paladino

Diskussion mit einem Atheisten

27 posts in this topic

Salam liebe Geschwister,

 

ein Freund von mir hatte vor einiger Zeit mit einem Atheisten diskutiert,

dabei ging es um die Frage ob es ein höheres Wesen/eine höhere Macht gibt.

Die Person erwiderte auf die Frage dass es nicht relevant für ihn sei, ob es nun einen Schöpfer gäbe oder nicht. Es würde auf sein bisher geführtes Leben keine Auswirkungen haben...

 

Die Antwort hatte den Bruder etwas irritiert, er wusste nicht wirklich wie er weiter diskutieren sollte.

 

Ich wollte gerne mal eure Meinungen diesbezüglich hören :)

 

Stellt euch vor ihr seid in so einem Gespräch, wie würdet ihr weiter verfahren?

Wie würdet ihr so ein Gespräch fortsetzen bzw. in welcher Richtung würdet ihr versuchen,

das Gespräch zu lenken?

 

Freue mich auf eure Antworten :)

 

wa salam

 

 

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S.A.

 

Gar nicht erst diskutieren. Gott kann man nicht beweisen, man kann nur dran glauben oder nicht...

 

S.A.

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Salam ,

Ich hätte gesagt spürst du den Wind? der Wind existiert richtig? Siehst du ihn, hätte ich zu ihm gesagt? Er würde sagen nein. Daraufhin hätte ich gesagt das ist das gleiche wie bei Gott, er existiert aber du kannst ihn nicht sehen.

Wa Salam

shiazu, anNur and Agit62 like this

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Salam Bruder,

In solchen Situationen versuche ich immer den Verstand des gegenübers anzusprechen.

 

Ich sage immer schau dich um, alles ausenrum ist so perfekt jedes Lebewesen, jede Funktion ist so perfekt. Wenn es keinen Gott geben würde und kein Leben danach, wäre das Leben sinnlos. Man könnte sich ja gleich umbringen, warum all die Schwierigkeiten ertragen? Alles hat ein Sinn und auch unsere Schöpfung nur ein Perfekter Schöpfer kann alles so perfekt erschaffen.

 

Das ist dann bei mir meistens der Punkt, wo der gegenüber nachdenkt und nichts mehr sagt

Wa salam

anNur likes this

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salam.gif

 

Salam Bruder,
In solchen Situationen versuche ich immer den Verstand des gegenübers anzusprechen.

Ich sage immer schau dich um, alles ausenrum ist so perfekt jedes Lebewesen, jede Funktion ist so perfekt. Wenn es keinen Gott geben würde und kein Leben danach, wäre das Leben sinnlos. Man könnte sich ja gleich umbringen, warum all die Schwierigkeiten ertragen? Alles hat ein Sinn und auch unsere Schöpfung nur ein Perfekter Schöpfer kann alles so perfekt erschaffen.

Das ist dann bei mir meistens der Punkt, wo der gegenüber nachdenkt und nichts mehr sagt
Wa salam

 

"Perfekt" ist relativ... und man kann einiges aufzählen, was "verbesserungswürdig" wäre. daumenhoch.png

 

wasalam.gif

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Salam,

 

um ehrlich zu sein, bin ich persönlich nicht so ein fan von Diskussionen mit Atheisten, weil sie dann mit naturwissenschaftlichen Aspekten kommen. Dann fangen sie an über Darwin und der synthetischen Evolutionstheorie zu sprechen. Oft kommen dann auch Bemerkungen, wie "Wieso sollte ich denn einem alten Buch folgen?"

Aber sonst -wie schon der Bruder Agit62 erwähnt hat- was würde es denn für einen Sinn machen? Wenn ihm Gott "irrelevant" sei, wieso dann nicht gleich das ganze Leben?

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salam.gif

 

Ich würde da auch gar nicht erst weiter diskutieren. Ich hab die Erfahrung gemacht das es nichts bringt.

Wer nichts sehen will, der wird auch nichts sehen und immer andere Dinge hervor schieben um die Welt und das Universum erklären zu können.

