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Sinn von Bestrafung


Cell
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Ich wollte euch mal nach eurer Meinung fragen, wo der Sinn liegt, einen Menschen, der wegen seinem Unglauben seit sagen wir mal 1 Mrd. Jahren in der Hölle gequält und gefoltert wird, für für eine weitere Milliarde Jahre zu foltern. Hat die zusätzliche Bestrafungszeit irgendeinen Nutzen?

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#bismillah#

As Salamu aleikum,

 

wie kommst auf die zusätzliche Bestrafungszeit? Die Hölle ist eine "Institution", die verschiedene Gruppen empfängt. Für die einen ist sie eine Reinigung, für die anderen ist sie der ewige Aufenthaltsort, weil bei ihnen eine Reinigung nicht durchführbar ist, weil die Seele so verdorben worden ist. Solche Menschen wollen nicht mal ins Paradies.

Aber dass die Zeit von einigen dort so lange dauert, hat auch mit ihren Sünden und deren Konsequenzen zu tun. Bspw. ist es so, dass wenn man jemanden getötet hat, er unwiederbringlich ist. Man kann zwar bereuen, aber man kann keineswegs die Konsequenz (seinen Tod) auslöschen. Dies gibt ein Verständnis dafür, warum eine Bestrafung so lange währt. Aber Gott ist allvergebend und barmherzig, und lässt ins Paradies, wen Er will.

 

wassalam

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Salam,

 

Die Hölle ist eine "Institution", die verschiedene Gruppen empfängt. Für die einen ist sie eine Reinigung, für die anderen ist sie der ewige Aufenthaltsort, weil bei ihnen eine Reinigung nicht durchführbar ist [...]

 

Woher nimmst Du das Wissen, dass es in der Hölle und dem Paradies das Konzept "Zeit" gibt, wie wir sie kennen?

 

Kai

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As Salamu aleikum,

 

ich habe nicht gesagt, dass es dort das gleiche Zeitkonzept gibt, wie hier auf Erden bzw. wie wir sie kennen. Im Quran und in den Überlieferungen werden Zeitangaben gemacht, die für uns konkret nicht vorstellbar sind, wie "Ewigkeit", der Tag der Auferstehung sei wie 50.000 Jahren unserer Zeitrechnung bzw. ein Tag bei Gott ist wie 1000 Jahre unserem Zeitverständnisses usw. Dort werden auch Gleichnisse angeführt, wie Trauben im Paradies und Flüsse aus Milch. Würde man es so wörtlich verstehen, dann könnte ich mir mein Paradies bereits auf Erden machen.

 

Auf dieser Erde ist die Zeitangabe "ewig" etwas utopisches, nicht tatsächliches, denn alles ist vergänglich und dennoch nutzen wir es in unserem Reden und glauben und hoffen auf etwas Ewiges; ewiges Glück, Jugend, Leben usw. An sich ist das ja etwas Gutes, weil das ein Hinweis auf die innere Gewissheit von Ewigkeit ist, was ja das Jenseits ist, nur haben wir unsere Bestrebungen diesbezüglich auf etwas Vergängliches gerichtet, was ja paradox ist.

 

wassalam

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Salam,

 

ich habe nicht gesagt, dass es dort das gleiche Zeitkonzept gibt, wie hier auf bzw. wie wir sie kennen. Im Quran und in den Überlieferungen werden Zeitangaben gemacht, die für uns konkret nicht vorstellbar sind, wie "Ewigkeit" [...]

 

Letztenlich wissen wir es überhaupt nicht, da sich die Hölle, ggf. das Fegefeuer und das Paradies in einem anderem Dimensionsraum aufhalten muss. Und es die Dimension Zeit gar nicht geben muss. Trotzdem muss es ja für die unsterblichen Seelen einen Übergang dorthin geben.

Dort werden auch Gleichnisse angeführt, wie Trauben im Paradies und Flüsse aus Milch. Würde man es so wörtlich verstehen, dann könnte ich mir mein Paradies bereits auf Erden machen.

 

Ja, das wäre schön.

 

hoffen auf etwas Ewiges; ewiges Glück, Jugend, Leben usw.

 

Im Prinzip sind das alles nur biochemische Zustände im Gehirn eines Menschen, die auch in Lebzeiten stimuliert werden können.

 

An sich ist da ja etwas Gutes, weil das ein Hinweis auf die innere Gewissheit von Ewigkeit ist, was ja das Jenseits ist, nur haben wir unsere Bestrebungen diesbezüglich auf etwas Vergängliches gerichtet, was ja paradox ist.

 

Ja, aber unvermeindlich, solange man Religionen angehört, die lehren, dass die menschliche Seele unsterblich ist.

 

Während Anhänger von Religionen, die nicht von einer unsterblichen Seele ausgehen, aber von der Wiedergeburt der Menschen, die zu Lebzeiten sich "richtig" verhalten haben, da etwas "entspannter" leben können.

 

Kai

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As Salamu aleikum,

 

Bspw. ist es so, dass wenn man jemanden getötet hat, er unwiederbringlich ist. Man kann zwar bereuen, aber man kann keineswegs die Konsequenz (seinen Tod) auslöschen. Dies gibt ein Verständnis dafür, warum eine Bestrafung so lange währt. Aber Gott ist allvergebend und barmherzig, und lässt ins Paradies, wen Er will.

