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MiniMuslima

Was ist das "Wichtige"?

22 posts in this topic

Salam alaikum,

 

ich hab eine Frage, die mich beschäftigt. Es geht darum, dass es Muslime gibt, die kaum gespendet haben oder oft keinen vorbildlichen Charakter mit den islamischen Werten vorzeigen, aber sonst den Islam praktizieren (beten usw).

Aber dann gibt es noch Menschen, die den Islam nicht praktizieren, aber einen Obdachlosen essen kaufen oder ihnen ihre eigene Bettdecke schenken oder sonst immer zu anderen Menschen hilfsbereit und gütig sind.

 

Was ist nun aus islamischer Sicht das mehr "islamische Vorbild" ? Ein Mensch, der betet, aber nicht diese schönen Charaktereigenschaften besitzt oder jemand, der sonst alle Charaktereigenschaften, das "Menschsein" besitzt, die der Islam vorschreibt oder für das er steht, aber keine Regeln (zbsp das Gebet, haram essen) der Religion praktiziert ?

Das beides im Idealfall vorhanden sein soll, ist mir natürlich bewusst. Nur ist dies oft nicht der Fall.

 

Wassalam

Zimtsternchen, ismael_nbg and Nino24 like this

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Salam,

 

dass beide Personen in ihrer eigenen Weise vorbildhaft sind steht wohl außer Frage. Welche jetzt richtiger handelt, weiß Gott allein.

Dabei ist aber zu bedenken, dass es im Islam ganz entscheidend auf die innere Einstellung zu den Taten ankommt. Lebt eine Person, die sich zwar äußerlich an viele Regeln hält aber sich z.B. schwächeren Menschen gegenüber nicht barmherzig zeigt, also wirklich islamisch?

Meiner Meinung nach kann man die Charaktereigenschaften, das Menschsein wie du es nennst, nicht von den anderen Regeln des Islams trennen.

 

Wasalam

MiniMuslima likes this

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Salam alaikum,

 

das Gebet steht von allen guten Taten an allererste Stelle. Es ist die Tat, auf die Gott als erstes schaut und erst, wenn diese von Gott angenommen wird, dann schaut er auf die anderen Taten. Was du bei deinem Vergleich nicht beachtest, ist, dass die Absicht hinter jeder Tat zählt und auch wie man sie ausführt und ob sie letztendlich von Gott angenommen wird. Es kann also sein, dass das Gebet von jemandem, der betet in Wirklichkeit nicht von Gott angenommen wird. Aber derjenige begeht im Vergleich zu einem Nicht-Betenden keine schwerwiegende Sünde, weil das Unterlassen des Gebets eine ist. Das Gebet ist eins der Schlüssel ins Paradies. Laut einer anderen Überlieferung sind selbst die guten Taten ohne Glaube für das Jenseits nicht von Wert. Da aber jede gute Tat belohnt wird laut dem heiligen Quran, bekommen welche ihre Belohnung im Diesseits dafür.

 

Um deine Frage zu beantworten: Weder jemand mit schlechten Charaktereigenschaften, noch jemand, der schwerwiegende Sünden begeht, sollte ein Vorbild sein. Es sind beides keine islamischen Vorbilder. Der eine ist vielleicht in einem bestimmten Aspekt ein Vorbild und der andere in einem anderen bestimmten Aspekt, so wie. Br. Roman es schon schrieb.

 

Wassalam

Benyamin likes this

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Salam alaikum,

 

Es ist die Tat, auf die Gott als erstes schaut und erst, wenn diese von Gott angenommen wird, dann schaut er auf die anderen Taten.

 

Salam alaykom,

 

Das bedarf einer Erklärung sonst könnte es missverstanden werden.

 

Ya Zahra(sa)

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Salam alaikum,

 

das Gebet steht von allen guten Taten an allererste Stelle. Es ist die Tat, auf die Gott als erstes schaut und erst, wenn diese von Gott angenommen wird, dann schaut er auf die anderen Taten. Was du bei deinem Vergleich nicht beachtest, ist, dass die Absicht hinter jeder Tat zählt und auch wie man sie ausführt und ob sie letztendlich von Gott angenommen wird. Es kann also sein, dass das Gebet von jemandem, der betet in Wirklichkeit nicht von Gott angenommen wird. Aber derjenige begeht im Vergleich zu einem Nicht-Betenden keine schwerwiegende Sünde, weil das Unterlassen des Gebets eine ist. Das Gebet ist eins der Schlüssel ins Paradies. Laut einer anderen Überlieferung sind selbst die guten Taten ohne Glaube für das Jenseits nicht von Wert. Da aber jede gute Tat belohnt wird laut dem heiligen Quran, bekommen welche ihre Belohnung im Diesseits dafür.

 

Salam,

 

Meinst du damit dass beispielsweise jemand der islamisch betet aber ansonsten ein böser Mensch ist der ständig lügt, betrügt, stiehlt und andere verprügelt oder seine Mitmenschen auf andere Art und Weise pausenlos tyrannisiert und drangsaliert, bei Gott einen höheren Stellenwert hat als der gütigste und liebste Christ oder Jude der Welt, weil dieser ja nicht islamisch sondern anders betet?

 

Ist ein salafistischer Mörder und Terrorist der mehrere Unschuldige grausam ermordet hat besser als jeder Christ oder Jude weil der Mörder 5-mal täglich gebetet und islamisch gelebt hat und der andere nicht?

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Gewiss meinte sie das damit nicht liebe Schwester Zimmtsternchen. Deshalb habe ich auch um erläuterung gebeten.

 

Liebe Schwester, siehe die Religion, nicht uns.

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Gewiss meinte sie das damit nicht liebe Schwester Zimmtsternchen. Deshalb habe ich auch um erläuterung gebeten.

 

Liebe Schwester, siehe die Religion, nicht uns.

 

Keine Sorge, ich habe doch schon mehrfach in meinen Beiträgen geschrieben dass ich nicht den Islam kritisiere sondern die Art und Weise wie bestimmte Personen ihn interpretieren und ausleben.

Lies! likes this

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Salam alaikum,

 

nein, das meinte ich nicht und ich würde mich sehr darüber wundern, wenn jemand das, was ich geschrieben habe, so verstehen könnte fragend.gif

 

Jemand, der das Gebet verrichtet, ist nicht immer jemand, der auch wirklich betet. Viele sind während des Gebets in den Gedanken ganz woanders und völlig unkonzentriert. In den Überlieferungen heißt es, dass die Sünden einen davon abhalten sein Herz während des Gebets wirklich dem Gebet und Gott zu widmen. Und ein Gebet, bei dem das Herz nicht "dabei" ist, wird von Gott nicht angenommen.

