitzen, die Religion schützen und gerecht sind. Sie sollen über uns herrschen und wir ihnen dienen und sie unterstützen. Imam Khamenei kommt als Waly und Oberhaupt der Muslime jedoch eine besondere Stellung innerhalb der indirekten Stellvertreter zu, denn er hat die meiste Verantwortung von allen, die meisten Pflichten und kennt sich am besten mit der Führung und den Angelegenheiten der Muslime aus. So sprechen zahlreiche Großgelehrte davon, dass der jeweilige Waly und Statthalter der Islamischen Republik der Stellvertreter Imam Mahdis (aj.) ist, der ja ohnehin das verfassungsmäßige Oberhaupt der Islamischen Republik darstellt. Imam Khamenei ist somit der von der Expertenversammlung gewählte Waly der Muslime und Statthalter der Islamischen Republik in der Zeit der Verborgenheit des Imam der Zeit (aj.).

  • Imam Khamenei obliegt nicht die Führung, sondern Imam Mahdi (aj.) ist der heilige Führer

Möge dieser Zeitpunkt beschleunigt werden, in dem unser geliebter Imam der Zeit (aj.) die Führung übernimmt, nichts wünschen sich Imam Khamenei und die Muslime sehnlicher. Doch allein schon aus logischen Gründen sollte man zum Ergebnis kommen, dass in der Zeit der Verborgenheit jenen die Führung obliegt, die die erforderlichen und bereits genannten Qualifikationen aufweisen, welches auch durch zahlreiche Überlieferungen bestätigt wird. Sobald der Imam (aj.) erscheint, wird Imam Khamenei ihm die Führung des Islamischen Staates übergeben, möge dieser Zeitpunkt der Bannerübergabe beschleunigt werden insha Allah.

  • Wir haben doch nur 12 Imame, weshalb werden die Walys auch mit „Imam“ geehrt?

Bisher sind wir zum Ergebnis gekommen, dass der Islam überall im Leben des Einzelnen und der muslimischen Gesellschaft den Maßstab für die Handlungen setzen muss, da er als allumfassende Rechtleitung zu uns gesandt wurde, so auch in der Politik. Nun gibt es seit beinahe 34 Jahren erstmalig in der Geschichte der Menschheit einen Islamischen Staat, der sämtliche in den Überlieferungen aufgeführten Erfordernisse erfüllt und an dessen Spitze gemäß göttlicher Tradition ein Führer sitzt, der in Stellvertreterschaft Imam Mahdis (aj.) die muslimische Gemeinschaft führt. Nachdem man sich all dies vergegenwärtigt hat, sollte die Frage eher lauten, wie man ihn bloß nicht mit „Imam“ ehren kann.

„Imam“ bedeutet in etwa auf deutsch „Vorsitzender/Vorstehender“, so ist der jeweilige Waly immer auch ein „Imam“, da er der Führer der Muslime und des einzigen Islamischen Staates ist, er ist der Vorsitzende der Muslime, auch wenn das im deutschen etwas seltsam klingt. Unser Imam der Zeit (aj.) wird deshalb so genannt, der er der Zeit vorsteht, für ihn ticken die Uhren anders, um es umgangssprachlich ausgedrückt zu haben. Jeder Gelehrte, der seiner Gemeinde vorsitzt, ist der „Imam“ dieser Gemeinde usw.

Doch selbstverständlich gibt es auch hier trotz der genannten Gründe keinen Zwang den Waly so zu ehren, so betiteln ihn auch viele Anhänger nur mit seinem religiösen Titel oder dem Titel aufgrund seiner heiligen Herkunft, doch auch diese Denkweise schreitet alhamdolellah immer weiter zurück, sodass der Imam mit dem Titel geehrt wird, welches er durch seine Position auch inne hat.

  • Imam Khamenei wird respektiert, dennoch nicht als Statthalter der Muslime anerkannt
  • Imam Khamenei ist ein Marja, wie die anderen auch, nicht mehr und nicht wenige
  • Imam Khamenei ist nicht der Führer der Muslime
  • Es gibt keinen Grund Imam Khamenei als Führer der Muslime zu akzeptieren, man könnte sich unter jemand anderem eventuell besser vereinen

Bei diesen Punkten sollte man sich auch in Anbetracht der vorangegangenen Erklärungen wirklich zunächst einmal fragen, wozu diese Punkte überhaupt aufgeworfen worden sind. Was ist die Ursache, dass Imam Khamenei nicht als Statthalter anerkannt wird? Wer ist es, der mir ins Ohr gelegt hat, dass es unter der Führung einer anderen Persönlichkeit besser laufen würde oder dass man in diesem Fall einheitlicher wäre? Was ist die Quelle? Hier sollte jeder Ursachenforschung betreiben und tief in sein Herz blicken.