 

Das Beispiel mit dem Wind ist nicht schlecht, aber den Wind kann man beweisen, Allah hingegen nicht.

Der Wind ist auch zu sehen, wenn er an den Bäumen vorbei streift usw, von daher würde dieses Gleichnis keine Bedeutung für einen Atheisten haben.

Auch so Sachen wie Wärme und Kälte kann man nicht sehen, sind aber alle beweisbar. Alles was auf der Erde ist kann man irgendwie mit der Wissenschaft beweisen, es ist halt nur Allah den man nicht beweisen kann und darin liegt die große Prüfung, ihn überhaupt erst mal zu erkennen. rose.gif

 

Für einen Atheisten muss alles wissenschaftlich bewiesen werden können, solange dies nicht möglich ist, sieht er keinen Sinn darin etwas anzunehmen.

Man muss schon selber bereit dafür sein sich einem Glauben gegenüber zu öffnen, sonst ist jede Diskussion umsonst.

 

Das einzige worauf ich vielleicht hinweisen würde, sind die Wunder des Quran, da diese auch mit der Wissenschaft zu beweisen sind.

Da die Wissenschaft zur der Zeit der Enstehung des Quran noch nicht weit fort geschritten war und einiges erst heute tatsächlich bewiesen wurde wie es im Quran schon damals stand, könnte das vielleicht jemanden beeindrucken. Allerdings lassen sich die wenigsten darauf ein. Ich vermute mal weil der Stolz zu groß ist um anzuerkennen das eben doch etwas wahres dran sein muss. ;)

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Salam,

 

danke erstmal für die Antworten smile.png

ja das ist richtig, mit Atheisten zu diskutieren und zu argumentieren ist nicht so einfach.

Aber dieses "erst gar nicht auf eine Diskussion einlassen", halte ich ebenfalls für verkehrt.

Unsere Vorbilder (der Prophet und die reinen Imame) haben uns ständig das Gegenteil vorgelebt.

Wenn wir uns beispielsweise die zahlreichen Debatten von Imam Ali al Ridha oder Imam Jaffar s. a.s

mit Andersgläubige vor Augen führen, dann sehen wir, dass sie Diskussionen nie ignoriert

oder gar ausgewichen sind.

 

 

"Perfekt" ist relativ... und man kann einiges aufzählen, was "verbesserungswürdig" wäre. daumenhoch.png

 

 

Vor allem in der islamischen Welt.....

 

Wenn ihm Gott "irrelevant" sei, wieso dann nicht gleich das ganze Leben?

 

Gott ist in seinem Leben wohl nicht relevant, weil der Glaube an Gott

anscheinend keine Auswirkungen aus sein Tun und Handeln hat, zumindest nach der Meinung....

 

 

Das einzige worauf ich vielleicht hinweisen würde, sind die Wunder des Quran, da diese auch mit der Wissenschaft zu beweisen sind.

 

 

Das ist richtig, die Wunder im heiligen Koran lösen bei vielen Menschen (vor allem Atheisten)

großes Erstaunen aus. Allerdings finde ist das schwierig, wenn man keine gemeinsame Basis hat.

Ich finde, man muss erst mal ein gemeinsamen Nenner finden, was bei Diskussionen mit Atheisten

leichter gesagt ist... briggin.gif

 

Naja, der Prophet hat damals den Mond gespalten und dennoch ließen sich einige nicht überzeugen.

 

Aber in diesem Fall, müsste man der Person erst mal verdeutlichen, wieso es doch relevant für ihn ist.

 

Allerdings lassen sich die wenigsten darauf ein. Ich vermute mal weil der Stolz zu groß ist um anzuerkennen das eben doch etwas wahres dran sein muss. zwinker.gif

 

Die meisten dieser Art haben keinen Buchstaben vom Koran gelesen und wollen uns beweisen dass es sich hierbei um ein "Märchenbuch" handelt.

Woher nur diese Zuversicht, frag ich mich immer....