 

Dazu empfehle ich diesen Artikel: http://www.al-shia.de/die-gegenwart-des-herzens-im-gebet/

 

Das bedarf einer Erklärung sonst könnte es missverstanden werden.

 

 

Abu Basir berichtete, dass Imam Al-Baqir (a.) sagte: „Jede Unachtsamkeit im Gebet verwirft etwas davon, mit Ausnahme dessen, was Gott bei den freiwilligen vervollkommnet. Das erste, wofür der Diener Rechenschaft ablegen muss, ist das Gebet. Wenn es angenommen wird, dann werden die anderen Taten angenommen. Wenn das Gebet in seiner frühesten Zeit verrichtet wurde, dann kehrt es zu seinem Besitzer zurück, während es weiß und leuchtend ist und spricht: »Du hast mich bewahrt, Gott bewahre dich!« Wenn es in einer anderen Zeit außerhalb seiner Grenzen verrichtet wurde, dann kehrt es zu seinem Besitzer zurück, während es schwarz und finster ist und spricht: »Du hast dich von mir abgewandt, Gott wende Sich von dir ab!«” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 3 Seite 268 Hadith 4]

Wassalam

ismael_nbg likes this

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Salam alaikum,

 

Abu Basir berichtete, dass Imam Al-Baqir (a.) sagte: „Jede Unachtsamkeit im Gebet verwirft etwas davon, mit Ausnahme dessen, was Gott bei den freiwilligen vervollkommnet. Das erste, wofür der Diener Rechenschaft ablegen muss, ist das Gebet. Wenn es angenommen wird, dann werden die anderen Taten angenommen. Wenn das Gebet in seiner frühesten Zeit verrichtet wurde, dann kehrt es zu seinem Besitzer zurück, während es weiß und leuchtend ist und spricht: »Du hast mich bewahrt, Gott bewahre dich!« Wenn es in einer anderen Zeit außerhalb seiner Grenzen verrichtet wurde, dann kehrt es zu seinem Besitzer zurück, während es schwarz und finster ist und spricht: »Du hast dich von mir abgewandt, Gott wende Sich von dir ab!«” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 3 Seite 268 Hadith 4]

 

Wassalam

 

Salam alyakom,

 

Das war keine Erklärung, sondern wiederholung. : ) Wobei es jetzt noch mehr Erläuterung benötigt.

Es wäre besser wenn du es erklärst Schwester.

 

Ya Zahra(sa)

Zimtsternchen likes this

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Salam alaikum liebe Geschwister,

 

erstmal freue ich mich, dass es nun etwas ausdiskutiert wird, da ich mir oft und schon seit langer Zeit diese Frage stelle. Ich sehe sooft Menschen, die so viel Liebes und gütiges tun, so dass sie wirklich das Verhalten eines Gläubigen ausstrahlen, dabei beten sie nicht oder verhalten sich sonst nicht nach den Regeln des Islams. Ich will und kann mir nicht vorstellen, dass unser barmherziger Schöpfer diese Menschen nicht belohnt oder sie niedriger stellt als zum Beispiel einen, der immer betet, aber sonst nicht gütig ist, lästert oder zu sehr nach dem Weltlichen strebt.

 

Gibt es vielleicht genaue Überlieferungen aus der Ahlulbait a.s dazu ?

 

Wassalam

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Salam alaikum liebe Geschwister,

 

erstmal freue ich mich, dass es nun etwas ausdiskutiert wird, da ich mir oft und schon seit langer Zeit diese Frage stelle. Ich sehe sooft Menschen, die so viel Liebes und gütiges tun, so dass sie wirklich das Verhalten eines Gläubigen ausstrahlen, dabei beten sie nicht oder verhalten sich sonst nicht nach den Regeln des Islams. Ich will und kann mir nicht vorstellen, dass unser barmherziger Schöpfer diese Menschen nicht belohnt oder sie niedriger stellt als zum Beispiel einen, der immer betet, aber sonst nicht gütig ist, lästert oder zu sehr nach dem Weltlichen strebt.

 

Gibt es vielleicht genaue Überlieferungen aus der Ahlulbait a.s dazu ?

 

Wassalam

bismillah.gif

((فمن یعمل مثقال ذرّة خیراً یره و من یعمل مثقال ذرّة شرّاً یره))
Wer nun Gutes im Gewicht eines Stäubchens tut, wird es sehen. (7) Und wer Böses im Gewicht eines Stäubchens tut, wird es sehen. (8) (Az-Zalzala)
((إِلَّا الَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ فَلَهُمْ أَجْرٌ غَيْرُ مَمْنُونٍ))
ausgenommen (davon) sind diejenigen, die glauben und Gutes tun; ihnen wird ein unverkürzter Lohn zuteil sein. (6, At-Tin)
Salam alaykom,
Wie schon gesagt wurde ist die innere Einstellung ein wichtiger Punkt.
Bevor man darüber spricht sollte man gucken was für eine Einstellung der jeweilige Mensch in Bezug auf das gebet hat.
Ich denke das du Muslime meinst die nicht beten.(für „gläubige“ nicht Muslime, wie Christen oder so lässt sich das auch einfach erklären)
Einmal Weiß derjenige das das gebet vajib(ein muss) ist, oder das es ein untrennliches Glied der Religion ist und trotzdem leugnet er es. So ein Mensch ist Kafir. Und es ist Logisch das von ihm keine guten Taten angenommen werden, da er ja Weiß das das leugnen des Gebets gleich des leugnen Gottes ist. Die Voraussetzung für das annehmen der Guten Taten ist der glaube an Gott und seine Gebote und da solch ein Mensch nicht daran glaubt, kann er auch nichts für seine Taten verlangen und auch nichts für Gott tun.
Aber wenn derjenige daran glaubt das das Gebet Vajib ist und es nicht verrichtet, oder einfach „zu Faul“ ist, oder manchmal betet und manchmal nicht dann werden die restlichen guten Taten von ihm auch, so Gott will, angenommen.
Zur Erklärung;
Wenn wir uns Z.B. die oben stehenden Versen ansehen, sehen wir das die „oberflächliche“ Bedeutung der genannten Überlieferungen nicht mit ihnen im Einklang stehen. Folglich kann die Bedeutung nicht das sein was wir ihnen „oberflächlich“ entnehmen.
Es gibt zwei Arten von Situationen die für Taten in den Überlieferungen geschildert werden;
Die islamische Rechtswissenschaftliche Voraussetzung(Figh). Die Taten ohne diese Voraussetzung sind nicht richtig, sprich ungültig. Z.B. Das gebet ist ohne der Rituellen Waschung ungültig.
Doch manchmal ist es nicht so, sondern eine „Moralische“ Voraussetzung die die Wichtigkeit einer Tat zeigt. Solche Überlieferungen gibt es viele. Z.B. gibt es eine die besagt: das gebet jenem der in der Nachbarschaft einer Mosche wohnt, ist nicht außer in der Mosche. Es ist klar das damit nicht gemeint ist, das das gebet für solch eine Person zu Hause nicht gültig ist. Die Grossgelehrten sagen das diese Überlieferung dafür da ist um die besondere Wichtigkeit des Betens in einer Mosche zu unterstreichen(wie gut und fruchtbar es ist), besonders für dem der eine in der Nachbarschaft hat.
Es scheint das diese Überlieferungen auch die besondere Stellung und Wichtigkeit des Betens unterstreichen wollen. Um uns zu zeigen wie wichtig und wie gut das beten ist, nicht das wertlos darstellen anderer guten Taten.
All unsere guten Taten sind in Gefahr. Das beten beschützt unsere guten Taten. Es ist wie ein Haus in dessen schöne Gegenstände(unsere gute Taten) stehen. Das Haus beschützt die Gegenstände vorm verderben. Wenn sie draußen im Wind und regen(die Versuchungen und Sünden) stehen würden, dann würden sie zerstört werden.
Das Gebet, wenn es richtig verrichtet wird, macht die Mängel und Fehler unseren Taten wider gut und gleichzeitig beschützt es auch unsere Taten.
Ich hoffe das es hilfreich war. : )
Ya Zahra(sa)