Es sind alles Einflüsterungen des Teufels, der immerwährend versucht einen Keil zwischen dem Imam und den Herzen der Muslime zu treiben, denn er ist es, der zur Einheit, Brüderlichkeit, Frieden und Freiheit aufruft, der die teuflischen Pläne aufdeckt und sie tatkräftig bekämpft, der das erneute Islamische Erwachen führt, welches insha Allah mit der Erscheinung Imam Mahdis (aj.) verbunden werden möge.

Aus religionsrechtlicher Sicht stellt es keine Sünde dar, wenn man den Waly nicht neben seinem Marja als sein Oberhaupt ansieht, doch sind gemäß den Meinungen der Großgelehrten diese Geschwister definitiv auf dem falschen Weg und sollten tatkräftig lieber den Führer unterstützen, anstatt ihn in seinem ständigen Kampf alleine zu lassen.

Haben wir denn nichts von Karbala gelernt? Wir sind es doch, die sich einreden, dass sie, falls sie zu Lebzeiten Imam Husseins (a.) am Leben gewesen wären, ihm beistünden und niemals im Stich ließen, wir sind es doch, die Imam Kazem (a.) in den Kerkern Gesellschaft leisten würden, wir sind es doch, die Imam Reza (a.) ins Exil gefolgt wären und ihn keine Sekunde alleine ließen, wir sind es doch, die...

...Nichts hat sich seit damals geändert liebe Geschwister. Wir leben weiterhin in Gesellschaft eines verborgenen Imam (aj.), weiterhin werden Menschen unterdrückt, weiterhin gibt es die göttliche Fraktion, die gegen Unrecht handelt und ihr Führer ladet uns ein uns zu vereinen, um gemeinsam mehr erreichen zu können und den Sieg davonzutragen, um zu zeigen, dass wir nicht wie die Kufiten sind, die Imam Hussein (a.) alleine ließen, doch...

...Ob wir für seine Gefolgschaft wohl taugen?

...Ob wir das Vorbild Imam Husseins (a.) wirklich haben vor Augen?

Allah will es wissen, ob wir wirklich dafür taugen,

Oder ob wir uns mit weit aufgerissenen Augen,

Beim Widerstand nicht etwas aus den Fingern saugen

  • ​Imam Khamenei wird kritisiert, weshalb er die Palästinenser unterstützt, wo doch Schiiten in Bahrain oder Pakistan ebenfalls unterdrückt werden

Wir erheben den Anspruch darauf, der Ahl-ul-Bayt (a.) und ihren Lehren zu folgen, dem folgend ist es für uns religionsrechtliche und menschliche Pflicht gegen Unterdrückung einzustehen und den Unterdrückten beizustehen. Gemäß einer Überlieferung des heiligen Propheten (s.) ist derjenige, der den Hilferuf seines muslimischen Bruders hört und diesem dann aber nicht zur Hilfe eilt kein Muslim. Auf die heutige Zeit übertragen heißt dies, dass wir als Muslime unseren palästinensischen Glaubensgeschwistern, die seit Jahrzehnten um Hilfe rufen, ihren Hilferuf in Form von Unterstützung erwidern müssen, ansonsten sollten wir den Tatsachen ins Auge blicken und von einem etwaigen Tod als Kafir nicht überrascht sein, Allah behüte.

Sind wir denn etwa derartig taub, dass wir die Hilferufe der Palästinenser überhören? Was werden nicht alles für Ausreden hervorgekramt, um ihnen die Hilfe zu entzagen, sie seien Wahhabiten, die Feinde der Ahl-ul-Bayt (a.) und Gottes, sind seien unzuverlässig und undankbar usw. usf.

