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klassische Musik


Akhi Ulrich
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Salam

 

 

Habe von Naynawa die Antwort bekommen, dass "klassische Musik" erlaubt ist.Die beiden obigen Musikstücke, höre ich so gerne.

 

Sind die, als stimulierend, oder unmoralisch aufzufassen?

 

 

Gruss, Ulrich #bismillah#

 

 

Wa Salam

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#bismillah#

#salam#

Prinzipiell sind beide Musikstücke nicht als haram einzustufen, denke ich. Es kommt allerdings sehr auf die persönlichen Empfindungen des Zuhörers, auf die augenblickliche Situation und dergleichen mehr an, d.h. es geht darum, ob die romantische Stimmung gerade in "Für Elise" nicht doch in haram-Situationen führt oder mit ihnen verbunden ist, sprich unerlaubte Liebesbeziehung.

Daß beide klassische Musikstücke die Emotionen stimulieren, ist richtig, aber sie tun dies in einer sehr tiefen und kunstvollen Weise. Allerdings gibt es leider auch verpoppte Versionen beider Stücke, und da ist die Grenze zum Haram meistens überschritten.

Da ich selbst oft klassische Musik höre, kann ich deine Frage gut verstehen.

Wasalam

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#bismillah#

#salam#

 

(7:32) Sag: Wer hat den Schmuck Allahs verboten, den Er für Seine Diener hervorgebracht hat, und (auch) die guten Dinge (aus) der Versorgung (Allahs)? Sag: Sie sind im diesseitigen Leben für diejenigen (bestimmt), die glauben, und am Tag der Auferstehung (ihnen) vorbehalten. So legen Wir die Zeichen ausführlich dar für Leute, die Bescheid wissen.

 

Inwiefern hat dieser Vers etwas mit Musik zu tun? Oder hast du dich mit der Versangabe vertan?

 

Musik ist nicht erst dann haram, wenn es zur Sünde führt, sondern schon das Anhören bestimmter Musik ist eine Sünde...

 

Wenn man es sich von der biologischen Seite aus betrachtet, versteht man das Verbot viel mehr. Ich habe mir mal einen Artikel durchgelesen, wo drin steht, dass der Mensch sobald er Musik hört zuerst in einen veränderten Zustand versetzt wird und danach seine Denk- und Beurteilungsoperationen stattfinden. Das ist so, weil das Gehör ein Frühwarnsystem darstellt.

Mit diesem Effekt werden wir z.B. absichtlich in Werbungen manipuliert.

 

Musik löst Reize im Gehirn aus und verändert den Hormonhaushalt. Es wirkt stimulierend, erweckt Gefühle und kann einen in Trance versetzen.

(aus einem alten Beitrag von mir)

 

#salam#

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:)

#salam#

Allerdings ist Musik bei weitem nicht das einzige, was die menschlichen Emotionen stimuliert. Jede Farbe hat einen emotionalen Einfluß, und die stimulierende Wirkung der menschlichen Rede übertrifft die der Musik um ein Vielfaches! Poesie und Rhetorik beeinflussen nicht nur die Gefühle, sondern auch die Vorstellungen, die Meinungen und den Willen. Vor allem mit Rhetorik kann man einen Menschen bzw. ganze Menschenmassen auf das Schlimmste manipulieren! Und Rhetorik ist nach der Rechtssprechung nicht haram.

 

Daher sollte man die Aussagen über Musik nicht pauschalisieren. Es ist absolut entscheidend, in welchem Sinne etwas gemacht wird. Jeder, der mit Bildern, Musik und Sprache auf andere Menschen wirkt, unterliegt einer außerordentlich großen Verantwortung. Und es ist schwer, an eindeutigen Kriterien festzumachen, was von all diesem wirklich halal ist und was nicht. Letzten Endes erkennen wir wirklich nur an der Wirkung, ob Musik als halal oder als haram einzustufen ist.