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Salam,

was ist mit jemanden, der an Allah glaubt und eine Familie versorgt und nicht betet versus jemanden, der keine Familie versorgt aber dafür betet?

Habe von einem Hadith gehört, der sagt, dass ersterer besser sei. Würde das stimmen?

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Salam alaikum,

 

@Lies

 

Ist das deine eigene Interpretation, die du versucht hast mit deinen zitierten Versen im Einklang zu bringen? Ich hoffe nicht.

 

Der Hadith, den ich gepostet hast steht im Einklang mit den Quran Versen. Jede gute Tat erhält eine Belohnung, wenn sie die Voraussetzung dafür erfüllt. Auch Menschen, die in die Hölle kommen, können gute Taten im Leben gemacht haben, die Gott belohnt. Aber sie erhalten ihre Belohnung im Diesseits oder im Grab.

 

Laut einer anderen Überlieferung bewegt sich ein Muskim, der das Gebet vernachlässigt zwischen Kufr und Glaube. Wenn damit das bewusste Leugnen gemeint wäre, dann wäre es sicherlich Kufr, was er begeht.

 

Wassalam

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Salam alaikum liebe Geschwister,

 

erstmal freue ich mich, dass es nun etwas ausdiskutiert wird, da ich mir oft und schon seit langer Zeit diese Frage stelle. Ich sehe sooft Menschen, die so viel Liebes und gütiges tun, so dass sie wirklich das Verhalten eines Gläubigen ausstrahlen, dabei beten sie nicht oder verhalten sich sonst nicht nach den Regeln des Islams. Ich will und kann mir nicht vorstellen, dass unser barmherziger Schöpfer diese Menschen nicht belohnt oder sie niedriger stellt als zum Beispiel einen, der immer betet, aber sonst nicht gütig ist, lästert oder zu sehr nach dem Weltlichen strebt.

 

Gibt es vielleicht genaue Überlieferungen aus der Ahlulbait a.s dazu ?

 

Wassalam

Salam

 

Allah der Erhabene hat allen Menschen eine Vernunft mitgegeben, mit der sie Gutes und Schlechtes unterscheiden können. Was zählt ist aber die Absicht. Die Absicht sollte immer sein, die Zufriedenheit Gottes zu erlangen. Mit unserer Vernunft sind wir in der Lage den einen Gott durch seine Botschaften zu erkennen und hinter allem die Wunder Gottes zu sehen. Ein Mensch der dies erkennt, sieht in allem das Geschöpf Gottes und hegt Liebe zu diesen Geschöpfen und handelt folglich gut. Und hierbei geht man schon in die Richtung der wahren Absicht. Die am Ende zählt.

 

Imam Khomeini sagte mal, dass man den Menschen dienen soll. Denn Menschen zu dienen ist nichts anderes, als Gott zu dienen, weil die Menschen die Geschöpfe Gottes sind. (So ein Bewusstsein muss man aber erst mal haben)

 

Wir wissen nicht ob Menschen die Tugendhaft erscheinen, wirklich Gutes im Herzen haben. Aber Allah weiß es: "...Und ob ihr kundtut, was in euren Seelen ist, oder es geheim haltet, Allah wird euch dafür zur Rechenschaft ziehen.." 2:284

 

Und weiterhin dazu: O die ihr glaubt, macht nicht eure Almosen durch Vorhaltungen und Beleidigungen zunichte, wie derjenige, der seinen Besitz aus Augendienerei vor den Menschen ausgibt und nicht an Allah und den Jüngsten Tag glaubt! So ist sein Gleichnis das eines glatten Steins mit Erdreich darüber: Ein heftiger Regenguß trifft ihn und läßt ihn nackt. Sie haben keine Macht über etwas von dem, was sie erworben haben. Allah leitet das ungläubige Volk nicht recht. Das Gleichnis jener aber, die ihren Besitz im Trachten nach Allahs Zufriedenheit und aus ihrer Gewißheit ausgeben, ist das eines Gartens auf einer Anhöhe, den ein heftiger Regenguß trifft, und da bringt er seinen Ernteertrag zweifach (hervor). Und wenn ihn kein heftiger Regenguß trifft, so doch Sprühregen. Und was ihr tut, sieht Allah wohl. 2:264-265

 

Und im heiligen Koran heißt es über die Menschen die sich als gläubig ausgeben, aber in wahrheit Heuchler sind: "Unter den Menschen gibt es manch einen, dessen Rede über diese Welt dich in Verwunderung versetzen mag; und er ruft Allah zum Zeugen an für das, was in seinem Herzen ist. Und dabei ist er der streitsüchtigste Widersacher: 2:204

 

 

Ich möchte nicht sagen, dass jemand in die Hölle kommt oder nicht. Ich wollte nur auf den Wert der Taten hinweisen.

