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Unterschied Zeitehe / "Zusammenziehen"


heiner
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Friede sei mit euch,

 

worin besteht der Unterschied zwischen einer schiitischen Zeitehe und einem Zusammenziehen von einer Frau mit einem Mann, wenn beide die Absicht haben zu heiraten, wenn ihr Zusammenleben "erfolgreich" ist ?

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zum einen dies, und zum anderen fehlt der göttliche Bezug überhaupt, wozu ja eigentlich gar nicht mal eine Zeremonie nötig ist. Nötig ist bei der Zeitehe aber die sogenannte "Morgengabe" an die Frau sowie die Festsetzung der Frist, an der die Ehe enden oder ggf. in eine Dauerehe umgewandelt werden soll. Das ist beim modernen "Zusammenziehen" ebenfalls nicht gegeben, da es mit der Absicht geschieht "schauen wir mal, ob wir überhaupt zusammenpassen" . Nach dem Motto: "Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch Bess´res findet".

Die islamische Ehe ist dagegen eine klare Festlegung auf diese(n) Partner(in), ohne dass man parallel nach etwas bzw. jemand "Besserem" Ausschau hält. Egal ob es sich um eine befristete oder unbefristete Ehe handelt.

 

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Salam,

 

ich finde das gut für die Schiiten, daß es solche Konzepte gibt. Letztendlich sind die Resultate ähnlich. Inwieweit "Gott" da jetzt mitspielt ist mir für den Islam nicht ganz klar, stellt eine solche Zeitehe ja eigentlich nur einen Rahmen in einer zivilrechtlichen Vereinbarung zur Verfügung...

 

Wobei mich andererseits verwundert, daß ohne eine solche zivilrechtliche Vereinbarung, Intimitäten strafrechtlich streng sanktioniert werden...

 

Kai

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Salam,

 

Die islamische Ehe ist dagegen eine klare Festlegung auf diese(n) Partner(in), ohne dass man parallel nach etwas bzw. jemand "Besserem" Ausschau hält. Egal ob es sich um eine befristete oder unbefristete Ehe handelt.

 

Das ist die christliche Ehe prinzipiell auch. Für einige Konfessionen ist sie nicht vom Menschen auflösbar (höchstens rückabwickelbar). Da steht der muslimische Mann schon etwas "freier" da.

 

Kai

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Friede sei mit euch,

 

 

zum einen dies, und zum anderen fehlt der göttliche Bezug überhaupt, wozu ja eigentlich gar nicht mal eine Zeremonie nötig ist. Nötig ist bei der Zeitehe aber die sogenannte "Morgengabe" an die Frau sowie die Festsetzung der Frist, an der die Ehe enden oder ggf. in eine Dauerehe umgewandelt werden soll. Das ist beim modernen "Zusammenziehen" ebenfalls nicht gegeben, da es mit der Absicht geschieht "schauen wir mal, ob wir überhaupt zusammenpassen" . Nach dem Motto: "Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch Bess´res findet".

Die islamische Ehe ist dagegen eine klare Festlegung auf diese(n) Partner(in), ohne dass man parallel nach etwas bzw. jemand "Besserem" Ausschau hält. Egal ob es sich um eine befristete oder unbefristete Ehe handelt.

 

 

den religiösen oder göttlichen Unterschied sehe ich schon.

 

Warum eigentlich sollten Paare, die zusammenziehen, sich nicht auf einen Partner festlegen wollen. Sie haben doch auch ohne Zusammenziehen „alle Freiheit der Welt“. Sie dürfen sich allein sehen und zusammen sein, sie dürfen Zärtlichkeiten austauschen, küssen und sogar miteinander schlafen, wenn sie wollen. Warum müssen sie zusammenziehen? Bei einem islamischen Paar sieht das doch ganz anders aus. Hier kann all das erst in der Zeitehe stattfinden. Warum glaubst du sind die Scheidungsraten im Iran in den letzten Jahren erheblich angestiegen? Warum wurde der „Tag der Ehe“ in „Tag gegen Scheidung“ umbenannt? Mir scheint du siehst die islamische Ehe etwas verklärt.

