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al-Insan

Tafsir Sure al-Baqara Vers 1-3 (Tafsir al Nur)

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#bismillah#

 

Anmerkung zur Sure Al-Baqara:

 

Diese Sure, die aus 286 Versen besteht, ist medinensisch und die längste Sure des Korans.

Der Grund der Namensgebung der Sure „Al-Baqara“ basiert auf einer Geschichte einer Kuh der Bani Israel,

die in den Versen 67 – 73 dargelegt wird.

Die Sure behandelt aufgrund ihrer Länge verschiedene Themen. So wie das islamische Recht, den Glauben von

monotheistischen Völkern, Ontologie, die Auferstehung und das Leben nach dem Tod, Regeln des Gottesdienstes,

Ethik des Menschen und die für die Gesellschaft.

Die Sure behandelt auch das Thema „Offenbarung“ und den Wundercharakter des Korans,

gesellschaftliche Arbeit im Lichte der Barmherzigkeit, Wohltätigkeit und Nächstenliebe,

Verteidigungskriege gegen die Feinde und Strafgesetze.

Weiterhin beinhaltet die Sure die längsten Verse des Korans „Ayat al – Kursi“ und der Vers „Din“,

das Ereignis der Umstellung der „Qibla“, die Ausreden der Bani Israel, die Schöpfung von Adam (a.),

die Widersetzung von Iblis, die Ereignisse der Geschichten mancher Propheten wie Adam (a.), Ibrahim und Musa (a.), Geschichten von Harut und Marut, Talut und Ghalut.

Da die Sure Al-Baqara und Al-Imran viele Rechtsurteile, Gottes Eigenschaften und Namen beinhalten,

werden sie «زهراوان» (was die zwei ernorm leuchtenden bedeuten soll) genannt.

Der Gesandte Gottes wurde gefragt, welche Sure des Korans die Beste sei und er sagte: „Sure Al-Baqara“.

Dann wurde er gefragt welcher Vers hierbei der Beste ist, er sagte: „Ayat al – Kursi“.

 

 

 

Tafsir Al Baqarah (Nur)

 

الم1‏

Anmerkungen dazu:

 

Über die einzelnen Buchstaben sind verschiedene Aussagen formuliert worden, darunter:

 

 

  1. Der heilige Koran fordert uns mit diesen zitierten Worten, die jedem zu Verfügung stehen, auf:

    Wenn ihr könnt, bringt auch mit diesen Buchstaben heilige Aussagen hervor.

 

  1. Diese Buchstaben, sind die Bezeichnungen für die Suren, in denen sie zu Beginn vorkommen.

 

  1. Diese Buchstaben, haben eine Andeutung zu den erhabenen heiligen Namen.

 

  1. Diese Buchstaben, sind ein Eid und Schwur Gottes.

 

  1. Dies ist eine von den Geheimissen zwischen Gott und dem Propheten (s.).

    Und laut Überlieferungen, ist es ein Schlüsselwort, dessen Inhalt nur Allah kennt.

Die beste Meinung ist wahrscheinlich die Meinung unter Punkt 1, denn unter den

114 Suren des Koran, bei denen 29 Suren mit einem Schlüsselwort beginnen, wird 24 Mal vom Koran selbst und über dessen Wunder gesprochen. So wie in dieser Sure, in der nach «الم»,

«ذلك الكتاب» folgt und auf die Erhabenheit des Korans hinweist.

Am Anfang der Sure Ash-Shura kommt auch das Schlüsselwort «حم عسق» vor und nach dem gesagt

wird: «كذلك یُوحى الیك والى الّذین مِن قبلك اللّه العزیزُ الحكیم»

 

So offenbart Allah, der Erhabene, der Allweise, dir und die Propheten vor dir. 42:3

 

Das heist, dass Gottes Offenbarung auch dieses Schlüsselwort besitzt. Ein Wort, das allen Menschen zur Verfügung steht. Jedoch hat Allah mit solch einem Wort ein heiliges Buch ermöglicht, kann denn der Mensch das auch schaffen?!

Ja, Allah erzeugt mit diesen Buchstaben solch ein heiliges Buch, so wie er aus der Erde viele Arten von Früchten,

Blüten und Pflanzen hervorbringt und der Mensch macht davon gebrauch. Jedoch liegt die Kunst des Menschen nur darin, aus der Erde widerum andere Dinge herzustellen.

 

 

Vers 2:

 

 

ذَ لِكَ الكِتَبُ لاَ رَيْبَ فِيهِ هُدىً لِّلْمُتَّقِينَ

 

Anmerkungen dazu:

 

«لاریب فیه» sagt aus, dass der Koran keinen Zweifel zulässt, weil er von Gott ist.

Denn der Anspruch des Koran ist der, dass er keine Zweifel und Skepsis hinterlässt und wenn es einen Zweifel gibt,

dann wird dies durch die Stursinnigkeit einer Person erzeugt.

