al-Insan

Imam Hussain (a.) und der Koran

8 posts in this topic

#bismillah#
 
#salam#
 
Bald befinden wir uns im Monat der Trauer, während "den zehn Tagen" vom Monat Muharram, trauern wir um unseren geliebten Imam Hussain (a.), gedenken seiner Aufopferungen und Heldentaten für den Islam. Doch welche Intention verfolgte Imam Hussain (a.), als er sich von Mekka in Richtung Irak bewegte?
 
Auf diese Frage werden wir kurz eingehen, jedoch ohne dabei die äußerlichen Umstände zu erklären, die Imam Hussain (a.) zu diesem Schritt veranlasste sondern zeigen, dass es der Koran war mit Hussain und Hussain mit dem Koran, der den Hilferuf nachkam. Zuerst sei noch gesagt, dass Imam Hussain (a.) selbst, mit seinem Wesen, mit Leib und Seele, die Verkörperung des Korans in Wort und Tat bildet. Ich bin mir dessen bewusst, dass ich Imam Hussain (a.) und den Koran nicht gerecht sein kann, wenn ich ihre Eigenschaften aufzählen und erläutern möchte. Dennoch betrachten wir hierbei eine signifikante Eigenschaft des Korans, die Imam Hussain (a.) verkörpert. 
 
Der Koran ist die Unterscheidung (Furqan):
 
"Voller Segen ist Er, Der die Unterscheidung zu Seinem Diener herabgesandt hat, auf daß er ein Warner für die Welten sei." [Furqan:1]
 
Der Koran unterscheidet zwischen Wahrheit und Falschheit, er analysiert zwischen der realen, richtigen Weltanschauung und Ideologie und zwischen der unrealen, er schafft eine Analyse zwischen dem Licht und Dunkelheit, zwischen dem erlaubten und verwehrten Weg, zwischen den Gewinnern in der Geschichte und Verlierern. Und wer auch immer Imam Hussain (a.), sein Leben und die Tragödie von Karbala analysiert, sieht den lebendigen Koran in Imam Hussain (a.), der lebendige Furqan, der mit seinem Wesen und seiner Taten in Karbala zwischen dem Licht und der Dunkelheit unterschieden hat.
 
Unsere Gelehrten, haben eine Menge von Überlieferungen ausgearbeitet und haben sie für uns aufgezeichnet bereitgestellt, die uns wissen lassen, dass das Licht vom Koran und al-Hussain (a.) sich in Richtung Karbala ausbreitete:

Als der Stellvertreter von Yazid ibn Muawia in Medina beschloss, einen Treueid von Imam Hussain (a.) zu verlangen, sagte Imam Hussain zu ihm (a.): Oh Wehe dir! Du bist unrein während wir von den Leuten sind, über die Allah im Koran sagt:
 
"Allah will nur jegliches Übel von euch verschwinden lassen, ihr Leute des Hauses, und euch stets in vollkommener Weise rein halten." [33:33]
 
Und während Imam Hussain (a.) sich wegen dem ungerechten Treueid nach Mekka entzog, rezitierte er folgenden Vers:
 
"Dann ist er aus ihr herausgetreten befürchtend achtzugeben. Er hat gesagt: Mein Herr errette mich vor dem Volk der Unterdrücker." [28:11]
 
Auf dem Weg nach Karbala, dem Hilferuf folgend, rezitierte er aus dem Koran:
 
"Und es gibt für mich kein Gelingen außer durch Allah. Auf Ihn vertraue ich und an Ihn wende ich mich". [11:88]
 
Dieser Vers hat unter anderem zu bedeuten:
 
-Der Entschluss liegt bei uns, aber das Gelingen bei Allah.
-Das Vertrauen auf Allah bringt dann ein positives Ergebnis, wenn wir zuerst Taten folgen lassen.
-Bei Problemen suchen wir Zuflucht bei Allah.

Als Imam Hussain (a.) nahe an Karbala war und wusste, dass viele seiner Anhänger einen Rückzieher vollzogen haben, sagte er:
 
"Und wer daher den Eid bricht, bricht ihn zu seinem eigenen Schaden." [48:10]

Imam Hussain (a.) erfuhr vom Martyrium derjenigen, die seinen Brief nach Karbala brachten und rezitierte weinend:
 
"Es sind welche unter ihnen, die ihr Gelübde erfüllt haben, und welche, die noch warten, und sie haben nichts verändert, nicht im geringsten." [33:23]
 
Weiterhin schickte der Gouverneur von Kufa (ibn Ziyad) Hur einen Brief und somit den Auftrag, Imam Hussain (a.) den Weg zu versperren. Imam Hussain (a.) nahm den Brief entgegen und rezitierte den folgenden Koranvers:
 
"Und Wir machten sie zu Führern, welche (Menschen) zum Feuer luden; und am Tage der Auferstehung werden sie keinen Beistand finden." [28:41]

Schließlich, am Tage von Ashura, sagte er entgegen der Armee von Yazid (la.):
 
"...so beschließt nur eure Angelegenheiten und versammelt eure Teilhaber, und belaßt euer Planen nicht im Verborgenen, sondern handelt gegen mich, und gebt mir keine Wartezeit." [10:71]
 
Und auch unter anderem den folgenden Vers:
 
"Wahrlich, mein Beschützer ist Allah, Der das Buch herabgesandt hat. Und Er beschützt die Rechtschaffenen." [7:196]

"Wahrlich! Ich hinterlasse euch zwei Gewichtige [thaqalayn]. Das Eine ist das Buch Allahs, indem Licht und Leitung ist. Das Andere ist meine Ahl-ul-Bait..”
Prophet Muhammad (s.)
 
#wasalam#
anNur, Nino24, Zainul Abedeen and 1 other like this

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Salamu Aleikum, 

Ein lehrreicher Beitrag, vielen Dank. InshaAllah kommen noch mehr Beiträge solcher Art. 

Wassalam

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Salam.

Danke! Eine Frage hätte ich:

Wer hat diese Dinge überliefert? Wer wusste, was Imam Hussein as. am Ende sagte?

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Alaikum salam zusammen, generell ist es logischerweise so, dass es jemand gehört hat und durch das Weiterleiten entsteht eine Überlieferungskette. Diese Überlieferungsketten werden dann von den Gelehrten überprüft. 

Salam

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vor 29 Minuten schrieb al-Insan:

Alaikum salam zusammen, generell ist es logischerweise so, dass es jemand gehört hat und durch das Weiterleiten entsteht eine Überlieferungskette. Diese Überlieferungsketten werden dann von den Gelehrten überprüft. 

Salam

Salam.

Ja, aber bei diesem speziellen Fall dürfte es doch traurigerweise keine Zeugen geben, oder?

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Wieso nicht? Imam Hussain (a.) war mit seiner Familie und Gefährten.

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vor 57 Minuten schrieb al-Insan:

Wieso nicht? Imam Hussain (a.) war mit seiner Familie und Gefährten.

Ich dachte die letzten Worte sagte er kurz vor seinem Tod zu den Gegnern? Dann habe ich das falsch verstanden, sorry.

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Gerade eben schrieb Muslim001:

Ich dachte die letzten Worte sagte er kurz vor seinem Tod zu den Gegnern? Dann habe ich das falsch verstanden, sorry.

Nein es geht darum, was er an dem Tag gesagt hat. Es ist zwar etwas chronologisch aufgebaut, aber das Ende ist nicht der Höhepunkt. 

Muslim001 likes this

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