 

wassalam

 

Wenn jemand getötet wird, dann hat dies aus islamischer Sicht fast gar keine Konsequenz, weil man ja angeblich eine unsterbliche Seele hat. Es ändert sich ja nur die Verweilzeit auf der Erde ein klein wenig, was aber nicht wirklich ins Gewicht fällt im Anbetracht der Unendlichkeit der Existenz. Nichts, was man im Diesseits machen könnte hat einen wirklichen Einfluss auf ein angebliches Leben im Jenseits.

 

Aber zurück zum Thema. Bestrafung hat meiner Meinung nach 2 Funktionen. Andere von der Tat abschrecken und den Täter dazu bringen, die Tat nicht wieder zu begehen. Bei einer unendlichen Strafe erhält der Täter aber keine Möglichkeit, für seinen Fehler zu bezahlen, daraus zu lernen und dann ein besserer Mensch zu sein. Wäre es nicht viel barmherziger, einen Menschen für seine Tat angemessen zu bestrafen und ihm dann zu vergeben?

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Bismillah

Salamu alaykum

 

Eigentlich ist es eher so, dass alle Taten im Diesseits eine dauerhaften oder befristeten Einfluss haben. Der Aufenthalt im Jenseits hängt hauptsächlich oder nur von den Taten im Diesseits ab.

 

Zum zweiten Absatz:

Es kann ja sein, dass einem Mörder vergeben wurde aber er dennoch seine Tat nicht bereut. Vor einiger Zeit sollte ein Mann im Iran hingerichtet werden. Am Galgen kam die Mutter des Opfers gab dem Täter eine Ohrfeige und damit wurde der Mörder begnadigt.

 

Wenn er hingerichtet worden wäre, dann würde Gott allein wissen, ob er bereut hat bzw. bereuen würde oder nicht. Es muss nicht sein, dass er auf ewig im Jenseits bestraft wird.

Und natürlich dient eine Strafe zur Abschreckung. Regeln müssen mit Konsequenzen gestützt werden, um die Moral der Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Das muss aber auf einer gerechten Art und Weise geschehen und situationsgerecht ablaufen.

 

Was meinst du mit angemessen, könntest du bitte ein Beispiel nennen?

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Bismillah

Salamu alaykum

 

Eigentlich ist es eher so, dass alle Taten im Diesseits eine dauerhaften oder befristeten Einfluss haben. Der Aufenthalt im Jenseits hängt hauptsächlich oder nur von den Taten im Diesseits ab.

 

Mir ist selbstverständlich bewusst, wie die Ansichten des Islam sind. Das Leben ist angeblich eine Prüfung und entscheidet über das Schicksal im Jenseits. Das meinte ich aber nicht.

Jasmina hat gesagt, dass Mord erhebliche Konsequenzen hat und daher hart bestraft werden muss. Meine Antwort darauf war, dass Mord praktisch gesehen fast keine Konsequenz hat, da nach islamischer Lehre die Seele ja unsterblich ist. Wenn man bis in die Unendlichkeit existiert, dann ist es quasi unerheblich, ob man ein paar Jahre mehr oder weniger auf der Erde lebt.

 

 

Was meinst du mit angemessen, könntest du bitte ein Beispiel nennen?

 

Angemessen finde ich eine endliche Strafe, die irgendwann vorbei ist. Dies gibt dem Täter die Möglichkeit, einzusehen, was er falsch gemacht hat und es zu bereuen. In Kurzform sieht es so aus:

Mord---> 10000 Jahre Hölle ---> Täter sieht ein, was er falsch gemacht hat ---> Gott vergibt ihm ---> Bestrafung wird beendet und alle freuen sich

 

Im Islam sieht es aber so aus, dass Gott niemals aushört, eine Person zu bestrafen. Was ist der Sinn einer Bestrafung, wenn sie nie aufhört? Wenn ein Kind einen Fehler macht und bestraft wird, dann hofft man doch, dass es daraus lernt. Der Lerneffekt kann aber nur einsetzen, wenn die Bestrafung endlich ist. Also, wo ist der Sinn einer unendlichen Bestrafung?

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Salam,

 

Aber zurück zum Thema. Bestrafung hat meiner Meinung nach 2 Funktionen. Andere von der Tat abschrecken und den Täter dazu bringen, die Tat nicht wieder zu begehen.

 

Nun, die Idee ist ja oftmals auch diese, die Gesellschaft vor Menschen zu schützen, dieser Gesellschaft zu schaden. Wobei der Übergang zwischen Straftaten gegen Opfer und Straftaten ohne Opfer oftmals gleitend ist. Und wo genau jetzt die Grenze gesetzt wird, wo opferlose Straftaten (körperliche) Strafen rechtfertigen ist halt unterschiedlich. Wenn ich Dir aus Deinem Text ein Wort stehle, ist kann man es als Diebstahl oder Sachbeschädigung werten, ist aber trotzdem kein Schaden, denn Dein Ursprungstext ist ja noch vorhanden... Und ab dem Moment wird es für ein religiöses System schwierig, dass für Menschen aus anderer Gegend und zu einem anderen Zeitpunkt geoffenbart wurde.

 

Kai

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Bismillah

 

Einige hatten genug Zeit ihre Fehler im Diesseits einzugestehen, beharrten aber auf ihren Fehlern und stürzten damit viele Leute ins verderben.