Was kann man zu all dem bloß sagen? Wie kann man das Auge seines Herzens bloß vor der Verirrung schützen? Helfen wir ihnen denn etwa in der Hoffnung, dass sie sich bei uns bedanken? Was ist denn das für eine seltsame Absicht? Wir gehen mit der Unterstützung der Palästinenser unserer religiösen Verpflichtung nach und erhoffen uns den Segen und die Gnade Allahs, alles andere ist irrelevant. Was ist das überhaupt für eine islamische Art Verallgemeinerungen durchzuführen und ein ganzes Volk oder ihre Mehrheit als Feinde Gottes und Wahhabiten zu brandmarken? Hat man da etwa eine Vollerhebung durchgeführt? Schämen sollten sich wahrlich diejenigen, die Ausreden hervorkramen, um dadurch ihren Glaubensgeschwistern die Hilfe zu verbieten, möge ihnen die Rechtleitung zuteil werden.

Was für Palästina gilt, gilt natürlich auch für Bahrain oder Pakistan, wo ebenfalls Muslime und speziell Schiiten unterdrückt werden. Auch hier haben wir ihnen Unterstützung zu geben und die Öffentlichkeit auf ihre Misere aufmerksam zu machen. Da kommt eine Kritik, weshalb keine Patrone aus Iran nach Bahrain gelangt, aber auf diese Stammtisch-Forderungen braucht man nicht einzugehen, wer kaum Ahnung von der Lage in der Welt hat, der stößt auch solche Kritiken aus.

Die Unterdrückten in den genannten Ländern werden so unterstützt, wie es die aktuelle Lage in der Welt zulässt und diese lässt bis auf eine verdeckte Unterstützung im Hintergrund keine offizielle militärische Hilfe zu, zumal weder Bahrainer noch Pakistaner nach einer solchen Hilfe gebeten haben. Deshalb soll empfohlen sein von seinem hohen Ross herabzusteigen und die Mentalität abzulegen, dass alle anderen Idioten wären und Gott nur bei der einen Person im Speziellen die Hirnmasse der Welt verstaut habe. In der Islamischen Republik sitzen genug Experten, die die aktuelle Weltlage jeweils einschätzen und ihr entsprechend handeln.

  • Imam Khamenei ist Iraner, deshalb kann er nicht mein Waly sein

Leider ein sehr unislamischer Gedanke, der immer noch in den Köpfen einiger schlummert. Meint man so tatsächlich auf dem geraden Weg zu sein? Haben wir von unserem geliebten Propheten Muhammad (s.) etwa Derartiges gelernt?

All dies sind Prüfungen Gottes und letztendlich sind wir es, die ihr eigenes Schicksal durch die eigenen Handlungen selber bestimmen. Möge Rechtleitung insha Allah allen zuteil werden.

  • Einige Fatwas von Imam Khamenei sind falsch, deshalb kann ich ihn nicht als meinen Führer akzeptieren

Bei allem Respekt und auch im Hinblick auf die Kritik im vorangegangenen Punkt 11, aber woher nehmen wir uns die Erlaubnis Kritik an den Urteilen Imam Khameneis vorzunehmen, wo wir doch nicht einmal ansatzweise die notwendige Qualifikation dafür aufweisen? Letztendlich führt man sich durch diese Stammtisch-Mentalität selber in den Sumpf Absurdistans. All dies sind Vorwände gestreut vom Satan, um den Fluss der Liebe zwischen Imam und Diener zu unterbringen, glücklich ist da derjenige, der dies merkt und dem Teufel das Handwerk legt, die Dämme sprengt und dem Fluss der Liebe seinen freien Lauf lässt.

  • Die Übertreiber der Position Imam Khameneis zwingen ihnen ihre Überzeugung auf bzw. sorgen durch ihre Übertreibung für Fitna
  • Es gibt einen Personenkult um Imam Khamenei, wie in Diktaturen

Die letzten beiden Punkte sollen auch als eine Art Übergang zu einem abschließenden Kommentar an die Übertreiber der Stellung Imam Khameneis fungieren.

Letztendlich ist jeder Zwang falsch und falls tatsächlich jemand seinen Geschwistern seine Denkweise aufzwingen wollte, so hat er einen Irrtum begangen. Auch Imam Khamenei hat zu verschiedenen Anlässen gegen Übertreibungen hinsichtlich seiner Person gesprochen, mehr dazu findet man in diesem Thread: http://www.shia-foru...-seiner-person/

 

Etwas, dass in dem verlinkten Thread nicht übersetzt wurde, aber später auf khamenei.ir veröffentlicht wurde, war eine Kritik Imam Khameneis an seine Anhänger in einer Provinz, die er damals besucht hat. Zu seiner Willkommenheißung schmückten die dortigen Anhänger die Straßen der Stadt und in der Autobahn auf dem Weg vom Flughafen mit riesigen Postern. Dieses fiel Imam Khamenei negativ auf und er bat darum einen Mittelweg einzuschlagen und künftig solche Übertreibungen nicht mehr vorzunehmen. Was damit gesagt werden soll, ist dass anders als in Diktaturen es keine staatlich verordnete Verehrung gibt, sondern diese ausschließlich durch die Anhänger stattfindet, die leider gelegentlich von Imam Khamenei persönlich zurechtgewiesen werden mussten.

