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Überzeugungen passen nicht zum Islam?


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Hallo zusammen! 

Das hier ist weniger eine Frage als Überlegungen, die ich gerne los werden möchte. Ich beschäftige mich seit längerem mit dem Islam. Es gibt auch einige Punkte, die ich interessant, schön und faszinierend finde. Doch vieles passt einfach nicht zu meinen Lebenseinstellungen, zu meiner Moral und zu dem Menschen, der ich sein möchte. 
Ein Beispiel: Homosexualität. Ich werde immer dafür sein, dass Menschen, die sich lieben, auch miteinander glücklich sein sollen. Für mich passt es nicht, dass an Homosexualität etwas falsch sein soll. Und ich werde nie verstehen, warum manche Menschen wollen, dass andere sich zwingen, ein (heterosexuelles) Leben zu führen, durch welches sie todunglücklich werden. Ich könnte den Gedanken nicht annehmen, dass es nur eine von Gott gewollte Sexualität gibt und alle anderen falsch sind. 
Oder der Gedanke, dass Frauen sich bedecken sollen, Männer aber nicht. Ich habe viel zu dem Thema gelesen, für mich ist und bleibt es aber unfair, und ich verstehe nicht ganz, warum ein gerechter Gott solche Regeln erschafft. (Ich weiß, das Argument ist immer wieder, „Gott weiß es am besten“, doch diese Antwort stellt mich nie zufrieden. Es heißt oft, dass der Islam auf alles eine Antwort hat. Logisch, wenn man als letztes Argument immer „Gott weiß es am besten“ sagen kann.) Alle Argumente, auch „Schutz der Frau“ leuchten mir nicht ein. 
Allgemein hab ich nicht das Gefühl, für mich annehmen zu können, dass Männer und Frauen unterschiedliche Rechte haben, bei denen die Frauen am Ende fast immer als die schwachen dastehen (bsp.: Frau muss nicht arbeiten, sie hat die Wahl, dies wird irgendwie immer so gedreht als ob es etwas Gutes für die Frau ist, aber ich würde die gleiche Verantwortung wie ein Mann haben wollen.
Anderes Beispiel: Tiere sind für mich genau so viel wert wie Menschen und ich könnte nie den Gedanken annehmen, dass sie zu unserem Nutzen erschaffen wurden oder wir irgendwie über ihnen stehen. 

Ich fühle mich irgendwie vom Islam angezogen, aber vieles widerspricht mir einfach extrem. Müsste ich meine Überzeugungen ablegen, um die Religion zu finden? Vielleicht habt ihr Gedanken dazu? 

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Hallo Lia, es freut mich zu hören, dass du Interesse an der Religion Gottes hast. Mir wurde mal gesagt, dass beim Islam nur eins möglich ist, alles zu nehmen (d.h alles zu akzeptieren) oder alles abzulehnen. Also, nimm alles oder nichts. Man hat nicht die Wahl, einiges zu akzeptieren, aber gleichzeitig anderes abzulehnen, weil es sich nicht mit der eigenen Moralvorstellungen vereinbaren lässt.  Ich weiß das klingt jetzt hart, aber es ist nicht böse gemeint Lia. Zum Thema Homosexualität, so ist das Ausleben dieser Sexualität verboten. Das homosexuell-sein hingegen nicht. Man kann dies als eine Art Prüfung sehen, indem man Standhaft bleibt und eben das tut, was Gott erfreut, auch wenn man auf das eigene Wohl "verzichten" muss. Gewiss, wird diese Tat auch sehr belohnt von Allah swt. Allah swt. hat uns Regeln gegeben, an die wir uns bestmöglich halten sollen. Letztendlich ist diese Welt nicht von Dauer und man sollte sich langsam aber sicher, auf die nächste Vorbereiten, weshalb man auch soviel richtiges tun sollte, wie es nur eben möglich ist. Was eben auch bedeutet auf vieles zu verzichten. Die Frage die man sich hierbei stellen muss ist; was habe ich gewonnen, wenn ich durch diese Handlung die nähe zu Allah verloren habe und was habe ich verloren, wenn ich Allah swt. näher gekommen bin? Letztendlich bleibt da nicht wirklich Spielraum und jeder Mensch wurde frei erschaffen und kann das tun, wonach ihm auch immer der Sinn steht, allerdings muss man dann auch mit den Konsequenzen rechnen, die einem erwarten, nach dem Leben. Wenn das wahre Leben beginnt. 

