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André

Schwarzkümmelöl als Analgetikum und Antiphlogistikum

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Pharmazeutische Biologie

 

Schwarzkümmelöl als Analgetikum (Schmerzmittel) und Antiphlogistikum (Entzündungshemmer)

 

Das Öl aus den Samen des Schwarzkümmels (Nigella sativa, Ranunculaceae) ist auch in Deutschland seit einigen Jahren populär. In vielen Ländern des nahen Ostens wird es traditionell bei Entzündungen der oberen Luftwege und des Magen-Darmtraktes sowie bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises verwendet. Iranische Ärzte verwenden Schwarzkümmelöl zuweilen auch bei Schmerzen und Fieber. Schwarzkümmelsamen enthalten sowohl fettes als auch ätherisches Öl, womit nicht ganz klar ist, worauf die Wirkung der daraus hergestellten Präparate beruht. Es scheint daher durchaus sinnvoll, das leicht durch Destillation abtrennbare ätherische Öl hinsichtlich seiner entzündungshemmenden und analgetischen Wirkung zu untersuchen. Die Ergebnisse der dazu notwendigen Arbeiten wurden kürzlich veröffentlicht [1]. Es stellte sich heraus, dass das ätherische Öl des Schwarzkümmels tatsächlich analgetisches und antiphlogistisches Potential besitzt. Dies zeigte sich in allen durchgeführten Essays. Die gaschromatographische Analyse des Öls ergab, das dieses zu ca. 40 % aus dem Monoterpen p-Cymen besteht. Neben dieser Hauptkomponente fanden sich nur noch Thymochinon (13,7 %) und α-Thujen (9,8 %) in nennenswerter Konzentration. Weitere 17 identifizierte Komponenten traten nur in Spuren auf. Da Thymochinon ein potenter Radikalfänger mit nachgewiesenen, vielfältigen weiteren pharmakologischen Eigenschaften ist, dürfte es sehr wahrscheinlich auch an der Wirkung des ätherischen Schwarzkümmelöls mitbeteiligt sein. Klar bewiesen werden konnte dies hier jedoch nicht. Weitere Untersuchungen müssen nun zeigen, ob für die analgetische und antiphlogistische Wirkung des ätherischen Schwarzkümmelöls das Thymochinon verantwortlich ist oder ob wie so häufig das gesamte ätherische Öl durch das Zusammenwirken mehrerer Komponenten insgesamt wirksamer ist. 1 Hajhashemi, V. et al. (2004) Phytother. Res. 18, 195-199.

C.M. Paßreiter

 

Quelle: http://www.uni-duess.../2005-01-02.pdf

 

 

Antiphlogistikum

von griechisch: anti = gegen, phlogosis = Entzündung

Synonyme: Antiinflammatorikum, Entzündungshemmer

 

Definition

Unter einem Antiphlogistikum versteht man ein Medikament, das Entzündungsprozesse hemmt. Da eine Entzündung ein komplexer, biochemischer Ablauf ist, greifen Antiphlogistika an sehr unterschiedlichen Stellen in den Entzündungsprozess ein. Beispiele für Antiphlogistika sind:

 

Glukokortikoide

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)

 

Analgetikum

Synonym: Schmerzmittel

Englisch: analgesic

 

Definition

Als Analgetika bezeichnet man Medikamente, die eine schmerzstillende oder schmerzlindernde Wirkung besitzen. Sie werden zur Behandlung von akuten oder chronischen Schmerzen eingesetzt.

 

Wirkung

Analgetika greifen über unterschiedliche biochemische Mechanismen in die Schmerzentstehung, Schmerzweiterleitung oder Schmerzverarbeitung ein und führen zur Aufhebung (Analgesie), Abschwächung oder Modifikation des Schmerzes. Das Bewusstsein, die sensorische Wahrnehmung und andere wichtige Funktionen des ZNS werden bei Verwendung in therapeutischen Dosen nicht beeinflusst.

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