 

wassalam

Naynawa likes this

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Salam alaikum,

 

@Lies

 

Ist das deine eigene Interpretation, die du versucht hast mit deinen zitierten Versen im Einklang zu bringen? Ich hoffe nicht.

 

Der Hadith, den ich gepostet hast steht im Einklang mit den Quran Versen. Jede gute Tat erhält eine Belohnung, wenn sie die Voraussetzung dafür erfüllt. Auch Menschen, die in die Hölle kommen, können gute Taten im Leben gemacht haben, die Gott belohnt. Aber sie erhalten ihre Belohnung im Diesseits oder im Grab.

 

Laut einer anderen Überlieferung bewegt sich ein Muskim, der das Gebet vernachlässigt zwischen Kufr und Glaube. Wenn damit das bewusste Leugnen gemeint wäre, dann wäre es sicherlich Kufr, was er begeht.

 

Wassalam

 

Alaykom Salam,

 

Liebe Schwester, ich habe nicht gesagt das der Hadith nicht im einklang mit den Versen steht. Ich sagte das dessen "oberflächliche bedeutung" nicht im einklang steht. Das ist ein Riesiger unterschied!

Die "oberflächliche bedeutung" ist das was wir einfach so vom Hadith interpretieren könnten. Jeder Hadith hat eine "oberflächliche bedeutung" und ein oder mehrere "innere bedeutug". Wie auch die Versen.

In unserem Fall ist die "oberflächliche bedeutung" die man entnehmen kann, das gute Taten ohne des Gebets nicht angenommen werden.

Doch die "inneren Bedeutungen" stehen natürlich im einklang.

 

"Jede gute Tat erhält eine Belohnung, wenn sie die Voraussetzung dafür erfüllt."

 

das ist richtig, doch die Voraussetzung einer Belohnung für eine gute Tat ist vor allem die innere einstellung, die Niat!

 

"Laut einer anderen Überlieferung bewegt sich ein Muskim, der das Gebet vernachlässigt zwischen Kufr und Glaube."

 

Das ist da um die sehr hohe wichtigkeit des betens zu zeigen.

Jede gute Tat wird im Jenseits und Diesseits belohnt, für die die Gläubig sind. Wer die Barmherzigkeit und Gnade Gottes leugnet, ist dann Kafir.

 

Ja und das war nicht meine interpretation sondern die eines Gelehrten. : )

 

Ya Zahra(sa)

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Gott hat selbst gesagt das er alle Sünden vergibt, selbst Schirk. Wenn man sich bei Gott rntschuldigt. (Tobeh macht)

Folglich kann man nicht 100% sagen das die Voraussetzung fürs Paradis das gebet ist, und Menschen Trotz vieler guterTaten in die Hölle kommen.

Die Voraussetzung das Taten amgenommen werden, ist die Göttliche Niat. (Das man es für Gott tun will)

 

((إِلَّا الَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ فَلَهُمْ أَجْرٌ غَيْرُ مَمْنُونٍ))
ausgenommen (davon) sind diejenigen, die glauben und Gutes tun; ihnen wird ein unverkürzter Lohn zuteil sein. (6, At-Tin)
In dieser Verse ist die Rede von " die glauben und Gutes tun". Das Gebet ist einer der guten Taten. Ein Mensch kann auch andere gute Taten vollbringen die auch einen Lohn verlangen.
Mehr habe ich dazu nicht zu dagen, wobei das auch nicht von mir stammt. Ich habe es nur auf meiner Art übersetzt. : )
Indcha Allah das unser Imam(aj) schnell kommt, und uns aus dieser Unwissenheit befreit.
Ya Zahra(sa)

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Salam alaikum,

 

von wo übersetzt du diese Sachen und wie heißt der Gelehrte, von dem diese Aussage stammt:

 

"

Aber wenn derjenige daran glaubt das das Gebet Vajib ist und es nicht verrichtet, oder einfach „zu Faul“ ist, oder manchmal betet und manchmal nicht dann werden die restlichen guten Taten von ihm auch, so Gott will, angenommen.
"
Soetwas sagt weder Gott im Quran, noch die Ahl-ul-Bayt (a) in ihren Überlieferungen. Der Hadith, den ich zitiert habe, wird genauso verstanden, wie seine "äußere" Bedeutung und diese widerspricht dem Quran in keinster Weise, im Gegenteil. Wo soll es auch hinführen, wenn sogar solche Hadithe so uminterpretiert werden, dass deren wirkliche Aussage verloren geht?
Muhammad Al-Baqir (a.) berichtete, dass der Prophet Muhammad (s.) sagte: „Die Säule des Glaubens ist das Gebet und es ist die erste Tat vom Sohn Adams, auf die geschaut wird. Wenn es ordnungsgemäß verrichtet wurde, dann schaut man sich seine anderen Taten an und wenn es nicht ordnungsgemäß verrichtet wurde, dann schaut man sich keine seiner restlichen Taten an.” (Tahdhib-ul-Ahkam von At-Tusi, Band 2 Seite 237 Hadith 5)

"Und (gedenke) des Tages, da Wir die Berge versetzen und du die Erde (kahl) hervortreten siehst und Wir sie versammeln, ohne jemanden von ihnen auszulassen, und (da) sie deinem Herrn in Reihen vorgeführt werden: „Nun seid ihr zu Uns gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben. Ihr aber habt behauptet, Wir würden für euch keine (letzte) Verabredung festlegen.“ Und das Buch wird hingelegt. Dann siehst du die Übeltäter besorgt wegen dessen, was darin steht. Sie sagen: „O wehe uns! Was ist mit diesem Buch? Es lässt nichts aus, weder klein noch groß, ohne es zu erfassen.“ Sie finden (alles), was sie taten, gegenwärtig, und dein Herr tut niemandem Unrecht." (18:47-49)

 

Gott zeigt uns am Tag der Abrechnung das Buch unserer Taten, indem jede einzelne, kleine und große Tat aufgeschrieben ist, die wir in unserem Leben gemacht haben. Die Beurteilung bzw. Abrechnung unserer Taten erfolgt auf dem Sirat (Brücke). Diese befindet sich über der Hölle, sehr schmal und dünn, dünner als ein Haar und schärfer als ein Schwert. Am Ende der Brücke befindet sich das Tor zum Paradies. Alle Menschen werden sie überqueren, auch die Propheten (Muhammad (s) als erster), danach sein Volk/Nation. Je besser und gläubiger der Mensch war, desto einfacher ist das Überqueren.