Die Männer haben auch gewisse Regelungen, an den sie sich halten müssen. Auch was die Kleidung betrifft. Natürlich nicht so wie bei den Frauen, aber ja die gibt es durchaus. Ich kann dir leider nicht den einen Grund nennen, weshalb das so ist. Vielleicht kann ein Bruder oder eine Schwester darüber mehr erzählen.  Vielleicht hilft dir auch dieser Link ein wenig mehr: http://www.al-shia.de/was-sagt-der-quran-zum-hijab/ 

 

Natürlich können Frauen arbeiten, doch das liegt in ihrer Hand, ob sie das nun möchten oder nicht. Der Mann hat in diesem Fall z.B keine Wahl, er muss arbeiten, um die Familie zu versorgen. Doch auch wenn Frauen nicht "arbeiten", im Sinne von Geld verdienen, so leisten sie eine viel anspruchsvollere Arbeit, die Erziehung, Haushalt etc. (Damit will ich nicht sagen, dass Frauen damit alleine gelassen werden sollten, natürlich muss der Mann auch in diesem Bereich sein Beitrag leisten), doch stelle dir vor, die Frau macht all jenes und ihr Mann würde sie noch zur Arbeit zwingen. Ob dies die Energie der Frau noch zulässt oder nicht, hat nur Sie zu entscheiden. Manche können noch extra arbeiten, andere wären überfordert, mit der zusätzlichen Kindeserziehung etc. Du z.B willst die gleiche Verantwortung, aber ich kenne einige Frauen, die das nicht wollen- oder wollen, aber ihre Energie das nicht zulässt. Und das ist auch in Ordnung. Damit will man die Frau nicht "klein" halten, sondern ihr die Wahl selbst geben, zu entscheiden, ob das alles noch passt und möglich ist oder eben nicht. Frauen haben eine hohe Stellung im Islam, nicht umsonst sagt man, dass das Paradies unter der Füßen der Mutter liegt. 

Der Prophet (s.a.s.) wurde von einem Mann gefragt: "Wen soll ich am besten behandeln?" Er antwortete: "Deine Mutter." Der Mann fragte weiter: "Und wen danach?". Der Prophet antwortete: "Deine Mutter." Der Mann fragte noch einmal: "Und wen danach?" Der Prophet antwortete: "Deine Mutter." Der Mann fragte wiederum : "Und wen danach?" Da antwortete der Prophet: "Deinen Vater.".

In einem anderen Hadith sagte der Prophet (s.a.s.): "Das Paradies liegt zu den Füßen der Mütter."

Ein weiterer Hadith fordert den Gehorsam der Kinder gegenüber der Mutter: "Allah hat die Widerspenstigkeit gegenüber den Müttern und das Begraben der Mädchen (Die neugeborenen Mädchen wurden bei lebendigem Leibe begraben, weil sich die Väter einen Sohn wünschten) verboten." 

 

Zum Thema Tiere ein Beispiel: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: "Eine Prostituierte sah einen Hund an einem heißen Tag, der um einen Wasserbrunnen umherging und dessen Zunge aus Durst heraushing. Da zog sie für ihn das Wasser mit ihrem Schuh heraus. Für dieses wurden ihr die Sünden vergeben."<<

Nur weil Tiere, zu unserem Nutzen erschaffen wurden, heißt es nicht, dass sie keinen Wert bzw. Respekt verdient haben. Was du bei dieser Überlieferung beachten musst Lia ist; dass Zina (außereheliche-GV) zu einer großen Sünde zählt. Und "nur", weil sie Barmherzigkeit gegenüber eines durstigen Hundes gezeigt hat, wurden ihre Sünden vergeben. Man muss Tiere mit Respekt begegnen, sie sind allesamt Geschöpfe von Allah swt. Das quälen von Tieren ist eine Sünde. Man muss allen Geschöpfen Gottes mit Liebe und Respekt begegnen. 

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass wenn du wirklich Muslima werden möchtest, der Islam natürlich für dich die oberste Priorität haben muss, aber bezüglich der homosexuelle, will ich sagen, dass man ihnen auch noch mit Respekt begegnen muss. Mit Respekt, Freundlichkeit und Herz. Natürlich muss man verstehen, dass unsere Religion klar gegen die Homosexualität ist, jedoch ist das kein Grund für uns Muslime, diese Menschen zu beleidigen, zu verachten oder sonstiges. Ihre Angelegenheiten werden Sie mit Allah swt. ausmachen und nicht mit uns. Jeder Mensch ist verantwortlich für sich selbst und am Tage des Gerichts zählen nur UNSERE Sünden, unsere Angelegenheiten und nicht die der anderen. *

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.  :)

 

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Hallo Syed Sha!