Gott weiß schon vorher, ob die Person es bereuen würde oder nicht. Somit könnte die Person nach dem Aufenthalt im Feuer doch noch ins Paradies gelangen.

Gott hat den Menschen Regeln auferlegt und wer mit Absicht und voll motiviert gegen diese Regeln verstößt muss auch dementsprechend die Konsequenzen tragen.

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Salam

Es ist besser ein Kind zu erziehen als es zu bestrafen.Damit man das Kind erziehen kann, muss das Kind die Eltern als natürliche Autorität annehmen/erkennen, sonst machen tatsächlich weder Regeln,Erziehung noch Strafe Sinn.Dabei spielt die Länge der Strafe keine Rolle.Ein Kind, welches die Autorität seiner Eltern nicht anerkennt, dem wird auch die Strafe herzlich egal sein.Das Bsp.mit dem Kind ist nur bedingt anzuwenden auf Gott und seine Schöpfung.

 

Fi aman illah

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#bismillah#

As Salamu aleikum,

 

 


Ja, aber unvermeindlich, solange man Religionen angehört, die lehren, dass die menschliche Seele unsterblich ist.

 

Während Anhänger von Religionen, die nicht von einer unsterblichen Seele ausgehen, aber von der Wiedergeburt der Menschen, die zu Lebzeiten sich "richtig" verhalten haben, da etwas "entspannter" leben können.

 

Kai

 

Ist eine Wiedergeburt, also ein ständiges Wiedererleben auf dieser Erde wirklich entspannter? Oder wirklich etwas ganz anderes als eine unsterbliche Seele? Ist ein Eingehen in das Nichts (Nirvana) für den Menschen wirklich das große "Glück"?

Und Wissen über Hölle und Paradies haben wir nicht, wie wir Wissen über die Sonne haben, aber wir haben starke Hinweise dazu.

 

 

Wenn jemand getötet wird, dann hat dies aus islamischer Sicht fast gar keine Konsequenz, weil man ja angeblich eine unsterbliche Seele hat. Es ändert sich ja nur die Verweilzeit auf der Erde ein klein wenig, was aber nicht wirklich ins Gewicht fällt im Anbetracht der Unendlichkeit der Existenz. Nichts, was man im Diesseits machen könnte hat einen wirklichen Einfluss auf ein angebliches Leben im Jenseits.

Wäre die totale Vernichtung der Seele eine Konsequenz? Und es ist nach dem Islam und anderen monotheistischen Religionen sehr wohl so, dass alles, was man im Diesseits macht, einen Einfluss auf das Leben im Jenseits hat, wie der prophetische Ausspruch besagt: "Das Diesseits ist das Saatfeld des Jenseits."

Und dass man im unendlichen Leben irgendwie im Nichts rumschwirrt, dem ist ja nicht so. Von daher hat es eine Konsequenz. Um ins Paradies zu gelangen, muss man sich im Diesseits qualifizieren. Man muss also seine Seele dafür "trainieren", sie muss mit Liebe und Reinheit erfüllt sein, um das Paradies überhaupt erkennen zu können. Dafür sind Taten notwendig, denn die Tat formt maßgeblich die Persönlichkeit bzw. Seele. Die Religion hat also die Funktion die Anforderungen und notwendigen Mittel dafür bereitzustellen, wie z.B. Gebet, Nachdenken, Fasten usw.

 

Angemessen finde ich eine endliche Strafe, die irgendwann vorbei ist. Dies gibt dem Täter die Möglichkeit, einzusehen, was er falsch gemacht hat und es zu bereuen. In Kurzform sieht es so aus:

Mord---> 10000 Jahre Hölle ---> Täter sieht ein, was er falsch gemacht hat ---> Gott vergibt ihm ---> Bestrafung wird beendet und alle freuen sich

 

Im Islam sieht es aber so aus, dass Gott niemals aushört, eine Person zu bestrafen. Was ist der Sinn einer Bestrafung, wenn sie nie aufhört? Wenn ein Kind einen Fehler macht und bestraft wird, dann hofft man doch, dass es daraus lernt. Der Lerneffekt kann aber nur einsetzen, wenn die Bestrafung endlich ist. Also, wo ist der Sinn einer unendlichen Bestrafung?

 

Das stimmt nicht. Nach dem Islam kommen auch Menschen, die in der Hölle "gereinigt" wurden bzw. deren disqualifizierenden Eigenschaften und sonstigen Unreinheiten beseitigt wurden, ins Paradies. Es gibt aber eine Gruppe von Menschen, bei der nicht mal die Ewigkeit der Strafe aushelfen kann.

Und im Quran steht bestimmt auf jeden zweiten Seite, dass Gott der Vergebende ist, und dass Er alles vergibt, außer das Überzeugtsein von anderen Göttern neben ihn.

