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Hijab=Muss?


HannaZara
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Salam,

 

 

Letztendlich gibt es keine Antwort darauf, wie unser Schöpfer letztendlich die Frauen bestrafen wird, die sich nicht korrekt kleiden. In dieser ganzen Diskussion wird gerne übersehen, daß bis vor nicht allzulanger Zeit auch hier Frauen sich in der Öffentlichkeit "sittsamer" kleideten.

 

Es ist wahrscheinlich im schiitischen Glauben nicht möglich, Gebote/Verbote in ihrem geschichtlichen und regionalen Umfeld zu betrachten. Welche Gebote/Verbote nun damals regional sinnvoll waren und welche nicht. Die Verquickung der damaligen arabischen Lebenswirklichkeiten mit den jetztigen Bedingungen führt offensichtlich zu "Anpassungsschwierigkeiten". Im Falle der Salafisten im Faden nebenan kann ich nachvollziehen, warum das für Wahabiten so sein muss, denn sie möchten die Zeit in das 7. Jh. zurückdrehen und dazu gehören auch Vorschriften aus dem 7. Jh.

 

Aber hier? Den Frauen wurden im Koran kaum Vorschriften gemacht, was den Umfang der Verhüllung angeht. Ausgeprägt wurde das doch erst in der Sunna, wimre. Aber das war damals. Es mag auch im jetzigen arabischen Raum noch so sein, daß es "nötig" ist, aber doch nicht hier in Europa. Im Oman liegt es in der Erziehung und gehört zur "Tracht" dazu. Es gibt aber keine weltlichen Strafen, bei Fehlern. Aber es "geziemt sich nicht" und deswegen entgleist das dort nicht.

 

Hier in Europa wurde von vornherein der Eindruck erweckt, die Frau "muss" das tun, ansonsten gibt es Ärger. So wegen Familienehre und so. Und diese Betrachtung ist nicht mehr aus den Köpfen der Menschen hier herauszubekommen.

 

Irgendwann schrieb ich mal, wenn der (unerschaffene) Koran in Finnland verkündigt worden wäre, sehe einiges anders aus - nämlich vermutlich wie die Kalevala smile2.gif

 

Gibt es eine (logischerweise nichtarabische) Gruppierung, die den Koran und die Sunna versuchen so zu interpretieren, daß jedweder Arabismus daraus entfernt wird und sich rein auf übernationale Gesichtspunkte der Offenbarung beschränkt?

 

Kai

 

Oh, ganz sicher.Und ich glaube auch, wenn Mohammed heute den Islam mitten in Europa verkünden würde würde er vielleicht sogar einen Anzug tragen-als Europäer des 21. Jh :-D. Im Koran steht ja explizit, dass die Kleider nicht zu kurz sein dürfen. Eigentlich kann man es,wie ich denke, genialer nicht ausdrücken, denn "zu kurz" erlaubt es, Menschen aus verschiedenen Kulturen ins Gedächtnis zu rufen, um was es eigentlich gehen sollte. Nicht, dass jetzt jemand mit dem Messband daneben steht, aber in jeder Kultur gibt es minimale Grenzwerte für Anständigangezogen sein, welche man nicht unterschreiten sollte.Ansonsten irritiert mich etwas das Streben vieler Muslime, sich arabisch zu kleiden. Wenn Islam universal sein soll, dann sollte doch auch ein Bayer, der gerne Lederhosen trägt, Muslim sein können :-) Ich finde, wenn man in Europa bescheiden und unauffällig auftreten möchte, sollte man sich sogar deshalb schon nicht irgendwie speziell kleiden (sonst ist das irgendwie wie mit Cristo-gerade durch das Verhüllen fällt man auf)

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Oh, ganz sicher.Und ich glaube auch, wenn Mohammed heute den Islam mitten in Europa verkünden würde würde er vielleicht sogar einen Anzug tragen-als Europäer des 21. Jh briggin2.gif. Im Koran steht ja explizit, dass die Kleider nicht zu kurz sein dürfen. Eigentlich kann man es,wie ich denke, genialer nicht ausdrücken, denn "zu kurz" erlaubt es, Menschen aus verschiedenen Kulturen ins Gedächtnis zu rufen, um was es eigentlich gehen sollte. Nicht, dass jetzt jemand mit dem Messband daneben steht, aber in jeder Kultur gibt es minimale Grenzwerte für Anständigangezogen sein, welche man nicht unterschreiten sollte.Ansonsten irritiert mich etwas das Streben vieler Muslime, sich arabisch zu kleiden. Wenn Islam universal sein soll, dann sollte doch auch ein Bayer, der gerne Lederhosen trägt, Muslim sein können smile2.gif Ich finde, wenn man in Europa bescheiden und unauffällig auftreten möchte, sollte man sich sogar deshalb schon nicht irgendwie speziell kleiden (sonst ist das irgendwie wie mit Cristo-gerade durch das Verhüllen fällt man auf)

 

 

salam aleikom,

 

naja dazu sage ich jezt mal lieber nichts- dass Mohammad (SAWS) ein Prophet war und kein DJ ist euch aber klar, ne?