 

Nun kommen wir zu den Übertreibern:

Liebe diese bescheidenen Zeilen lesenden Geschwister,

 

ich bin mir bewusst, dass meine Worte nicht ihre volle Wirkung entfalten, da diese Worte aus meinem Mund kommen, doch versucht ihnen zu folgen, nicht weil ich es sage, sondern in eurem Streben nach der Suche des Rechts und der Wahrheit. Eigentlich habe ich schon im verlinkten Thread meine Worte an euch gerichtet, doch wie zu ahnen war, erfolgte ein Ergebnis, welches unbefriedigender kaum sein könnte. Auf der einen Seite soll möglichst allgemein geschrieben werden, sodass sich niemand wie auf der Anklagebank fühlen muss, auf der anderen Seite scheinen die Worte einfach abzuprallen, man verfährt einfach weiter wie bisher.

Bleibt mir hier etwas anderes als Möglichkeit offen, als uns zu bitten es endlich zu unterlassen? Wir sehen doch, dass unser Weg nicht zum gewünschten Ergebnis führt, wir sehen doch, dass wir anstatt die Leute mit den Worten Imam Khameneis zu einen, wir sie spalten. Wenn wir zum Weg Imam Khameneis einladen, dann gelten die Worte Imam Khameneis, dann gilt die Meinung Imam Khameneis, die eigene Meinung hat nichts in der Vorstellung verloren. Sehen wir denn nicht, was wir jedes mal für einen Schaden damit verursachen? Treue und Liebe zum Imam bedeutet doch nicht, dass man alles veröffentlicht, was einem gerade in den Sinn kommt, dass man sprachliche Akrobatik betreibt, um möglichst eine besondere Stellung des Imams aufzuzeigen. Das ist Kinderkram. Merken wir das denn nicht? Dadurch beweisen wir doch nur, dass wir keine Ahnung haben vom Weg des Imam, der Imam bedarf nicht solcher Umschreibungen, die nur Verwirrung stiften und keinen Nutzen bringen. Dem Imam ist am besten gedient, wenn wir ohne unsere eigene Soße seinen Weg einfach vorstellen, dann kommt seine hohe Stellung schon von selbst zur Geltung, wahrlich probiert es doch wenigstens aus.

 

Mir bleibt nicht mehr viel zu sagen, außer um Verzeihung zu bitten, falls ich wieder unbewusst Leute beleidigt habe, anscheinend liegt mir das sehr. Selbstverständlich richte ich sämtliche Empfehlungen zunächst an meine eigene Person. Meine Worte sollten ein Appell an die Vernunft sein, dem Imam die Stellung einzuräumen, die er inne hat, sodass man sowohl mit der Übertreibung, als auch mit der Unterbreitung aufhört. Insha Allah möge uns dies gelingen.

 

ya Ali

 

Euer kleiner Bruder im Islam

ismael_nbg likes this

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Salam

Vielen Dank..ich stimme deiner Argumentation zu..

mashallah...schöner Text.

Mein Herz war gestern sehr verletzt ...so eine Uneinheit und Angriffe unter schiitischen Geschwistern und gegen Imam Khamenei h,dem jegliche Erhöhung seiner Person unangenehm ist,konnte ich nicht verstehen.

Ich hab noch lange nachgedacht und gehofft,dass jemand inshallah sich äußert in angemessener Weise, damit es nicht so stehen bleibt.

Alhamdolellah wurde mein dua angenommen.

Ich danke dir von Herzen..

Möge Allah t dich belohnen und uns rechtleiten und uns vergeben.

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Es wurden einige Beiträge gelöscht. Wenn jemand Kritik zu diesem Artikel äußern möchte, dann kann er dies auf eine sachliche und höfliche Weise tun, ohne den Verfasser persönlich anzugreifen. Persönliche Angriffe werden hier im Forum nicht geduldet.