Und auch heißt es im Quran: "Dies für das, was deine Hände vorausgeschickt haben, und weil Gott den Dienern kein Unrecht tut." (16:118) Das Feuer in der Hölle wurde von den Menschen selbst entfacht, Gott erfreut sich nicht daran, die Menschen leiden zu sehen, Er hat auch nichts davon, sie alle zu verbrennen. Es heißt: „Und wenn dein Herr es gewollt hätte, wären alle auf Erden allesamt gläubig geworden. Willst du nun die Leute dazu zwingen, gläubig zu werden?...“ (10:99)

Und das Bestrafen von Kindern ist was anderes. Das Kind zu schlagen, hat fast kaum einen pädogogischen Effekt, und wenn, dann nur kurzfristig und fast ausschließlich negativen Effekt. Wenn man das Kind von Routinen fernhält, es bspw. kein Nachtisch haben darf, dann ist das eine Bestrafung, weil es mit Krisen (als Gegenteil von Routinen) nicht klar kommen kann. Man sagt ihm gleichzeitig, was es tun muss, um wieder die Routine zu erhalten, und das ist dann erst ein pädagogischer Effekt. Wenn ich einen erwachsenen Menschen aber 10 Jahre ins Gefängnis stecke, und ihn damit bestrafe, dann hat das auch nicht unbedingt den gewünschten Resozialisierungseffekt. Man hat öfters gehört, dass Vergewaltiger nach ihrer jahrelangen Gefängnisstrafe wieder "rückfällig" geworden sind. Es gibt auch lebenslange Strafen, welchen Effekt haben diese deiner Meinung nach? Und sind diese wirklich moralisch vertretbarer als eine Todesstrafe?

 

 

 

Nun, die Idee ist ja oftmals auch diese, die Gesellschaft vor Menschen zu schützen, dieser Gesellschaft zu schaden. Wobei der Übergang zwischen Straftaten gegen Opfer und Straftaten ohne Opfer oftmals gleitend ist. Und wo genau jetzt die Grenze gesetzt wird, wo opferlose Straftaten (körperliche) Strafen rechtfertigen ist halt unterschiedlich. Wenn ich Dir aus Deinem Text ein Wort stehle, ist kann man es als Diebstahl oder Sachbeschädigung werten, ist aber trotzdem kein Schaden, denn Dein Ursprungstext ist ja noch vorhanden... Und ab dem Moment wird es für ein religiöses System schwierig, dass für Menschen aus anderer Gegend und zu einem anderen Zeitpunkt geoffenbart wurde.

 

Die Todesstrafe wird nur bei gesellschaftlichen Straftaten verhängt, wenn also ein schweres Vergehen gegen ein Mitglied der Gesellschaft oder sie als Gesamtes, wie Hochverrat, begangen wurde. Natürlich wird sie nicht bei allen gesellschaftlichen Straftaten verhängt. Bei den "opferlosen" Straftaten müsste man auch unterscheiden. Wenn du gegen das Urheberrecht verstößt, dann hast du zwar kein Schaden am Körper der Person und ihrem materiellem Gut begangen, jedoch an ihrem geistigen Gut.

 

wassalam

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Und es ist nach dem Islam und anderen monotheistischen Religionen sehr wohl so, dass alles, was man im Diesseits macht, einen Einfluss auf das Leben im Jenseits hat

Welchen Unterschied macht es für deine angebliche Existenz im Jenseits, ob dich heute jemand tötet oder wenn du erst in 40 Jahren stirbst? Gar keine. Wenn man dich ermorden würde, dann hätte dies keinen negativen Einfluss auf deine Existenz im Jenseits.

Das stimmt nicht. Nach dem Islam kommen auch Menschen, die in der Hölle "gereinigt" wurden bzw. deren disqualifizierenden Eigenschaften und sonstigen Unreinheiten beseitigt wurden, ins Paradies. Es gibt aber eine Gruppe von Menschen, bei der nicht mal die Ewigkeit der Strafe aushelfen kann.

Und im Quran steht bestimmt auf jeden zweiten Seite, dass Gott der Vergebende ist, und dass Er alles vergibt, außer das Überzeugtsein von anderen Göttern neben ihn.

 

Mit anderen Worten, jeder Muslim kommt irgendwann ins Paradies, egal was für Schandtaten und Verbrechen er begangen hat. Jemand, der vor seinem Tod aber nicht den Islam angenommen hat, der wird für immer in der Hölle brennen, auch wenn er in seinem Leben sonst nichts falsch gemacht. Weißt du, wie sich das für mich anhört?

Es hört sich am wie eine menschengemachte Religion, deren oberstes Ziel es ist, Anhänger mit Hilfe von Angst zu gewinnen, sich aber nicht darum schert, ob der neue Anhänger ein Engel oder Monster ist, Hauptsache er glaubt den Mist.

Das Feuer in der Hölle wurde von den Menschen selbst entfacht

Definitiv nicht. Allah könnte die Existenz von potentiellen Höllernbewohnern ja einfach beenden. Er ist doch angeblich allmächtig und hat die Macht dazu. Aber nein, er hat sich mit voller Absicht dazu entschieden, eine Hölle mit bestimmten Eigenschaften zu erschaffen, um die Leute dort zu quälen.

Außerdem weiß er gemäß der islamischen Lehre ja schon bei der Erschaffung der angeblichen Seele, dass diese in der Hölle enden wird. Er könnte es also unterlassen, diese Seele zu erschaffen und der Seele damit das Leid ersparen. Aber nein, er entschließt sich aktiv dafür, die Seele zu erschaffen und dann bis in alle Ewigkeit zu foltern.

Oder er könnte der Seele einfach vergeben, egal was sie angestellt hat. Er hätte die Möglichkeit dazu. Niemand zwingt ihn, die Seelen zu foltern, aber er tut es trotzdem.