Mika'il and sh313a like this

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salam aleikum,

 

sind das nicht Cyanobakterien oder so in der Art? briggin.gif

wa3aleikom l salam

 

frag mich nicht - null ahnung von so nem Zeug aber im Internet steht das es noch nicht nachweisbar ist woran das liegt

vllt an algen oder ka was die da sagen :D

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Salam

 

Es geht ja darum, ob es relevant ist oder nicht an einem Gott bzw. etwas Höherem zu glauben. Es ihm zu beweisen ist ja einfach, dafür haben wir das heilige Buch, ob er daran glaubt ist was anderes. Man muss bei der Frage anders heran gehen.

Man könnte ihn z.B sagen, was ist den verkehrt herum wenn man an einem Gott glaubt? Da es eh für ihn irrelevant ist, ob es einen Gott gibt oder nicht, hat er ja nichts zu verlieren und wenn es einem Gott gibt (astaghfirullah), gehört er auf der richtigen Seite und kann nur gewinnen.

Ich hoffe ihr konntet mir folgen und verstehen was ich meine.

 

Salam

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#bismillah#

Salam,

 

ich bin immer der Ansicht, dass man durch das Ausleben der Religion seinen Mitmenschen zeigen kann, wie gut die Religion und der Glaube an Allah tatsächlich ist. Die Religion sollte uns dazu bringen, ein besserer Mensch zu werden. Sind wir es nicht, machen wir irgendetwas falsch. Eine Diskussion mit einem Atheisten hat einen positiven aber auch negativen Aspekt, meiner Meinung nach: Der positive Aspekt ist der, dass wir dadurch alles reflektieren, wir erneuern unser Wissen, wir frischen es auf, wichtige Fragen kommen dabei hervor und wir suchen deren Antworten, dies führt dann wiederum dazu, dass wir immer überzeugter werden. Der negative Aspekt ist der, dass die meisten nur diskutieren, um zu überzeugen. Aber die Rechtleitung liegt bei Allah. Wir können nur die Antworten liefern und sollte der Atheist nicht glauben, braucht es uns nicht traurig zu stimmen. Generell ist das Thema Religion ein langer Prozess. Es beginnt damit, dass man alles leugnet. Man sollte den Menschen Zeit geben, aus ihrem Denkmuster rauszukommen.

 

Wenn in einer Diskussion ein Atheist mir sagen würde, dass der Glaube an eine höhere Macht keine Auswirkung auf sein Leben hätte, so würde ich wahrscheinlich mit ihm darüber reden, aus welchem Grund wir denn eigentlich existieren. Meiner Ansicht nach ist der Ursprungsproblem des Nicht-Glaubens die Unwissenheit über den Grund unserer Existenz. Würde ein Mensch sich wirklich dessen bewusst sein, das alles vergänglich ist, würde er tiefgründiger über viele Aspekte des Lebens und seiner Existenz nachdenken. Es liegt in unserer Fitra über uns und das Leben nachzudenken.

 

In einem Beitrag da oben wurde gesagt, dass man die Existenz Gottes nicht beweisen kann. Dem kann ich nicht zustimmen. Jeden Aspekt unseres Daseins und alles, womit unser Dasein zusammenhängt, kann man beweisen . Allerdings beweist man jedes "Ding" bzw. jeden dieser Aspekte unterschiedlich. Du kannst den Zusammenhang "1+1=2" nicht so beweisen, wie die Existenz Gottes. Dafür braucht man ein größeres Verständnis.

 

salam

Süleyha and vivi like this

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Salam,

 

 

Man könnte ihn z.B sagen, was ist den verkehrt herum wenn man an einem Gott glaubt? Da es eh für ihn irrelevant ist, ob es einen Gott gibt oder nicht, hat er ja nichts zu verlieren und wenn es einem Gott gibt (astaghfirullah), gehört er auf der richtigen Seite und kann nur gewinnen.

Ich hoffe ihr konntet mir folgen und verstehen was ich meine.

 

Das ist ein wichtiger und guter Aspekt.