 

Da Musik weder Vorstellungen noch den Willen beeinflußt, sondern überwiegend nur die Emotionen, kommt es also darauf an, worauf sich diese Emotionen richten, welche Qualität sie haben, mit welcher Intention sie verbunden sind und welche innere Richtung mit der Musik verbunden ist. Man kann sich das so vorstellen: um Mittelpunkt ist unsere Seele, und nun stellt sich die Frage, wird die Seele durch diese Musik nach oben in eine höhere Qualität geführt oder nach unten in einen triebhaften Bereich heruntergezogen?

 

In der klassischen Musik zum Beispiel werden starke Emotionen angesprochen, aber sie werden zugleich geläutert, also es kommt eine Katharsis dieser Emotionen zustande. Wenn aber Musik solche Emotionen einfach nur herausspielt, ohne sie zu läutern, entsteht bereits eine problematische Wirkung, weil die Seele unter diesem Einfluß subjektiv und leidenschaftlich beeinflußt wird. Im Vergleich kann man feststellen, daß die klassische Musik eine ganz andere Architektur hat, eine künstlerische Formgestaltung, die der trivialen Musik völlig abgeht.

 

Im Islam gilt "Zeitvertreib" als Sünde, daher ist auch reine Unterhaltungsmusik bereits eine Sünde, denn wir vergeuden dabei unser wertvollstes Gut, die begrenzte Zeit, die uns Allah für dieses eine unwiederholbare Leben zur Verfügung gestellt hat. Wir vergessen den großen Kampf, den Dschihad gegen unser Selbst-Ego, wir werden träge und abgelenkt, so daß auch die Energie für diesen Kampf verloren geht.

 

Wenn dann sogenannte Musik auch noch direkt auf das Triebleben einwirkt - auch dies ist biologisch meßbar, zum Beispiel die hormonelle Wirkung tiefer Bässe oder die der den Herzschlag beschleunigenden Rhythmen - dann ist natürlich eindeutig klar, daß hierbei schon das bloße Zuhören haram ist. Denn dieser Wirkung kann man sich nicht entziehen. Bedenkt man zusätzlich, daß die meiste Art dieser "Musik" unter dem unmittelbaren Einfluß von Drogen, Alkohol und Haram-Taten entstanden ist, darf bei diesem Input der Output auch nicht mehr überraschen.

 

Persönlich finde ich, daß bei einigen Nasheeds der letzten Jahre der musikalische Anteil von normaler U-Musik kaum noch zu unterscheiden ist. Und das halte ich für einen großen Fehler. Der mehr oder weniger islamische Text ändert nichts daran, daß beim Anhören dieser Lieder der Körper und die Seele in die falschen Rhythmen und Emotionen versetzt werden. Stimulierend-berauschende Nebenwirkungen gehören nicht in islamische Musik.

 

Übrigens sollten wir nicht vergessen, daß die europäsche klassische Musik ursprünglich aus der islamischen Musik vor allem in Andalusien entstanden ist, und auch daß die am meisten entwickelte und ausgereifte und älteste Tradition der Musiktherapie aus dem islamischen Sufismus stammt.

#rose#

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Salam lieber Bruder

 

 

Du hast mich, mit Deiner Antwort tief beschämt - und mir stehen, die Tränen in den Augen.Ich bin anmassend gewesen!!!

 

Deine Antwort werde ich speichern - und mir manchmal wieder durchlesen.

 

Wie ist diese Webseite R*****.de, zu beurteilen?Dort hatte ich das gelesen, was ich gepostet hatte(Musik nicht verboten, nur wenn sie zur Sünde führt).Ich bin, LEIDER, voll darauf abgefahren.

 

Ich werde, im Forum, in Zukunft zurückhaltender sein!

 

 

Dein Ulrich

 

 

Wa Salam

 

 

 

 

#bismillah#

#salam#

Allerdings ist Musik bei weitem nicht das einzige, was die menschlichen Emotionen stimuliert. Jede Farbe hat einen emotionalen Einfluß, und die stimulierende Wirkung der menschlichen Rede übertrifft die der Musik um ein Vielfaches! Poesie und Rhetorik beeinflussen nicht nur die Gefühle, sondern auch die Vorstellungen, die Meinungen und den Willen. Vor allem mit Rhetorik kann man einen Menschen bzw. ganze Menschenmassen auf das Schlimmste manipulieren! Und Rhetorik ist nach der Rechtssprechung nicht haram.