 

Es befinden sich sowas wie „Stoppschilder“ auf der Brücke, z.B. das Gebet, Hajj, Wilayah zu Ahl-ul-Bayt etc.. Man wird angehalten: Hat man das Gebet vernachlässigt bzw. nicht gebetet und Gott verzeiht das nicht (man erhält keine Barmherzigkeit), dann fällt man in die Hölle. Hat man immer gebetet und es wird von Gott angenommen, dann läuft man weiter zum nächsten „Stoppschild“. Dieser Weg dauert sehr lange, viele mehrere Jahre. (Quelle: Buch über die verschiedenen Stufen nach dem Tod von Scheikh Abbas a-Qummi)

 

Im Buch von Ayatullah Murtada Mutahari "Spritituelle Gespräche" wird die Wichtigkeit der Annahme des Gebets auch einmal angesprochen und außerdem wird die Eingangsfrage ausführlich beantwortet. Das Kapitel handelt nämlich darüber, dass Muslime zwei Verantwortungen tragen. Einmal die verpflichtenden Gottesdienste zu verrichten und einmal sich für gesellschaftliche Belange zu interessieren und Gutes für die Gesellschaft zu tun. Es reicht für einen guten Muslim nicht aus nur einer dieser Verantwortungen nachzugehen.
Hier ist der Anfang des Kapitels:
"Gottesdienst und Gebet

Manchmal stoßen wir in den islamischen Interpretationen im Zusammenhang mit Gottesdienst auf Punkte, die bei einigen von uns Fragen aufwerfen. Es wird uns beispielsweise berichtet, dass der Prophet (s.a.s.) oder die Imame in Bezug auf das Gebet gesagt haben, dass das „Gebet die Säule der Religion“ ist, oder, wenn wir uns die Religion als Zelt vorstellen, dass das Gebet die Stange ist, die das Zelt trägt.

Diese Bemerkung ist den Überlieferungen entnommen, die dem Propheten zugeschrieben werden. „Das Erfordernis für die Annahme anderer Taten ist die Annahme des Gebetes. “ Mit anderen Worten: die guten Taten des Menschen werden null und nichtig sein, wenn sein Gebet nicht richtig und deshalb nicht annehmbar ist. Eine andere Überlieferung lautet: „Gebet ist das Mittel eines jeden tugendhaften Geschöpfes, um Nähe zu Gott zu erlangen. “ ln einer weiteren Überlieferung heißt es, dass es dem Teufel bei einem Gläubigen immer unbehaglich ist und er sich von demjenigen femhält‚ der sich seinem Gebet widmet. Auch der Qur'a’n bringt die Wichtigkeit des Gebetes in vielen Versen zum Ausdruck.

Doch zuweilen wird von manchen Menschen gesagt, dass alle diese Überlieferungen bezüglich des Gebetes gefälscht und unverlässlich sein müssen und nicht vom Propheten und seinen Nachfolgem, sondern von einigen Gläubigen geäußert wurden. die insbesondere im 2. und 3. Jahrhundert nach der Hig'ra als die Gottesverehrung zu solchen Extremen wie Mönchstum und Sufismus geführt hatte, mehr Anhänger gewinnen wollten.

Wir sehen, dass einige Leute alle ihre Anstrengung in einem solchen Ausmaß auf gottesdienstliche Werke konzentriert haben. dass sie andere religiöse Pflichten ignorierten. Es gab z. B. unter den Gefährten “‘Alis (a.s.) einen Mann namens Rabic ibn ‚Husayn. Er galt als einer der acht bekannten Asketen der islamischen Welt, und er führte seine Askese und seine Andacht so weit, dass er lange vor seinem Tod sein Grab gegraben hatte. Es wird gesagt. dass er zwanzig Jahre lang kein Wort über weltliche Angelegenheiten fallen ließ. Manchmal ging er zu der Grabstelle und legte sich hinein und besann sich darauf, dass das Grab sein Heim war. Die einzigen Worte, die man außer Gebeten jemals von ihm hörte, betrafen die Ermordung Ima‘m Husayns (a.s.). Als er davon hörte, sagte er: „Wehe diesen Leuten, die die hEben Nachkommen ihres Propheten ermordet haben.“ Es wird berichtet, dass er danach bereute. etwas anderes als eine Anrufung Gottes geäußert zu haben.
(...)
Dieser Mann war ein As, doch welchen Wert hatten seine Askese und seine Gottesverehrung? Es ist nutzlos, Anhänger eines Menschen wie ‘Ali (a.s.) zu sein und zur gleichen Zeit den Weg, den er in einem Kampf wies, zu bezweifeln.