 

Niemand hat gesagt dass man die eigene Kultur verwerfen soll- es ist lediglich die Rede davon dass Muslime egal wo sie her kommen ihre Kultur dem Islam anpassen. Das passiert ja sowohl in Iran, als auch in Pakistan, Indien, Afghanistan oder auch in einem Land wie INdonesien...alle haben sie verschiedene Kulturen, aber diese haben sie ihrer Religion angepasst.

 

Wsalam,Mahdi

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Salam aleykum,

 

Ich finde es traurig dass einge wirklich so komische beispiele machen.

Unter glaube verstehen die Kleidung und Anzug oder Arabsiche Klamotten das ist echt traurig

 

jemand der Anzug trägt kann auch muslim sein und jemand der leder hose trägt auch.

 

Wenn man wenig wissen hat fragen nicht etwas sagen was nicht stimmt

 

Wassalam

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salam aleikom,

 

naja dazu sage ich jezt mal lieber nichts- dass Mohammad (SAWS) ein Prophet war und kein DJ ist euch aber klar, ne?

 

Niemand hat gesagt dass man die eigene Kultur verwerfen soll- es ist lediglich die Rede davon dass Muslime egal wo sie her kommen ihre Kultur dem Islam anpassen. Das passiert ja sowohl in Iran, als auch in Pakistan, Indien, Afghanistan oder auch in einem Land wie INdonesien...alle haben sie verschiedene Kulturen, aber diese haben sie ihrer Religion angepasst.

 

Wsalam,Mahdi

 

Salam, ich meinte nur, dass Dinge wie z.B Kleidung kulturspezifisch sind. Würde Mohammed heute erscheinen,mitten in Deutschland, würde er sicher nicht wie ein Araber gekleidet sein.

 

Sicher habe sie sie angepasst-sogar bis hin zur Aufgabe der eigenen Sprache (wie in Ägypten-statt koptisch oder in Lybien-statt berberisch).Ich finde aber nicht, dass das unbedingt auch in Europa passieren wird/sollte.

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salam aleikom oder in deinem Fall auch einfach ganz einfach hi

 

nun ja ich denke es ist sehr irrelevant weil der Prophet (SAWS) in Europa nicht mehr erscheinen wird- du solltest dir aber vor Augen halten wäre er in Europa erschienen, hätte es an seiner Botschaft nichts geändert. Der Prophet ist zwar in einem arabischen Land erschienen, aber er ist nicht für allein für die Araber erschienen- seine Botschaft war universell. Es heißt nicht HEy Araber, oder HEy Perser oder Hey Asiaten, es heisst "Hey Bevölkerung" und damit ist jeder Bürger jedes Landes gemeint.

 

Zudem solltest du auch wissen dass selbst das Christentum keine europäische ERfindung ist. Nur weil in Kirchen Jesus audhobillah immer mit blauen Augen und blonden Haaren abgebildet wird, heisst es nicht dass es ein Deutscher war. Jesus war aus Palästina- wir Deutschen müssen echt mal lernen einerseits zu verstehen dass es auch andre Kulturen gibt, anderrseits auch sehen dass eine Religion so wie beim Christentum auch in die eigene Kultur eingebaut werden kann. Das Christentum war nicht immer in Deutschland vorhanden..

 

Wsalam,Mahdi

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Salam,

"Und sage den gläubigen Frauen, sie sollen den Blick senken und ihre Keuschheit wahren und ihre Zierde nicht zeigen, außer dem, was davon sichtbar ist, und sie sollen ihre Tücher über ihren Kleiderausschnitt ziehen und ihre Zierde niemandem zeigen außer ..." (24:31)

 

Ja, die Sure ist mir bekannt. Trotzdem geht (nicht nur) aus dieser Sure nicht hervor, dass es erstens eine ständige Pflicht ist. (wegen soll) und zweitens nicht, daß es eine weltliche Strafe dafür geben muss.

 

Die vorislamischen Frauen hatten bereits ein Tuch auf den Kopf und eine Art Umhang, nur haben sie ihren Hals oder Dekolleté offen gelassen.

 

Was war daran so schlimm?

 

Und der Hijab ist nicht lediglich ein arabischer Brauch, sondern ein islamischer.

 

Ja, es ist ein islamischer geworden - weil es ein arabischer war und dadurch konserviert wurde.

 

Es gibt also sehrwohl Dinge, die flexibel sind und sich gemäß der Zeit und Ort ändern können.