Ich danke dir wirklich vielmals und von Herzen dass du dir Zeit genommen hast, so eine lange Antwort zu schreiben, und auf alle meine Punkte eingegangen bist. 
Nun ist es so, dass ich eigentlich alles, was du erwähnt hast, schon einmal gehört habe. Dass man die eigene Mutter von allen am besten behandeln soll, dass das Paradies unter den Füßen der Mutter liegt, die Geschichte mit dem Hund und ich kenne auch die Kleidervorschriften für Männer. Wie ich bereits geschrieben habe, ich setze mich schon länger mit dem Islam auseinander und habe inzwischen wirklich schon einiges gelesen. 
Als ich deine Antwort gelesen habe, kam mir ein Gedanke: An dem Punkt, an dem ich jetzt bin, wird es wahrscheinlich nicht passieren dass ich neues Wissen erlange, welches mich zum Umdenken bringt. Es hat einfach nicht Klick gemacht, bzw. mein Herz nicht ergriffen. Eher verhärten sich meine Überlegungen, warum so vieles im Islam nicht zu meinen Moralvorstellungen passt und ob der Islam generell als Religion nicht zu mir passt. Religion und Glauben kann ja nicht nur Kopfsache sein. Wenn man nicht aus vollem Herzen daran glaubt, wird man wahrscheinlich auch kein guter Muslim. 
Ich weiß nicht ob es an dem Punkt schon zu spät ist, ob ich einfach zu verschlossen bin und die Mauer quasi verhärtet. Aber es ist wohl kein neues Wissen, das ich brauche, sondern es müsste wenn dann irgendwas IN mir passieren. Es wäre ein schöner Gedanke, an etwas zu glauben und zu einer Glaubensgemeinschaft zu gehören. 
 

Ich danke dir nochmal, durch dich hab ich jetzt auch etwas erkannt, das mir noch nicht klar war. 


Und ich hoffe es ist ok, dass ich jetzt hier so meine Gedanken ausgebreitet habe, vielleicht liest es ja noch jemand und hat einen Gedankenanstoß für mich.

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vor 14 Minuten schrieb Lia3:


Ich weiß nicht ob es an dem Punkt schon zu spät ist, ob ich einfach zu verschlossen bin und die Mauer quasi verhärtet.

Salam, vielleicht liegt hier das Problem. Die Religion soll einem selbst (nafs) nicht passen, man soll davon überzeugt sein und sich selbst (nafs) der Religion anpassen.

Islam heißt ja nicht umsonst Unterwerfung. Ein Muslim ist derjenige , der sich den Willen und Geboten Allahs swt. unterwirft.

Wa Salam 

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vor 21 Minuten schrieb Lia3:

.Religion und Glauben kann ja nicht nur Kopfsache sein. Wenn man nicht aus vollem Herzen daran glaubt, wird man wahrscheinlich auch kein guter Muslim. 

Ich finde dazu passt ganz gut dieser Vers 

"und diene deinem Herrn, bis die Gewißheit zu dir kommt." Sure 15 Vers 99.

Natürlich ist es schön, wenn man gleich von Anfang an mit dem Herzen dabei ist, wichtig ist jedoch, dass man an Hand der Vernunft, durch Nachdenken usw. zum Entschluss kommt, dass der Islam die letzte und richtige Religion ist und dann Allah swt. dient, so dass man am Ende im Idealfall die Glaubensgewissheit auch im Herzen hat.

 

 

 

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Am 16.3.2021 um 20:58 schrieb Lia3:

Hallo zusammen! 