 

Daher sollte man die Aussagen über Musik nicht pauschalisieren. Es ist absolut entscheidend, in welchem Sinne etwas gemacht wird. Jeder, der mit Bildern, Musik und Sprache auf andere Menschen wirkt, unterliegt einer außerordentlich großen Verantwortung. Und es ist schwer, an eindeutigen Kriterien festzumachen, was von all diesem wirklich halal ist und was nicht. Letzten Endes erkennen wir wirklich nur an der Wirkung, ob Musik als halal oder als haram einzustufen ist.

 

Da Musik weder Vorstellungen noch den Willen beeinflußt, sondern überwiegend nur die Emotionen, kommt es also darauf an, worauf sich diese Emotionen richten, welche Qualität sie haben, mit welcher Intention sie verbunden sind und welche innere Richtung mit der Musik verbunden ist. Man kann sich das so vorstellen: um Mittelpunkt ist unsere Seele, und nun stellt sich die Frage, wird die Seele durch diese Musik nach oben in eine höhere Qualität geführt oder nach unten in einen triebhaften Bereich heruntergezogen?

 

In der klassischen Musik zum Beispiel werden starke Emotionen angesprochen, aber sie werden zugleich geläutert, also es kommt eine Katharsis dieser Emotionen zustande. Wenn aber Musik solche Emotionen einfach nur herausspielt, ohne sie zu läutern, entsteht bereits eine problematische Wirkung, weil die Seele unter diesem Einfluß subjektiv und leidenschaftlich beeinflußt wird. Im Vergleich kann man feststellen, daß die klassische Musik eine ganz andere Architektur hat, eine künstlerische Formgestaltung, die der trivialen Musik völlig abgeht.

 

Im Islam gilt "Zeitvertreib" als Sünde, daher ist auch reine Unterhaltungsmusik bereits eine Sünde, denn wir vergeuden dabei unser wertvollstes Gut, die begrenzte Zeit, die uns Allah für dieses eine unwiederholbare Leben zur Verfügung gestellt hat. Wir vergessen den großen Kampf, den Dschihad gegen unser Selbst-Ego, wir werden träge und abgelenkt, so daß auch die Energie für diesen Kampf verloren geht.

 

Wenn dann sogenannte Musik auch noch direkt auf das Triebleben einwirkt - auch dies ist biologisch meßbar, zum Beispiel die hormonelle Wirkung tiefer Bässe oder die der den Herzschlag beschleunigenden Rhythmen - dann ist natürlich eindeutig klar, daß hierbei schon das bloße Zuhören haram ist. Denn dieser Wirkung kann man sich nicht entziehen. Bedenkt man zusätzlich, daß die meiste Art dieser "Musik" unter dem unmittelbaren Einfluß von Drogen, Alkohol und Haram-Taten entstanden ist, darf bei diesem Input der Output auch nicht mehr überraschen.

 

Persönlich finde ich, daß bei einigen Nasheeds der letzten Jahre der musikalische Anteil von normaler U-Musik kaum noch zu unterscheiden ist. Und das halte ich für einen großen Fehler. Der mehr oder weniger islamische Text ändert nichts daran, daß beim Anhören dieser Lieder der Körper und die Seele in die falschen Rhythmen und Emotionen versetzt werden. Stimulierend-berauschende Nebenwirkungen gehören nicht in islamische Musik.

 

Übrigens sollten wir nicht vergessen, daß die europäsche klassische Musik ursprünglich aus der islamischen Musik vor allem in Andalusien entstanden ist, und auch daß die am meisten entwickelte und ausgereifte und älteste Tradition der Musiktherapie aus dem islamischen Sufismus stammt.

#salam#

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