 

Ja, gut möglich. Aber warum gerade nicht die Hijab-Pflicht? Ausserhalb von Arabien ist sie doch niemals nötig gewesen. smile2.gif

 

Kai

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Salam,

 

was hat das jetzt mit Thema Hijab zu tun?

Und arabisch zu kleiden ist gut und Anzug tragen ist auch gut , was ist das Problem.

 

Das Problem ist dabei der Effekt, wie er hier beschrieben wurde. Jede Kultur muss sich dem Islam anpassen. Daher die berechtigte Angst vor "Überfremdung" des Islams.

 

Männer dürfen sich ihren Kleidungsstil aussuchen. Frauen müssen sich verhüllen.

 

Das ist doch klar, daß das Überfremdungsangst auslösen muss. (Und Widerstand - früher oder später)

 

Der zeigt sich doch schon bei vielen Muslimas und der Gesellschaft.

 

Kai

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Salam,

 

du solltest dir aber vor Augen halten wäre er in Europa erschienen, hätte es an seiner Botschaft nichts geändert. Der Prophet ist zwar in einem arabischen Land erschienen, aber er ist nicht für allein für die Araber erschienen- seine Botschaft war universell.

 

Das ist natürlich im Sinne der Unerschaffenheit verständlich. Nur ist er halt in Arabien offenbart worden. Und daher die arabische Sicht. Die Botschaft mag universell sein. Wie auch die anderer Religionen. Aber der Text?

 

Deutschen müssen echt mal lernen einerseits zu verstehen dass es auch andre Kulturen gibt

 

Du meinst, das weiss man hier nicht?

 

Aber jede Kultur hat das Recht zu existieren. Auch unsere. Wie die Kultur der Oper im Speziellen, wie die Kultur der Musik im Allgemeinen. Und auch die "Kultur" des Oktoberfestes und die des CSDs.

 

Kai, der auch weiterhin mit seiner "unverschleierten" Frau im Park händehaltend spazieren gehen können möchte

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Salam aleykum,

 

Allah weißt was das beste für Menschen sind,und wenn Allah etwas zu Pflicht macht ist es besser für menschen es zu machen auch wenn es gegen ihre Kultur ist denn Koran sagt oft zu Götzendiener dass was die vorfahren machten falsch sei und man sich nicht falsche Kulturen halten soll.

 

Wassalam

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#bismillah#

As Salamu aleikum,

 

Salam,

 

Ja, die Sure ist mir bekannt. Trotzdem geht (nicht nur) aus dieser Sure nicht hervor, dass es erstens eine ständige Pflicht ist. (wegen soll) und zweitens nicht, daß es eine weltliche Strafe dafür geben muss.

 

Es muss keine weltliche Strafe dafür geben. Aber eine Gesellschaft, die es als Kleiderordnung bestimmt hat, sanktioniert natürlich die Nicht-Befolgung. Sowas ist relativ normal.

 

Was war daran so schlimm?

 

 

Daran war weniger was schlimm, nur waren die vorislamischen Araber fast alles Götzendiener. Wie es auch in einem anderen Vers heißt, sollten die Frauen, die mit ihren Tüchern über ihr Dekolleté gezogen haben, als Musliminnen erkannt werden. Es war also u.a. eine Art Unterscheidungsmerkmal.

 

Ja, es ist ein islamischer geworden - weil es ein arabischer war und dadurch konserviert wurde.

 

 

Was ist so schlimm daran? Das Umkreisen der Kaaba haben die vorislamischen Araber auch getan, nur hat der Prophet Muhammad (sas) es in seiner Bedeutung geändert.

 

Ja, gut möglich. Aber warum gerade nicht die Hijab-Pflicht? Ausserhalb von Arabien ist sie doch niemals nötig gewesen. smile2.gif

 

 

Warum ist es in Arabien nötig, aber außerhalb nicht? Bis heute gibt es Christinnen, die sich sogar besser oder mehr als so manch bedeckte Muslima bedecken. Ich wurde mal von einer Frau angesprochen, ob ich nicht zu einem christlichen Orden gehöre. Kleidung hat viel mit Identität zu tun, viele Soziologen (westliche) haben darüber geschrieben. Dass Frauen von den Blicken der Männer beschützt werden sollen, ist (meines Erachtens) nur ein anderer Teil der wesentlichen Bedeutung.

 

wassalam

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Salam,

 

 

Das Problem ist dabei der Effekt, wie er hier beschrieben wurde. Jede Kultur muss sich dem Islam anpassen. Daher die berechtigte Angst vor "Überfremdung" des Islams.

 

Männer dürfen sich ihren Kleidungsstil aussuchen. Frauen müssen sich verhüllen.

