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Gibt es bei den Sunniten auch Imam Mahdi


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#salam#

Im Prinzip haben sie nach den Gedanken der verschiedenen Rechtsschulen die gleiche Aufgabe, diese Welt mit Gerechtigkeit zu füllen.

Aber es gibt schon einige Unterschiede, wie zum Beispiel: Schiiten glauben daran, dass Imam Mahdi (a) schon vor über 1000 Jahren geboren ist und zur Zeit in der Verborgenheit lebt, während bei Sunniten Imam Mahdi (a) noch nicht mal geboren ist.

#salam#

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vor 40 Minuten schrieb Seyfullah:

#salam#

Im Prinzip haben sie nach den Gedanken der verschiedenen Rechtsschulen die gleiche Aufgabe, diese Welt mit Gerechtigkeit zu füllen.

Aber es gibt schon einige Unterschiede, wie zum Beispiel: Schiiten glauben daran, dass Imam Mahdi (a) schon vor über 1000 Jahren geboren ist und zur Zeit in der Verborgenheit lebt, während bei Sunniten Imam Mahdi (a) noch nicht mal geboren ist.

#salam#

Die Shiiten sagen das Iman Mahdi in einer Höhle ist oder?

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#salam#

Imam Mahdi (a) lebt in der in der Verborgenheit. Die Verborgenheit ist laut eslam.de: "Als Verborgenheit bzw. Abwesenheit wird im Speziellen eine Ebene des Daseins bezeichnet, in der eine Reihe von heiligen Menschen für die Mehrheit der Menschen nicht sichtbar sind, aber dennoch weiter leben."

#salam#

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vor 15 Stunden schrieb Maxii12:

Die Shiiten sagen das Iman Mahdi in einer Höhle ist oder?

Salam,

nein, das ist einer der Aussagen der damaligen Menschen gewesen, um sich über die Schiiten lustig zu machen.

Nach der schiitischen Auffassung - und so ist es auch - lebt er unter den Menschen, jedoch als Fremder. Er kennt die Menschen allesamt, sie kennen ihn jedoch nicht oder besser: sie erkennen ihn nicht.

Er ist das Gleichnis der Sura al-Kahf. In der Sura al-Kahf geht es um drei Geschichten. In einer der drei Geschichten geht es um Hadhrat Khizir, einem aufrichtigen Diener Gottes, der für eine Zeit von Hadhrat Musa (a.s) begleitet wird. Der Geschichte ist zu entnehmen, dass Hadhrat Khizir sich um die Probleme der Menschen kümmert, ohne, dass diese davon erfahren oder wissen. Das bedeutet, er löst ihre Probleme und sie wissen es nicht. Als Beispiel wird im Heiligen Quran erwähnt, dass er das Boot eines armen Paares beschädigt. Als Prophet Musa (a.s) nicht versteht, wieso er das macht und ihn mehr oder weniger tadelt, erzählt Hadhrat Khizir ihm, dass alle Boote in Zukunft auf ungerechte Art und Weise beschlagnahmt werden. Und da das arme Paar kaum etwas hat außer ihr Boot, beschädigt er es, denn er weiß, dass ein beschädigtes Boot nicht beschlagnahmt wird. So kann das Paar ihr Boot behalten (und reparieren, was insgesamt weniger Schaden ist als das Boot vollständig abgeben zu müssen).

Und genau so lebt auch Imam Muhammad Mahdi. Er und seine Helfer kümmern sich um die Probleme anderer, aber ohne, dass es andere bemerken.

Wasalam

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  • 2 Wochen später...

Sunnitische Gelehrte trennen in der Regel das Kalifat vom Imamat.

Das Kalifat, arabisch al-Khilafah, bedeutet im islamischen Sprachgebrauch die Statthalterschaft Gottes auf Erden und betrifft alle rechtschaffenen Menschen. Im politischen Sprachgebrauch bedeutet es jedoch die politische Nachfolge des Propheten. Im schiitischen Islam fällt das Kalifat mit dem Imamat zusammen und bedeutet die Führerschaft eines von Gott bestimmten reinen Imams, so dass ein reiner Imam zugleich der wahre Kalif ist, auch wenn ihm sein Recht von den Herrschern der Zeit vorenthalten wird.