Man hat öfters gehört, dass Vergewaltiger nach ihrer jahrelangen Gefängnisstrafe wieder "rückfällig" geworden sind. Es gibt auch lebenslange Strafen, welchen Effekt haben diese deiner Meinung nach? Und sind diese wirklich moralisch vertretbarer als eine Todesstrafe?

Lebenslange Gefängnisstrafen haben einen Sinn, der mir im Ausgangspost entgangen ist und auf den Saluton hingewiesen hat. Er schützt die Gesellschaft vor den Wiederholungstätern. Dieser Punkt ist aber in der Diskussion vollkommen irrelevant, da man die Menschen im Jenseits ja wohl kaum davor schützen muss, dass Täter ihre im Diesseits verübten Taten im Jenseits wiederholen werden. Diese Vorstellung ist absurd.

Ja sie sind moralisch besser als die Todesstrafe, da eine lebenslange Haftstrafe die gleichen Funktionen erfüllt (Schutz vor dem Täter, Abschreckung), aber auf blutdürstige Rache verzichtet.

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Bismillah

 

Geehrte/r Cell, bitte ändern Sie Ihre Ausdrucksweise :) .

Es kann aber sein, dass Nichmuslime auch im Paradies sein werden und Leute, die sich als Muslime ausgeben, in der Hölle landen. Gott entscheidet nach einer vollkommenen und für den Menschen unvorstellbaren Gerechtigkeit.

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Salam

@Cell was hätte der Prophet Muhammad saas davon sich den Islam auszudenken? Macht und Reichtum hatte er nicht, dies ist historisch belegbar.Das gleiche gilt auch für andere Propheten,die ebenfalls bescheiden lebten und wenn sie etwas besaßen, verschenkten sie das Meiste davon.

Warum sollte ein Mensch auch Gnade und Barmherzigkeit erfinden, wenn er mit Angst Anhänger mobilisieren möchte, nach deiner Aussage? Und mobilisieren zu was ?

 

Fi aman illah

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Bismillah

 

Und es ist ein gewaltiges Werk, das Mohamed vollbracht hat, durch das bloße Konzept des Einzigartigen hat er ein ganzes Universum ergeben gemacht." [Johann Wolfgang von Goethe (1749 1832) Aus: "West-östlichen Divan"]

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As Salamu aleikum,

 

also lieber Cell, ich weiß ja nicht, woher du dein Wissen über den Islam beziehst, aber deine Ansicht ist etwas zu einfach gedacht, und deckt sich weniger mit der islamischen Lehre. Das hört sich eher nach Salafismus an.

 

Mit anderen Worten, jeder Muslim kommt irgendwann ins Paradies, egal was für Schandtaten und Verbrechen er begangen hat. Jemand, der vor seinem Tod aber nicht den Islam angenommen hat, der wird für immer in der Hölle brennen, auch wenn er in seinem Leben sonst nichts falsch gemacht. Weißt du, wie sich das für mich anhört?

Es hört sich am wie eine menschengemachte Religion, deren oberstes Ziel es ist, Anhänger mit Hilfe von Angst zu gewinnen, sich aber nicht darum schert, ob der neue Anhänger ein Engel oder Monster ist, Hauptsache er glaubt den Mist.

 

Nirgendwo im Quran heißt es, dass Muslime, egal was sie taten, irgendwann ins Paradies eingehen werden, und alle guten Menschen, die keine Muslime waren, für immer in der Hölle leiden. Du solltest solche Behauptungen belegen.

 

Und ja, es gibt vielleicht einige, die durch Angst zum Islam kommen, aber es gibt aber auch viele, die durch Hoffnung und aus Liebe zu Gott zum Islam kommen. Und Letzteres ist das Ideal der Anbetung bzw. das Ziel des Islam. Und es geht gerade genau darum, was du hier als unerheblich beschreibst. Es geht darum, besser als die Engel zu werden. Der Quran tadelt Leugner aus dem Islam (bzw. der Leute der Schrift, worunter auch Muslime fallen), und ebenso muslimische Heuchler und Unrechttuende. Der Titel bringt einen nicht ins Paradies, es ist die reine Seele, die sich Gott ergeben hat.

 

Definitiv nicht. Allah könnte die Existenz von potentiellen Höllernbewohnern ja einfach beenden. Er ist doch angeblich allmächtig und hat die Macht dazu. Aber nein, er hat sich mit voller Absicht dazu entschieden, eine Hölle mit bestimmten Eigenschaften zu erschaffen, um die Leute dort zu quälen.

Außerdem weiß er gemäß der islamischen Lehre ja schon bei der Erschaffung der angeblichen Seele, dass diese in der Hölle enden wird. Er könnte es also unterlassen, diese Seele zu erschaffen und der Seele damit das Leid ersparen. Aber nein, er entschließt sich aktiv dafür, die Seele zu erschaffen und dann bis in alle Ewigkeit zu foltern.

Oder er könnte der Seele einfach vergeben, egal was sie angestellt hat. Er hätte die Möglichkeit dazu. Niemand zwingt ihn, die Seelen zu foltern, aber er tut es trotzdem.

 

 

Definitiv nicht? Dann beweise es mir, dass dem nicht so ist. Und ja Allah ist allmächtig. Und Er könnte auch alles vernichten. Aber Er macht nichts ohne Grund und einen Sinn.

