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15-jähirge Handballspielerin wurde wegen ihres Kopftuches des Spielfeldes verwiesen


Khanoomi
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Salam

 

15-jähirge Handballspielerin wurde wegen ihres Kopftuches des Spielfeldes verwiesen

 

Beim Jugendturnier HSG-Cup 2007 am vergangenen Sonntag schickte Schiedsrichter Winfried Nolte die aus Ägypten stammende Muslimin Iman Kashke (Wuppertaler SV) vom Spielfeld. Den Ausschluss der Spielerin begründete Nolte mit einem Verbot, wonach "gefährdende Accessoires" wie zum Beispiel Piercings, Manschetten, Haarreifen oder Fingerringe grundsätzlich nicht erlaubt seien. Haarbänder seien nur zulässig, wenn sie aus leicht dehnbarem Material bestehen. Team-Betreuerin Angela Streich erklärte hingegen, dass man Kashkes Kopftuch auf Tauglichkeit und Verletzungsgefahr hin überprüfen ließ: „Wir haben diese neue Kopftuch-Variante, die den Hals freilässt und keine Klammern hat, von Schiedsrichtern aus Wuppertal begutachten lassen. Es war keinerlei Verletzungsgefahr erkenntlich.“ Die Sportlerin hat bisher sechs Handballspiele bestritten, ohne dass es zu einem Verbot gekommen ist.

 

Der Wuppertaler Sportverein brach nach dem Platzverweis das Turnier ab. Die Mannschaft stehe geschlossen hinter ihrer muslimischen Sportlerin. „Würde sie nicht spielen, wäre das ein großer Verlust“, sagten Mitspielerinnen. Jugendleiter Christoph Luhn schrieb nach dem Vorfall Beschwerdebriefe an die entscheidenden Institutionen, in denen er eine schriftliche Begründung für das Handeln des Schiedsrichters forderte.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass eine muslimische Sportlerin, aufgrund ihrer Religionsausübung von Wettkämpfen ausgeschlossen wird. Die World Taekwondo Federation (WTF) hatte zuvor beschlossen, dass muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen, nicht an Wettkämpfen im Rahmen der WTF teilnehmen dürfen. Der Spitzenverband begründete seine Entscheidung damit, dass Religion im Sport nicht anerkannt werde. Nach Angaben des WTF wird das Kopftuchverbot vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) mitgetragen.

 

Dagegen weisen Experten daraufhin, dass Sport ein wichtiger gesellschaftlicher Faktor ist, der die Menschen verbindet und so zum Überwinden herkunftsbedingter Unterschiede beitragen kann. In vielen Bundesländern ist Sport deshalb seit Jahren in die Integrationsarbeit eingegliedert. Verbote und Diskriminierungen haben jedoch zur Folge, dass viele Betroffene sich aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen. (sa)

 

 

Quelle: http://www.igmg.de/index.php?module=Conten...mid=1&t_id=

 

Wassalam

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