Der Islam fordert Einsicht in Verbindung mit Praktizierung, doch Rabic hatte keine Einsicht. Er lebte zu Zeiten Mu'awiyas und dessen Sohn Yazid. Er hatte nichts zu tun mit den sozialen Problemen der islamischen Gesellschaft und gewöhnlich zog er sich Tag und Nacht zum Gebet in eine Ecke zurück, wo er nichts anderes äußerte als den Namen Gottes und Bedauern wegen seiner eigenen Bemerkung über den Märtyrertod von Ima’m ‚Husayn (a.s.).
Eine solche Verhaltensweise stimmt nicht mit den islamischen Lehren überein, wie auch in folgendem Ausspruch zum Ausdruck kommt: „Ein unwissender Mensch geht entweder zu schnell oder zu langsam.“ Einige sagen vielleicht, dass der Ausspruch „Das Gebet ist der Pfeiler der Religion“ nicht mit den islamischen Lehren übereinstimmt, da der Islam sozialen Angelegenheiten eine größere Aufmerksamkeit beimisst als anderen. Der Islam sagt: „Allah gebietet Gerechtigkeit und uneigennützig Gutes zu tun... " (Sure 16, Vers 92) und „Wahrlich, wir schickten unsere Gesandten mit klaren Beweisen und sandten das Buch und das Maß herab, auf dass die Menschen Gerechtigkeit üben möchten... “ (Sure 57, Vers 26). Er forderte die Menschen auf, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwehren... (vgl. Sure 3, Vers llO). Solche Leute bringen vor, dass der Islam für Aktivität und Handeln eintritt. Sie sagen, wenn Aktivität und Handeln wichtige Angelegenheiten im Islam sind, dann sind Anbetung und Verehrung nicht so be-deutend. Deshalb sollte man ihrer Meinung nach sozialen Lehren folgen und Gottesverehrung und -anbetung jenen Menschen überlassen, die keine andere Aufgabe zu erfüllen haben. Doch solche Gedanken sind falsch und sehr gefährlich.
(...)
Die Reaktion auf die Langsamkeit dieser Gruppe ist das Erscheinen einer zweiten Gruppe, die sich schnell vorwärts bewegt und den Weg des Übermaßes beschreitet. Sie richtet ihre gesamte Aufmerksamkeit auf soziale Angelegenheiten, was für sich gesehen eine wertvolle Haltung ist, doch sie ignoriert die gottesdienstlichen Handlungen. Ich habe Menschen getroffen, die es sich einfach leisten können, eine Pilgerfahrt nach Mekka zu machen, ein Gebot, das im Islam als eine wichtige Angelegenheit angesehen wird. Sie missachten Gebete und lassen auch das Prinzip des Taqlid außer Acht. Sie sind der Meinung, dass Probleme in Bezug auf die gottesdienstlichen Handlungen von jedem selbst gelöst werden sollten, ohne dass es dazu der Führung durch andere bedarf. Sie halten somit jeden für einen Experten in religiösen Fragen oder für einen Rechtsgelehrten. Ebenso verhielte es sich, wenn jeder sein eigener Arzt wäre und bei einer Erkrankung keinen Doktor oder Spezialisten aufsuchen müsste. Es gibt einige, die bezüglich des Fastens und den damit verbundenen Bedingungen während eines dauerhaften Aufenthaltes oder einer Reise unachtsam sind, und sie glauben nicht an die Wiedergutmachung des Versäumens, die gottesdienstllchen Handlungen zur angemessenen Zeit und am richtigen Ort zu verrichten.

Beide Gruppen sehen sich selbst als Muslime an, doch Sie sind es ganz und gar nicht. Der Islam erkennt die Phrase „an einige Dinge zu glauben und an einige andere Dinge nicht" nicht an. Er kann eine Akzeptanz der gottedsdienstlichen Handlungen verbunden mit der Ablehnung seiner Moral und sozialen Anliegen oder umgekehrt nicht anerkennen. Im Quran sehen wir immer wieder, dass die Aufforderung „Verrichtet eure Gebete" gefolgt wird von „ ...und entrichtet eure Zakat... ‘
Das erste Gebot betrifft die Beziehung zwischeinrm einem Geschöpf und Gott und das zweite zeigt die Beziehung zwischen einem Geschöpf und anderen Geschöpfen. Somit hat ein wahrer Muslim dauerhaft eine doppelte Verantwortung gegenüber Gott und gegenüber den Mitmenschen und seiner Gesellschaft. Es kann keine Islamische Gesellschaft ohne Gottesdienst und -anbetung, Gebete und Fasten geschaffen werden. Auf die gleiche Weise kann keine fromme Gesellschaft existieren, ohne das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwehren und ohne freundliche Beziehungen zwischen den Individuen."
Den Rest findet ihr dann im Buch...
Wassalam
ismael_nbg likes this

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Salam alaikum,

 

ich bedanke mich vielmals an euch, dass ihr euch die Mühe gemacht und so viel Quellen sowie Interpretationen hervorgebracht habt. Möge Allah swt euch für eure Mühe belohnen.

 

Zusammenfassend will ich kurz aufsagen, wie ich es nun verstanden habe. Einmal ist die Beziehung von Mensch und Gott das Wichtige und dann noch die Taten zwischen den Menschen. Beides ist für einen guten Muslim vom hohen Wert, aber die allererste Voraussetzung ist aus islamischer Sicht das Gebet. Hab ich es nun richtig verstanden ?

Am Tag der Abrechnung werden die Menschen zu allererst, die noch nie gebetet haben, von der Brücke in die Hölle stürzen und danach wird auf die anderen Taten von ihnen geschaut ?

 

Wassalam

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Salam alaikum,

 

von wo übersetzt du diese Sachen und wie heißt der Gelehrte, von dem diese Aussage stammt:

 

"

Aber wenn derjenige daran glaubt das das Gebet Vajib ist und es nicht verrichtet, oder einfach „zu Faul“ ist, oder manchmal betet und manchmal nicht dann werden die restlichen guten Taten von ihm auch, so Gott will, angenommen.
"
Soetwas sagt weder Gott im Quran, noch die Ahl-ul-Bayt (a) in ihren Überlieferungen. Der Hadith, den ich zitiert habe, wird genauso verstanden, wie seine "äußere" Bedeutung und diese widerspricht dem Quran in keinster Weise, im Gegenteil. Wo soll es auch hinführen, wenn sogar solche Hadithe so uminterpretiert werden, dass deren wirkliche Aussage verloren geht?
Muhammad Al-Baqir (a.) berichtete, dass der Prophet Muhammad (s.) sagte: „Die Säule des Glaubens ist das Gebet und es ist die erste Tat vom Sohn Adams, auf die geschaut wird. Wenn es ordnungsgemäß verrichtet wurde, dann schaut man sich seine anderen Taten an und wenn es nicht ordnungsgemäß verrichtet wurde, dann schaut man sich keine seiner restlichen Taten an.” (Tahdhib-ul-Ahkam von At-Tusi, Band 2 Seite 237 Hadith 5)

"Und (gedenke) des Tages, da Wir die Berge versetzen und du die Erde (kahl) hervortreten siehst und Wir sie versammeln, ohne jemanden von ihnen auszulassen, und (da) sie deinem Herrn in Reihen vorgeführt werden: „Nun seid ihr zu Uns gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben. Ihr aber habt behauptet, Wir würden für euch keine (letzte) Verabredung festlegen.“ Und das Buch wird hingelegt. Dann siehst du die Übeltäter besorgt wegen dessen, was darin steht. Sie sagen: „O wehe uns! Was ist mit diesem Buch? Es lässt nichts aus, weder klein noch groß, ohne es zu erfassen.“ Sie finden (alles), was sie taten, gegenwärtig, und dein Herr tut niemandem Unrecht." (18:47-49)

 

Gott zeigt uns am Tag der Abrechnung das Buch unserer Taten, indem jede einzelne, kleine und große Tat aufgeschrieben ist, die wir in unserem Leben gemacht haben. Die Beurteilung bzw. Abrechnung unserer Taten erfolgt auf dem Sirat (Brücke). Diese befindet sich über der Hölle, sehr schmal und dünn, dünner als ein Haar und schärfer als ein Schwert. Am Ende der Brücke befindet sich das Tor zum Paradies. Alle Menschen werden sie überqueren, auch die Propheten (Muhammad (s) als erster), danach sein Volk/Nation. Je besser und gläubiger der Mensch war, desto einfacher ist das Überqueren.