Wenn es zum Guten kein Gegenstück gäbe, dann wäre alles umsonst. Jede Anstrengung, die man unternimmt wäre für nichts. Aber "Sind etwa diejenigen, die wissen, und diejenigen, die nicht wissen, gleich? Doch bedenken es nur die Einsichtigen." (39:9)

Wenn Gut und Böse den gleichen Wert hätten, dann wäre das ungerecht. Gott befiehlt aber nicht das Böse oder lädt zum Feuer ein, damit Er seine Geschöpfe leiden sieht. Jene laden zum (Höllen)feuer ein. Allah aber lädt zum (Paradies)garten und zur Vergebung ein, mit Seiner Erlaubnis, und macht den Menschen Seine Zeichen klar, auf daß sie bedenken mögen. (2:221)

Wenn Er das will, dann bräucht Er weder Erde, Diesseits noch Paradies, sondern steckt sofort alle Seine Geschöpfe ins Höllenfeuer. Ich hoffe, du merkst, dass das nicht sinnig und dass es auch nicht sein kann. Es ist so: Gott sagt "Verhaltet euch so und so, und macht dies und jenes, damit ihr glücklich werdet". Aber der Mensch soll durch seinen Intellekt und Freiheit diesen Weg des Guten erkennen. Gott hat also das geboten und entlädt sich somit jeglicher Verantwortung für die Sünden seiner Geschöpfe.

Und Gott vergibt eine ganze Menge und Er wird auch vielen vergeben, die an sich eine richtige Einstellung hatten, so als wären sie reine Engel.

 

Ja sie sind moralisch besser als die Todesstrafe, da eine lebenslange Haftstrafe die gleichen Funktionen erfüllt (Schutz vor dem Täter, Abschreckung), aber auf blutdürstige Rache verzichtet.

Die Todesstrafe kann also nur eine blutdürstige Rache sein? Interessante Sichtweise. Ich betrachte eine lebenslange Strafe nicht als moralisch besser, und zwar aus Gründen des Täters. Die Gesellschaft soll natürlich vor ihm geschützt werden, denn er ist gefährlich und böse usw. Aber es ist eine massive Belastung für den Täter, für sein Leben lang von Gesellschaft getrennt zu sein, stigmatisiert, ausgestoßen zu werden, was bis hin zu psychischen Erkrankungen führen kann. Es ist also ebenfalls eine Qual für diesen Menschen. Jetzt kann natürlich das Gegenargument aufkommen, dass er anderes nicht verdient hätte, oder dass die Todesstrafe ihn sogar von der Existenz auf der Erde trennt. Wer nicht an einem Leben nach dem Tod glaubt, für den ist die Todesstrafe vielleicht wirklich zu krass. Sie ist auch krass und nicht zu bagatellisieren. Aber man übergibt die gerechte Verurteilung in diesem Sinne Gott.

 

Deine Beiträge lassen nicht unbedingt darauf schließen, dass es dir um die Aufklärung über die richtige Ansicht geht, was man an deinem gefestigten Urteil darüber erkennt, was Gott beabsichtigt und was der Islam in Wirklichkeit will. Ich glaube auch weniger, dass sich das mit meinem Beitrag oder der der anderen ändert, aber ich würde dich sehr gerne bitten, zu bedenken, dass du diesen "Mist" (womit du ja scheinbar den Islam meinst) und den vermeintlichen brutalen Gott in einem islamischen Forum beschreibst, wo Gott und der Islam als heilig gelten.

 

wassalam

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Bismillah

Assalamu Alaikum,

 

die Strafe ist eine Konsequenz und kein Racheakt.

 

Beispiel:

Wenn Jemand bspw. auf seinen Nacken runterfällt, und davon einen irreparablen Schaden trägt, dann bleibt er auch für ewig so. Das Runterfallen dauert vllt. Paar Sekunden der Schaden endet aber nicht.

 

Etwas ausführlicher:

Die Strafe im Jenseits ist als eine direkte Folge des eigenen Handelns zu verstehen. Ein Mensch X begeht Unrecht gegen sich selbst, beharrt darauf, schadet sich selbst, bringt sich selbst in Schwierigkeiten, verzichtet auf Gott, weist seine offenen Hände ab, schließt sich selbst aus seiner Barmherzigkeit aus, bereut nicht wahrhaftig und identifiziert sich selbst mit all diesen Eigenschaften, so dass sie sein Wesen ausmachen. Die Folgen seines Handelns sind verheerend. Gott warnt ihm davor, stattet ihm mit einer Vernunft aus, schickt ihm 124000 Propheten, viele Anweisung und Leitpfade und gibt ihm immer wieder eine Chance in diesem Leben. Er aber beweist, dass er, egal wie lange er leben würde, genau so handeln würde, wie er immer gehandelt hat. Irgendwann kommt sein Leben zu einem Ende und er findet das vor, was er gemacht hat. Das sind die Folgen seines Handelns.