 

Das ist doch klar, daß das Überfremdungsangst auslösen muss. (Und Widerstand - früher oder später)

 

Der zeigt sich doch schon bei vielen Muslimas und der Gesellschaft.

 

Kai

Hallo Kai,

ja, das ist irgendwie auch dass, was mich persönlich etwas abstösst. Es gibt auch die Sure im Koran, in der Gott sagt: Alles,ausser der Beigesellung, vergibt er, wem er will. Daher erscheint mir keinen Hijab zu tragen, aber ansonsten Zakat zu zahlen, zu beten,Koran lesen nicht derart häretisch, ich denke, es würde sogar die Durchdringung der Gesellschaft mit islam. Werten erleichtern (vielleicht hätten wir dann weniger sex. aufgeladene Werbung). Ich will nat. niemanden kritisieren, der das anders machen möchte.Wahrscheinlich, weil meine Sicht auf Religion eher esoterisch (also von innen heraus) als exoterisch ist :-)

 

bismillah.gif

As Salamu aleikum,

 

Es muss keine weltliche Strafe dafür geben. Aber eine Gesellschaft, die es als Kleiderordnung bestimmt hat, sanktioniert natürlich die Nicht-Befolgung. Sowas ist relativ normal.

 

 

Daran war weniger was schlimm, nur waren die vorislamischen Araber fast alles Götzendiener. Wie es auch in einem anderen Vers heißt, sollten die Frauen, die mit ihren Tüchern über ihr Dekolleté gezogen haben, als Musliminnen erkannt werden. Es war also u.a. eine Art Unterscheidungsmerkmal.

 

 

Was ist so schlimm daran? Das Umkreisen der Kaaba haben die vorislamischen Araber auch getan, nur hat der Prophet Muhammad (sas) es in seiner Bedeutung geändert.

 

 

Warum ist es in Arabien nötig, aber außerhalb nicht? Bis heute gibt es Christinnen, die sich sogar besser oder mehr als so manch bedeckte Muslima bedecken. Ich wurde mal von einer Frau angesprochen, ob ich nicht zu einem christlichen Orden gehöre. Kleidung hat viel mit Identität zu tun, viele Soziologen (westliche) haben darüber geschrieben. Dass Frauen von den Blicken der Männer beschützt werden sollen, ist (meines Erachtens) nur ein anderer Teil der wesentlichen Bedeutung.

 

wassalam

 

Hallo Jasmina,

Du schreibst: Warum ist es in Arabien nötig, aber außerhalb nicht?

 

Soweit ich gelesen habe, war es im alten Arabien ganz normal, Tawaf um die Kaaba zu machen-und zwar oben ohne. Auch für Europäer wäre das-auch heute, nun ja, ein öffentliches Ärgernis, mindestens, und würde mit Verhaftung und Bussgeld geahndet werden. Wenn es in Arabien nötig war/ist, so hat dies wahrscheinlich damit zu tun, dass, kulturell bedingt, in jeder Weltgegend etwas anderes als erotisch gelten kann. In Japan war/ist es "erotisch" wenn eine Geisha ihren entblössten Hals gezeigt hat, in Schweden ist es normal, dass Männer und Frauen nackt in der Sauna sitzen, und nichts Arges passiert (man "senkt" sogar automat. den Blick, den nach unten zu schauen verstösst gegen die Sitten), im Amazonas laufen Frauen oben ohne rum und Männer verbergen ihr Geschlechtsteil in einem umgeschnallten Horn usw. Ich würde argumentieren, dass in jedem dieser drei Fälle die Kleidung "nicht zu kurz" ist bez. "der Blick gesenkt wird".

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Salam,

 

Es muss keine weltliche Strafe dafür geben. Aber eine Gesellschaft, die es als Kleiderordnung bestimmt hat, sanktioniert natürlich die Nicht-Befolgung. Sowas ist relativ normal.

Ja, leider. Es scheint eine Art Misstrauen der Führung gegenüber der Gesellschaft zu sein. Warum sonst braucht man soetwas wie eine Religionspolizei? Warum gibt es streng-muslimische Länder wie der Oman, die keine Religionspolizei brauchen, weil die muslimische Gesellschaft das von alleine regelt? Das Image des Islams leidet sehr durch diese Art der "Vormundschaft".

sollten die Frauen, die mit ihren Tüchern über ihr Dekolleté gezogen haben, als Musliminnen erkannt werden. Es war also u.a. eine Art Unterscheidungsmerkmal.

 

Das ist natürlich jetzt in Ländern mit Religionspolizei obsolet smile2.gif

 

Warum ist es in Arabien nötig, aber außerhalb nicht? Bis heute gibt es Christinnen, die sich sogar besser oder mehr als so manch bedeckte Muslima bedecken.