 

#salam#

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Imam Khomeini (ra.) hat einmal gesagt:

 

,, Wenn es auch unter uns Meinungsverschiedenheiten und unterschiedliche Ausschauungen gibt, so haben wir uns dennoch zusammenzusetzen und in friedlicher und entspannter Atmosphäre miteinander darüber zu sprechen. Tragen wir unsere Probleme vor und lösen wir sie.''

 

In den Thread den ich vor kurzem veröffentlicht habe, habe ich eine Frage gehabt und wollte darauf eine Antwort, die ich in diesem Thread nun alhamdolillah erhalten habe.

 

Zunächst einmal sollte erwähnt sein, dass wenn wir von der Stellvertreterschaft seiner Heiligkeit sprechen, wir keinesfalls eine direkte Stellvertreterschaft meinen, in der Art, dass Imam Mahdi (aj.) persönlich ihn oder damals Imam Khomeini (q.) zu seinem Stellvertreter ernannte.

 

 

Dieser Thread und dieser Text entstehen aufgrund der aktuellen „Diskussion“ im Forum bezüglich Imam Khamenei und seiner Wilaya, die leider mehr von Beleidigungen, Anfeindungen, Provokationen, Unterstellungen und Feindschaft durchsetzt ist, als dass sie konstruktiv geführt wird. Ich bin wirklich erstaunt, wie viel Hass einem plötzlich von Leuten entgegenschlagen kann, die einander als „Bruder“ oder „Schwester“ bezeichnen. Das ist beschämend. Und warum dieser Hass? Weil wir unseren Imam verteidigen...

 

Wenn so eine Behauptung aufgestellt wird, so bitte ich dich aufzuzeigen, wo Beleidigungen und Anfeindungen waren?

Ich habe mir nach dem ich deinen Text gelesen habe nocheinmal den anderen Thread durchgelesen, da ich dachte etwas nicht gelesen zu haben, konnte jedoch nichts dergleichen finden. Das einzige was man meiner Ansicht nach vorfinden konnte, war eine nicht ganz verständliche Meinung.

 

 

 

Du sagst am Anfang, dass dieser Thread aufgrund der vorigen Diskussion verfasst wurde und schreibst danach u.a. folgendes:

 

...Oh Allah, wessen Vorbild folgen sie denn da,

Ist dies nicht die Sunnah der verfluchten Yazid und Muawiya?

 

Ich will ehrlich gesagt nicht glauben, dass du dich mit u.a. diesen Zeilen auf die vorige Diskussion beziehst, falls es so ist, kannst du mich ja korrigieren, jedoch bitte ich dich

darum mit solchen Aussagen vorsichtig zu sein, was den Rahmen betrifft, in dem du sie veröffentlichst.

Sollte ich etwas falsch verstanden haben oder mich fälschlicherweise falsch angegriffen, so bitte ich dich, mich darauf hinzuweisen.

 

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#salam#

 

Inshallah geht es euch allen gut.

 

Ich bin nun seit minder oder mehr drei Jahren nicht mehr im Forum aktiv, weil einige vertretene Positionen sich nicht meinem Verstand deckten und bei mir Unruhe erzeugten. Mein Anspruch an einem islamischen Staat misst sich am Regierungsauftrag Imam Alis #as# an Malik Ashtar. Ich habe mich desillusioniert aus politischen Diskussionen und Debatten zurückgezogen, auch privat. Wenn ich in einer Hadith lese, dass unser Prophet Muhammad #sas# die Frage an seine Gemeinde in den Raum warf. "ob er je jemandem Schaden zugefügt habe oder er jemanden des Rechts beraubt hätte, so möge er dies kund tun, damit der Entrechtete zu seinem Recht kommt" (sinngemäß) und jemand aufstand und unseren Propheten #sas# darauf aufmerksam machte, dass er einen Hieb abbekam, der dem Pferd des Propheten #sas# galt und unser Prophet #sas# daraufhin, den Mann darum bat, er möge ihm auf der selben Stelle den Hieb versetzen, was er natürlich ablehnte und ihn stattdessen in Arm nahm und küsste.

 

Dies war der Gesandte Allahs #sas# !

 

Darf heute im Iran die geringste Kritik an den obersten Funktionären ausgesprochen werden? Kritik seitens einfacher Bürger und nicht von Vertretern der Macht?