 

Es befinden sich sowas wie „Stoppschilder“ auf der Brücke, z.B. das Gebet, Hajj, Wilayah zu Ahl-ul-Bayt etc.. Man wird angehalten: Hat man das Gebet vernachlässigt bzw. nicht gebetet und Gott verzeiht das nicht (man erhält keine Barmherzigkeit), dann fällt man in die Hölle. Hat man immer gebetet und es wird von Gott angenommen, dann läuft man weiter zum nächsten „Stoppschild“. Dieser Weg dauert sehr lange, viele mehrere Jahre. (Quelle: Buch über die verschiedenen Stufen nach dem Tod von Scheikh Abbas a-Qummi)

 

Im Buch von Ayatullah Murtada Mutahari "Spritituelle Gespräche" wird die Wichtigkeit der Annahme des Gebets auch einmal angesprochen und außerdem wird die Eingangsfrage ausführlich beantwortet. Das Kapitel handelt nämlich darüber, dass Muslime zwei Verantwortungen tragen. Einmal die verpflichtenden Gottesdienste zu verrichten und einmal sich für gesellschaftliche Belange zu interessieren und Gutes für die Gesellschaft zu tun. Es reicht für einen guten Muslim nicht aus nur einer dieser Verantwortungen nachzugehen.
Hier ist der Anfang des Kapitels:
"Gottesdienst und Gebet

 

Manchmal stoßen wir in den islamischen Interpretationen im Zusammenhang mit Gottesdienst auf Punkte, die bei einigen von uns Fragen aufwerfen. Es wird uns beispielsweise berichtet, dass der Prophet (s.a.s.) oder die Imame in Bezug auf das Gebet gesagt haben, dass das „Gebet die Säule der Religion“ ist, oder, wenn wir uns die Religion als Zelt vorstellen, dass das Gebet die Stange ist, die das Zelt trägt.

 

Diese Bemerkung ist den Überlieferungen entnommen, die dem Propheten zugeschrieben werden. „Das Erfordernis für die Annahme anderer Taten ist die Annahme des Gebetes. “ Mit anderen Worten: die guten Taten des Menschen werden null und nichtig sein, wenn sein Gebet nicht richtig und deshalb nicht annehmbar ist. Eine andere Überlieferung lautet: „Gebet ist das Mittel eines jeden tugendhaften Geschöpfes, um Nähe zu Gott zu erlangen. “ ln einer weiteren Überlieferung heißt es, dass es dem Teufel bei einem Gläubigen immer unbehaglich ist und er sich von demjenigen femhält‚ der sich seinem Gebet widmet. Auch der Qur'a’n bringt die Wichtigkeit des Gebetes in vielen Versen zum Ausdruck.

 

Doch zuweilen wird von manchen Menschen gesagt, dass alle diese Überlieferungen bezüglich des Gebetes gefälscht und unverlässlich sein müssen und nicht vom Propheten und seinen Nachfolgem, sondern von einigen Gläubigen geäußert wurden. die insbesondere im 2. und 3. Jahrhundert nach der Hig'ra als die Gottesverehrung zu solchen Extremen wie Mönchstum und Sufismus geführt hatte, mehr Anhänger gewinnen wollten.

 

Wir sehen, dass einige Leute alle ihre Anstrengung in einem solchen Ausmaß auf gottesdienstliche Werke konzentriert haben. dass sie andere religiöse Pflichten ignorierten. Es gab z. B. unter den Gefährten “‘Alis (a.s.) einen Mann namens Rabic ibn ‚Husayn. Er galt als einer der acht bekannten Asketen der islamischen Welt, und er führte seine Askese und seine Andacht so weit, dass er lange vor seinem Tod sein Grab gegraben hatte. Es wird gesagt. dass er zwanzig Jahre lang kein Wort über weltliche Angelegenheiten fallen ließ. Manchmal ging er zu der Grabstelle und legte sich hinein und besann sich darauf, dass das Grab sein Heim war. Die einzigen Worte, die man außer Gebeten jemals von ihm hörte, betrafen die Ermordung Ima‘m Husayns (a.s.). Als er davon hörte, sagte er: „Wehe diesen Leuten, die die hEben Nachkommen ihres Propheten ermordet haben.“ Es wird berichtet, dass er danach bereute. etwas anderes als eine Anrufung Gottes geäußert zu haben.

(...)
Dieser Mann war ein As, doch welchen Wert hatten seine Askese und seine Gottesverehrung? Es ist nutzlos, Anhänger eines Menschen wie ‘Ali (a.s.) zu sein und zur gleichen Zeit den Weg, den er in einem Kampf wies, zu bezweifeln.

 

Der Islam fordert Einsicht in Verbindung mit Praktizierung, doch Rabic hatte keine Einsicht. Er lebte zu Zeiten Mu'awiyas und dessen Sohn Yazid. Er hatte nichts zu tun mit den sozialen Problemen der islamischen Gesellschaft und gewöhnlich zog er sich Tag und Nacht zum Gebet in eine Ecke zurück, wo er nichts anderes äußerte als den Namen Gottes und Bedauern wegen seiner eigenen Bemerkung über den Märtyrertod von Ima’m ‚Husayn (a.s.).