Ich würde auch nicht sofort mit dem heiligen Koran argumentieren, wobei dies wahrlich unserer stärkste Waffe ist.

Letzten Endes würde der Mensch keinen "Schaden" davon tragen, wenn der Glaube an eine höhere Macht gegeben ist.

Es fällt einem auch schwer, sich in die Lage eines Atheisten hinein zu versetzen, wenn man in die entsprechende

Religion hineingeboren ist. Interessant wären sicherlich auch mal die Meinung eines Atheisten

zu hören (falls in diesem Forum vorhanden).

 

 

. Der negative Aspekt ist der, dass die meisten nur diskutieren, um zu überzeugen. Aber die Rechtleitung liegt bei Allah. Wir können nur die Antworten liefern und sollte der Atheist nicht glauben, braucht es uns nicht traurig zu stimmen.

 

Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Jeder Gruppierung glaubt die "Wahrheit" gefunden zu haben.

Keiner der Beteiligten ist bereit sich zu öffnen und die eigene Arroganz zu besiegen geschweige denn die Meinung

des Anderen zu akzeptieren. Das ist bei den Muslimen teilweise noch extremer als bei Andersdenkende.

Diskutiert man mit einem Sunniten und bringt eindeutige Beweise über die Gräueltaten der ersten 3 Kalifen wird man

abgestoßen. Diskutiert man mit einem Schiiten über Tatbir und die daraus resultierenden Konsequenzen, dann versteift

man sich auf seine Meinung. In der Hinsicht haben wir alle noch einiges nachzuholen...

 

Die Rechtleitung liegt bei Allah aber der Mensch ist ein Mittel, durch das Allah rechtleiten lässt.

Man legt sich selbst die Fesseln, indem man auf seine eigene Meinung beharrt, die eigene Überheblichkeit

lässt den Menschen erblinden.

 

"Sie haben Herzen, mit denen sie nicht verstehen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen;

und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören."

 

Zum Thema Gott beweisen: Die Geschöpfe Gottes schließen meiner Meinung nach unweigerlich auf einen allmächtigen

Schöpfer.Der Mensch will Gott beweisen oder nicht beweisen, und ist nicht mal in der Lage, die vollständige Entwicklung des

Embryos im Mutterleib zu erklären. Ein Punkt, der für das Fortbestehen der Menschheit existenziell ist und dennoch nicht komplett

durchdrungen werden konnte. Aber das ist wahrlich ein anderes Thema. Ob die Existenz Gottes bewiesen oder nicht bewiesen werden kann,könnte man vielleicht in einem neuen Tread weiter ausdiskutieren.

Das ist sicherlich ein sehr spannendes und bedeutendes Thema für alle Wahrheitssuchenden.

 

salam.gif

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S.A.

 

Wenn Gott beweisbar wär, wär er bis heute schon längst bewiesen. Dann aber hätte der Iman keinen Wert gehabt, denn dann wär seine Existenz eine empirische Tatsache und es wär schwer, nicht an ihn zu glauben... Und all die Argumente wie "Ich spür ihn aber..." usw sind völlig wertlos, weil sie nix beweisen...

 

Es ist und bleibt eine Glaubensangelegenheit, welche -nebenbei bemert- irgendwie Sinn und Zweck unseres Daseins hier auf Erden ist...

 

S.A.

Saluton likes this

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S.A.

 

Was die Relevanz oder Irrelevanz angeht, an Gott zu glauben, kann man auf selbe Weise antworten wie Imam Ali a.s. mal tat. Wenn es ihn nicht gibt, hab ich mich nur mit unnötigem reliögesen Zeug aufgehalten, doch was ist, wenn es ihn doch gibt? Und genau da ist es relevant, denn das jenseite Leben, welches ewig andauern wird, hängt davon ab.

 

S.A.

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Salam alaikum,

 

S.A.

Wenn Gott beweisbar wär, wär er bis heute schon längst bewiesen. Dann aber hätte der Iman keinen Wert gehabt, denn dann wär seine Existenz eine empirische Tatsache und es wär schwer, nicht an ihn zu glauben... Und all die Argumente wie "Ich spür ihn aber..." usw sind völlig wertlos, weil sie nix beweisen...