 

Das weiss ich. Aber es ist ein Unterschied, ob frau "muss" oder nicht. Warum soll sich eine Frau nicht reizend zeigen dürfen, wenn sie es möchte? Gut, das braucht jetzt nicht ausdiskutiert werden, weil es quasi eine Art FAQ ist.

 

Dass Frauen von den Blicken der Männer beschützt werden sollen, ist (meines Erachtens) nur ein anderer Teil der wesentlichen Bedeutung.

 

Es sind Männer die solche Vorschriften gemacht haben. Männer, die wahrscheinlich "Angst" vor Frauen und ihren "Verführungskünsten" hatten und Angst davor, daß die Männer abgelenkt - von was auch immer - werden. Es erscheint mir unlogisch, daß auf Grund vom Fehlverhalten von (arabischen) Männern, die Frauen sich einschränken müssen. Wären Frauen an der Macht gewesen oder emanzipierte Männer, dann würde die sexuelle Belästigung besser sanktioniert. Aber wir werden diese Problem nicht lösen, weil es da ein Widerspruch zwischen Religion und "Vernunft" "aufgeklärter Art" gibt. Wie es bei Prüderie halt passieren kann.

 

Kai

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Salam,

 

Warum ist es in Arabien nötig, aber außerhalb nicht? Bis heute gibt es Christinnen, die sich sogar besser oder mehr als so manch bedeckte Muslima bedecken. Ich wurde mal von einer Frau angesprochen, ob ich nicht zu einem christlichen Orden gehöre. Kleidung hat viel mit Identität zu tun, viele Soziologen (westliche) haben darüber geschrieben.
Ja, das nennt sich Tracht - und ist im allgemeinen freiwillig. Ich kenne Christinnen/Jüdinnen, die sich sehr "dezent" kleiden und keine Probleme am Arbeitsplatz oder sonstwo haben trotz Kopfbedeckung haben. Aber das muslimische Kopftuch wurde "ungeschickt" "eingeführt" und nun ist das Dilemma halt da.
Kai
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Salam,

 

Allah weißt was das beste für Menschen sind,und wenn Allah etwas zu Pflicht macht ist es besser für menschen es zu machen auch wenn es gegen ihre Kultur ist denn Koran sagt oft zu Götzendiener dass was die vorfahren machten falsch sei und man sich nicht falsche Kulturen halten soll.

 

Nun, ist das da'wa?

 

Kai

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Salam,

 

ja, das ist irgendwie auch dass, was mich persönlich etwas abstösst. [...] Wahrscheinlich, weil meine Sicht auf Religion eher esoterisch...

 

Nun, das sollte es nicht. (Das Abstossen). Wenn man sich in einer anderen Kultur einleben möchte, dann muss man halt "einige Kröten" schlucken. Jovial gesagt. Siehe z.B. http://www.wissen.de/problem-kulturschock

 

Und Rückkehrer (dabei denke ich jetzt an einen bestimmten...) erleben dann dieses: http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturschock#Eigenkultur-Schock:

 

"Das Phänomen des Eigenkultur-Schocks beschreibt das Phänomen eines Kulturschocks bei der Rückkehr aus einer fremden Kultur in die eigene Heimat. Dieser sei dabei in der Regel heftiger als bei Eintreten in die fremde Kultur, da die Notwendigkeit einer Reintegration in die eigene Kultur in der Regel eine höchst unerwartete psychologische Erfahrung darstelle."

 

Und zum Thema Esoterik fällt mir nur auf, daß der schiitische Islam meiner Meinung nach der esoterischte Islam ist

 

Kai

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Salam,

 

Du schreibst: Warum ist es in Arabien nötig, aber außerhalb nicht?

 

Ich glaube, das war eine Zusammenfassung meiner Frage.

 

Wenn es in Arabien nötig war/ist, so hat dies wahrscheinlich damit zu tun, dass, kulturell bedingt, in jeder Weltgegend etwas anderes als erotisch gelten kann. In Japan war/ist es "erotisch" wenn eine Geisha ihren entblössten Hals gezeigt hat, in Schweden ist es normal, dass Männer und Frauen nackt in der Sauna sitzen

 

Ja. Die Sexualität und der Islam ist so eine Sache für sich. Das wäre alles kein wirkliches Problem, würde man nicht glauben, der Koran sei unerschaffen - und für das ganze Universum verbindlich und vorherbestimmt.

 

Die Prüderie treibt z.B. in den USA seltsame Blüten. Auf der einen Seite wird die Sauna nur in Badekleidung genutzt und viele Menschen halten sich für gute Christen, aber andererseits werden dort die meisten Pronofilme produziert...