 

Mit der klaren Festlegung auf diese Partnerin ist es auch so eine Sache. Der Muslim kann ja jederzeit mit göttlichem Segen sich noch drei weitere Partnerinnen aussuchen. Beim Nichtmuslim wären die drei „Freundinnen“ ohne allgemeinen Segen.

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Warum müssen sie zusammenziehen?

 

Müssen sie nicht, dass ist leider die Kultur, die das vorschreibt. Wenn zwei Personen zumindest eine Zeitehe zusammen machen, können sie bei ihren Eltern bleiben, sich trotzdem treffen und je nach den festgelegten Bedingungen entsprechend sich nahe kommen.

 

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ich finde das gut für die Schiiten, daß es solche Konzepte gibt. Letztendlich sind die Resultate ähnlich. Inwieweit "Gott" da jetzt mitspielt ist mir für den Islam nicht ganz klar, stellt eine solche Zeitehe ja eigentlich nur einen Rahmen in einer zivilrechtlichen Vereinbarung zur Verfügung...

 

Wobei mich andererseits verwundert, daß ohne eine solche zivilrechtliche Vereinbarung, Intimitäten strafrechtlich streng sanktioniert werden...

 

Das Intimitäten ohne diese Vereinbarung bestraft werden ist berechtigt, da diese ohne Verantwortung sind.

Bei einer Zeitehe legt man im vornherein fest, wie lange man zusammenbleiben will, damit u.a. keiner eines Tages ein böses Erwachen hat, weil der andere plötzlich weg ist.

Sollte die Frau schwanger werden, muss er sich um das Kind kümmern und kann nicht einfach abhauen. Wenn die Ehe vorbei ist, muss die Frau eine bestimmte Zeit warten bevor sie einen anderen heiratet, da man sichergehen will ob sie schwanger ist oder nicht.

 

Auf diese Punkte achtet man bei der heutigen modernen Beziehung nicht, was wiederum der Gesellschaft schadet und nach dem Islam strafbar ist.

 

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Salam,

 

Das Intimitäten ohne diese Vereinbarung bestraft werden ist berechtigt, da diese ohne Verantwortung sind.

 

Nunja. Das ist ein prinzipielles Problem. Da im Islam ein Moral- Wissenschaft- und Weltbild aus dem 7.Jhd u.Z. sind Dinge untersagt, die zwar in den Zeitkontext hereinpassen, aber durch die Erkenntnisse der Wissenschaft abrogiert sein "sollten". Diese ist jedoch offensichtlich nicht so einfach möglich.

 

Zur Zeit Mohammeds gab es keine medizinischen Verhütungmittel, keine Blutgruppen- oder gar Gentests. Es war noch nicht einmal bekannt, daß die Frau überhaupt die Hälfte des Erbgutes an das neue Kind weitergibt.

 

Wenn die Ehe vorbei ist, muss die Frau eine bestimmte Zeit warten bevor sie einen anderen heiratet, da man sichergehen will ob sie schwanger ist oder nicht.

 

Das mag im 7.Jhd so gewesen sein, jetzt ist das ziemlich trivial. Und ebenso ist die Bestimmung des leiblichen Vaters sehr einfach möglich, wenn man seine Geninformationen hat...

 

Auf diese Punkte achtet man bei der heutigen modernen Beziehung nicht, was wiederum der Gesellschaft schadet und nach dem Islam strafbar ist.

 

Ob sexuelle Gängelei so gut für die Gesellschaft so gut, sehe ich eher nicht so. Und die Strafbarkeit einiger Handlungen, die eigentlich Privatsache sind, ist eines der grossen Akzeptanzprobleme des Islams ausserhalb der islamischen Welt. Und dieses Dilemma ist zur Zeit leider nicht auflösbar.

 

Grüsse,

Kai

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Warum glaubst du sind die Scheidungsraten im Iran in den letzten Jahren erheblich angestiegen?

 

Wenn dann nur in der Stadt, und das liegt daran, dass auch dort das unselige Gender Mainstreaming und Feminismus um sich greifen wie eine Krake.

 

 

Warum wurde der „Tag der Ehe“ in „Tag gegen Scheidung“ umbenannt?

 

Da liegt wohl ein Missverständnis vor. Es ist vielmehr so, dass am Tag der Ehe, dem Tag der Heirat von Imam Ali (a.s.) und Fatima (as.), keine Scheidung durchgeführt wird.