Eine solche Verhaltensweise stimmt nicht mit den islamischen Lehren überein, wie auch in folgendem Ausspruch zum Ausdruck kommt: „Ein unwissender Mensch geht entweder zu schnell oder zu langsam.“ Einige sagen vielleicht, dass der Ausspruch „Das Gebet ist der Pfeiler der Religion“ nicht mit den islamischen Lehren übereinstimmt, da der Islam sozialen Angelegenheiten eine größere Aufmerksamkeit beimisst als anderen. Der Islam sagt: „Allah gebietet Gerechtigkeit und uneigennützig Gutes zu tun... " (Sure 16, Vers 92) und „Wahrlich, wir schickten unsere Gesandten mit klaren Beweisen und sandten das Buch und das Maß herab, auf dass die Menschen Gerechtigkeit üben möchten... “ (Sure 57, Vers 26). Er forderte die Menschen auf, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwehren... (vgl. Sure 3, Vers llO). Solche Leute bringen vor, dass der Islam für Aktivität und Handeln eintritt. Sie sagen, wenn Aktivität und Handeln wichtige Angelegenheiten im Islam sind, dann sind Anbetung und Verehrung nicht so be-deutend. Deshalb sollte man ihrer Meinung nach sozialen Lehren folgen und Gottesverehrung und -anbetung jenen Menschen überlassen, die keine andere Aufgabe zu erfüllen haben. Doch solche Gedanken sind falsch und sehr gefährlich.
(...)
Die Reaktion auf die Langsamkeit dieser Gruppe ist das Erscheinen einer zweiten Gruppe, die sich schnell vorwärts bewegt und den Weg des Übermaßes beschreitet. Sie richtet ihre gesamte Aufmerksamkeit auf soziale Angelegenheiten, was für sich gesehen eine wertvolle Haltung ist, doch sie ignoriert die gottesdienstlichen Handlungen. Ich habe Menschen getroffen, die es sich einfach leisten können, eine Pilgerfahrt nach Mekka zu machen, ein Gebot, das im Islam als eine wichtige Angelegenheit angesehen wird. Sie missachten Gebete und lassen auch das Prinzip des Taqlid außer Acht. Sie sind der Meinung, dass Probleme in Bezug auf die gottesdienstlichen Handlungen von jedem selbst gelöst werden sollten, ohne dass es dazu der Führung durch andere bedarf. Sie halten somit jeden für einen Experten in religiösen Fragen oder für einen Rechtsgelehrten. Ebenso verhielte es sich, wenn jeder sein eigener Arzt wäre und bei einer Erkrankung keinen Doktor oder Spezialisten aufsuchen müsste. Es gibt einige, die bezüglich des Fastens und den damit verbundenen Bedingungen während eines dauerhaften Aufenthaltes oder einer Reise unachtsam sind, und sie glauben nicht an die Wiedergutmachung des Versäumens, die gottesdienstllchen Handlungen zur angemessenen Zeit und am richtigen Ort zu verrichten.

 

Beide Gruppen sehen sich selbst als Muslime an, doch Sie sind es ganz und gar nicht. Der Islam erkennt die Phrase „an einige Dinge zu glauben und an einige andere Dinge nicht" nicht an. Er kann eine Akzeptanz der gottedsdienstlichen Handlungen verbunden mit der Ablehnung seiner Moral und sozialen Anliegen oder umgekehrt nicht anerkennen. Im Quran sehen wir immer wieder, dass die Aufforderung „Verrichtet eure Gebete" gefolgt wird von „ ...und entrichtet eure Zakat... ‘

Das erste Gebot betrifft die Beziehung zwischeinrm einem Geschöpf und Gott und das zweite zeigt die Beziehung zwischen einem Geschöpf und anderen Geschöpfen. Somit hat ein wahrer Muslim dauerhaft eine doppelte Verantwortung gegenüber Gott und gegenüber den Mitmenschen und seiner Gesellschaft. Es kann keine Islamische Gesellschaft ohne Gottesdienst und -anbetung, Gebete und Fasten geschaffen werden. Auf die gleiche Weise kann keine fromme Gesellschaft existieren, ohne das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwehren und ohne freundliche Beziehungen zwischen den Individuen."

Den Rest findet ihr dann im Buch...
Wassalam

 

 

Salam alaykom,

 

Zeig mir wo Gott so was im Koran verneint. : )

Ja, es gibt Versen das von denen die in der Hölle sind gefragt wird warum ihr dort seit und sie sagen weil sie das gebet nicht verichtet haben. Doch das verneint nicht das Obige.

 

Ich konnte nur das auf Arabisch finden. Der Grössere Rest war auf Persisch.

Vor allem 2,3 und 4 Lesen.

 

http://www.islamquest.net/ar/archive/question/fa13451

 

Ya Zahra(sa)

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Natürlich ist das nicht eine erlaubnis nicht zu beten, dass solte man verstehen.

Man sollte genau so viel "Angst" haben wie man an seiner Barmherzigkeit glaubt.

 

Imam Sadegh(as) ;

إِذَا كَانَ يَوْمُ الْقِيَامَةِ نَشَرَ اللَّهُ تَبَارَكَ وَ تَعَالَى رَحْمَتَهُ حَتَّى يَطْمَعَ إِبْلِيسُ فِي رَحْمَتِه‏

چون روز قيامت شود، خداى تبارك و تعالى رحمت خود را چنان پراكنده كند كه ابليس در رحمت او طمع كند

Quelle:

شيخ صدوق، امالي،كمره اي، محمد باقر، چ اسلاميه، تهران 1376 ه ش، ص 205

 

Der Prophet(sa) :

 

إِنَّ اللَّهَ خَلَقَ يَوْمَ خَلَقَ السَّمَاوَاتِ وَ الْأَرْضَ مِائَةَ رَحْمَةٍ فَجَعَلَ فِي الْأَرْضِ مِنْهَا رَحْمَةً مِنْهَا تَعَطُّفُ الْوَالِدَةِ عَلَى وَلَدِهَا وَ الْبَهَائِمِ بَعْضُهَا عَلَى بَعْضٍ وَ الطَّيْرِ كَذَلِكَ وَ أَخَّرَ

تِسْعَةً وَ تِسْعِينَ إِلَى يَوْمِ الْقِيَامَةِ فَإِذَ كَانَ يَوْمُ الْقِيَامَةِ أَكْمَلَهَا بِهَذِهِ الرَّحْمَةِ مِائَة

Quelle: نيشابورى، فتال،‏ روضة الواعظين و بصيرة المتعظين‏، چ رضي، قم بي تا، ج 2، ص 502.

 

 

Die Deutsche Übersetzung wäre hier etwas schwierig für mich. : )

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Salamun alaikum ,

 

@Naynawa , das ist einer der wertvollsten Beiträge (dein letzter) den ich bis jetzt in diesem wundervollen Forum gelesen habe.

 

 

Möge Allah swt mit dir zufrieden sein und dich dafür reichlich belohnen. Möge Allah swt uns diese Wichtigkeit der Erkenntnis erlangen lassen und uns dazu rechtleiten das wir diese beiden Verantwortungen und Beziehungen verinnerlichen können, uns danach richten und auch praktizieren können, amin.

 

Salawat

 

wasalam

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