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Von Konvertierung erzählen


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Gast Hatice Reyyan

As Salamu Aleikum Geschwister,

Wie ihr vielleicht merkt, bin ich eine Konvertitin und hab auch einen neuen Namen. Das Problem ist, dass ich das meiner Familie irgendwann erzählen muss und sie sind islamophob, sie ziehen öffentlich über diese Religion her und verspotten auch meine Glaubensschwester/beste Freundin. Ich bin 17 Jahre alt und hab zwei Möglichkeiten. Erste wäre bis zu meinem 18. Lebensjahr zu warten, dann ausziehen und es ihnen erst da erzählen und zweite wäre es ihnen demnächst zu erzählen und dann in Schande und Spott zu fallen. Ich habe ehrlich Angst vor der zweiten Möglichkeit, da ich meine Eltern liebe und ich mich dann sehr schlecht fühle. Ich bete heimlich, will unbedingt Hijab tragen, meine Klasse steht komplett hinter meiner Entscheidung und mein stellvertretender Klassenlehrer auch. Vielleicht könnt ihr mir Rat geben 

Ich danke euch jetzt schon mal

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  • 2 Wochen später...

Salam,

es ist natürlich schwierig, dir einen Rat zu geben, wenn wir die ganz genaue Situation nicht kennen.

Manchmal ist es besser, mit der Kundgebung zu warten, um große Aufruhr zu vermeiden. Aber ich frage mich, ob du denn mit 18 wirklich ausziehen und alleine leben könntest? Es ist nicht so einfach, wie man es sich vorstellt.

Ich denke der beste Weg ist es immer, sich eine Stütze in der Familie zu suchen und es zuerst dieser einen Person, der man am ehesten vertraut, zu erzählen. An ihrer Reaktion kannst du dann eventuell auch erkennen, was passieren könnte, wenn du es den anderen erzählst.

Was noch wichtig ist, ist geduldig an die Sache ranzugehen. Wenn deine Familie atheistisch ist und den Islam nur durch die Medien kennt oder einfach gar nicht mit Religion aufgewachsen ist, wird es schwierig sein für sie, es zu akzeptieren. Du musst ihnen Zeit geben - selbst wenn sie spotten sollten. Das war auch der Kampf der meisten Propheten. Es wurde sich über sie lustig gemacht, aber sie waren geduldig und mit dieser Geduld haben sie es auch geschafft, bestimmte Menschen auf den wahren Pfad einzuladen.

Wenn du weißt, dass du eine Stütze in deiner Freundin hast, wäre es vielleicht gar nicht mal so schlecht, es vielleicht einer Person in deiner Familie zu erzählen. Ich denke am ehesten eignen sich dafür Geschwister, im besten Fall eine Schwester. Diese können sich am ehesten noch in deine Lage versetzen, weil sie in derselben Generation wie du aufgewachsen sind und Schwestern sind meistens emotional zugänglicher.

Wenn du Fragen und Sorgen hast, kannst du sie gerne mit uns jederzeit teilen.

Darf ich fragen, ob du zum Sunnitentum oder Schiitentum konvertiert bist?

In beiden Fällen bist du hier sehr gerne willkommen. Ich gehe aber mal davon aus, dass du zum Sunnitentum konvertiert bist. Dann würde mich einfach interessieren, wie du auf das shia-forum gestoßen bist - einfach aus meiner Interesse heraus.

Wasalam

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  • 4 Wochen später...

Salamu aleikum Schwester. 

Es Freud mich zu hören, dass du den Weg Allahs eingeschlagen hast und ich möchte dir hiermit gratulieren.

 

Deine Situation ist keine Leichte.

Ich weiß auch nicht gesagt, wie ich dir dabei Helfen könnte. Vielleicht solltest du es deinen Eltern schonend beibringen und vllt erstmals ohne Kopftuch, damit du Sie nicht überfordert mit der Situation, denn du sagtest ja, Sie haben einen eher negativen Standpunkt dem Islam gegenüber.

Doch in Allem gibt es Mittel und Wege um vor allem eine Lösung zu finden mit der beide Parteien  sich in Ihrem Vorhaben respektieren.

Mach alles Langsam. Bete zwar, doch wenn es um Islamische Bekleidung geht, solltest du deinen Eltern Die Zeit geben sich daran zu gewöhnen, wenn du zu radikal handelst mit deinem Lebensstil und der Bekleidung, könnte es Radikale Gegenreaktion hervorrufen.

Deswegen, warte vielleicht einige Zeit bevor du dich mit Hijab bekleidest.

Mache es Häppchenweise.

 

Wir Menschen brauchen manchmal Zeit sich an etwas zu gewöhnen. 

Doch, ich glaube in dir liegt vielleicht auch vielmehr, eine Art große Aufgabe. Du bist die  Tür zwischen Islam und deinen Eltern, so dass Sie vielleicht von Ihrer Negativen Meinung ablassen würden und im Besten Fall dir in deinem Weg folgen könnten. Ich hoffe Allah gibt dir Viel Kraft und vor allem Geduld diese Zeit zu überwinden, doch wünsche dir natürlich dass du keine Schwierigkeiten bekommen wirst, oder das alle von Anfang an dein Entscheidung Tolerieren.

Bewahre dennoch deinen Respekt deinen Eltern gegenüber, egal mit welche Situation von deren Seite aus du dich Konfrontiert siehst. 

Das ist nur mein Vorschlag und Gedanke 

Wallahu Alem 

 

 

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