 

 

 

 

 

Mir scheint du siehst die islamische Ehe etwas verklärt.

 

Lieber Heiner, ich sehe den Islam (nicht die Muslime!) an sich als ideal an, so auch die Ehe. Zur Mehrehe gibt es hier hunderttausend Threads, daher nur soviel: Die Einehe gilt als Ideal, und wird auch meistens praktiziert. Jedenfalls habe ich lieber die Mehrehe als Mätressen nebenbei.

 

@Saluton

 

Und die Strafbarkeit einiger Handlungen, die eigentlich Privatsache sind, ist eines der grossen Akzeptanzprobleme des Islams ausserhalb der islamischen Welt. Und dieses Dilemma ist zur Zeit leider nicht auflösbar.

 

 

Ehebruch zerstört die Gesellschaft, deswegen muss er bestraft werden, so er in die Öffentlichkeit getragen wird. Und es kann doch wohl nicht sein, dass andauernd die Forderung an uns gestellt wird: "Gebt eure Werte auf und werdet westlich, dann akzeptieren wir euch". Es ist leider nicht das erste Mal, dass solche Forderungen erhoben werden.

 

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Salam,

 

Wenn dann nur in der Stadt, und das liegt daran, dass auch dort das unselige Gender Mainstreaming und Feminismus um sich greifen wie eine Krake.

 

Was ist so schlimm daran?

 

Ehebruch zerstört die Gesellschaft, deswegen muss er bestraft werden

 

Warum sollte ein Ehebruch die Geselltschaft zerstören. Es ist doch nur eine Handlung zweier Menschen, deren Folgen oftmals nicht einmal messbar sind...

 

Der Ehebruch wird bestraft, weil sich dieses aus dem Koran ergibt. Andere Begründungen sind vermutlch ein Versuch der nachträglichen Rechtfertigung dieses Handelns (des Bestrafens).

 

Und es kann doch wohl nicht sein, dass andauernd die Forderung an uns gestellt wird:

 

Diesen Satz formulierst Du häufiger. Was für einen Hintergrund hat dieses Unwohlsein?

 

"Gebt eure Werte auf und werdet westlich, dann akzeptieren wir euch".

 

Wieso glaubst Du, daß es erstens an den Werten liegt und zweitens ob Du die Akzeptanz dieser anderen überhaupt brauchst?

 

Warum suchst Du unbedingt Akzeptanz? Wenn Du dich "seltsam" verhälst, kann es natürlich dazu kommen, daß man Dich wegen einen "seltsamen" Verhaltens meidet.

 

Das passiert mir als Autist auch ab und zu mal.

,

Es ist leider nicht das erste Mal, dass solche Forderungen erhoben werden.

 

Normal. An allen Ecken und von allen Seiten werden Forderungen erhoben. Was solls?

 

Kai

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Und ebenso ist die Bestimmung des leiblichen Vaters sehr einfach möglich, wenn man seine Geninformationen hat...

 

 

Die Betonung liegt auf ,,wenn''. Was passiert, wenn der Mann über alle Berge ist?

Was macht man, wenn die Frau sich nicht traut, zu sagen, dass sie nicht weiß wer der Vater ist?

Was ist mit Ländern, in denen die Wissenschaft noch nicht so weit ist?

 

 

Warum sollte ein Ehebruch die Geselltschaft zerstören Es ist doch nur eine Handlung zweier Menschen, deren Folgen oftmals nicht einmal messbar sind...

 

 

1)Genau das ist der Punkt. Die Folgen sind nicht messbar.

2) Um zu sagen, warum der Ehebruch die Gesellschaft zerstört, muss man sich überlegen, wie die Gesellschaft aufgebaut ist.

Die Familie bildet die Basis, auf der die Gesellschaft aufbaut und die Familie wiederum wird aus den einzelnen Mitgliedern gebildet.