Es ist und bleibt eine Glaubensangelegenheit, welche -nebenbei bemert- irgendwie Sinn und Zweck unseres Daseins hier auf Erden ist...

S.A.

 

wie könnte denn deiner Ansicht nach so ein empirischer Beweis aussehen, der die Existenz Gottes noch offensichtlicher für die Menschen erscheinen lässt, als sie schon ist?

 

Selbst wenn Gott Koranbücher regnen lassen oder überall auf der Welt den Adhan ertönen lassen würde, die Menschen würden trotzdem nicht alle an ihn glauben. Sie würden alles als Hokuspokus abtun, so wie sie es immer getan haben. Prophet Isa (a) ließ Gott einen Blinden heilen und einen Toten wieder zum Leben erwecken und trotzdem leugneten ihn viele. Es gab so viele Wunder, die nur ein Gott ermöglicht haben konnte und überall siehst du Zeichen (ayat) für seine Existenz. Nie ist es für die Menschen genug.

 

Wenn die Existenz Gottes nicht bewiesen wäre, wie sollte Gott uns dann dafür belangen, wenn wir nicht an ihn glauben würden?

 

Wassalam

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S.A.

 

So einen empirischen Beweis kann es nicht geben, weil Gott kein erfassbares Ding in der Welt ist. Alle Gottesbeweise sind nur Argumentationen und keine Beweise... Dass du überall Zeichen für Gottes Existenz siehst, ist auch kein Beweis, weil es deine subjektive Wahrnehmung ist und nichts weiter... Dass Isa a.s. Wunder vollbrachte auch nicht, denn durch wundersame Taten eines Menschen lässt sich nicht auf die Existens Gottes schließen...

 

In deiner letzten Frage hast du leider einen Denkfehler. Denn wir glauben gerade deswegen -und genau deswegen heisst es "glauben"- weil er nicht bewiesen ist und wir es deshalb nicht wirklich wissen. Ich wiederhole: dass du überall Zeichen für seine Existens siehst oder sein Dasein spürst usw sind keine Gewissheiten dafür, dass es ihn wirklich gibt, weil es subjektive Wahrnwhmungen sind. Keiner von uns hat Gott je gesehen, wir wissen es nicht, wir glauben dem, was der Prophet s.a.a.s. uns gesagt hat. Und deswegen werden wir belangt werden, ob wir nähmlich geglaubt haben oder nicht. Andernfalls macht es keinen Sinn...

 

S.A.

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Salam alaikum,

 

wenn wir die Schahadah aufsagen, dann bezeugen wir die Existenz Gottes bzw. dass es keine Gottheiten außer ihm gibt und bezeugen kann man nur etwas, wenn man es weiß.

 

Und deswegen werden wir belangt werden, ob wir nähmlich geglaubt haben oder nicht.

 

Man wird also dafür belangt, dass man nicht an Gott geglaubt hat, obwohl seine Existenz nicht bewiesen ist? Das macht doch keinen Sinn...

 

Wassalam

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S.A.

 

Ja, wir werden dafür belangt werden, ob wir dem, was sein Gesandter uns erzählt, Galuben geschenkt haben oded nicht. Denn schlussendlich wissen wir gar nix. Alles, was wir über Gott glauben zu wissen oder dass der Mensch Muhammed Gottes Gesandter sei oder dass die Verse, die er vorgetragen hat, von Gott kamen, "wissen" wir, weil wir ihm glauben. Er selbst konnte all die Sachen nicht beweisen und war darauf angewiesen, dass die Menschen ihm glauben... Das ist Iman...

 

S.A.

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S.A.

 

Ausserdem, zeig doch bitte mal den Beweis. "Siehst du denn nicht die Zeichen?" oder ähnliches gilt nicht...

 

S.A.

Saluton likes this

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S.A.