Das hier ist weniger eine Frage als Überlegungen, die ich gerne los werden möchte. Ich beschäftige mich seit längerem mit dem Islam. Es gibt auch einige Punkte, die ich interessant, schön und faszinierend finde. Doch vieles passt einfach nicht zu meinen Lebenseinstellungen, zu meiner Moral und zu dem Menschen, der ich sein möchte. 
Ein Beispiel: Homosexualität. Ich werde immer dafür sein, dass Menschen, die sich lieben, auch miteinander glücklich sein sollen. Für mich passt es nicht, dass an Homosexualität etwas falsch sein soll. Und ich werde nie verstehen, warum manche Menschen wollen, dass andere sich zwingen, ein (heterosexuelles) Leben zu führen, durch welches sie todunglücklich werden. Ich könnte den Gedanken nicht annehmen, dass es nur eine von Gott gewollte Sexualität gibt und alle anderen falsch sind. 
Oder der Gedanke, dass Frauen sich bedecken sollen, Männer aber nicht. Ich habe viel zu dem Thema gelesen, für mich ist und bleibt es aber unfair, und ich verstehe nicht ganz, warum ein gerechter Gott solche Regeln erschafft. (Ich weiß, das Argument ist immer wieder, „Gott weiß es am besten“, doch diese Antwort stellt mich nie zufrieden. Es heißt oft, dass der Islam auf alles eine Antwort hat. Logisch, wenn man als letztes Argument immer „Gott weiß es am besten“ sagen kann.) Alle Argumente, auch „Schutz der Frau“ leuchten mir nicht ein. 
Allgemein hab ich nicht das Gefühl, für mich annehmen zu können, dass Männer und Frauen unterschiedliche Rechte haben, bei denen die Frauen am Ende fast immer als die schwachen dastehen (bsp.: Frau muss nicht arbeiten, sie hat die Wahl, dies wird irgendwie immer so gedreht als ob es etwas Gutes für die Frau ist, aber ich würde die gleiche Verantwortung wie ein Mann haben wollen.
Anderes Beispiel: Tiere sind für mich genau so viel wert wie Menschen und ich könnte nie den Gedanken annehmen, dass sie zu unserem Nutzen erschaffen wurden oder wir irgendwie über ihnen stehen. 

Ich fühle mich irgendwie vom Islam angezogen, aber vieles widerspricht mir einfach extrem. Müsste ich meine Überzeugungen ablegen, um die Religion zu finden? Vielleicht habt ihr Gedanken dazu? 

Was die Homosexualität betrifft, um die Hintergründe besser zu verstehen, muss man sich tiefer mit dem islamsichen Menschenbild auseinandersetzen. Das islamsiche Menschenbild wird anhand eines Maßstabes diskutiert und dieser Maßstab ist die Natur, Veranlagung des Menschen, wie Gott sie geschaffen. Hierbei ist aber zunächst die seelische Veranlagung gemeint. Wenn wir jedoch allein nur die körperliche Natur des Menschen als Maßstab nehmen, dann sehen wir, dass diese Art der Paarung nicht mit den Naturgesetzen übereinstimmt.

Im Gegensatz dazu,  lassen sich die "westlichen" Werte nicht nach einem bestimmten Maßstab oder Definition des Menschen messen und hierbei können Missverständnise entstehen, die aber durch einen vernünftigen Dialog gelöst werden können. 

Ich möchte dich nicht von irgendetwas überzeugen, sondern dich dazu animieren, dich tiefgehend mit dem schiitisch islamsichen Menschenbild zu befassen. 

Salam

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Am 16.3.2021 um 19:58 schrieb Lia3:

Hallo zusammen! 

Das hier ist weniger eine Frage als Überlegungen, die ich gerne los werden möchte. Ich beschäftige mich seit längerem mit dem Islam. Es gibt auch einige Punkte, die ich interessant, schön und faszinierend finde. Doch vieles passt einfach nicht zu meinen Lebenseinstellungen, zu meiner Moral und zu dem Menschen, der ich sein möchte. 
Ein Beispiel: Homosexualität. Ich werde immer dafür sein, dass Menschen, die sich lieben, auch miteinander glücklich sein sollen. Für mich passt es nicht, dass an Homosexualität etwas falsch sein soll. Und ich werde nie verstehen, warum manche Menschen wollen, dass andere sich zwingen, ein (heterosexuelles) Leben zu führen, durch welches sie todunglücklich werden. Ich könnte den Gedanken nicht annehmen, dass es nur eine von Gott gewollte Sexualität gibt und alle anderen falsch sind. 
Oder der Gedanke, dass Frauen sich bedecken sollen, Männer aber nicht. Ich habe viel zu dem Thema gelesen, für mich ist und bleibt es aber unfair, und ich verstehe nicht ganz, warum ein gerechter Gott solche Regeln erschafft. (Ich weiß, das Argument ist immer wieder, „Gott weiß es am besten“, doch diese Antwort stellt mich nie zufrieden. Es heißt oft, dass der Islam auf alles eine Antwort hat. Logisch, wenn man als letztes Argument immer „Gott weiß es am besten“ sagen kann.) Alle Argumente, auch „Schutz der Frau“ leuchten mir nicht ein. 
Allgemein hab ich nicht das Gefühl, für mich annehmen zu können, dass Männer und Frauen unterschiedliche Rechte haben, bei denen die Frauen am Ende fast immer als die schwachen dastehen (bsp.: Frau muss nicht arbeiten, sie hat die Wahl, dies wird irgendwie immer so gedreht als ob es etwas Gutes für die Frau ist, aber ich würde die gleiche Verantwortung wie ein Mann haben wollen.
Anderes Beispiel: Tiere sind für mich genau so viel wert wie Menschen und ich könnte nie den Gedanken annehmen, dass sie zu unserem Nutzen erschaffen wurden oder wir irgendwie über ihnen stehen. 