Wenn nun eine Person in der Familie Ehebruch begeht, kann das Vertauen zwischen der Partner zerstört werden, es gibt viele Kinder, die (trotz der

Möglichkeit eines Vaterschaftstests) nicht wissen wer ihr Vater ist und keine Beziehung zu ihm haben. Die Kinder können durch eine mögliche

Scheidung negativ beeinflusst werden, weil die Eltern nicht mehr zusammenleben. Die Eltern müssen danach mehr arbeiten, um über die Runden zu

kommen und haben nicht mehr soviel Zeit für die Kinder. Die wiederum werden als Erwachsene womöglich das selbe machen, da sie in ihrer Kindheit

negativ beeinflusst wurden.

 

Das passiert in einer Familie, in der jemand Ehebruch begangen hat. Nun ist es so, dass das nicht in ein oder zwei Familien vorkommt, sondern in

mehreren. Was wird aus einer Geselschafft, deren Basis bereits kaputt ist?

 

Der Ehebruch wird bestraft, weil sich dieses aus dem Koran ergibt. Andere Begründungen sind vermutlch ein Versuch der nachträglichen Rechtfertigung dieses Handelns (des Bestrafens).

 

 

Woher hast du diese Vermutung? Mal angenommen diese Vermutungen kamen erst im Nachhinein, ist diese Regelung deswegen

überflüssig bzw. falsch? Und der Islam setzt sich nicht nur aus dem Koran zusammen, sondern auch aus den Überliefeungen der Ahlulbayt (a.s.), die den Koran interpetieren.

 

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Mit der klaren Festlegung auf diese Partnerin ist es auch so eine Sache. Der Muslim kann ja jederzeit mit göttlichem Segen sich noch drei weitere Partnerinnen aussuchen. Beim Nichtmuslim wären die drei „Freundinnen“ ohne allgemeinen Segen.

 

Wo hast du diese Idee her? Wenn eine zusätzliche Ehe die erste zerstören bzw. ihr schaden würde, darf man nicht nochmal heiraten.

 

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Warum suchst Du unbedingt Akzeptanz?

 

ich suche sie nicht. Es ärgert mich aber, dass ständig durch die Blume mitgeteilt wird, dass Muslime ihre Werte ändern zu müssen, wenn sie vollwertige Mitglieder der Gesellschaft werden wollen. Und Probleme, dass man "mich meidet" , habe ich eigentlich nicht, auch nicht bei denen, die anderer Meinung als ich sind.

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Friede sei mit dir,

 

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Wo hast du diese Idee her? Wenn eine zusätzliche Ehe die erste zerstören bzw. ihr schaden würde, darf man nicht nochmal heiraten.

 

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Da der Muslim seiner ersten Ehefrau nicht mitteilen muß, wenn er eine zweite oder weitere Ehe eingeht, versteh ich nicht wie dies der ersten Ehe schaden soll. Es gibt Fälle, bei denen die erste Frau nach dem Tod des Mannes von den anderen Frauen erfahren hat.

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Aber der Mann muss seine erste Frau fragen, bevor er eine zweite heiraten darf.

Wenn er sie nicht fragt und die Frau kriegt das raus, dann könnte das ihr Vertrauen zu ihm zerstören und sie würde nicht mehr mit ihm leben wollen.

 

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Sayed Sistani:

 

Ein muslimischer Mann, der mit einer muslimischen Frau verheiratet ist, ist nicht befugt, in seiner gleichzeitiger zweiten Ehe eine Ehefrau von ahl-ul-kitāb (d.h. Jüdin oder Christin) zu heiraten, ohne hierfür die Zusage seiner muslimischen Ehefrau einzuholen.

 

Der Regel von ahwat wudjūban folgend, sollte der Mann von einer solchen Heirat absehen, auch wenn sie zeitlich begrenzt ist und seine muslimische Ehefrau der Heirat zustimmt. Gleichwohl ob die muslimische Ehefrau mit ihm in der Fremde lebt oder nicht.

 

Frage: Ein muslimisches Ehepaar lebt seit längerer Zeit getrennt. Ist es ihm gestattet, ohne Wissen seiner muslimischen Ehefrau in Zeit- oder Dauerehe eine Frau von ahl-ul-kitāb zu heiraten? Wäre es mit der Erlaubnis seiner muslimischen Ehefrau gestattet?