 

So einen empirischen Beweis kann es nicht geben, weil Gott kein erfassbares Ding in der Welt ist. Alle Gottesbeweise sind nur Argumentationen und keine Beweise... Dass du überall Zeichen für Gottes Existenz siehst, ist auch kein Beweis, weil es deine subjektive Wahrnehmung ist und nichts weiter... Dass Isa a.s. Wunder vollbrachte auch nicht, denn durch wundersame Taten eines Menschen lässt sich nicht auf die Existens Gottes schließen...

 

In deiner letzten Frage hast du leider einen Denkfehler. Denn wir glauben gerade deswegen -und genau deswegen heisst es "glauben"- weil er nicht bewiesen ist und wir es deshalb nicht wirklich wissen. Ich wiederhole: dass du überall Zeichen für seine Existens siehst oder sein Dasein spürst usw sind keine Gewissheiten dafür, dass es ihn wirklich gibt, weil es subjektive Wahrnwhmungen sind. Keiner von uns hat Gott je gesehen, wir wissen es nicht, wir glauben dem, was der Prophet s.a.a.s. uns gesagt hat. Und deswegen werden wir belangt werden, ob wir nähmlich geglaubt haben oder nicht. Andernfalls macht es keinen Sinn...

 

S.A.

bismillah.gif

Salam,

 

ich möchte eigentlich nur auf einen Begriff eingehen, den du mehrmals erwähnt hast:

 

Wahrnehmung und logisches Denken sind zwei unterschiedliche psychische Fähigkeiten des Menschen, aber hängen auch miteinander zusammen. Unsere Wahrnehmung basiert immer auf unser Denken, auf unser Vorwissen. Wenn wir unterschiedlich wahrnehmen, dann ist es nicht deswegen, weil wir mal Lust darauf haben, oder weil wir biologisch so eingestellt sind, sondern weil jeder Mensch auf unterschiedliche Informationen im Gehirn zugreift. Es verläuft in unserem Gehirn etwa so ab:

 

Person A sitzt am Laptop und chattet mit ihrer Freundin. Obwohl sie sich nur auf das Chatten konzentriert, nimmt sie wahr, dass ihr Laptop auf dem Tisch steht, dass rechts von ihr ein Spiegel steht, oder auf dem Tisch ein Apfel. Sie schaut nicht hin, aber sie nimmt es unbewusst wahr. Das heißt, Wahrnehmung bedeutet, wir akzeptieren, dass die Dinge um uns herum existieren. Dieser Prozess ist total objektiv. Es geht aber noch weiter: richte ich meine Augen auf den Spiegel neben mir, nehme ich den Spiegel bewusst wahr. Ich denke dabei in erster Linie nicht daran, was dieser Gegenstand genau ist, ich kategorisiere es nicht. Auch das ist objektiv. Jeder, der diesen Spiegel sehen würde, würde sagen, dass da ein Gegenstand ist. Dann kommt der letzte Schritt, und zwar unser Wahrnehmungsurteil und dieser Schritt ist eine Millisekunde von der bewussten Wahrnehmung entfernt: Wir kategorisieren, wir ordnen diesen Gegenstand zu. Nun stellt sich die Frage: hätten wir diesen Gegenstand kategorisieren können, ohne das ausreichende Wissen dafür gehabt zu haben? Natürlich nicht...

 

Das heißt, der Ursprung unserer unterschiedlichen Wahrnehmungen basiert darauf, dass wir unterschiedlich viel wissen und das wir unterschiedliches wissen. Wir geben diesem Tatbestand den Namen "subjektive Wahrnehmung", im Grunde genommen meint es nur, dass wir auf unterschiedliche Fakten zugreifen. Daraus können wir schließen, dass Wahrnehmungen auch falsch sein können, wenn sie aus falschen Fakten entspringen. Das heißt dann wiederum, dass wir falsche Wahrnehmungen umgehen können, wenn wir die falschen Fakten aus unserem System entfernen. Das alles hat die Wahrnehmungspsychologie seit vielen Jahren festgestellt. Wir sollten Wahrnehmungen also nicht als irrational darstellen. Wahrnehmungen sind ebenfalls rational.