 

Was ist mit der Hadith, dass Tage kommen werden, an dem man seinen Glauben vor nach Macht greifenden Gelehrten schützen solle?

 

Versteht mich nicht falsch, ich suche wie jeder Muslim nach der Wahrheit. Ich kann mich aber nicht mit etwas begnügen, womit ich mich selber belügen würde. Ein Beispiel ist folgender Satz, den ich mehrmals auf dem Podest des Freitagsgebets in Teheran gesehen habe : "Velayate Faqih, haman velayate Rasulallah #sas# ast"="Wilayatul Faqih ist dasselbe Wilayah wie die des Gesandten Allahs #sas# ."

 

Ich sage auch ganz offen, dass mich Männer wie Ahmad Khatami oder Mezbah Yazdi mit ihrem Fanatismus anwidern, hingegen die Ideen Ayatollah Mottaharis, Ali Shariatis und Ayatollah Taleghanis mir zusagen, vernünftiger erscheinen.

 

Ich beabsichtige nicht die Gefühle meiner Geschwister zu verletzen und bitte um Verzeihung, falls dies geschehen sein möge.

 

 

Inshallah werden wir alle rechtgeleitet und die Ankunft Imam Mahdis AJ beschleunigt.

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Salam

Niemand sagt in Iran ist alles perfekt..oder es gibt keine Probleme.

Einen Staat zu führen nach dem Regierungsauftrags Imam Alis as an Al Ashtar ist eine Riesenerwartung und von heute auf morgen nicht möglich..Dinge brauchen Zeit,um immer besser zu werden.

Kritik am Staat sollte immer konstruktiv sein und nicht einfach nur eine Antihaltung sein(die ich dir nicht unterstelle).Diesen Friede,Freude Eierkuchen Staat gibt es nicht..nirgends bis unser Imam der Zeit af erscheint..

Bis dahin sollte man eine Basis schaffen auf dem solch ein Staat aufgebaut werden kann.Bruder das ist doch inshallah unser aller Hoffnung,dass es besser wird in allen Angelegenheiten der Welt wenn Imam Mahdi af erscheint.

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@ Khalilullah

 

Wenn so eine Behauptung aufgestellt wird, so bitte ich dich aufzuzeigen, wo Beleidigungen und Anfeindungen waren?

Ich habe mir nach dem ich deinen Text gelesen habe nocheinmal den anderen Thread durchgelesen, da ich dachte etwas nicht gelesen zu haben, konnte jedoch nichts dergleichen finden. Das einzige was man meiner Ansicht nach vorfinden konnte, war eine nicht ganz verständliche Meinung.

 

Die schlimmsten im dortigen Thread gefallenen Beleidigungen sind von der Moderation entweder editiert worden oder ganze Beiträge mussten deshalb gelöscht werden.

 

Ich will ehrlich gesagt nicht glauben, dass du dich mit u.a. diesen Zeilen auf die vorige Diskussion beziehst, falls es so ist, kannst du mich ja korrigieren, jedoch bitte ich dich

darum mit solchen Aussagen vorsichtig zu sein, was den Rahmen betrifft, in dem du sie veröffentlichst.

 

Sollte ich etwas falsch verstanden haben oder mich fälschlicherweise falsch angegriffen, so bitte ich dich, mich darauf hinzuweisen.

 

Der Anlass dieses Threads war zwar die Diskussion in dem anderen Thread gewesen, doch nicht jede Zeile muss zwingend auf die Leute dort bezogen sein. Im Gedicht schrieb ich allgemein über die Leute, mit einer solchen Denk- und Handlungsweise und es ist nicht auf spezielle Personen umzumünzen. Erwähnen sollte man hierbei vielleicht noch, dass man durch seine Handlungen auch unbewusst einen Weg einschlagen kann, den bereits andere gegangen sind, also kann man auch unbewusst durch seine Handlungsweise einem entsprechenden Vorbild folgen, den oder die man eventuell vielleicht sogar verabscheut. So könnten bspw. einige Schiiten, die nicht den heutigen Unterdrückten beistehen und sich auf die Seite der Unterdrücker schlagen meinen, dass sie die Ahl-ul-Bayt (a.) lieben und ihrem Vorbild folgen, doch tatsächlich gehen sie den Weg anderer, eventuell einiger, die sie verabscheuen.

