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Der Barzekh

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Assalamu alaykum wa rahamatullahi wa barakatuh,

das Leben im Barzekh beginnt nach vielen Prozessen. So wird man zuerst geboren, dann lebt man einige Tage auf dieser Welt und dann tritt der Tod ein. Nachdem Tod betritt man die Welt des Barzekhs, dazu heißt es im heiligen Koran:

"Und hinter ihnen steht ein Barzekh bis zu dem Tage, an dem sie auferweckt werden." [23:100]

Wie kommt es dazu? Was passiert da genau? Mit dem Tod wird unser Körper vom Diesseits getrennt, diese Trennung ist umso schwerer, je mehr wir an dieser Welt hängen! Nun der Körper stirbt, aber was passiert mit der Seele? Die Seele ist Energie und es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Energie nicht einfach so verschwindet, sondern sich in etwas anders umwandelt. Die Seele ist vergleichbar mit einem Atomkraftwerk, das Atomkraftwerk des Lebens.

Und wenn der Todesengel diese Seele nimmt, dann schaltet er dieses Atomkraftwerk ab, die Seele wandert woanders, dass wir jetzt einfachheitshalber „Körper“ nennen und dann wartet sie im Barzkeh. Der Barzekh ist eine Art Wartezimmer für alle Seelen. Alle Menschen, die jemals auf der Erde lebten warten im Barzekh. Und nun kommt eine neue Seele; unsere Seele. Natürlich werden wir sofort von den anderen Seelen umgeben und die Seelen fragen sich, wer diese neue Seele ist. Der heilige Koran sagt:

"Ja! Wenn (die Seele eines Sterbenden) bis zum Schlüsselbein emporsteigt." [75:26]

und in einer Überlieferung heißt es: „Lasst sie, denn sie hat gewaltiges hinter sich.“ Denn es ist nicht leicht für die Seele von dem Körper getrennt zu werden, da sie bereits seit der Existenz des Körpers sich dort befand und sich mit dem Körper vermischt hat.

Dann lässt man sie in Ruhe bis sie sich ausgeruht hat und dann wird sie befragt, was auf der Welt Neues passiert ist? Wie es dieser und jener Familie geht und so weiter. Mit dem Tod wird die Seele von den Ketten von Ort und Zeit befreit. Im Diesseits ist der Mensch an Ort und Zeit gebunden, er kann nicht gleichzeitig in mehreren Orten sein, doch wenn er stirbt und ihm seine Seele genommen wird, dann wird dies möglich sein. Im Barzekh ist er nicht mehr an Raum und Zeit gebunden, er wird von diesen Ketten befreit. Man ist nun in der Lage mehr zu sehen, zu sehen was für die Augen unsichtbar war. Im heiligen Koran heißt es dazu:

"Und es kam die Benommenheit des Todeskampfes in Gerechtigkeit: "Das ist es, dem du zu entrinnen suchtest.“ [50:19] Man beginnt verschiedene Zustände zu erleben.

Diejenigen, die eines natürlichen Todes sterben sind gefangen durch ihre Sünden, viele erkennen nun die Wahrheit und wünschen sich eine Rückkehr um wenigstens etwas gut machen zu können:

„Wenn dann der Tod an einen von ihnen herantritt, sagt er: ‚Mein Herr, bringe mich zurück, ‚auf dass ich Gutes tue von dem, was ich unterlassen habe.‘“ [23:99-100]

doch es ist zu spät, sowohl für die Reue, als auch für die guten Taten. Denn sie sind nun vom Diesseits getrennt. Doch die Märtyrer sind es nicht! Sie sind immer noch mit der Welt verbunden und sehen alles, davon leitet sich auch das Wort Shaheed [Märtyrer] ab, denn er bezeugt alles. Shaheed = yeshhed [bezeugt]. Diese These unterstützt auch der heilige Koran:

„Und nennt nicht diejenigen, die auf Allahs Weg getötet wurden, ‚Tote‘. Denn sie leben, ihr aber nehmt es nicht wahr.“ [2:154]

oder

„Und betrachte nicht diejenigen, die auf Allahs Weg gefallen sind, als tot. Nein! Sie leben bei ihrem Herrn, und sie werden dort versorgt.“ [3:169]

- Aus einem Vortrag von Sayyed Munir Al Khabbaz (hz)

Fi amani Allah #rose#

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