Und auch der Koran beschreibt den Kalifen: „Gott hat denjenigen von euch, die glauben und rechtschaffene Werke tun, versprochen, dass Er sie ganz gewiss als Statthalter auf der Erde einsetzen wird, so wie Er diejenigen, die vor ihnen waren, als Statthalter einsetzte.“ [Koran Kapitel 24 Vers 55] Dieser Vers betrifft alle rechtschaffenen Menschen.

Das politische Oberhaupt blieb jedoch immer bei einem Unfehlbaren, sei es ein Prophet Gottes oder ein Imam. Zum Vorschein kommt das in einem der wenigen Verse darüber im Koran: „Und so richte zwischen ihnen nach dem, was Gott (als Offenbarung) herabgesandt hat.“ [Koran Kapitel 5 Vers 49] Die Exegeten sind sich darüber einig, dass dieser Vers den Propheten anspricht, wenn auch sein Name nicht erwähnt wird. Dass der Kalif von Gott bestimmt wird, wird bereits im Koran an mehreren Stellen erwähnt: „Und Moses sagte zu seinem Bruder Aaron: „Nimm meine Stelle bei meinem Volk ein, sorge für Ordnung und folge nicht dem Weg der Unheilstifter!““ [Koran Kapitel 7 Vers 142]

Und an anderer Stelle heißt es: „O David, Wir haben dich zu einem Statthalter auf der Erde gemacht.“ [Koran Kapitel 38 Vers 26]

Darüber hinaus wurde die Führerschaft durch einen Imam im Koran hervorgehoben:

„(Gedenke) des Tages, da Wir alle Menschen mit ihrem (jeweiligen) Imam rufen werden.“ [Koran Kapitel 17 Vers 71]

„Und (gedenkt,) als Abraham von seinem Herrn mit Worten geprüft wurde, da befolgte er sie. Er (Gott) sagte: „Ich will dich zu einem Imam für die Menschen machen.““ [Koran Kapitel 2 Vers 124]

Geschichtlich gab es Personen, die nach dem Ableben des Propheten als Kalifen bezeichnet wurden, jedoch keine reinen und unfehlbaren Imame waren. Viele stellen sich die Frage, ob Sunniten, die derzeit circa 80 Prozent der Muslime mit ihren verschiedenen Rechtsschulen Hanafiten, Schafiiten, Hanbaliten, Malikiten und Salafiten/Wahabiten weltweit ausmachen, an Imam Mahdi (a) und einen Endzeit-Erlöser glauben. Zuallererst muss erwähnt werden, dass sunnitische Bücher viele Quellen haben, in denen der al-Mahdi und Messias, al-Massih, vorkommen. Auch die zwölf Imame finden in ihren Büchern Erwähnung.

Doch allerhöchste Priorität haben bei sunnitischen Gelehrten die Kalifen und das Kalifat, vor allem die ersten Kalifen kurz nach dem Ableben des Propheten.

Dabei ist nicht der politische sunnitische Islam gemeint, sondern gerade auch um ihre Theologen, die das Kalifat anstelle des Imamat betonen, obwohl das Imamat durch die Ahlul Bayt (a), der Famlie des Propheten, auch in sunnitischen Quellen und vor allem durch ihre Erwähnung im Heiligen Koran im Kapitel 33 Vers 33 eine ungleich höhere Bedeutung hat als das Kalifat. Der erste Imam, Imam Ali (a), findet noch dazu im Kapitel 5 Vers 55 Erwähnung, während die Tochter des Propheten, Hadrat Fatima az-Zahra(a) mit dem gesamten 108. Kapitel, der Sure al-Kauthar, geehrt wird.