 

Kai

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As Salamu aleikum,

 

Männer dürfen sich nicht kleiden, wie sie wollen. Auch sie dürfen sich nicht so eng kleiden. Und bei allem Respekt, der männliche Körper ist jetzt auch nicht unbedingt der Hingucker gegenüber einen weiblichen Körper. Der weibliche Körper ist um einiges aufreizender, das sieht man an Werbungen, dass meist leicht bekleidete Frauen eingesetzt werden.

 

Der Hijab ist nicht ausschließlich für die Verminderung der Reize da, es ist, wie bereits gesagt, ein Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmal. Wenn eine muslimische Frau mit Hijab in den Amazonas geht, dann signalisiert sie damit etwas. Warum denkst du, liebe HannaZara, dass der Hijab nur darin besteht "nicht zu kurz" anzuziehen? Warum nicht auch kurz?

 

Es sind Männer die solche Vorschriften gemacht haben. Männer, die wahrscheinlich "Angst" vor Frauen und ihren "Verführungskünsten" hatten und Angst davor, daß die Männer abgelenkt - von was auch immer - werden. Es erscheint mir unlogisch, daß auf Grund vom Fehlverhalten von (arabischen) Männern, die Frauen sich einschränken müssen. Wären Frauen an der Macht gewesen oder emanzipierte Männer, dann würde die sexuelle Belästigung besser sanktioniert. Aber wir werden diese Problem nicht lösen, weil es da ein Widerspruch zwischen Religion und "Vernunft" "aufgeklärter Art" gibt.

 

Das Feministinnen-Argument schlechthin. Nein, lieber Kai, es hat nichts mit männlicher Angst und auch nicht mit Einschränkung zu tun. Die meisten Frauen tun das auch aus sich selbst heraus. Sie tragen den Hijab, weil sie es wirklich wollen, weil sie sich dadurch frei, wirklich fühlen, usw. und es ist für sie keineswegs eine Einschränkung. Es hat auch viel mit Scham zu tun. Je zivilisierter der Mensch wurde, desto höher stieg seine Scham, und irgendwann nahm diese wieder ab, sodass man Frauen, die sich im Playboy ablichten lassen, als freie und mutige Menschen bezeichnet.

 

Man kann doch nicht verleugnen, dass der Mann durch die Reize der Frau beeindruckt wird. Das ist doch was ganz natürliches und auch nicht mal schlecht. Es geht aber darum, wie die Frau im alltäglichen Leben, außerhalb des Schlafzimmers (und darin eigentlich auch), wahrgenommen wird und wahrgenommen werden will. Warum wird eine "ausgeprägtere" Scham (was früher übrigens eine Tugend war) so verurteilt? Wenn Frauen nicht zu kurzes anziehen möchten, dann weil sie dabei ein Schamgefühl empfinden würden. Sie ziehen sich lange Sache an, weil sie befürchten, auf die unbedeckten Beine, Po usw. fokussiert zu werden. Bei Muslimen ist die Schamgrenze einfach höher bzw. der Islam hat sie höher angesetzt, und muslimische Frauen zeigen das auf ihre Weise. Wir sehen doch heute, was ein immer geringes Schamgefühl bewirkt.

 

Dieses Argument, dass Männer eine geringe innere Kontrolle haben, und Frauen sich deswegen gefälligst gemäß anziehen müssen, ist so schwach. Wie viele halbnackte Frauen laufen hier jeden Sommer rum, habt ihr mal muslimische Männer gesehen, die sich auf sie stürzen? Es geht in erster Linie beim Hijab um die Frau selbst und Gott, dann kommt erst später der Mann.

Irgendwelche Vermutungen, warum es das Gebot des Hijab gibt, sollten lieber unterlassen werden, sofern man einen vernünftigen Dialog sucht.

 

Die Frau hat jedenfalls mehr zu bieten, als ihre Schönheit und Reize. Sie hat auch einen Verstand, eine Meinung, Gedanken und darauf sollte der Fokus liegen. Imam Ali ibn Abi Talib (as) sagte: "Wer seine Geheimnisse für sich behält, der hat die freie Wahl"

 

wassalam

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Salam,

 

Irgendwelche Vermutungen, warum es das Gebot des Hijab gibt, sollten lieber unterlassen werden, sofern man einen vernünftigen Dialog sucht.
Ja, besser ist das. Aber wie gesagt, es hat keinen Sinn. Es gibt die Vorschrift, es gibt teilweise die Gesellschaft und in einigen Staaten Strafen.

 

Aber wieso Dialog? Ergebnissoffen kann dieser nicht geführt werden. Man kann sich unterschiedliche Ansichten kommunizieren, aber ein Wandel aus der jetztigen seltsamen Situation erscheint mir ohne Dialog nicht möglich zu sein. Meine persönliche Meinung spielt da keine Rolle. Es wundert mich nur, warum da so ein Bohei daraus gemacht wird.