So wie der Koran sagt: «فهم فى رَیبهم یَتردّدون»

 

(...) und in ihrem Zweifel schwanken sie.“ 9:45

 

 

Das Ziel des Korans ist, die Menschen zu führen und wenn er auf die Erschaffung der Himmel und der Erde, der Pflanzen und Tiere usw. hinweist, dann möchte er auf die Allmacht, Weisheit und Wissen Gottes aufmerksam machen. (Der Koran behandelt Themen wie die Natur, die Historie, Philosophie, Politik und Gewerbe, aber sein Hauptziel ist die Führung, Rechtleitung)

 

Der Koran ist eine Rechtleitung für alle Menschen, Sure 2 Vers 185: ««هدىً للنّاس»

so wie die Sonne, die für alle scheint. Aber nur jene werden einen Nutzen vom Koran ziehen, die ihre Fitra (natürliche Veranlagung des Menschen) rein halten und empfindlich gegenüber der Wahrheit/Recht sind, Sure 2 Vers 2:

«هدىً للمتّقین»

So wie der Sonnenstrahl nur durch ein sauberes Glas scheinen kann und nicht durch Stein und Schleim.

 

Also können folgende Arten von Menschen keinen Nutzen vom Koran ziehen:

 

  1. Die Frevler: لایهدى القوم الفاسقین (Sure 9 Vers 80)

 

  1. Die Ungerechten: لایهدى القوم الظالمین (Sure 5 Vers 51)

 

  1. Die Ungläubigen: لایهدى القوم الكافرین (Sure 5 Vers 67)

 

  1. Die Herzlosen: لایهدى من هو كاذب كفار (Sure 39 Vers 3)

 

  1. Die Maßlosen und Lügner: لایهدى مَن هو مسرف كذّاب (Sure 40 Vers 28)

 

Frage: Dieser Vers sagt über den Inhalt des Korans: «لاریب فیه» (Es gibt keinen Zweifel in ihm).

Während der Koran den Zweifel und Skepsis seiner Widersacher auf dieser Weise darlegt:

 

<وَإِنَّنَا لَفِى شَكٍّ۬ مِّمَّا تَدۡعُونَآ إِلَيۡهِ مُرِيبٍ۬ >

Und wir befinden uns wahrhaftig in beunruhigendem Zweifel über das, wozu du uns aufforderst.“ Sure Hud Vers 62

 

Und was den Zweifel über die Offenbarung des Propheten angeht, lesen wir im Koran:

 

<بَلۡ هُمۡ فِى شَكٍّ۬ مِّن ذِكۡرِى‌ۖ >

Nein, sie hegen Zweifel über Meine Ermahnung.“ Sure Sad Vers 8

 

Über die Auferstehung steht auch:

 

<لِنَعۡلَمَ مَن يُؤۡمِنُ بِٱلۡأَخِرَةِ مِمَّنۡ هُوَ مِنۡهَا فِى شَكٍّ۬ۗ > Sure Saba Vers 21

 

Wie kann es sein, dass der Koran dennoch sagt: «لاریب فیه» Sure Baqara Vers 2

Beinhaltet der Koran keinen Grund zum zweifeln?

 

 

Antwort:

 

Diese Aussage «لاریب فیه» möchte nicht behaupten, dass niemand in ihm Zweifel hegt oder hegen wird,

der Koran möchte sagen, dass seine Wahrhaftigkeit so enorm ist, dass er keinen Grund für Zweifel besitzt und wenn jemand an seiner Wahrhaftigkeit zweifelt, dann ist es wegen seiner eigenen Blindherzigkeit.

So wie es in Sure Naml Vers 66 steht:

 

بَلۡ هُمۡ فِى شَكٍّ۬ مِّنۡہَا‌ۖ بَلۡ هُم مِّنۡهَا عَمُونَ

 

Botschaften:

 

1. Der Koran hat bei seiner Pracht eine ehrenwerte Stellung. Im Arabischen ist «ذلك» ein Hinweis auf das Ferne.

Hier wird der Koran, mit «ذلك», auf seine Unversehrtheit hingewiesen.

 

  1. Ein Wegweiser muss bei den Methoden seiner Einladung zu seinem Konzept schlagkräftig und

    überzeugend sein. Der Satz «لاریب فیه» bekräftigt diese Eigenschaften des Korans.

 

 

3. «هدى للمتقین»

 

Die Kraft des Korans bei der Wegweisung der Rechtschaffenen, ist der beste Beweis für seine Rechtmäßigkeit.