Ich fühle mich irgendwie vom Islam angezogen, aber vieles widerspricht mir einfach extrem. Müsste ich meine Überzeugungen ablegen, um die Religion zu finden? Vielleicht habt ihr Gedanken dazu? 

Hallo Lia,

es gibt einige Punkte im Islam oder auch in allen Religionen (da Homosexualität nicht nur im Islam veboten ist) die du velleicht mit der "modernen" (ob es wirklich moderne Ansichten sind ist ein anderes Buch) westlichen Lebensweise nicht verknüpfen kannst. Und ich möchte nicht schon das wiederholen, was der Bruder bereits sagte, dass allein die Neigung noch keine Sünde darstellt sondern das Ausleben dessen. Und dass ist auch gut so. Ja man glaubt mit den Herzen. Das stimmt aber ich glaube an keiner Religion wenn ich es auch nicht logisch nachvollziehen kann. Allah (swt) hat den Propheten nicht umsonst Offenbarungen gegeben die nicht weltlich sein können. Denn wären sie weltlich würde niemand an sie glauben. Der Mensch verlangt immer nach Beweisen. Es reicht nicht aus, dass ein Prophet sagt, Gott hat mich zu euch geschickt. Also mir persöhnlich reicht diese Ausage nicht, ich brauche auch einem Beweis. Du siehst also, dass du den Islam logisch verstehen musst, um wirklich mit den Herzen daran zu glauben. Wenn das Herz sich mit Skepsis füllt, kann nur das Licht der Weisheit dir den Weg zeigen und dein Herz erleuchten. Also versuch neutral an die Sache ranzugehen. Zurück zum Thema Homosexualität. Emotionen sind etwas und Fakten sind was anderes, so wie auch die Gender-Ideologie, wo man versucht diese aufzuzwingen. Nur weil jemand sagt, ich glaube nicht nur an zwei Geschlechter (können 3 , 10 oder sogar 60 sein) oder ich identifiziere mich als Katze oder Hund ect..heißt dass noch lange nicht, dass es wissenschaftlich auch begründbar ist, denn die Biologie sagt ganz klar: Es gibt nur zwei Geschlechter weiblich oder männlich, Punkt. Alles andere ist eine Ideologie, die auf Emotionen und eigenen Vorstellungen basiert. Und diese Ideologie müssen nun leider Kindern im Kindergarten lernen. Was ich dir damit sagen will ist, dass der Mensch sich selber zertört, wenn er versucht gegen die Natur zu gehen oder die Natur zu verdrehen und ich will dir damit sagen, dass du velleicht dein ganzes Leben mit der Idee aufgewachsen ist, dass es völlig normal ist wenn man zwei Väter oder zwei Mütter haben kann. Denn genauso wie jetzt versucht wird die Gender Ideologie als völlig normal den Kindern zu verkaufen und sie nur zu verwirren, genauso ist Homosexualität auch schon zur Normalität geworden. Aber, dass ändert immer noch nichts an der Tatsache, dass es nunmal gegen die Natur eines Menschen ist. Und wie gesagt, die Neigung alleine ist keine Sünde. Aber das Ausleben: Also warum muss mein Kind in einer Gesellschaft aufwachsen in der Familienformate wie zwei Väter-zwei Mütter völlig normal sein sollen? Das ist nämlich nicht normal, egal wie sehr versucht wird, dass Fundament einer normalen Familie zu zerstören. Allein das Kind leidet darunter. Ein Kind braucht einen Vater und eine Mutter. Jeder hat bestimmte Eigenschaften, die das Kind braucht um ein gesunden Charakter zu entwickeln. Was ich dir mit diesem Beispiel zeigen will, ist, dass das Ausleben der Homosexualität nicht nur eine private Sache darstellt sondern auch die Gesellschaft direkt beeinflusst. Es bleibt nämlich nicht nur bei der Neigung wie du siehst. Man kann eine Neigung haben aber sich nicht dazu öffentlich bekennen und diese ausleben und anderen Kindern oder generell den Menschen suggerieren, dass dies normal sei. 