Antwort: Eine Dauerehe mit einer Frau von ahl-ul-kitāb widerspricht in jeder Hinsicht für einen Muslim dem Gebot von ahwat wudjūban. Und eine Zeitehe mit einer jüdischen oder christlichen Frau wäre nur erlaubt, wenn er nicht schon mit einer muslimischen Frau verheiratet ist. Wenn er aber eine muslimische Frau hat, ist die Zeitehe mit einer Frau von ahl-ul-kitāb ohne ihre Zustimmung nicht gestattet, ja sogar mit ihrer Zustimmung ist sie, der Regel von ahwat wudjūban folgend, vorsichtshalber nicht zulässig.

 

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Salam

Das stimmt Bruder..ich dachte es wurde von muslimischen weiteren Ehefrauen gesprochen.Da braucht der Mann keine Erlaubnis oder muss die erste Frau in Kenntnis setzen.

Ich habe angenommen Heiner bezieht sich auf weitere muslimische Ehefrauen.

 

Fi aman Allah

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Salam,

 

Die Betonung liegt auf ,,wenn''. Was passiert, wenn der Mann über alle Berge ist?

 

Das macht ja nichts. Es reicht ja, festzustellen, daß der "neue" Mann nicht Vater des Kindes sein wird. Wenn auch dieser über alle Berge ist, dann hat die Frau in der Tat ein Problem...

 

Was macht man, wenn die Frau sich nicht traut, zu sagen, dass sie nicht weiß wer der Vater ist?

 

Aber der neue Mann könnte etc...

 

Was ist mit Ländern, in denen die Wissenschaft noch nicht so weit ist?

 

Aber der neue Mann könnte etc.

 

Diese Diskussion ist aber sinnlos, da die Wissenschaft den Koran nicht abrogieren kann. Sie könnte, aber sie darf nicht.

 

Genau das ist der Punkt. Die Folgen sind nicht messbar.

 

Jein. Ab wann ist ein Haufen ein Haufen...?

 

Um zu sagen, warum der Ehebruch die Gesellschaft zerstört, muss man sich überlegen, wie die Gesellschaft aufgebaut ist.[...]

 

Nein. Muss man nicht wirklich, da auch gegenteilige Erkenntnisse den Koran nicht abrogieren.

 

[...]Das passiert in einer Familie, in der jemand Ehebruch begangen hat[...]

 

Wenn man tatsächlich eine Abrogation der Suren durchführen dürfte (wer dürfte sowas eigentlich im schiitischen Islam?), dann sollte man sich überlegen, was Ehen/Familien denn ebenfalls zerstören kann und daraufhinwirken, daß auch diese anderen Gründe berücksichtigt werden...

 

Nun ist es so, dass das nicht in ein oder zwei Familien vorkommt, sondern in mehreren. Was wird aus einer Geselschafft, deren Basis bereits kaputt ist?

 

Nur weil etwas verboten ist, bedeutet es ja nicht, daß es deswegen nicht statt findet. Ich befürchte mal, daß so ein Verbot nicht wirklich derartiges verhindert...

 

sondern auch aus den Überliefeungen der Ahlulbayt (a.s.), die den Koran interpetieren.

 

Ja, aber würden diese etwas an dieser Regel ändern?

 

Kai

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Das stimmt Bruder..ich dachte es wurde von muslimischen weiteren Ehefrauen gesprochen.Da braucht der Mann keine Erlaubnis oder muss die erste Frau in Kenntnis setzen.

Ich habe angenommen Heiner bezieht sich auf weitere muslimische Ehefrauen.

 

Das dachte ich auch, konnte jedoch nur auffinden, dass es bezüglich Zeitehen der Fall ist, was Dauerehen betrifft, so konnte ich keine Regelung finden, die es dem Mann verpflichtet auch bei muslimischen die erste zu fragen.

 

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Salam

Hier im Forum gibt es Fatawa darüber...der Mann kann,wenn es sich um muslimische Ehefrauen handelt bis zu 4 Frauen in Dauerehe heiraten ohne Einverständnis oder Kenntnis der Frauen .

Bei Zeitehen mit muslimischen Frauen neben einer Dauerehe mit einer oder mehreren Muslimas,braucht der Mann ebenfalls kein Einverständnis oder muss die Frauen darüber informieren.

 

Und Allah t weiss es besser

 

Fi aman Allah

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