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André

Menschenrechte im Islam - Vortrag von Prof. Dr. Katajun Amirpur.

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Sehr sehenswerter und interessanter Vortrag über Menschenrechte im Islam von Katajun Amirpur.

Gastvortrag in der albanischen Moschee, veranstaltet von der SCHURA Hamburg.
Gast: Prof. Dr. Katajun Amirpur

Islamisch-Albanisches Kulturzentrum Hamburg e.V.
Albaniche Moschee - Kleiner Pulverteich 17-21. 20099 Hamburg

In der Öffentlichkeit wird behauptet, die universellen Menschenrechte seien nicht mit dem Islam vereinbar. Jedoch setzt schon die muslimische Tradition mit dem Begriff ijtihad auf die Möglichkeit, bei der Lösung von neu auftretenden Problemen und Fragestellungen die menschliche Vernunft mit einzubeziehen. In der islamischen Geschichte sind unterschiedliche Varianten des ijtihad entwickelt worden. Wie ein zeitgemäßer ijtihad in Bezug auf die Menschenrechte aussehen könnte, wird die Frage sein, der sich dieser Vortrag widmet.

Katajun Amirpur, geb. 1971, ist Professorin für Islamische Studien an der Universität Hamburg. Sie schreibt zudem als Journalistin regelmäßig für große Zeitungen und Zeitschriften und ist Stellvertretende Direktorin der Akademie der Weltreligionen. Sie ist die erste Frau, die eine Professur für Islamische Studien und Theologie an einer deutschen Universität innehat. Katajun ist mit dem Schriftsteller und Orientalisten Navid Kermani verheiratet. Ihr Vater Manutschehr Amirpur war iranischer Kulturattaché unter Schah Mohammad Reza Pahlavi, ihre Mutter ist Deutsche. Katajun Amirpur studierte Islamwissenschaft und Politologie an der Universität Bonn, sowie schiitische Theologie in Teheran. Danach lehrte sie an der Freien Universität Berlin, der Universität Bamberg, Universität Bonn und der Hochschule für Philosophie München. Promoviert hat sie 2000 über die schiitische Koranexegese (Abdolkarīm Sorūš' Denken und Wirkung in der Islamischen Republik Iran). Sie habilitierte sich mit einer Arbeit über den schiitischen Theologen und langjährigen Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg (1970-78), Mohammad Mojtahed Shabestari.

Im März 2008 schrieb Amirpur in der Süddeutschen Zeitung, dass „die Gefahr einer Atommacht Iran, die zudem noch Vernichtungsphantasien gegenüber Israel hegen soll, künstlich heraufbeschworen wird, um einen Militärschlag gegen Iran zu rechtfertigen“. Ihre These machte sie an einer Äußerung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad fest, die er anlässlich der Teheraner Konferenz „Eine Welt ohne Zionismus“ am 26. Oktober 2005 tätigte und die von den „großen westlichen Nachrichtenagenturen“ falsch übersetzt worden sei. Die von Amirpur kritisierte englische Übersetzung, die vom staatlichen iranischen Rundfunk IRIB verwendet wurde und der sich viele Agenturen anschlossen,lautet: "Israel must be wiped off the map" („Israel muss von der Landkarte gefegt werden“). Sie selbst übersetzte den Satz mit: „Dieses Besatzerregime muss von den Seiten der Geschichte [...] verschwinden.

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"Den Koran neu denken"

Die erste islamische Professorin Deutschlands

 

Katajun Amirpur ist die erste Frau, die eine Professur für islamische Theologie an einer Deutschen Universität inne hatte. Abdul-Ahmad Rashid spricht mit ihr über ihr aktuelles Buch "Den Islam neu denken".

 

Die Hamburger islamische Theologin Katajun Amirpur fordert einen offeneren Dialog zwischen den Religionen. Eine moderne Theologie sollte sich um eine Verständnisebene bemühen, die alle mit einschließt, sagte Amirpur auf dem Evangelischen Kirchentag in Hamburg. Dazu gehörten neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung vor allem das Gespräch zwischen Gesellschaftsgruppen und Religionsgemeinschaften, so die Professorin für islamische Studien an der Hamburger Akademie der Weltreligionen.

 

Gespräche zwischen den Religionen sind nötig

Gerade in Deutschland seien interreligiöse Gespräche notwendig, sagte sie unter Verweis auf eine vor kurzem veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung, nach der jeder zweite Deutsche den Islam für eine Bedrohung hält.

 

Andererseits betrachteten 39 Prozent der Muslime in Deutschland ausschließlich die eigene Religion als wahr und heilsbringend. Diese weit verbreitete Annahme lasse sich jedoch mit der heiligen Schrift des Islam widerlegen, so Amirpur: "Pluralität ist gottgewollt und wird auch im Koran als gottgewollt definiert."

Das häufige Scheitern interreligiöser Gespräche begründete sie muslimischerseits auch damit, dass der Koran immer noch oft politisch motiviert gelesen werde. Eines der Kernanliegen des Koran, Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Glaubensgemeinschaften, werde dabei oftmals übersehen. Dabei sei der Islam keine exklusive Religion, sondern universal. Daher sei für Muslime auch der interreligiöse Dialog so bedeutsam.

 

Was begreifen wir als Wahrheit?

Dieser Dialog solle mit dem Ziel geführt werden, "das eigene Begreifen der Wahrheit zu erweitern", so die Theologin. Dabei gehe es keineswegs um den Versuch der gegenseitigen Missionierung oder um bloße Gelehrten-Gespräche, sondern um neugierigen Austausch. Voraussetzung dafür sei jedoch, den Andersdenkenden als solchen zu akzeptieren.

Eine Vorbildfunktion erfüllt laut Amirpur das Konzept des interreligiösen "Religionsunterrichts für alle", wie er in Hamburg von der Evangelischen Kirche in Kooperation auch mit islamischen Verbänden angeboten wird. Dessen Konzept entspreche auch dem Koran und ihrem eigenen Gottesbild, erklärteAmirpur: Wer ebenso an die Vernunft des Menschen wie an die Größe Gottes glaube, könne nicht seine eigene Religion für die einzig wahre und alle anderen für falsch halten, so die Theologin: "Die einzige logische Erklärung ist, dass Gott die religiöse Vielfalt wollte." http://www.zdf.de/Fo...n-27947164.html

 

http://www.youtube.com/watch?v=tLH4d_BVTEk

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