 

Deswegen denke ich, ist es falsch, wenn wir in diesem Kontext von Wahrnehmungen sprechen. Es passt nicht. Wir sollten von Fakten sprechen, vom logischen Denken. Denn alles hängt damit zusammen. Wenn wir uns mit dem Verstand des Menschen auseinandersetzen, würden wir alles um uns herum erklären können.

 

Zu der Sache mit den Beweisen:

Beweise bestehen aus logischen Schlussfolgerungen. Das heißt, wie auch unsere Wahrnehmungen sind unsere Beweise auf unser Wissen und auf unseren Verstand zurückzuführen. Und Logische Schlussfolgerungen entnehmen wir aus Fakten, die mit allen Sinnen zu erfassen sind (z.B Big Bang ist ein Fakt, mächtige Kraft hat es verursacht ist ein Fakt,...dass Allah diese mächtige Kraft ist, ist die logische Schlussfolgerung, da wir uns die Eigenschaften Gottes ansehen). Kurzum: Fakten -> Schlussfolgerung > Beweis.

 

Du verwechselst meiner Meinung nach die zwei Begriffe "Beweis" und "Fakt" und definierst sogar den Begriff "Beweis" komplett anders, in dem du meinst, dass es an unsere "subjektiven Wahrnehmungen" gebunden ist, du bewertest diesen Tatbestand negativ. Ist es aber nicht, da Wahrnehmung gebunden an unser Verstand und Wissen. Du sagst, es gibt keine Beweise, aber die gibt es, denn es gibt Fakten und logische Schlussfolgerungen für seine Existenz. Es wäre richtiger, wenn du gesagt hättest: Es ist kein Fakt, dass Allah existiert, da man Allah nicht sieht. Denn das stimmt tatsächlich, wir sehen ihn nicht. Aber auch dieser Fakt spricht nicht gegen die Existenz Allahs. Denn wo wird voraussgesetzt, dass etwas nur dann existiert, wenn wir es sehen? Wer hat das festgelegt?

 

Ganz wichtig noch zu erwähnen: Wenn man einen Sachverhalt nicht falsifizieren kann, so gilt das ebenfalls als ein Beweis und spricht für eine Hypothese. Das ist eines der grundlegenden Überlegungen der Wissenschaftstheorie.

 

salam

Naynawa likes this

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Wenn wir Gott erfassen könnten, wäre er dann nicht begrenzt? Ist das nicht der Beweis?

 

In Sure 2:118 heißt es: Wir haben die Zeichen klargemacht für Leute, die überzeugt sind.

 

Wir haben einen Verstand,den in Verbindung mit unserem Herzen sind wir sehr wohl in der Lage Gott zu beweisen.

 

Wer glaubt und überzeugt ist, hat die Zeichen erkannt. Nur wollen wir Menschen immer Zeichen anhand von etwas greifbaren oder etwas was wir sehen können. Wir müssen in dem Fall anders denken bzw. es mit anderen Augen sehen.

 

W.s

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Salam alaikum,

 

 

Imam Ali(as.) wurde einst gefragt: "Wie hast du deinen Gott erkannt?" Und der Imam(as.) antwortete: "Ich erkannte Gott durch die Aufhebung der Bestimmungen und dem Brechen des Willens. Als ich entschlossen war und vom Erreichen meines Willens verhindert wurde, als ich dachte und das Schicksal gegen mein Vorhaben war, ich erkannte, dass der Meister anders war als ich."

 

 

 

(Shaykh Saduq: Al-Tawhid, S. 288; Ilm al-Yaqin,Band 1, S. 23; Nahj ul-Balaghah, Nr. 242, S.1196)

 

Wassalam

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salam.gif

 

Wissen basiert ja auch auf Gottvertrauen. Ohne unser Vertrauen zu Allah und zu seinen Propheten, wüssten wir nicht so vieles.

Nur unser Gottvertrauen ermöglicht es uns über mehrere Grenzen hinaus schauen zu können. rose.gif

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