Ich weiß du gibst dich mit der Antwort "Gott weiß es am besten" nicht zufrieden und sollst du auch nicht, wie ich schon sagte. Aber du musst dir eine Thematik von allen Seiten (Gesellschaft, Psychologie, Medizin ect.) anschauen und nicht nur aus deinen Überzeugungen oder aus den Überzeugungen bestimmter Teile von Gesellschaften, auch wenn diese die Mehrheit sein sollte. Der Mensch mag es nicht sobald es Vebote gibt, die ihn direkt betreffen, wie der Vebot der Auslebung der Homosexualität, wenn man selber homosexuell ist, sowie auch andere Verbote wie der Genuss von Alkohol, wenn man aber alkoholische Getränke liebt. Aber dass ändert nun mal nicht die Tatsache, dass es schädlich für den Menschen ist und deswegen hat Allah (swt) es auch verboten. Nun bei einigen Sachen erkennt man direkt, weswegen sie verboten sind und bei anderen Aspekten musst du eben mehr forschen, damit du den Grund siehst und auch verstehst warum es so ist wie es ist. 

 

 

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Bezüglich der Rechte von Frauen, musst du eine Sache im Islam verstehen und zwar, dass Gleichheit bei uns nicht gleich Gerechtigkeit bedeutet, so wie es im westlichen Verständnis der Fall ist. Gleiche Rechte zu haben ist schön und gut aber dass bedeutet nicht gleich Gerechtigkeit. Eins vor weg, wie gesagt ist es ja nicht veboten im Islam, dass die Frau arbeitet. Also wenn nur dass deine Sorge war, so hat sich dies nun erledigt. Zurück zum Verständnis von Gerechtigkeit und Gleichheit. Allah (swt) erschuf Mann und Frau. Jeder von ihnen ist unterschiedlich aufgebaut. Die Frau hat einen anderen Körperaufbau als der Mann (ohne herablassend zu wirken) und hat auch in ihrer Natur andere Vorlieben und Stärken. Allah (swt) hat ihr den Mutterinstinkt gegeben. Ja natürlich gibt es Ausnahmen, in der Frauen kräftiger als Männer aufgebaut sind oder Frauen die Kinder hassen aber das sind in der Regel Minderheiten. Biologisch gesehen gibt es zahlreiche Unterschiede zwischen Mann und Frau und das ist Fakt. Also dass es auch unterschiedliche Rechte gibt die genau auf jedes Geschlecht zugeschnitten sind, kann nur gerecht sein, meiner Meinung nach. Es ist ungerecht, dass gleiche von einem Mann zu verlangen wie von einer Frau oder auch umgekehrt. Wenn du dir die Berufswahl von beiden Geschlechtern anschaust wirst du feststellen, dass Frauen vielmehr in Bereiche der Pädagogik, Erziehung, Medizin ect. finden als in anderen Bereichen wie Maschinenbau, Bauingenieurwesen ect. Denn es liegt nun mal eher in der Natur der Frau und dann kommen wieder die Medien und versuchen diese Tatsache als "ein erzwungenes Rollenbild" darzustellen. Aber die Frauen entscheiden sich FREI und ohne Zwang nunmal eher für diese Art von Berufe.

 

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Salam.

@Lia3 Bist du Vegetarierin oder Veganerin?

Zu dem Punkt Schutz der Frau:

Keiner sagt, dass du nicht arbeiten DARFST. Man sagt, dass du es nicht MUSST weil der Mann dafür zu sorgen hat, dass es euch gut geht. Das ist doch ein Vorteil für die Frau und eine „Benachteiligung“ des Mannes, oder? Rein theoretisch gesehen?

Der Beitrag über mir von @hawra2stellt auf dem Bild auch das Thema Gleichheit gut dar.


Zum Thema gleichgeschlechtliche Beziehung stelle ich dir eine Frage:

Nehmen wir an, die Norm sind gleichgeschlehtliche Beziehungen und ab morgen wären alle Männer mit Männern und Frauen mit Frauen zusammen. Frage: Wie lange dauert es, bis die Menschheit ausgestorben ist?

Zugegeben, ein krasses Beispiel. Es zeigt aber, dass dies nicht die Norm ist und dieser Weg für den Menschen selbst eine Selbstzerstörung wäre.

 

 

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