 

Kai

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#bismillah#

As Salamu aleikum,

 

worin liegt dann dein genaues Streben?

Und welchen Lärm meinst du genau? Du gehörst übrigens zu den eifrigsten Schreibern hier. :D

 

Es gibt dieses Gebot/Vorschrift, ja, da hast du Recht. Aber jedes Gebot hat eine Weisheit. Und ob du es glaubst oder nicht, viele haben den Hijab weder aus Druck, noch aus Zwang, noch aus einem bloßen Nicken angenommen. Viele haben sich damit auseinandergesetzt und für viele bedeutet das Identität, Ehre, Freiheit, Wissen.

 

wassalam

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Salam,

 

Sie tragen den Hijab, weil sie es wirklich wollen, weil sie sich dadurch frei, wirklich fühlen, usw

 

Ja, hier in Europa vielleicht.

 

Man kann doch nicht verleugnen, dass der Mann durch die Reize der Frau beeindruckt wird.

 

Dieses Argument, dass Männer eine geringe innere Kontrolle haben, und Frauen sich deswegen gefälligst gemäß anziehen müssen, ist so schwach. Wie viele halbnackte Frauen laufen hier jeden Sommer rum,

 

 

Ja. Hier. Und manche Männer würden vielleicht gerne, wissen aber das es sanktioniert wird. Ausserdem hat der "westliche" Einfluss auch bei einigen-vielen Männer etwas bewegt. Wenn ein Mann ständig mit weiblichen Reizen konfrontiert wird, bewirken diese mit einmal nicht mehr soviel soviel Zina.

 

Es geht in erster Linie beim Hijab um die Frau selbst und Gott, dann kommt erst später der Mann.

 

So wird das gelehrt. Ankommen jedoch andere Dinge. Wie ich bereits schrieb, ist das Kind inzwischen "in den Brunnen gefallen"

 

Die Frau hat jedenfalls mehr zu bieten, als ihre Schönheit und Reize. Sie hat auch einen Verstand, eine Meinung, Gedanken und darauf sollte der Fokus liegen.

 

Ja. Klar.

 

Kai

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Salam,

 

worin liegt dann dein genaues Streben?

 

Am Anfang war es Verständnis und Hilfe für Selbstreflexionen. Mittlerweile geht es mir darum Konflikte zu verstehen und zu begreifen, das sie selten "so einfach"lösbar sind, aber durchaus erscheinen, weil ja nur der Gegenüber einlenken müsste...

 

Und welchen Lärm meinst du genau?

 

Der Lärm, der gemacht wird, wenn es um bestimmte Dinge geht. Und die damit verbundenen Ansichte einseitig als unverhandelbar erscheinen.

 

Und ob du es glaubst oder nicht, viele haben den Hijab weder aus Druck, noch aus Zwang, noch aus einem bloßen Nicken angenommen.

 

Ja. Hier. Aber wie sieht es in den Ländern mit RP aus, wo diese "Entscheidung" Pflcht ist - und auch für Nichtmuslime

 

Viele haben sich damit auseinandergesetzt und für viele bedeutet das Identität, Ehre, Freiheit, Wissen.

 

Ja, widerum hier in .eu. Und der nächste Punkt ist das mit der Bedeutungsverschiebung von "Ehre", "Freiheit" und "Wissen".

 

Gute Nacht,

Kai

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Salam

 

@Hannazara, du hast ja schon geschrieben, was Gott im Koran offenbart hat...Er vergibt, wem Er will...woher weisst du, dass Er dir vergeben wird?

 

@Kai

Kleiderordnungen gibt es in jedem Land per Gesetz.Nur das Ausmaß ist unterschiedlich. Kleiderordnungen richten sich nach dem, was die Mehrheit der Bevölkerung möchte und für angemessen hält.

Die islamische Verfassung (die nicht statisch ist) der IRI ist vom Volk mit überwältigender Mehrheit so gewählt worden.Diese Verfassung enthält eine Kleiderordnung, die sich die meisten Bewohner des Landes wünschen.Warum also sollte dort jeder sich so freizügig kleiden, wie es ihm oder ihr passt? Wozu wurde dann über den Wunsch der hiesigen Bevölkerung abgestimmt ?

So wie es Gesetze gibt, braucht man auch eine Instanz, die gegen Gesetzesverstöße vorgeht (bzw.ermahnt im Falle der Kleiderordnung).Das ist in den meisten Staaten logische Konsequenz.

 

Im Oman hat der Sultan eben eine andere Kleiderordnung erlassen.Wenn die Omanis damit zufrieden sind, dann ist das ihre Entscheidung.