Doch im sunnitischen Islam steht der Ahl ul-Bayt (a) lediglich eine spirituelle Rolle zu, während den Kalifen eine uneingeschränkte politische Macht zusteht. Bei Rechtsfragen wandten sich die Muslime an die Ahl ul-Bayt (a), doch das ihnen zustehende politische Recht wurde durch einige mächtige Stammesführer vorenthalten.

Ein politischer Herrscher muss rein und in seinen Entscheidungen unfehlbar sein. Das geht und ging nur durch einen aus der Blut-Linie des Propheten, der von Gott und den Propheten festgelegt wurde, also durch einen reinen Imam.

Auch die Art und Weise, wie die Kalifen der islamischen Geschichte an die Macht kamen, ist sehr undurchsichtig und inkonsequent. Manche wurden gewählt, andere vom Vorgänger bestimmt, und bei anderen wiederum war das Alter ausschlaggebend. Mal wurden sie durch die Blut-Linie des Vorgängers zum Kalifen, mal von einigen politischen Stammes-Eliten gewählt und ein anderes Mal geschah es durch die Ermordung des Vorgängers.

Nach schiitischem Glauben geschah Imam Alis (a) Bestimmung zum Kalifen durch Gott, der dem Propheten nach seiner Hadsch-Pilgerfahrt bei Ghadir Khumm verkündete, er solle den Islam vervollständigen, indem er seine Nachfolge nach seinem Ableben durch Imam Ali (a) ankündigen: "O du Gesandter! Verkündige, was zu dir hinabgesandt ward von deinem Herrn; und wenn du es nicht tust, so hast du Seine Botschaft nicht verkündigt. Gott wird dich vor den Menschen schützen. Wahrlich, Gott weist nicht dem Volk der Ungläubigen den Weg." [Koran Kapitel 5 Vers 67] Obwohl die Gefahr für den Propheten bestand, nach der Verkündung verletzt oder gar getötet zu werden, denn es ging schließlich um seine politische Nachfolge und andere Persönlichkeiten waren danach bestrebt, diese Position des Wali und Kalifen innezuhaben, befolgte der Prophet Gottes Befehl und ernannte Imam Ali (a) zu seinem politischen Nachfolger nach seinem Tod.

Sogleich nach der Verkündung durch den Propheten wurde der folgende Vers des Koran herabgesandt: "Heute habe Ich eure Glaubenslehre für euch vollendet und Meine Gnade an euch erfüllt und euch den Islam zum Bekenntnis erwählt." [Koran Kapitel 5 Vers 3]

Auch sunnitische Quellen erwähnen diese Überlieferung des Ghadir Khumm, doch sagen sunnitische Gelehrte, dass Wali lediglich Freund bedeutet, ohne dass sie hinterfragen, warum der Prophet eine Freundschaft, die jedem bestens bekannt ist, verkünden soll.

Die widersprüchlichen Angaben in sunnitischen Quellen jedoch stellen einen Zustand der Verwirrung innerhalb der Masse der Sunniten und auch außerhalb des Islam her. Das nutzen heute auch viele salafistische Gelehrte für ihre politischen Zwecke aus.

So ist es nicht verwunderlich, dass viele Sunniten nach dem Ausrufen des Kalifats durch die ISIS in Teilen Syriens und des Irak, dahin auswanderten. Es war eine Folge der wiederholten Verherrlichung der Herrschaftsform des Kalifats in der islamischen Geschichte. Viele geben der Abschaffung des Kalifats die Schuld für die miserable Situation der Muslime in der heutigen Zeit. Dass die derzeitige Lage der Muslime jedoch eben auf diese Kalifate zu verschiedenen Ären in der islamischen Geschichte zum allmählichen Verfall der islamischen Welt führte, wird ignoriert. Denn bis zum Beginn des 20. Jahrhundert herrschte in der islamischen Welt überwiegend das Kalifat. Die politische Macht haben die Muslime weit vor dem Ende des sogenannten Kalifats abgegeben. Ägypten wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts kolonisiert, als es das Kalifat noch gab.