Wassalam

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Salam,

 

Ist eine Wiedergeburt, also ein ständiges Wiedererleben auf dieser Erde wirklich entspannter? Oder wirklich etwas ganz anderes als eine unsterbliche Seele? Ist ein Eingehen in das Nichts (Nirvana) für den Menschen wirklich das große "Glück"?
Es gibt Gruppierungen im Christentum die von einer Ganztodtheorie ausgehen. Ähnlich im Annihilationismus, in dem angenommen wird, dass die nicht gerettete Seele einfach stirbt. Keine Hölle, keine Qual - einfach weg...
Und Wissen über Hölle und Paradies haben wir nicht, wie wir Wissen über die Sonne haben, aber wir haben starke Hinweise dazu.

 

Ja. Das Wissen haben logischerweise nur die Menschen, die schon mal am Ziel waren. Aber es gibt kein Zurück.

 

Wäre die totale Vernichtung der Seele eine Konsequenz?

 

Ja, aber warum wäre das so schlimm? Man könnte mit dieser Einstellung anderen Menschen keine Angst mehr machen. Das wäre für eine instrumentalisierte Religion ziemlich fatal.

Und es ist nach dem Islam und anderen monotheistischen Religionen sehr wohl so, dass alles, was man im Diesseits macht, einen Einfluss auf das Leben im Jenseits hat, wie der prophetische Ausspruch besagt: "Das Diesseits ist das Saatfeld des Jenseits."

 

Ich habe das Gefühl, es wünschen sich viele Gläubige, dass sie sich von den Ungläubigen abgrenzen können, was bei obiger Annahme nur schwierig ist und auch dazu führt dass Unrecht nicht "gesühnt" wird.

 

Von daher hat es eine Konsequenz. Um ins Paradies zu gelangen, muss man sich im Diesseits qualifizieren.

 

Das ist wahrscheinlich so. Nur über die qualifizierenden Taten herrscht uneinigkeit. Bzw. im Protestantismus qualifiziert man sich nicht durch Taten sondern alleine durch Glauben.

 

Man muss also seine Seele dafür "trainieren", sie muss mit Liebe und Reinheit erfüllt sein, um das Paradies überhaupt erkennen zu können. Dafür sind Taten notwendig, denn die Tat formt maßgeblich die Persönlichkeit bzw. Seele. Die Religion hat also die Funktion die Anforderungen und notwendigen Mittel dafür bereitzustellen, wie z.B. Gebet, Nachdenken, Fasten usw.

 

Das ist nicht bei jeder Religion so.

 

Die Todesstrafe wird nur bei gesellschaftlichen Straftaten verhängt, wenn also ein schweres Vergehen gegen ein Mitglied der Gesellschaft oder sie als Gesamtes, wie Hochverrat, begangen wurde.

Das mag im Idealislam so sein, im Realislam zeigt sich das jedoch anders. Vor allem bei den "opferlosen" Straftatan.

 

Natürlich wird sie nicht bei allen gesellschaftlichen Straftaten verhängt. Bei den "opferlosen" Straftaten müsste man auch unterscheiden.

 

 

Naja. Ich habe schon das Gefühl das da eher Religionsraison eine grosse Rolle spielt. Denn z.B. gelebte Homosexualität und öffentlicher "Austritt" aus dem Islam können schon unangenehme Strafen nach sich ziehen. Obwohl es opferlose Handlungen sind.

 

Wenn du gegen das Urheberrecht verstößt, dann hast du zwar kein Schaden am Körper der Person und ihrem materiellem Gut begangen, jedoch an ihrem geistigen Gut.

 

Das Thema Urheberrecht ist aus religiöser Sicht relativ kompliziert. Denn Jahrhunderte war das Urheberrecht kein Thema, weil eine Kopie selbst eine Leistung war. Erst mit dem Auftreten der sog. Contentmafia, der Trivialpatente und ähnlichen Konzepten wurde die wurde die freie Kopierbarkeit zu Gunsten der "Rechteverwerter" immer weiter beschränkt. Das hängt unmittelbar mit dem Kapitalismus zusammen...

 

Kai

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Salam,

 

@Cell was hätte der Prophet Muhammad saas davon sich den Islam auszudenken? Macht und Reichtum hatte er nicht, dies ist historisch belegbar.Das gleiche gilt auch für andere Propheten,die ebenfalls bescheiden lebten und wenn sie etwas besaßen, verschenkten sie das Meiste davon.
Warum sollte ein Mensch auch Gnade und Barmherzigkeit erfinden, wenn er mit Angst Anhänger mobilisieren möchte, nach deiner Aussage? Und mobilisieren zu was ?

 

Das ist in der Tat ein wichtiger Punkt, wenngleich es über den Lebenswandel von Mohamed unterschiedliche Meinungen gibt.

 

Der grosse Lokalkolorit des Korans und der weiteren Überlieferungen sind für mich der Hauptgrund warum ich den Koran nicht als unerschaffene Wort Gottes auch für Nichtaraber und der heutigen Zeit sehe. <christlicher Standpunkt> Warum sollte Gott sich ca. 700 Jahre nach dem Kreuzestodes Christi gemäss „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,16) wieder die Gnade zurücknehmen und eine Menge neue Regelungen Ge- und Verbote usw. zu verkünden?</>

 

Kai

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Salam

 

also lieber Cell, ich weiß ja nicht, woher du dein Wissen über den Islam beziehst, aber deine Ansicht ist etwas zu einfach gedacht, und deckt sich weniger mit der islamischen Lehre. Das hört sich eher nach Salafismus an.