 

Fi aman Illah

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bismillah.gif

As Salamu aleikum,

 

Männer dürfen sich nicht kleiden, wie sie wollen. Auch sie dürfen sich nicht so eng kleiden. Und bei allem Respekt, der männliche Körper ist jetzt auch nicht unbedingt der Hingucker gegenüber einen weiblichen Körper. Der weibliche Körper ist um einiges aufreizender, das sieht man an Werbungen, dass meist leicht bekleidete Frauen eingesetzt werden.

 

Der Hijab ist nicht ausschließlich für die Verminderung der Reize da, es ist, wie bereits gesagt, ein Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmal. Wenn eine muslimische Frau mit Hijab in den Amazonas geht, dann signalisiert sie damit etwas. Warum denkst du, liebe HannaZara, dass der Hijab nur darin besteht "nicht zu kurz" anzuziehen? Warum nicht auch kurz?

 

Das Feministinnen-Argument schlechthin. Nein, lieber Kai, es hat nichts mit männlicher Angst und auch nicht mit Einschränkung zu tun. Die meisten Frauen tun das auch aus sich selbst heraus. Sie tragen den Hijab, weil sie es wirklich wollen, weil sie sich dadurch frei, wirklich fühlen, usw. und es ist für sie keineswegs eine Einschränkung. Es hat auch viel mit Scham zu tun. Je zivilisierter der Mensch wurde, desto höher stieg seine Scham, und irgendwann nahm diese wieder ab, sodass man Frauen, die sich im Playboy ablichten lassen, als freie und mutige Menschen bezeichnet.

 

Man kann doch nicht verleugnen, dass der Mann durch die Reize der Frau beeindruckt wird. Das ist doch was ganz natürliches und auch nicht mal schlecht. Es geht aber darum, wie die Frau im alltäglichen Leben, außerhalb des Schlafzimmers (und darin eigentlich auch), wahrgenommen wird und wahrgenommen werden will. Warum wird eine "ausgeprägtere" Scham (was früher übrigens eine Tugend war) so verurteilt? Wenn Frauen nicht zu kurzes anziehen möchten, dann weil sie dabei ein Schamgefühl empfinden würden. Sie ziehen sich lange Sache an, weil sie befürchten, auf die unbedeckten Beine, Po usw. fokussiert zu werden. Bei Muslimen ist die Schamgrenze einfach höher bzw. der Islam hat sie höher angesetzt, und muslimische Frauen zeigen das auf ihre Weise. Wir sehen doch heute, was ein immer geringes Schamgefühl bewirkt.

 

Dieses Argument, dass Männer eine geringe innere Kontrolle haben, und Frauen sich deswegen gefälligst gemäß anziehen müssen, ist so schwach. Wie viele halbnackte Frauen laufen hier jeden Sommer rum, habt ihr mal muslimische Männer gesehen, die sich auf sie stürzen? Es geht in erster Linie beim Hijab um die Frau selbst und Gott, dann kommt erst später der Mann.

Irgendwelche Vermutungen, warum es das Gebot des Hijab gibt, sollten lieber unterlassen werden, sofern man einen vernünftigen Dialog sucht.

 

Die Frau hat jedenfalls mehr zu bieten, als ihre Schönheit und Reize. Sie hat auch einen Verstand, eine Meinung, Gedanken und darauf sollte der Fokus liegen. Imam Ali ibn Abi Talib (as) sagte: "Wer seine Geheimnisse für sich behält, der hat die freie Wahl"

 

wassalam

Warum denkst du, liebe HannaZara, dass der Hijab nur darin besteht "nicht zu kurz" anzuziehen? Warum nicht auch kurz?

 

Ich denke mir dass, weil das als das absolute Hauptargument verwendet wird (Reize, Männer können sich nicht beherrschen ect). Wahrscheinlich sind das aber nur Rationalisierungen, mit dem Hijab ist es wahrscheinlich tatsächlicher eher so wie mit dem Verbot des Pferdefleischverzehrs in Europa (als Effekt wird es bis heute in vielen Teilen Europas nicht gegessen):Es geht um Identität, darum, sich von den Andersgläubigen /Heiden abzugrenzen.

 

Ich denke, Iman Ali hat allerdings Recht mit "Wer seine Geheimnisse für sich behält, der hat die freie Wahl". Ich finde es ziemlich grenzwertig sich z.B für den Playboy auszuziehen, oder gar in Pornos mitzuspielen. Jedoch bin ich auch, wie das rekonstrukturistische Judentum, der Meinung, dass jede Generation darüber nachdenken muss,was der eigentliche Sinn von Geboten und Verboten ist und wie man sie in der Zeit/Gegend, in der man sich befindet, umsetzen kann. Sonst kann es schnell so werden, dass man zwischen zwei Extremen laviert-entweder einem amoralischen laissez-faire oder Saudi-Arabien.

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