Nichtsdestotrotz habe ich vorsichtshalber die eine Zeile im Gedicht entfernt, um Missverständnisse vorzubeugen. Ich sage es auch noch einmal, das Gedicht spricht allgemein über die böswilligen Leute, die im Gedicht diese Eigenschaften aus Boshaftigkeit und Ignoranz erfüllen. Es spricht nicht einmal von jenen, die die im Gedicht genannten Eigenschaften und Position aus Unwissenheit und Missverständnissen vertreten und schon gar nicht geht es um bestimmte Personen.

 

@ Behruz

 

Darf heute im Iran die geringste Kritik an den obersten Funktionären ausgesprochen werden? Kritik seitens einfacher Bürger und nicht von Vertretern der Macht?

 

Was ist mit der Hadith, dass Tage kommen werden, an dem man seinen Glauben vor nach Macht greifenden Gelehrten schützen solle?

 

Falls du iranisches Fernsehen schaust bzw. aufgrund der westlichen Zensur überhaupt noch schauen kannst, so kannst du doch feststellen, wie viel Kritik gegenüber Ahmadinejad und seine Bande täglich aufgeführt wird und auch gegen andere Richtungen, die mitunter auch von Gelehrten nicht nur besetzt, sondern auch geführt werden, ihre Namen sollen nicht aufgeführt werden. Einen Namen nenne ich aber doch, Karrubi wirst du kennen, auf ihn würde die Definition im Hadith durchaus zutreffen, welchen ich allerdings nicht kenne. Außerdem sollte man bei Hadithen die Deutung und Erklärungen mitberücksichtigen.

 

Ich sage auch ganz offen, dass mich Männer wie Ahmad Khatami oder Mezbah Yazdi mit ihrem Fanatismus anwidern, hingegen die Ideen Ayatollah Mottaharis, Ali Shariatis und Ayatollah Taleghanis mir zusagen, vernünftiger erscheinen.

 

Mit was den für einem Fanatismus? Hier äußerst du dich beiden ehrenwerten Ayatollahs gegenüber falsch. Man kann nicht einfach Behauptungen ohne Hand und Fuß in den Raum werfen und dadurch namentlich Leute verleumden bzw. sie in ein negatives Licht rücken. Umso schlimmer, je ehrenwerter die angegriffenen Menschen sind...

 

Versteht mich nicht falsch, ich suche wie jeder Muslim nach der Wahrheit. Ich kann mich aber nicht mit etwas begnügen, womit ich mich selber belügen würde. Ein Beispiel ist folgender Satz, den ich mehrmals auf dem Podest des Freitagsgebets in Teheran gesehen habe : "Velayate Faqih, haman velayate Rasulallah sas.gif ast"="Wilayatul Faqih ist dasselbe Wilayah wie die des Gesandten Allahs sas.gif ."

 

Es ist ja vollkommen in Ordnung, dass man nach einer Sache, die man nicht versteht fragt, anstatt sie entweder ohne Forschung gleich abzulegen bzw. in seiner Unwissenheit aufbauend eine andere Position gegenüber ihr einzunehmen oder auch ohne es richtig verstanden zu haben ihr einfach zu folgen.

Dieses Zitat stammt von Imam Khomeini (q.). Er war der Meinung, dass die Gründung eines Islamischen Systems eine Notwendigkeit darstellt und das Islamische Herrschaftssystem keine Exklusivität für die Lebenszeit des Propheten (s.) und der Imame (a.) bis zur großen Verborgenheit Imam Mahdis (aj.) darstellt, sondern auch während der großen Verborgenheit dieselbe islamische Herrschaft etabliert sein muss, wie es sie zu Zeiten des Propheten (s.) gab. Dabei muss gemäß den islamischen Quellen der Führer dieses Islamischen Herrschaftssystems ein gerechter Gelehrter sein, der die Religion schützt, sich mit ihr auskennt, exzellente Führungspersönlichkeiten besitzt und dem Vorbild der Ahl ul-Bayt (a.) folgt.

Ein solcher gerechter Gelehrter und Führer hat dieselben Regierungsbefugnisse, wie sie sie der große Prophet (s.) oder Amir ul-Mumineen Imam Ali (a.) hatten und das ist damit gemeint, wenn Imam Khomeini (q.) davon spricht, dass es dieselbe Wilaya ist.