 

4. Allein die, die sich rein halten und rechtschaffen sind, werden von dem Koran rechtgeleitet.

Derjenige, dessen Herz am reinsten ist, wird am meisten von der Rechtleitung des Korans profitieren:

«هدى للمتقین»

 

 

Vers 3:

 

 

الَّذِينَ يُؤْمِنُونَ بالْغَيْبِ وَيُقِيمُونَ الصَّلَوةَ وَمِمَّارَزَقْنَهُمْ يُنفِقُونَ‏

 

die an das Verborgene glauben und das Gebet verrichten und von dem ausgeben, was Wir ihnen beschert haben „

 

Anmerkung dazu:

 

Der Koran teilt das Dasein in zwei Kategorien auf:

 

  1. Das Wissen über das Verborgene (Gott, Engeln, Jenseits, Imam Mahdi)

 

  1. Intuition

 

 

Die Gottesbewussten glauben an allen Existenzen, aber die anderen glauben nur an das, was sie empirisch erfassen können. Sie erwarten sogar, dass sie Gott mit dem Auge erfassen müssen und weil sie es nicht können, glauben sie nicht an Gott. So wie manche zu Prophet Musa (a.) sagten:

 

لَن نُّؤۡمِنَ لَكَ حَتَّىٰ نَرَى ٱللَّهَ جَهۡرَةً۬

Wir werden dir gewiß nicht glauben, bis wir Allah unverhüllt sehen“ Sure Baqara Vers 55

 

 

Diese Leute sagen auch über das Jenseits:

 

مَا هِىَ إِلَّا حَيَاتُنَا ٱلدُّنۡيَا نَمُوتُ وَنَحۡيَا وَمَا يُہۡلِكُنَآ إِلَّا ٱلدَّهۡرُ‌ۚ

"Es gibt nichts als dies unser irdisches Leben - wir sterben und wir leben - und nichts als die Zeit, die uns vernichtet."

(Sure Al-Jathiya Vers 24)

 

 

Solche Menschen haben die Stufe des Tierischen noch nicht überwunden und ihre Erkenntnisse berufen sich einzig allein auf ihre sinnliche Wahrnehmungen, sie möchten alles sinnlich erfassen.

Die Gottesbewussten glauben an die verborgene Welt, die auch über ihre Kenntnisse hinausgeht.

Der Glaube besteht aus Liebe, Leidenschaft, Ergebenheit, Heiligtümern und die Bindung zum Verborgenem.

Jedoch die Kenntisse der empirischen Wissenschaft allein, beinhaltet diese Dinge nicht.

 

 

Botschaften:

 

1. «یؤمنون... یقیمون... ینفقون»

 

Der Glaube ist nicht von den Handlungen zu trennen. Neben dem Glauben an das Verborgene, ist die praktische Umsetzung des Glaubens eine Pflicht für den Gläubigen.

 

 

2. «یؤمنون بالغیب»

 

Das grundlegendste Prinzip bei der göttlichen Weltanschauung ist, dass das Dasein nicht einzig allein an die sinnlichen Wahrnehmungen gebunden ist.

 

 

3. «یؤمنون... یقیمون... ینفقون»

 

Nach dem Grundprinzip des Glaubens, ist das Gebet und die Spende einer der wichtigsten Handlungen.

(In einer gottesbewussten Gesellschaft, die in Richtung Gottes strebt, können Ruhelosigkeit, seelische und psychische Schäden und mangelnde Spiritualität, durch das rituelle Gebet verhindert und behandelt werden.

Wirtschaftliche Leere und folglich die Nachteile dadurch, können durch das Spenden gefüllt und behoben werden.)

 

 

4. «یقیمون الصّلاة»

 

Das Verrichten des rituellen Gebets muss fortbestehend sein und nicht gelegentlich verrichtet werden.

(Das Verb bedeutet Kontinuität und Beständigkeit)

 

5. «ممّا رزقناهم»

 

Beim Spenden müssen wir auch gemäßigt sein.

(ممّا kommt von (مِن ما) und einer der Bedeutungen von «مِن» ist „Einige“. Also etwas von dem was wir ihnen gegeben haben geben sie aus und nicht alles.)

 

 

6. «ممّا رزقناهم ینفقون»

 

Alles was Gott uns beschert hat (Wissen, Ansehen, Besitz, Talent usw.), müssen wir an unseren Nächsten weitergeben.

 

(Hierbei deutet das Wort «ما» auf alle Dinge hin) Imam Sadiq (a.) sagte: „Das was wir ihnen gelehrt haben, verbreiten sie in der Gesellschaft.“

 

 

7. «رزقناهم»
 

Eine Spende muss vom erlaubten Gut (Halal) sein, weil Gott die Versorgung eines Jeden vom Erlaubten bestimmt.

 

 

8. «ممّا رزقناهم»

 

Wenn wir davon überzeugt sind, dass alles was wir besitzen von Gott erhalten haben, werden wir durch das Spenden nicht hochmütig. Wir können dann besser ein Teil von unserem Besitz spenden.

 

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