 

Vielleicht ist genau das Problem. Zwar sollte man nicht alle Fehlinformationen gleich den Salafisten unterschieben, aber die Medien- und Internetpräsenz der Salafisten ist nicht zu verachten.

 

Wenn Gut und Böse den gleichen Wert hätten, dann wäre das ungerecht.

 

Erinnere Dich an das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Woher können wir wissen, was Gut und was Böse, was Recht oder Unrecht letztendlich für Gott ist?

 

 

Die Todesstrafe kann also nur eine blutdürstige Rache sein?

 

Zumindest macht die im Realislam öffentlich vollstrecken Todes- und Körperstrafen diesen Eindruck. Aber das ist wahrscheinlich eine Frage der Zeit. Die Zeiten, dass auch in Mitteleuropa die Todes- und Körperstrafen blutrünstig waren, sind nicht so lange her...

 

Aber man übergibt die gerechte Verurteilung in diesem Sinne Gott.

 

Nun, das ist auch eine sehr kreative Formulierung. "Ach, was macht es schon, wenn wir jemanden zu Unrecht foltern, töten, etc, Gott wird es richten..."

Deine Beiträge lassen nicht unbedingt darauf schließen, dass es dir um die Aufklärung über die richtige Ansicht geht, was man an deinem gefestigten Urteil darüber erkennt, was Gott beabsichtigt und was der Islam in Wirklichkeit will.

 

Ein- und die,selbe Sache von unterschiedlichen Menschen betrachtet können unterschiedliche Sichtweisen ergeben. Nur weil jemand eine andere Sicht von irgendwas hat bedeutet es nicht, das man vorurteilsbeladen an die Sache gegangen ist.

 

Den Eindruck haben ja auch viele von mir. Nur weil ich an xyz nicht glaube, bedeutet es eben nicht, dass ich von xyz keine Ahnung have oder nur nicht lange genug "gesucht" bzw. "geforscht" habe...

 

Kai

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Salam

Der Lebensstandart von Prophet Muhammad saas ist auch nach Arabisten und sonstigen Orientalisten ein bescheidener.Dazu gibt es viel Ausgrabungen und andere historische (authentische) Beweise.Auch die vorurteilsbehafteten Orientalisten zeichnen dieses Bild von ihm saas.

 

Auch ist der letzte Stand der Arabistik,dass der Koran das am kompliziertesten und reichste Sprachkunstwerk der arabischen Sprache ist und nur einen Verfasser hat,was sich am Stil usw.festlegen lässt.Der Prophet saas konnte nicht lesen oder schreiben.Wie also hätte er dieses Werk verfassen können oder ein anderer,wenn,(ist historisch belegbar) kein Literaturwerk oder Gedicht der vorislamischen Zeit auch nur ansatzweise (!) sprachlich,dichterisch oder auch grammatisch ausgefeilt,an den Koran heranreicht ?

 

Fi aman illah

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Salam,

 

Der Lebensstandart von Prophet Muhammad saas ist auch nach Arabisten und sonstigen Orientalisten ein bescheidener.Dazu gibt es viel Ausgrabungen und andere historische (authentische) Beweise.Auch die vorurteilsbehafteten Orientalisten zeichnen dieses Bild von ihm saas.

 

Wie gesagt, es gibt unterschiedliche Sichtweisen. Ich bin nicht in der Lage, das irgendwie zu bewerten, da mir das dazu nötige Wissen fehlt.

 

Kai

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Es kann aber sein, dass Nichmuslime auch im Paradies sein werden

 

Darüber kann man streiten. Im Koran steht auf jeden Fall, dass Menschen wegen ihres Unglaubens für immer in der Hölle brennen werden:

 

“Und diejenigen, die sich Gott und Seinem Gesandten widersetzen, ist das Feuer der Hölle bestimmt; darin werden sie auf ewig bleiben.” (Quran 72:23)

 

Aber eigentlich ist es egal, ob nun alle oder nur einige in der Hölle landen solange das opferlose "Verbrechen" des Unglaubens mit ewiger Hölle bestraft werden kann. Wo liegt da der Sinn. So gut wie jeder Ungläubige wird sofort Allah als einzigen Gott anerkennen wenn er vor ihm stehen würde. Allah könnte ihm sofort vergeben und sich eine Strafe sparen. Aber nein, er schickt in für IMMER in die Hölle. Diese Strafe dient weder als Abschreckung (da niemand im Diesseits die Vollstreckung der Strafe sieht) noch hilft sie dem Ungläubigen seine "Tat" zu bereuen, da er ja beim Eintritt des Jenseits sofort gemerkt hat, dass er im Irrtum war. Nein, es geht nur darum, diesen Menschen zu quälen und zu foltern ohne jeglichen weiteren Sinn.

 

Salam

@Cell was hätte der Prophet Muhammad saas davon sich den Islam auszudenken?

 

Menschen haben sich tausende von Religionen ausgedacht.

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Salam,

 

ich bin ja selbst manchmal etwas zu nervig und hinterfragend... :-)

 

Darüber kann man streiten. Im Koran steht auf jeden Fall, dass Menschen wegen ihres Unglaubens für immer in der Hölle brennen werden:

 

Aber was bitte möchtest Du hier? Was möchtest Du hier lernen, was Du nicht eh schon weisst?

 

Fragt sich,

Kai

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