 

ya Ali

 

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Lieber Bruder Behruz,

 

schön, dass du wieder nach so langer Zeit im Forum aktiv bist. Ich möchte mir erlauben, zu einigen deiner Aussagen Anmerkungen zu treffen:

 

Darf heute im Iran die geringste Kritik an den obersten Funktionären ausgesprochen werden? Kritik seitens einfacher Bürger und nicht von Vertretern der Macht?

 

Wenn man in den Iran reist, so stellt man immer wieder fest, wie frei und auch öffentlich die Menschen ihre Kritik an allen möglichen Personen äußern. Ob man Zuhause ist, im Taxi oder im Bus, überall hört man die Menschen (sogar teilweise mit Schimpfwörtern) über große Persönlichkeiten der Regierung äußern. Dies wäre in einem Land, in dem die Menschen Angst vor Kritikäußerungen haben, undenkbar. Vor allem älteren Iranern ist der Spruch: "Diwar Mush dare, Musham gush dare" (In den Wänden leben Mäuse und die Mäuse haben Ohren) bekannt, der in der Schahzeit aufgekommen ist. In jener Zeit hatte der Savak einen derartigen Unterdrückungsmechanismus walten lassen, dass man seinem eigenen Familienmitglied nicht mehr trauen konnte.

 

Versteht mich nicht falsch, ich suche wie jeder Muslim nach der Wahrheit. Ich kann mich aber nicht mit etwas begnügen, womit ich mich selber belügen würde. Ein Beispiel ist folgender Satz, den ich mehrmals auf dem Podest des Freitagsgebets in Teheran gesehen habe : "Velayate Faqih, haman velayate Rasulallah sas.gif ast"="Wilayatul Faqih ist dasselbe Wilayah wie die des Gesandten Allahs sas.gif ."

 

Dieser Spruch steht vollkommen im Einklang mit der Prophetentradition, die besagt, dass die Fuqaha die Erben der Propheten sind. Sie sind es, die den Auftrag haben, die Muslime zu führen und zu leiten, ohne aber natürlich, dass sie unfehlbar sind oder den Rang eines Propheten haben. Dies ist eine amtsrechtliche Frage. Wir sollten die Dinge versuchen so zu verstehen, wie sie gemeint sind.#

 

 

 

@ Bruder Aliyun WaliAllah

 

 

Falls du iranisches Fernsehen schaust bzw. aufgrund der westlichen Zensur überhaupt noch schauen kannst, so kannst du doch feststellen, wie viel Kritik gegenüber Ahmadinejad und seine Bande täglich aufgeführt wird

 

Bei aller Kritik an Dr. Ahmadinejad sollten wir nicht übertreiben. Sicherlich sind einige seiner Bündnispartner wie Mashaei falsche Leute, aber dennoch sollte man nicht seine Gefolgsleute kollektiv mit solchen Begriffen belegen.

 

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Salam

Das stimmt Bruder Taha..ist mir auch aufgefallen jeder hat eine Meinung und sagt sie auch öffentlich,teilweise beleidigend .

 

 

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Die schlimmsten im dortigen Thread gefallenen Beleidigungen sind von der Moderation entweder editiert worden oder ganze Beiträge mussten deshalb gelöscht werden.

 

In diesem Thread sind ebenfalls beleidigende Beiträge gelöscht worden, jedoch wurde man darauf aufmerksam gemacht. Ich bitte deshalb die Moderation deshalb bei jedem Thread in dem Beiträge gelöscht oder editiert werden, wie hier eine Benachrichtigung zu hinterlassen, um Missverständnisse zu vermeiden.

 

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Maschaallah, du hast dir wirklich sehr viel Mühe gegeben lieber Bruder Aliyun Walyullah.

Möge Allah swt dich reichlich dafür lohnen, und dir die Gabe "das Licht" sehen und erkennen zu dürfen niemals nehmen.

Sehr sehr schön

 

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aber bei allen Meinungsverschiedenheiten, es ist schön, dass du wieder da bist, behruz...

 

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#salam#

 

Inshallah geht es euch allen gut!

 

Habe vielen Dank Schwester Fatima! Ich bin dem Forum nicht fern geblieben und schaue schon oft rein, leider lässt mich auch der Studienstress wenig schreiben.

 

Ich wünsche mir nichts mehr als Rechtleitung und dass Allah SWT die Schleier zur Erkenntnis von meinen Augen nimmt, inshallah von allen Muslimen.

 

Ich wünsche allen auch zum gregorianischen Neujahr alles Gute!

 

#salam#

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