Offenkundiges

WIR als Kampfparole

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WIR als Kampfparole

von Hassan Mohsen


In einigen Städten Deutschlands wird gerufen: „Wir sind das Volk“. Dabei wird das gerufene „Wir“ nicht im verbindenden, sondern im trennenden Sinne gerufen. Also ein „Wir“, was eine Abgrenzung zu „denen“ herstellt. Ein „Wir“ als Kampfparole.


Die Rede von „Wir“ und „Die Anderen“ meint, dass es auf einem Territorium zwei Gruppen gibt – die Deutschen (wir) und die Fremden (die anderen). Eine Art Sehnsucht nach Apartheid.


Wer kennt die Szenen aus Clausnitz nicht, in dem ein Bus mit Flüchtlingen von einer Menge mit den Rufen begrüßt wird: „Wir sind das Volk!“ Dabei ging es der Menge nicht darum zu signalisieren, dass die Flüchtlinge nun auch zum Volk gehörten, sondern genau um das Gegenteil. Es ging der Menge um eine Reviermarkierung. Die Menge hätte genauso rufen können: „Wir waren zuerst da“, oder: „Ihr gehört nicht dazu.“



NurunnisaFatima likes this

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Bismillah

 

Salam Alaikum,

 

sehr lesenswerter Beitrag, vor allem der philosophische Ansatz ist wirklich interessant.

Von Bruder Hassan Mohsen ist man aber auch nicht wirklich was anderes gewohnt. Masha'Allah.

 

Danke fürs teilen,

Fi 'amanillah

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