Die letzten bedeutenden kulturellen und intellektuellen Errungenschaften der Islamischen Welt fand in der sogenannten Islamischen Blütezeit, auch als Goldenes Zeitalter des Islam bezeichnet, der von circa 750 bis 1250 nach Christi Geburt andauerte, statt.

Und auch während dieser Zeit fand er ausschließlich in den von damals schiitisch beeinflussten Gebieten Persien/Chorasan, Irak, mit Bagdad als Zentrum, und dem schiitischen Nordafrika statt. Alle wissenschaftlichen Errungenschaften der islamischen Welt wurden von den Imamen angetrieben und sind auf diese zurück zu führen. Die erste islamische Universität, die al-Azhar Universität in Kairo, Ägypten, die heute immer noch als Zentrum des sunnitischen Islam gilt, wurde 975 nach Christus von Herrschern der schiitischen Fatimiden-Dynastie gegründet.

Das war die logische Konsequenz. Denn während die zwölf reinen Imame für einen offenen Diskurs standen und Meinungsunterschiede mit Dialog begegneten, erstickten die Kalifen jede Kritik im Keim, indem die Personen, die eine entgegengesetzte Meinung als sie selbst hatten, bekämpft, eingekerkert, gefoltert, und schließlich ermordet wurden. So geschah das auch mit allen Imamen nach Imam al-Hussein (a) bis hin zum elften Imam. Der zwölfte Imam, Imam al-Mahdi (a), musste schließlich in die Verborgenheit gehen, die bis heute andauert.

Gewalt und Unterdrückung hatte Tradition unter den meisten der Kalifen. Noch heute bedienen sich viele muslimische Herrscher dieser Mittel, um ihre Macht zu festigen.

Alle Kalifen, mit Ausnahme des vierten Kalifen, Imam Ali (a), waren nicht von der Ahl ul-Bayt (a), der Familie des Propheten, was die Blut-Linie anbelangt. Doch viel erheblicher war noch, dass sie der Ahl ul-Bayt (a) nicht in Angelegenheiten folgten, die die Auslegung der Gesetze oder den Regierungsformen in ihren jeweiligen Herrschaftsgebieten betrafen. Im Gegenteil, sie waren durch und durch Tyrannen, was der Regierungsform des Propheten und Imam Alis (a) widersprachen. Muawiyah ibn Abu Sufyan und Yazid ibn Muawiyah, zwei der frühen Kalifen, waren sogar der Sohn bzw. Enkel des Erzfeindes des Propheten, Abu Sufyan.

Abu Sufyan stammte aus dem Familienclan des Stammes Quraisch und führte mit seiner Armee mehrere Kriege gegen den Propheten. Abu Sufyans Sohn, der fünfte Kalif Muawiyah, bekämpfte jeweils die ersten beiden Imame, Imam Ali (a) und seinen Sohn Imam al-Hasan (a). Die Ermordung und Bekämpfung der Imame gipfelte in der Schlacht von Kerbela im Jahr 680 am Tag des Aschura, am 10. Muharram, in der die Armee des sechsten Kalifen Yazid, die aus 3000 Soldaten bestand, den dritten Imam, Imam al-Hussein, mit samt seinen 72 Gefolgsmännern in der Schlacht tötete und seine weiblichen Familienangehörigen, die anwesend waren, gefangen nehmen ließ.

Infolge der Verfolgung der Ahl ul-Bayt (a) durch die islamischen Herrscher, begab sich Imam Mahdi (a) in die Verborgenheit.

Was er macht und wo er sich befindet, ist keinem Menschen bekannt. Es wird berichtet, dass er bis zu 30 Verbündete hat. Es wurde überliefert, dass unzählige falsche Mahdis auftauchen werden, mit der Behauptung, sie seien der echte Mahdi, oder sein Stellvertreter. Und sie alle werden scheitern. In der Vergangenheit fand das auch einige Male statt.

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